Ausreiseverbot Deutschland

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SalesConsultant

Erfahrenes Mitglied
13.09.2015
357
11
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Kritik ist angebracht und auch richtig und wichtig, aber Beiträge wie #27 oder #28 sind keine Kritiken und das meine ich auch mit Ton.

Du hast Recht. Aber ein zynischer Post wie #27...why not? Genau das bringt es doch sehr zynisch auf den Punkt wo wir inzwischen stehen.
 

XT600

Erfahrenes Mitglied
16.03.2009
22.709
2.304
Diese Diskrepanz ist ja überhaupt der ganze Auslöser für die fixe Idee Ausreisesperren zu verhängen. Im Inland kettet man sich an die Inzidenzwerte, auch wenn Sie teilweise noch so verschoben sind. Im Ausland ist ein geringer Inzidenzwert wie im Falle von Mallorca tödlich. Ja was denn nun.

Weil man sich noch niemals durchringen kann, das Übernachtungsgewerbe für das eigene Bundesland kontaktarm zu erlauben, müssen jetzt natürlich Auslandsreisen verboten werden. Eine klassische Lose-Lose Situation für den Bürger. Sah man auch gut an Merkels Argumentation heute in der Bundestag Fragestunde, warum Sie sich so gegen Urlaub im eigenen Land ausspricht.

grundsätzlich hat sich seit November nichts geändert: Reisen in Deutschland zwar erlaubt aber nur für Geschäftsreisende (gibt's die noch?) oder Ausnahme (Auto defekt, Zuch verpasst), Reisen ins Ausland (ohne Grund mit Übernachtung nennt sich "Urlaub") grundsätzlich nicht verboten, aber halt durch allerlei Hürden etwas erschwert - dazu Reisewarnungen und täglich der Wieler "reisen Sie nicht" -> Reisebann, psychologischer Druck ohne Verbot (das ist politisch immer die bessere Lösung)

Die Aufhebung der Reisewarnung für Malle (und Teilen von Portugal, Spanien) hat letztlich dazu geführt, dass viele gesagt haben "wenn nicht hier, dann halt dort wo es keine Warnung mehr gibt". Da hat die deutsche Gründlichkeit ("wenn Zahlen runter müssen wir aufmachen"?) nicht mit der Reaktion gerechnet oder Mutti und Co. waren anders beschäftigt und hatten das Thema zu spät auf dem Radar.

Ehrlich gesagt glaube ich, dass es auch wieder mal zu viel aufgebauscht wird! Wieso ist Mallorca der Stein des Anstosses? Wieso nicht Portugal oder Teile Spaniens, die ebenso von der Liste gestrichen wurden? Journalisten, die sich dran aufgeilen, wieder mal den Skandal gefunden zu haben:sick:
 
Zuletzt bearbeitet:

RudiSeiBua

Aktives Mitglied
29.01.2021
103
116
FNJ
Fuer die die es koennen:

1. Mit Arbeitgeber abklaeren ob Home Office aus dem Ausland erlaubt ist
2. entsprechende Reiseziele vorsondieren
3. Flexibel sein und schnell reagieren
4. Den Irrsinn in Deutschland fuer Zeitraum X hinter sich lassen wenn weitere solche Meldungen aus dem Politbuero oeffentlich werden
 

KevinHD

Erfahrenes Mitglied
05.07.2012
3.828
2.998
FFM
Und in China ist es möglich Menschen in Lager zu sperren. Verweise auf Regelungen im Ausland bringen nun einmal gar nichts. Nicht nur im Hinblick auf die jüngere deutsche Geschichte sollte es einen bei Ausreiseverboten gruseln und alle Alarmglocken sollten klingeln. Zumal darüber hinaus noch "gute" Auslandsreisen und "böse" Auslandsreisen (= Mallorca) als Maßstab gelten sollen, statt Fakten wie z. B. Inzidenzwerten, Auslastung der Gesundheitssysteme, Existenz der Gesundheitssysteme vor Ort usw. usf. Ich kann, ganz ehrlich, absolut 0,0 nachvollziehen wie manch einer solch absurde Sachen auch noch rechtfertigen will.

Solche Maßnahmen oder Pläne bedienen aber eine in Deutschland weit verbreitete Eigenschaft: Neid respektive Missgunst.

Schau mal in FB-Kommentare diverser Medien, es gibt genug Menschen die das gut finden.
 

tix

Erfahrenes Mitglied
20.02.2011
3.952
2.180
#27 ist zynisch, #28 ist in der Tat verwerflich.

#28 ist geschmacklos und ansonsten irrelevant. #27 wird bei mir nicht angezeigt. Vermutlich aus Gründen. :censored:

Abgesehen davon stimme ich SalesConsultant voll zu:

Im Übrigen hat uns doch genau dieses NICHT-debattieren über unangenehme Themen genau dort hingebracht wo wir jetzt stehen.

Das stimmt leider komplett und wird auch in einigen (meistens nicht-deutschen) Medien immer wieder thematisiert. Ich finde es daher zunächst grundsätzlich begrüßenswert, wenn es bei derartigen Aktionen wie dem hier angedachten Ausreiseverbot eine kontroverse Diskussion gibt. (*) Wenn die Deutschen jetzt noch lernen, daß man unterschiedlicher Meinung sein kann, ohne einander zu hassen, dann wird da noch was draus werden... (y)

(*) Bei näherer Betrachtung scheint mir die Meinung in diesem Fall allerdings recht einstimmig zu sein... ;)


1. Mit Arbeitgeber abklaeren ob Home Office aus dem Ausland erlaubt ist
[...]
4. Den Irrsinn in Deutschland fuer Zeitraum X hinter sich lassen wenn weitere solche Meldungen aus dem Politbuero oeffentlich werden

1 - Optional für alle, die sich in ihrem Arbeitsvertrag nicht zur Wohnsitznahme in Deutschland verpflichtet haben.
4 - Bei x>183 bitte gegebenenfalls steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Implikationen prüfen. Möglicherweise wäre es dann schlau, Schritt 1 nicht ausgelassen zu haben... :D
 
Zuletzt bearbeitet:
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DavidHB

Erfahrenes Mitglied
14.04.2017
755
4
Bremen
#28 ist geschmacklos und ansonsten irrelevant. #27 wird bei mir nicht angezeigt. Vermutlich aus Gründen. :censored:

Abgesehen davon stimme ich SalesConsultant voll zu:



Das stimmt leider komplett und wird auch in einigen (meistens nicht-deutschen) Medien immer wieder thematisiert. Ich finde es daher zunächst grundsätzlich begrüßenswert, wenn es bei derartigen Aktionen wie dem hier angedachten Ausreiseverbot eine kontroverse Diskussion gibt. (*) Wenn die Deutschen jetzt noch lernen, daß man unterschiedlicher Meinung sein kann, ohne einander zu hassen, dann wird da noch was draus werden... (y)

(*) Bei näherer Betrachtung scheint mir die Meinung in diesem Fall allerdings recht einstimmig zu sein... ;)


Und genau das ist ja das Problem. Man hat nur seine eigene Meinung und andere zählen nicht. Damit kann man einfach keine Diskussion führen, egal ob kontrovers oder nicht.
Und ebenfalls richtig, die Deutschen müssen anfangen zu lernen, dass man unterschiedlicher Meinung sein kann, ohne sich gleich die Köpfe einzuschlagen.

Und ich möchte auch nochmals sagen: Ich halte es für wichtig und auch richtig über Maßnahmen zu diskutieren und seine Meinung dazu zu äußern.
Man muss die Gegenargumente mit seinen eigenen Argumenten abwägen und entweder passt man seine eigene Meinung daran an oder sagt im freundlichen Ton, das ich da anderer Meinung bin und deine Argumente mich bis jetzt nicht überzeugt haben.
Es muss dabei aber sachlich und auch im Ton richtig bleiben. Beleidigungen und Drohungen haben dabei nichts zu suchen.
 

alex09

Erfahrenes Mitglied
09.12.2010
3.165
2.158
Und ich möchte auch nochmals sagen: Ich halte es für wichtig und auch richtig über Maßnahmen zu diskutieren und seine Meinung dazu zu äußern.
Man muss die Gegenargumente mit seinen eigenen Argumenten abwägen und entweder passt man seine eigene Meinung daran an oder sagt im freundlichen Ton, das ich da anderer Meinung bin und deine Argumente mich bis jetzt nicht überzeugt haben.
Es muss dabei aber sachlich und auch im Ton richtig bleiben. Beleidigungen und Drohungen haben dabei nichts zu suchen.

Grundsätzlich stimme ich dir schon zu. Wir haben hier allerdings ein großes Problem: seit 16 Jahren regiert Frau Merkel. In dieser Zeit wurde nahezu nichts auf den Weg gebracht, was diesem Land in Zukunft nutzen wird. 12 der 16 Jahre waren große Koalitionen, die zu einer Verschlechterung der Demokratie, des demokratischen Diskurses geführt haben. In diesen 16 Jahren hat Frau Merkel einen Apparat installiert aus getreuen Verwaltern (u.a. Altmeier, Braun). Diesem unfähigen Apparat haben wir es nun zu verdanken, dass wir über "Osterruhetage" sprechen, während in den USA bereits jeder Dritte Erwachsene mindestens eine Impfung gegen Corona bekam. Was ich damit sagen will: wir lügen uns selbst an, wenn wir, wie du schreibst, "über die Maßnahmen" diskutieren. Die Maßnahmen sind da, weil der unfähige Apparat ein Bürokratiesystem gefördert hat, das Impfen und Testen nicht hinbekommt (wie so viele andere Sachen, das nur nebenbei) und wir deswegen über "Maßnahmen" wie die "Osterruhe" (LOL, je mehr ich das Wort schreibe, desto dümmer werde ich dabei) reden. Insofern bin ich persönlich dankbar, dass endlich, endlich aufgeflogen ist, was für, pardon, Versager hier am Werk sind und wir nun endlich, endlich, wenn auch mit raueren Tönen, einsehen, dass das nicht mehr funktioniert.
 

XT600

Erfahrenes Mitglied
16.03.2009
22.709
2.304
Schon die Idee, allen Ernstes die Airlines (!) zum Testen der Passagiere zu verpflichten, war ja schon blanker Wahnsinn der Inkompetenz und Ahnungslosigkeit. Damit hat man sich weltweit zur Lachnummer gemacht, denn ich kenne kein Land der Erde, das zur Einreise zwar einen negativen Test voraussetzt, das Testen jedoch den Airlines übertragen lassen will!

Dafür gibt es doch überall schon private Teststellen, auch und gerade direkt an den Flughäfen. Die dort gemachten Tests bzw. deren Bescheinigung eines negativen Tests müssen dann beim Checkin zum Ausstellen der Bordkarte vorgezeigt werden - und gut ist. Damit wird die Einreisevoraussetzung "negativer Test" von den Airlines geprüft, wie auch ein ggf. erforderliches Visum. Das ist weltweiter, selbstverständlicher Standard, natürlich ohne Durchführung der eigentlichen Tests durch die Airlines!

Alleine schon auf diese Idee zu kommen, zeigt wie weltfremd und lebensfern unsere "Spitzen"-Politiker mittlerweile leben. Nicht einmal banalste Vorgänge werden mehr erkannt oder begriffen.

Das betrifft aber auch Journalisten. Ich habe geschwankt zwischen fremdschämen, weinen und totlachen, als ich die wütenden Artikel heute las: "Easyjet weigert sich trotz des Beschlusses der Ministerpräsidenten-Konferenz, Passagiere zu testen" / "Easyjet wälzt die Verantwortung für Tests auf die Passagiere ab" etc. pp.

Die Übertragung an die Airlines finde ich gut, weil dann fixe Preise verhandelt werden können. Im Moment schwanken die Tests zwischen 30 und 200€ - das ist nicht okay!
 

XT600

Erfahrenes Mitglied
16.03.2009
22.709
2.304
Grundsätzlich stimme ich dir schon zu. Wir haben hier allerdings ein großes Problem: seit 16 Jahren regiert Frau Merkel. In dieser Zeit wurde nahezu nichts auf den Weg gebracht, was diesem Land in Zukunft nutzen wird. 12 der 16 Jahre waren große Koalitionen, die zu einer Verschlechterung der Demokratie, des demokratischen Diskurses geführt haben. In diesen 16 Jahren hat Frau Merkel einen Apparat installiert aus getreuen Verwaltern (u.a. Altmeier, Braun). Diesem unfähigen Apparat haben wir es nun zu verdanken, dass wir über "Osterruhetage" sprechen, während in den USA bereits jeder Dritte Erwachsene mindestens eine Impfung gegen Corona bekam. Was ich damit sagen will: wir lügen uns selbst an, wenn wir, wie du schreibst, "über die Maßnahmen" diskutieren. Die Maßnahmen sind da, weil der unfähige Apparat ein Bürokratiesystem gefördert hat, das Impfen und Testen nicht hinbekommt (wie so viele andere Sachen, das nur nebenbei) und wir deswegen über "Maßnahmen" wie die "Osterruhe" (LOL, je mehr ich das Wort schreibe, desto dümmer werde ich dabei) reden. Insofern bin ich persönlich dankbar, dass endlich, endlich aufgeflogen ist, was für, pardon, Versager hier am Werk sind und wir nun endlich, endlich, wenn auch mit raueren Tönen, einsehen, dass das nicht mehr funktioniert.

Mich hätte interessiert welchen Apparat du für die bessere fähigere Alternative hältst? Einen der Ministerpräsidenten oder gleich Merz?
 

FlugFanatiker

Erfahrenes Mitglied
18.11.2018
1.148
912
ich frage mich weshalb diese Prüfung (oder die Meldung durch die Medien) erst jetzt kommt? Das Thema Verbot wurde nie in den ganzen Talkshows diskutiert - wieso nicht?

Doch, gestern hat es in seiner Sendung Markus Lanz ins Spiel gebracht. Er meinte, er frage sich, warum man Flüge nach Mallorca nicht einfach verbiete, er sei sich zwar bewusst, dass das juristisch wohl nicht ganz einfach würde, aber wenn er so an Gerhard Schröder zurückdenke, dann hätte der sicherlich eine "kreative Lösung" dafür gefunden ..

Kann sich in der Mediathek gerne nochmal anhören, wer es verpasst hat - vorausgesetzt die eigenen Blutdruckreserven reichen dafür noch.
 
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alex09

Erfahrenes Mitglied
09.12.2010
3.165
2.158
Das mag für Dich und für andere ein (grosses) Problem sein.

Es ist vor allem das Ergebnis demokratischer Wahlen mit anschliessender Regierungsbildung, die jederzeit einem gewählten Parlament und der Judikative Rechenschaft schuldig ist.
Für die 75.000 Toten (die meisten davon in Heimen, die man eigentlich schützen wollte), die SchülerInnen (die Schulen sind auf dem Stand von vor 20 Jahren) oder die Selbstständigen (Novemberhilfen entweder im März, oder gar nicht, oder in US-Dollar) ist das ein Problem, ja. Und ich bin sicher, all diese freuen sich über deine Empathie.

Was die Rechtfertigung betrifft: ich bin sicher, der ARD Brennpunkt heute Abend wird ein paar Stimmen aus dem Bundestag abspielen. Dort könntest du nachhören, wie sich die gewählten (!) Volksvertreter aktuell einbezogen fühlen.
 

alex09

Erfahrenes Mitglied
09.12.2010
3.165
2.158
Mich hätte interessiert welchen Apparat du für die bessere fähigere Alternative hältst? Einen der Ministerpräsidenten oder gleich Merz?
Es sind 16 Jahre. In diesen 16 Jahren hat sich Merkel u.a. Leuten wie Roland Koch entledigt. Es gibt nicht nur Merz. Heute vielleicht schon, ja, weil viele eben nicht mehr da sind.
Aber die Wahlen, die Lethargie sind sicherlich auch mit Schuld an der Verfassung des Landes, ja. Das Prinzip "Leistung, dann Wiederwahl" wurde die letzten Jahre ausgesetzt, da Frau Merkel sehr, sehr bequem war. Kurzfristig.
 
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DavidHB

Erfahrenes Mitglied
14.04.2017
755
4
Bremen
Grundsätzlich stimme ich dir schon zu. Wir haben hier allerdings ein großes Problem: seit 16 Jahren regiert Frau Merkel. In dieser Zeit wurde nahezu nichts auf den Weg gebracht, was diesem Land in Zukunft nutzen wird. 12 der 16 Jahre waren große Koalitionen, die zu einer Verschlechterung der Demokratie, des demokratischen Diskurses geführt haben. In diesen 16 Jahren hat Frau Merkel einen Apparat installiert aus getreuen Verwaltern (u.a. Altmeier, Braun). Diesem unfähigen Apparat haben wir es nun zu verdanken, dass wir über "Osterruhetage" sprechen, während in den USA bereits jeder Dritte Erwachsene mindestens eine Impfung gegen Corona bekam. Was ich damit sagen will: wir lügen uns selbst an, wenn wir, wie du schreibst, "über die Maßnahmen" diskutieren. Die Maßnahmen sind da, weil der unfähige Apparat ein Bürokratiesystem gefördert hat, das Impfen und Testen nicht hinbekommt (wie so viele andere Sachen, das nur nebenbei) und wir deswegen über "Maßnahmen" wie die "Osterruhe" (LOL, je mehr ich das Wort schreibe, desto dümmer werde ich dabei) reden. Insofern bin ich persönlich dankbar, dass endlich, endlich aufgeflogen ist, was für, pardon, Versager hier am Werk sind und wir nun endlich, endlich, wenn auch mit raueren Tönen, einsehen, dass das nicht mehr funktioniert.

Und ich stimme dir in großen Teilen ebenfalls zu. Wir haben zu viele Veränderungen verschlafen, zu viele falsche Entscheidungen wurden getroffen. Ich muss allerdings widersprechen, was die Verschlechterung der Demokratie betrifft. die Menschen sind demokratiemüde geworden. Das hat meiner Meinung nach, nicht zu einer Verschlechterung der Demokratie geführt.

Man muss Frau Merkel zugute halten, dass gerade am Anfang der Pandemie einiges richtig gemacht wurde. Ich sage nicht alles, aber vieles. Allerdings hat sich das dann in den folgenden Monaten durch unseren Föderalismus die Schwächen unserer Demokratie gezeigt.

Auch ich hab von diesen "Osterruhetagen" nichts gehalten. Klar hab ich mich gefreut, ein Tag mehr Urlaub, aber für sinnvoll habe ich das definitiv nicht gehalten.
 

GoldenEye

Erfahrenes Mitglied
30.06.2012
13.190
536
Das mag für Dich und für andere ein (grosses) Problem sein.

Es ist vor allem das Ergebnis demokratischer Wahlen mit anschliessender Regierungsbildung, die jederzeit einem gewählten Parlament und der Judikative Rechenschaft schuldig ist.

Wir erleben doch schon seit Jahren, dass das gewählte Parlament immer wieder ignoriert wird und "alternativlose" Beschlüsse am Parlament vorbei getroffen werden.
Und was die Judikative betrifft: Es ist ja fast schon Usus, bewusst verfassungswidrige Gesetze zu erlassen und es "darauf ankommen zu lassen". Und wenn das BVerfG dann nach 10 Jahren entscheidet: Was soll's....

Die Einstellung zu Parlament und Wahlen hat man ja bei der Europawahl gesehen: Weber und Timmermans treten gegeneinander an. Weber gewinnt. Timmermans verliert.
Merkel: "Den Weber mag ich nicht. Der Timmermans wäre doch ein guter Komissionspräsident.
Wie? Die Franzosen wollen den nicht? Na gut, dann eben die vdL, die stand zwar gar nicht zur Wahl, aber die spricht Französisch". Unglaublich!
 

PlatOW

Erfahrenes Mitglied
11.12.2013
3.182
1.577
DUS
Wir erleben doch schon seit Jahren, dass das gewählte Parlament immer wieder ignoriert wird und "alternativlose" Beschlüsse am Parlament vorbei getroffen werden.
Und was die Judikative betrifft: Es ist ja fast schon Usus, bewusst verfassungswidrige Gesetze zu erlassen und es "darauf ankommen zu lassen". Und wenn das BVerfG dann nach 10 Jahren entscheidet: Was soll's....

Die Diagnose ist richtig und die teile ich. Dass das Parlament das mit sich machen lässt ist auch tatsächlich ein Armutszeugnis.

Die Frage ist doch, was daraus folgt. Dass Demokratie nicht perfekt ist, hat schon Churchill bemerkenswert pointiert formuliert...
 
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marco50

Erfahrenes Mitglied
30.11.2014
667
318
#27 ist zynisch, #28 ist in der Tat verwerflich.

Einspruch zu #27. das hatten wir beinahe letztes Jahr an der deutsch-luxemburgischen Grenze (die älteren unter uns werden sich vielleicht noch dunkel erinnern). Damals lief einer schlicht um die „befestigte“ Grenze (Absperrbaken und Schilder) auf eine Grenzbrücke, was deutsche Beamte veranlasste, brüllend hinter dem Mann herzulaufen, um ihn dann auf Luxemburger Seite (wie weiland als Besatzer zwischen 1939 und 1944) festzuhalten und heim ins Reich zu deportieren.

In Luxemburg hat das nicht nur zu heller Aufregung und der Frage geführt, ob die Polizei auch im Zweifel von der Schusswaffe Gebrauch gemacht hätte, sondern auch zu einigen diplomatischen Klimmzügen im Auswärtigen Amt.
 

Kapi1904

Erfahrenes Mitglied
25.07.2011
492
66
1 - Optional für alle, die sich in ihrem Arbeitsvertrag nicht zur Wohnsitznahme in Deutschland verpflichtet haben.

Selbst wenn es so wäre, man hätte im Ausland ja keinen Wohnsitz und gewöhnlicher Aufenthaltsort wäre Deutschland. Ich meine 1-2 Wochen und das nicht regelmäßig. Arbeitgeber behauptet selbst 1 Tag ist rechtlich nicht zulässig trotz 100% Home-Office aktuell. Ist das wirklich so grundsätzlich korrekt? Kann man das irgendwo nachlesen in welchem Umfang und in welchen Fällen es erlaubt sein müsste?
 
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tix

Erfahrenes Mitglied
20.02.2011
3.952
2.180
Arbeitgeber behauptet selbst 1 Tag ist rechtlich nicht zulässig trotz 100% Home-Office aktuell. Ist das wirklich so grundsätzlich korrekt?

Nein, sicher nicht. Das ist wohl eher eine Schutzbehauptung Deines Arbeitgebers, weil er aus diversen Gründen keinen Bock darauf hat. Es gibt wohl einige teils auch komplexe Fragestellungen hinsichtlich Ort der Wertschöpfung versus Ort der Gewerbesteuerabführung, implizite Begründung einer Niederlassung im Ausland mit entsprechenden rechtlichen und ebenfalls steuerlichen Implikationen, Arbeitsstättenschutz, ...

Alles nicht ganz einfach, aber sicher nicht unmöglich, so etwas sauber abzubilden. Einiges werden auch Graubereiche sein.

Wenn der Arbeitgeber will, bekommt man das hin. Wenn er nicht will, hilft wahrscheinlich auch nicht, mit entsprechenden Textstellen oder einem Anwalt zu kommen. Das ist dann das übliche Problem bei solchen Konflikten: tausche recht haben gegen Zukunftsperspektive im Unternehmen.

Entweder Du überzeugst Deinen Arbeitgeber oder Du machst es heimlich, was vermutlich nicht auffallen wird.

Das ist hier aber ziemlich OT. Leider, muß man sagen; das Thema ist eigentlich viel fruchtbarer und interessanter als irgendwelche angedachten Reiseverbote... :D
 

XT600

Erfahrenes Mitglied
16.03.2009
22.709
2.304
Selbst wenn es so wäre, man hätte im Ausland ja keinen Wohnsitz und gewöhnlicher Aufenthaltsort wäre Deutschland. Ich meine 1-2 Wochen und das nicht regelmäßig. Arbeitgeber behauptet selbst 1 Tag ist rechtlich nicht zulässig trotz 100% Home-Office aktuell. Ist das wirklich so grundsätzlich korrekt? Kann man das irgendwo nachlesen in welchem Umfang und in welchen Fällen es erlaubt sein müsste?

die Frage ist, ob jemand nachprüfen wird wo du sitzt wenn du arbeitest. Mit IP Adressen sicherlich möglich, vermutlich unzulässig aber für ne Kündigung ausreichend. Ich habe einen kroatischen Kollegen der von zuhause arbeitet mit Blick auf's Meer (sagt er).

Für deutsche Angestellten sind auch Geschäftsreisen, die 60 Tage pro Jahr am gleichen Ort (z.B. Firmen-HQ) übersteigen kritisch (deshab müssen wir bei den Geschäftsreisen Adresse angeben, das System erkennt, wenn du zu oft und lange am gleichen Ort warst). Du musst dann eine Teil deines Einkommens in dem Land abführen (ich will gar nicht dran denken, wie das in der Praxis abgebildet wird?)

Sicherlich entspricht das wie so vieles in deutschen Finanzamtstuben einer Denkweise aus den 80ern (die nutzen ja auch noch Fax-Geräte) und sollte dringend angepasst werden - es gibt aber im Moment dringlicheres!
 

DrThax

Administrator & Moderator
Teammitglied
10.02.2010
11.709
11
EDLE 07
Modhinweis:
Nach den zahlreichen. OTs und diversen verbalen Entgleisungen mancher User hier, wird der Thread bis auf Weiteres für Aufräumarbeiten und zur Abkühlung geschlossen.
Zusatzhinweis: Wer meint sich jetzt in anderen Threads in ähnlicher Weise weiter austoben zu müssen, bekommt ohne weitere Vorwarnung direkt Urlaub.
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
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