Condor: Sicherheitslandung nach Bombendrohung

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Hape1962

Erfahrenes Mitglied
24.01.2011
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CGN
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Typisches "Touri-Bomber-Gelegenheitsflieger" Verhalten.
Als gechillter Vielflieger in der Business hätte man sich hier erstmal in Ruhe eine neue Flasche Blubberwasser und ein paar Nüsschen geordert und einen Live-Bericht für VFT verfasst.
 

DerSenator

Erfahrenes Mitglied
08.01.2017
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MUC/INN
Typisches "Touri-Bomber-Gelegenheitsflieger" Verhalten.
Als gechillter Vielflieger in der Business hätte man sich hier erstmal in Ruhe eine neue Flasche Blubberwasser und ein paar Nüsschen geordert und einen Live-Bericht für VFT verfasst.

Richtig. Die Entscheidung der Piloten war die einzig richtige, da gibts nichts zu meckern und zu zweifeln.
Aber das Kindertheater hinten, das muss wirklich nicht sein und hätte auch von der Crew unterbunden werden müssen - wenn wirklich geschehen wie dargestellt. Das gefährdet die Sicherheit nämlich
faktisch dann schnell viel mehr als ein schlechter Scherz auf dem Flugzeugklo. Ich kanns mir nicht vorstellen und ich kann es nicht glauben. Die Crew hat Panik zu verhindern und die Menschen zu beruhigen,
nicht Alk auszuschenken und Zigarren zu verteilen.

Wahrscheinlich kam die Entscheidung zur Zwischenlandung nicht wegen einer "Bombe" sondern weil der halbe Flieger plötzlich zum rauchen angefangen hat.:rolleyes:
 

SleepOverGreenland

Megaposter
09.03.2009
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FRA/QKL
Im Flieger den Passagieren von der Bombendrohung zu erzählen ist absolut unprofessionell und kann ich mir bei einem ausgebildeten Flugkapitän auch nicht vorstellen. Wahrscheinlicher ist eine Ansage wie "Wir haben hier ein technisches Problem und wollen kein Risiko eingehen. Deshalb müssen wir leider in Kreta zwischenlanden und das Problem am Boden überprüfen...".
 

Hape1962

Erfahrenes Mitglied
24.01.2011
3.355
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CGN
Korrekt.
Da aber davon auszugehen ist das ein Passagier den Zettel gefunden hat ist das was der Kapitän sagt eh wurscht. Die Kunde von der Drohung dürfte sich schneller im Flieger rumgesprochen haben als der Kapitän den Zettel in der Hand hält.

"Willi...guck mal was ich auf'm Klo gefunden habe. Da steht was von Bombe drauf"

Und schon ist Bombenstimmung im Flieger :eek:
 
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Wuff

Erfahrenes Mitglied
01.04.2012
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HAM/LBC
Vermutlich mal wieder Bild Zeitung...
Vorsicht mit Vorverurteilungen.

„Es gab eine Durchsage des Kapitäns: ‚Wir müssen Ihnen leider mitteilen, dass eine akute Bedrohung gegen unser Flugzeug vorliegt und wir auf Kreta landen müssen‘“, sagte Passagier Sascha Müller zu BILD."

Und das, NACHDEM sich das bereits offenbar in der Kabine per Flüsterpropaganda herum gesprochen hatte.

Da kann man weder dem Kapitän, noch der BILD gegenüber einen Vorwurf herleiten...
 
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frabkk

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12.11.2013
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CGN
Im Flieger den Passagieren von der Bombendrohung zu erzählen ist absolut unprofessionell und kann ich mir bei einem ausgebildeten Flugkapitän auch nicht vorstellen.

Auf meinem BA Flug damals sprach der Captain etwas von einem "verdächtigen Gegenstand" an Bord. Machte die Sache auch nicht besser. Ansonsten lese ich hier viele Parallen. Panik an Bord (der neben mir hat verzweifelt versucht seine Mutter anzurufen), 45 Minuten auf Sicherheitshöhe geflogen, Polizei Großaufgebot, Personenkontrolle auf dem Rollfeld, 8 Std in einer Halle "gefangen" usw ... Also hier würde ich fast mal sagen, die BILD Zeitung schreibt von wahren Gegebenheiten und übertreibt nicht.
 

tripleseven777

Erfahrenes Mitglied
27.06.2016
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DTM
Auf meinem BA Flug damals sprach der Captain etwas von einem "verdächtigen Gegenstand" an Bord. Machte die Sache auch nicht besser. Ansonsten lese ich hier viele Parallen. Panik an Bord (der neben mir hat verzweifelt versucht seine Mutter anzurufen), 45 Minuten auf Sicherheitshöhe geflogen, Polizei Großaufgebot, Personenkontrolle auf dem Rollfeld, 8 Std in einer Halle "gefangen" usw ... Also hier würde ich fast mal sagen, die BILD Zeitung schreibt von wahren Gegebenheiten und übertreibt nicht.

Was soll man auch anderes erwarten?
Ich nehme an, dass das Cockpit die Situation vorab mit der Condor-Zentrale abgesprochen hat. Der Kapitän hat das letzte Wort, aber im Normalfall ist man sich mit der Zentrale einig. Die Kontaktaufnahme & Absprache - wenn es die Situation und Zeit zulässt - ist Standard.
Griechenland fährt dann natürlich ein Großaufgebot auf. Eines ist schließlich klar -> irgendjemand bezahlt die Rechnung und wenn's nach mir geht, am liebsten derjenige oder diejenige der/die dafür verantwortlich ist.
 

endlichpleite

Erfahrenes Mitglied
02.02.2018
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Meine Einschätzung:

In dieser Lage wurde - insbesondere unter Einbeziehung des Sets an zwingenden Vorgaben und gegebenen Informationen wie Abflugsland (Kogalymavia-Flug 9268) etc - angemessen reagiert.
Auch die offene Kommunikation war aus den vorgenannten Gründen sinnvoll - es wurde ja bereits plausibel dargestellt, wer die „Nachricht“ o.ä. fand etc...
Ob das Rauchen einer Zigarre im Sitzplatzbereich nun als Ausdruck aufkommender Panik gedeutet werden sollte, möchte ich mal dahingestellt sein lassen - es gefährdet die Luftsicherheit jedenfalls weit weniger als hier vermeintlich angenommen - gegeben es gibt einen Ascher (die meisten hier werden noch Raucherflüge kennen - da wurde auch nicht jede Woche ein Flugzeug ein Opfer der Flammen).
48min sind jedenfalls eine sehr sehr lange Zeit, die zu einer Reihe von Stresssymptomen bei den Insassen - auch beim Personal - führen kann. Deshalb sind Bewältigungsstrategien dieser Art menschlich für mich nachvollziehbar. Ich bezweifele auch stark die hier zur Schau gestellte VFT-Routiniertheit, bei dem der „Ferien-Eco-Pöbel“, aufgescheucht wie Hühner, kopflos und verunsichert der Situation abgeliefert ist, während sich der Vielflieger entspannt einen weiteren Drink genehmigt (den er natürlich auch umgehend bekommt), sich zurücklehnt und dem Treiben um sich herum, mit einer Mischung aus Angewidertheit und Belustigung, folgt.
(Ironie off)

Achso, ganz vergessen: Die Reaktionen und das Versagen neulich in MUC bzw. FRA sind peinlich, unverhältnismäßig und offenbaren für mich erhebliche Mängel in der Ablauforganisation. Das Einlaufen einer einzelnen Person in den Sicherheitsbereich kann nach wohl kaum zum Zusammenbruch des Gesamtbetriebs führen.
 
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Hape1962

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24.01.2011
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CGN
Ganz so schlimm kann es anscheinend wohl doch nicht gewesen sein....

Nun endlich Zuhause:)

Wenn auch "etwas" verspätet...

Ein ganz herzliches "DANKE" an das Piloten-Team!

Eine "Bombendrohung" ist ja eher NICHT an der Tagesordnung...

Wir hatten JEDERZEIT das Gefühl, dass wir - unter Ihrer Aufsicht- sicher sind!
Ihre stetige - persönliche - Rückmeldung an die Fluggäste und Ihre persönliche Präsenz haben uns sehr viel Sicherheit vermittelt und dazu beigetragen, dass an keiner Stelle Panik auftrat. Ein herzliches DANKE dafür:))

Mein spezieller Dank - und da spreche ich sicher im Namen aller Fluggäste - gilt dem gesamten Team um Frau Geller!

Frau Geller hat, mit ihrer kompetenten, emphatischen, professionellen (und so liebenswerten) Art in ganz hohem Maße dazu beigetragen, Ihrem Unternehmen ein "Gesicht" zu geben!

Danke auch an "Condor", für all` die Incentives ....

Quelle : FB
 

motorbeath

Aktives Mitglied
08.02.2018
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laut BILD: "Wut, Verzweiflung, Hilflosigkeit. „Einige Leute haben ihre Duty-Free-Schnapsflaschen aufgemacht,"

Würde ich wahrscheinlich auch. Aus Wut, Verzweiflung und Hilflosigkeit darüber, dass der Kapitän nicht einfach weiter nach hause fliegt.

Ich bin immer wieder überrascht, wie viele Schaukeln wirklich zu nahe an der Wand standen...
 

Wuff

Erfahrenes Mitglied
01.04.2012
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HAM/LBC
Es fehlen ja leider immer noch jegliche "offizielle" Fakten über den Vorfall. Oder habe ich was übersehen?

Ich würde jedenfalls mal die Spekulation in den Raum werfen, dass der Kapitän die Sicherheitslandung NICHT wegen der Filzstift-Kritzelei auf dem Klo eingeleitet hat, sondern wegen der Massenhysterie/panik in der Kabine, welche daraufhin ganz offensichtlich entstanden ist.
 

Fare_IT

Erfahrenes Mitglied
06.12.2012
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Farewell City
Es fehlen ja leider immer noch jegliche "offizielle" Fakten über den Vorfall. Oder habe ich was übersehen?

Das scheint richtig. Andererseits sind das "Sicherheitsrelevante" Details - sicher nicht für eine öffentliche Diskussion bestimmt.

Ich würde jedenfalls mal die Spekulation in den Raum werfen, dass der Kapitän die Sicherheitslandung NICHT wegen der Filzstift-Kritzelei auf dem Klo eingeleitet hat, sondern wegen der Massenhysterie/panik in der Kabine, welche daraufhin ganz offensichtlich entstanden ist.

Die SOPs (das Verfahrenshandbuch der Airline) geben für den Fall einer Bombendrohung ein Handlungsschema vor - natuerlich gilt wie immer, dass der Kapitän als letzte Instanz seinen "gesunden" Menschenverstand mit einbringt, aber die Prozedere der mir bekannten Airline SOPs sind eindeutig: LASAP (Land as soon as possible).

Ob denn dann (wie ich auch schon lesen musste) eine Evakuierung auf die Runway eine "Handlungsoption" ist, die sinnvoll ist, befindet der Captain.

Es gibt eine Menge Dinge die Kommandeuren schlaflose Nächte bereiten können, sagt man - eine Bombendrohung ist eher keine davon. Mir ist kein Fall einer Bombe an Bord, mit Folgen, bekannt - die vorher angekündigt wurde ;-)

Im Übrigen ist eine Bombendrohung im Zuge des Kapitänstrainings gelegentlich ein Thema, dass "Szenario" wird dabei wie folgt gebastelt: Heavy nach dem Start zu einem Langstreckenflug....Zettel auf der Toilette....what do you do... Schoener Mist.
 

SalesConsultant

Erfahrenes Mitglied
13.09.2015
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Wenn man das schon wieder liest...
Die 500-Euro-2-Wochen-AllInc-Urlauber beschweren sich, dass ihnen in Chania kein 5*-Hotel gestellt wird....so oder so ähnlich scheinen die Erwartungen zu sein,,,
 

Sandmansdummy

Reguläres Mitglied
06.01.2015
37
0
[...]
Ich nehme an, dass das Cockpit die Situation vorab mit der Condor-Zentrale abgesprochen hat.
[...]

Mal so rein Interesse halber: hat jede (größere(?)) Fluggesellschaft so eine Art Boden-Team - Zentrale oder was auch sonst - mit dem Crews in der Luft jederzeit in Kontakt treten können um unmittelbar Dinge zu klären, die der vermeintlichen oder auch dringenden Klärung bedürfen?

Falls ja, wie darf ich mir das vorstellen? Gibt es im Falle LH bspw. in Frankfurt eine Art "Leitstand", der in der Lage ist für alle möglichen Fragen die benötigten Spezialisten unmittelbar zu involvieren? Klar, Entscheidung liegt beim Piloten, unabhängig von solch einer Instanz.

Ich habe viele Jahre als globaler Situation Manager im IT-Bereich (einer von mehreren) für den zweitgrößten Lebensmittelkonzern auf dem Planeten gearbeitet. Bei größeren Ausfällen mit enormer Tragweite war das gefühlt immer damit vergleichbar als würde die Erde jeden Moment aufhören sich zu drehen (nach Kundensicht), aber selbst hier hatten wir Reaktionszeiten die sich strukturell bedingt im 15 Minuten Bereich abspielten. Für eine dringende Problematik in der Luft wären mir das etwa 14 1/2 Minuten zuviel, insofern müsste ja aber im Gegenzug ein Heer von Spezialisten permanent online sein, um für jede Situation gleich eine Antwort zu liefern. Beinah ein Ding der Unmöglichkeit.

Aber vermutlich läuft es auf dem Sektor völlig anders, als mein Laienverständnis es zu verstehen im Stande ist.

Grüße
Olli
 

stephanb

Erfahrenes Mitglied
07.04.2014
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NUE
Keine Ahnung wie LH z.B. das geregelt hat aber neben der OCC (Ops Control Center) gibt es in der Regel noch ein MOC (Maintenance Operations Center) welches für die technischen Belange zuständig ist.
Auch die können jederzeit über Telefon, Datalink oder auch E-Mail kontaktiert werden.

Entweder helfen die der Crew dann direkt oder holen sich den entsprechenden Spezialisten aus der Fachabteilung für das jeweilige betroffene System ran.
 
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technikelse

Erfahrenes Mitglied
18.05.2016
2.092
8
Wiesbaden
Das Video bezieht sich zwar auf eher die Bodensituation, aber es liegt nahe, das sich von dort aus auch um "Luftprobleme" gekümmert wird. Trotzdem Danke für den interessantenLink.

Es gibt noch ein anders Video, das ich mal im Bord Entertainment gesehen habe. Die koordinieren auch Luftprobleme aller Art. Egal ob technische Probleme oder auch die Umleitung auf einen Flughafen mit geeigneter medizinischer Versorgung im Falle von Medicals.
 
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