Cubacar - Beschiss und Probleme

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Friemens

Erfahrenes Mitglied
23.01.2012
1.164
0
MUC
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Anders als 99,9% der Kuba-Touristen bin ich nicht wegen Pauschal-Badeurlaubs dort hingeflogen, sondern um mit dem Auto die Insel zu erkunden und historisch interessante Plätze zu besichtigen.

Es gibt dort 2 große Mietwagenanbieter, Rex und Cubacar, und mittels Vermittlung eines deutschen Kuba-Spezialisten und -Reisebüros Kuba Erlebnisreisen, Rundreisen, Hotels, Pensionen und Mietwagen! wurde Cubacar gewählt, was sich leider im Nachhinein als Fehler herausstellte.

Der Wagen war bei der Übergabe nicht vollgetankt (geschätzt 7/8), zudem wurde ich gezwungen, eine Tankfüllung prepaid zu kaufen (gibt es z.B. in USA als Alternative zum Volltanken bei Rückgabe, da kostet der Sprit dann weniger als an der Tanke), und zwar zu einem höheren Literpreis als der teuerste verfügbare Sprit an der Tankstelle. Als ich das nicht zahlen wollte, sagte der Typ, ich könne mir ja was anderes suchen, was leider angesichts der wenigen Mietwagen auf der Insel und Hauptsaison ein hoffnungsloses Unterfangen gewesen wäre.

Desweiteren passierte die Anmietung im Stadtbüro, ich musste trotzdem noch Gebühr für eine Flughafenanmietung bezahlen.

Den Mietvertrag gab es ausschließend in Spanisch, nicht in Englisch, zudem wollte der Typ Kratzer und Beulen nicht markieren, es gab ewige Diskussionen, bevor er endlich alles markiert hatte.

Last but Not least hätte ich noch fast meinen Rückflug mit AC um 7.00am verpasst, weil der Kerl mich hinsichtlich der Öffnungszeiten des Büros am Airport in HAN falsch informiert hatte-er behauptete, es gäbe eine 24-h-Operation. Als ich dann um 5.45am vor dem "Büro", einem Häuschen auf dem Flughafen-Parkplatz, auftauchte, war keiner da und ein Schild Open 9.00-9.00. Zum Glück fand ich nach längerem Fragen den Typen schlafend in seinem Auto, konnte ihn wecken und motivieren, den Schlüssel in Empfang zu nehmen.

Was mit der Sache nichts zu tun hat, aber auch interessant ist: Mindestens einmal am Tag muss man einen Polizisten wegen angeblichen Speedings schmieren-die fragen ganz offen nach "einem kleinen Geschenk", konkret werden 5-10 Euro erwartet - dafür wird die Strafe in Höhe von 50 Euro erlassen.
 

Tirreg

Rutscher des Grauens
08.03.2009
7.854
3.313
FRA
Ein Fall für den Kämpfer gegen unseriöse Praktiken der Autovermieter und -vermittler. Paging XT600

Echt blöd die Geschichte, kann man nur als Warnung sehen. Gegen so einen Monopolisten in einem solchen Land kann man wohl nichts machen.
 
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Friemens

Erfahrenes Mitglied
23.01.2012
1.164
0
MUC
Interessante Erfahrung... in das Land muss ich dann erstmal nicht :)

Das ist das tragische: Das Land an sich ist sehr schön und interessant, nette Leute, Super Drinks, Party, aber eben auch: Betrüger überall, z.B. selbsternannte Parkwächter, die zeigen einen Bibliotheksausweis und wollen abkassieren....und Schlepper, die Provisionen von Restaurantbesitzern kassieren und dafür Lügen, dass sich die Balken biegen z.B. das Restaurant, in das ihr eigentlich wolltet, gibt es nicht mehr oder ist ausgebucht oder teuer oder hat schlechtes Essen usw.
 

coeln77

Erfahrenes Mitglied
05.10.2011
942
580
CGN
Aufgrund eines Einzelschicksal ein ganzes Land meiden - das ist interessant! :eek:

Naja, man kann sicherlich mal Pech haben, aber das kann jetzt weder pauschal einem Land oder deren Einwohner zugeschrieben werden. Ich hab vor ein paar Jahren mal äußerst gute Erfahrungen mit dem mieten eines PKW´s gemacht. Ebenfalls hat es Spaß gemacht und war interessant von Varadero nach Havanna zu fahren. Diese angebliche Geschichte mit der Polizei haben wir nicht erlebt. Einem Anhalter haben wir gerne mitgenommen und im Gespräch stellte sich heraus das er Busfahrer ist und uns zudem noch ein paar Tipps zum Straßenverkehr auf Kuba geben konnte.
 

Siwusa

Erfahrenes Mitglied
24.11.2010
4.884
-21
Ich sagte auch nur "erstmal". Hin werde ich sicher mal - mit genügend Schmiergeld und Spanisch Kenntnissen. Gerade bei A1...
 

Davisscholar

Erfahrenes Mitglied
04.08.2010
2.210
0
Über die Mietwagensituation habe ich genug schlimmes gehört - Du kannst froh sein, dass der Wagen wenigstens (scheinbar) den gesamten Aufenthalt ohne Schaden durchgehalten hat. Dann würde es erst richtig lustig. Wie wohl gemeinhin bekannt, gibt es auf Kuba kaum soetwas wie eine "Servicementalität", schlicht, weil das System hierzu keinerlei Anreiz bietet.

Spanischkenntnisse helfen beim Polizeibetrug allemal, da man als erstes darauf hinweisen könnte, dass die (ebenfalls zu schnell fahrenden) Kubaner ja nicht angehalten worden sein. Das muss man nur nachdrücklich und wortgewandt genug beklagen, dann ziehen die Polizisten auch ungeschmiert von dannen...
 
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Flymaniac

Erfahrenes Mitglied
05.03.2010
2.046
262
Was mit der Sache nichts zu tun hat, aber auch interessant ist: Mindestens einmal am Tag muss man einen Polizisten wegen angeblichen Speedings schmieren-die fragen ganz offen nach "einem kleinen Geschenk", konkret werden 5-10 Euro erwartet - dafür wird die Strafe in Höhe von 50 Euro erlassen.


Also so Pauschal kann man das nicht sagen.
Ich habe schon 2 mal eine Mietwagen Rundreise gemacht von Pinar del Rio bis Baracoa. Und ja ich bin 1x angehalten worden weil ich einen Kontrollpunkt zu schnell angefahren bin. Sonst hatte ich nie Kontakt mit der Polizei. Sei lieber froh das der Mietwagen die ganze Reise durchgehalten hat, und das ohne TÜV Siegel :)
 
Moderiert:

herward1

Erfahrenes Mitglied
02.04.2011
3.055
829
Nichts davon ist mir passiert-Polizei habe ich nur von weitem gesehen und wurde nie behelligt.