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Wie immer im Leben hat man oft die Schnauze voll von irgendwelchen Dingen. So ging es dann im April 2021 mir mit Corona, ich war seit Mitte Oktober wieder bei meinen Eltern und bin seitdem nur einmal aus dem Landkreis herausgekommen: Um meine Cousine an Weihnachten am Ulmer Bahnhof abzuholen. Da kam mir dann das Lufthansa Angebot ganz gelegen für 200€ auf die Azoren zu fliegen. War ich noch nicht, neues Land für mich und laut den Bildern auch eine schöne Landschaft. Und mein ehemaliger Geschichtslehrer hatte uns damals von seinen Flitterwochen dort über eine Stunde lang erzählt, hoffentlich kann ich genauso davon berichten. Ich hab also nach einigem Überlegen die Flüge gebucht und das sah dann erstmal so aus:
13.06. STR-FRA
13.06. FRA-PDL
20.06. PDL-FRA
20.06. FRA-STR
Da die Flüge von/nach Stuttgart dann wie von mir bei der Buchung erwartet gestrichen wurden, hat Lufthansa mich auf den Vortag und nächsten Tag umgebucht. Damit konnte ich auch mal wieder meine Wohnung in Wiesbaden benutzen, in der ich seit Oktober 202l keine Nacht verbracht hatte aber trotzdem weiter Miete für gezahlt habe. Ich wusste lange Zeit nicht wie und wo ich auf den Azoren übernachten werde, da es jedoch auch für Reisen zwischen den Inseln eine PCR-Test-Pflicht gibt, habe ich mich entschieden nur auf São Miguel zu verweilen. Dafür hab ich mir von Sonntag bis Donnerstag ein interessantes AirBnB auf einer Ananasplantage in der Nähe von Ponta Delgada herausgesucht und für die restlichen Tage ein Hotel an der Nordküste der Insel gebucht. Ein Mietwagen war dann auch schnell gebucht, ein Bekannter hat mir vorher Bescheid gegeben welche Anbieter ich vermeiden sollte und noch weitere Tips auf den Weg gegeben.
Am Freitag vor Abflug (11.06.) bin ich dann noch nach Ulm gefahren um den für die Einreise erforderlichen PCR-Test zu erledigen, mein allererster Coronatest überhaupt.
Anreise
Mit dem Zug ging es erstmal von der elterlichen Heimat nach Aalen, von dort aus weiter nach Bad Cannstadt und dann mit der S3 zum Flughafen. In Stuttgart war ein eher trauriges Bild zu sehen, bis auf wenige Dutzend Menschen die am Turkish Airlines Schalter anstanden war tote Hose, die drei Leute an der einzigen offenen Siko im T3 hatten nichts zu tun und so war ich dann auch sofort durch. Danach musste ich wieder ans andere Ende des Terminals, ins T1, laufen und kam an lauter geschlossen Läden vorbei.
Es waren insgesamt nur zwei Geschäfte offen und auch am Gate 114 saßen erst 2 Menschen für den Flug nach Frankfurt. Ich hatte mich gerade hingesetzt, da bekam ich die Email-Benachrichtigung dass mein Testergebnis da sei, dies war völlig unerwartet natürlich negativ
. Also hab ich dann auch sofort das Online-Formular für die Einreise auf die Azoren ausgefüllt, das Testergebnis angefügt und abgeschickt. Den QR-Code zur Einreise gab es auch sofort im Email-Fach.
Als es dann Zeit wurde zum Boarding, war immer noch nicht viel mehr los als bei meiner Ankunft. Insgesamt waren wir 13 Passagiere, davon zwei Babys und zwei Off-Duty-Piloten die mitgeflogen waren. Beim Online-Check-in am Vortag wurde mir 11C zugelost, ich habe dann aber noch 8F ausgewählt und habe dort dann auch in der CRJ900 platzgenommen.
Ziemlich schnell war Boarding Completed, es wurde die Sicherheitseinweisung durchgeführt und wir rollten zur Startbahn 25. Zum Spaß habe ich mir einen Timer gestellt, denn es war mein kürzester Flug bisher. Nach dem Start und einer Rechtskurve hatten wir noch eine schöne Aussicht über Stuttgart, danach waren wir über den Wolken unterwegs.
10 Minuten nach dem Start begann dann auch schon der Sinkflug und nach einem Swingover auf die 25C landeten wir nach genau 24:26 Minuten in Frankfurt.
Danach rollten wir noch fast bis in die Kelsterbacher Innenstadt, bevor wir aussteigen durften.
Da jedoch die beiden Kinderwägen für die Babys im hinteren Frachtraum verladen waren, dauerte es nochmal fast genauso lang wie der Flug war, bis dann auch endlich der Bus losfuhr. Da ich die S-Bahn nach Wiesbaden um 18:15 damit verpasst hatte, musste ich noch ein kleines bisschen Warten und war nach 60 Minuten in meiner Wohnung (dass dies eine Woche später nicht mehr so sein sollte, konnte ich da noch nicht ahnen...)
13.06.2021
Nach einigen Schwierigkeiten einzuschlafen, klingelte um 6 Uhr morgens dann der Wecker für den zweiten Teil der Anreise. Schnell geduscht, die letzten Sachen gepackt und schon war ich wieder weg. Ich hab es jedoch trotzdem geschafft einiges zu vergessen, unter anderem auch meine Badehose. Da es an meiner Haltestelle keinen Ticketautomaten gibt bin ich die 10 Minuten zum Bahnhof Schwarzgefahren, hab mir dort aber eins gekauft und auch noch ein Croissant zum Frühstück erstanden. Die S9 brachte mich dann wieder zurück zum Flughafen, wo ich dann feststellen musste, dass die Boardkarte die mir am Freitag ausgestellt wurde, aus der App verschwunden war. Ich hab mich also mit der Boardkarte die per Mail kam durch den Scanner gemogelt und da auch einer der Automaten am Anfang der A-Gates mir keine ausspucken wollte, ging ich zum nächsten Serviceschalter und dort konnte mir eine Mitarbeiterin eine echte Karte ausstellen.
Am Gate A18 angekommen wurde schon die Dokumentenkontrolle aufgebaut und so habe ich diese auch gleich kontrollieren lassen. Danach hieß es Warten auf das Boarding, das auch mit 20 Minuten Verspätung begonnen hat. Während ich gewartet habe, konnte ich überhören dass heute 123 Passagiere gebucht waren und habe mir somit Hoffnungen auf einen freien Mittelplatz gemacht. Bei Boarding Completed war 8E zum Glück immer noch frei. Das hat den 4:30 Stunden Flug doch gleich viel angenehmer gemacht. Der gebuchte A321neo wurde auch wenige Wochen vor Abflug durch einen A320neo ersetzt, es wurde die D-AINI.
Nachdem wir noch an der D-AINK (die gestern auch noch eingeplant war und mir damit zum zweiten Mal kurzfristig weggetaucht wurde) vorbeigerollt waren, ging es auch schon zeitig los auf der 18. Zuerst Richtung Süden, dann nach einer Rechtskurve über Paris, Nantes, die Bucht von Biscaya und anschließend über den Nordwesten Spaniens über den Atlantik bis fast nach Madeira, wo wir jedoch kurz vorher abgedreht haben und Richtung Azoren geflogen sind. Nach über 4 Stunden durchbrachen wir die Wolkendecke und man konnte endlich wieder Land sehen. Auf dem Flug habe ich das neue OnBoard Delights von Lufthansa ausprobiert, das erstandene Tomate-Mozzarella-Sandwich war völlig in Ordnung, deutlich besser als die halben Dinger die es vorher immer gab.
In PDL angekommen durften wir ins Terminal laufen und ich habe natürlich die Gelegenheit genutzt und das Vehikel abgelichtet.
Da ich nur mit Handgepäck unterwegs bin, musste ich nicht am Band warten und konnte sofort zum Covid-Check gehen. Dort wurde ich von einer Mitarbeiterin im Schutzanzug empfangen, nach einem Blick auf das Testergebnis und ein QR-Code-Scan später durfte ich auch schon passieren und bin sofort wieder ins Terminal hinein und zu den Mietwagenschaltern. Für die Woche habe ich beim lokalen Anbieter Wayzor einen relativ neuen VW Polo gemietet und nach der Abnahme mit einem dortigen Mitarbeiter musste ich erstmal mein Handy mit dem System im Auto verbinden, damit ich auch den Weg zu meiner Unterkunft finden konnte.
Wie bereits erwähnt hatte ich für 4 Nächte ein kleines Ferienhaus etwas außerhalb von PDL gemietet, die Zufahrt erfolgte durch ein kleines Tor am Straßenrand. Die gesamte Fahrt vom Flughafen dauerte etwa 10 Minuten. Nach einer kurzen Führung durchs Haus holte ich meine drei Sachen aus dem Auto, habe mich einreichtet und bin zum Supermarkt die Straße herunter gefahren. Nachdem ich das Wichtigste für die 4 Tage gekauft hatte, ging es wieder zurück durch die engen Gassen. Den restlichen Tag verbrachte ich dann auf der Terrasse und habe noch Unikram erledigt, bevor ich Abendessen gekocht und dann zeitig ins Bett verschwunden bin.
Das Haus von außen mit meinem Polo.
Wohnzimmer und Schlafzimmer.
Ich hoffe es gefällt bisher und ich werde versuchen die nächsten Tage regelmäßig einen neuen Teil hochzuladen.
13.06. STR-FRA
13.06. FRA-PDL
20.06. PDL-FRA
20.06. FRA-STR
Da die Flüge von/nach Stuttgart dann wie von mir bei der Buchung erwartet gestrichen wurden, hat Lufthansa mich auf den Vortag und nächsten Tag umgebucht. Damit konnte ich auch mal wieder meine Wohnung in Wiesbaden benutzen, in der ich seit Oktober 202l keine Nacht verbracht hatte aber trotzdem weiter Miete für gezahlt habe. Ich wusste lange Zeit nicht wie und wo ich auf den Azoren übernachten werde, da es jedoch auch für Reisen zwischen den Inseln eine PCR-Test-Pflicht gibt, habe ich mich entschieden nur auf São Miguel zu verweilen. Dafür hab ich mir von Sonntag bis Donnerstag ein interessantes AirBnB auf einer Ananasplantage in der Nähe von Ponta Delgada herausgesucht und für die restlichen Tage ein Hotel an der Nordküste der Insel gebucht. Ein Mietwagen war dann auch schnell gebucht, ein Bekannter hat mir vorher Bescheid gegeben welche Anbieter ich vermeiden sollte und noch weitere Tips auf den Weg gegeben.
Am Freitag vor Abflug (11.06.) bin ich dann noch nach Ulm gefahren um den für die Einreise erforderlichen PCR-Test zu erledigen, mein allererster Coronatest überhaupt.
Anreise
Mit dem Zug ging es erstmal von der elterlichen Heimat nach Aalen, von dort aus weiter nach Bad Cannstadt und dann mit der S3 zum Flughafen. In Stuttgart war ein eher trauriges Bild zu sehen, bis auf wenige Dutzend Menschen die am Turkish Airlines Schalter anstanden war tote Hose, die drei Leute an der einzigen offenen Siko im T3 hatten nichts zu tun und so war ich dann auch sofort durch. Danach musste ich wieder ans andere Ende des Terminals, ins T1, laufen und kam an lauter geschlossen Läden vorbei.
Es waren insgesamt nur zwei Geschäfte offen und auch am Gate 114 saßen erst 2 Menschen für den Flug nach Frankfurt. Ich hatte mich gerade hingesetzt, da bekam ich die Email-Benachrichtigung dass mein Testergebnis da sei, dies war völlig unerwartet natürlich negativ
Als es dann Zeit wurde zum Boarding, war immer noch nicht viel mehr los als bei meiner Ankunft. Insgesamt waren wir 13 Passagiere, davon zwei Babys und zwei Off-Duty-Piloten die mitgeflogen waren. Beim Online-Check-in am Vortag wurde mir 11C zugelost, ich habe dann aber noch 8F ausgewählt und habe dort dann auch in der CRJ900 platzgenommen.
Ziemlich schnell war Boarding Completed, es wurde die Sicherheitseinweisung durchgeführt und wir rollten zur Startbahn 25. Zum Spaß habe ich mir einen Timer gestellt, denn es war mein kürzester Flug bisher. Nach dem Start und einer Rechtskurve hatten wir noch eine schöne Aussicht über Stuttgart, danach waren wir über den Wolken unterwegs.
10 Minuten nach dem Start begann dann auch schon der Sinkflug und nach einem Swingover auf die 25C landeten wir nach genau 24:26 Minuten in Frankfurt.
Danach rollten wir noch fast bis in die Kelsterbacher Innenstadt, bevor wir aussteigen durften.
Da jedoch die beiden Kinderwägen für die Babys im hinteren Frachtraum verladen waren, dauerte es nochmal fast genauso lang wie der Flug war, bis dann auch endlich der Bus losfuhr. Da ich die S-Bahn nach Wiesbaden um 18:15 damit verpasst hatte, musste ich noch ein kleines bisschen Warten und war nach 60 Minuten in meiner Wohnung (dass dies eine Woche später nicht mehr so sein sollte, konnte ich da noch nicht ahnen...)
13.06.2021
Nach einigen Schwierigkeiten einzuschlafen, klingelte um 6 Uhr morgens dann der Wecker für den zweiten Teil der Anreise. Schnell geduscht, die letzten Sachen gepackt und schon war ich wieder weg. Ich hab es jedoch trotzdem geschafft einiges zu vergessen, unter anderem auch meine Badehose. Da es an meiner Haltestelle keinen Ticketautomaten gibt bin ich die 10 Minuten zum Bahnhof Schwarzgefahren, hab mir dort aber eins gekauft und auch noch ein Croissant zum Frühstück erstanden. Die S9 brachte mich dann wieder zurück zum Flughafen, wo ich dann feststellen musste, dass die Boardkarte die mir am Freitag ausgestellt wurde, aus der App verschwunden war. Ich hab mich also mit der Boardkarte die per Mail kam durch den Scanner gemogelt und da auch einer der Automaten am Anfang der A-Gates mir keine ausspucken wollte, ging ich zum nächsten Serviceschalter und dort konnte mir eine Mitarbeiterin eine echte Karte ausstellen.
Am Gate A18 angekommen wurde schon die Dokumentenkontrolle aufgebaut und so habe ich diese auch gleich kontrollieren lassen. Danach hieß es Warten auf das Boarding, das auch mit 20 Minuten Verspätung begonnen hat. Während ich gewartet habe, konnte ich überhören dass heute 123 Passagiere gebucht waren und habe mir somit Hoffnungen auf einen freien Mittelplatz gemacht. Bei Boarding Completed war 8E zum Glück immer noch frei. Das hat den 4:30 Stunden Flug doch gleich viel angenehmer gemacht. Der gebuchte A321neo wurde auch wenige Wochen vor Abflug durch einen A320neo ersetzt, es wurde die D-AINI.
Nachdem wir noch an der D-AINK (die gestern auch noch eingeplant war und mir damit zum zweiten Mal kurzfristig weggetaucht wurde) vorbeigerollt waren, ging es auch schon zeitig los auf der 18. Zuerst Richtung Süden, dann nach einer Rechtskurve über Paris, Nantes, die Bucht von Biscaya und anschließend über den Nordwesten Spaniens über den Atlantik bis fast nach Madeira, wo wir jedoch kurz vorher abgedreht haben und Richtung Azoren geflogen sind. Nach über 4 Stunden durchbrachen wir die Wolkendecke und man konnte endlich wieder Land sehen. Auf dem Flug habe ich das neue OnBoard Delights von Lufthansa ausprobiert, das erstandene Tomate-Mozzarella-Sandwich war völlig in Ordnung, deutlich besser als die halben Dinger die es vorher immer gab.
In PDL angekommen durften wir ins Terminal laufen und ich habe natürlich die Gelegenheit genutzt und das Vehikel abgelichtet.
Da ich nur mit Handgepäck unterwegs bin, musste ich nicht am Band warten und konnte sofort zum Covid-Check gehen. Dort wurde ich von einer Mitarbeiterin im Schutzanzug empfangen, nach einem Blick auf das Testergebnis und ein QR-Code-Scan später durfte ich auch schon passieren und bin sofort wieder ins Terminal hinein und zu den Mietwagenschaltern. Für die Woche habe ich beim lokalen Anbieter Wayzor einen relativ neuen VW Polo gemietet und nach der Abnahme mit einem dortigen Mitarbeiter musste ich erstmal mein Handy mit dem System im Auto verbinden, damit ich auch den Weg zu meiner Unterkunft finden konnte.
Wie bereits erwähnt hatte ich für 4 Nächte ein kleines Ferienhaus etwas außerhalb von PDL gemietet, die Zufahrt erfolgte durch ein kleines Tor am Straßenrand. Die gesamte Fahrt vom Flughafen dauerte etwa 10 Minuten. Nach einer kurzen Führung durchs Haus holte ich meine drei Sachen aus dem Auto, habe mich einreichtet und bin zum Supermarkt die Straße herunter gefahren. Nachdem ich das Wichtigste für die 4 Tage gekauft hatte, ging es wieder zurück durch die engen Gassen. Den restlichen Tag verbrachte ich dann auf der Terrasse und habe noch Unikram erledigt, bevor ich Abendessen gekocht und dann zeitig ins Bett verschwunden bin.
Das Haus von außen mit meinem Polo.
Wohnzimmer und Schlafzimmer.
Ich hoffe es gefällt bisher und ich werde versuchen die nächsten Tage regelmäßig einen neuen Teil hochzuladen.
















































































































