Eine Woche auf dem Hawaii Europas – Azoren 2021

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HDH Aviation

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25.02.2018
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Wie immer im Leben hat man oft die Schnauze voll von irgendwelchen Dingen. So ging es dann im April 2021 mir mit Corona, ich war seit Mitte Oktober wieder bei meinen Eltern und bin seitdem nur einmal aus dem Landkreis herausgekommen: Um meine Cousine an Weihnachten am Ulmer Bahnhof abzuholen. Da kam mir dann das Lufthansa Angebot ganz gelegen für 200€ auf die Azoren zu fliegen. War ich noch nicht, neues Land für mich und laut den Bildern auch eine schöne Landschaft. Und mein ehemaliger Geschichtslehrer hatte uns damals von seinen Flitterwochen dort über eine Stunde lang erzählt, hoffentlich kann ich genauso davon berichten. Ich hab also nach einigem Überlegen die Flüge gebucht und das sah dann erstmal so aus:

13.06. STR-FRA
13.06. FRA-PDL
20.06. PDL-FRA
20.06. FRA-STR

Da die Flüge von/nach Stuttgart dann wie von mir bei der Buchung erwartet gestrichen wurden, hat Lufthansa mich auf den Vortag und nächsten Tag umgebucht. Damit konnte ich auch mal wieder meine Wohnung in Wiesbaden benutzen, in der ich seit Oktober 202l keine Nacht verbracht hatte aber trotzdem weiter Miete für gezahlt habe. Ich wusste lange Zeit nicht wie und wo ich auf den Azoren übernachten werde, da es jedoch auch für Reisen zwischen den Inseln eine PCR-Test-Pflicht gibt, habe ich mich entschieden nur auf São Miguel zu verweilen. Dafür hab ich mir von Sonntag bis Donnerstag ein interessantes AirBnB auf einer Ananasplantage in der Nähe von Ponta Delgada herausgesucht und für die restlichen Tage ein Hotel an der Nordküste der Insel gebucht. Ein Mietwagen war dann auch schnell gebucht, ein Bekannter hat mir vorher Bescheid gegeben welche Anbieter ich vermeiden sollte und noch weitere Tips auf den Weg gegeben.

Am Freitag vor Abflug (11.06.) bin ich dann noch nach Ulm gefahren um den für die Einreise erforderlichen PCR-Test zu erledigen, mein allererster Coronatest überhaupt.


Anreise

Mit dem Zug ging es erstmal von der elterlichen Heimat nach Aalen, von dort aus weiter nach Bad Cannstadt und dann mit der S3 zum Flughafen. In Stuttgart war ein eher trauriges Bild zu sehen, bis auf wenige Dutzend Menschen die am Turkish Airlines Schalter anstanden war tote Hose, die drei Leute an der einzigen offenen Siko im T3 hatten nichts zu tun und so war ich dann auch sofort durch. Danach musste ich wieder ans andere Ende des Terminals, ins T1, laufen und kam an lauter geschlossen Läden vorbei.

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Es waren insgesamt nur zwei Geschäfte offen und auch am Gate 114 saßen erst 2 Menschen für den Flug nach Frankfurt. Ich hatte mich gerade hingesetzt, da bekam ich die Email-Benachrichtigung dass mein Testergebnis da sei, dies war völlig unerwartet natürlich negativ ;). Also hab ich dann auch sofort das Online-Formular für die Einreise auf die Azoren ausgefüllt, das Testergebnis angefügt und abgeschickt. Den QR-Code zur Einreise gab es auch sofort im Email-Fach.
Als es dann Zeit wurde zum Boarding, war immer noch nicht viel mehr los als bei meiner Ankunft. Insgesamt waren wir 13 Passagiere, davon zwei Babys und zwei Off-Duty-Piloten die mitgeflogen waren. Beim Online-Check-in am Vortag wurde mir 11C zugelost, ich habe dann aber noch 8F ausgewählt und habe dort dann auch in der CRJ900 platzgenommen.

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Ziemlich schnell war Boarding Completed, es wurde die Sicherheitseinweisung durchgeführt und wir rollten zur Startbahn 25. Zum Spaß habe ich mir einen Timer gestellt, denn es war mein kürzester Flug bisher. Nach dem Start und einer Rechtskurve hatten wir noch eine schöne Aussicht über Stuttgart, danach waren wir über den Wolken unterwegs.

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10 Minuten nach dem Start begann dann auch schon der Sinkflug und nach einem Swingover auf die 25C landeten wir nach genau 24:26 Minuten in Frankfurt.

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Danach rollten wir noch fast bis in die Kelsterbacher Innenstadt, bevor wir aussteigen durften.

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Da jedoch die beiden Kinderwägen für die Babys im hinteren Frachtraum verladen waren, dauerte es nochmal fast genauso lang wie der Flug war, bis dann auch endlich der Bus losfuhr. Da ich die S-Bahn nach Wiesbaden um 18:15 damit verpasst hatte, musste ich noch ein kleines bisschen Warten und war nach 60 Minuten in meiner Wohnung (dass dies eine Woche später nicht mehr so sein sollte, konnte ich da noch nicht ahnen...)

13.06.2021

Nach einigen Schwierigkeiten einzuschlafen, klingelte um 6 Uhr morgens dann der Wecker für den zweiten Teil der Anreise. Schnell geduscht, die letzten Sachen gepackt und schon war ich wieder weg. Ich hab es jedoch trotzdem geschafft einiges zu vergessen, unter anderem auch meine Badehose. Da es an meiner Haltestelle keinen Ticketautomaten gibt bin ich die 10 Minuten zum Bahnhof Schwarzgefahren, hab mir dort aber eins gekauft und auch noch ein Croissant zum Frühstück erstanden. Die S9 brachte mich dann wieder zurück zum Flughafen, wo ich dann feststellen musste, dass die Boardkarte die mir am Freitag ausgestellt wurde, aus der App verschwunden war. Ich hab mich also mit der Boardkarte die per Mail kam durch den Scanner gemogelt und da auch einer der Automaten am Anfang der A-Gates mir keine ausspucken wollte, ging ich zum nächsten Serviceschalter und dort konnte mir eine Mitarbeiterin eine echte Karte ausstellen.

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Am Gate A18 angekommen wurde schon die Dokumentenkontrolle aufgebaut und so habe ich diese auch gleich kontrollieren lassen. Danach hieß es Warten auf das Boarding, das auch mit 20 Minuten Verspätung begonnen hat. Während ich gewartet habe, konnte ich überhören dass heute 123 Passagiere gebucht waren und habe mir somit Hoffnungen auf einen freien Mittelplatz gemacht. Bei Boarding Completed war 8E zum Glück immer noch frei. Das hat den 4:30 Stunden Flug doch gleich viel angenehmer gemacht. Der gebuchte A321neo wurde auch wenige Wochen vor Abflug durch einen A320neo ersetzt, es wurde die D-AINI.

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Nachdem wir noch an der D-AINK (die gestern auch noch eingeplant war und mir damit zum zweiten Mal kurzfristig weggetaucht wurde) vorbeigerollt waren, ging es auch schon zeitig los auf der 18. Zuerst Richtung Süden, dann nach einer Rechtskurve über Paris, Nantes, die Bucht von Biscaya und anschließend über den Nordwesten Spaniens über den Atlantik bis fast nach Madeira, wo wir jedoch kurz vorher abgedreht haben und Richtung Azoren geflogen sind. Nach über 4 Stunden durchbrachen wir die Wolkendecke und man konnte endlich wieder Land sehen. Auf dem Flug habe ich das neue OnBoard Delights von Lufthansa ausprobiert, das erstandene Tomate-Mozzarella-Sandwich war völlig in Ordnung, deutlich besser als die halben Dinger die es vorher immer gab.

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In PDL angekommen durften wir ins Terminal laufen und ich habe natürlich die Gelegenheit genutzt und das Vehikel abgelichtet.

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Da ich nur mit Handgepäck unterwegs bin, musste ich nicht am Band warten und konnte sofort zum Covid-Check gehen. Dort wurde ich von einer Mitarbeiterin im Schutzanzug empfangen, nach einem Blick auf das Testergebnis und ein QR-Code-Scan später durfte ich auch schon passieren und bin sofort wieder ins Terminal hinein und zu den Mietwagenschaltern. Für die Woche habe ich beim lokalen Anbieter Wayzor einen relativ neuen VW Polo gemietet und nach der Abnahme mit einem dortigen Mitarbeiter musste ich erstmal mein Handy mit dem System im Auto verbinden, damit ich auch den Weg zu meiner Unterkunft finden konnte.

Wie bereits erwähnt hatte ich für 4 Nächte ein kleines Ferienhaus etwas außerhalb von PDL gemietet, die Zufahrt erfolgte durch ein kleines Tor am Straßenrand. Die gesamte Fahrt vom Flughafen dauerte etwa 10 Minuten. Nach einer kurzen Führung durchs Haus holte ich meine drei Sachen aus dem Auto, habe mich einreichtet und bin zum Supermarkt die Straße herunter gefahren. Nachdem ich das Wichtigste für die 4 Tage gekauft hatte, ging es wieder zurück durch die engen Gassen. Den restlichen Tag verbrachte ich dann auf der Terrasse und habe noch Unikram erledigt, bevor ich Abendessen gekocht und dann zeitig ins Bett verschwunden bin.

Das Haus von außen mit meinem Polo.
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Wohnzimmer und Schlafzimmer.

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Ich hoffe es gefällt bisher und ich werde versuchen die nächsten Tage regelmäßig einen neuen Teil hochzuladen.
 

Chiller3333

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26.11.2017
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FRA, JFK
Macht schon jetzt Lust auf mehr :)
Mit was fotografierst du? Die Bilder sehen echt super aus!
Bin auch am ueblergen, ob und wo ich mal eine Woche Uni-Urlaub verbringen kann :D
 
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25.02.2018
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Witzig, die -NK bin ich letzthin auch erst geflogen. Leider nicht mit Final Destination Azoren ;)
Welche -NK meinst du? Ich hab zwei davon 😁
Macht schon jetzt Lust auf mehr :)
Mit was fotografierst du? Die Bilder sehen echt super aus!
Bin auch am ueblergen, ob und wo ich mal eine Woche Uni-Urlaub verbringen kann :D
Alle Fotos sind mit meinem S9 aufgenommen, für die Kamera hat der Platz leider nicht mehr gereicht.

Uni-Urlaub kann ich empfehle, solange du nicht jeden Tag vier Stunden oder mehr Vorlesung hast. Das war dann auch meine Entscheidung etwas weiter wegzufliegen und an ein neues Ziel, da ich in der Woche nur zwei Vorlesungen hatte.
Schöne Bilder!



Jetzt musst du dich nur noch entscheiden, ob du die AINK oder ACNK meinst, in Post 1 haben beide einen Auftritt ;)
Danke!
 

Chiller3333

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26.11.2017
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Alle Fotos sind mit meinem S9 aufgenommen, für die Kamera hat der Platz leider nicht mehr gereicht.

Uni-Urlaub kann ich empfehle, solange du nicht jeden Tag vier Stunden oder mehr Vorlesung hast. Das war dann auch meine Entscheidung etwas weiter wegzufliegen und an ein neues Ziel, da ich in der Woche nur zwei Vorlesungen hatte.
Ich muss endlich mal mein Moto Z2 ersetzen, die Kamera ist grausig.
Semester geht im September wieder los, momentan sieht es nach ein paar Tagen Griechenland im August aus ;)
 
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25.02.2018
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Ich muss endlich mal mein Moto Z2 ersetzen, die Kamera ist grausig.
Semester geht im September wieder los, momentan sieht es nach ein paar Tagen Griechenland im August aus ;)
Dann wünsche ich viel Spaß in Griechenland! Ein Handy mit guter Kamera ist schon praktisch wenn man aufgrund von Platzmangel keine richtige Kamera mitnehmen kann.
Naja, eine davon ja doch nicht, wenn ich richtig gelesen habe.
4:30 ohne Service im 320er, ging das halbwegs gut vorüber?
Stimmt auch wieder.
Es kam jetzt nicht zu irgendwelchen Faustkämpfen an Bord, wenn du darauf hinaus möchtest. Insgesamt verlief es eigentlich problemlos ab, ich war immerhin froh dass es zu vernünftigen Preisen was zu essen zu kaufen gab, die meisten Paxe gaben sich jedoch mit dem Wasser zufrieden oder hatten sich selber noch etwas mitgebracht.
 

HDH Aviation

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25.02.2018
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14.06.2021, Teil 1/2

Dass ich am Vorabend recht früh ins Bett gegangen bin, hatte nichts damit zu tun, dass ich nach fast zwei Jahren in der gleichen Zeitzone vergessen hatte wie das mit dem Reisen in andere Regionen geht, sondern dass ich mir am nächsten Morgen um 7 Uhr azoreanischer Zeit eine Vorlesung antun musste. Daher kam mir die Müdigkeit am Vorabend ganz gelegen, um natürlich und ohne Wecker aufzustehen. So wachte ich dann auch um 6:30 Uhr von selber auf, laß noch einiges in Sozialen Netzwerken, bevor ich in die Küche geschlurft bin, Müsli und Milch in eine Schüssel gegeben habe und den Laptop angeschmissen habe. Die Vorlesung bestand zu einem großen Teil aus Paxisarbeit, die ich aus Gründen jedoch nicht mitmachen konnte. Stattdessen habe ich mich nebenbei im Internet nach Ausflugszielen erkundigt und habe mich dann recht schnell auf den Westen der Insel fokussiert. Bis ich eine Route ausgeklügelt hatte war die Vorlesung auch schon fast wieder vorüber und nach einer schnellen Dusche war ich dann auch startklar.

Google Maps machte mir es Anfangs nicht leicht auf die Hauptstraße zu kommen, denn einige „Einfahrt verboten“ existierten dort einfach nicht. Irgendwann war ich dann jedoch auf der Autobahn angelangt und so fuhr ich die gleiche Strecke vom Vortag wieder zurück. Doch statt geradeaus zum Flughafen bog ich an der Kreuzung vorher rechts ab auf die EN1-1A, in Richtung Relva. Die Durchfahrt dieser Ortschaft bestand aus einer einzigen Baustelle, diese war zum Glück schnell durchquert. Anschließend ging es noch einige Kilometer weiter geradeaus (oder so ähnlich), bevor ich den Blinker nach rechts setzte um auf die EN9-1A zu kommen, die mich den Berg hoch zum ehemaligen Monte Palace Hotel bringen sollte.

Bereits auf der Fahrt nach oben bewunderte ich die faszinierende Natur hier auf der Insel, praktisch überall säumen blühende Hortensien den Straßenrand. Je höher es ging, desto kurvenreicher wurde die Straße und desto dichter und abwechslungsreicher wurde der umgebende Wald. Wenn ich nicht hätte fahren müssen, wären hier jetzt bereits 10 Fotos nur von der Fahrt gewesen. Irgendwann schloss ich dann auf ein langsam fahrendes Auto auf und den letzten Kilometer ging es dann mit 20km/h den Berg hinauf. Oben angekommen bin ich am Hotel vorbeigefahren und in der Haarnadelkurve links auf den Parkplatz abgebogen. Dieser war dann doch steiler als er aussah und ich musste recht weit unten parken. Als ich meinen Polo dann in einem Winkel von etwa 20 Grad abgestellt hatte ging es wieder den Berg hinauf und ich folgte einer Familie den Fußweg an der Straße entlang zurück zum Hoteleingang.

Das Hotel von Süden aus gesehen, der Eingang war etwa 50 Meter weiter rechts.

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Besagte Straße.

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Ich ging also die kurve Auffahrt zum Vorplatz hoch, wo ich von folgendem Eingangsbereich begrüßt wurde.

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Durch die vordere Eingangstüre gelangt man auch gleich in den Hauptraum, der früher bestimmt sehr imposant gewirkt haben muss, er war aber auch jetzt noch sehr beeindruckend. Man musste nur etwas aufpassen wo man hintritt, es lagen überall heruntergefallene Bauteile herum, einige davon mit spitzen und scharfen Ecken und Kanten. Doch auch von oben lauerte Gefahr durch herabhängende Stromkabel und Metallstreben.

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Ich bog nach rechts ab und folgte der Aussicht auf den ehemaligen Vulkankrater mit seinen zwei verschiedenfarbigen Seen.

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Im Vordergrund ist hier die Lagoa Verde, im Hintergrund die Lagoa Azul.

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Man hätte jetzt auch noch auf die oberen Etagen sowie das Dach des Hotels gehen können. Dies war mir nach einem Blick in das dunkle Treppenhaus dann doch etwas zu heikel. So habe ich dann kehrt gemacht und bin die Straße zurück zum Parkplatz gelaufen, an dem sich auch noch ein kleiner Aussichtspunkt befindet. Von dort aus habe ich nochmal die gleichen Fotos von den beiden Seen gemacht wie bereits oben zu sehen, sowie einmal das umliegende Tal fotografiert. Wenn man sich umgedreht hat, konnte man auch einen schönen Blick auf den Atlantik genießen.

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Anschließend bin ich den Berg Parkplatz wieder runter gelaufen und war sehr dankbar für die Berganfahrhilfe im Polo (die Autos meiner Eltern haben sowas nicht..). Ich bog links wieder auf die Straße ab und fuhr hinunter in den Krater zur Brücke, die die beiden Seen voneinander trennt. Wenn man die Straße herunterfährt befindet sich links eine Parkmöglichkeit, dort habe ich auch meinen Polo abgestellt und bin einmal über die Brücke gelaufen.

Diese Straße ging es herunter.

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Lagoa Verde, in der Bildmitte kann man auf der Bergkante das Hotel erkennen.

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Und abschließend noch die Lagoa Azul.

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Für mich ging es wieder über die Brücke zurück, am Parkplatz vorbei und auf einen Schotterweg der von diesem abgezweigt hat. Ich bin etwa bis zur zweiten Landzunge die man oben erkennen kann entlang der Lagoa Verde gelaufen.

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Danach ging es wieder zurück zum Parkplatz, wo ich angesprochen wurde, ob ich nicht mal helfen könnte ein Auto zu schieben, die Batterie wäre tot. Ich war natürlich so nett und nach etwa 20 Metern ist dann der Wagen auch wieder angesprungen. Zurück im Polo fuhr auch ich weiter, diesmal über die Brücke hinein in die kleine Ortschaft Sette Cidades und auf der anderen Seite auch wieder hinaus, zurück den Berg hinauf. Beinahe oben angekommen erweckte ein Schotterparkplatz meine Aufmerksamkeit und so hielt ich dort an und genoß die Aussicht auf das Tal und etwa 50 Meter weiter auch auf den Atlantik.

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Auf dem Rückweg zum Auto habe ich auf Maps mein nächstes Ziel gesucht und mit dem Ponte Ferraria auch nicht allzuweit eins entdeckt. Die etwa 10 Minuten Fahrt dorthin verliefen problemlos, mittlerweile war ich an die engen Straßen hier gewöhnt. Auch hier gab es einen großen und vor allem leeren Parkplatz am Straßenrand, sowie einige Parkbänke zum hinsetzen. Da es mittlerweile nach Mittag war habe ich dort meinen mitgenommenen Apfel und ein Stück portugiesisches Gebäck verspeist, mit wunderbarer Aussicht auf den Atlantik unter mir. Im Meer konnte ich in einiger Entfernung noch ein paar Delfinfinnen ausmachen und auch eine Wasserfontäne eines Wals war sichtbar. Linkerhand stand auch noch ein Leuchtturm in der Landschaft, dort hätte man theoretisch auch hinwandern können, dies war mir in dem Moment aber zu anstrengend.

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Nach dieser sehr schönen und vor allem ruhigen Pause bin ich zurück zum Auto gelaufen, habe Maps gesagt "Nach Hause bitte!" und war auch 40 Minuten später wieder zurück.

Weiter gehts dann im zweiten Teil.
 

Yeehaw

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07.10.2014
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uahhhh, ich bin jetzt erschrocken, ich habe mir von Beitrag 9 zuerst die Bilder angeschaut und dann gelesen ....
Ich dachte im ersten Moment,........schei......was ist mit deinem Hotel passiert.

PS:
Vielen Dank für deine Bemühungen mit dem Bericht, die Azoren sind schon länger mein Ziel, um mal kurzfristig Temperaturen von 35 und mehr in D zu entkommen.
 
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25.02.2018
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uahhhh, ich bin jetzt erschrocken, ich habe mir von Beitrag 9 zuerst die Bilder angeschaut und dann gelesen ....
Ich dachte im ersten Moment,........schei......was ist mit deinem Hotel passiert.

PS:
Vielen Dank für deine Bemühungen mit dem Bericht, die Azoren sind schon länger mein Ziel, um mal kurzfristig Temperaturen von 35 und mehr in D zu entkommen.
Hatte ich etwa nicht erwähnt dass das eine alte Ruine ist? ;)
 
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25.02.2018
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14.06.2021, Teil 2/2

Wieder zuhause angekommen schmierte ich mir noch ein Butterbrot mit azoreanischem Käse und Schinken den ich gestern im Supermarkt erstanden hatte. Auf der Terrasse nahm ich dann neben meinem Brot auch Google Maps zu mir und suchte nach einem Ziel für den Nachmittag. Da ich keine so große Tour mehr machen wollte, entschied ich mich für eine Fahrt zum Lagoa do Fogo, ein weiterer Kratersee, der nur etwas weiter oben auf der Y-Achse liegt als der See vom Vormittag, ich hatte auch gelesen dass man dort bei schlechtem Wetter fast nichts sieht da sich um den Berg oftmals die Wolken sammeln und man dann in den Wolken drin steht. Da meine Sicht in Richtung Berg leider verdeckt war bin ich auf gut Glück losgefahren. Auf der Fahrt dorthin hatte ich dann zwischenzeitlich doch etwas Angst, da es so aussah als wäre da eine dicke Wolke über dem Berg, es stellte sich jedoch heraus dass diese nur davor, aber nicht darüber hing. Somit hatte ich also freie Sicht.

Etwa 500 Meter vor dem Ziel bin ich an etwas vorbeigekommen das aussah wie ein Schotterparkplatz, also bin ich da natürlich raufgefahren. Es gab dort einige mögliche Aussichtspunkte, hier einige Bilder davon.

Richtung Westen.

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Richtung Norden.

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Danach bin ich wieder ins Auto gestiegen und die restlichen Meter den Berg hinauf gefahren. Oben angekommen hatte man einen wunderbaren Ausblick auf den See und die Natur um einen herum.

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Diese Straße ging es hoch, im Hintergrund ist Ponta Delgada zu sehen.

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Hier oben war auch eine Funkstation, deren Auffahrt man hinaufgehen konnte. Von dort oben hatte man noch eine andere Sicht auf den See sowie die umliegenden Felder.

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Da es hier oben sehr windig war, musste man beim Auf- und Abstieg aufpassen nicht von einer Böe erfasst zu werden und den Rest des Weges auf dem Hintern zurückzulegen. Wieder heile und aufrecht unten angekommen fuhr ich die Straße weiter, etwas weiter unten gab es noch einen weiteren Aussichtspunkt, der wohl auch als Ausgangspunkt für einige Wanderungen fungiert hat. Dort war es deutlich windstiller und so konnte man die Sonnenstrahlen viel mehr spüren, ich Depp hatte natürlich die Sonnencreme zuhause gelassen bzw. vergessen aufzutragen. Doch das hat mich nicht davon abgehalten, etwas herumzulaufen und die Natur zu genießen.

Ein weiterer Blick auf den See.

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Diese Straße bin ich heruntergekommen.

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Die Straße wurde wohl vor einigen Jahren etwas verlegt, die alte Linkskurve war noch begehbar und man war auf beiden Seiten von etwa 3 Meter hohen Wänden umgeben. Dort schoss auch auch dieses Foto.

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Anschließend bin ich noch am Ende des Parkplatzes um eine Schranke gelaufen und über einen Schotterweg etwas weiter an die Kante gelaufen, auch das war wohl der Beginn eines Wanderwegs. Von hier aus hatte man aber eine schöne Aussicht über und auf den umgebenden Wald.

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Danach bin ich zurück zum Auto gelaufen und bin der Straße weiter nach unten gelaufen. Auf dem Weg kam ich noch an einem Schild vorbei das einen Wasserfall angekündigt hat, dieses habe ich aber zu spät wahrgenommen um dort vorbeizufahren und habe mir diesen für ein anderes Mal aufgehoben. Ohne weitere Vorkommnisse ging es zurück zum Ferienhaus, wo ich den restlichen Nachmittag noch auf der Terrasse in der Sonne saß, bevor ich mir zum Abendessen portugiesische Frikadellen mit Nudeln gekocht habe. Um 21 Uhr ging es dann auch heute wieder etwas Fürher ins Bett.
 

HDH Aviation

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15.06.2021, Teil 1/2

Heute stand zwar keine Vorlesung am frühen Morgen an (oder am ganzen Tag), ich bin trotzdem wieder um kurz vor 7 Uhr wachgeworden. Nach etwa einer halben Stunde hab ich es dann auch geschafft in die Küche zu gehen und mir Frühstück zu machen, wie gestern wieder Müsli. Einige Youtube Videos später bin ich duschen gegangen und danach habe ich mich an die Planung der heutigen Route gemacht. Der Wetterbericht hat für heute Wolken angekündigt, diese waren aber eher im Westen der Insel unterwegs als an meinem Ziel, dem Osten. Die Idee war einmal die gesamte Ostküste zum umfahren und durch Furnas wieder zurück.

Google Maps zeigte eine ungefähre Fahrzeit von einer Stunde an und so bin ich dann losgedüst. Ich wollte über die Autobahn im Norden hin- und über die Küstenstraße im Süden wieder zurück. Mal etwas schneller, mal etwas langsamer und mit einigen wenigen Regentropfen kam ich dann auch fast nach genau einer Stunde bei meinem ersten Ziel an, dem Miradouro da Ponta do Sossego. Dass auf dem Weg dorthin noch ein bekannter Leuchtturm liegt, habe ich leider erst festgestellt als ich wieder zuhause war...

Nichtsdestotrotz war dieser Aussichtspunkt sehr schön gelegen in einer Parkanlage mit ganz vielen bunten Blumen und man konnte auf verschiedenen Ebenen die wunderbare Aussicht genießen. Leider sind viele der Bilder viel zu groß als dass sie das System hier akzeptiert, deshalb gibt es hier eine kleine Auswahl. Ich weiß nicht warum, aber als ich die Küste gesehen hatte, musste ich sofort an Jurassic Park denken und ich finde dass das ziemlich gut passt.

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Danach habe ich mich wieder ins mittlerweile gut aufgeheizte Auto gesetzt und bin weiter Richtung Süden gefahren. Auch in diesem Teil der Insel waren die Straße wunderschön zu fahren. Das nächste Ziel war der Miradouro da Ponta da Madrugada, ein ähnlicher Platz wie oben, nur etwas einfacher gestaltet und warum auch immer mit Behausung für etwa 20 Katzen.

Von hier aus konnte man auch den vorherigen Aussichtspunkt erkennen.

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Blick auf den Weg zurück und die Katzenapartments.

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Nachdem ich dort alles gesehen hatte setzte ich mich wieder ins Auto und fuhr weiter gen Süden. Davon aber mehr im 2. Teil, ich muss jetzt noch Vorlesung lauschen.
 

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15.06.2021, Teil 2/2

Der geneigte Leser kann sich wahrscheinlich das nächste Ziel schon denken, denn für mich ging es weiter zum nächsten Miradouro. Diesmal war es der Miradouro de Agua Retorta, der die gleichnamige Ortschaft überblickt.

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Hier gab es einen kleinen Weg, der zu einem kleine Pavillon führt, von dem man aber ziemlich genau den gleichen Blick hat wie vom Parkplatz aus.

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Oben am Parkplatz steht auch ein Wegweiser mit Entfernungsangaben zu einigen Städten auf der Welt. Wenn man sich diese so anschaut dann merkt man erst wie weit ab vom Schuss man hier auf den Azoren eigentlich wirklich ist. Zurück zuhause habe ich mal geschaut und Kanada ist näher an Ponta Delgada als das Haus meiner Eltern und auch die USA sind nur etwas weiter weg.

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Ich setzte mich danach wieder ins Auto und fuhr weiter zum nächsten Mirodouro, hielt aber zwischendrin noch kurz an einem anderen Parkplatz an. Der Mirodouro do Pico dos Bodes liegt etwas abseits der EN1-1A auf einem Berg, den man nur über eine einspurige Straße erreichen konnte. Das einzige Auto das mir entgegenkam, kam zum Glück direkt am Anfang, als ich gerade auf die Straße abgebogen war und somit nur kurz zurücksetzen musste. Oben angekommen war ich der einzige und das blieb auch so. Die Anlage war recht gut ausgebaut mit Toiletten, Sitzbänken und einem kleinen Rundgang sowie einem Aussichtsturm den man besteigen konnte. Da ich hier oben ganz alleine war, waren die einzigen Geräusche die man hören konnte Grillenzirpen und Vogelgezwitscher. Mit wunderbarer Aussicht auf die umliegenden Berge und den Atlantik nahm ich auf einer der Bänke platz und aß meinen Apfel und Gebäck und genoß einfach den Augenblick Ruhe.

Blick in Richtung Westen.

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Blick in Richtung Süden.

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Und natürlich auch der Blick in den Westen.

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Besagter Aussichtsturm, ich habe zunächst aufgrund seines Aussehens etwas gezögert dort hinaufzusteigen, bin dann aber trotzdem raufgegangen.

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Ein Blick Richtung Westen vom Turm aus. In dem "Loch" das man in der Bildmitte in der Bergkette sieht, befindet sich die Lagoa das Furnas, an dem entlang es dann auch für mich zurück gehen sollte, denn ich hatte auf der Hinfahrt noch einen anderen Aussichtspunkt entdeckt, an dem ich nochmal halten wollte.

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Nach einer guten halben Stunde in der ich hier oben die Natur genossen habe ging es für mich wieder auf den Heimweg. Maps führte mich durch Furnas selbst herunter und dann auch wieder hinaus/hinauf und auf der anderen Seite des Berges wieder herunter zur Küstenautobahn. Furnas selbst hatte ich mir für Freitag aufgehoben. Beinahe eine Stunde später erspähte ich auch schon den Miradouro de Santa Iria am Straßenrand, und da alle PKW-Parkplätze voll waren, wurde mein Polo kurzerhand zum Bus. Der eigentliche Aussichtspunkt ist etwa 100 Meter vom Parkplatz entfernt und bietet eine wunderbare Aussicht über die Nordküste.

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Anschließend ging es auf beinahe direktem Weg wieder zurück nach Hause, auf dem Weg dorthin stoppte ich jedoch nochmal kurz beim Supermarkt um meinen Wasservorrat aufzustocken und noch einiges mehr zu kaufen. Den restlichen Nachmittag verbrachte ich dann auf der Terrasse sitzend und erledigte noch einiges an Unizeugs und schaute mir noch ein oder zwei Videos auf Youtube an. Am Abend verhalf mir die Grillfunktion der Mikrowelle zum Pizzaaufwärmen und danach ging ich auch irgendwann wieder ins Bett.
 

handballplayer3

Erfahrenes Mitglied
01.10.2015
2.932
8.252
DUS
Danke für den Bericht!
Bei der Bildausbeute könnte ich ja vielleicht auch mal die Kamera zu Hause lassen. Habe auch ein S9, allerdings liegt das S21 schon bereit.

Auch die Idee der Uni dort finde ich gut. Hatte ich auch überlegt. Habe aktuell aber so viel zu tun, dass es bei mir vermutlich nur rausgeworfenes Geld wäre.
In optimistischer Voraussicht habe ich für die nächsten beiden Semester aber nur zwei Module + Masterarbeit geplant.
Hat es von dort alles gut funktioniert?
 
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18.11.2010
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Vielen Dank so weit, Azoren stehen auch schon länger auf meiner Liste. Freue mich auf die weiteren Teile!
 
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HDH Aviation

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25.02.2018
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16.06.2021

Den heutigen Tag ließ ich etwas langsamer angehen, ich schlief immerhin bis 8 Uhr aus, war jedoch bei einem Blick aus dem Fenster und dann auf den Wetterbericht nicht sehr motiviert irgendwas zu machen. So habe ich kurzerhand meine Planung vom Vormittag auf den Nachmittag verschoben und am Vormittag weiter an meinem Uniarbeiten gewerkelt. Da zwei davon auch größere Gruppenarbeiten sind, haben wir uns um 14 Uhr noch per Videokonferenz getroffen und den neuesten Stand abgeklärt sowie die weiteren Aufgaben verteilt. Mittlerweile war es auch draußen schon wieder aufgeklart, die Sonne kam heraus und so habe ich dann auf ein schnelles Ende der Konferenz gedrängt. Nachdem dann auch irgendwann noch eigentlich total unwichtige Dinge zum dritten Mal ausdiskutiert waren, schnappte ich mir meinen Rucksack und setzte mich ins Auto.

Wie ich ja bereits eingangs erwähnt hatte, war ich hier auf einer Ananasplantage untergebracht und der Besitzer hat mir eine Tour über seine öffentlich zugängliche Plantage etwa 2 Kilometer weiter sehr ans Herz gelegt. Somit war dann auch das erste Ziel schnell festgelegt. Da ich nicht wusste wie voll der Parkplatz dort ist, habe ich mich gleich auf einen der öffentlichen Parkplätze an der Straße gestellt und bin die 100 Meter zu Fuß zum Eingang. Dort stand auch ein kleines Wartehäuschen in dem eine Frau den Rundgang erklärt hatte: Rechterhand den Schildern folgen, durch die Gewächshäuser, dort wo Türen offen sind kann man rein, dann links weiter den Schildern folgen, am Ende war etwas weiter hinten noch der Probierstand. Ich folgte also den Schildern bis zum hintersten Gewächshaus und wurde beim Betreten von etwa 35° und 95% Luftfeuchte beinahe erschlagen. Über den Ananas hingen einige Informationsschilder in Portugiesisch mit QR-Codes die man scannen konnte um das Gleiche auch in anderen Sprachen zu bekommen. Die hohen Temperaturen fand jedoch mein Handy genauso doof wie ich und so dauerte es immer etwas bis die einzelnen Seiten geladen waren. Nichtsdestotrotz war die kleine Tour doch sehr interessant.

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Die Gewächshäuser von der Rückseite aus gesehen.

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Die erwähnten Schilder.

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Auf der anderen Seite gab es noch einen kleinen Informationsstand in dem man die verschiedenen Stadien der Ananas sehen konnte, von grade eingepflanzt über ganz klein bis essreif.

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Noch ein Überblick über die Laufseite der Gewächshäuser.

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Am Ende des Rundgangs bin ich an dem weißen Transporter oben im Bild vorbeigelaufen zu dem Fressstand der sich dahinter befand. Dort wurde mir gesagt ich soll mir einen Tisch im Zelt nebenan aussuchen und dort wurde dann auch gleich die selbstgemachte Ananasmarmelade sowie der eigene Ananasschnaps aufgetischt. Den Schnaps habe ich abgelehnt, ich musste ja heute noch Autofahren, die Ananasmarmelade schmeckte sehr gut. So gut, dass ich gleich zwei 99ml Gläser davon gekauft und wieder zurück nach Deutschland geschleppt habe. Gleichzeitig wurde auch noch ein zusätzliches Menü aufgelegt, in dem man alle möglichen weiteren Ananaserzeugnisse kaufen konnte. Ich habe mir das Ananaseis und den Ananassaft ausgesucht. Eine echte Ananas hatte ich noch als Gastgeschenk auf dem Esstisch zuhause liegen und wollte diese am Abend essen.

Die Marmelade.

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Das Eis (und nicht nur eine kleine Kugel oben auf der Waffel, nein, die ganze Waffel war mit Eis gefüllt!)
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Und der Saft mit essbarem Strohhalm, auch eine Premiere für mich.

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Nachdem ich gezahlt hatte (schlanke 10 Euro für alles, inklusive der zwei Marmeladengläser) lief ich zurück zum Auto und stellte das Navi auf das nächste Ziel ein. Am Vorabend hatte mein Bekannter gefragt, ob ich schon an der Ermida de Nossa Senhora da Paz war. Nein, war ich noch nicht und somit stand dann auch das eigentliche Ziel für heute fest. Etwa 30 Minuten brauchte ich über die Autobahn bis nach Vila Franca do Campo, in deren Nähe sich besagte Kirche befindet. Dass diese auf einem Berg liegt und man dort nur über eine sehr enge, zweispurige Straße kommt die gefühlt im 45° Winkel den Berg hinaufführt, hatte besagter Bekannter mir verschwiegen. Die Auffahrt verkomplizerit hat dann noch die Tatsache, dass vor mir ein Traktor mit Mähwerkzeug hinten dran ebenfalls den Berg hoch wollte und geradeso an den parkenden Autos vorbeigekommen ist. Bis dann auf einmal in einer Engstelle Gegenverkehr kam und da dieser schlecht rückwärts den Berg hochfahren konnte, mussten wir rückwärts den Berg hinunter bis die Straße wieder breit genug war. Naja, 10 Minuten abenteuerliche Fahrt später kam ich dann trotzdem heile oben an.

Von dort hatte man eine schöne Aussicht auf Vila Franca do Campo unter einem und die Kirche über einem.

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Natürlich bin ich die Stufen nach oben auch hochgelaufen und von oben hatte man noch einen besseren Überblick als vom Parkplatz darunter.

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Nach etwa 10 Minuten hier oben bin ich die Stufen wieder heruntergelaufen und habe von unten von etwas die Aussicht genossen.

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Irgendwann hatte ich dann auch genug davon und bin wieder zurück den Berg hinuntergefahren (zum Glück ohne Gegenverkehr) und über die Autobahn wieder zurück nach hause gefahren. Da heute auch mein letzter Abend im AirBnb war, verbrauchte ich die letzten Nudeln und Soße die ich gekauft hatte und sonstiges essbares was. ich nicht mitnehmen konnte. Unter anderem auch die Ananas, die extremst lecker war. Den restlichen Abend verbachte ich in der Abendsonne auf der Terrasse, bevor ich um 22 Uhr ins Bett gegangen bin.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Danke für den Bericht!
Bei der Bildausbeute könnte ich ja vielleicht auch mal die Kamera zu Hause lassen. Habe auch ein S9, allerdings liegt das S21 schon bereit.

Auch die Idee der Uni dort finde ich gut. Hatte ich auch überlegt. Habe aktuell aber so viel zu tun, dass es bei mir vermutlich nur rausgeworfenes Geld wäre.
In optimistischer Voraussicht habe ich für die nächsten beiden Semester aber nur zwei Module + Masterarbeit geplant.
Hat es von dort alles gut funktioniert?

Im AirBnb hat alles problemlos funktioniert, dort war das Internet auch schnell genug für Videokonferenzen mit Video und Bildschirm teilen. Im Hotel in das ich danach gezogen bin war es dagegen eher schwierig, da das Internet dort wohl von Brieftauben eingeflogen wurde und nur in den öffentlichen Bereichen halbwegs schnell war.

Sollten wir mal einen "Studenten unter sich" Thread aufmachen? :p

Und dann? Sollen wir dort über unsere Probleme klagen? ;)

Nein, nein. Da wird man dann nur wehmütig ;)

Eben.

Vielen Dank so weit, Azoren stehen auch schon länger auf meiner Liste. Freue mich auf die weiteren Teile!

Gerne! Freut mich dass es gefällt.
 

HDH Aviation

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25.02.2018
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17.06.2021

Nach einem Tag voller Internet-Aussetzern gestern geht es heute hier weiter. Am Donnerstagmorgen stand erstmal wieder um 8 Uhr eine Vorlesung an, Verkehrsnachfragemodellierung ist jedenfalls nichts was man sich erst kurz nach dem aufstehen antun kann, vor allem mit einigen komplizierten Rechnungen. Naja, irgendwann war diese Tortur dann auch vorüber und da heute Umzugstag war, habe ich auch nicht mehr viel unternommen, die restlichen paar Stunden habe ich meine Sachen gepackt und die restlichen Dinge gegessen die ich nicht mitnehmen konnte. Ich hatte am Vorabend mit dem Besitzer ausgemacht dass ich gehen kann wann ich will und so bin ich dann erst gegen 14 Uhr aus dem Haus raus, habe den Schlüssel in den Briefkasten an der Straße geschmissen und bin zu meiner neuen Unterkunft gefahren.

Für die letzten drei Tage habe ich mir das Hotel "Pedras do Mar" herausgesucht und gebucht. Als ich um 14:30 Uhr ankam konnte ich auch schon sofort einchecken und habe ein Zimmer im 2. (von 2) Stock mit Meerblick und Balkon bekommen. Einen Tisch im Frühstücksrestaurant musste man sich jeden Tag an der Rezeption reservieren, ich habe für Freitag 8:30 Uhr gewählt. Das Zimmer war sehr modern eingerichtet, das Fenster im Badezimmer war jedoch etwas gewöhnungsbedürftig.

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Da das Wetter, wie auf den Bildern zu sehen ist, (noch) nicht so gut war, blieb ich erstmal auf dem Balkon sitzen und habe versucht eine Verbindung mit dem Internet aufzunehmen. Da dies trotz richtigem Passwort nicht gelang, bin ich zurück ins Zimmer gegangen und dort habe ich dann zumindest zwei Balken bekommen. Etwa eine Stunde nach Ankunft bin ich dann auf Erkundungstour gegangen, nach einem Stopp im Restaurant des Hotels um einen Tisch fürs Abendessen zu reservieren, bin ich am Pool entlang zur Küste gegangen. Über eine kleine Treppe konnte man zu einem kleinen Fußweg an den Klippen herunterlaufen und dort bin ich etwa 500 Meter Richtung Westen gelaufen.

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Was ich auf dem Weg interessant fand ist, dass hier überall Bambus wächst, das war mir bisher gar nicht so aufgefallen. Zurück am Hotel habe ich dieses auch noch von außen abgelichtet.

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Nachdem ich mich im Zimmer noch etwas von den Strapazen des Spaziergangs erholt hatte, habe ich auf Google Maps noch einen Aussichtspunkt etwas weiter den Weg herunter gefunden. Da mittlerweile auch die Sonne herausgekommen ist und die Wolken verdrängt hat, bin ich nochmal losgelaufen. Nach gut 1,5 Kilometern kam ich dann am Ziel an, angeblich soll es hier einen Fels geben, der aussieht wie ein Schuh der aus dem Wasser ragt. Ich denke es ist der einzelne Fels gemeint, der hier etwas abseits der Küste steht.

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Oben an der Klippe war ein kleiner Rundgang angebracht, über den man gefährlich nahe am Abgrund rechts zum Meer und links in ein etwa 15 Meter tiefes Loch auf einen etwas vorgelagerten Felsen klettern konnte. Ich kann es jedenfalls nicht empfehlen dies nachzumachen. Trotzdem hatte man hier einen schönen Ausblick auf die umliegende Landschaft und die Nordküste der Insel.

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Da ich meine Reservierung für 19 Uhr hatte, und es mittlerweile nach 18 Uhr war und ich auch noch zurücklaufen musste und nicht völlig fertig im Restaurant sitzen wollte, ging es dann auch wieder zurück zum Hotel, wo ich auch 20 Minuten später wieder war.

Um Punkt 19 Uhr ging ich runter ins Restaurant wo ich einen Platz am Fenster mit Blick auf den Pool und in Richtung Osten erhalten habe. Für die Menükarte musste man einen QR-Code einscannen, dieser hat dann eine Seite mit der Karte im Internet geöffnet. Es gab auch noch eine Suppe des Tages, Fisch des Tages, Fleisch des Tages und Pasta des Tages.

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Ich habe mich für die Suppe des Tages entschieden, dies war eine Maissuppe mit Olivenöl und Basilikum verfeinert. Sehr lecker.

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Als Hauptgang habe ich mich für den Azoreansichen Thunfisch mit Süßkartoffelmatsch und Grillgemüse entscheiden, Medium gebraten war auch dieser echt lecker.

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Als Dessert gab es dann noch ein Schokoladenmuss mit Kekskrümeln und einem Chip aus Keine-Ahnung-Was-War-Aber-Süß und einer Kirsche. Auch sehr gut, hätte nur mehr sein dürfen ;)

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Gut gesättigt bin ich zurück aufs Zimmer um den Abend ausklingen zu lassen und bei Sonnenuntergang habe ich noch zwei Fotos von der Abendstimmung gemacht.

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Kurz darauf bin ich ins Bett gegangen, denn am nächsten Tag stand eine große Wanderung auf dem Plan. Darüber aber wahrscheinlich erst am Sonntag mehr.
 

B773ER

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19.11.2014
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DRS
Cooler Bericht und schöne Bilder! Die Azoren wären auch für mich mal eine interessante Destination.

Deine Anreise zum STR erinnert mich daran, wie ich auch mal den Fehler beging, nachdem ich meiner Schwester einen Umzugstransporter nach HDH gefahren hatte, von dort unten aus mit der Bahn zum Flughafen nach Stuttgart zu fahren. Gefühlt auf den ersten paar Bahnkilometern 100 mal umsteigen und so richtig pünktlich war das auch alles nicht. :LOL:
 

HDH Aviation

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25.02.2018
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Cooler Bericht und schöne Bilder! Die Azoren wären auch für mich mal eine interessante Destination.

Deine Anreise zum STR erinnert mich daran, wie ich auch mal den Fehler beging, nachdem ich meiner Schwester einen Umzugstransporter nach HDH gefahren hatte, von dort unten aus mit der Bahn zum Flughafen nach Stuttgart zu fahren. Gefühlt auf den ersten paar Bahnkilometern 100 mal umsteigen und so richtig pünktlich war das auch alles nicht. :LOL:
Dankeschön, ich kann zumindest São Miguel wärmstens empfehlen! Eigentlich ist das gar nicht so kompliziert von hier nach Stuttgart zu kommen, man muss eigentlich nur in Aalen oder Ulm einmal umsteigen. Wenn man aber zum Flughafen möchte wird es schon komplizierter, das stimmt. Da wäre es schön, wenn Stuttgart 21 schon da wäre und man ab Ulm in 30 Minuten am Flughafen sein kann.
 

HDH Aviation

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25.02.2018
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18.06.2021 Teil 1/2

Wie bereits angekündigt ging es heute auf große Wanderschaft, im Internet hatte ich einige Route herausgesucht und mich dann schlussendlich für die um den Lagoa das Furnas entschieden. Bevor es jedoch damit losgehen konnte, musste ich erstmal etwas essen. Frühstück hatte ich ja für 08:30 Uhr reserviert und so war ich etwa eine Stunde vorher wach. Etwas gewöhnungsbedürftig war es aber dann im Frühstücksraum im Keller: Dort war ein ganz normales Buffet aufgebaut, man musste jedoch jedes Mal wenn man losgeht ein neues Paar Plastikhandschuhe anziehen und die Hände desinfizieren. Die Mischung Plastikhandschuhe/Desinfektionsmittel/große Hände hat mich dann dazu bewegt, so wenig wie möglich aufzustehen. Auf dem Weg zurück ins Zimmer habe ich dann noch an der Information nachgefragt, ob die vielleicht wissen wo auf der Insel man einen Coronatest für die Rückreise durchführen lassen kann. Da dies mit der Aussage, dass sie selber Probleme haben für Mitarbeiter Tests zu bekommen, verneint wurde und ich von einem Labor auf der Insel bereits per Mail eine Absage für Samstagmorgen bekommen hatte, rief ich dann zurück im Zimmer bei einem weiteren an, von dem ich keine Antwort bekommen hatte. Irgendwie habe ich es dann trotz Sprachbarriere geschafft der Dame am anderen Ende der Leitung zu verklickern, dass ich für Samstagmorgen gerne einen Antigentest hätte. Nachdem bei der Bestätigung der Uhrzeit meinerseits aus "Nine thirty?" ein "Nine o'clock!" wurde, war das Gespräch dann auch irgendwann beendet und ich konnte aufbrechen.

Damit ich dann am Samstag nicht wie blöde durch die Gegend fahre und die Klinik suche, habe ich auf der Hinfahrt einen kleinen Umweg über Ponta Delgada gemacht und mir die genaue Position gemerkt. Ich wusste von der Website zwar den ungefähren Ort, dort stand aber leider keine Adresse dabei. Nachdem ich dann zweimal die Straße auf und ab gefahren war und dabei auch einem Google Streetview Kameraauto hinterhergefahren bin, hatte ich die Klinik entdeckt. In einer Nebenstraße stellte ich dann Maps auf das eigentliche Ziel ein und fuhr los. Eine knappe Stunde später kam ich dann auch am Zielort an, der Parkplatz am südlichen Ende des Sees. Und da die Schranken nicht funktionierten konnte man sogar gratis darauf parken. In meinen Rucksack habe ich noch 4 0,5l Wasserflaschen gepackt, Proviant hatte ich schon im Hotel eingesteckt, und es konnte losgehen. Ungefähr die ersten zwei Kilometer ging es über eine Pflasterstraße entlang des Sees. Erstes Ziel war die kleine Kirche am Ufer.

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Anschließend ging es noch weiter über die Pflasterstraße bis zum noch geschlossenen "Monitoring and Research Center of Furnas" und in dessen Nähe war ein kleiner Abzweig nach links in den Urwald, wo anscheinend einer der größten Bäume seiner Art stehen sollte. Da aber leider nirgends ein Schild stand, wo der Baum denn genau ist, habe ich hier einen Beispielbaum.

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Nach diesem kurzen Abstecher ging es noch etwas weiter entlang des Pflasterwegs an einigen Grundstückseinfahrten, eine besonders schöne habe ich auch abgelichtet, die Datei ist nur leider viel zu groß zum hochladen...
Kurz darauf ging der Pflasterweg in einen Schottere über und durch einen dichten Bambuswald hindurch, bevor man wieder entlang des Ufers weitergehen konnte.

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Vorbei an Wasserfällen, Bäumen und Blumen ging es die nächsten zweieinhalb Kilometer Richtung Norden, immer etwas oberhalb des Ufers.

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Am Ende dieses Wegs war ein etwas größerer Wasserfluss, den man entweder so durchqueren konnte oder über circa ein dutzend Betonblöcke, die als Art Brücke über das Wasser fungiert haben. Bevor ich diese Stromschnellen durchquert habe, habe ich noch darauf gewartet, dass eine Entenfamilie sicher queren konnte, da hat sich jetzt gerächt, dass ich nur mein Telefon zum fotografieren dabei hatte und nicht meine Kamera mit 400mm Objektiv.

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Den Grund für diese plötzliche Infrastruktur sollte ich dann auch schnell erriechen und etwas später auch sehen können: Die Caldeiras da Lagoa das Furnas. Einige heiße Quellen, in denen hiesige Lokale ihr Essen drin kochen und die nach Schwefel gestunken haben. Dass hier Maskenpflicht war, hat die Sache doch um einiges angenehmer gemacht, durch meine FFP2-Maske war der Gestank nur noch ganz schwach wahrnehmbar.

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Entlang des kleinen Besucherzentrums, das hier aufgebaut wurde und weiter entlang der asphaltierten Zufahrtsstraße ging ich langsam wieder zurück zum Parkplatz.

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Entlang der Hauptstraße war ein kleiner Fußweg aus den typischen roten Schottersteinen angebracht, die hier überall anzutreffen sind.

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Und weil ich es so schön fand, hier ein Hanggrundstück mit Blick über den See.

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Ab hier waren es noch ungefähr 1,5 Kilometer zu gehen und so langsam fing ich an meine Lebensentscheidungen die mich hierhin gebracht hatten zu bereuen und sehnte das Auto mit Klimaanlage herbei, denn die paar Bäume am Straßenrand brachten nicht so viel Schatten wie ich gehofft hatte. Nichtsdestotrotz hatte ich es dann doch irgendwann geschafft und war dies auch, als ich zurück am Parkplatz war. Noch zwei Bilder von der Zielgeraden.

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Wie es weiter geht? Das kommt im nächsten Teil morgen.
 

HDH Aviation

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18.06.2021, Teil 2/2

Auf dem Rückweg zum Parkplatz bin ich an einer Kreuzung vorbeigekommen, an derer ein Schild einen weiteren Miradouro angekündigt hat. Von der Wanderung etwas im Auto bei Klimaanlage erholt bin ich den Kilometer zur Kreuzung gefahren und ab dort immer den Schildern hinterher. Zuerst ging es über einen asphaltierten Feldweg entlang von Kuhwiesen und einen weiteren Kilometer später musste man leicht links abbiegen und dann ging es wieder ordentlich steil nach oben.

Oben angekommen war ein kleiner Parkplatz um einen Funkmasten angelegt und ich war mal wieder alleine hier oben. Man hatte eine wunderbare Aussicht auf das unter einem liegende Tal und Furnas selbst und so habe ich hier oben noch für etwa 10 Minuten die Aussicht und Ruhe genossen.

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Anschließend setzte ich mich wieder ins Auto und fuhr durch Furnas, wo ich erstmal eine ganze Rentnergruppe die einfach so auf der Straße gelaufen ist aus dem Weg hupen musste, und über die Küstenstraße im Norden zurück zum Hotel. Zurück im Hotel habe ich erstmal an der Rezeption Frühstück für 8 Uhr reserviert und danach im Restaurant wieder einen Tisch für 19 Uhr am Abend reserviert. Zurück im Zimmer habe ich dann auch noch das Freie Training 2 der Formel 1 geschaut und mir danach auf Google Maps die nähere Umgebung in Richtung Westen angeschaut und nach weiteren Zielen durchstöbert. Als ich mich dann irgendwann auf ein Ziel festgelegt hatte bin ich wieder runter zum Auto gelaufen und wurde auf dem Weg dorthin noch von dem Herrn gestoppt, den ich am Morgen nach einem Coronatest gefragt hatte. Er wollte wissen ob ich fündig wurde und zu seinem Erstaunen bejahte ich das. Nach diesem kurzen Schwätzchen fuhr ich dann auch gen Westen los.

Zuerst hatte ich einen Parkplatz an der Küste herausgesucht, nur leider war die Zufahrt dorthin durch eine Baustelle blockiert und da ich dort nicht hinauf laufen wollte, habe ich am Straßenrand kurz angehalten und wenigstens von hier unten ein paar Fotos gemacht.

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Ich bin dann noch die Straße hinuntergelaufen, doch unten gab es nichts besonderes mehr. Zurück im Auto wollte ich den Motor starten, doch ich hatte das Lenkrad so ungünstig eingerastet, dass ich nicht gleichzeitig das Lenkradschloss entriegeln und den Motor starten konnte. Nach einigen Verrenkungen und am Lenkrad reißen habe ich es dann doch irgendwie geschafft den Motor anzumachen und fuhr rückwärts zur Einfahrt zurück, da ich keine Lust auf eine 10-Punkt-Wendung unten an der Straße hatte.

Im weiteren Verlauf bin ich noch an einer Tankstelle vorbeigekommen, und da die Nadel sich langsam dem roten Bereich näherte und die Reichweitenanzeige auch auf 120km herunter war, habe ich dort angehalten. Über die gesamte Woche die ich dort war hat der Liter Benzin genau 1,50€ gekostet und bei genau 48€ wurde der Tankvorgang gestoppt und ich habe noch die 50€ vollgemacht. Nicht weit hinter der Tankstelle war dann auch der Endpunkt des nachmittäglichen Ausflugs erreicht.

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Ich wäre gerne noch zu der Windmühle, deren Spitzen man im letzten Bild noch erkennen kann, heruntergefahren, doch auch dort war leider die Zufahrt versperrt und so bin ich dann ohne Stopp wieder zurück zum Hotel gefahren. Den restlichen Nachmittag verbrachte ich dann mit ein bisschen Gis und Das im Hotelzimmers bevor ich um 19 Uhr wieder runter ins Restaurant gelaufen bin.

Mir wurde wieder der gleiche Platz zugewiesen und nachdem wieder die gesamten Gerichte des Tages vorgetragen wurden bestellte ich mir eine Cola und scannte wieder den QR-Code für die Karte. Ausgewählt habe ich mir den Cesar's Salad, dieser war auch gut, nur wer auf die Idee kam das halbe Dressing auf dem Tellerrand zu verteilen gehört geschlagen.

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Als Hauptgang hatte ich mir das Sirloin Steak herausgesucht, dazu gab es einen Eimer mit frittierten Kartoffelecken und Gemüse. Auch das mit dem Medium darf der Koch gerne nochmal üben, da es aber trotzdem noch gut essbar war hab ich nichts gesagt.

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Als Dessert habe ich noch das Eis des Tages bestellt, heute war es Zitrone. Eis ist Eis ist Eis, mehr muss ich dazu glaube ich nicht sagen.

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Als ich dann fertig war, versuchte ich gute 20 Minuten jemand vom Personal auf mich aufmerksam zu machen um zu bezahlen. Irgendwann hatte ich auch das geschafft und bin gut gesättigt wieder aufs Zimmer zurück. Gegen 22 Uhr habe ich dann wieder Licht aus gemacht und den Wecker auf 07:30 gestellt.