Eine Woche Neapel & Umgebung - Erfüllung eines Traums meines Vaters

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rxphl

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22.02.2024
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Heidelberg
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Prolog
Guten Abend liebes Forum,
ich möchte euch gerne auf eine kürzlich beendete Reise mitnehmen, die ich mit meinem Vater unternehmen durfte. Da ich allerdings aktuell viel zu tun habe, verzeiht es mir, wenn ihr auch mal ein paar Tage auf den nächsten Teil des Berichts warten müsst - ich hoffe, man verzeiht es mir.

Normalerweise bin ich mit meinem Vater jeden Sommer für 10 bis 14 Tage ins Wallis gefahren. Dort sind wir Miteigentümer einer Hütte, haben mittlerweile einen Stammplatz auf einem Campingplatz und quasi einen zweiten Sozialkreis vor Ort, da wir auch im Winter dort zum Ski fahren hin pendelten. In den letzten Jahren haben wir die Reise gern auch modifiziert mit Aufenthalten in Bünden oder in Frankreich.
Letztes Jahr zog ich mir allerdings im Mai eine schwerwiegende Knieverletzung beim Sport zu, weshalb wir uns stattdessen eine knappe Woche Paris zusammen anschauten, da ein Wander- und Bikeurlaub drei Monate nach der Verletzung einfach nicht möglich gewesen wäre und ich noch nie in der französischen Hauptstadt gewesen war und der letzte Besuch meines Vaters schätzungsweise 40 Jahre zurück lag.
Obwohl sich die Genesung des Knies eigentlich gut entwickelte, stellte sich etwa ein Jahr nach der Verletzung heraus, dass leider eine Operation notwendig war, weil sich im Knie einige Fremdkörper befanden, welche ein erhebliches Risiko darstellten. Daher war klar, dass auch heuer kein Urlaub in der Schweiz möglich war, eröffnete mir mein Vater zwei Alternativen: Entweder der Besuch des Goodwall Festival of Speed in Südengland oder eine Woche Neapel samt Vesuv und Pompeii. Mein Vater ist Geologe und hegt dementsprechend ebenfalls ein Interesse für Vulkane aller Art, womit man um Neapel bestens bedient wird. Wenn ihr den Titel richtig gelesen habt, wisst ihr ja, wie meine Entscheidung ausgefallen war. Ein nicht unerheblicher Aspekt dabei war die Tatsache, dass ich seit meinem erstem Flug im Jahre 2008 nie wieder zusammen mit meinem Vater geflogen war, wobei meine Erinnerung an den Flug vor über 15 Jahren durchaus schwammig war und nach wie vor ist. Zudem hatte ich wenig Lust auf eine lange Autofahrt nach England (Gatwick wird weder von Frankfurt oder Stuttgart in 2024 bedient; andere Flughäfen sind einfach zu weit weg vom Ort des Geschehens) und auf britisches Wetter konnte ich ehrlicherweise auch verzichten.

Glücklicherweise beauftragte mein Vater mich mit dem Grossteil der Planung des gesamten Trips; vom genauen Datum über die Flüge und Hotels zu den Aktivitäten, etc.). Einzige Vorgabe war der Zeitraum Ende August/Anfang September 2024 und diverse Sachen, die mein Vater unbedingt sehen wollte. Mit dem vorgegebenen Reisezeitraum machte ich mich zuallererst auf die Suche nach den Flügen. Zur Auswahl standen als Abflughafen Frankfurt und Stuttgart, da wir sehr zentral dazwischen wohnen und beide Airports tägliche Direktflüge im Programm haben. Eigentlich favorisierte ich den STR für den Abflug, da man von hier aus etwas schneller dort ist und ich heuer schon einige male ab Frankfurt geflogen war, Stuttgart aber immer aussen vor war, da meist der Preis nicht stimmte. Und auch dieses Mal sollte sich dies wiederholen. Die günstigen Flüge mit 6-8 Tagen Aufenthalt fand ich knapp zehn Wochen vor dem geplanten Start für sage und schreibe 240€ pro Person im Basic Tarif! Ab Frankfurt, von wo aus es meist drei tägliche Flüge nach Kampanien gibt, fand ich Flüge von der Lufthansa zu optimalen Zeiten (Vormittags hin, abends zurück) für 190€ im Light Tarif, welcher bereits ein Handgepäck beinhaltet. Selbst inklusive Sitzplätzen lag ich so bei unter 220€ pro Person, was ich als sehr fair empfunden habe. Nach kurzer Absprache mit meinem alten Herren buchten wir folgende Flüge für uns beide:

28.08.24 LH334 FRA-NAP 10:10-12:10
04.09.24 LH323 NAP-FRA 18:45-20:55

Ohne gross abzuschweifen muss ich an dieser Stelle über den Flughafen Stuttgart und dessen bekannte Probleme herziehen. Die gebotene Leistung steht oft in keinem Verhältnis zu dem geforderten Preis, vor allem, wenn Eurowings mal wieder die einzige Option ist. Natürlich viel der Reisezeitraum auf die örtlichen Sommerferien, aber auch Ende September wurden die gleichen überzogenen Preise aufgerufen. Wenn man schon im Bermuda-Dreieck ist, muss man sich natürlich nicht wundern, wenn alle Flughäfen um einen herum ein flexibleres, besseres und günstigeres Angebot bieten, obwohl Frankfurt, München und Zürich für alles ausser billige Direktflüge mit der Heimatairline bekannt sind. Naja, vielleicht wird es ja 2025 wieder etwas zwischen mir und dem Stuttgarter Flughafen, wer weiss…

Aber genug geschimpft: Die Übernachtungen wurden auch in meine Hand gelegt. In Neapel plante ich vier Nächte und irgendwo ausserhalb noch einmal drei. In der Hauptstadt der Pizza fand ich zuerst rund um den Hauptbahnhof „Porta Garibaldi“ einige schöne und günstige Domizile. Nach einiger Recherche sowie Rücksprache mit einem in Catania lebenden Bekannten verabschiedete ich mich allerdings wieder recht schnell von dieser Idee, da die Region um den Bahnhof für alle falschen Sachen bekannt ist: Obdachlosigkeit, Kriminalität, Müll, Gestank. Daher setzte ich den Fokus auf die westliche Innenstadt und fand dort ebenfalls nette Unterkünfte, wenn auch ein paar Euro teurer. Letztendlich buchte ich ein Appartement in einem Komplex namens „Maison Arena“ nahe der U-Bahn Station Dante. Ausserhalb der Stadt favorisierte mein Vater zuerst eine Unterkunft nahe Pomeiis, allerdings fand ich den Ort abgesehen der Ruinen etwas Reizlos und fand stattdessen ein kleines B&B in einem kleinen Tal nahe Castellammare di Stabia mit Pool und Blick auf den Vesuv für einen sehr guten Kurs, weshalb ich hier recht schnell zugeschlagen hatte.

Neben den beiden Unterkünften suchte ich noch für die drei Tage, welche wir ausserhalb der Stadt verbringen wollten, einen Mietwagen heraus. Ich wurde nach längerer Suche bei Thrifty fündig und buchte nach einigen Schwierigkeiten mit der Internetseite per Telefon das Auto ab der Mietwagenstation am Flughafen der Stadt. Dazu war recht früh klar, dass von Neapel aus ein Tagesausflug nach Rom anstand. Ich war vor knapp zehn Jahren bereits in der Stadt gewesen, mein Vater allerdings war noch nie in dieser Gegend von Italien unterwegs und hatte dementsprechend grosses Interesse daran, die grösste Stadt Italiens für einen Tag unsicher zu machen. Daher buchte ich noch Tickets für einen Hichgeschwindigkeitszug auf der Strecke Neapel-Rom, wo dieser die über 200km in etwas über einer Stunde zurückgelegt. Und es wird noch besser: In Italien hat es neben der staatlichen Trenitalia (Pendant zu DB/SBB/ÖBB) auch einen privaten Anbieter von Schnellzügen namens Italo, welcher in Konkurrenz unterwegs ist. Dies führt dementsprechend zu sehr kompetitiven Preisen auf den Relationen, wo beide Anbieter Leistungen anbieten, weshalb wir letztendlich für etwas über 15€ pro Person und Strecke den Italo für unsere Zwecke buchten.

Es ist also angerichtet für einen schönen Vater-Sohn Urlaub. Einige Leute in meinem Alter würden sich wohl nicht mehr auf einen Urlaub mit den Eltern einlassen. Allerdings lernt man dann den Luxus kennen, wie entspannt ein Urlaub doch sein kann, wenn man selber nicht für die Kosten aufkommen muss, sondern einfach mal wieder ein paar Tage geniessen kann, ohne sich andauernd Gedanken um den Preis von allem möglichen den Kopf zu zerbrechen und ob es dieser tatsächlich wert ist. Ich bin seit dem ich 13 Jahre alt bin regelmässig ohne Eltern im Urlaub und geniesse auch das und liebe genau so die Vorzüge des Reisens mit Freunden oder gar alleine.
Ich hoffe also, dass ihr gespannt seit auf Tolle Erlebnisse, nicht so tolle Erlebnisse, aber vor allem ein paar unvergesslichen Tagen, die ich in den kommenden Tagen (oder möglicherweise Wochen) mit euch teilen werde! Und damit wünsche ich schon im voraus viel Spass beim lesen :)
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cktest

Reguläres Mitglied
14.11.2022
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Ich bin gespannt auf den Bericht. Ich verstehe allerdings das Argument mit den Londoner Flughäfen nicht. Gibt es von Gatwick irgendeine Form von "public transport" nach Goodwood (ich nehme an, Dein Vater wollte das Goodwood Festival of Speed besuchen), und von Heathrow nicht? Mit dem Mietwagen unterscheiden sich die Fahrzeiten lt. Google Maps gerade eben nur um 20 Minuten, und sie sind insgesamt mit einer Stunde bzw. einer Stunde und 20 Minuten recht überschaubar.
(Ich hätte aber auch Neapel bevorzugt ;))
 
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rxphl

Reguläres Mitglied
22.02.2024
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Tag 1: Anreise nach Neapel
Der Anreisetag begann für mich wie so viele Reiseabenteuer viel zu früh am Morgen. Obwohl ich schon alles gepackt hatte, läutete das Handy um zwanzig nach sechs schon zum vierten Mal. Nach dem mehr oder minder erfolgreichen Aufstehen schnell einen Kaffee runter gespült, bevor mein Vater und ich um zwanzig vor sieben ins Auto schwingen und uns auf den Weg nach Frankfurt machen. Selbst das ist für mich ein Luxus, wenn ich Flugreisen antrete: Meine Mutter will aus Umweltbedenken seit mehreren Jahren nicht mehr fliegen und mit meinem Vater ist irgendwie seit dem ich drei bin nie dazu gekommen, dass wir zusammen in den Urlaub fliegen, da wir sonst immer mit dem Auto oder auch mal Zug unterwegs waren.

Wenigstens ein bisschen entschädigt hat dieser Blick für den wenigen Schlaf: IMG_9757.jpeg
Auf dem Foto kommt es vermutlich nicht ganz rüber, aber die Alte Brücke in meiner Heimatstadt Heidelberg strahlte an diesem Morgen wirklich besonders schön im Morgenlicht.
Es war zwar recht voll auf der Autobahn, aber gegen 7:50 Uhr erreicht wir den Frankfurter Flughafen. IMG_9758.jpeg
Nachdem das Auto abgegeben war, ging es für uns beide durch die Check-In Halle T1A direkt zur Sicherheitskontrolle. IMG_9760.jpeg
Dort hatte ich eigentlich versucht, per FRA SmartWay einen Slot zu reservieren, allerdings war die Buchung komplett sinnlos, da mir nur Slots zwischen 4:40 Uhr und 7:15 Uhr angezeigt wurden, danach gab es nur noch einen Termin eine Viertel Stunde vor Boarding, was die Sache ziemlich sinnlos für uns machte.
Eigentlich auch egal, um diese Zeit ist am Frankfurter Flughafen im Terminal normalerweise eh wenig los an den Kontrollen, was sich auch diesmal wieder bewahrheiten sollte, da wir in der Normale-Line keine fünf Minuten trotz Doppelkontrolle eines Koffers brauchten.

Das Gate für unseren Flug nach Kampanien war A50, das vorderste im A-Plus Bereich des Terminals 1. Daher gab es noch ein gemütliches Frühstück mit Croissant und Cappuccino im kleinen Foodcourt nach dem Duty-Free, wo sich der Bereich A trennt.
Leider befinden sich an den Fenstern dort nervige Linien, die das fotografieren unmöglich machen, aber wenigstens den Blick aus gewisser Entfernung nicht komplett irritieren. IMG_9761.jpeg
Da wir recht gemütliche Plätze hatten, blieben wir bis etwa 15 Minuten vor dem Boarding im Café sitzen, da das Gate ja eh um die Ecke war.

Am Gate angekommen begrüsste uns natürlich ein A340-600 nach Seattle, was für uns bedeutete, dass es wenig überraschend eine Aussenposition gab. IMG_9763.jpeg
Das Boarding verlief typisch für Lufthansa sehr geordnet und schnell. Die Busfahrt zum heutigen A320 verlief dem entgegen alles andere als schnell, da unser Flugzeug so weit weg wie möglich geparkt war; hinter dem Terminal 2, von wo normalerweise viele Dolomiti Embraer aus nach Norditalien und Nicht-Norditalien starten.
Auf der langen Busfahrt gab es natürlich einiges zu sehen, zum Beispiel diese China Airlines Boeing 777-300ER mit einer Speziallackierung, welche zur Hälfte die Werksfarben der Amerikaner trägt. IMG_9767.jpeg

Nach rund acht Minuten Fahrt waren wir endlich am Flugzeug angekommen, einem Airbus A320 mit der Kennung D-AIZB. Ursprünglich sollte dieser Flug mit einem A321 geflogen werden, was allerdings vier Wochen vor Abflug geändert wurde. Für uns beide gab es jeweils Fensterplätze mit 22A und 23A, da wir beide gerne das Panorama geniessen. Eben wir der Vater, so der Sohn… IMG_9770.jpeg

Kurz nachdem das „Boarding Completed“ durch den nahezu ausgebuchten Flieger hallte, meldete sich der Kapitän mit der erfreulichen Botschaft, dass sich unser Start um etwa 25 Minuten verzögern sollte, da über dem tyrrhenischen Meer aktuell ein schweres Unwetter tobte, weshalb der Luftraum über Neapel aktuell überlastet sei.

Nach Knall 30 Minuten Stillstand auf der Parkposition begann endlich der Pushback und wir rollten langsam zur 18.
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Dabei hob gerade eine 777 von Qatar Airways nach Doha ab. IMG_9779.jpeg
Nach dem erfolgreichen Start nach Süden gab es tatsächlich für mich zum allerersten Mal keine Links- oder Rechtskurve, weshalb ich zum ersten Mal die Gelegenheit hatte, meine Heimat aus der Luft zu sehen, welche passenderweise links unserer Flugroute lag. IMG_9781.jpeg
Danach ging es Richtung Bodensee und über die Schweiz nach Italien über die Alpen, welche jedesmal die 14€ für die Sitzplatzreservierung bei Carsten oder seinen Lemmingen rechtfertigen. Wer das folgende italienische Skigebiet, welches ich im vergangenen Winter noch besucht habe, bekommt ein Keks von mir oder so als Belohnung? IMG_9787.jpeg
Kurz danach war auch schon der Onboard-Service vorbei - und ja, ihr wisst ja alle, was dieser in der Eco in 2024 (noch) beinhaltet:
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Für so einen Flug um die zwei Stunden ist das komplett in Ordnung, bei der Konkurrenz gibts teilweise gar nix mehr. Wenn man wieder kostenlose Heiss- und Softgetränke einführt, wären schon alle meine Wünsche erfüllt; vielleicht kehren diese ja bald wieder zurück. Übrigens finde ich, dass die Lufthansa aufgrund des FlyNet samt Streaming und vor allem Live-Karte aktuell den restlichen Legacy-Carriern voraus ist. Aber nur mein persönliches Empfinden, fliegt oder nörgelt mit oder über wen ihr wollt :)

Nach einer halben Stunde dösen waren wir auch schon im Anflug auf Neapel. Da Aufgrund des Gewitters aber immer noch viel los war, musste wie eine grosse Schleife, zuerst über den Flughafen und die Stadt, dann ein Stück ins Hinterland, fliegen, was aber wieder für tolle Blicke sorgte. IMG_9791.jpeg
Im Final Approach hatten wir von der linken Seite aus ebenfalls einen schönen Blick auf den Vesuv, den wir noch öfter zu Gesicht bekommen sollten. IMG_9794.jpeg
Kurz bevor wir die Parkposition erreichten, sah ich, das an diesem Mittwoch Mittag eine kleine Kranichparty in Neapel war. Neben einer Maschine aus München, welche planmässig hier sein sollte, stand daneben ein A321, welche am Vorabend aus mir unbekannten Gründen hier gestrandet war. IMG_9797.jpeg
Das Aussteigen aus dem Airbus ging sehr schnell, wobei in Neapel keine Fluggastbrücken existieren, was in diesem Fall aber keinerlei ein Nachteil ist: IMG_9805.jpeg
Nach einem kurzen Stopp auf dem WC Ging es für uns vorbei an den Gepäckbändern raus in die Taxi-Schlange. Um dort hinzukommen, mussten wir erst äusserst seriöse Mitbewerber abwimmeln, die sicher nichts Böses im Schilde führten. Leider hat der Flughafen von Neapel trotz seiner stattlichen Grösse und der Nähe zum Zentrum keine Schienenanbindung, allerdings ist eine Erweiterung der bestehenden Metro-Linie in Bau.

Der uns zugeteilte Taxifahrer fuhr sehr „napoletanisch“. Geschwindigkeitsbegrenzungen, Spur halten oder Sicherheitsabstand sind in diesem Teil von Italien absolute Fremdwörter. Immerhin waren wir nach 15 Minuten am Appartment in der Innenstadt, was man mit einem menschlichen Fahrstil wohl niemals geschafft hätte. Die uns abgeknöpften 25€ für die Todesfahrt waren nach meinem Empfinden ein paar Euro zu viel, aber soll’s drum.

Nach ein paar Minuten Verwirrung hatten wir endlich den Eingang zu unserem Domizil gefunden und waren nach dem erfolgten Check-In 58 Minuten nach Touchdown auf dem Zimmer; inklusive abrollen, aussteigen, pinkeln, Taxi fahren, verwirrt sein und einchecken. Sehr sehr guter Wert, was aber vor allem durch die zentrale Lage des Flughafens und dessen kurze Wege begünstigt wurde.

Der Blicks aus dem Appartement war zwar keineswegs etwas besonderes, man war einfach mitten drin in Neapel. IMG_9809.jpeg
Nach einem ersten kurzen Spaziergang zu einem nahegelegenen Supermarkt, um eine Grundversorgung an „Bibite“ und Snacks zu schaffen, ging es für uns auf eine grössere Runde durch die Altstadt von Neapel IMG_9815.jpeg
In der Nähe unserer Wohnung

Dabei kamen wir zuerst am Piazza Dante vorbei, welcher seinen Namen einer sich hier befindlichen Statue zu verdanken hat. IMG_9816.jpeg
Wie dieses Halbkreis-förmige Gebäude heisst und welchen Zweck es heute erfüllt, konnte ich weder vor Ort noch jetzt in Erfahrung bringen.
Danach ging es durch einen Büchermarkt und kleine Gässchen in Richtung einiger Restaurants, welche uns beim einchecken empfohlen worden waren. IMG_9821.jpeg
Beim bummeln durch die Strassen eröffneten sich links und recht immer wieder kleine Gässchen, oft mit einer Passarelle überspannt, unter welcher sich meist Verkaufsflächen befanden, welche, wie später verdeutlicht, allerhand interessante Produkte anbieten. IMG_9824.jpeg
Zum zu diesem Zeitpunkt verspäteten Mittagessen (oder verfrühten Abendessen?) Ging es für uns in die Pizzeria Donna Sofia. Wir waren ehrlicherweise einfach froh, dass überhaupt Restaurants zu dieser Zeit eine warme Küche anbieten. Umso mehr hat dann die erste neapolitanische Pizza von vielen innerhalb der nächsten Woche geschmeckt. IMG_9826.jpeg
Ganz in der Nähe des Restaurants zeigte sich, dass eine bestimmte Person hier in Neapel einen Sonderstatus geniesst, welcher seines gleichen sucht: IMG_9829.jpeg
Diego Maradona war einer der bekanntesten und erfolgreichsten Fussballspieler jemals, welcher grosse Teile seiner Karriere beim SSC Napoli verbracht hat. Dass ein erfolgreicher Spieler bei einem Verein einen Legendenstatus besitzt ist lange nichts aussergewöhnliches; dass die komplette Stadt einen menschlich fragwürdigen Charakter so in den Himmel lobt, hatte ich so nie erwartet noch sonst wo gesehen. An Tag drei gibt’s mehr dazu…

Im Anschluss daran machten wir noch einen Abstecher zum Dom von Neapel. Dieser ist zwar eindrucksvoll, keine Frage, kann allerdings recht offensichtlich mit seinen Kollegen in Mailand oder Florenz mithalten. IMG_9831.jpeg
Dafür ist der Eintritt kostenlos und das Gebäude keineswegs so überlaufen wie seine Pendants weiter nördlich.

Besonders ins Auge gefallen ist mir eine Kapelle rechts des grossen Kirchenschiffes, welche durch eine hohe, kreisrunde Kuppel beeindruckte. IMG_9833.jpeg
Leider war es in der Kirche entgegen aller Erwartungen alles andere als kühl. Draussen waren es mittlerweile 33 Grad und die unzähligen versiegelten Flächen in der Altstadt von Neapel taten dabei ihren Rest. Es war natürlich Schutz vor der Sonne gegeben, diesen gab es aber auch in vielen der engen Gässchen. Dafür war es unglaublich stickig in dem Gebäude, was den Genuss der reizvollen Architektur teilweise erschwerte. IMG_9835.jpeg IMG_9832.jpeg

Nachdem wir (endlich) die Kirche verlassen hatten, ging es wieder westwärts durch das historische Zentrum ganz langsam dort hin, wo auch unsere Unterkunft lag. Dabei habe ich eine durchaus interessante Entdeckung an einem der zahlreichen Stände gemacht, wie vorhin schon angedeutet: IMG_9838.jpeg
Dieses Klopapier sah ich im Laufe des Urlaubs übrigens noch an mehreren anderen Shops in Neapel, allerdings auch ausserhalb und selbst in Rom.

Danach kamen wir in diese schöne Gasse, welche ich euch natürlich nicht vorenthalten will: IMG_9843.jpeg
Kurz dahinter bot sich für mich die Möglichkeit, die Napoleaner und Touristen darin aufzuklären, wo es tatsächlich noch schöner ist wie hier. IMG_9845.jpeg

Im Anschluss bummelten wir eine knappe Stunde durch die Altstadt umher, bevor mein Vater nach einem Aperol Spritz rief, welcher in dieser Stadt an wirklich jeder Strassenecke angeboten wird. IMG_9850.jpeg
Bei zwei Gläschen Aperol Spritz beobachteten wir die Szenerien in der Altstadt und wie die Sonne sich langsam verabschiedete.

Währenddessen zog der Himmel leider zu und diverse (nicht sehr akkurate) Wetterapps prophezeiten schwere Gewitter innerhalb der nächsten Minuten. Da mein Vater, welcher mit seinen 66 Jahren auch nicht mehr der allerjüngste ist, langsam schlapp war, traten wir den Heimweg Richtung Hotel an. IMG_9857.jpeg
Dort angekommen ging es erstmal unter die Dusche, da die ganze Lauferei bei der örtlichen Hitze ihre entsprechenden Folgen hatten.

Im Laufe des Abends knurrte mir noch einmal der Magen und so machte ich mich alleine auf, mir in Verbindung eines Nachtspaziergangs eine Kleinigkeit zu essen zu holen.
Eigentlich war mir nach einem einzelnen, grossen Pizzastück, wie ich sie tagsüber an jeder Ecke angeboten bekommen habe, nun waren alle diese Läden zu.
Daher gab es noch einen Chickenburger für mich an diesem Abend; italienische Küche würde ich in den kommenden Tagen wohl noch genug haben.

Während des Verdauungslaufes durch die Gassen landete ich kurz im spanischen Viertel der Stadt, wo ich diese anscheinend recht bekannte Strasse zufällig entlang lief: IMG_9861.jpeg
Die Kamera meines iPhones ist leider nicht mehr das, was sie einmal war, aber lasst es euch sagen, in echt schaut das ganze hier deutlich besser ein wie auf diesem Schnappschuss.

Danach war auch ich ziemlich müde; und immerhin stand für den nächsten Tag ein erneutes frühes aufstehen an, da es morgen bereits mit dem Zug in die Hauptstadt gehen sollte. Gegen Mitternacht war ich schlussendlich im Bett und konnte meinen wohlverdienten und dringlich gebrauchten Schlaf antreten.
 

globetrotter11

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07.10.2015
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CPT / DTM
Danach ging es Richtung Bodensee und über die Schweiz nach Italien über die Alpen, welche jedesmal die 14€ für die Sitzplatzreservierung bei Carsten oder seinen Lemmingen rechtfertigen. Wer das folgende italienische Skigebiet, welches ich im vergangenen Winter noch besucht habe, bekommt ein Keks von mir oder so als Belohnung? Anhang anzeigen 267092
Ich würde auf San Nicolo tippen....
 

Fee44

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22.04.2022
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Ja, Maradona wird da unten verehrt wie ein Heiliger (der er ja nun wirklich nicht war ;) ). Ich habe ihn mal spielen sehen. Ende der 1980er im Bremer Weserstadion :yes:
 
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cockpitvisit

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04.12.2009
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Toller Reisebericht, ich freue mich auf die Fortsetzung (und hoffentlich auf Reise-Ideen in und um Neapel). In einer Woche kann man viel schaffen!
 

lance89

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28.01.2014
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Danke für den tollen Bericht! Bin gespannt ob die "Weihnachtstrasse" noch gleich aussieht wie vor 10 Jahren. :)
 

rxphl

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22.02.2024
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Tag 2: Roma
Am zweiten Tag unserer Italienreise stand ein Tagestrip nach Rom an. Ursprünglich hatten wir gehofft, an diesem Donnerstag ein bisschen weniger Touristen in der italienischen Hauptstadt zu begegnen, aber in der Hochsaison ist vermutlich jeder Tag bei gutem Wetter in Rom ein voller.

Um viertel nach sieben tönte mal wieder der Wecker nach einem überraschend erholsamen Schlaf. Wir machten uns direkt fertig für den kompletten Tag, um nicht noch mal aufs Zimmer zu müssen, bevor es zum Frühstück ging. Dieses war extern in einem Kaffee 100 Meter entfernt von dem Appartement. Man konnte sich ein gefülltes Croissant (oder auch inoffiziell ein vergleichbares süsses Teil) sowie eine Kaffeespezialität der Wahl aussuchen. Anhang anzeigen 267552
Meistens gab es dabei für meine Wenigkeit ein mit Pistaziencreme gefülltes Hörnli und einen Cappuccino.

Danach ging es schnurstracks Richtung U-Bahn. Die Station „Dante“ lag passenderweise direkt um die Ecke. Aber wirklich gut ist die U-Bahn von Neapel nicht. Es hat eine einzige Linie echte U-Bahn Linie, welche nur alle zehn Minuten verkehrt. Und das bei einer Stadt, welche fast eine Million Einwohner zählt. Die Linie führt einen dabei einen alles andere als direkt zu seinem Ziel; an einer Stelle kreuzt die Linie sich sogar selbst. Es ist zwar ein Ausbau inklusive Anbindung des Flughafens angedacht, für die Wege innerhalb der Stadt ist die U-Bahn aber selbst dann oft nicht sinnvoll. Ein absolutes Armutszeugnis für eine Stadt wie Neapel in im hochentwickelten Wirtschaftsland Italien. Da wir die vollen neun Minuten auf den nächsten Zug warten mussten und die Metro-Station am Hauptbahnhof alles andere als nah an seinem namensgebenden Ort ist, wurde es kurzzeitig etwas stressig, da keiner von uns beiden Erfahrungen mit dem Bahnhof, welcher der drittgrösste des Landes ist, hatte oder schon einmal Schnellzug in Italien gefahren war. Ich wusste nur, dass es eine Ticketkontrolle gibt, bevor man Zugang zum Perronbereich erhält. Anhang anzeigen 267765 IMG_9862.jpeg
Der nicht unbedingt einladende Bahnhof Napoli Porta Garibaldi. Aber zumindest ist er halbwegs funktional; die Gegend um den Bahnhof würde ich allerdings empfehlen zu meiden. Anhang anzeigen 267766 IMG_9866.jpeg
Schnellzüge der Marke Frecciarossa („Roter Pfeil“) der italienischen Staatbahn Trenitalia… Anhang anzeigen 267767 IMG_9867.jpeg
…und unser Italo. Beides sehr schöne Züge, allerdings finde ich die weinrote Lackierung des Italo AGV etwas edler.

Pünktlich um halb neun verliessen wir Neapel und machten uns auf in Richtung des über 200km entfernten Rom. Der sowieso schon günstige Fahrtpreis enthielt übrigens bereits Sitzplätze nebeneinander. Da kann sich eine DB wirklich mal eine Scheibe von abschneiden. Anhang anzeigen 267768 IMG_9872.jpeg IMG_9873.jpeg
Eindrücke von der Landschaft während der Fahrt. Es geht hauptsächlich parallel zur Autobahn durch die Ausläufer der Appeninen. Nichtsdestotrotz eine landschaftlich Reizvolle Fahrt, die nahezu durchgehend bei 300km/h verbracht wurde. Anhang anzeigen 267769
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Um 9:43 Uhr, zwei Minuten früher wie geplant, erreichten wir den Bahnhof Roma Termini. Auch dieser Bahnhof glänzt nicht durch seine Architektur, aber sei es drum. Anhang anzeigen 267770
Vom Bahnhof Termini ging es für uns beide per Metro drei Stationen zum Circus Maximus. Die Planung des Tages in Rom lag komplett in meiner Hand, da ich bereits vor neun Jahren einige Zeit hier verbracht hatte und mein Vater, welcher noch nie in der italienischen Hauptstadt gewesen war, so viel wie möglich sehen wollte. Klar, dass man an einem Tag nicht alles in der Tiefe, die es verdient, anschauen kann, aber für einen ersten Eindruck wollte ich das bestmögliche Programm zusammenstellen. Aber seht selbst… Anhang anzeigen 267771
Der erste Stopp war wie bereits vorweggenommen der Circo Massimo, wie er auf italienisch gennant wird. Ein allzu langer Aufenthalt rechnete sich allerdings nicht, in Rom gibt es leider viel zu viel zu sehen für einen einzigen Tag. IMG_9880.jpeg

Vom der antiken Rennbahn ging es per Pedes über den Parco Cielo in Richtung Colosseum. Anhang anzeigen 267772 IMG_9886.jpeg
Hier oberhalb der Strasse ist nicht nur deutlich weniger los wie unten, sondern am kann auch einen schönen Blick auf das wohl berühmteste Wahrzeichen Roms erhaschen. Anhang anzeigen 267773 IMG_9888.jpeg
Bevor es ins Colosseum ging, gab es noch einen überteuerten Espresso für mich in einem nahegelegenen Café. Schade, dass nahezu alle Restaurants und Cafés in Rom nahe berühmter Sehenswürdigkeiten schlechtes Essen und Service gepaart mit überteuerten Preisen haben. Aber durch die Lage kommen halt immer Touristen, da muss man sich wohl keine Mühe geben. Obwohl unsere Tickets erst um 11:45 gültig waren, konnten wir dennoch knapp 15 Minuten davor die antike Arena betreten. IMG_9898.jpeg Ich war 2015 bereits schon dort gewesen, was allerdings nicht bedeutet, dass sie diesmal weniger imposant daher kam. Anhang anzeigen 267774
Auch heute war es wieder unglaublich warm, laut einiger Berichte war der 29. August sogar der heisseste Tag des Jahres in Rom, was die Besichtigung der zahlreichen Sehenswürdigkeiten nicht unbedingt einfacher machte. Anhang anzeigen 267775
Wären wenigstens die Sonnensegel von früher noch da gewesen, aber in Italien hält man seine Stadien wohl augenscheinlich nicht in Schuss… IMG_9902.jpeg

Während der Besichtigung des Colosseo‘s eröffnete sich auch ein erster Blick auf das Forum Romanum, welches mit dem selben Ticket besucht werden kann, welches Eintritt zum Kollsseum gewährt. Anhang anzeigen 267776
Und noch ein letztes Mal das Kolosseum von innen… Anhang anzeigen 267777 IMG_9911.jpeg
…und weils so schön ist, gibts auch noch ein Foto von ausserhalb: Anhang anzeigen 267778 IMG_9916.jpeg
Nachdem wir nach etwa 1.5 Stunden in der antiken Arena fertig waren, ging es rüber zum Forum Romanum. Hier entlang zu schlendern erinnerte mich sehr an meinen Lateinunterricht in der Mittelstufe, wo ich zwar nie der allerbeste war, aber bereuen tu ich es trotzdem nicht. Anhang anzeigen 267779 IMG_9922.jpeg
Nachdem die Curia Julia und die Basilica Emilia unsicher gemacht worden sind, ging es für uns wieder zu U-Bahn. Nach einem Umstieg am Bahnhof Termini sassen wir in der U-Bahn Richtung Vatikan. Leider führt aktuell keine U-Bahn unter der Innenstadt von Rom hindurch, weshalb man einen ziemlichen Umweg machen muss. Dazu kam, dass während unseres Besuches die nächstgelegene Station zu allem Überfluss auch noch aufgrund von Renovierungsarbeiten geschlossen war, weshalb der Weg zum Petersplatz nochmals verlängerte.

Auf dem Weg von der U-Bahn Station „Cipro“ zum kleinsten Land der Welt knurrte der Magen etwas sehr, weshalb wir uns an dieser Stelle für ein Mittagessen entschieden. Für mich gab es ein überraschend Leckeres Saltimbocca. Anhang anzeigen 267780 IMG_9925.jpeg

Im Anschluss ans Mittagessen erreichten wir endlich den Petersplatz. Auch hier war mehr wie eine Oberflächliche Betrachtung nicht drin, da die Zeit drückte. Das Vatikanische Museum oder den Petersdom von innen hätte ich gern ins Programm genommen, aber an diesem Tag mussten Prioritäten gesetzt werden. Zudem ist mein Vater auch kein sonderlich gläubiger Mensch, weshalb auch dieser Umstand verkraftet werden konnte. Anhang anzeigen 267795 Anhang anzeigen 267796 IMG_9936.jpeg IMG_9931.jpeg
Danach ging es zu Fuss über die „Via della Conciliazone“ in Richtung Engelsburg und -brücke, wo ich an einer Hausecke diese schönen Blümchen entdeckte: Anhang anzeigen 267797 IMG_9939.jpeg
Kurz danach gab es aber einen kleinen Rückschlag: Der Weg zur Engelsburg war aufgrund von Bauarbeiten gesperrt und auch die zugehörige Brücke war in ein Baugerüst gehüllt. Anhang anzeigen 267798 IMG_9943.jpeg
Da sowieso kein langer Aufenthalt dort geplant war, ging es direkt in die Altstadt von Rom mit vielen kleinen Gassen und Plätzen. Anhang anzeigen 267799 IMG_9946.jpeg
Dieser Teil der Haupstadt hat mir retrospektiv eigentlich am besten gefallen. Die Touristenströme verteilen sich hier gut, da es keine grossen Attraktionen gibt. Dazu kommen viele kleine, authentische Läden und nette Restaurants, welche vergleichsweise wenig kosten und das Essen aus Erfahrung sogar deutlich besser ist wie an den grossen, touristischen Orten.

Danach wurde der Piazza Navona angesteuert. Anhang anzeigen 267800 IMG_9951.jpeg
Da auch hier wieder einige Baumassnahmen unternommen wurden, blieb es bei einem flüchtigen Aufenthalt.
Ein paar Strassen weiter wartete mit dem Pantheon auch noch ein absolutes Must-See Highlight, in welches ich meinem alten Herren schleppen wollte, welcher zu diesem Zeitpunkt schon sehr geschafft war, was bei den herrschenden Temperaturen und seinem Alter aber keine Verwunderung war. Anhang anzeigen 267801 IMG_9955.jpeg
Das Pantheon überzeugt mit seiner herausstechenden Architektur, gutem Zustand trotz 2000 Jahren auf dem Buckel sowie dem Fakt, dass in Mitte des Kuppeldachs der Rotunde ein kreisrundes Loch klafft. Anhang anzeigen 267802 IMG_9957.jpeg
Es war erwartbar voll im Innenraum. Aber im Gegensatz zum Kolosseum ist ein Besuch hier auch kurzfristig, ohne vorher erworbenes Eintrittsbillett möglich.
Im Anschluss ging es über die Piazza Minerva mit diesem lustigen Kunstwerk zu einem Café, wo ich meinen Vater parkte, da ihm die Füsse zu diesem Zeitpunkt sehr schmerzten. Anhang anzeigen 267803 IMG_9962.jpeg

Für mich alleine ging es dann noch zum Kapitol hoch, da ich dieses bei meinem vorangegangenen Besuch nicht bestiegen hatte, was nun nachgeholt werden musste. Anhang anzeigen 267804
Auf der Reiterstatue Mark Aurels machte es sich ironischerweise eine freche Taube gemütlich… IMG_9968.jpeg
Von der Rückseite des Kapitols hat man übrigens einen exzellenten Blick auf das Forum Romanum, das nun bereits im Abendlicht gehüllt war. An meinem Fotospott war ich tatsächlich der einzige Mensch weit und breit. Hoffen wir, dass das in Zukunft so bleibt und kein Brotsuppen-Influencer ein TikTok oder Reel postet… Anhang anzeigen 267805 IMG_9970.jpeg
Danach kam ich noch am „Monumento a Vittorio Emanuele II“ vorbei, welches aus Marmor besteht und zu Ehren des gleichnamigen Herrschers von Italien errichtet wurde. Heute beherbergt es ein Museum.

Danach ging es zu einem meiner Tageshighlights: Die Torre Argentina sind auf den ersten Blick ganz normale römische Ruinen, wie sie auch sonst überall in der Stadt verteilt zu finden sind. IMG_9978.jpeg
Bei genauerem hinsehen fällt einem allerdings auf, dass hier in den Ruinen Katzen wohnen!!1! Es hat hier tatsächlich einen Katzenhospiz mitten in der Stadt, was in dieser Form ziemlich einmalig ist. Wir hatten das ganze bereits 2015 durch puren Zufall entdeckt, aber sobald fest stand, dass wir heuer wieder Rom besuchen würden, wollte ich unbedingt noch mal her. IMG_9977.jpeg

Im Anschluss daran lief ich zu dem Café, in welchem ich meinen Vazer geparkt hatte, welcher sich die Zeit gut mit einem Limoncello Spritz vertrieben hatte.
Danach gingen wir etwa 15 Minuten zu Fuss zu einem Restaurant, welches ich herausgesucht hatte. Wie es der Zufall wollte, führte uns der Weg dort hin direkt am berühmten Trevi Brunnen vorbei, wo wir allerdings nur flüchtig stoppten, da dieser Ort so extrem überlaufen ist und meiner Meinung nicht so unglaublich toll ist, weshalb ich einen Besuch dieser Sehenswürdigkeit ursprünglich nicht vorher sah. Aber wenn man schon da ist, warum nicht.. IMG_9981.jpeg

Ein paar Gassen weiter war das Resti der Wahl und es enttäuschte keineswegs. Für mich gab es Bruschetta, Pasta Carbonara und einen passenden Weisswein. IMG_9983.jpeg IMG_9984.jpeg

Um Dreiviertel Neun machten wir uns auf zur nahegelegenen U-Bahn Station „Barberini“. Dort stellten wir allerdings fest, dass die U-Bahn aufgrund von Bauarbeiten gerade den Betrieb eingestellt hatte. Der Ersatzverkeht war auch nicht ausgeschildert, aber nach etwas rumfragen fanden wir die Haltestelle und nach ein paar Minuten kam auch ein Bus, welcher uns zum Hauptbahnhof brachte. Beim Blick auf die Anzeigetafel stellte sich allerdings heraus, dass unser Zug fünf Minuten Verspätung hat. Und an dieser Stelle begann leider der nicht so schöne Teil unserer Bahn-Experience in Italien: Das Abfahrtsgleis von Zügen wird immer erst 15 Minuten vor der Abfahrt bekannt gegeben und ist auch nicht anders in Erfahrung zu bringen wie bspw. das Abflugsgate am Flughafen, welches meistens über die App der jeweiligen Fluggesellschaft zu ermitteln ist, bevor es auf den Tafeln am Flughafen angezeigt wird. Zudem beziehen sich die 15 Minuten nicht auf die geplante, sondern voraussichtliche Abfahrtszeit, was sehr ärgerlich war, da unser Zug zuerst fünf, dann zehn, dann 15 und schlussendlich 20 Minuten verspätet war. Das bedeutet, dass wir vor den Ticketgates warten mussten und uns nicht einfach einen gemütlichen Warteplatz woanders im Bahnhof oder direkt am Perron warten konnten. Das ist einfach unnötig und führt nur zu Frust bei den Reisenden!

Nachdem der Zug endlich da war, waren unsere Zugeteilten Plätze direkt hinter einem schreiendem Baby, weshalb wir uns umsetzen mussten. Um uns herum waren mehrere Geschäftsleute, die sich unterhielten. Im Laufe der Fahrt arteten die Gespräche immer weiter aus und die Anzugträger turnten auf den Sitzen herum als wären sie Grundschulkinder. Die Aufmerksamkeit war dabei so getrübt, dass zwei von ihnen ihren Halt am Fernbahnhof in Neapel verpassten, was zu noch mehr Geschrei führte. Als wir letztendlich am Enthalt in Napoli Porta Garibaldi ankamen, wollten wir wieder mit der U-Bahn nach einem langen und anstrengenden Tag zurück zum Appartement fahren. Aufgrund der Verspätung unseres Zuges war es mittlerweile nach elf. Entsetzt mussten wir feststellen, dass die U-Bahn in Neapel um elf Uhr den Betrieb einstellt! Nach kurzer Recherche fand ich einen Regionalzug Richtung Pozzuoli, welcher die Stadt in einem Tunnel durchquert und welcher zehn Minuten vom Hotel entfernt hält. Wir hatten Glück, diesen gerade noch so zu erwischen, weil es sich auch hier um den letzten Zug des Tages gehandelt hatte.
Angekommen am Bahnhof Montesanto ging es viele viele Treppen hinauf, bevor wir die Station endlich verlassen konnten. Direkt hinter uns wurde die Tür zur Station von einem Mitarbeiter verschlossen…

Nach einem kurzen Spaziergang waren wir um kurz nach halb zwölf nachts endlich auf dem Zimmer angekommen und fielen erschöpft aufs Bett. Für morgen hatten wir uns vorgenommen, etwas länger zu Schlafen und Tag etwas ruhiger anzugehen. Aber dazu mehr im nächsten Teil…


An dieser Stelle noch einmal Entschuldigung für die lange Wartezeit auf die Fortsetzung des Berichts. Ich bin aktuell schon wieder im Urlaub und davor bin ich nicht dazu gekommen, den Bericht hier fertig zu stellen. Und im Urlaub schreibe ich ungern so lange Texte, sondern geniesse lieber die begrenzte Zeit vor Ort. Heute Abend geht aber der Rückflug; dann kommen hoffentlich wieder regelmässiger neue Teile ;)
 

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rxphl

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Toller TR, einfach "aus dem Leben raus", gefällt mir gut :) lese gerne mit
Dankeschön :)
Toller Reisebericht, ich freue mich auf die Fortsetzung (und hoffentlich auf Reise-Ideen in und um Neapel). In einer Woche kann man viel schaffen!
Oh ja, viel gesehen haben wir auf jeden Fall! Eigentlich wären mir zwei oder drei Tage mehr lieber gewesen, um wirklich alles zu sehen, ohne gestresst zu sein, aber jetzt habe ich immerhin noch einen Grund neben der unglaublich leckeren Pizza, irgendwann wieder zu kommen.
Danke für den tollen Bericht! Bin gespannt ob die "Weihnachtstrasse" noch gleich aussieht wie vor 10 Jahren. :)
Was das angeht, muss ich dich leider enttäuschen, diese haben wir leider geschafft, zu sehen (und hatte ich bisher auch nicht auf dem Zettel). Aber ein paar Krippen haben wir dennoch in der Altstadt gesehen, hatte mich schon gewundert, was es damit im August auf sich hat.

Kleine Anmerkung zu meinem Bericht oben: Ich sehe jetzt erst, dass im Text immer wieder externe Links zu anhängen sind, die alle uns nichts führen. Diese bitte einfach ignorieren. Ich weiss nicht, wie das passiert ist, aber ich habe den Bericht hier mehrere Tage angefangen in einem Tab offen gehabt, musste alle Bilder irgendwann erneut einfügen und mehrere Passagen zwei oder drei mal verfassen, weil Safari mal wieder abgeschmiert ist.
 
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max2331

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Ich lese jedesmal am Anfang "Eine Woche Nepal..." musst echt mal meine Augen auswuchten lassen :ROFLMAO:

Der Tag in Rom erinnert mich sehr an meinen einzigen Besuch in Rom. Da war ein (geplanter) Stop-Over von 10 Stunden. Einmal Rom im Schnelldurchgang. Bis auf den Petersplatz fast das gleiche Programm wie ihr.
 

cockpitvisit

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Also ich hoffe, im nächsten Teil geht es nicht nach Florenz als weitere Umgebung von Neapel 🙄🤣

Beim Lesen über Rom habe ich mit Deinem Vater mitgelitten, aber wer an einem einzigen Tag alles von Rom sehen will, ist selber Schuld. Das war schon eine ziemlich optimale Strecke. Bin gespannt, wohin es euch im nächsten Teil verschlägt. Denn plötzlich wird die Zeit sehr knapp, um alle Attraktionen rund um Neapel noch abzuklappern ;)

Und noch ein Tipp für diejenigen, die ältere Verwandte mitschleppen: hop-on/hop-off Touristenbusse sind eine tolle Sache für Menschen, die nicht mehr den ganzen Tag lang rumlaufen können. So erholen sie sich im Bus und können dabei die Aussicht genießen und sind am Ende des Tages nicht komplett fertig.
 

Fee44

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Und noch ein Tipp für diejenigen, die ältere Verwandte mitschleppen: hop-on/hop-off Touristenbusse sind eine tolle Sache für Menschen, die nicht mehr den ganzen Tag lang rumlaufen können. So erholen sie sich im Bus und können dabei die Aussicht genießen und sind am Ende des Tages nicht komplett fertig.
Kann ich nur bestätigen. Früher hätten mich da keine 10 Pferde reingekriegt, von wegen zu touristisch und teuer sowieso ... Bequem ist es, habe ich letztes Jahr zum ersten Mal gemacht (in Barcelona). Beide Routen abgefahren und im Grunde alles zumindest von außen gesehen ...
 

lance89

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Wobei die Hop on Hop off Buse in Rom bei vielen Sehenswürdigkeiten nur in der Nähe vorbeifahren und man sie nicht wirklich sieht.
Leider sind in Rom in diesem Jahr auch extrem viele Bauarbeiten, aufgrund des Heiligen Jahres im 2025, wo sie 40 Millionen Pilgerer zusätzlich erwarten
 

globetrotter11

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Pünktlich um halb neun verliessen wir Neapel und machten uns auf in Richtung des über 200km entfernten Rom. Der sowieso schon günstige Fahrtpreis enthielt übrigens bereits Sitzplätze nebeneinander. Da kann sich eine DB wirklich mal eine Scheibe von abschneiden. Anhang anzeigen 267768

Bis die DB in der Lage sein wird, sich eine Scheibe abzuschneiden, werden noch Jahrhunderte vergehen.

Rom wurde ja auch nicht an einem Tag gebaut...
 

rxphl

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Ich lese jedesmal am Anfang "Eine Woche Nepal..." musst echt mal meine Augen auswuchten lassen :ROFLMAO:

Der Tag in Rom erinnert mich sehr an meinen einzigen Besuch in Rom. Da war ein (geplanter) Stop-Over von 10 Stunden. Einmal Rom im Schnelldurchgang. Bis auf den Petersplatz fast das gleiche Programm wie ihr.
Die Verwechslung Neapel <> Nepal hatte ich auch im Vorfeld. Ein Kollege hat sich gewundert, dass ich Flüge für unter 250€ p.P. von Frankfurt nach Kathmandu geschossen hatte.
Egal ob zehn oder zwölf Stunden - für Rom brauchts mindestens drei Tage, wenn man sich alles anschauen will, ohne sich abzuhetzen. Je nach dem, wie lang man Zeit in den unzähligen Museen verbringt, kann diese Zahl noch höher werden.
Also ich hoffe, im nächsten Teil geht es nicht nach Florenz als weitere Umgebung von Neapel
Na dann warte mal ab…
Nein, weiter wie die Costa Amalfi hat es uns in den Tagen dann doch nicht verschlagen. Nächstes mal gibt’s dann extra für dich aber einen Day-Trip nach Mailand oder so :)
Bis die DB in der Lage sein wird, sich eine Scheibe abzuschneiden, werden noch Jahrhunderte vergehen
Also 2070 ist kein Jahrhundert /s
Deutschland hat es sicherlich nicht so leicht wie Spanien, Italien oder Frankreich, weil man in diesen Ländern einfach entweder ein Sternförmiges Netz auf die Primärstadt Madrid oder Paris bauen kann oder eine Nord-Süd Linie wie in Italien.
Es fehlt einfach die Geschwindigkeit der Umsetzung bei Neubaustrecken (Basel-Karlsruhe, Mannheim-Frankfurt, Hannover-Hamburg, Frankfurt-Würzburg-Nürnberg, Augsburg-Ulm) und die mangelnde Instandhaltung, was zu den nervigen Generalsanierungen führt; wie beim Zahnarzt, wenn man Jahre lang nicht putzt und alles vergammelt, muss irgendwann die Ganze Gosch neu gemacht werden. Am Ende sind wir Kunden die Leidtragenden, egal ob auf der Schiene oder im Flugzeug. Es wird politisch leider so verkauft, als wären Inlandsflüge das teuflische und man kann überall den Zug nehmen, aber Bahn ist oft leider keine Alternative. Als Kunde hat man also die Wahl zwischen einer verspäteten, zu lang dauernden Bahn oder einem überteuerten, monopolistischen Flugs. Aber ich bin hoffentlich jung genug, dass ich irgendwann eine funktionierende Deutsche Bahn erleben werde, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
 
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rxphl

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Tag 3: Napoli
Nein, ich habe meinen andauernden Reisebericht hier nicht vergessen. Allerdings ziehe ich aktuell noch um, womit die Zeit für solche Sachen etwas knapp ist. Aber wir reden gar nicht lange um den heissen Brei herum, sondern starten direkt rein:

Nachdem wir die vorherigen Tage jeweils recht früh aufstehen mussten, genehmigten wir uns an diesem Tag einen längeren Schlaf bis um halb zehn. Danach ging es zum bekannten Frühstückscafe, wo es das obligatorische Hörnli mit Kaffee gab.
Danach machten wir uns zu Fuss zum Bahnhof Montesanto auf, wo wir nicht mal zwölf Stunden vorher angekommen waren. Dort wollten wir per Standseilbahn auf den neapolitanischen Hausberg fahren. Allerdings ist die Station recht kompliziert aufgebaut: Neben der Bergbahn und der „U-Bahn“ gibt es auch noch einen Kopfbahnhof für Regionalzüge. Nach einiger Zeit hatten wir endlich den Abfahrtort der Funicolare gefunden und wenig später waren wir bereits an der Bergstation angekommen. Von dort machten wir uns auf zum Castell Sant‘Elmo, welches über der Stadt thront und einen schönen Rundumblick über die gesamte Region ermöglicht. IMG_9988.jpeg IMG_9990.jpeg
Der Eintritt war für mich als junger Erwachsener mal wieder nur bei zwei Euro, was sich durch mehrere Eintritte der Reise ebenfalls durchzog, während mein Vater als drei- bis zehnfache Blechen musste.
IMG_9994.jpeg
Das Kastell ist sehr sehenswert und bot wie versprochen schöne Ausblicke über die Stadt. Je höher man geht, desto schöner wird die Aussicht. IMG_0001.jpeg Oben angekommen kann hat man einen 360 Grad Rundumblick über alle erdenklichen Orte im Umfeld; allerdings sollte man eine gewisse Schwindelfreiheit mitbringen, um diese Sehenswürdigkeit wirklich geniessen zu können. Bei wem dies der Fall ist, dem würde ich ein Besuch des Castell Sant‘Elmo wirklich an Herz, da sich der Eintrittspreis selbst für Vollzahler in Grenzen hält und man ein einmaliges Erlebnis geboten bekommt.
IMG_9996.jpeg IMG_0002.jpeg
Im Anschluss an das Kastell knurrte bei uns der Magen, weswegen wir uns eine nette Pizzeria suchten, um den Hunger zu besänftigen; immerhin war es zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Uhr nachmittags, da wir wirklich viel Zeit mit dem Bestaunen des Ausblicks verbracht hatten. Es wurde eine typische Trattoria im Stadtteil Vomero und das Essen enttäuschte keineswegs.
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Als der bedienende Kellner hörte, dass wir deutsch redeten, sprach uns dieser darauf, ebenfalls auf deutsch, an und fragte nach, wo wir genau herkämen. Wie sich herausstellte, hatte er über zehn Jahre bei einem italienischen Restaurant nicht einmal zwanzig Minuten von unserem Wohnort entfernt gearbeitet und mein Vater war vor langer Zeit sogar mal dort essen! Wie klein die Welt manchmal ist…

Danach fuhren wir, diesmal mit der echten Metro, wieder herunter in die Stadt und trennten uns für zwei Stunden, da mein Vater schon recht erschöpft war, ich allerdings noch mehr von der Innenstadt sehen wollte. Von der U-Bahn Station „Municipio“ ging es zu Fuss zur „Galleria Umberto I“, welche sehr dem weltberühmten Einkaufszentrum Vittoria Emmanuele II in Mailand ähnelt.
IMG_0008.jpeg Im Gegensatz zum nördlichen Pendant befinden sich in der Galerie in Neapel keine Nobelboutiquen, sondern normalpreisige Geschäfte und Restaurants.

Im Anschluss schlenderte ich durch die Einkaufsstrasse der kampanischen Hauptstadt und visierte den Maradona-Platz im spanischen Quartier an. Allein dessen Existenz spricht für den Status, den der argentinische Kicker in Neapel geniesst. IMG_0010.jpeg Ob diese Obsession noch gesund ist, könnt ihr für euch entscheiden, aber ich für meinen Teil halte das Ausmass der Verehrung von einem kontroversen Menschen wie Diego Maradona für problematisch.
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In Mailand kommt selbst erst an zweiter Stelle…

Danach lief ich weiter durch die engen Gassen des Quartieri Spagnoli und dann Richtung Via Toledo, der grossen Shopping Avenue der Stadt, bevor ich mich ebenfalls wieder gen des nahegelegenen Appartements zu machen. IMG_0014.jpeg
Büste im Eingangsbereich der Galleria d‘Italia.
IMG_0015.jpeg IMG_0019.jpeg
Nach einer halbstündigen Pause machte ich mich erneut solo auf den Weg, da ich vor dem Abendessen noch an die Promenade im Stadtviertel Santa Lucia gehen wollte, was dem Papa zu weit zum laufen war. Der etwa 25 minütige Spaziergang dorthin gestaltete sich als sehr angenehm. Die knallende Sonne war mittlerweile untergegangen, was die Angelegenheit bedeutend erträglicher machte.

Am Piazza del Plebescito…
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…und ein Blick auf das zweitgrösste Kreuzfahrtschiff der Welt „Oasis of the Seas“, welches an diesem Freitag im Hafen ankerte. IMG_0024.jpeg
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Danach machte ich es mir mit einem Peroni Nastro Azzurro auf der Mauer an der Promenade gemütlich und beobachtete das rege Treiben bei einem traumhaften Blick auf das Meer und den Vesuv. IMG_0028.jpeg IMG_0035.jpeg IMG_0036.jpeg

Um kurz nach acht machte ich mich erneut auf ins spanische Quartier, um meinen Vater dort in einem Restaurant zum Abendessen zu treffen. IMG_0034.jpeg Es gab natürlich wieder eine unverschämt gute Pizza und wir liessen den Abend zusammen bei einem Glas Wein ausklingen, bevor es auf den kurzen Weg zurück zu unserem Domizil ging. IMG_0038.jpeg Nach diesem zugegebenermassen nicht allzu langen, aber dennoch nicht weniger kräftezehrenden Tag ging es gegen halb zwölf, da für den morgigen Tag wieder ein volleres Programm anstand. Und ich beende den Bericht ähnlichen Worten wie auch sonst gerne: Seid gespannt, wo es morgen hingeht :)