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Email-Hosting, Domain

Monty_GER

Reagenzglaskellner
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Hallo zusammen,

ich nutzen eine Hand voll Domains (.de, .org, .nrw) und bin aktuell bei Allinkl mit dem Hosting, einschließlich aller Email-Postfächer. Nun bietet Allinkl. meiner Meinung nach nicht viel Sicherheit (zumindest praktisch nutzbare Sicherheit, insbesondere 2FA) und ich würde gerne zumindest mit dem Email-Hosting zu einem anderen Anbieter wechseln. (Allinkl. kann 2FA, aber nur für Webmail - gleichzeitig wäre dann eine IMAP-Nutzung nicht mehr möglich. wtf?)

Hat jemand von euch Erfahrung damit und kann einen Anbieter empfehlen? Die Kosten sollten sich im Rahmen halten aber auf den einzelnen Euro will ich dabei nicht schauen. Die Nutzung wäre aktuell rein privat, kein Gewerbe.

Danke schonmal! :)

Schöne Grüße!
 
Bin seit einigen Jahren bei https://contabo.com/de/. Server stehen in DE. Noch nie nur das kleinste Problem gehabt, mit SSD auch super schnell und preislich sehr fair. Helpdesk per Mail und Telefon sehr gut erreichbar. Kann ich nur empfehlen. Mail läuft bei mir allerdings schon seit über 10 Jahren über Google Business. Mail auf dem Server zu komplementieren wäre vielleicht mal das nächstes Projekt, wobei Google halt super super zuverlässig ist. Ich habe diverse Business Accounts für die Mitarbeiter.
 
(Allinkl. kann 2FA, aber nur für Webmail - gleichzeitig wäre dann eine IMAP-Nutzung nicht mehr möglich. wtf?)

Das ist doch logisch, IMAP pollt ja die ganze Zeit ob neue Mail da ist, das lässt sich mit 2FA slecht kombinieren.

Ich war vielen Jahren zufrieden bei Fastmail, weggegangen wegen des australischen Überwachungsgesetzes. Jetzt bin ich bei Mailbox.org. 2FA benutze ich nicht (setze lieber auf individuellen Passwörter im eigenen Keepass), aber die beiden Anbieter an sich finde ich in Ordnung, Fastmail eigentlich besser als Mailbox.org.
 
Das ist doch logisch, IMAP pollt ja die ganze Zeit ob neue Mail da ist, das lässt sich mit 2FA slecht kombinieren.

Nicht ganz. Google/MS & Co. bieten das an. Da wird dann jeweils ein Anwendungsspezifisches Passwort z.B. für Outlook generiert. Einen Passwort-Manager nutze ich auch.

Ich hatte das thema schon länger auf meiner to-do-Liste. Vor ein paar Tagen hat es einen Freund von mir erwischt und wirklich Probleme bereitet. Daher will ich ads jetzt endlich angehen.
 
Habe seit einiger Zeit das kleinste Microsoft 365 Business Paket dafür gebucht. Hosted Exchange mit allen Vorzügen für etwa 5€ im Monat, inkl. 1TB OneDrive und SharePoint etc.

Zugriff, sofern nicht über Exchange-Protokoll (da funktioniert die 2FA-Authentifizierung), geht mit separatem IMAP-Passwort.
 
IMAP ist doch kaum noch nötig wenn man Google Workspace oder Office 365 nutzt. Jeder Client kann doch eigentlich per Activesync darauf zugreifen. Wenn nicht unbedingt nötig würde ich IMAP nicht erst einschalten bei diesen beiden Anbietern.
 
Google, Microsoft und Co sind in sofern Ausnahmen, weil die nicht auf irgendwelche Standard-IMAP-Server im Hintergrund setzen, sondern eben einen eigenentwickelten Mailserver. Der andere, zumeist proprietäre Schnittstellen bietet (deshalb bindet man Outlook an einen Exchange-/Office365-Server ja z.B. auch nicht per IMAP an), und dort natürlich unterschiedliche Zugangsmechanismen einbauen kannst.

Wenn Du als "normaler" Provider Maildienste bereitstellst, dann in der Regel mit einem Standard-IMAP-Server und einem fertigen Webmail-Tool da dran, und die beiden reden IMAP miteinander.

Ein solches Webmail-Tool dann per 2FA abzusichern, während IMAP-Zugang weiterhin möglich ist, schließt sich rein logisch aus. Denn was man dann machen müsste, wäre:
- Du loggst Dich im Anbieter-Webmail ein, identifizierst Dich per 2FA
- Das Anbieter-Webmail guckt im Hintergrund nach, welches Deine IMAP-Zugangsdaten sind
- und verbindet sich mit diesen dann mit dem Mailserver

Das kann man machen, aber:

- Der Anbieter muss dazu Dein IMAP irgendwo speichern. Eigentlich versucht man ja, so viel wie möglich über Einwegverschlüsselung zu lösen (d.h. der Anbieter bzw. sein Mailserver speichert eine kryptografische Prüfsumme, mit deren Hilfe man beim Login "nachrechnen" kann, ob Du das richtige Passwort kanntest, aber aus der man das Passwort nicht zurück-rechnen kann). Hier aber braucht der Anbieter ja das Passwort, um sich nach deinem 2FA-Login intern mit dem Mailserver zu verbinden, und das ist eher ein Sicherheitsverlust.

- Gleichzeitig willst Du trotzdem per IMAP zugreifen. Wenn das aber möglich sein soll (ohne 2FA), wer würde Dich oder einen anderen daran hindern, einfach - womöglich bei AllInkl selbst in deren Webspace) ein Standard-IMAP-Webmail-Tool zu installieren? Und mit dem könnte man dann das 2FA umgehen und rein über Zugangsdaten auf Deine Mails zugreifen.

- Und wenn Du befürchtest, dass Dein Rechner kompromittiert ist und jemand Deine Zugangsdaten "abfangen" könnte, dann sind die IMAP-Passwörter sogar einfacher zu klauen als abgefangene Webmail-Zugangsdaten.

Also aus meiner Sicht ist das, was Du haben willst, also Augenwischerei und wäre für mich kein Kriterium für einen Providerwechsel.

Keine Regel ohne Ausnahme: Wenn Du Webmail-Zugriff auf fremden PCs brauchst ("im Internet-Cafe"), dann ist es natürlich ein Unterschied, ob Du ein dauerhaftes oder ein 2FA-Sitzungspasswort eingibst. Aber: Lieber würde ich einem Kollegen meine Zugangsdaten geben, damit er sich per Firmennotebook in mein Webmail einloggt und mir eine Mail vorliest, als dass ich an einem "fremden" Computer (selbst den meiner Eltern) meine Zugangsdaten eintrage. Dafür brauche ich dann auch kein 2FA :)


Um das klar abzugrenzen:
- 2FA bei deaktiviertem IMAP-Zugriff ist ein Sicherheitsplus, weil es hier andere Möglichkeiten der Passwort-Sicherheit gäbe (da nur der Provider selbst das IMAP-Passwort kennen muss, aber nicht der Kunde, könnte das regelmäßiger rotieren, vielleicht sogar on demand für diese Sitzung gesetzt werden uvam
- 2FA bei Nicht-IMAP-Diensten wie Google, Office365&Co haben ihre Daseinsberechtigung darin, dass man über deren Web-Zugriff ja viel mehr machen kann als über einen IMAP-Connect
 
Zoho Mail oder Mailbox.org kann ich empfehlen. Wobei mailbox.org auch kein 2FA hat, aber dafür Server in DE.

Wenn man sich damit beschäftigen will gibt es auch mailcow - die bieten einen vorkonfigurierten E-Mail Server an. Aber dafür sollte man sich schon gut auskennen.
 
Wobei mailbox.org auch kein 2FA hat
Doch, ist nur besch...eiden umgesetzt (meine Meinung). Bei der 2FA Einrichtung wählst du zuerst einen PIN (ich glaube 4-stellig) und richtest anschließend die 2FA App mittels QR Code ein. Beim Einloggen wird dann die PIN+OTP benötigt, anstelle des Passworts. Ohne 2FA App / OTP also kein Login mehr. Würde ich als 2FA gelten lassen.
 
sorry, hatte ich falsch in Erinnerung bei mailbox.org. Was aber nicht ging, war glaube ich, Einmalpasswörter für IMAP oder ähnliches.
 
Was aber nicht ging, war glaube ich, Einmalpasswörter für IMAP oder ähnliches.
Dafür wird das normale Passwort genommen. Also nicht die PIN, sondern wirklich das Passwort. Mit aktiviertem 2FA sieht es also so aus:
  • Anmeldung im Browser: PIN+OTP
  • Aufruf der mailbox.org Einstellungen: PIN+OTP
  • Anmeldung in einer Mail (z.B. FairMail): Passwort
  • Anmeldung via IMAP: Passwort
 
das kann ich bestätigen. Eher für kleinere Webseiten die nicht kritisch sind und nicht viel traffic haben.
 
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