Ende der Verschleierung der Resort Fees in den USA

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Skyscraperfan

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16.03.2023
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Es gibt jemanden im Weißen Haus, der etwas dagegen haben könnte. Donald Trump hat ein Hotel in Las Vegas, dass etwa 70.000 Dollar pro Tag nur durch Resort Fees einnimmt.

In den USA sind solche Junk Fees ein riesiges Problem. Am schlimmsten sind sie beim Kauf von Konzerttickets. Da machen sie mittlerweile den Großteil des Ticketpreises aus. Ein Firma namens "Ticketmaster" hat da fast ein Monopol und kann daher sehr viele solcher Gebühren aufschlagen, ohne dass der Kunde oder die Künstler etwas dagegen tun können. Nur sehr mächtige Künstler können es sich leisten, ihre Tickets selber zu vermarkten, denn derselbe Konzern ist auch der größte Veranstalter von Konzerten und hat mit vielen Veranstaltungsstätten Exklusivverträge.

In den USA ist das Konzept von Verbraucherschutz sehr fremd. Geschützt werden da in erster Linie Konzerne. In Lebensmitteln sind alle möglichen Zusätze legal, so lange nicht nachgewiesen ist, dass sie schädlich sind. In der EU hingegen ist ein Lebensmittelzusatz illegal, bis nachgewiesen ist, dass er nicht schädlich ist. Auch wenn das in der Praxis nicht wirklich funktioniert, ist unser Ansatz besser als der amerikanische.

Persönlich werde ich nicht nach Las Vegas reisen, so lange es dort in so gut wie jedem Hotel Resort Fees gibt. Selbst in Manhattan gibt es den Unsinn. Das Marriott am Broadway nimmt Resort Fees mit der Begründung, dass es eine tolle Lage nahe des Times Squares hat, die extra belohnt werden sollte. Die Lage eines Hotels sollte allerdings schon im offiziellen Zimmerpreis eingepreist sein.
 

Micha1976

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09.07.2012
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Es gibt jemanden im Weißen Haus, der etwas dagegen haben könnte. Donald Trump hat ein Hotel in Las Vegas, dass etwa 70.000 Dollar pro Tag nur durch Resort Fees einnimmt.
Die Fees sind nicht verboten, aber die Gesantkosten müssen jetzt vom Start weg dargestellt werden. Ob 200 Dollar Gesamtpreis dann 200 Dollar Zimmerpreis oder 150 für das Zimmer + 50 Fees sind ist egal.
 
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monty81

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05.05.2017
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Die Fees sind nicht verboten, aber die Gesantkosten müssen jetzt vom Start weg dargestellt werden. Ob 200 Dollar Gesamtpreis dann 200 Dollar Zimmerpreis oder 150 für das Zimmer + 50 Fees sind ist egal.
Nennen wir es mal lieber nicht Gesamtkosten, die Steuern sind ja offenbar weiter nicht drin. Aber an sich ist das ein guter erster Schritt.
 

dreschen

Gründungsmitglied und Senior Chefredakteur VFT
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07.03.2009
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Nennen wir es mal lieber nicht Gesamtkosten, die Steuern sind ja offenbar weiter nicht drin. Aber an sich ist das ein guter erster Schritt.
Wobei dieser Schritt ja mittlerweile von 90% der Hotelanbieter umgesetzt wurde, lediglich die Showticket- und Konzertticketanbieterhaben haben dies schön verschleiert.
 

westcoastflyer

Erfahrenes Mitglied
03.09.2019
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Die Fees sind nicht verboten, aber die Gesantkosten müssen jetzt vom Start weg dargestellt werden. Ob 200 Dollar Gesamtpreis dann 200 Dollar Zimmerpreis oder 150 für das Zimmer + 50 Fees sind ist egal.
Was für die Hotels dann zum Problem wird, da sie so, insbesondere bei Geschäftsreisetools, u.U. nicht mehr auf den vorderen Plätzen landen.
Momentan ist es immer noch extrem schwierig, die Resort/Destination/Amenity/"Don't call it junk" Fees übers GDS herauszubekommen, da es, gerade im GDS Bereich, noch nicht alle Hotels richtig umgesetzt haben und noch nicht in den Zimmerpreis einrechnen.

Dort könnte ich mir schon vorstellen, dass er™️ nocheinmal regulierend eingreifen wird (diese neue Regelung stammte noch von seinem Vorgänger).
 

Skyscraperfan

Erfahrenes Mitglied
16.03.2023
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Hotel-Buchungsportale wollten diese Fees ja eigentlich bei der Hotelsuche anzeigen. Trotzdem ist es ärgerlich, wenn man sein Hotel schon bezahlt hat und dann soll man vor Ort erneut bezahlen.

Ich frage mich, ob die Provision, die das Hotel-Portal bekommt, auch auf die Resort Fees erhoben wird. Falls nicht, wäre das zumindest ein nachvollziehbarer Grund für diese Gebühren. Immerhin kassieren Portale 15% und mehr. Da ist es verständlich, dass Hotels gerne an den Portalen vorbei noch etwas kassieren wollen.

In einem echten "Resort" würde ich sowieso nicht gerne wohnen. Die sind etwas für Leute, die den Großteil ihres Urlaubs im Hotel verbringen.
 

dreschen

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Hotel-Buchungsportale wollten diese Fees ja eigentlich bei der Hotelsuche anzeigen. Trotzdem ist es ärgerlich, wenn man sein Hotel schon bezahlt hat und dann soll man vor Ort erneut bezahlen.

Ich frage mich, ob die Provision, die das Hotel-Portal bekommt, auch auf die Resort Fees erhoben wird. Falls nicht, wäre das zumindest ein nachvollziehbarer Grund für diese Gebühren. Immerhin kassieren Portale 15% und mehr. Da ist es verständlich, dass Hotels gerne an den Portalen vorbei noch etwas kassieren wollen.

In einem echten "Resort" würde ich sowieso nicht gerne wohnen. Die sind etwas für Leute, die den Großteil ihres Urlaubs im Hotel verbringen.
Das ist ja der wahre Grund, warum es Ressort Fees gibt. Die Portale bekommen auf diesen Betrag keine Provision. Man bekommt auch keine Punkte z.B. bei Marriott auf die Resort Fee.
 
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westcoastflyer

Erfahrenes Mitglied
03.09.2019
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Hotel-Buchungsportale wollten diese Fees ja eigentlich bei der Hotelsuche anzeigen. Trotzdem ist es ärgerlich, wenn man sein Hotel schon bezahlt hat und dann soll man vor Ort erneut bezahlen.

Ich frage mich, ob die Provision, die das Hotel-Portal bekommt, auch auf die Resort Fees erhoben wird. Falls nicht, wäre das zumindest ein nachvollziehbarer Grund für diese Gebühren. Immerhin kassieren Portale 15% und mehr. Da ist es verständlich, dass Hotels gerne an den Portalen vorbei noch etwas kassieren wollen.

In einem echten "Resort" würde ich sowieso nicht gerne wohnen. Die sind etwas für Leute, die den Großteil ihres Urlaubs im Hotel verbringen.
Expedia zeigt dir die, mit einem deutschen Account, sehr transparent an und inkludiert sie auch in der Preisübersicht.
(Das nutze ich die ganze Zeit um es mit unserem Corporate-Buchungsportal gegenzuvergleichen um nicht aus Versehen irgendeine von diesen Halsabschneider-Klitschen zu buchen)
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Das ist ja der wahre Grund, warum es Ressort Fees gibt. Die Portale bekommen auf diesen Betrag keine Provision. Man bekommt auch keine Punkte z.B. bei Marriott auf die Resort Fee.
Ich bin mir da extrem sicher, dass expedia et al diesbezüglich irgendwelche gesonderten Vereinbarungen mit denen haben.

Marriott bekommt z.B. auch die wirkliche Gast-Email-Adresse während die anderen Hotels nur die expediapartnercentral Adresse erhalten.
Manche Hotel-Extras, welche es früher nur direkt via Hotel-Webseite aber nicht per GDS gab (und auch immer noch nicht per GDS gibt), kannst du z.B. sehr problemlos via hotels.com dazu buchen.

Mit einigen Best Western US-Properties scheint expedia auch irgendeine gesonderte Anbindung zu haben.
 

dreschen

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Wobei Marriott das weiterhin nur sehr lieblos umsetzt und meines Erachtens auch hier entgegen der neuen Regeln:

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