Erfahrungsberichte Hotels USA

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cathaana

Aktives Mitglied
09.03.2009
203
0
FRA
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Westin Atlanta Airport (Juni/Dezember 2007)


Lage/Gebäude
****
Mit dem Auto oder Shuttle braucht man vom Flughafen nur wenigen Minuten bis zum Hotel, um nach Atlanta zu gelangen sind es etwa 30 Minuten.
Vor dem Hotel gibt es eine Ausfahrt, wo man mit dem Auto vorfahren kann bzw. vom Shuttle abgeliefert wird. Ein kostenpflichtige Parkplatz, der wohl rund um die Uhr bewacht wird, liegt um die Ecke (selbstparken und Valetservice).

Der erste Eindruck vom Gebäude ist gemischt. Von außen das übliche recht unansehnliche Flughafenhotel, andererseits ist die Lobby verglast und mit vielen Pflanzen ausgestattet. Auch die außen am Hotel verlaufenden Aufzüge sind ungewöhnlich.

Zimmer
****
Das Hotel hat insgesamt 495 Zimmer und Suiten, die angeblich alle vor kurzem renoviert worden sind. Unseres war auch in einem sehr guten Zustand. Schade nur, daß man sich bei der Farbgebung für doch etwas langweilige Braun-grün-grau-Töne entschlossen hat.

Neben den Standardzimmern (,Traditional') gibt es die Westin Guest Office-Zimmer mit einem Multifunktionsgerät, die Westin Workout-Zimmer mit Fitneß-Geräten, Club-Zimmer mit Zugang zur Executive Lounge sowie einige Suiten.
*Die Lounge scheint inzwischen wohl geschlossen worden zu sein.*
Alles übrigens Nichtraucherzimmer (das ganze Hotel ist Nichtraucherzone).
Alle Zimmer sind mit dem ,Heavenly Bed' ausgestattet, daß meiner Meinung nach aber etwas zu weich ist. Das Bett kann man übrigens kaufen, die Broschüre liegt im Zimmer aus.

Wir hatten ein Traditional gebucht, bekamen aber ein Upgrade zu einem Club-Zimmer auf dem 10. Stock. Das Zimmer hatte eine anständige Größe und war bei Tag auch hell genug. Rechts vom Eingang lag das Bett, links der Kleiderschrank mit Bügeleisen und -brett, Safe und einem (!) Bademantel. Rechts kam dann das King Size-Bett, das mir, wie schon erwähnt, etwas zu weich war (durchgelegen war es aber nicht) und in der Ecke noch ein kleiner Sessel mit Beistelltisch. Gegenüber vom Bett befand sich der Schrank mit Fernseher (auf dem man auch Videospiele spielen kann) und der Minibar und daneben der nicht allzu große Schreibtisch, wo sich der Internet-Anschluß und die Kaffeemaschine (mit Starbucks-Kaffee) befand.
Die Junior Suite, die wir während eines anderen Aufenthalts hatten, war sehr großzügig und durch eine bestimmt 10 Meter lange Fensterfront auch schön hell. Generell unterschied sich die Junior Suite weder in Farbgebung noch in Ausstattung von den normalen Zimmer. Es befand sich lediglich eine zusätzliche Sitzecke im Zimmer und die Grundfläche war fast doppelt so groß, wie die eines Standardzimmers. Das Bad war auch ähnlich klein.

Die Minibarpreise waren hotelüblich - Cola $2.50, Heineken $5.50, Vodka $7. Hier muß man übrigens vorsichtig sein. Die Minibar ist mit einem Sensor ausgestattet, so daß jede Bewegung des Inhalts als Entnahme registriert wird.
Wieviel das High Speed-Internet kostet, konnten wir nicht feststellen, da es uns nicht in Rechnung gestellt wurde (es ist aber angeblich gebührenpflichtig).
Das Bad war ziemlich klein. Beim Öffnen der Tür kam man mit der Tür bis an die Toilette, die an der gegenüberliegenden Wand angebracht war. Es war ein Waschbecken mit genug Ablageplatz vorhanden sowie eine Duschbadewanne. Die Dusche war mit den bei Westins typischen zwei Duschköpfen ausgestattet, auf denen man auch verschiedene Wasserstrahleinstellungen vornehmen konnte. Einen Schminkspiegel gab es leider nicht, aber ein Fön war vorhanden.
Die Amenities beinhalteten die übliche Selektion: Shampoo, Conditioner, Duschgel,Body Lotion (die aber extrem flüssig ist und bei trockener Haut definitiv nicht ausreicht).

Einrichtung
****
In der Lobby befindet sich das Restaurant Palio. Hier wird auch das Frühstücksbuffet serviert (a la carte ist auch möglich). Wir hatten ein Continental Breakfast inklusive. Ein ,Upgrade' zum American Breakfast hätte uns $3.50 mehr gekostet, aber da wir beide morgens nicht unbedingt warm essen müssen, haben wir verzichtet. Die warmen Gerichte waren unter anderem Eier, Speck, Hash Browns, Gravy etc. Wir sind auch so mehr als satt geworden. Es gab Bagels, Muffins, Toast, Stückchen und Banana Cake, dazu Cream Cheese (auch Strawberry), mehrere Sorten Marmelade, Honig, Peanut Butter, eine kleine Auswahl von Wurst und Käse (der gar nicht schlecht war) und Lachs.
Es gab sechs oder sieben Sorten Cereals und dazu Joghurt und Milch (und zwar auch Low Fat, nicht nur Full und Skim Milk) und eine große Auswahl an getrocknetem Obst. Frisches gab es auch jede Menge - neben Ananas und Wassermelone z.B. auch Erd-, Blau- und Brombeeren.
Getränke mußte man bestellen. Wir bekamen ein Glas Orangensaft und jeweils eine Kanne grünen Tee (den von Starbucks).
Wer nicht im Palio frühstücken will, kann sich an am Starbucks Kiosk etwas kleines zu essen und zu trinken holen.
Eine Bar und 24-Stunden Zimmerservice gibt es auch noch.

Weitere Einrichtungen, die wir aber nicht genutzt haben, sind die Pools und der Whirlpool, das Business Center, der Reinigungsservice, der Kids Club, Meetingräume und das Fitneß-Center.

Service
****
Zwischen Hotel und Flughafen sowie den MARTA-Haltestellen pendelt ein kostenloser Hotel-Shuttle. Wir hatten bei unserer Ankunft Glück, da er grade vorbeikam. Fünf Minuten später waren wir am Hotel. Beim Check-in gab es lange Schlangen und wir mußten gut 15 Minuten warten, bis wir dran waren. Dann mußte aber nur die Kreditkarte vorgelegt werden und schon hatten wir den Zimmerschlüssel in der Hand.

Das Check-out verlief ähnlich schnell, aber nur, weil ich schon vorher einige Dinge auf unserer Rechnung beanstandet hatte. Wir hatten nämlich angeblich vier Getränke aus der Minibar genommen. Als ich an der Rezeption darauf hinwies, hieß es, der Kühlschrank sei sehr empfindlich und würde manchmal schon reagieren, wenn er nur bewegt würde. Die Rechnung wurde dann sofort korrigiert. Das Problem scheint übrigens regelmäßig vorzukommen. Also unbedingt die Rechnung genau kontrollieren.

Fazit
****
Perfekte Lage, wenn man schnell am Flughafen sein muß. Und für knapp 80 Euro für ein Full Service-Hotel auch preislich kaum zu schlagen.
 
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cathaana

Aktives Mitglied
09.03.2009
203
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Sheraton San Diego Mission Valley (Februar 2007)


Lage/Erster Eindruck
****
Nachdem wir unseren Mietwagen am Flughafen geholt hatte, fuhren wir Richtung Mission Valley. Knapp 15 Minuten später war man schon am -nicht grade hübschen- Hotel. Das Sheraton liegt direkt am Highway, gegenüber befindet sich ein Mall mit diversen Restaurants und Läden. Die Innenstadt von San Diego erreicht man innerhalb von einigen Minuten. Ohne Auto ist das Hotel definitiv nicht empfehlenswert.
Nachdem wir unseren Mietwagen auf dem Parkplatz seitlich des Hotels (keine Parkgebühr) abgestellt hatten, gingen wir zum Check-In. Der Eingangsbereich des Hotels war schlicht und sehr übersichtlich. Rechts lag die Rezeption, links ging es zu den Meetingräumen. Nach hinten lagen die Aufzüge und das Restaurant und die Bar.

Beim Einchecken wurde uns mitgeteilt, daß das Zimmer in der Club-Etage, auf das man uns upgegradet hatte, leider noch nicht fertig war. Als Alternative wurde uns ein normales Zimmer angeboten. Da wir erstmal etwas entspannen wollten, nahmen wir das zu dem Zeitpunkt schon verfügbare Zimmer. Die Formalitäten waren schnell erledigt und ein paar Minuten später waren wir in unserem Zimmer.

Zimmer
****
Das Sheraton hat insgesamt 260 Zimmer. Unseres lag in der vierten Etage zum Highway hin. Der Autolärm ist ziemlich stark. Wenn man ein leichter Schläfer ist, sollte man unbedingt nach einem Zimmer, das nach hinten liegt, fragen.

Unser Zimmer war von guter Größe und in den Sheraton-üblichen Grün-Braun-Tönen gehalten. Links vom Eingang befand sich der Kleiderschrank, rechts das ziemlich kleine Bad. Das King-Size-Bett war ein Sheraton Sweet Sleeper-Bett und schön bequem. Ansonsten gab es eine Kofferablage, den Fernsehschrank, einen Schreibtisch von halbwegs anständiger Größe mit Internetanschluß ($9.95 pro Tag) und einen Sessel mit Hocker. Eine Kaffeemaschine war vorhanden, einen Safe oder eine Minibar gab es nicht.
Im Bad war wegen der Größe nur wenig Ablagefläche neben dem Waschbecken. Eine kleine Auswahl an Toilettenartikel war vorhanden. Direkt angrenzend befand sich die Toilette, dahinter die Duschwanne. Der Duschkopf war leider relativ niedrig angebracht, so daß man ab einer Größe von etwa 1,65m nicht mehr darunter gepaßt hat. Zum Glück war der Kopf so beweglich, daß man nicht komplett in die Knie gehen mußte. Eine Wärmelampe war auch vorhanden, allerdings über der Toilette angebracht, so daß sie nicht wirklich sinnvoll einsetzbar war.

In den Clubzimmern gibt es wohl bessere Toilettenartikel und Wasserflaschen und freien Zugang zum Fitneßcenter, aber ansonsten keinen Unterschied zu den normalen Zimmern.

Ausstattung
****
Die Clublounge des Sheratons hatte etwa die Größe von zwei Hotelzimmern. Neben der Bar und dem Fernsehe im ersten Raum befand sich eine Anrichte im zweiten. Dazu gab es einige wenige Sitzgelegenheiten. Da wir abends essen gegangen sind, haben wir nur kurz vorbeigeschaut, was so geboten wurde. Die Auswahl war zwar nicht groß, aber mit Gemüse plus Dip, Obst und Knabbereien doch größer als erwartet. Zum Frühstück am nächsten Morgen gab es Bagel, Stückchen, Rührei, Joghurt und Müsli. Dazu Marmelade und Cream Cheese, Kaffee, Tee und Orangensaft. Wir nahmen uns die letzten zwei Bagel und Joghurt und mußten mangels Sitzplätzen an einem Telefontischchen platznehmen. Während der ganzen Zeit, die wir da waren, wurde nichts nachgefüllt. Nur die Obstplatte wurde nachgefüllt, als wir grade gehen wollten.
Vom Andres Restaurant (amerikanische Küche) und der Bar haben wir nicht viel mitbekommen. Es schien auch nicht sehr viel da los zu sein. Ich nehme an, viele Gäste haben wie wir sich etwas im Mall gegenüber besorgt. Roomservice wird auch angeboten.

Neben dem Außenpool und dem kleinen Whirlpool gibt es noch einen Fitneßraum mit ein paar Geräten und Hanteln.

Service
****
Das Ein- und Auschecken ging schnell und unproblematisch. Der Service in der Clublounge war mehr oder weniger nicht existent. Ansonsten gab es keine weiteren Berührungspunkte mit dem Service.

Fazit
****
Akzeptables Mittelklasse-Hotel ohne größe Plus- oder Minuspunkte. Je nachdem, ob man ein Auto hat, ist die Lage recht gut oder extrem schlecht. Der Preis für ein Clubzimmer ist definitiv zu hoch. Aber alles in allem empfehlenswert.
 
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cathaana

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09.03.2009
203
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FRA
Four Seasons Philadelphia (August 2009)


Gebucht hatten wir über einen Virtuoso-Agenten, der zugleich Preferred Partner der Four Seasons-Kette ist. Durch die Buchung über einen Preferred Partner bekommt man in jedem Four Seasons-Hotel das Frühstück umsonst, bei Verfügbarkeit ein besseres Zimmer, sowie eine weitere Annehmlichkeit, in unserem Fall ein Mittagessen bis zu einem Preis von $85. Des Weiteren beinhaltete unsere Wochenend-Package eine $100-Gutschrift für Ausgaben innerhalb des Hotels. Mit den ganzen Extras schien uns der Preis von etwa $600 für ein Wochenende im Four Seasons durchaus angemessen.

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Lage
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Das Hotel liegt zentral in der Innenstadt von Philadelphia, direkt am Logan Square mit dem Brunnen und Wasserspielen und den vielen Museen. Viele der Attraktionen von Philadelphia sind gut zu Fuß gut zu erreichen. Philadelphia ist auch eine der wenigen Städte in den USA, die sich tatsächlich recht angenehm zu Fuß erkundigen lassen.

Zum Einkaufen gibt es auch viele Optionen in der Nähe; am sinnvollsten ist es allerdings zu einem der Einkaufszentren in der Umgebung (z.B. King of Prussia oder Philadelphia Premium Outlets) zu fahren.
Ein Taxi vom und zum Flughafen kostet knapp unter $30 (Pauschalpreis) und dauert, wenn kein Berufsverkehr ist, etwa 20 Minuten. In der Nähe des Hotels gibt es einige Mietwagenstationen, so daß man recht einfach die $48 Valet Parking-Gebühr vermeiden kann, in dem man einen Mietwagen dort abgibt oder abholt.

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Hotel
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Das Hotelgebäude an sich ist von außen eher uninspiriert, um nicht zu sagen langweilig, acht Stockwerke hoch mit einer kleinen, seitlich gelegenen Auffahrt. Betritt man das Gebäude wirkt das Hotel gleich viel behaglicher. Auf einer Empore geradeaus stehen einige opulente und bequeme Sofas. Der gesamte Eingangsbereich ist mit Antiquitäten und schönen Blumen und Pflanzen dekoriert. Rechterhand befinden sich die kleine Rezeption und die Aufzüge.
Hinter dem Eingangsbereich verläuft ein paar Treppenstufen höher ein breiter Gang in den hinteren Teil des Hotels. Durch die gläserne Wand zum Innenhof - sehr schön grün mit einem kleinen Wasserfall - wirkt alles sehr hell und freundlich, was durch die gemütlichen Sitzecken unterstützt wird. Hier befinden sich auch die Restaurants des Hotels. Ganz am anderen Ende sind die Konferenzräume untergebracht.

Was mir recht positiv auffiel, war, daß nicht nur der Eingangsbereich sondern auch die Flure mit den Hotelzimmern hell und freundlich und mit schönen Möbeln verziert waren und überall sehr schöne Blumengebinde zu finden waren.

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Food & Beverage
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Das Hauptrestaurant des Four Seasons ist das mehrfach ausgezeichnete Fountain Restaurant. Es liegt im hinteren Teil des Erdgeschoßes hinter der Swann Lounge and dem Swann Cafe. Auch hier ist das Dekor eher opulent und stilvoll und. Abends wird von den Männern ein Jacket erwartet.
Hier wird täglich ein a la carte-Frühstück, Mittag- und Abendessen serviert und sonntags zusätzlich ein Champagner-Brunch. Das Angebot ist eine Mischung von Amerikanisch und Französisch.

Wir hatten über unser Angebot jeden Morgen pro Person $48 zum ausgeben. Obwohl alles recht teuer war, reichte das vollkommen, um satt zu werden. Die (sehr gute) Teeauswahl schlug mit $6 zu Buche, der French Toast kostete $14,50, die Fruchtplatte $15, der Teller mit einem ‚continental breakfast’ mit Ei $21 und das Dutch Amish Musli $8. Frischer Orangensaft war für $6 zu haben und der Beeren-Smoothie kostete $7,50. Das billigste auf der Karte waren die Muffins mit je $2,50. Geschmacklich war alles sehr lecker, besonders der French Toast, der mich sehr an die ‚Armen Ritter’ meiner Mutter erinnerte.
Abends ist das Angebot des Fountains sehr fischlastig. Vorspeisen fangen bei $20 an, Hauptgerichte kosten $38 bis $55. Die Gerichte hörten sich zwar alle ganz lecker, aber nicht besonders außergewöhnlich an. Wir haben bei den Preisen auf jeden Fall drauf verzichtet, es auszuprobieren.

Die Swann Lounge liegt zwischen Rezeption und dem Restaurant. Die Lounge ist großzügig angelegt mit großen Fenstern, so daß sie sehr hell wirkt. Neben den Tischen stehen auch einige Sofas zur Verfügung und einen Kamin gibt es auch. Hier kann man sehr angenehm den Afternoon Tea genießen. Zusätzlich gibt es eine Bar und ein Flügel, der z.B. zum Tea für nette Hintergrundmusik sorgt. Freitags und samstags spielt dort wohl ein Jazz Pianist. Neben dem Afternoon Tea werden von 15 Uhr an bis nach Mitternacht Desserts, Snacks und Drinks serviert. Cocktails kosten hier $12 und die Auswahl ist sehr klein. Wein (ab $12) und Bier ($7) gibt natürlich auch und der Nachtisch ist auch für $12 zu haben.
Die Cocktails sind recht gut gemixt und passend zur Star Trek-Ausstellung nebenan hatte ich einen leckeren Vulcan-Mocktail.
Da sowohl meine Reisebegleitung als auch ich gerne Afternoon Tea machen, war klar, daß wir diesen ausprobieren würden. Wir haben dazu dann den Geburtstag genutzt und mit zwei weiteren Freunden die Lounge aufgesucht. Für $30 pro Person (bzw. $36 für die Alkoholiker) bekamen wir soviel Tee wie gewünscht und Etageren gefüllt mit Scones, Sandwiches, diverse Törtchen und Süßigkeiten, genug um satt zu werden. Für die Teekannen gab es übrigens kleine Warmhalte-Hütchen, eine sehr nette Idee, die ich so noch nicht gesehen hatte.

Zwischen der Swann Lounge und dem Fountain Restaurant liegt noch ein kleines Zimmer mit vielleicht sechs Tischen, daß das Swann Cafe bildet. Auch hier wird sonntags ein Brunch serviert. Außerdem kann man von 12 Uhr an den ganzen Tag lang a la carte ordern.
Wir entschlossen uns, hier unseren $85 ‚lunch credit’ auszugeben. Mittags wird ein Tasting Menue für $28 angeboten. Man hat die Wahl zwischen je fünf Optionen. Wir entschieden uns beide für das Philly Cheesesteak als Hauptgang, Blumenkohlsuppe bzw Nudelsalat als Vorspeise und Creme Brulee bzw Himbeer-Schokokuchen als Nachtisch und waren beide sehr zufrieden. Zum Essen wurden noch Olivenbrötchen gereicht. Mit unseren Getränken und Trinkgeld lagen wir dann insgesamt bei etwa $75.

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Zimmer
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Die 364 Zimmer und Suiten verteilen sich über sieben Stockwerke. Die vier Zimmer-Kategorien unterscheiden sich nur durch den Blick und die Etage im Hotel. Alle Zimmer haben Fenster, die man tatsächlich öffnen kann, sowie einen Schreibtisch, Flachbildfernseher und kabelloses Internet und sind 46 qm groß.
Wie bereits erwähnt, unterscheiden sich die Zimmer durch den Ausblick und die Lage. Die Moderate Rooms liegen in den unteren Etagen und haben einen Blick auf den Innenhof. Die Superior Rooms liegen auf den mittleren Etagen und blicken auf die Academy of Natural Science, die Stadt oder den Garten. Die Deluxe Rooms befinden sich auf den höchsten Etagen mit Ausblick auf die Stadt oder den Garten. Die Fountain View Rooms verteilen sich auf alle Etagen und haben jeweils einen Blick auf den Brunnen und Logan Circle. Des Weiteren gibt es noch mehrere Kategorien von Suiten, von denen die kleinste 69 qm groß ist und die größte 213 qm.

Wir hatten die billigste Kategorie, den Moderate Room, gebucht, durch die Buchung über einen Virtuoso-Agenten aber ein Upgrade auf ein Zimmer mit Blick auf die Fontäne bekommen (die teuerste Zimmerkategorie). Anscheinend war in dieser Kategorie aber nur noch ein Zimmer frei, denn wir bekamen ein behinderten-gerechtes Zimmer zugewiesen.
Unser Zimmer reflektierte den Stil des Four Seasons recht gut in seiner Ausstattung, wirkte aber von den Farben her etwas langweilig. Insgesamt eher konservativ und gedeckt mit Grün- und Brauntönen und plüschigen, bequemen Sofas und Stühlen. Die Möbel waren alle von guter Qualität mit nur geringen Abnutzungsspuren.
Unser Zimmer war mit zwei Betten ausgestattet. Wie üblich befand sich der Kleiderschrank mit Safe, Bügelbrett/-eisen, Bademänteln und Regenschirmen im Eingangsbereich. Gegenüber vom Bett befand sich eine Kommode mit einigen zusätzlichen Schubladen. Ein großer Fernseher, ein DVD-Spieler und eine Minibar waren auch vorhanden. Des Weiteren gab es einen kleinen Schreibtisch mit zwei Stühlen.
Das Bad war recht groß und nicht nur in der Duschwanne mit Griffen versehen. Neben dem Waschbecken gab es leider nur relativ wenig Ablagefläche. Der größte Teil wurde von dem kleinen Körbchen mit den Toilettenartikeln und den L’Occitane-Produkten eingenommen. Fön und Schminkspiegel sowie jede Menge Handtücher sind natürlich auch vorhanden.

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Service
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Wir sind nach einer ausgiebigen Einkaufstour zum Four Seasons gefahren. Dementsprechend war unser ganzer Kofferraum voll Tüten und die Koffer lagerten auf dem Rücksitz. Wie es sich für ein Hotel dieser Kategorie gehört, war uns direkt jemand behilflich und Koffer und Tüten wurden für uns ausgeladen und später mit uns aufs Zimmer gebracht.
An der Rezeption wurden wir freundlich begrüßt und eingecheckt. Es wurde auch darauf hingewiesen, daß wir einen ‚credit’ von $100 hätten und das wir diese Gutschrift beliebig ausgeben könnten. Die Preferred Partner-Benefits wurden allerdings nicht erwähnt und mußten auf meine Nachfrage hin auch erst überprüft werden bevor sie dann gewährt wurden. Das Auschecken zwei Tage später war auch problemlos.

In den Restaurants war der Service meist aufmerksam und immer freundlich, wenn auch ab und zu Kleinigkeiten wie vergessenes Besteck beim Nachtisch passierten oder nicht nachgefragt wurde, ob es noch was sein soll. Dafür erinnerte man sich teilweise sogar an unsere Namen und sprach uns damit an.
Meine Reisebegleitung hatte wie in der Einführung erwähnt Geburtstag, was unser Agent an das Hotel übermittelt hatte. Wir bekamen also ein Stück Torte auf unser Zimmer geliefert, was natürlich sehr nett war. Nur leider kam es einen Tag zu früh und hatte auch noch einen falschen Namen drauf. Wir haben uns darüber gut amüsiert, aber so was sollte natürlich nicht passieren. Vor allem, wenn sich das Hotel beim Empfang noch alle Details aus den Pässen notiert.

Beim Zimmerservice war auch nichts zu bemängeln, nur daß der Aufdeckservice am zweiten Abend erst nach 9 Uhr kam. Da hatten wir es uns schon längst in unseren Betten gemütlich gemacht. Den ganzen Tag einkaufen und besichtigen ist schließlich anstrengend.

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Sonstiges
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Im Keller des Four Seasons befindet sich der kleine, aber feine Fitness-Center, welches von 5:30 bis 22:00 Uhr geöffnet ist. Es stehen drei Crosstrainer, drei Fahrräder, drei Laufräder sowie eine Multifunktionsgeräte und Gewichte zur Verfügung. Es gibt einen großen Fernseher sowie an jeden Gerät einen kleinen eingebauten. Was ich persönlich immer sehr gut finde: Ohrhörer sind vorhanden und werden immer mit einem frischen Schutz versehen. Was mir auch sehr positiv aufgefallen ist - was ich so bisher noch nicht gesehen habe - war, daß es neben dem Wasser, was ja auch schon nicht selbstverständlich ist, noch eine Auswahl an Tee, Kaffee und Säften sowie Evian Spray und Obst zur Verfügung stand.

Die Umkleideräume waren auch sehr nett. Es war jeweils eine Sauna vorhanden, Rasierer, Kamm, Deo, etc stand zur Verfügung und die Toilettenartikel waren von L’Occitane. Und es gab sogar Einmal-Bade- oder Sportkleidung für die, die ihr Badezeugs oder Sportklamotten vergessen hatten!
Im Keller befindet sich auch das Spa, wobei ‚Spa’ eigentlich etwas übertrieben ist, da es sich hier um einige Zimmer neben dem Fitness-Center handelt, in dem man Massagen und Gesichtsbehandlungen genießen kann. Es gibt einen kleinen geheizten Pool und einen Jacuzzi, die sich in einem kleinen, aber hübsch gestalteten Raum befinden.

Sehr nett ist auch der kostenlose Kaffee- und Tee-Service morgens in der Lobby. Nachmittags stehen hier Limonaden oder ähnliches zur Verfügung und auch eine Obstschale ist immer zu finden. Auf Nachfrage bekommt man auch eine Flasche Wasser.
Für Kinder hat das Four Seasons einiges im Angebot. Neben einem besonderen Willkommensgeschenk, gibt es spezielle Toilettenartikel, jeden Abend Kekse und Milch, spezielle Kindermenüs, Bademäntel in Kindergrößen, Windeln, Bücher, Filme, Spielzeug, Kuscheltiere und einiges mehr. Babysitter können arrangiert werden.

Das Hotel offeriert 24-Stunden-Zimmerservice, welcher auch am Innenpool genutzt werden kann.
Ein Business Center und kleiner Souvenirladen, der hier allerdings nur aus einem Regal bestand, ist auch vorhanden.
Das Hotel bietet auch einen sogenannten House Car Service. Hier handelt es sich um einen kostenlosen Shuttle-Service, der einen innerhalb der Innenstadt vom Hotel zu einem beliebigen Ort bringt. Allerdings war er, als wir den Service nutzen wollten, dann doch nur zeitlich eingeschränkt nutzbar. Nämlich erst nach 17 Uhr, was einem wenig hilft, wenn man Besichtigungs- oder Einkaufstour plant.

Das Hotel ist behindertengerecht ausgestattet und das Publikum besteht hauptsächlich aus Amerikanern.

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Fazit
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Uns hat es hier sehr gut gefallen. Die Lage, Atmosphäre, Zimmer und Ausstattung des Hotels haben einfach gestimmt und über die kleinen Servicemängel kann man hinwegsehen. Das Preis-Leistungsverhältnis war in unserem Fall auch sehr gut. Also jederzeit wieder.
 

cathaana

Aktives Mitglied
09.03.2009
203
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FRA
Westin Charlotte (Juni 2007)


Lage/Gebäude
****
Das im Finanzviertel und in der Nähe des Convention Center gelegene Westin ist vom Flughafen in etwa 15 bis 20 Minuten mit dem Auto zu erreichen. Öffentliche Verkehrsmittel gab es, wenn ich mich richtig erinnere, keine.
Das modern verglaste, 25-stöckige Hotel ist recht einfach zu finden, da man den Westin-Schriftzug schon von weiter weg sehen kann.
Wer den Valet nutzen möchte, fährt direkt beim Hotel vor. Wer wie wir Selbstparker ist, fährt sein Auto um die Ecke ins Parkhaus und zahlt dafür $16. Man kann sich später an der Rezeption den Zimmerschlüssel freischalten lassen und damit dann unbegrenzt aus dem Parkhaus rein- und rausfahren.
Über den Vorplatz läuft man dann an einigen Seiteneingängen zu den Meetingräumen entlang und gelangt dann in die Lobby.

Das Hotel ist übrigens ein Nichtraucherhotel.

Zimmer
****
Durch den Platinum-Status bei Starwood bekamen wir ein Upgrade auf ein Grand Deluxe-Zimmer im 12. Stock. Das Zimmer war durch das großes Fenster sehr hell, aber der Effekt wurde durch die ziemlich langweilige Farbgebung der Einrichtung und Tapete wieder etwas zunichte gemacht.

Auf der rechten Seite des Zimmer befanden sich der Schrank mit Bügelbrett, -eisen und Safe, die Kommode mit Minibar, Kaffeekocher (mit Starbucks Tee und Kaffee zum selbermachen) und Fernseher (der zum Videospielen genutzt werden kann) und der Schreibtisch mit dem High Speed-Internetanschluß ($9.95 pro Tag). Links war das Bad, das Kingsize-Bett mit Nachttischen und ein Sessel mit kleinem Abstelltisch.
Das Bad etwas stilvoller gestaltet als das Zimmer. In der Duschwanne befanden sich die in Westins üblichen zwei Duschköpfe, bei denen sich mehrere Wasserstrahlfunktionen einstellen lassen. Neben dem Waschbecken war genug Ablageplatz und neben Fön, Schminkspiegel und einem Döschen mit Wattebäuschen gab es auch das übliche Amenity-Set mit Duschgel, Shampoo, etc. Die dazugehörige Lotion ist allerdings extrem dünnflüssig. Wer trockene Haut hat, sollte sich lieber eine anständige Creme mitbringen.

Neben den Traditional und Grand Deluxe sind auch WestinWorkout (mit Fitneßgeräten) und behindertengerechte Zimmer sowie einige Suiten vorhanden.

Einrichtung
****
Das Hotel hat ein Restaurant, Ember Grille American. Dort kann gefrühstückt und abends gegessen werden.
In der Lobby befindet sich Charlotte's Treats & Eats, ein kleiner Kiosk, an dem man bis nachmittags kleine Snacks wie Muffins oder Bagels und Getränke (unter anderem Starbucks-Kaffee) kaufen kann. Die Auswahl ist allerdings nicht besonders groß.
Ansonsten ist noch eine kleine Bar vorhanden, die sehr nett aussah.

Zum ersten Mal hatten wir auch die Zeit uns ,körperliche zu ertüchtigen' und statteten deswegen dem Fitneß-Center einen Besuch ab. Anders als in Asien kostet hier der Besuch auch für Hotelgäste $5, die uns aber durch den Status im Hotelprogramm erlassen wurden. Allerdings war kein Personal vor Ort, so daß es im Zweifelsfall niemandem aufgefallen wäre, wenn wir uns nicht auf der Liste eingetragen hätten. Lediglich die Dame, die die Massagen durchführt, war kurz am Counter zu sehen.
Das Fitneß-Center bot etwa zehn Cardio-Geräte und zehn weitere Geräte zum Muskelaufbau. Free Weights, Yoga-Matten, Gymnastikbälle etc waren auch vorhanden.
Die dazugehörigen Umkleiden waren großzügig und sauber, aber auch hier weit und breit kein Personal zu sehen. Die Sauna war, obwohl es erst gegen 8 Uhr abends war, schon aus und die Tür zum kleinen Indoor-Lap-Pool verschlossen.
Das Hotel bietet auch noch Wäsche- und 24-Stunden-Zimmerservice. Es gibt einen Kids' Club, ein Business Center und einen kleinen Gift Shop sowie über 20 Meetingräume.

Service
****
Der an der Rezeption keine Schlange war, hatten wir innerhalb von zwei Minuten unseren Schlüssel in der Hand. Der Check-Out war genau so unspektakulär. Ansonsten hatten wir keine weiteren Berührungspunkte mit dem Personal, da wir außer dem Fitneß-Center keine der Einrichtungen genutzt haben. Das dort allerdings niemand war, gehört sich für ein gutes Hotel allerdings nicht.

Fazit
****
Für den Preis, den wir gezahlt haben, waren wir mit dem Hotel zufrieden. Das Hotel bietet alles, was man braucht und man kommt gut zum Flughafen, in die Stadt und zum Convention Center. Dafür muß man auf Charme verzichten und zu Messezeiten ist es sicherlich sehr voll.
 

cathaana

Aktives Mitglied
09.03.2009
203
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FRA
Hampton Inn St. Augustine Beach (Juni 2007)


Lage
****
Vom Flughafen in Jacksonville benötigt man etwa 45 Minuten bis 1 Stunde, um nach St. Augustine zu kommen (mit dem Mietwagen - öffentliche Verkehrsmittel gibt es praktisch keine). Das Hampton Inn liegt in St. Augustine Beach direkt am Meer. Zum historischen Distrikt in St. Augustine und diversen Malls fährt man etwa 5 Minuten.
Das vierstöckige Gebäude sah von außen ganz nett aus. Auf der einen Seite grenzt der kilometerlange Strand direkt an das Hotel an; auf der Straßenseite vor dem Hotel liegt der Parkplatz (kein Valetservice).

Zimmer
****
Wir hatten ein Zimmer der billigsten Kategorie (Blick zur Straße) gebucht, bekamen aber - vermutlich aufgrund meines Hilton-Gold-Status - ein Zimmer mit Meerblick im 3. Stock.
Das Zimmer war, wie in den meisten Hampton Inns, recht großzügig und durch die große Fensterfront sehr hell. Bei Betreten des Zimmers lag rechterhand das Bad. Statt des oft gegenüberliegenden Schranks war links nur ein großer Spiegel angebracht. Der sehr kleine Schrank, in dem sich ein Bügeleisen und -brett sowie einige Hänger befanden, war in die Wand zum Bad eingebaut.
Auf dem King Size-Bett befand sich eine gute Auswahl an weichen und festen Kissen und die Matratze war auch angenehm fest. Gegenüber des Bettes gab es zwei Schränke: einen mit Kühlschrank (leer, keine Minibar), Mikrowelle und Kaffeemaschine und einen zweiten mit dem Fernseher und einigen Schubladen. Dahinter gab es noch einen großen Schreibtisch, an dem es sich gut arbeiten ließ und einen kleinen Sessel.

Der Balkon mit zwei Stühlen war groß und hatte einen netten Blick aufs Meer. Allerdings gab es so viele Mücken (oder ähnliches Getier) auf dem Balkon, daß ich es nicht lange draußen ausgehalten habe.

Das Bad war auch recht großzügig. Zwei Waschbecken mit viel Ablageplatz und eine geräumige Dusche. Der Wasserdruck war nicht besonders stark, aber ausreichend. Shampoo, Conditioner und Lotion waren vorhanden, Duschgel leider nicht. Dafür gab es jede Menge Seife, die auch nicht allzu aggressiv war. Handtücher waren auch ausreichend vorhanden (so um die 10), die kleineren sogar nett gefaltet und dekoriert und einen Fön gab es auch.
Das Hotel verfügt auch über einige Suiten sowie Zimmern mit Whirlpoolbadewanne.

Ausstattung
****
Das Frühstücksbuffet ist in einem kleinen Frühstücksraum aufgebaut. Wenn das Hotel fast voll ist, werden -wie in unserem Falle- in einem Meetingraum um die Ecke einige Holztische und Stühle aufgestellt und so weitere Sitzgelegenheiten geschaffen.
Am Buffet gab es French Toast Sticks, Bagels, Toast, Muffins und einige Stückchen zur Auswahl. Dazu gab es zwei Sorten Marmelade, Honig, Peanut Butter und Cream Cheese, sowie drei Sorten Cereals, Joghurt und Obstsalat. Die Getränkeauswahl bestand aus Kaffee, Tee, heißer Schokolade und Saft.
Eine Morgenlektüre in Form der USA Today gab es auch.
Zwischen Hotel und Strand liegt der nicht allzu große Pool und ein Whirlpool. Hier halten sich tagsüber vor allem die Familien mit kleineren Kindern auf. Direkt dahinter liegt auch der zum Hotel gehörende Spielplatz und dahinter der Strand. Dort gibt es einige Liegen zu mieten und jede Menge freien Platz um sein Handtuch auszubreiten.

Einen Fitneß-Center gibt es wohl auch, aber ich habe ihn nicht gesehen und kann deswegen nichts weiter dazu sagen.

Service
****
Check-in war schnell; es wurde lediglich die Kreditkarte durchgezogen und das Kennzeichen vom Auto notiert und schon hatte ich den Zimmerschlüssel.
Normale Zeit für den Check-out ist 11 Uhr. Auf meine Nachfrage hin wurde mir ein Late-Check-Out um 12 gewährt (14 Uhr war ihnen zu spät). Der Check-out war dann noch schneller - es gab nur noch ein ,Thank you and good-bye', da keine weiteren Formalien zu erledigen waren.
Ansonsten gibt es in einem Hampton Inn nicht allzu viel Service (da es auch keine Restaurants etc gibt), aber alle Angestellten, denen man begegnete, waren freundlich und zuvorkommend.

Im übrigen gibt es in der Hampton Inn-Kette die 100% Hampton Guarantee. Ich habe es noch nie genutzt, aber angeblich bekommt man den vollen Preis zurück, wenn man mit seinem Aufenthalt nicht zufrieden war.
Ein großes Plus bei Hampton Inns ist, daß das Frühstücksbuffet bei einer Übernachtung immer inklusive ist und man sich sogar ein Frühstück zum mitnehmen (,On The Run Breakfast Bag') machen lassen kann. Kaffee und Tee stehen den ganzen Tag in der Lobby zur Verfügung.

Außerdem ist High Speed Internet bereits im Preis enthalten. Es steht auf allen Zimmern sowie in den öffentlichen Bereichen und den Meetingräumen zur Verfügung.

Fazit
****
Für den Preis ist das Angebot des Hampton Inns kaum zu schlagen. Für umgerechnet knapp 90 Euro bekommt man ein nettes, großes Zimmer, Frühstück und Internetzugang und hat den Strand vor der Tür. Gelegenheit zum shoppen und sightseeing gibt es auch genug. Wenn man also kein Spa oder 24-Hour Room Service braucht, kann ich das Hotel nur empfehlen.
 

cathaana

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09.03.2009
203
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Hyatt Regency Waikiki (Dezember 2007)


Das Hotel
****
Das Hyatt liegt an der Kalakaua Avenue direkt gegenüber von Waikiki Beach. Das Gebäude ist wie viele andere auch ein ziemlicher Klotz (es gibt zwei ziemlich hohe 'Tower') und längst nicht so stilvoll wie das Moana Surfrider. Es ist auch weniger offen, aber dafür auch weniger kitschig als das Sheraton Waikiki. In den beiden unteren Etagen befinden sich um einen ganz nett gestalteten Innenhof herum diverse Läden.
Als wir an unserem vorletzten Tag morgens gegen 10 Uhr am Hyatt vorbeikamen, entschieden wir uns, einfach mal zu schauen, ob wir schon einchecken konnten. An der großen Rezeption im ersten Stock mußten wir nur kurz warten. Ein paar Minuten später hatten wir unsere Zimmerkarten in der Hand. Umgezogen sind wir dann erst gegen 1 Uhr, als wir unser schönes Zimmer im Moana räumen mußten. Im Hyatt mußten wir um 11 auschecken, was der Standard in Waikiki zu sein scheint.

Restaurants
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Alle Restaurants des Hyatts haben schon diverse Auszeichnungen gewonnen. Ob diese gerechtfertigt waren, haben wir nicht überprüft. Uns war es hier zu teuer.
Abends konnte man im The Colony Steakhouse Steak und Seafood essen. Die Preise gingen so bei $20 los.
Im Japaner Musashi gab es Frühstück und Abendessen, unter anderem auch Teppanyaki.
Das Ciao Mein ist die etwas mysteriöse Kombination von Italiener und Chinese und auch nur abends geöffnet.
Am Hyatt on the Beach konnte man tagsüber Eis, Sandwiches, Snacks, etc. bekommen.
Auf der Terrasse um den Pool gab es noch den Terrace Grille, wo zum Frühstück und Lunch ein Buffet sowie a la carte serviert wurde.
Eine kleine Poolbar und Room Service von 6 bis 23 Uhr war natürlich auch vorhanden.

Ausstattung
****
Außer der großen Anzahl von Geschäften bietet das Hyatt nicht sehr viel.
Im 3. Stock gab es einen kleinen Pool mit einem Jacuzzi. Ein kleines Spa mit Sauna und Dampfbad war vorhanden (Massage oder Facial für $120 für 50 Minuten). Der Fitneß Center war ein kleiner Raum mit nicht mal 10 Geräten.
Ein Business Center war auch vorhanden.

Zimmer
****
Das Hyatt hat über 1.200 Gästezimmer und Suiten. Die Preise unterscheiden sich nach Blick (Stadt, Berge, Meer) und Größe. Der Zugang zum Regency Club (Frühstück, Cocktails und Snacks in der Lounge) kostet noch mal extra. Zimmer mit Stadtblick sind für knapp unter $300 zu haben.
Unser Zimmer lag im 32. Stock des Diamond Head Tower und hatte einen Blick auf die Berge.
Das Zimmer war geräumiger als ich erwartet hatte und bis auf ein kleines Kissen mit schräg-bunten Bezug farblich ganz angenehm.
Direkt hinter der Eingangstür ging es rechts in einen Vorraum zum Bad ab, in dem sich das Waschbecken befand. Von dort ging es in das sehr kleine Bad, wo sich die Dusche und die Toilette befanden. Die Standard-Toilettenartikel waren vorhanden und hatten einen sehr angenehmen Eukalyptus-Geruch.

Links im Zimmer befand sich das Kingsize-Bett und dahinter ein Sessel mit Hocker. Rechterhand stand eine Kommode, auf der der Wasserkocher stand. Gegenüber des Bettes stand ein Schränkchen mit der Minibar, einer Stereoanlage und dem Flachbildschirm, dahinter ein kleiner Schreibtisch mit Internetzugang ($10 pro Tag). Ein kleiner Balkon war auch vorhanden, aber die Stühle darauf waren leider etwas heruntergekommenen.

Fazit
****
Nette Zimmer, aber ansonsten wird wenig geboten. Dann doch lieber ins Moana Surfrider.
 

cathaana

Aktives Mitglied
09.03.2009
203
0
FRA
Sheraton Waikiki (Dezember 2007)


Erste Eindrücke
****
Vom Flughafen aus benötigt man mit dem Mietwagen knapp 20 Minuten zum Hotel. Wer nicht größere Touren auf der Insel machen möchte, sollte aber eher auf ein Auto verzichten und ein Hotelshuttle ($10 pro Person) oder ein Taxi (etwa $30) verwenden. Das Sheraton Waikiki liegt zurückgesetzt von der Kalakaua Avenue, also sehr zentral in Waikiki. Wir sind beim ersten Mal dran vorbeigefahren, da man von der Straße aus die Hotels meist erst erkennt, wenn man direkt davor ist. Das Hotel an sich ist ein recht langweiliges typisches Hotelgebäude, das wie ein sehr geschwungenes V angelegt ist.
Das Sheraton teilt sich den Eingangsbereich und das Parkhaus mit dem Royal Hawaiian. Parken kostet hier $15 pro Tag. Der Eingangsbereich zu den Hotels ist sehr großzügig und offen. Zur Rezeption des Sheraton Waikiki läuft man an diversen Shops und Skulpturen vorbei. Unter anderem gab es einen surfenden Santa Claus aus Sand zu bewundern. Alles in allem ist die Athmosphäre angenehm und freundlich, wenn auch leicht kitschig.

Hinter der Rezeption gab es noch mehr Läden, einen Tour Desk und ein großes Oval mit den elf Aufzügen. Desweiteren befand sich dort der Starwood Vacation Ownership Center, wo man für $100 Hotel Credit oder 7,500 Starwood-Punkte eine 90-minütige Präsentation über sich ergehen lassen konnte sowie der Durchgang zur Terasse.

Zimmer
****
Das Hotel ist ein mit 1.695 Zimmern und Suiten ein ziemlicher Bettenbunker, wie viele der Hotels in Waikiki. Die Standardzimmer haben eine recht gute Größe. Die nicht renovierten Zimmer haben keine besonders schöne Farbgebung (der Bettbezug sieht wie aus dem Hawaii der 80er Jahre aus), während die neuen Zimmer recht stilvoll aussehen und mit einem Sweet Sleeper-Bett und einem Flachbildschirm ausgestattet sind.

Ein renoviertes Zimmer mit Stadtblick kostet etwa $200, der Blick auf die Ko'olau-Berge ist $15 teurer. Meeblick kostet ab etwa $250. Wenn man eine ADAC-Karte hat, sollte man die AAA-Rate in Anspruch nehmen. Wir haben für ein City View Room $175 gezahlt.
Wir hatten ein Upgrade auf eine nicht renovierte Ocean View Suite bekommen.
Geradeaus ging es in ein kleines Wohnzimmer mit Sofa, Tisch, Fernseher, Kaffeemaschine und Kühlschrank (keine Minibar). Die Möbel waren schlicht und gut in Schuß, der Teppich aber voller Flecken. Das Highlight war der Balkon, von dem man einen schönen Blick auf die Bucht hatte. Die Balkonmöbel waren sehr abgenutzt und waren nicht grade einladend. Theoretisch hätte man an dem vorhanden runden Tisch arbeiten können, aber leider gab es hier keinen Internetanschluß.
Das Schlafzimmer erreichte man über den nach rechts gehenden Flur. Neben dem Kingsize-Bett gab es nur den Fernsehschrank, einen winzigen Schreibtisch mit Internetanschluß (knapp $14 pro Tag) und einen weiteren Balkon, mit einem sehr seitlichen Meerblick.
Vor dem Schlafzimmer ging es in eine Art Zwischenzimmer ab, in dem sich ein großer Schrank mit Bügelbrett/-eisen und Safe befand. Hier stand auf einer Ablage auch ein Wasserkocher und der Fön. Dahinter befand sich ein weiterer Gang, in dem die Waschbecken untergebracht waren. Die Ablagefläche war sehr großzügig, da die beiden Becken fast zwei Meter auseinander lagen. Große Spiegel, Schminkspiegel und Waage waren vorhanden. Auf einem kleinen Tablett waren die Toilettenartikel angerichtet. Neben den hübschen kleinen Flaschen mit Shampoo, etc. gab es auch ein Döschen mit Aloe Vera und Zahnbürsten. Am Ende des Ganges befand sich dann noch das winzige Bad mit Toilette und einer Duschwanne.

Ausstattung
****
Der Hanohano Room im 30. Stock bietet von 17:30-22:30 Abendessen, vor allem Steak und Seafood. Was ich an Preisen gesehen habe, lag so zwischen $15 und $25.
And der Sand Bar auf der Terasse (offen von 10:30 bis 24:00) gibt eine kleine Auswahl an Getränken und Snacks. Abends wird hier hawaiianische Musik gespielt
Im offenen Ocean Terrace Restaurant wird morgens das Frühstücksbuffet serviert. Mittags gibt es a la carte, abends ein Prime Rib & Seafood Buffet.
Zusätzlich gibt es noch einen 24-Stunden-Room Service. Hier kostet ein American Breakfast $22.50, ein Champagner-Frühstück $40. Sandwiches/Burger sind für $15.50 zu haben.
Wer wie wir kein Frühstück inklusive hat und sich die Hotelpreise sparen will, kann in diversen Coffeeshops und Cafes in etwa 3-5 Minuten Laufweite vom Hotel frühstücken.
Im Ho'okipa Activity Center im 4. Stock liegt der Xerox Business Center, ein Kinderbetreuungszentrum und der Fitneß-Center. Eigentlich kostet es wohl was, letzteren zu nutzen, aber als wir hingingen, war niemand da, der hätte kontrollieren können. Die Auswahl an Geräten ist recht gut - die üblichen Crosstrainer, Stepper, Laufbänder, etc, insgesamt etwa 25 Geräte. Handtücher waren vorhanden, Wasser gab es keines. Es werden jeden Tag diverse Aktivitäten und Shows angeboten wie z.B. Boogie Boarding (für die Kleinen), Hula- oder Ukulele-Unterricht, Fire Knife Shows oder Filme am/im Pool.

Auf der Terasse des Sheratons liegt der Hauptpool, der auch immer gut besucht war. Wenn man links Richtung Strand lief, kam man an dem zweiten Pool vorbei. Hier war fast nie was los und deswegen natürlich auch viel ruhiger. Nochmal 20 Meter weiter war man am Strand.
Ansonsten bietet das Sheraton einen Concierge und neben dem Wäscheservice auch noch einen Laundromat zum selber waschen.

Service
****
Das erste, was mir auffiel, war, daß niemand anbot, mit den Koffern zu helfen. Bei den Strecken, die man hier zurücklegen muß, ist das definitiv ein Manko. Das Einchecken dauerte auch eine Weile. Der junge Mann war sehr freundlich, schien aber sehr ungeübt zu sein. Das Auschecken ging dann gewohnt schnell. Check-Out-Zeit ist hier übrigens 11 Uhr.
Was mir sehr gut gefallen hat, war die Tatsache, daß das ,Do Not Disturb'-Zeichen wirklich beachtet wurde. Wenn wir das Zeichen an der Tür hängen hatte und Housekeeping vorbeikam, fanden wir später einen Zettel unter der Tür, daß wir uns melden sollten, wenn das Zimmer gemacht werden sollte. Einen Aufdeckservice gab es nicht, aber immerhin jeden Tag eine neue Wasserflasche.
An einem Tag wollte ich beim Housekeeping ein ,Shaving Kit' bestellen, der auf der Liste der Gegenstände stand, die man separat anfordern konnte. Den Rasierer gab's dann auch umsonst, für Rasierschaum hätte ich allerdings $2,50 zahlen müssen.

Fazit
****
Ein Standardhotel ohne große Stärken oder Schwächen. Gute Lage und ein für Hawaii angemessener Preis.
 

cathaana

Aktives Mitglied
09.03.2009
203
0
FRA
Westin Moana Surfrider (Dezember 2007)

Lage
****
Das Westin liegt an der Kalakaua Avenue im Herzen von Waikiki. Auf der ,Rückseite' des Hotels liegt direkt der Strand.
Vom Flughafen aus benötigt man je nach Verkehrslage etwa 30 Minuten zum Hotel. Die kleine Auffahrt zum Hotel ist überdacht, parken muß man allerdings im Parkhaus des Princess Kaiulani-Hotels auf der anderen Straßenseite (selbst parken $15, Valet $25).
Es gibt jede Menge Restaurants, Gallerien, Clubs und Einkaufsmöglichkeiten in der Umgebung. Diamond Head ist etwa 1.5 km entfernt.

Das Hotel
****
Das Moana Surfrider ist eins der ältesten Hotels Hawaiis. Die ,First Lady of Waikiki' wurde 1901 als erstes Hotel am Waikiki Beach eröffnet und vor kurzem renoviert. Bei Interesse an der Geschichte des Hotels kann man an einer der ,Historischen Touren' teilnehmen.
Das Originalgebäude ist sehr schön und die Fassade fällt durch ihre weiße Farbe und viele Säulen sofort ins Auge. Zwischen Hotel und Auffahrt liegt eine schmale Terrasse mit Sitzmöglichkeiten, von der aus man schön das Treiben auf der Straße beobachten kann.
Die Lobby ist wie das ganze Hotel im Kolonialstil gehalten. Viel dunkles Holz, Creme- und Goldtöne und Säulen, dazwischen kleine Sitzbereiche.
Der Schalter zum Einchecken liegt rechts vom Eingangsbereich. Wenn man direkt durch die Lobby hindurch läuft, kommt man zum Banyan Court, einer großen Terrasse mit einem alten Banyanbaum. Dahinter liegt das Meer. Rechts und links neben dem Originalgebäude liegen H-förmig angelegt der Tower und der Diamond Wing.

Beim Einchecken, welches recht schnell ging, bekamen wir neben den sehr schönen Leis (Orchideen für mich, Holzsteine für meinen Freund) kalte Handtücher und einen sehr leckeren Zitronengrastee gereicht. Das Auschecken nahm auch nur zwei, drei Minuten in Anspruch.

Restaurants
****
Das Moana Surfrider hat mehrere Restaurants und Bars, alle nicht grade billig.
Das Banyan Grill ist ein Open Air-Restaurant und bietet vor allem Gegrilltes und Cocktails. Ein Burger war für $17 zu haben, eine Pizza für $24, Dessert kostete so um die $10.
Das Beachside Cafe mit Blick auf den Strand bietet zu den drei Hauptmahlzeiten Buffet und a la carte. Pancakes kosten hier z.B. $14, Smoothies $7.
Das Beachhouse ist nur abends geöffnet und offeriert Steak und Seafood zu recht üppigen Preisen.
Die beiden Bars liegen am Swimmingpool bzw. bei den Liegestühlen am Strand. Dort stehen Drinks und Snacks auf dem Menü.
The Veranda liegt, wie der Name schon verrät, auf der Terrasse. Man kann dort frühstücken und am Nachmittag gibt es einen Afternoon Tea für $32.
24-Stunden-Zimmerservice wurde natürlich auch geboten und durch das "Stay At One, Dine

At All"-Programm hat man die Möglichkeit in den anderen Starwood-Hotels in Waikiki (The Royal Hawaiian, Sheraton Waikiki und Sheraton Princess Kaiulani) zu essen und die Rechnung aufs Zimmer im Westin schreiben zu lassen.
Die Moana Memories Lounge im Tower Wing, zu der wir Zugang hatten, war recht klein. Wenn es nicht die zusätzlichen Sitzgelegenheiten auf dem Balkon gegeben hätte, hätten wir nie einen Sitzplatz gefunden. Der Besuch hat sich aber auch nicht unbedingt gelohnt, da das Angebot recht spärliches war. Morgens von 7 bis 10 gab es zu dem Kaffee, Tee und Saft, welche den ganzen Tag zur Verfügung standen, noch Obst, Croissants und Muffins. Von 16 bis 19 Uhr gab es eine kleine Auswahl Bier, Wein, Käse, Gemüse und Cracker.

Zimmer
****
Das Moana Surfrider bietet insgesamt 793 Zimmer und Suiten, die auf den alten Teil des Hotels sowie den Tower und den Diamond Wing verteilt sind.
Es gibt eine große Anzahl von verschiedenen Zimmerkategorien, die alle etwa zwischen 29 (im historischen Teil) und 32 qm groß sind.
Alle Gebäude bieten Zimmer mit Stadt- oder Meerblick, teilweise auch mit eingeschränktem Meerblick. Die Zimmer im Tower sind renoviert und haben ein Heavenly Bed, einen Balkon und einen Flachbildschirm. Im Diamond Wing gibt es wohl noch recht viele unrenovierte Zimmer.
Wir hatten durch unseren Status bei Starwood ein Upgrade zu einer Tower Suite im 8. Stock bekommen.
Das Wohnzimmer wird über einen großen Eingangsbereich betreten, in dem eine kleine Kommode mit Spiegel stand. Durch die große Fensterfront war das ganze Zimmer angenehm hell. Neben der Sitzecke mit Flachbildschirm befand sich noch ein kleiner Schreibtisch, ein Eßtisch und ein Schrankbett im Wohnzimmer. Es gab auch eine Miniküchenzeile, die mit Kühlschrank (aber keine Minibar), diversem Geschirr und einem Kaffee-/Teekocher (mit Kona-Kaffee und Tazo-Tee) ausgestattet war.
Der große Balkon ging direkt zum Meer hin und hatte einen sehr schönen Blick auf den Strand und Diamond Head.. Die super bequemen Liegen auf dem Balkon haben wir leider nur kurz genießen können, da nebenan gebaut wurde und der Lärm kaum auszuhalten war.
Das Schlafzimmer war mit dem in Westins üblichen Heavenly Bed ausgerüstet. Desweiteren gab es eine Kommode, auf der ein Flachbildschirm stand, und ein Sessel. Außerdem ging vom Schlafzimmer ein weiterer Balkon ab.
Das Badezimmer ist relativ unspektakulär. Ein Kleiderschrank mit Bademänteln, Safe und Bügelbrett/-eisen. Das Waschbecken mit genügend Ablagefläche und den Standardtoilettenartikel, eine Nische mit Schminkspiegel und Fön und die Duschwanne. Aber dann das 'Highlight' - die Toilette war nämlich für japanische Gäste ausgelegt: Geräusche, sobald man drauf sitzt, diverse Bidet- und Lüftungsfunktionen und eine beheizte Klobrille. Kann man sich schon ein paar Minuten mit beschäftigen. Und letzteres hätte ich im Winter auch ganz gerne zuhause.

Einen Aufdeckservice gibt es auf Nachfrage, was wir aber nicht genutzt haben. Das sollte in einem guten Hotel allerdings Standard sein.

Ausstattung
****
Das Westin hat einen kleinen Pool rechts auf der Terasse und ist eins der wenigen Hotels mit einem privaten Strandbereich, der allerdings ziemlich klein ist.
Für den Nachwuchs gibt es den Westin Kids Club, der diverse Aktivitäten anbietet.
Desweiteren sind ein Business Center, ein Wäscheservice und Laundromaten vorhanden.
Ein Spa gibt es zur Zeit nicht. Es wurde während unseres Aufenthaltes aber daran gebaut. Hoffentlich wird zu dem Zeitpunkt auch der Fitness-Center renoviert, denn der ist im Moment in einem häßlichen kleinen Raum mit billigem PVC-Boden und kahlen Wänden untergebracht. Es gibt dort drei Crosstrainer, drei Laufbänder, zwei Stepper und ein Multifunktionsgerät. Sowas sollte in einem 5*-Hotel eigentlich nicht 'Standard' sein.

Fazit
****
Sehr schönes Hotel, das für eine besondere Gelegenheit sicherlich eine gute Wahl ist. Ansonsten ist das Preis-Leistungs-Verhältnis (wie generell bei Hotels in Waikiki) nicht unbedingt gegeben.
 

FLYGVA

"Ich muss meinen Status verteidigen!"
09.03.2009
1.834
180
DUS
www.hotels-and-travel.de
The Drake Chicago

The Drake Chicago
Januar 2006

LAGE

Das Drake Hotel liegt am nördlichen Ende der Magnificent Mile, wie die Michigan Avenue im nördlichen Teil genannt wird, in der sie Haupteinkaufsstraße ist. Das Drake liegt dabei direkt hinter dem John Hancock Center am East Walton Place und direkt am See (an dessen Rand sich allerdings noch der Lake Shore Drive entlang schlängelt.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Erreichbarkeit mittelpächtig, die Busse die über die Michigan Avenue fahren halten alle am oder in der Nähe des John Hancock Centers bzw. des Water Tower Place. Die Red Line Bahn verläßt man am besten an der Station ″Chicago″, muß dann allerdings noch gute zehn Minuten zu Fuß gehen, was ich mit großem Gepäck eher nicht empfehle. Es gibt allerdings Airport Shuttle Busse die das Drake direkt anfahren, von Midway Airport braucht man ca. 45 bis 60 Minuten, von O'Hara etwa fünfzehn bis dreißig Minuten länger, je nach Verkehrslage.
Damit liegt das Drake zwar eher am Rande der Innenstadt, aber die City con Chicago ist nicht so groß, als daß man nicht alles recht bequem zu Fuß erreichen könnte. Wer shoppen will, ist in dem Hotel gut aufgehoben, gilt doch die nahe Oak Street als Nobelstraße und auch das Water Tower Plaza mit unzähligen Geschäften ist noch keine fünf Minuten entfern. Das Geschäftsviertel bzw. die "Loop" sind etwas weiter weg. Weiter ist relativ, man braucht gemütlich ca. eine halbe Stunde dann ist man auch dort per Pedes.


AMBIENTE

Das 537 Betten Haus (darunter 74 Suiten) wurde in den zwanziger Jahren erbaut und zuletzt 2003 renoviert. Auf einem quadratischen Sockelgeschoß thront das zehngeschossige Hotel in Form eines H. Von außen macht es nicht so viel her, man sieht dem Hotel das Alter durchaus an. Dies ändert sich wenn man den Eingang durchschreitet. Im Erdgeschoß befinden sich einige Geschäfte und Restaurants, die Lobby erreicht man über eine breite mit rotem Teppich ausgelegte Treppe. Der Portier empfängt einen und nimmt sich des Gepäcks an, ganz wie man es von einem upscale Hotel erwartet.
Wer die Treppe nach oben geschritten ist steht in einer größeren Halle. Linker Hand, einige Treppenstufen nach oben ist die Bar und die "obere Lobby". Hier geht es auch zum Restaurant Drake Brothers und einigen Konferenzräumen. Rechter Hand ist die Rezeption und das eher kleine Business Center. Das Interieur kann sich sehen lassen, es ist opulent allerdings auch amerikanisch verspielt. Die Belle Epoque läßt grüßen, wer Design a la W-Hotels erwartet ist hier definitiv verkehrt. Es wirkt etwas plüschig und erinnert dann auch eher an die europäischen Grand Hotels der zwanziger Jahre als an die designorientierten asiatischen Häuser wie das Westin Kuala Lumpur, das J.W. Marriott oder Conrad in Hongkong oder auch das Mandarin Oriental in New York.

Die Zimmer erreicht man über sechs zentrale Aufzüge. Auch hier, rote Sitzbänke in den Aufzügen und Deckenleuchten lassen mich in die 20er Jahre zurückversetzt fühlen. Die Aufzüge schienen allerdings zumindest modernisiert worden zu sein. Die Etagen Flure sind erstaunlich breit und setzten den in der Lobby gewonnen Eindruck fort. Auch hier erinnert vieles in Design an die Erbauung des Hauses. Ordentlich gepflegt, nicht ganz so opulent wie die Lobby.
Ein Tribut an das Alter des Hauses ist der fehlende Pool, das Fitneßcenter wurde damals gerade renoviert, es gab aber einen Ersatz in einem Besprechungsraum in der zweiten Etage. Das dort aufgestellte Equipment war von unterschiedlichem Alter aber durchaus akzeptabel. Wie so oft sorgte auch hier "Life Fitness" für die Ausstattung; dies hat immerhin den netten Vorteil, daß ich die Geräte mittlerweile bedienen kann. Obst und kleine Evian Wasserflaschen ersetzten hier den fehlenden Wasserspender, auch Handtücher lagen bereit. Nervig indes die immer auf- und abdimmende Deckenbeleuchtung, einzig die Wandleuchten leuchteten konstant. Die im Raum erscheinenden Mitarbeiter des Hotels bemerkten dies, unternahmen aber keinerlei Anstrengungen dies abzustellen.

Das Hotel verfügt im Straßengeschoß über einige Geschäfte in einer Shopping Arcade und auch recht gute Restaurant. Das ″Coq d'Or″ serviert neben Cocktails, Wein und Bier auch kleine internationale Gerichte. Im ″Drkae Brothers″ gibt es neben dem morgendlichen Frühstück vor allem Steak Gerichte. Wer Glück hat erwischt einen Tisch mit Blick auf den See, der von einem `breathtaking` wie die Anpreisung im Hotelprospekt behauptet weit entfernt ist. Das eher formelle und u.a. vom Zagat Report ausgezeichnete Restaurant ″Cape Cod Room″ ist bekannt für Fischgerichte. Der ″Palm Court″ ist ein klassisches Lobby Restaurant in dem u.a. HIghtea serviert wird und mittags zwischen 14.00 und 16.20 Uhr eine Harfinistin spielt (Gruß an das Waldorf=Astoria). Die Restaurants sind in Ausstattung und Ambiente genau wie der Rest des Hauses. Opulent in Dekor und Ausstattung ganz im Stil des restlichen Hauses. Allerdings setzen hier und dar auch einige Lampen oder Objekte moderne Akzente. Insgesamt stehen 16 Tagungs-, Ball- und Konferenzräume zur Verfügung, die individuell eingerichtet werden können. Modernen Tagungs- und Konferenztechnik, so das Hotel, stehen zur Verfügung.

SERVICE / CHECK-IN

Es begann recht gut, als das Taxi hielt eilte einer der Doorman zum Taxi und nahm sich meines Gepäcks an und drückte mir im Gegenzug zu der überreichten Dollarnote den Gepäckschein in die Hand. Am Empfang nannte ich wie üblich meinen Namen und daß ich ein Zimmer reserviert hätte. Der Mitarbeiter am Hilton Honors Desk schaute im PC und fragte dann nach der Kreditkarte. Es wäre nett, wenn er mich zunächst begrüßt hätte. Zudem wird dann doch meist angefragt ob man eine gute Anreise hatte und es wird rückgefragt ob die Buchung für eine Nacht ist. Von Freundlichkeit keine Spur, eher etwas versnobt. Ich muß dazu sagen, daß ich eigentlich nicht underdressed war (dunkle Hose, Hemd mit Umschlagmanschette, dunkler Wintermantel) und auch nicht nach Tourist sonder eher nach Geschäftsreisenden ausschaute. Verstanden hätte ich den Snobismus des Menschen am Empfang allerdings auch dann nicht. Nun gut, nach kurzer Zeit erhielt ich dann die Keycard für das Zimmer. Keine Erklärung zu Frühstückszeiten und dem Restaurant, in dem es serviert wird, kein Hinweis auf das temporarily relocated Gym. Ich mußte nachfragen, auch dies halte ich für eher ungewöhnlich. Hinweise auf das gebuchte Zimmer gab es auch nicht, nur der Hinweis, daß es in der vierten Etage liegt, aber darauf wäre ich anhand der 400er Nummer auch allein gekommen. Ich entschloß mich meine weiteren Fragen hinten anzustellen und mir zunächst das Zimmer anzuschauen. Immerhin hatte er sich des Gepäckscheines angenommen, mit Namen wurde ich kein einziges Mal angesprochen. Gerade dies hätte ich hier eigentlich erwartet.

Ich machte mich also auf dem Weg zu meinem Zimmer. Dies lag direkt neben dem Aufzug gegenüber der Wäscheklappe und dem Zugang zum Serviceaufzug. Das Housekeeping noch bei der Arbeit war konnte ich auch sofort einen Eindruck davon gewinnen, das die Lage zwar verkehrsgünstig war, aber nicht gerade ruhig. Das Zimmer hatte Blick auf den See, allerdings befand sich vor dem unteren Fenster ein feines Gitter, wahrscheinlich um Vögel daran zu hindern sich auf dem Fenstersims niederzulassen. Insoweit war der Blick auf den See etwas getrübt. Ansonsten war es ein Standardzimmer. Okay, ich habe Hilton Honors Gold Status und einer der Benefits ist nun mal - falls vorhanden Executive Floor - oder zumindest ein Upgrade. Aber neben dem Aufzug und damit einem der unruhigsten Zimmer bin ich noch nie gelandet, schon gar nicht als Gold. Ich akzeptiere ja viel und bin sicherlich nicht derjenige der wegen jeder Kleinigkeit meckert, aber Zimmer nicht auf Executive Floor, unruhiges Zimmer und Standardzimmer ließen mich in Anbetracht des schon beim Einchecken gewonnen schlechten Eindrucks dann doch zum Check-In zurückkehren. Dort trieb dann der Mensch am Empfang auf meinen Einwand der unruhige Lage und des fehlenden Executive Floor Zimmers meine Laune endgültig auf den Nullpunkt. Er erklärte verstehe nicht was ich hätte. Sie würden nur Diamonds auf den Executive Floor upgraden und ich hätte doch Seeblick. Dann wandte er sich wieder dem Computer zu. Bei allem Respekt, so behandelt man nicht mal Standardkunden. Das Hotel was nicht voll gebucht, eine Zimmertausch weg vom Aufzug - wozu trägt man sonst die Zimmerpräferenzen im Profil ein ???? - wäre das mindeste gewesen.
Gute Miene zum bösen Spiel machen, zurück aufs Zimmer. Das Gepäck wurde prompt gebracht. Immerhin lächelte der Doorman zur Abwechslung mal.

Ich habe mich mit Frustkäufen und Tempotraining auf dem Laufband abreagiert.

Ich muß allerdings ehrlicherweise einschränken, ich hatte diese Berichte im Vorfeld gelesen. Es scheint hier wirklich darauf anzukommen, an wen man gerät. Amerikanische Freunde berichteten mir, dies könne einem im Drake auch als Diamond passieren. Das Hotel würde noch immer von dem Ruf zehren, den es mal gehabt hat. Gerade wer eher die günstigen Raten bucht, braucht nicht damit zu rechnen irgendwelche der eigentlichen zustehenden Benefits in Bezug auf Zimmer zu bekommen.

ZIMMER

Das Zimmer selbst ist klassisch aufgeteilt. Man betritt das Zimmer und befindet sich in einem recht langen Flur. Von diesem geht es in das Badezimmer ab, das für ein Hotelbadezimmer recht groß ist. Ein großer Waschtisch mit eingelassenem Waschbecken, Badewanne in Nische und daneben Toilette. Der kleine Spiegel mit zwei altmodischen Leuchten, daneben der typische Hotelföhn. Die Decke im Badezimmer recht hoch, dort eine gleichfalls altmodische Lampe. Handtücher lagen bereit, ausgelegt für zwei Personen. Duschgeld, Lotion und Seite waren gleichfalls vorhanden, wurden indes beim abendlichen Turndown nicht aufgefüllt; dies mag aber auch daran liegen, daß ich zugegen war, als der Turndown durchgeführt wurde.

Das Zimmer ist groß, verfügt aber nur über ein kleines Fenster und war daher eher dunkel. Vor dem Fenster ein Sessel nebst Beistelltisch. An der einen Wand das Bett mit zwei Nachttischen nebst großer Nachttischlampe, davon eine mit Fehlfunktion; sie ließ sich erst mit dem zweiten Dreh anschalten. Gegenüber dem Bett ein Schrank in dem sich der Fernseher nebst Safe verbarg. Rechts daneben der Schreibtisch, ausreichend groß zum arbeiten, aber er hätte etwas größer sein können. Der Schreibtischstuhl war unbequem Modenanschluß war vorhanden, benutzt indes habe ich ihn nicht. Links neben dem Fernseher die Minibar. Das Angebot war ausreichend, die Preise verhältnismäßig hoch (Evian 4,50 USD, Bier 6,00 USD, kalifornischer Weißwein 18,00 USD, Erdnüsse 4,00 USD). Überrascht und verärgert, es gab eine Kaffeemaschine für eine Tasse. Gut, akzeptiere ich ja noch. Aber der Kaffee kostete 1 USD und das fand ich dann doch eher ein "rip off". Der ist in jedem Holiday-Inn und in jedem Hampton-Inn im Zimmerpreis drin. Besonders ärgerlich, dies sah man erst dann, wenn man einen Blick auf die Preisliste der Minibar tat, was ich grundsätzlich mit als eines der ersten Dinge tue, da ich bei jedem Zimmer, das ich bewohne einer Art Checkliste durchgehe. Der Schrank war ein großzügiger Wandschrank mit regulären Bügeln, in dem sich auch das Bügelbrett und die beiden Bademäntel befanden.
Die Atmosphäre im Raum war irgendwie ungemütlich. Die dunklen Möbel und die fehlenden Bilder an der Wand gepaart mit der schlechten Beleuchtung ließen mich hier nicht richtig heimisch fühlen. Vielleicht war auch meine Grundeinstellung mittlerweile dermaßen auf dem Nullpunkt, aber ich denke ich bin noch objektiv. Denn der Grund hierfür liegt m.E. in dem Zimmer selbst. Die Zimmer sind, insoweit typisch für einen Gebäude aus dieser Zeit, hoch. Das heißt die Wandflächen sind gleichfalls groß. Wahrscheinlich hätte ich den Eindruck nicht, wenn der Raum nicht so hoch wäre, daß auch über Fernsehschrank und Schreibtisch noch viel Platz wäre. Vielleicht hätte auch eine andere Beleuchtung etwas gebracht oder ein zweier Sessel, aber so wirkte der Raum insgesamt etwas verloren.

Das Mobiliar war in tadellosem Zustand, einzig die Türen zum Einbauschrank waren etwas abgenutzt und wirkten durch das häufigere Überstreichen (so meine Vermutung) etwas billig und unattraktiv. Insgesamt merkte man die noch nicht lange zurückliegende Renovierung doch noch anhand des guten Gesamtzustandes der Zimmer.
Wie für viele amerikanischen Hotels gilt auch hier die Lampen sind nicht zentral zu steuern sonder nur an der Lampe selbst. .

Die Matratze war noch okay, sie hätte ruhig etwas härter sein können.
Die Aussicht auf den See und den Lake Shore Drive sind eigentlich recht schön, es stört lediglich das feinmaschige Netz vor der unteren Hälfte der nicht zu öffnenden Fenster. Das Hotel ist klimatisiert und die Klimaanlage recht modern. Sie arbeitet elektronisch und temperaturgesteuert und schaltet sich ein wenn notwendig. Sie läuft leise, effektiv und zugfrei und was mal ein positiver Punkt. Der weitere positive Punkt das Ameniti in Form einer kleinen Schachtel Pralinen, die mir ein freundlicher Keller brachte. Auch das Zimmermädchen für Turndown war freundlich und ließ mir gleich die doppelte Menge Schokolade da als ich sagte ich liebe Schokolade.


FRÜHSTÜCK

Der Voucher für das Frühstück gilt kraft Regeln für ein kontinentales Frühstück, aber sehr häufige bietet das Hotel nur ein amerikansiches Buffet an (wie z.B. das Millenium Hilton am Ground Zero in New York oder viele europäische Häuser) oder man kann auf das große aufzahlen oder es ist wenig los und das Hotel lädt einen ein (wie z.B. im Newark Gateway Hilton). Im Drake wird das Frühstück im ″Drake Brothers″ ab 6.30 serviert. Ich war nicht ganz so früh sondern eine gute Stunde später. Ich mußte kurz warten bis ich plaziert worden bin. Die Frühstückskarte hatte ich bereits am Eingang erhalten. Da es nach einem langen Tag aussah, wollte ich auf das amerikanische Buffet für 21,00 UDS aufzahlen. Ich hätte auch verschiedene Gerichte a la carte wählen können. Nachdem ich zehn Minuten auf einen Kellner gewartet hatte bemühe man sich dann doch mal um mich. Ich orderte also das Buffet und bekam ein "Sehen Sie das hier irgendwo?" als Antwort. "Es wird nicht angeboten. Bitte wählen Sie etwas anderes!" Die Kellner schienen beim Mitarbeiter, der mich gestern eingecheckt hat in die Lehre gegangen zu sein und wieso konnte mir die Servicemitarbeiterin, die mir den Tisch zugewiesen hatte und so was wie die Servicechefin zu sein schien, nicht beim Übergeben der Speisekarte sagen, daß das American Buffet nicht verfügbar sei. Ich orderte also erst einmal eine Kanne Tee und bliebe dann beim kontinentalen Frühstück. Hier kann man wählen zwischen Donut, Croissant und Toast sowie Grapefruit und Melone. Wohlgemerkt wählen, nicht alles. So bekam ich also zwei Croissant, eine Achtel Melone und vier kleine Töpfchen mit Erbeerkonfitüre. Ich liebe es eine so reichhaltige Auswahl zu haben … Es gab dann noch ein Glas Orangensaft. Der Tee schien das Haus vor ernste Probleme zu stellen, er kam erst nach weiteren zehn Minuten mit einem Beutel in der Kanne. Es war schwarzer, man schien es nicht für notwendig zu halten mich nach dem Tee meiner Wahl zu fragen. Einschütten durfte ich mir selbst, das schien die Keller zu überfordern. Dafür nahmen sie mir das leere Orangensaft Glas mitten im Frühstück weg, die Frage ob ich vielleicht noch ein Glas wollte, schien nicht mehr im preislichen Rahmen zu sein.
Ich denke, wenn ich hierfür 15 USD hätte zahlen müssen hätte ich nach meinen Herztropfen suchen müssen, so war es immerhin im Preis enthalten.
Trinkgeld habe ich für diesen Service in Form von 0,20 USD hinterlassen, auch in den USA erwarte ich etwas mehr als das hier gebotene.


PREISE

Die Preise variieren und als Paket bei einem der Veranstalter erhält man meist recht günstige Raten. Bezahlt habe ich knappe 100 USD ohne Taxen, wobei das Frühstück für mich als Hilton Honors Gold im Zimmerpreis enthalten war. Sonst schlägt das kontinentale Frühstück mit 15,00 USD zu buche, das American Breakfast Buffet mit 21,00 USD und wer eine American Breakfast serviert bekommen möchte zahlt 18,00 USD. Auch hier gilt, es sind alle angegebenen Preise Nettopreise.


FAZIT

Nun, das was ich hier erlebt habe, war ein Reinfall sondergleichen. Ich erwarte als Gast mit hohem Status eine andere Behandlung als das, was die meisten Mitarbeiter im Drake geboten haben. Aber auch als einfacher Gast wäre ich mit dem hier gebotenen nicht zufrieden gewesen. Ich bin zwar im Verhältnis zum durchschnittlichen Gast dieses Hotels recht jung (das durchschnittliche Publikum würde ich auf mindestens 50 bis 55 Jahre schätzen), aber das rechtfertigt das versnobte Auftreten des Servicepersonals im Restaurant genausowenig wie das des Mitarbeiters beim Check-In. Ich weiß, was mir zusteht, ich muß mich auch nicht anraunzen lassen, ich bin Gast und kein ungezogenes Kind. Weder vom Kellner noch vom Empfang, das Hotel war nicht ausgebucht, ein anderer Raum hätte machbar sein sollen. Und ich kann es nicht haben für blöd verkauft zu werden. Ich weiß welche Kategorie ich buche und was ich bekomme und dies sollte eigentlich auch dem Empfang klar sein, wenn er einen Gast vor sich hat, der häufiger in Hiltons absteigt …. Ich persönlich denke nicht, daß ich zu hohe Ansprüche habe, auch wenn ich vielleicht für den ein oder anderen selbst etwas versnobt klinge.
Das Preisniveau in einem Hotel dieser Kategorie ist hoch, darüber bin ich mir im klaren. Trotzdem, für den Kaffee im Zimmer sollte man eigentlich nicht zahlen müssen. Die Preise im Restaurant wären eher akzeptabel, wenn der Service erstklassig war. Aber hiervon war er leider meilenweit entfernt. Beim Überreichen der Karte wäre ein Hinweis auf das fehlende Buffet angebracht, wenn er später kommt, dann bitte nicht in diesem Ton und unter Service verstehe ich etwas anderes als mir beim Essen das Geschirr wegzunehmen und mir viermal die gleiche Konfitüre zu bringen. Kleinigkeiten sicherlich, aber es macht die Anzahl der Kleinigkeiten die mich ärgern. Und diese Kleinigkeiten haben mich veranlaßt etwas zu machen, was ich bislang noch nie gemacht habe: ein saftiges Beschwerdeschreiben an den Manager zu faxen. Auf Antworte warte ich nach zwei Wochen allerdings noch immer … Außerdem lege ich in upscale Häusern einen anderen Maßstab an, als in Mittelklassehäusern. Und es gibt in Chicago einige Alternativen wie z.B. das Intercontinental, das Peninsula, ein Four Seasons und das Conrad. Auch die Westin Häuser würde ich noch zählen. Gut ich kenne sie nicht alle selbst, aber ich war in einigen Häusern drin und der Eindruck den ich hier beim Gespräch mit dem Empfang gewonnen habe war ein durchweg anderer. Die Konkurenz ist also da und der Ruf ist nicht alles, insbesondere weil die Insider die Schwächen des Hotels kennen.
Ich werde dem Hotel wahrscheinlich bei Gelegenheit eine zweite Chance geben, aber bis dahin sollte sich einiges geändert haben. Es gibt in Chicago wie gesagt eine ganze Menge Häuser, die doch wohl mehr Service fürs Geld bieten. Die Gelegenheit hat sich bislang noch nicht ergeben ...
 

FLYGVA

"Ich muss meinen Status verteidigen!"
09.03.2009
1.834
180
DUS
www.hotels-and-travel.de
Intercontinental Chicago O'Hare

Intercontinental Chicago O'Hare
Februar 2009, Mai 2009

Lage

Das Hotel liegt in Rosemont, nicht direkt am Flughafen, sondern eine gute zehn minütige Fahrt vom Flughafen entfernt. Am Flughafen selbst liegt in Chicago nur das Hilton O’Hare, die meisten Hotels liegen in Rosemont oder anderen nahe dem Flughafen liegenden Stadtteilen. Direkt neben dem Hotel liegt das Rosemont Theatre und auch das Convention Center ist nur 800 meter entfernt und liegt in noch gehbarer Distanz, wobei auch der Hotelshuttle für Fahrten dorthin zur Verfügung steht. Dieser bringt den Gast auch zum CTA Blue Line Station Rosemont; die CTA ist Teil des öffentlichen Nahverkehrssystems von Chicago und jene Blue Line verbindet den Flughafen mit der Innenstadt (Loop Area).
Auch mit dem Auto ist die Anreise kein Problem. Im näheren Umkreis des Hotels ist ansonsten allerdings nicht allzuviel los. Es gibt zwar einige Restaurants, aber wer abends noch etwas unternehmen will, ist bei der Auswahl etwas eingeschränkt. Immerhin, da nahe Rosemont Theatre ist da noch eine nicht ganz so schlechte Möglichkeit.
Die Innenstadt ist vom Hotel aus in gut 50 Minuten via Shuttle und CTA (Clark / State Station) zu erreichen.
Insoweit bietet sich Hotel entweder für jemanden mit einem frühen Abflug oder einer späten Ankunft an oder der auf der Durchreise ist und nur einen Stopover in Chicago anlegt.

Ambiente

Das Hotel ist ein recht massives t-förmig angelegtes hellbeiges zwölfstöckiges Gebäude. Vor dem Hotel befindet sich Gebäude, in denen Restaurants untergebracht sind, in den hinteren unteren Etagen befinden sich großzügige Konferenz- und Besprechungsräume sowie Ausstellungsflächen.
Man betritt das Hotel durch eine Drehtür und einen sich daran anschließenden Windfang. Nach links befindet sich dann die Lobby. Diese ist recht hell und offen mit einigen Sitzgelegenheiten und Raumteilern, an denen moderne Gemälde hängen. Der Check in Bereich ist sehr großzügig gestaltet, war bei meiner Ankunft aber nur mit einer Person besetzt. Passiert man diesen Bereich, dann gelangt man zur „Ice Bar“.
Das Restaurant „Capital Grill“, daß bei meinem Aufenthalt geschlossen war liegt rechts vom Empfang und auch dem Eingang. Schräg gegenüber dem Eingang befinden sich die Aufzüge und passiert man den Gang vor den Aufzügen, so gelangt man zur Club Lounge und zum Fitneßraum.
Der Fitneßraum ist schmal aber recht lang und verfügt über moderne Geräte, einen Wasserspender und auch Handtücher stehen bereits. Der Raum wirkt insgesamt sehr nüchtern, aber ein Fitneßraum muß nun auch nicht gemütlich sein.

Die Club Lounge wurde während beider Aufenthaltes nicht als solche genutzt. Da die Auslastung in Chicago in den Wintermonaten generell eher niedrig ist, wird diese in dieser Zeit als Restaurant genutzt. Nach Auskunft des Hotels im Februar wird die Club Lounge wieder ab Mai als solche genutzt und dann auch wie gewohnt zur Verfügung stehen; dies war dann aber nicht der Fall und wohl auch später noch nicht.
Ob dies nur in diesem Jahr oder regelmäßig der Fall ist konnte man mir bei meinem Aufenthalt nicht sagen. Ich denke hier spielt der Umstand, daß das Hotel unter Chapter 11 agiert auch eine Rolle.
Das gesamte Interior des Hotels ist sehr modern und nüchtern gehalten, was mir persönlich sehr gut gefallen hat, aber wohl nicht unbedingt jedem gefallen muß. Es wird im Lobbybereich sehr viel helles Material verwendet. Das Restaurant „Capital Grill“ ist dabei nach dem Blick ins innere eher eine typisch amerikanisches Restaurant mit dunklem Holz, Holztischen und Bänken bzw. Stühlen, halt ein wenig Steakhaus. Die Bar verfügt über einen Tresen und einigen Sesseln bzw. Stehtischen. Hier wird in der Regel wohl eher gestanden als gesessen. Bei meinem Aufenthalt waren aber auch hier nicht so viele Gäste anwesend und es war ausgesprochen leer. In einem separaten Gebäude, aber dem Hotel angegliedert, befindet sich das „McCormick & Schmick's Seafood Restaurant“
Die Flure auf den einzelnen Etagen sind insgesamt eher dunkel gehalten.

Check-in / Check-out / Service

Ich bin vom Flughafen mit dem Shuttle, der dort praktischerweise gerade wartete, zum Hotel gefahren und dort gegen 19:40 Uhr angekommen. Am Check in wurde ich freundlich von dem dort tätigen Mitarbeiter begrüßt. Die Anrede erfolgte mit Namen und man erkundigte sich, ob ich eine gute Anreise gehabt hatte. Erst dann folgte die Frage nach der Kreditkarte zur Garantie. Der Check-In Mitarbeiter wies mich dann noch auf das Upgrade hin und händigte mir im Februar 09 einen Umschlag mit vier Voucher (zwei Getränke, eine Vorspeise und kontinentales Frühstück) aus und erläuterte mir den Weg zum Aufzug. Gefehlt haben hier nur der Hinweis auf die Lage des Fitneßcenters, das aber ausgeschildert ist, wie ich bereits gesehen hatte. Alles in allem fast perfekt. Im Mai gab es diese Voucher dann leider nicht (mehr), zumindest nicht bei der von mir gebuchten Rate.

Der Check out lief gleichfalls sehr routiniert und freundlich ab. Man erkundigte sich, ob ich zufrieden gewesen sei und ob alles so sei, wie ich es mir gewünscht habe. Auch hier erfolgte die Anrede mit Namen und man war freundlich.
Die Mitarbeiter, mit denen ich während meines Aufenthaltes zu tun hatte, waren wie auch schon die des Check in freundlich zu zuvorkommend.

Zimmer

Aufgrund meines Status im Gästeprogramm einerseits und der wohl geringen Auslastung des Hotels bin ich bei beiden Aufenthalten in eine Suite upgegradet worden.

Man betrat die Suite und befand sich im Flur. Hier befand sich die Gästetoilette, großzügig und modern gestaltet. Allerdings hatte das moderne Design auch so seine Tücken, denn das Waschen der Hände führte aufgrund des etwas zu kurz geratenen Wasserhahns dazu, daß man die Fläche zwischen Wand und Waschbecken naß machte.
Der Wohnbereich war schon größer als so manches Zimmer, daß ich bewohnt habe. Hier gab es an der innenliegenden Wand zur Gästetoilette eine Art Bar mit einer großzügigen Ablagefläche mit Espresso- bzw. Kaffeemaschine. Auch befanden sich hier die elektronisch gesteuerte Minibar sowie einige Schränke. Der Spiegel an der Wand ließ den Raum hierbei optisch noch etwas größer wirken. Dominiert wurde das Zimmer von dem großzügigen Sofa mit Tisch. An der linken Wand befand links neben der Schiebtür zum Schlafzimmer der große Flat TV und links der Schreibtisch mit Lampe und Telefon sowie versenkten Steckdosen und LAN Anschluß. Die Nutzung des Internet war kostenpflichtig, die Nutzung kostete 12,95 USD / Tag. Wie vielfach üblich wurde auch hier für die Nutzung des Internets eine Gebühr erhoben, während die Mittelklasse Hotels wie Hilton Garden Inn, Holiday Inn oder Crowne Plaza die Nutzung immer bzw. in den meisten Fällen in den USA unentgeltlich anbieten. Ich mußte sowohl im Februar als auch im Mai die Nutzung bezahlen.

Insgesamt war auch dieser Bereich modern und in dunkleren Tönen gehalten. Die großzügigen Fenster sowie die Bilder an den Wänden und die eher warme Beleuchtung ließen diesen Bereich aber nicht ungemütlich wirken.
Durch die schon erwähnte Schiebetür gelangte man in das Schlafzimmer. Hier befand sich das große Doppelbett mit zwei Nachttischen nebst Nachttischleuchte. Zusätzlich zu diesen gab es über dem jeweiligen Bett in einer Art Umrandung zwei Halogenspots als Leseleuchten. Das Bett war komfortabel und die Matratze eher hart, was aber ganz nach meinem Geschmack ist. Auf den Nachttischen einmal ein schnurloses Telefon, zum anderen eine iPod Docking Station. Vor dem Fenster stand eine Ottomane nebst Tisch. Ein großer Kleiderschrank, in dem sich auch der Safe sowie das Bügelbrett befanden, stand rechts neben der Schiebtür an der Wand zum Wohnbereich. Die Ablageflächen waren großzügig und die Anzahl der vorhanden regulären Kleiderbügel sollte ausreichen.

Vom Schlafzimmer gelangte man in das innen liegende großzügige Badezimmer. Dieser mit dunklen Fliesen ausgestattete Raum verfügt über ein modernes freistehende Waschbecken. Wie auch schon in der Gästetoilette war hier nicht immer zu verhindern, daß Wasser auf den Boden gelangte und ich habe schon etwas die Ablageflächen am Waschbecken vermißt. Ich hätte es irgendwie praktischer empfunden, wenn dieses Waschbecken in der Gästetoilette gestanden hätte und das sich dort befindliche Waschbecken mit Waschtisch hier. Aber der Innenarchitekt war anderer Auffassung. Gleichfalls vorhanden war hier eine tiefe Badewanne, leider ohne Duschschlauch. Eine Duschkabine mit Regenschauerdusche befand sich auf der gegenüberliegenden Seite. Da es hier keine Tür gab, ließ sich auch hier nicht ganz verhindern, daß Wasser ins Bad gelangte, wenn gleich auch erstaunlich wenig. Leider gab es auch hier nur den Regenschauerdusckopf, keine zusätzliche Handbrause wie z.B. im Intercontinental in Berchtesgaden. Nicht ganz so praktisch. Allerdings auch hier das typische Probleme vieler Regenschauer Duschen in Hotels, tw. waren die Düsen verkalkt. Zwar konnte man dem auch hier mit einem Rubbeln über die Gumminoppen der Düsen größtenteils abhelfen, aber ärgerlich ist es trotzdem. Die Toilette lag in der hinteren Ecke des Badezimmers. Ein Telefon war im Badezimmer gleichfalls vorhanden. Handtücher waren für drei Personen vorhanden und auch zwei Bademäntel nebst Hausschuhen lagen für den Gast bereit. Die Bathroom Amenities waren von Elemis.
Ein Turndown Service wurde angeboten.
Das Amenity bestand aus einer großen Flasche Evian, einem Obstteller sowie Schokoladenkeksen bzw. nur dem Obstteller beim zweiten Aufenthalt.

Das Zimmer war in einem ausgezeichneten Zustand, keinerlei Kratzer oder Flecken. Dies sollte aber in einer Suite nach gerade einmal einem halben Jahr seit der Eröffnung auch nicht der Fall sein. Das Design des Zimmers ist modern und hebt sich aus den ansonsten etwas biederen us-amerikanischen Hotelzimmern deutlich ab und war insoweit eine angenehme und willkommene Abwechslung. Leider folgt hier die Form nicht immer der Funktion (form follows function) und die ein oder andere Unzulänglichkeit, die dem Design geschuldet war, muß man hinnehmen. Da fallen so Kleinigkeiten, wie daß es neben der Tür zum Schlafzimmer keinen Lichtschalter gibt oder die gerade in den USA sehr häufige Unsitte nur separat zu schaltender Steh- oder Tischleuchen zu haben kaum noch ins Gewicht. Trotzdem, allein schon des Designs wegen würde ich hier wieder absteigen.

Food & Beverage

Nachdem ich im Flieger nicht ganz so viel gegessen hatte und den Abend noch etwas ausklingen lassen wollte, die Voucher für zwei Getränke und einen Appetizer haben ihren Zweck voll erfüllt, bin ich noch in die Bar gegangen, die auch kleine Gerichte serviert.
Mein Voucher war gut für eine Suppe und so orderte ich neben einem Glass Wein eine Suppe und einen kleinen Cesar Chicken Salat. Das Personal war freundlich, hilfsbereit und sehr aufmerksam. Der Wein, obwohl offen, wurde mir erst zum probieren gegeben. Auch wenn der Pinot Grigio eine Spur zu kalt war, so fand ich es doch für die USA bemerkenswert, daß ich vorher probieren durfte. Die Suppe kam leider nur kurz vor dem Salat, aber da ich zwei Vorspeisen gewählt habe, sei dies der Küche verziehen. Die bestellten Gerichte waren okay, die Suppe eine asiatische Gemüsesuppe hatte frisches Gemüse und war auch geschmacklich gelungen, bei einem Cesar Salat kann man nun nicht soviel verkehrt machen, frisch war der Salat auf jeden Fall.
Preislich war das ganze okay, der Wein hätte ohne Voucher 7,00 USD gekostet, die Suppe 8,00 USD und der Salat 10,00 USD , alle Preise ohne Steuern.
Das Frühstück wurde nicht im Restaurant sondern in der Lounge serviert. Es gab Cerealien, Bagels, Toasts, Pastries, Philadelphia, Frisches Obst als kontinentale Variante, in der amerikanischen Version kamen dann noch Pancakes, Rührei, Hashed Potatoes dazu. Es war hier auch möglich eine Omelette oder andere Eierspeisen zubereitet zu bekommen.
Tee (Beutel von gehobener Qualität) oder Kaffee brachten die Mitarbeiter an den Platz, genau wie auch Orangensaft. Der Service war freundlich. Ich bin allerdings der Meinung, daß dies mit der Situation, wenn das Hotel besser belegt ist und auch das reguläre Restaurant geöffnet ist, kaum vergleichbar ist.

Fazit

Alles in allem ein Hotel, das mich positiv überrascht hat. Hier findet der Gast nicht das typische us-amerikanische Blümchen Muster, sondern ein modernes Design. Auch wenn das Interior in vielen Bereichen von eher dunklen Tönen dominiert ist, so ist es doch gelungen. Daß es dabei einige Schwächen im Bereich auf die praktische Ausgestaltung gibt, wie die fehlenden Handbrause in der Dusche oder der zu kurze Wasserhahn in der Gästetoilette sowie fehlende Ablagemöglichkeiten rund um das Waschbecken im Badezimmer sind zwar ärgerlich aber noch im Bereichen der tolerierbaren Unzulänglichkeiten.
Das Personal ist durchweg freundlich und aufmerksam, was vielleicht auch an der geringen Auslastung gelegen haben kann, die im Februar war.
Vermißt habe ich allenfalls den Pool, ansonsten ist die Lage, wenngleich auch nicht innerhalb des Flughafens und mit direktem Zugang wie das Hilton, kein Nachteil. Denn die Fahrzeit mit dem Shuttle ist gering und vom Terminal 5, in dem die internationalen Flüge ankommen und auch einige Flüge abfliegen wie z.B. Swiss, Asiana, Lot, etc. ist man mit dem Shuttle fast schneller im Intercontinental als per Flughafen Shuttle im Hilton.
 

FLYGVA

"Ich muss meinen Status verteidigen!"
09.03.2009
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DUS
www.hotels-and-travel.de
Hilton Fort Lauderdale Airport

Hilton Fort Lauderdale Airport
April 2009

Lage

Das Hilton Fort Lauderdale befindet sich nah des Fort Lauderdale Hollywood Airport an der Interstate 95 und ca. 30 - 40 Minuten per Auto vom internationalen Flughafen von Miami entfernt. Zum Airport in Fort Lauderdale verkehrt rund um die Uhr vom Hotel ein Shuttle, ansonsten ist die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln eher schlecht um nicht zu sagen nicht existent.
In der näheren Umgebung des Hotels gibt es gleichfalls nicht so viel zu sehen, so daß man hier zwingend auf ein Auto angewiesen ist, um in Fort Lauderdale oder der näheren Umgebung zu shoppen oder ein Restaurant aufzusuchen.
Das Kreuzfahrtterminal in Lauderdale ist bequem in 15 Minuten per Auto erreichbar und verschiedenen öffentlichen Strände gleichfalls in 15 bis 20 Minuten.
Es gibt im Umkreis des Hotels und in ca. 30 Minuten zu erreichen allerdings einige (Outlet) Malls.

Ambiente

Das Hotel ist besteht aus einem L-förmigen beigen Hauptgebäude mit acht Etagen und einem separaten niedrigen Gebäude auf dem begrünten Hotelgelände. Der Eingangsbereich liegt dabei auf der von der Straße abgewandten Seite. Eine kleine Stichstraße führt zum Eingang des Hotels und zum Parkhaus.
Man betritt das Hotel durch eine Schiebetür von der überdachten Vorfahrt und befindet sich sodann in der Lobby mit einem kleinen Brunnen. Auf der linken Seite, ein gutes Stück vom Eingang entfernt, befinden sich die Check In Desk sowie einige Sitzgelegenheiten. Der Check In Bereich ist recht großzügig und es können je nach Bedarf und Belegung mehrere Personen gleichzeitig ein- oder ausgecheckt werden. Der Bereich reicht hier über zwei Etagen und eine Treppe führt ins Obergeschoß, wo sich hauptsächlich die Veranstaltungs- und Konferenzräume befinden.
Auch gibt es hier einen Barbereich, Liquid Lounge genannt, in dem man abends noch was trinken kann. Zudem steht eine kleiner Starbucks Shop bereit.
Insgesamt ist dieser Bereich sehr großzügig zugeschnitten.
Auf der rechten Seite vom Eingang ist das Restaurant „Ocean Blu“, das Frühstück sowie Mittag und Abendessen serviert.

Im recht nett angelegten Garten vor dem Hotel befindet sich der große Freiform Pool mit einem Whirlpool. Um den Pool stehen einige Sonnenliegen und Hängematten. Der Pool ist von 06:00 zu 22:00 geöffnet, während der Jacuzzi nur zwischen 08:00 und 20:00 benutzt werden sollte. Badetücher sowie Sonnenschirme sind gleichfalls vorhanden.

Das Fitneßstudio des Hotels befindet sich in einem separaten Gebäude und kann vom Hotel über einen überdachten Gehweg erreicht werden, der auch zum Parkhaus führt. Das Gym verfügt über eine moderne Ausstattung, zwar nicht die allerneuesten Maschinen, aber eine insgesamt doch recht gute und brauchbare Ausstattung mit Laufbänden, Steppern, kardiovaskulär Geräten. Geräte zum Training des Oberkörpers sind gleichfalls vorhanden, aber insgesamt etwas unterrepräsentiert. Das Gym ist 24 Stunden am Tag geöffnet.
Konferenz- und Besprechungsräume stehen in unterschiedlicher Größe zur Verfügung. Bedauerlicherweise verfügen die meisten Räume aber nicht über Tageslicht, was ich bedauere - dafür wird man aber nicht abgelenkt.
Ein Parkhaus befindet sich hinter dem Hotel; die Kosten für die Nutzung betragen 14 USD pro Tag, wobei die Ein- und Ausfahrt jederzeit möglich ist. Valet Parking ist gleichfalls möglich.

Die 388 Zimmer des Hotels werden von der Lobby aus über vier Aufzüge erreicht. Wartezeiten entstehen so gut wie keine.
Eine Executive Lounge ist nicht vorhanden. Es gibt auf der oberen Etage eine Dachterrasse, die einen Blick auf den Airport bietet.

Check in / Check out / Service

Ich kam im Hotel um 19:50 an und wurde von einem Auszubildenden eingecheckt. Ich wurde freundlich begrüßt aber nicht namentlich angesprochen. Die Wahl des Hilton HHonors Gold Amenities wurde noch einmal bestätigt und Öffnungszeiten des Pools und des Gyms wurden mir genauso erklärt wie mir auch eine Parkkarte übergeben wurde, die ich ins Auto legen konnte, um so ohne Bezahlung die Kasse passieren zu können, wenn ich während meines Aufenthaltes das Hotel mit dem Wagen verlassen habe. Mit Ausnahme der Anrede eine durchaus guter und eher überdurchschnittlicher Service.​
Der Check out verlief zügig. Die Anrede erfolgte diesmal mit Namen und die mehrfach gebuchten Kosten für das Internet (jedes Gerät generiert gesonderte Kosten) wurden von der Zimmerrechnung herunter genommen. Man erkundigte sich ob alles zu meiner Zufriedenheit gewesen sei und wünschte mir noch eine gute Reise.​
Die während des Aufenthaltes kontaktierten Mitarbeiter waren ausnahmslos freundlich und hilfsbereit. Technische Probleme im Tagungsraum wurden umgehend und vor allem erfolgreich behoben.​
Insgesamt überwiegend freundliches und zuvorkommendes Personal.​

Zimmer

Der Raum war typisch für so viele Hotelzimmer, vor allem in den USA.​
Nach Betreten des Raumes befand man sich sofort im Zimmer, einen Flur gab es hier nicht. Das Badezimmer war auf der linken Seite und eher klein. Es verfügte über Bad, Toilette und Wanne und insgesamt war es ausgesprochen schmal. Es war unlängst renoviert worden und daher waren die Armaturen wie auch Duschvorhang und Duschkopf in einem ausgesprochen guten Zustand. Bathroom Amenities waren von Crabtree & Evelyne; es gab drei große und drei kleine Handtücher, ich vermißte aber irgendwie die mittelgroßen. Bademäntel waren im Wandschrank im Raum vorhanden. Der Wasserdruck hätte ein wenig stärker gewesen sein können.​
Der Föhn war hier kein Wandmodell, sondern lag in einem Leinenbeutel auf dem Waschtisch, in den das Waschbecken bündig eingelassen war. Der dahinter befindliche Spiegel lief beim Duschen wie üblich an.​
Die Bathroom Amenities wurden täglich aufgefüllt und die vorhandenen Handtücher komplett gewechselt, auch wenn dies eigentlich gar nicht gewünscht war.​
Der Raum selbst war von mittlerer Größe, mit zwei King Betten auf der linken Seite und einem Nachttisch zwischen den selbigen, auf dem sich der Hilton Signature Wecker, hier in der Version mit CD-Player, und eine Lampe befanden. Die Betten verfügten über ein fast raumhohes Kopfteil, in deren oberen Bereich drei Halogensport als Leselampen eingelassen waren.​
Gegenüber von dem Bett war der Fernsehapparat auf einem Sideboard. Rechts daneben befand sich ein weiteres Sideboard, in welches bei Bedarf ein Kühlschrank gestellt werden konnte, wenn der Gast dies wünschte. Auf eine Minibar mußte man hier aber verzichten. Auf dem Sideboard waren die Lavazza Kaffeemaschine sowie die beiden Wasserflaschen.​
Der Schreibtisch stand am Fenster, eine Lampe sowie ein schnurloses Telefon befanden sich auf ihm, genau wie der LAN Anschluß. Der Stuhl am Schreibtisch war ein ergonomisches Exemplar, wie ich zu meiner Entzückung feststellte. Ein Arbeiten am Schreibtisch war problemlos möglich, dieser war auch groß genug um neben dem obligatorischen Laptop noch weitere Unterlagen abzulegen. Es hätte nur etwas mehr Steckdosen in unmittelbarer Nähe des Schreibtisches sein können.

Die am Fenster angebrachte Klimaanlage wurde elektronisch gesteuert und arbeitete fast ohne irgendeinen Zug. Die schallisolierten Fenster konnten aber auch geöffnet werden. Vor dem Fenster war ein Sessel und in der Ecke eine Stehlampe, die auch als Leselampe für im Sessel sitzende Gäste fungiert.

Das Bett war für meinen Geschmack etwas zu weich, aber die Matratze war definitiv erneutet und nicht durchgelegen.

Bügelbrett und -eisen befanden sich im Schrank, der sich neben der Eingangstür befand.

LAN/W-LAN war vorhanden, kostet aber 9.95 USD bis Mittag am gleichen Tag, 12.95 USD für 24 Stunden und 19.95 USD für den gesamten Aufenthalt. Wie übliche buchen sich iPhone, zweiter Laptop doppelt verursachend ein, das nimmt man beim Check Out aber raus.

Insgesamt befand sich das Zimmer in einem ausgesprochen guten Zustand. Das Bett, nicht nur die Matratze, war neu, wohingegen ich beim Schreibtisch davon ausgehe, daß es sich um ein Exemplar handelt, daß auch schon vor der Renovierung der Zimmer in selbigen gestanden haben könnte. Sowohl Möbel wie auch Teppich und Wand wiesen nur wenige Schrammen, Kratzer oder Flecken auf und man mußte schon suchen, um welche zu finden.​
Das Design ist allerdings typisch und versprüht eher weniger Flair, sondern war solider Durchschnitt. Zwei Gemälde an der Wand sorgten für einen Akzent. Im Eingangsbereich war der Raum gefliest, ansonsten mit dunklem Teppich ausgelegt. Die eher dunkel tapezierten Wände sowie das dunklere Mobiliar ließen den Raum dabei etwas dunkel wirken, aber er war nicht ungemütlich und durch die Größe wirkte er auch nicht so erdrückend.​

Food and Beverage

Frühstück wird im Restaurant „Ocean Blu“ von 06:00 morgens bis 10:30 serviert. Es handelt sich um ein Buffet mit kalten Speisen wie Käse und Wurst. Es gibt Früchte wie Ananas, Melonen, geschnittene Orangen und Pampelmuse, Bagels, Muffins, Cerealien, Toast und auch warme Gerichte wie Kartoffeln, Rührei, Speck und Würste. Omelette und Spiegeleier werden auf Wunsch von einem Koch am Buffet zubereitet.
Tee und Kaffee werden wie auch Orange und Grapefruitsaft durch die Mitarbeiter im Restaurant serviert.
Die Qualität war okay, die Aufmerksamkeit der Mitarbeiter hätte ein wenig besser sein dürften. Es wird hier im übrigen nicht zwischen kontinentalem und amerikanischem Buffet unterschieden.Für HHonors Gold und DIamond, es gibt nur das amerikanische Buffet, ein kontinentales wird nicht angeboten.
Neben dem Buffet ist es aber auch möglich Gericht a la carte zu ordern.​
Die Mahlzeiten, die wir mittags im Hotel einnahmen, waren okay. Keine kulinarischen Highlights, aber für us-amerikanische Verhältnisse durchaus akzeptabel. Die Süßspeisen waren mit allerdings eine Spur zu süß.​

Fazit

Es handelt sich um ein solides und typisches Hilton Hotel, das mit dem Auto leicht erreicht werden kann. Auch die Verkehrsanbindung ist ziemlich gut. Die Zimmer sind renoviert, aber entsprechen dem typischen (Hilton) Kettenhotel Ambiente, dafür weiß man, daß man den gewohnten Standard auch hier vorfindet. Der Pool und das Gym sind nette Annehmlichkeiten und der Konferenzbereich ist großzügig, wenngleich die meisten Konferenzräume nicht über Tageslicht verfügen.​
Insgesamt würde ich dieses Hotel als ein überdurchschnittliches Hilton Hotel ansehen, sowohl was die Freundlichkeit der Mitarbeiter als auch was den Zustand des Hotels angeht.​
Ich würde dieses Hotel für weitere Aufenthalte, insbesondere wenn ich ein Auto habe, in Erwägung ziehen. Wer allerdings ohne PKW nur in Fort Lauderdale oder direkt an der Küste wohne will, der sollte ein anderes Hotel nehmen. Denn ohne Auto ist man hier aufgeschmissen.

Fotos sind hier zu finden
 
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FLYGVA

"Ich muss meinen Status verteidigen!"
09.03.2009
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Hilton Philadelphia City Avenue

Hilton Philadelphia City Avenue
August 2009
Lage

Das Hilton Philadelphia City Avenue liegt an selbiger Straße und damit etwas außerhalb der Innenstadt. Wie in so vielen us-amerikanischen Großstädten ist der öffentliche Personennahverkehr nicht wirklich existent, so daß es von hier aus nicht ganz so einfach ist in die Innenstadt zu kommen. Mit dem Auto bzw. einem Taxi geht es indes in rund 15 Minuten recht zügig.
In der näheren Umgebung des Hotels gibt es hauptsächlich Bürogebäude, einen Target Supermarkt und einige wenige Restaurants. Insoweit ist die Umgebung nicht ganz so prickelnd, wenn man abends noch etwas unternehmen will, ohne gleich ein Taxi oder den (Leih)Wagen bemühen zu wollen. Dafür ist man jedoch sehr schnell auf der nahen Interstate oder im Umland von Philadelphia.


Ambiente

Das Hotel mit seinen 209 Zimmern ist in einem mittelgroßen Gebäudekomplex untergebracht und vom Design her nicht untypisch für Hilton-Hotel. Im selben Gebäudekomplex ist auch noch ein Homewood Suites untergebracht mit dem sich das Hilton den Pool teilt.
Man betritt das Hotel über eine kleine überdachte Vorfahrt und gelangt dann in die mittelgroße Lobby, in der es auch einige Sitzgelegenheiten gibt sowie einen Wasserspender mit Wasser, in dem zur geschmacklichen Verstärkung einige frische Orangen schwammen. Etwas, was ich interessanterweise in Philadelphia häufiger gesehen habe, aber danach nicht mehr in anderen Städten.
Rechts neben dem Eingang befindet sich der Bereich mit den Check-In Desks, an dem zwei Personen zeitgleich eingecheckt werden können. Dieser Bereich ist eher klein und nicht so einladend. Direkt daneben befindet sich ein kleiner Kiosk, wie man ihn eigentlich eher aus Hilton Garden Inn Hotels kennt, in dem Reiseartikel und Süßigkeiten gekauft werden können, im Gegensatz zu Hilton Garden Inns jedoch keine Fertiggerichte.
Nach links geht es zu den Aufzügen, die den Gast zu den Etagen bringen, geradeaus zur Bar und zum Restaurant.
Das Business Center und die 9 Konferenzräume sowie der Fitnessbereich und Pool befinden sich im Erdgeschoss (oder nach amerikanischer Zählung „First Floor“) und sind über einen langen Gang, der links vom Empfang abgeht zu erreichen. Der Ballraum ist mehrach unterteilbar und Konferenzen für über 1000 Personen sind von der Kapazität kein Problem. Das Tagungsequipement wie Projektor, Flipchart, etc ist vorhanden und wird bei Bedarf bereit gestellt.

Das Gym ist klein, aber die Geräte sind recht modern. Der Pool liegt recht nett durch eine Glaswand vom Gym getrennt. Der Pool ist klein, ca. 4 x 8 Meter und recht schnell voll. Auch hier war das Wasser stark gechlort, leider habe ich dies in den USA häufiger erlebt und wirklich angenehm ist dies nicht. Ein Whirlpool war nicht vorhanden.
Um den Pool standen einige Liegen und auch Handtücher waren vorhanden, wenn gleich diese bei meinem morgendlichen Besuch um 06:00 Uhr noch nicht aufgefüllt zu sein schienen.
Ein Umkleideraum mit Dusche und Toilette war vorhanden, war aber vom Flur zu erreichen. Ich kann mir vorstellen, dass dies dem ein oder anderen vielleicht eher unangenehm ist, vor allem, wenn die Tagungs- und Besprechungsräume belegt sind.

Stilistisch ist das Hotel kein besonderes Highlight, solide und typisch amerikanischer Durchschnitt halt. Allerdings gab es hier mit Blumen und Accessoires einige nette Akzente, die man dann doch nicht in jedem Hilton findet.


Check In / Check Out / Service

Wir sind gegen 15:00 Uhr im Hotel angekommen und haben den Wagen in der Auffahrt geparkt, da wir noch einmal weg wollten. Die beiden hier tätigen Mitarbeiter, die auch die Wagen parkten, bemerkten uns zwar, auf den Gedanken mir oder meiner Begleiterin mit dem Gepäck zu helfen geschweige denn die Tür aufzuhalten sind sie nicht gekommen. Sie unterhielten sich lieber weiter. Dankenswerterweise setzte sich dieser erste wenig berauschende Eindruck nicht fort, denn im Hotel sind wir dann freundlich begrüßt worden. Man erkundigte sich nach der Anreise und die Anrede erfolgte mit Namen. Da noch nicht ganz klar war, ob das für uns vorgesehene Zimmer bereits bezugsfertig war, musste der Mitarbeiter am Front Desk telefonisch beim Housekeeping nachfragen, ob dies der Fall sei. Während er auf den Rückruf wartete, erläuterte er uns die Features des Hotels. Er erklärte die Lage des Restaurants und der Bar und wies auf die Club Lounge hin. Wir erhielten zudem zwei Voucher für das Frühstück im Restaurant. Pool und Gym wurden gleichfalls erwähnt. Hilfe mit dem Gepäck wurde mir angeboten, aber wir sahen uns in der Lage, unser Gepäck auch selbst zu transportieren. Die beiden Mitarbeiter im Eingangsbereich hatten sich durch ihr Verhalten bei unsere Ankunft selbst disqualifiziert.

Der Check Out verlief zügig, die Rechnung, die ich bereits nachts unter der Tür durch geschoben erhalten hatte, stimmte und so war nur noch die Differenz zwischen amerikanischen und kontinentalen Frühstück hinzuzubuchen. Auch die von mir gewünschte Rechnung für die vorausbezahlte Übernachtung war erstellt, allerdings wurden auch hier zwei getrennte Rechnungen generiert. Das alles war relativ zügig erledigt und nachdem man sich noch erkundigt hatte, ob alles zu meiner Zufriedenheit gewesen sei, wünschte man mir eine gute Reise. Der Wagen war allerdings vom Valet Service noch nicht bereit gestellt worden, aber der Mitarbeiter kam einige Minuten später dann vorgefahren und half auch beim Verstauen des Gepäcks. Es war im übrigen andere Mitarbeiter im Dienst als bei der Ankunft.

Die Mitarbeiter, mit denen ich während meines Aufenthaltes Kontakt hatte, waren mit Ausnahme der beiden Mitarbeiter bei der Ankunft, freundlich und zuvorkommend, insbesondere war der Service im Restaurant eher überdurchschnittlich zu nennen – dies bezogen auf amerikanischen Service..

Zusammenfassend daher trotz des negativen ersten Eindruck ein leicht überdurchschnittlich freundlicher Service.


Zimmer

Die Zimmer sind klassisch zugeschnitten.

Nachdem man das Zimmer betreten hat, steht man in dem kleinen Flur.

Im Flur befindet sich der großzügige Kleiderschrank mit Bügeleisen und -brett. Normale, d.h. nicht diebstahlsichere Bügel stehen in ausreichender Anzahl zur Verfügung.

Das Badezimmer erreicht man gleichfalls vom Flur aus. Es ist groß und verfügt über Badewanne, Waschbecken und Toilette. Ein Föhn steht zur Verfügung, genau wie ein Rasier- / Kosmetikspiegel. Das Waschbecken ist bündig in den Waschtisch eingelassen, dahinter befindet sich der große Spiegel. Wie üblich läuft er an, wenn man geduscht hat.
Der Duschkopf mit Massagefunktion war wie auch der Duschvorhang in einwandfreiem Zustand.
Handtücher lagen für zwei Personen bereit. Die Bathroom Amenities waren von Crabtree & Evelyne. Insgesamt ein typisches Badezimmer, wie man es in unzähligen Hilton Hotels in den USA vorfindet.

Das Zimmer selbst verfügte über zwei großzügiges Kingsize Betten auf der rechten Seite nebst Nachttisch mit einer Nachttischlampe. Ein Telefon befand sich hier genauso wie der obligatorische Hilton Wecker. Dem Bett gegenüber war auf einer Kommode der Flat TV.
Der großzügige Schreibtisch mit Lampe stand an am Fenster. Neben Telefon und LAN Anschluss befand sich hier auch eine Lampe nebst Steckdose. Die Nutzung des Internets war hier leider kostenpflichtig, die Preise hierfür bewegten sich mit 9,95 USD allerdings noch im Rahmen. Unverständlich ist es mir aber immer noch, dass dieses Feature nicht unentgeltlich angeboten wird; aber es ist halt eine recht sichere Einnahmequelle.

Vor dem Fenster befand sich eine Ottomane nebst Beistelltisch und Stehlampe.

Das gesamte Mobiliar war in einen guten Zustand. Es gab so gut wie keine Gebrauchs- und Abnutzungserscheinungen am Mobiliar. Dies galt auch für den Teppich. Lediglich die Wand wies einige Kratzer auf. Die dunkle Verkleidung der Wand hinter den Betten wirkte zwar edel, ließ den Raum aber leider etwas dunkel wirken.

Das Bett war für meinen Geschmack eher weich, aber im Vergleich zu anderen us-amerikanischen Hotels durchaus nicht so schlecht. Zudem verfügen die Zimmer in diesem Hilton bereits über die Hilton Serenity Beds, sozusagen Hilton Antwort auf die vergleichbar verbesserte Qualität der Betten in Hotels der Konkurrenz. Und wie so oft gab es viel zu viele Kopfkissen.

Die Klimaanlage war unter dem Fenster angebracht und arbeitet leider wie so oft bei diesen Exemplaren weder geräuchs- noch zugfrei. Wir haben sie daher ausgestellt, zudem ließ sich das Fenster öffnen. Der Blick ging auf ein Wasserreservoir und war damit noch recht angenehm.

Vom Design der Einrichtung her war es typisches Hilton Mobiliar, wie man es in den USA häufig antrifft und als häufiger Gast in Hotels dieser Kette fühlt man sich dann gleich heimisch. Ich war aber insgesamt mit dem Zimmer mehr als zufrieden. Auch wenn man sich an dem typischen Hotelzimmer irgendwann satt sieht, so ist doch die nach den Renovierungen der vergangenen Jahr die Qualität und das Ambiente deutlich besser geworden. Sicherlich, verglichen mit den höhere positionierten Hilton außerhalb der USA, ist Hilton in den USA noch immer eher mittel- als Luxusklasse, aber den Anschluß an die Hotels der Konkurrenz hat man gehalten und sich teilweise doch deutlich von den Häusern wie Holiday Inn, die niedriger positioniert sind, abgesetzt.


Food & Beverage

Das Frühstück wird im Restaurant serviert und als Buffet dargeboten.
Die Auswahl war recht groß und vor allem auch recht gut. Es gab eine große Auswahl verschiedener Obstsorten, dazu Joghurt und Müsli. Selbstverständlich waren auch Bagels, Muffins, Croissant und Toastbrot erhältlich. Konfitüre, Honig, Philadelphia Käse sowie Käse und Wurst und sogar Lachs war erhältlich. Rührei, hashed potatoes, gegrillte Tomaten, Bacon und Sausages war als Teil des amerikanischen Buffets verfügbar, Omelettes, French Toast und Pancakes wurden auf Wunsch von einem Koch frisch zubereitet. Kaffee und Tee wurden von den Kellner auf Wunsch an den Tisch gebracht, wobei dies leider nur tassenweise geschah. Orangensaft brachten die Kellner an den Platz, weitere Säfte waren am Buffet erhältlich. Insgesamt eine sehr gute Auswahl und eines der besten Buffets, das ich in den USA erlebt habe, insbesondere das auch die Qualität des Frühstückbuffets recht gut war.

Das Restaurant „Delmonico's Steakhouse“ ist recht groß und vom Ambiente her sehr angenehm. Die Tische stehen nicht zu dicht und das es nicht sehr voll war und wir zudem recht früh waren, konnten wir, aber auch andere Gäste, recht ruhig und ungestört frühstücken und uns unterhalten Das Raumklima im Restaurant war us-amerikanisch typisch etwas unterkühlt. Dies gilt allerdings nicht für den Service, denn dieser war recht aufmerksam und zudem sehr freundlich.

Außerhalb der Frühstückszeiten fungiert das Restaurant als normales Restaurant mit einem Schwerpunkt auf Steaks und deftiger US-amerikanische Küche. Die Preise sind dabei noch recht zivil. Die Weinkarte hat einen starken Schwerpunkt auf amerikanischen Weinen, aber es gab auch einige europäische Weine. Die Präsentation war nett, sie lagen in einem hohen klimatisierten Glasschrank im Restaurant.

Die Bar „Polo Lounge“ bietet neben einigen warmen Gerichte vor allem Getränke und ist nachmittags und abends geöffnet. Das Ambiente und die Einrichtung ist ein wenig an einen Club angelehnt und eher gediegen elegant als modern und fancy.

Fazit

Das Hotel zeichnet sich nicht gerade durch eine zentrale Lage aus, dafür ist allerdings die Anbindung an die Interstate recht gut. In der näheren Umgebung gibt es nicht allzu viel zu sehen, aber wer auf der Durchreise ist und eine Taxifahrt ins Zentrum nicht scheut oder die Sehenswürdigkeiten oder eine der Malls im Umland von Philadelphia besuchen möchte, für den wäre dieses Haus durchaus eine Überlegung. Die Ausstattung mit Pool und kleinem Fitnessbereich ist dabei sicherlich ein weiterer positiv zu vermerkender Aspekt dieses Hotels. Das Ambiente entspricht dem eines typischen Hilton Hotels, wobei ich hier insbesondere das Frühstück als sehr gut hervorheben möchte. Der Service ist gleichfalls recht freundlich.


Fotos sind hier zu finden