Jobinterview -hinfliegen oder nicht?

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06.11.2009
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Fluchhafen
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Ich merke schon, ich bin falsch in dieser Welt.

Aber wahrscheinlich bin ich der Einzige, der an die Kandidaten denkt, die den Job wirklich haben wollen.

Allein nur die Einstellung, nur just aus fun hinzufliegen disqualifiziert in meinen Augen schon eine angehende Führungskraft.

So, und jetzt steinigt mich.

Hm, ich steinige dich jetzt mal nicht. :)

Ich würde das machen. Aber nicht um irgendwas zu maximieren, sondern um daraus zu lernen. Jedes Interview bringt einen ein Stück weiter und man sammelt Erfahrung. Zumindest habe ich das für mich so empfunden.
 
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feb

Guest
Ich merke schon, ich bin falsch in dieser Welt.
Aber wahrscheinlich bin ich der Einzige, der an die Kandidaten denkt, die den Job wirklich haben wollen.
Allein nur die Einstellung, nur just aus fun hinzufliegen disqualifiziert in meinen Augen schon eine angehende Führungskraft.
So, und jetzt steinigt mich.

Zustimmung... soweit der TO sich seiner Absage schon sicher ist, denn dann wäre das "Absahnen" dieser Reise schäbig. Ist er (ernstlich) noch ergebnisoffen, dann ab nach US (gültigen Reisepass, ESTA und "guten Leumund" vorausgesetzt).
 

Noskro

Erfahrenes Mitglied
Wieso kam noch nicht die Alternative mit dem potentiellen Arbeitgeben über die Umstände reden aus denen du den Job eher nicht annehmen würdest? Ist jetzt natürlich von außen schwer einzuschätzen um was für eine Stelle es geht und wie deine persönlichen Umstände sind, aber bevor du absagst kannst du ja auch einfach mal klar ansprechen warum du unsicher wegen der Stelle bist. Worst case: Arbeitgeber sieht es genauso und zieht die Einladung zurück - Best case: Arbeitgeben und du finden einen Kompromiss der euch beiden zusagt oder er sagt "komm trotzdem vorbei, weil ... vielleicht gefällts dir ja doch ... oder Geld ist uns egal ... oder wir wollen dich und gehen das Risko ein"

Mit dem Ansatz wäre zwar die Option "Einladung ausnutzen und Freiflug nach Chicago abstauben" erstmal gestorben, aber bevor du dirket absagst hast du dann auch nichts mehr zu verlieren.
 

Frequent_Flyer

Erfahrenes Mitglied
10.03.2012
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BER
Hm, ich steinige dich jetzt mal nicht. :)

Ich würde das machen. Aber nicht um irgendwas zu maximieren, sondern um daraus zu lernen. Jedes Interview bringt einen ein Stück weiter und man sammelt Erfahrung. Zumindest habe ich das für mich so empfunden.

Kann man so sehen. Dann muss man sich aber auch die Frage stellen, ob man bereit wäre, diese Erfahrung auch dann zu sammeln, wenn man die Kosten selbst tragen müsste. Lautet die Antwort "Nein", so kann man die Kosten wohl auch kaum dem Unternehmen zumuten.
 

bluesaturn

Erfahrenes Mitglied
27.05.2014
3.742
357
Ich habe mich jetzt entschieden. Ich fahre dahin, um eine "well informed decision" zu machen, wie es einer meiner Kollegen so schoen ausgedrueckt hat. Ich werde mir das anschauen und dann entscheiden. Ausserdem kann ich mir die Einrichtung und das Nationallabor mal anschauen.
+1 koennte da arbeiten, braucht aber eine feste Stelle, sonst laeuft eben fuer +1 nichts.

Wir hatten schon mal eine Transatlantikbeziehung ueber Jahre, es gibt besseres.
Skypeinterview gibt es sonst immer, hier nicht.

Ich sprach mit der Verantwortlichen ueber die Auto-/Flugkosten. Da kam dann "it is not my money :)"

Re Weitere Kosten: Fuer eins der letzten Interviews musste ich dank Easyjet auch ca. 600Euro fuer den Flug hinblaettern. Lustigerweise wollte mir die Firma ein Hotel anbieten, obwohl meine Wohnung 5km vom Arbeitsplatz weg waere, aber keinen Flug bezahlen. Die Logik habe ich nicht verstanden.
 
Zuletzt bearbeitet:

bluesaturn

Erfahrenes Mitglied
27.05.2014
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Warum sollte man bei Boarder Control nicht sagen, dass man ein Jobinterview hat? Ich habe jedenfalls nun einen Brief, denn das letzte Mal musste ich mir Fragen anhoeren wie z.B. "Koennen Sie Bomben bauen?" Nein, kann ich nicht.
 

chardonnay

Erfahrenes Mitglied
25.02.2014
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43
Berlin/Bangkok
Ich habe mich jetzt entschieden. Ich fahre dahin, um eine "well informed decision" zu machen, wie es einer meiner Kollegen so schoen ausgedrueckt hat.

Richtige Entscheidung, hätte ich genau so gemacht. Wenn man etwas nicht zu 100% im Vorfeld ausschließen kann, ist es nur logisch und sinnvoll, sich vor Ort zu informieren und zu beschnuppern. Gleiches wird der interessierte AG umgekehrt auch tun mit der finalen Option, ein Jobangebot auszusprechen oder davon abzusehen. Eine generelle Einseitigkeit ist hier ja ohnehin nicht gegeben.

Zudem ist es ab bestimmten Management-Ebenen (oder für bestimmte Jobs) einfach so, dass der AG damit leben muss, nicht jeden Kandidaten zu bekommen, den man gerne hätte bzw. absichtlich mehrere Kandidaten einlädt und einfliegen lässt, wohlwissend, dass davon (bestenfalls) einer am Ende den Job bekommt. Das ist Teil des Auswahlprozesses und dafür vorgesehenen Budgets. Insofern kann ich hier manch dezente Entrüstung nicht nachvollziehen. Der TO bewirbt sich ja nicht um die Stelle des Barista im Vapiano in MUC.
 
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snickerz

Erfahrenes Mitglied
07.01.2013
1.045
-1
FRA & VIE
Ich habe mich jetzt entschieden. Ich fahre dahin, um eine "well informed decision" zu machen, wie es einer meiner Kollegen so schoen ausgedrueckt hat. Ich werde mir das anschauen und dann entscheiden. Ausserdem kann ich mir die Einrichtung und das Nationallabor mal anschauen.
+1 koennte da arbeiten, braucht aber eine feste Stelle, sonst laeuft eben fuer +1 nichts.

Wir hatten schon mal eine Transatlantikbeziehung ueber Jahre, es gibt besseres.
Skypeinterview gibt es sonst immer, hier nicht.

Ich sprach mit der Verantwortlichen ueber die Auto-/Flugkosten. Da kam dann "it is not my money :)"

Re Weitere Kosten: Fuer eins der letzten Interviews musste ich dank Easyjet auch ca. 600Euro fuer den Flug hinblaettern. Lustigerweise wollte mir die Firma ein Hotel anbieten, obwohl meine Wohnung 5km vom Arbeitsplatz weg waere, aber keinen Flug bezahlen. Die Logik habe ich nicht verstanden.

ggf. kannst Du das im Steuerausgleich am Jahresende angeben und somit ein wenig Geld zurückbekommen, wenns der AG nicht zahlen sollte.
 

bluesaturn

Erfahrenes Mitglied
27.05.2014
3.742
357
ggf. kannst Du das im Steuerausgleich am Jahresende angeben und somit ein wenig Geld zurückbekommen, wenns der AG nicht zahlen sollte.
Vielen Dank, aber in Frankreich kann man sowas, glaube ich, nicht absetzen. Frage aber mal beim Finanzamt.
 
Zuletzt bearbeitet:

SanDiego

Aktives Mitglied
14.07.2016
154
0
Die haben noch nichts von SKYPE bzw. Video Konferenz gehört !! huuuuu

Genau das habe ich mich auch gefragt! An deiner Stelle würde ich da mal nachfragen.
Ansonsten würde ich fliegen, schon alleine der Erfahrung wegen. Du wirst später eher bereuen nicht geflogen zu sein, als es doch getan zu haben.
 

bluesaturn

Erfahrenes Mitglied
27.05.2014
3.742
357
Genau das habe ich mich auch gefragt! An deiner Stelle würde ich da mal nachfragen.
Ansonsten würde ich fliegen, schon alleine der Erfahrung wegen. Du wirst später eher bereuen nicht geflogen zu sein, als es doch getan zu haben.
Die meisten Arbeitgeber nutzen das auch tatsächlich auch. Ein sog. pre-Skype Interview.
Hier faellt das komplett weg.
Allerdings habe ich zwei Interviews mit verschiedenen Chefs und dann muss ich noch einen Vortrag geben. Es waere ja auch mal gut, die Laboreinrichtung vor Ort zu sehen.
 

unblack

UA-VollHONk.
02.08.2009
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LEB/ERF
Warum sollte man bei Boarder Control nicht sagen, dass man ein Jobinterview hat? Ich habe jedenfalls nun einen Brief, denn das letzte Mal musste ich mir Fragen anhoeren wie z.B. "Koennen Sie Bomben bauen?" Nein, kann ich nicht.

Job Interviews sind vom VWP abgedeckt, da sehe ich kein Problem. Aber generell werden die IOs bei dem Wort "Arbeit" sehr hellhörig und man ist potenzieller Kandidat für die Secondary. Wichtig ist, dass Du außer Deinen Spesen keine weitere Bezahlung bekommst.
 

alex42

Erfahrenes Mitglied
02.04.2012
4.322
1.224
MUC
Job Interviews sind vom VWP abgedeckt, da sehe ich kein Problem. Aber generell werden die IOs bei dem Wort "Arbeit" sehr hellhörig und man ist potenzieller Kandidat für die Secondary.

Hinzu kommt noch, dass es offenbar um ein National Lab wie Fermilab oder Argonne geht und der Officer auch dabei aus Sicherheitsgründen hellhörig werden könnte. Bei meinen bisherigen Besuchen in solchen und ähnlichen Regierungseinrichtungen wurde ich vom Einladenden immer explizit nach einem Visum gefragt. Waren allerdings auch keine Job-Interviews.