Wieso wird hier eingentlich immer als selbstverständlich angenommen, dass in der "Flugprovinz" wie STR oder HAJ die Airlines flächendeckende Linienverbindungen vorhalten müssen.
Wenn man sich am Beispiel Stuttgart mal die Airlinestruktur anschaut, wird schnell deutlich, dass der Typ "Billig-/Charterflieger" in der weit überwiegenden Mehrzahl sein muss - wenn sich nämlich "Full-Cost"-Flüge lohnen würden, dann gäbe es auch viel mehr Verbindungen in dieser Kategorie. Im großen hält aber 4U und AB den innerdeutschen und -europäischen Verkehr aufrecht und die ausländischen Airlines bieten eine geringe Anzahl an Flügen mehrheitlich zu ihren Hauptstädten oder Hubs. Wenn sich STR lohnen würde, dann gäbe es gerade hier ein deutlich größeres Angebot. Und zum Thema Langstreckenfeeder: Hier fährt man eine gute Stunde mit dem ICE von Stuttgart Hbf bis nach FRA - eine Flugverbindung ist hier bestenfalls als Kulanz einzustufen und macht im Grunde eigentlich überhaupt keinen Sinn.
Dass also eine wohl weitgehend defizitäre Destination unter den Marktbedingungen überhaupt noch so rege bedient wird, sollte nicht als Selbstverständlichkeit erwartet werden - nach den harten Regeln der Marktwirtschaft könnte es absehbar vielleicht sogar passieren, dass die eine oder andere Airline komplett aufgibt und es irgendwann nicht mal mehr 4U oder AB geben wird.
DTM ist aktuell ein gutes Beispiel für eine solche Entwicklung.