Kontinent Nummer 7 - Neuseeland

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SDanie

Erfahrenes Mitglied
24.03.2013
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"Prolog"

Die folgende Reise fand im Dezember '24 und Januar '25 statt. Ich werde die einzelnen Tage nach und nach hier einstellen. Ab Tag 2 werden dann auch Bilder enthalten sein.
Ziel der Reise ist Neuseeland, ergänzt um dreiTage Sydney zu Beginn. Für Verbesserungsvorschläge bin ich immer dankbar.


Tag 1

Es ist Freitag, 15:30 Uhr – die letzte Mail ist verschickt. Der Postkorb ist halbwegs leer, zumindest sind keine dringenden Themen mehr offen. Ich fahre den Rechner herunter. Das nächste Mal werde ich ihn tatsächlich erst in 31 Tagen hochfahren. Vier Wochen Urlaub stehen vor der Tür. Das letzte Mal hatte ich bei meinem letzten Jobwechsel so lange frei.

Der Zeitpunkt für den Urlaub ist für uns ungewöhnlich. Normalerweise arbeiten wir immer zwischen den Jahren. Nicht auf Ferien angewiesen, nutze ich die Zeit zwischen den Jahren gerne, um Dinge abzuarbeiten, die ansonsten liegen bleiben. Oder um einfach auch mal die ruhigere Zeit zu genießen.

Aber irgendwie lagen die Feiertage in diesem Jahr einfach zu gut. Noch zu viel Urlaub war übrig und musste genommen werden. Nur wohin? Kurzzeitig stand eine Schiffsreise in Richtung Bottnischer Meerbusen im Raum. Die kurzzeitig bestehende Reservierung ließen wir jedoch wieder verfallen.

Irgendwie gibt es da noch ein To-Do: der fehlende siebte Kontinent.

Australien/Ozeanien. Ein Reiseziel, für das man doch etwas Zeit einplanen sollte. Wie bereits geschrieben, lagen die Feiertage gut. Resturlaub war vorhanden. Kurze Abstimmung auf der Arbeit und es standen vier Wochen zur Verfügung. Das sollte für den Anfang reichen.
Somit sollte ich es nicht nur schaffen alle sieben Kontinente besucht zu haben, sondern sogar innerhalb eines Jahres auf allen Kontinenten gewesen zu sein.

Da uns Neuseeland eigentlich immer mehr gereizt hat, zumal uns aufgrund der Reisezeit Australien einfach zu warm erschien, stand das Ziel dann auch schnell fest.

Etliche Zeit in der Flugsuche später hatte ich sogar recht günstige Flüge gefunden. Haken an der Sache: Wir müssen einen kleinen Umweg über Tunis einbauen. Unschön, aber mit Start in Frankfurt waren die Preise (für uns) einfach zu hoch.
Leider änderte Lufthansa wieder einmal ihren Flugplan, was mich am Ende ebenfalls wieder viel Zeit und Nerven kostete. Immerhin klappte es dieses Mal ohne Unterstützung durch einen bekannten Anwalt aus dem Forum und am Ende stand alles.

Für die Nacht in Tunis buchte ich uns das Tunis Marriott am Flughafen. Hier war ich bereits im Dezember '23 und war zufrieden.

Irgendwie rannten die letzten Wochen nur so. Das Arbeitsjahr war tatsächlich sehr anstrengend. Einige Themen wollte ich dennoch unbedingt bis Jahresende abschließen. Leider ist mir das nicht mit allem gelungen, aber ich bin dennoch sehr zufrieden. Daher fällt es mir tatsächlich leicht, dieses Mal komplett offline zu sein im Urlaub. Das Firmenhandy bleibt in Deutschland zurück.
Nachdem der Schreibtisch aufgeräumt ist, werden noch schnell die letzten Sachen gepackt, bevor wir uns kurz auf die Couch setzen, um einmal kurz selbst herunterzufahren. Der Urlaub kann beginnen.

Gemütlich machen wir uns fertig und bestellen uns gegen 18:15 Uhr ein Uber, welches uns in knapp 20 Minuten zum Frankfurter Flughafen bringt.

Dort ist, trotz Ferienbeginn, erstaunlich wenig los. Ohne Wartezeit gehen wir durch die Passkontrolle und auch am Security Check herrscht gähnende Leere. Wenn es nur immer so wäre. Selbst in der Senator Lounge ist kaum etwas los. So eine leere Lounge habe ich schon lange nicht mehr erlebt.
Da wir zu Mittag nur schnell die letzten beiden Scheiben Brot sowie das letzte Obst gegessen haben, bedienen wir uns direkt an dem Gulasch mit Knödeln sowie etwas Salat. Tatsächlich fanden wir es ganz gut. Es gab auf jeden Fall schon Schlechteres. Auch die Königsberger Klopse sind eigentlich ganz okay, leider viel zu salzig. Aber wir werden satt 😊

Pünktlich zum Boarding schlendern wir gemütlich zum Gate Z50, an dem das Busboarding für unseren Flug nach Tunis startet.
Bereits am Mittag wurde von einem A320 auf einen A321 gewechselt. Dennoch ist der Flieger komplett voll. Ich wundere mich immer wieder. Aber irgendwie scheint Lufthansa dann doch einiges richtig zu machen.

Dank Prio-Boarding landen wir im ersten Bus und betreten nach einer kurzen Busfahrt sogar als Erste den Flieger. Somit ist auch das Verstauen des Handgepäcks kein Problem.

Über den Flug selbst gibt es wenig Berichtenswertes. Mit rund 20 Minuten Verspätung heben wir über die 18 ab in den dunklen, aber klaren Himmel über Frankfurt. In der Ferne leuchtet das Stadion der Heimatstadt.

Die Purserin kommt direkt zu Beginn kurz vorbei und bietet etwas zu trinken an. Da ich nichts wollte, schaut sie sogar noch wiederholt vorbei und erkundigt sich, ob ich wirklich nichts möchte. Gegen Ende frage ich dann doch noch nach einer zweiten Flasche Wasser. Kurz darauf steht die Purserin wieder neben uns und bringt mir und +1 zwei kleine Flaschen Wasser.
Nach 1:55 Stunden landen wir in Tunis.

Bei der Einreise ist dieses Mal kaum etwas los. Kein Vergleich zum letzten Mal. Während wir kurz in der Reihe warten, schreibe ich kurz mit unserem Fahrer, den ich vorab gebucht hatte. Da es beim letzten Mal nervig war, einen Fahrer zu einem fairen Preis für die paar Meter zum Hotel zu finden, wollte ich mir den Stress aufgrund der Ankunftszeit dieses Mal sparen. Auch Bolt akzeptiert nur Bargeld.

Die Einreise ist innerhalb von 5 Minuten bereits erledigt. Wir finden unseren Fahrer auch direkt und nur wenige Minuten später kommen wir im Tunis Marriott Hotel an.
Man fragt, ob ich bereits hier gewesen sei, was ich bejahe. Stolz erzählt mir der Herr am Check-in, dass er das im System sehen kann.

Unser Zimmer ist geräumig und für eine Nacht absolut ausreichend. Wir machen uns bettfertig, ich schreibe noch ein paar dieser Zeilen und schon entschwinden wir ins Land der Träume.
 
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SDanie

Erfahrenes Mitglied
24.03.2013
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Tag 2

Um 9 Uhr klingelt der Wecker. Fast sieben Stunden Schlaf – eine Seltenheit in letzter Zeit. Dennoch bin ich nicht ganz ausgeschlafen, da ich in der Nacht ab und zu kurz wach war.

Kurz schalten wir den Fernseher an, um zu schauen, ob es Neuigkeiten (u.a. zu dem Ereignis in Magdeburg gestern Abend) gibt. Anschließend machen wir uns gemütlich fertig, ehe wir unsere sieben Sachen wieder packen und auschecken. Beim Checkout tausche ich noch schnell 10 € für das Bolt, welches nach Bestellung innerhalb von einer Minute vorfährt und uns in wenigen Minuten zum Tunis Carthage International Airport bringt.
Dort holen wir am Schalter noch schnell unsere Bordkarten bis Sydney ab. Mobile Bordkarten können "aufgrund behördlicher Bestimmungen" nicht ausgestellt werden.

An der Passkontrolle erwischen wir die langsamste Schlange und brauchen somit gut eine halbe Stunde, bis wir Passkontrolle und Security hinter uns haben.

In der Lounge genehmigen wir uns zwei Coke Zero, bevor es gegen 12:30 Uhr zum verspäteten Boarding geht.

Um 13:10 Uhr heben wir in Richtung Frankfurt ab. Der Flug ist wieder einmal so unspektakulär, wie ein Flug um die zwei Stunden mit Lufthansa sein kann. Die Crew ist sehr jung, freundlich, aber auch eher an der Maximierung der Freizeit in der Galley interessiert. Die Heimat schmeckt heute nach Caesar Salad mit einem ganzen Blatt Romanasalat. Geschmacklich gar nicht schlecht, irgendwie empfinde ich es dennoch als Witz, so etwas als Mahlzeit zu servieren. Der Nachtisch, wohl eine Art Apfel-Streusel-Kuchen, schmeckt viel zu süß, weshalb ich ihn leider nicht essen kann. Macht aber nichts, dann bleibt mehr Hunger für die First Class Lounge nach der Landung.

Nach 2:13 Stunden setzen wir in Frankfurt auf. An Gate B47 angekommen, schlendern wir gemütlich zur leeren Transfer-Security. Wenige Minuten später betreten wir die First Class Lounge im Bereich B.

Tür-zu-Tür in gut 15 Minuten. Das lobe ich mir. In der Lounge werden wir freundlich empfangen. Als wir uns nach einem Platz umsehen, sind wir erstaunt, sind wir doch Gast Nummer Zwei und Drei zu diesem Zeitpunkt. Dies wird sich auch die gesamte Zeit bis zum Abflug nicht wirklich ändern. Erst kurz vor 20:30 Uhr sind es dann doch gut zehn Gäste in der Lounge. Meiner Meinung nach ein klarer Vorteil gegenüber dem FCT.

Aber: First Things First. Wir suchen uns zwei Plätze am Fenster und schauen auf dem Handy das Fußballspiel, welches vor wenigen Minuten im nahegelegenen Waldstadion angepfiffen wurde -und aus dem man uns sogar im Landeanflug zugewunken hat ;). Und unser Zusehen scheint Glück zu bringen. Nur wenige Momente später steht es 1:0 für den FSV. Um mich hier nicht allzu unbeliebt zu machen, kürzen wir den Rest ab: Am Ende gewinnen wir das Spiel, wenn auch glücklich, mit zehn Mann tatsächlich 3:1. Danke für das vorzeitige Weihnachtsgeschenk an die Adler! Während des Spiels bleiben wir bei Wasser, Cappuccino und Latte Macchiato.

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Erst nach dem Abpfiff gönnen wir uns einen Negroni sowie einen Aperol für +1. Wobei beide Drinks leider nicht schmecken. Die sehr nette und fürsorgliche Dame wusste scheinbar nicht, wie man die Mischungen zubereitet. Mein Negroni war ihr gänzlich unbekannt. Ich musste sogar auf der Karte zeigen, was ich meine. Und so war dann leider auch das Ergebnis. Als zumindest irgendwann der Aperol nicht leerer wurde, fragte ein anderer Mitarbeiter der Lounge, ob der Drink nicht schmecke. Wir gaben das entsprechende Feedback. Er musste selbst schmunzeln, als wir sagten, dass der Aperol nichts mit einem Aperol zu tun hätte. Man konnte alleine an der Farbe erkennen, dass dies kein Aperol war.

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Was ich dann jedoch sehr positiv fand: Er ging direkt zu der Kollegin und zeigte ihr zumindest, wie man einen Aperol Spritz richtig zubereitet. Problem erkannt, Verbesserung direkt angegangen.

Anschließend setzen uns in den komplett leeren Restaurantbereich und bestellen zweimal das Maronen-Espuma sowie zwei Wiener Schnitzel.

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Die Vorspeise war tatsächlich sehr lecker. Astrein. Hier gab es nichts auszusetzen. Auch die Schnitzel waren „solide lecker“.

Nach dem Essen dusche ich noch einmal. Den Rest der Zeit verbringen wir mit Erzählen, bevor es um 21:10 Uhr heißt, der Fahrer ist da.

Wir müssen nur auf die gegenüberliegende Seite an Gate B27. Wir werden freundlich begrüßt, die Stimmung ist recht locker.
Um 22:21 Uhr heben wir erneut ab in den Himmel über Frankfurt.

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ftl789

Erfahrenes Mitglied
26.02.2025
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Da komme ich gerne mit, wir waren 2017 für 35 Tage in Neuseeland.....
 
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SDanie

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24.03.2013
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Tag 3

Unser Flug verläuft sehr angenehm. Die Crew war zur Abwechslung mal super. Die meiste Zeit über werden wir von einer recht jungen Dame bedient, die sehr an unseren Reiseplänen interessiert ist.

Das Essen fällt aufgrund der großen Mahlzeit in der Lounge nur noch klein aus. Ich starte mit dem Kaviar, auf den +1 wie immer verzichtet.
Zum Hauptgang bestellen wir beide die Nudeln mit Trüffel, dazu einen kleinen Feldsalat. Die Nudeln waren geschmacklich lecker, aber es fehlte ein bisschen der Wumms.

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Nach dem Essen lassen wir uns die Betten vorbereiten, während wir uns für eben dies fertig machen.

Die Nacht war sehr ruhig, auch wenn es an der ein oder anderen Stelle mal etwas gewackelt hat. Dennoch schaffen wir es beide gute sechs Stunden tief zu schlafen und einige Zeit vor uns hinzudösen.

S. (+1) wird als erstes wach und bestellt sich zunächst einen Cappuccino. Einige Zeit später, auch ich bin inzwischen wieder wach, ist es Zeit für das Frühstück. S. entscheidet sich für die Granola Bowl mit Früchten und O-Saft. Für mich gibt es das frisch zubereitete Rührei. Beides lecker.

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Kurz darauf geht es dann auch schon in den Landeanflug. Nach ein paar extra Runden über dem Meer heißt es "Willkommen in Singapur".
Die Verabschiedung im Flugzeug ist herzlich und wir ziehen beide das Fazit: es gibt sie doch noch. Bemühte Crews bei LH.

Wir steigen aus dem Flugzeug aus und werden am Ende der Gangway empfangen. Man teilt uns mit wo unser Anschlussflug abgeht, und bietet uns an uns noch bis zu Lounge in T3 zu bringen, was wir aber dankend ablehnen.
Wir folgen den Schildern Richtung Transfer zur Skytrain Station. Es ist drückend warm. Das wir hier mit langen Klamotten und unserer Winterjacke in der Hand stehen, macht es nicht unbedingt besser.

Im T3 angekommen laufen wir direkten Weges zur Silverkris Lounge. Ganz schön voll hier. Erst im letzten Eck bekommen wir noch einen kleinen Zweiertisch. Allzu viel Zeit bleibt uns aber sowieso nicht, deshalb geht es nur eine schnelle Runde ans Buffet und kurz ins Bad frisch machen.
Die Auswahl am Buffet ist groß und vielfältig. Wir bedienen uns an Gyozas und einer kleinen Rahmensuppe. Das sollte reichen bis zum nächsten Essen.

Nach noch nicht mal 45 Minuten müssen wir schon wieder los.

Am Gate angekommen müssen wir noch kurz durch den Security Check und können dann aber auch direkt durchlaufen in den Flieger.
Wir nehmen unsere Plätze hintereinander ein und lassen uns zur Begrüßung ein kleines Gläschen Champagner schmecken.

Die Sitze in der B777 sind bequem und breit. Eine ganz andere Nummer als die C-Klasse unserer lieben LH.

Zum geplanten Abflug um 19.20 Uhr erfolgt der Pushback und um 19.32 Uhr heben wir ab.

Australien wir kommen! 🇦🇺
 

SDanie

Erfahrenes Mitglied
24.03.2013
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Tag 4

Der Flug selbst war unspektakulär. +1 hatte sich so sehr auf die Business bei SQ gefreut, ist aber am Ende ein bisschen geknickt. Der Service war gut, das Essen auch lecker. Allerdings war der Schlafkomfort leider nicht so gegeben. Die Wahl zwischen flachem Bett oder leicht geneigtem Sitz, aber dafür mit sehr schräg ausgestreckten Beinen, hat nicht dafür Sorge getragen, dass sie nochmal erholsam schlafen konnte. Mehr als ein Stündchen Dösen war bei ihr daher leider nicht drin.

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Bei mir klappte es da etwas besser. Wirklich tief geschlafen habe ich nicht, aber immerhin konnte ich den Großteil des Fluges so vor mich hin dösen.

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Ca. 20 Minuten vor geplanter Ankunft setzen wir nach 7:05 Stunden in Sydney auf.

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Welcome to the land Down Under und "Hallo" Kontinent Nummer 7.

Was wir dann in der nächsten halben Stunde erleben, führt uns mal wieder vor Augen, was man bei uns so alles verbessern könnte, ja sogar müsste.
Um 05.37 Uhr setzen wir auf und um kurz nach 6 sitzen wir schon in unserem Uber Richtung Hotel.

Die Einreise ins Australien - schnell, unkompliziert und reibungslos.

Gut man muss auch dazu sagen, dass wir scheinbar der erste Flieger an dem Tag waren, denn auch in Sydney gibt es ein Nachtflugverbot.

Die Einreise erfolgt am Automaten, man erhält einen kleinen Ausdruck, der nach der Gepäckausgaben eingesammelt wird.
Auch am Gepäckband geht es erstaunlich schnell. Unsere 3 Koffer sind ruckzuck da und so sind wir wieder eine der ersten, die sich ihren Weg zum Uber Stand suchen.

Dort warten die Autos in einer Reihe. Man steigt in das erste Auto, nennt einen Code aus der App und schon gehts los.
Und so kommen wir, Dank der frühen Uhrzeit ohne Verkehr, nach gut 20 Minuten Fahrt gegen halb 7 im gebuchten Hotel Shangri-La an.

Wir hatten lange überlegt, welches Hotel es denn werden soll. Am Ende habe ich mich dann aber gegen das Four Seasons entschieden. Hauptgrund war tatsächlich der Preis und die Zimmerkategorie.

Im Shangri-La haben wir ein Zimmer mit Harbour View gebucht. Diese Zimmer liegen auf den Stockwerken 5-13 . Vor unserer Anreise haben wir uns noch als Honeymooner angemeldet und die Möglichkeit bekommen, für gute 30€ pro Nacht upzugraden auf eine Suite mit Harbour und Opera Blick in den Stockwerken 14-29. Dazu haben wir uns letztendlich dann auch entschieden. Wenn schon Sydney dann doch richtig. 😉

In unserer Buchung inkludiert sind auch noch Frühstück sowie ein 100 USD Guthaben für Essen und Trinken.

Beim CheckIn fragen wir noch freundlich an, ob wir das Frühstück in Anspruch nehmen können am heutigen Anreisetag, da wir im Gegenzug am letzten Tag aufgrund des frühen Abflugs verzichten müssen. Das ist aber - wie wir uns schon dachten - aus organisatorischen Gründen, nur gegen Zahlung möglich.

Da das Zimmer verständlicherweise noch nicht bezugsfertig ist, gehen wir uns zunächst im Wellnessbereich im zweiten Stock frisch machen.

Nachdem wir uns wieder frisch fühlen, entscheiden wir uns gegen das Frühstück im Hotel und schlendern stattdessen einfach mal los in Richtung des Stadtteils "The Rocks". Bei Google haben wir 1-2 Cafés entdeckt, die bereits um 07.30 Uhr öffnen und pünktlich um kurz nach halb 8 sitzen wir im Außenbereich des "The Rock Café". Es füllt sich erstaunlich schnell um diese Uhrzeit.

Ich bestelle mir eine Portion Egg Benedict und +1 ein Brot mit gebratenen Pilzen und Trüffelsauce.

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Beides sehr lecker!

Unser Ziel heute: unter allen Umständen wach bleiben, um ja in einen halbwegs vernünftigen Schlafrhythmus zu kommen.

Mit Blick auf die Uhr und dem doch noch recht langen Tag vor der Brust, entscheiden wir uns heute die Hop-On Hop-Off Tour zu machen. Vorab hatten wir schon festgelegt, dass wir diese auf jeden Fall machen wollen. Also warum nicht heute, wo wir doch die schönste Zeit jetzt haben.

Wir kaufen schnell über GetYourGuide zwei 2-Tages-Tickets und nehmen noch ein paar Meilen mit. Die Tickets beinhalten auch eine Hafenrundfahrt, die an einer der beiden Tage gemacht werden kann.

Im Doppeldecker-Bus setzen wir uns oben hin und genießen die noch recht frische Luft. Mit Fahrtwind ist auch ein Jäckchen durchaus sinnvoll. Vor allem ist es super windig. Die Temperatur liegt den Tag über bei angenehmen 23°C mit strahlendem Sonnenschein. Schnell noch Gesicht und Arme eingecremt und los geht's. Wir fahren erstmal eine Runde ohne auszusteigen - schöne Stadt, was man so auf den ersten Blick so sieht.

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Nach gut 1:45 Stunde kommen wir wieder am Ausgangspunkt an. Es hat schon etwas ganz besonderes solche Sehenswürdigkeiten wie die Harbour Bridge oder das berühmte Opera House mal aus nächster Nähe zu sehen. Das erschien immer so weit weg und jetzt erlebt man es aus nächster Nähe.

Da wir vom Hotel noch nichts gehört haben, überlegen wir nun wie es weitergeht. Wir sind beide erstaunlich fit. Natürlich schlauchte der ganze Ritt, aber die große Müdigkeit ist bisher zum Glück ausgeblieben.

Wir stellen fest, dass in den nächsten 10 Minuten eine Fähre zur Hafenrundfahrt startet, also schnell die Tickets eingetauscht und ab aufs Boot. Die Tour geht ca. 1:30 Stunde und hält an dem ein oder anderen Fähranleger. Auf dem Wasser ist der Wind schon recht ordentlich, aber auch so merken wir zum Glück nichts von der "Hitze" des australischen Hochsommers.

Während der Hafenrundfahrt bekommen wir auch die Info, dass unser Zimmer fertig ist. Leider ist es immer noch zu früh (ca. 14 Uhr) und die Gefahr im Zimmer einfach einzuschlafen und so schnell nicht mehr aufzuwachen ist einfach zu groß.
Zurück im Hafen laufen wir daher noch etwas an der Promenade entlang bis zum Opera House. Aufgrund ein Baustelle kann man es leider nicht umrunden. Dennoch ein beeindruckendes Gefühl vor der wohl berühmtesten Oper der Welt zu stehen.

Langsam wird es mal Zeit für ein kühles Getränk und eine Kleinigkeit zum Essen. Bevor wir wieder lange suchen, schlagen wir den Weg erneut zum The Rock Café ein und bestellen uns eine Portion Pasta mit Chicken zum teilen. Perfekte Menge!

Gegen 16.15 Uhr entscheiden wir uns dann zum Hotel zu laufen. Wir haben eine Dusche nötig und wollen uns noch etwas zum Abendessen suchen.

Wir bekommen die Zimmerkarten für unser Zimmer 2712. Mit dem Ausblick lässt es sich aushalten :giggle:

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Wir genießen einige Zeit diesen Ausblick und holen uns mal wieder in Erinnerung, was für ein Privileg es ist solche Reisen unternehmen zu können.

Wir legen uns kurz aufs Bett und daddeln ein bisschen auf dem Handy und es passiert natürlich was passieren musste - es dauert keine 10 Minuten und wir sind im Land der Träume. Wir haben es gerade noch so geschafft uns einen Wecker zu stellen und so werden wir gegen 18 Uhr wieder wach. Jetzt aber endlich mal duschen, wir waren jetzt doch lange auf den Beinen.

Was wir bis zu diesem Zeitpunkt leider nicht bemerkt hatten war, wie böse wir uns verbrannt haben. Bei S. sieht man genau welche Stellen an den Armen keine Creme abbekommen haben und ich hab mir ordentlich die Kopfhaut verbrannt. Die Kraft der Sonne haben wir dann doch unterschätzt. Die Kombination mit dem immerwährenden Fahrtwind war tückisch.

Gegen kurz vor 19.30 Uhr sind wir ready und wollen eigentlich nur was schnelles essen. Für morgen Abend (Heiligabend) haben wir bereits eine Restaurantreservierung. Heute sollte uns ein Burger oder dergleichen reichen. Beim Verlassen des Hotels sehen wir einen Gast mit einer Tüte "Bettys Burger". Kurz bei Google nachgeschaut und perfekt, das ist genau das, nach was es uns heute gelüstet.

Gegenüber der Ableger am Circular Wharf finden wir den Laden und bestellen uns je einen Burger, eine Pommes, Zwiebelringe und ein paar Filetbites. Für Fastfood tatsächlich lecker.

Nach dem Essen drehen wir noch eine kleine Runde. Unser erster Halt ist ein Souvenirshop und wir schlagen zu - es werden zwei Kappen. Für die nächsten Tage brauchen wir unbedingt einen Kopfschutz. Obwohl aus einem Souvenirladen sind die beiden Kappen recht dezent und wenig "Touri". Im Anschluss geht's vorbei am Cruise Terminal und dann gehen wir direkten Weges zum Hotel zurück. Wir sind jetzt wirklich k.o. und wir hören unsere Betten nach uns rufen. Immerhin haben wir dann doch bis ca. 22.30 Uhr durchgehalten.

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Bevor wir uns schlafen legen, genießen wir noch einmal den grandiosen Ausblick aus unserem Zimmer.

Selten erschien uns ein Bett so bequem - gute Nacht Sydney!
 
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SDanie

Erfahrenes Mitglied
24.03.2013
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3.024
Tag 5

Guten Morgen und frohe Weihnachten!

Wir werden beide recht zeitgleich wach, ein kurzer Blick auf die Uhr: es ist 5:30 Uhr.
Mist, das hatten wir uns etwas anders erhofft. Aber wir sind beide glockenhellwach.

Gestern Abend sind wir direkt eingeschlafen. Die Betten sind sehr bequem. Und das Urteil liegt nicht daran, dass die Ansprüche nach der Anreise sowie dem langen Tag wohl auch recht gering waren ;)

Unser erster Blick gilt unserem Ausblick und wir können erkennen, wie gerade ein neues Kreuzfahrtschiff anlegt.
Die Stimmung hat etwas Magisches. Das Licht des Sonnenaufgangs und die Millionenstadt Sydney, die langsam aber sicher wach wird.

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Wir beschließen die frühe Energie zu nutzen und machen uns fertig für das Frühstück.

Gegen 07.15 Uhr sind wir im ersten Stock und erstaunt, was hier schon los ist.

Die Atmosphäre hier ist nicht sonderlich gemütlich. Die Tische werden halbherzig abgewischt, um die nächsten Gäste zu platzieren. Wir bekommen einen Tisch direkt am Durchgangsverkehr in der Nähe des Buffets zugeteilt. Da hier ständig jemand vorbeirennt, wechseln wir nochmal den Tisch ins "Innere" des Raums. Auch kein Traumplatz, weil die Tische generell recht eng gestellt sind, aber besser als der erste Tisch.

Ich gehe los um uns zunächst zwei Cappuccino zu holen und bin ein bisschen schockiert. Die Kaffeemaschine ist dreckig und sieht wirklich unhygienisch aus. Alleine, dass man sich hier den Kaffee selbst an einem Vollautomaten ziehen muss, hätten wir nicht erwartet. Aber gut, ich hole zwei Tassen, dazu noch zwei Gläser O-Saft und wir machen uns beide auf den Weg zum Buffet.

S. startet wie immer süß und ich bediene mich etwas an den warmen, herzhaften Speisen. Manche Speisen sehen aus, als wäre eine Horde Wildschweine drüber gerannt. Andere sind kalt.

Am Tisch kann man noch Eierspeisen bestellen und so bekommen wir kurze Zeit später zwei Omeletts serviert.

Am Ende sind wir gesättigt, keine Frage, aber unsere Erwartungshaltung war dann doch um einiges höher. So sind wir doch froh, dass wir gestern in The Rocks deutlich besser gesessen und gegessen haben.

Wir sind auch immer wieder über andere Menschen erstaunt. Hinter uns sitzt eine Frau, die sich die Taschen mit Weihnachtsmännern und Lebkuchen vom Buffet sprichwörtlich vollmacht. Was als nette Geste vom Hotel zu Weihnachten gedacht ist, nutzt sie völlig übertrieben aus. Aber als wären 10 Weihnachtsmänner und 10 Lebkuchen nicht genug, es müssen auch noch 4 Trinkpäckchen sein. Erstaunlich was alles in eine Tasche passen kann.

Wir sind froh, als wir den Raum wieder verlassen.

Auf dem Zimmer machen wir uns fertig für den neuen Tag. Dick eingecremt und mit Kappe auf dem Kopf, verlassen wir gegen 9 Uhr das Hotel und machen uns zu Fuß die 20 Minuten auf den Weg zur Haltestelle der blauen Hop-On Hop-Off Linie. Gestern haben wir die rote Tour gemacht und heute wollen wir die blaue Tour Richtung Bondi Beach machen.

Was uns auf dem Fußweg heute erst auffällt: viele Menschen in den Straßen tragen eine Kopfbedeckung. So schlau waren wir gestern leider noch nicht.

Im Bus setzen wir uns wieder nach oben. Noch ganz schön frisch hier. Die ersten Stationen erscheinen uns weniger spannend, haben wir aber auch eigentlich nur ein Hauptziel heute - den berühmten Bondi Beach.

Surfer, Schwimmer, Schaulustige: Sie alle versammeln sich in Sydney an dem ikonischen Ort. Bondi Beach ist wohl der berühmteste Strand Australiens und erstreckt sich halbmondförmig über eine Länge von 1,5km.

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An der Haltestelle angekommen, steigen fast alle Fahrgäste aus. Wir überqueren die Straße und sehen als erstes einen bunten Weihnachtsbaum. Stimmt, heute ist ja Heiligabend. Das erscheint uns bei Temperaturen über 20° und strahlendem Sonnenschein aber irgendwie falsch, geschweige denn kommt da Weihnachtsstimmung auf.

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Wir ziehen Turnschuhe und Socken aus und laufen über den Sandstrand bis ans Meer. Ich wage mich sogar mit den Füßen ins doch ziemlich kalte Wasser, während S. das ganze mit etwas Sicherheitsabstand beobachtet. Wir laufen am Strand entlang in Richtung des Bondi to Bronte Coastal Walk. Schon aus der Ferne konnte man die Menschen wie Ameisen an der Küste entlang laufen sehen. Nachdem wir unsere Schuhe wieder angezogen haben laufen wir den Walk bis zum Tamarama Point, ehe wir wieder umkehren und uns auf den Weg zur Bushaltestelle machen.
Wir kaufen noch zwei Wasser und eine kalte Coke Zero, ehe auch schon der Bus angerollt kommt.

Während der Fahrt entscheiden wir uns, an der nächstmöglichen Haltestelle in die rote Linie zu wechseln. Auf der gestrigen Fahrt sind wir an Darling Harbour vorbeigefahren und dort möchten wir uns gerne etwas die Beine vertreten.

Die Gegend ist gepflegt und modern gestaltet und ein Restaurant reiht sich neben dem anderen. Bis zu unserem Weihnachtsessen heute Abend möchten wir gerne noch eine Kleinigkeit zu uns nehmen und da erscheint uns das Schild der "Cargo Bar" mit dem Taco Tuesday gerade recht. Zwei Taco's plus ein Getränk für 15 AUD, also gute 8€ sind für das gebotene mehr als fair. Generell müssen wir sagen, dass wir vom Preisgefüge bisher eher positiv überrascht sind.

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Die Cargo Bar ist eine Art Sportsbar mit diverse Bildschirmen. Direkt gegenüber kann ich live das NFL Monday Night Game bei den Greenbay Packers sehen. Ich komme mir vor wie ein Zeitreisender aus der Zukunft. Immerhin liegen zwischen meinem Standort und dem Austragungsort ordentliche 17h Zeitverschiebung.

Gestärkt und gesättigt laufen wir am Darling Harbour in Richtung Harbour Bridge. Die Sonne hat mittlerweile ordentlich Power und in der Sonne selbst hält man es kaum mehr aus.

Am Barangaroo Wharf kommt mir die Idee mit der Fähre zurück zum Circular Quay zu fahren. Damit schaffen wir es auch noch einmal unter der Harbour Bridge durchzufahren. Und so stehen wir kurze Zeit später am Pier und warten ein paar Minuten auf die nächste Fähre.

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Wieder am Circular Quay angekommen,
entscheiden wir uns am Cruiseterminal vorbei nochmal unter die Harbour Bridge zu laufen. Wir schlendern etwas am Ufer sowie unter der Brücke entlang.

Von dort aus laufen wir noch gut 10 Minuten zurück zu unserem Hotel, wo wir in der Bar noch einen Cappuccino trinken.

Anschließend gehen wir hoch aufs Zimmer und ruhen uns nochmal kurz aus. Glücklicherweise schläft keiner von uns beiden ein. Wir haben auch eigentlich gar nicht so viel Zeit, denn schon bald müssen wir uns für unser Abendessen fertig machen.

Da es Heiligabend ist, wollten wir unser Weihnachten zu zweit gerne etwas schöner und schicker gestalten.
Dies erwies sich in der Planung jedoch als schwieriger als gedacht. In Australien ist der 24. mehr oder weniger ein normaler Tag. Einige Restaurants hatten heute dennoch geschlossen und bieten dann am 25. ein Special an.

Aus diesem Grund entschieden wir uns am Ende für das Restaurant Infinity im Sydney Tower. Im einzigen Drehrestaurant der Stadt hat man einen 360° Rundumblick über Sydney. Wir entschieden uns bereits bei der Reservierung für ein Menü, bei dem man auch einen Fensterplatz garantiert bekommt.

Etwas schicker angezogen, lassen wir uns von einem Uber an die Westfield Mall fahren. Dort im 4. Stock befindet sich der Aufzug zum Restaurant.

Oben angekommen werden wir zu unserem Tisch begleitet. Ein schöner Zweiertisch am Rand.

Zur Feier des Tages starten wir mit einem Aperol Spritz.

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Wir werden kurz ins Menü eingeführt und S. ändert den ersten Gang von Auster und Kaviar in einen gegrillten Kürbis.

Die Atmosphäre ist recht schön. Im Hintergrund läuft jedoch recht laut Weihnachtsmusik und mit den hierdurch erhobenen Stimmen der anderen Gäste, empfinden wir es teilweise als etwas zu laut.

Bis uns das erste Gericht serviert wird, haben wir schon drei verschiedene Kellner an unserem Tisch und irgendwie haben wir den Eindruck das alles ein bisschen unkoordiniert abläuft.

Die 6 Gänge werden aber mit einem zeitlich angemessenen Abstand serviert.
Allgemein bleibt der Service den ganzen Abend recht unkoordiniert und eine Getränkebestellung geht auch unter.

Das Essen selbst ist aber sehr lecker und wir haben einen schönen Abend.

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Am Ende sind wir im Großen und Ganzen zufrieden, von der Atmosphäre her hätten wir es uns für Weihnachten etwas ruhiger gewünscht. Das Essen selbst können wir aber guten Gewissens empfehlen.

Nach ca. 3 Stunden beenden wir unser Weihnachtsdinner und fahren mit einem Uber zurück ins Hotel.

Zum Abschluss des Tages veranstalten wir noch eine kleine improvisierte Bescherung auf dem Hotelzimmer. Kekse und Süßes kommen vom Hotel, kleine Umschläge kommen von der Familie und ich wollte entgegen der berühmten Vereinbarung "Wir schenken uns nichts" - auch eine Kleinigkeit schenken, wenn sie schon Weihnachten nicht mit ihrer Familie feiern kann.

Anschliessend genießen wir erneut den Blick aus unserem Zimmer.

Wieder ein langer, aber schöner Tag und wir fallen beide k.o. in unser Bett.

Weihnachten in Sydney - Check!
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Tag 5 habe ich soeben aus dem ICE am
Handy eingestellt. Ich hoffe die Größe der Bilder passt. Falls nicht, korrigiere ich das die Tage. ;)
 
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SDanie

Erfahrenes Mitglied
24.03.2013
361
3.024
Tag 6

Um 5:00 Uhr werde ich wieder wach und mir gelingt es für längere Zeit nicht mehr einzuschlafen. Auch S. wird kurze Zeit später wach.
Wir entscheiden uns dennoch noch etwas liegen zu bleiben. Und so passiert, was natürlich passieren muss. Irgendwann dösen wir dann doch nochmal ein und werden erst gegen 8 Uhr wieder wach, schlapper als zuvor.

Jetzt wird es aber Zeit aufzustehen. Zuerst rufen wir direkt bei der Familie in Deutschland an, wo gerade die letzten Geschenke verteilt werden. So sind wir für einen kurzen Moment noch Teil des Weihnachtsfestes in der Heimat.

Nachdem wir uns fertig gemacht haben, fahren wir wieder hinunter in den ersten Stock zum Frühstück. Heute herrscht noch größeres Chaos als am Morgen zuvor.
Kurz überlegen wir, ob wir außerhalb etwas Essen gehen sollen, entscheidend uns aufgrund des Feiertags aber dagegen. Sehr viele Restaurants haben heute geschlossen. Zudem ist unser Hunger nicht sehr groß. Daher holen wir uns in dem Chaos ein paar Kleinigkeiten, bestellen zwei Omeletts und machen uns kurze Zeit später schon wieder auf in Richtung Zimmer.
Beim Verlassen des Frühstückraums passieren wir eine lange Schlange, die am Eingang auf einen Tisch wartet. Hier hätten wir uns definitiv nicht eingereiht. Dafür ist die Qualität sowie das Ambiente einfach nicht gut genug.

Auf dem Zimmer packen wir unsere sieben Sachen, cremen uns ordentlich mit Sonnencreme ein und laufen los in Richtung Circular Quay.

Da heute vieles geschlossen hat, hatten wir bereits recht früh geplant am heutigen Tag dem Taronga Zoo einen Besuch abzustatten.
Eigentlich sind wir absolut keine Zoo-Fans. Aber einen Koala und Kängurus wollten wir dann doch einmal in Wirklichkeit sehen. Da das zumindest dieses Mal nicht in freier Wildbahn klappen wird, entschieden wir uns für den Besuch des Zoos.
Dieser liegt nur 12 Minuten Fährfahrt entfernt auf der anderen Seite der Bucht bei Clifton Gardens.

Am Fähranleger kaufen wir uns bereits unsere Tickets, da dies online bei mehreren Versuchen nicht klappte.
Die Fähre um 10.30 Uhr ist sehr gut belegt, viele Familien sind unterwegs und in uns kommen Zweifel auf, ob das heute tatsächlich eine gute Idee war. Hier sollte sich aber später herausstellen, dass der Zoo zwar sehr gut besucht war, die Massen sich aber gut verteilen sollten.

Auf dem Weg über die Bucht passieren wir wieder das Sydney Opera House. Viele Boote sind im Hafen unterwegs. Einige Einheimische verbringen den Tag auf den Booten in den vielen Buchten.

An der Fährhaltestelle Taronga Zoo steigen wir kurz in einen der bereitstehenden Busse, die einen an den Haupteingang des Zoos fahren.
Dort angekommen statten wir uns mit einer Übersichtskarte aus und laufen los. Das erste Ziel ist der „Australien Walk“ auf dem es neben Kängurus und Wallabys auch Koalas zu sehen gibt. Und ja, die sind in Wirklichkeit noch viel putziger!

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Ich möchte an dieser Stelle keinerlei Diskussion über Zoos im Allgemeinen starten.
Wir hatten aber den Eindruck, dass die Tiere hier so weit wie möglich recht gut gehalten werden. Wenn die zahlreichen Projekte, für die geworben wird, tatsächlich einen positiven Einfluss haben, wäre das sehr wünschenswert.

Wir dachten eigentlich, dass der Rest des Zoos schnell abgehakt sein wird. Aber dem war nicht so. Tatsächlich verlassen wir den Zoo am südlichen Ende erst wieder gegen kurz vor 16 Uhr. Somit wurde aus einem kurzen Besuch, ein tagfüllender Programmpunkt. Da wir aber ohnehin keinen Plan B oder fixe Ideen für den Zeitvertreib haben, stört es uns auch nicht weiter. Neben der Vielzahl an Tieren, kann man von dem Zoo aus immer wieder tolle Blicke auf die Sydney Opera, die Harbour Bridge und den gesamten Hafenbereich erhaschen.

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Wir überlegen kurz, ob wir noch in Richtung Manley Beach aufbrechen sollen, oder mit einem Uber über die Harbour Bridge in Richtung Hotel fahren sollen. Am Ende entscheiden wir uns aber wieder für die Fähre. Und so sind wir gut 20 Minuten nach Verlassen des Zoos wieder am Circular Quay.

Aufgrund der fortgeschrittenen Uhrzeit entscheiden wir uns, langsam in Richtung Hotel aufzubrechen, um uns kurz auszuruhen bzw. eine Kleinigkeit zu essen.

Wir schlagen einen etwas größeren Bogen vom Hafen aus ein, um noch etwas von der Stadt zu sehen. In einer der wenigen geöffneten Bars wollen wir etwas trinken, eine Cola für +1 und ein Frischgezapftes für mich. Das ist heute jedoch nur möglich, wenn man auch etwas zu essen bestellt. Dies scheint ein Gesetz in Australien zu sein, dass man an Feiertagen alkoholische Getränke nur in Kombination mit Essen bestellen kann. Da uns die Karte nicht anspricht, verwerfen wir den Plan und machen uns auf den Weg in Richtung Hotel.

Irgendwie sind wir von der Sonne doch geschlaucht und etwas müde.

Dennoch machen wir uns nur kurz auf dem Zimmer frisch, ehe wir wieder in Richtung Lobby aufbrechen. In der angrenzenden Bar bestellen wir ein Glas Wein für S., ein kleines Bier für mich, sowie drei kleine Speisen zum Teilen. Wir haben nun doch etwas Hunger und die 100$ Guthaben der Buchung gibt es ja auch noch.

Auch heute hätte man in den meisten Restaurants reservieren müssen und es gab oft nur gesonderte Menüs. Da wir uns hier aber vorab nicht wirklich auf etwas festlegen konnten und wollten, ließen wir alles auf uns zukommen. Daher kommt uns die Alternative „Hotelbar“ gar nicht mal so ungelegen.
Die Gerichte sind tatsächlich auch lecker und sehr reichlich. Nur der Service ist auch hier stark verbesserungswürdig. Hier sollte man dringend nachbessern.

Nachdem wir gesättigt sind, fahren wir wieder aufs Zimmer und ruhen uns kurz aus. Unsere Augen werden immer schwerer. S. entweicht dem Ganzen, indem Sie anfängt zu packen und duschen geht. Mir gelingt es leider nicht ganz und mir fallen für ein paar Minuten die Augen zu, ehe auch ich mich ans Packen mache.

Da die Sonne bereits am Untergehen ist, wir keine weiteren Pläne haben und morgen auch recht früh raus müssen, entscheiden wir uns spontan den Tag hier zu beenden. Zumindest fast.

Wir öffnen noch die bei Checkin bereitgestellte Flasche Sekt und stoßen auf unserem Fenstersims nochmal auf Weihnachten an.

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Wir genießen einige Zeit den Ausblick, bevor wir ins Bett fallen und schlafen gehen.

Sydney hat uns beiden sehr gut gefallen und auch Lust auf mehr gemacht. Australien ist auf unserer Liste der nächsten Reiseziele nach oben gerutscht. Genug zu entdecken gibt es hier auf jeden Fall noch.

Morgen geht es auf zu unserem eigentlichen Reiseziel - oder auch nicht?
 
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SDanie

Erfahrenes Mitglied
24.03.2013
361
3.024
Tag 7

Um 5:20 Uhr klingelt der Wecker. Draußen wird es bereits langsam hell.
Beim Blick aus dem Fenster ist zu erkennen, dass bereits das nächste Kreuzfahrtschiff in den Hafen einfährt.

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Die „Ocean Princess“ macht wenige Minuten später fest.
Wir springen unter die Dusche, machen uns fertig und packen die letzten Sachen ein.

Unser Fazit zum Shangri-La Sydney: Wir hatten um ehrlich zu sein ganz andere Erwartungen. Dass das Hotel und die Einrichtung schon etwas in die Jahre gekommen ist, wussten wir. Aber auch wenn das Zimmer sauber und gut gepflegt sind, kann dies den Service und insbesondere das Frühstück nicht wettmachen. Der Ausblick aus unserem Zimmer war natürlich überragend.
Auch die Lage war für uns und unsere Pläne sehr gut. Beim nächsten Mal würden wir uns jedoch auf jeden Fall für ein anderes Hotel entscheiden.

Während dem Check-out bestelle ich ein Uber, welches uns in knapp 20 Minuten zum Flughafen bringt.
Dort ist um diese Uhrzeit bereits einiges los. Es ist ja auch der berühmte Boxing Day - der trubeligste (Reise-) Tag im Jahr. Trotz vieler Passagiere, die vor dem Terminal abgeladen werden, herrscht kein Chaos. Autos halten wirklich nur kurz, um Leute aussteigen zu lassen. In Frankfurt wäre man vermutlich wieder einmal kurz vorm Kollaps.

Im Terminal selbst herrscht ebenfalls geschäftiges Treiben. Auch die Schlange am Air New Zealand Schalter ist lang. Zum Glück jedoch nicht am „Premium“ Schalter. Dort werden gerade zwei Passagiere verabschiedet, ehe wir direkt an die Reihe kommen. Nutzen dürfen wir den Schalter heute aufgrund des Senator Status. Unser Flug nach Queenstown ist ein all Eco Flug.

Die freundliche Dame am Schalter benötigt von uns noch Infos zu unserem Rückflug (aus Neuseeland) bevor Sie uns unsere Bordkarten ausstellen kann. Da wir diesen Flug als Oneway gebucht haben, hatte gestern auch der Online Checkin nicht funktioniert. Man konnte die Info auch nirgends nachtragen, obwohl unser Rückflug aus Neuseeland auch in der Air New Zealand App eingetragen ist. Das erste Leg des Heimflugs wird nämlich von Air New Zealand durchgeführt werden.
Der Dame reicht dann die Info zu Datum und Ziel des Ausreiseflugs und schreibt dies auf einen Zettel, einen Nachweis will sie nicht sehen.
Kurz darauf verschwinden unsere drei Koffer auf dem Gepäckband, wir erhalten unsere Bordkarten sowie eine kurze Beschreibung, wo wir die Lounge finden.
Diese erreichen wir auch ein paar Minuten später bereits, da trotz des wuseligen Treibens, sowohl die Ausreise als auch die Sicherheitskontrolle sehr schnell und geordnet ablaufen.

In der Lounge frühstücken wir eine Kleinigkeit, ehe es pünktlich zur geplanten Boarding-Zeit zum Gate geht. Mit als erste betreten wir den Flieger. Trotz fast ausgebuchtem Flug haben wir am Ende sogar Glück und der Platz neben uns bleibt frei.
Wir rollen noch recht lange, ehe wir mit rund 40 Minuten Verspätung aus Sydney abheben.

Der Flug verläuft sehr ruhig, es gibt eine Kleinigkeit zu essen. Sogar Internet und ein Inflight Entertainment gibt es kostenlos an Bord. Draußen aber gibt es außer der blauen Tasmanischen See bis kurz vor Landung nichts zu sehen.

Das ändert sich erst mit dem Erreichen der Westküste Neuseelands. Dort können wir einen Blick auf unser morgiges Ziel, den Milford Sound, werfen. Zumindest glauben wir das zu diesem Zeitpunkt noch.

Nach mehreren Kurven durch die Täler und Berge rund um Queenstown setzen wir zur Landung an. Ein klein wenig wackelt es dabei, aber alles wirkt ganz normal. Relativ kurz vor dem Aufsetzen heulen die beiden Triebwerke aber wieder auf und wir starten durch.

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Wir steigen direkt relativ stark, gewinnen schnell wieder an Höhe und drehen nach kurzer Zeit in Richtung Nordosten ab. Im Detail können wir das live bei Flightradar mitverfolgen.
Wir gehen zunächst davon aus, dass dieses Manöver den umliegenden Bergen geschuldet ist.

Jedoch meldet sich kurz danach der Pilot und meldet: Aufgrund von zu wenig Spritreserven kann man keinen zweiten Landeversuch unternehmen. Deshalb fliegen wir direkt nach Christchurch.

Na wunderbar. Ich sehe schon unser Abendessen mit einem Arbeitskollegen, welcher zurzeit ebenfalls in Queenstown ist, platzen.
Aber gut, noch ist ausreichend Zeit und wir gehen davon aus, dass wir in Christchurch kurz betankt werden, ggf. ein Crewwechsel stattfinden wird, ehe wir vielleicht mit 2-3 Stunden Verspätung in Queenstown landen werden.

Es kam jedoch alles ganz anders als gedacht.

Als Grund für das Durchstarten wurde uns zwischenzeitlich nochmal „Wind“ genannt. Ja, es hat ein klein wenig gewackelt, jedoch absolut nichts Wildes. Aber das kann man selbst vermutlich nicht richtig beurteilen.

Dank Internet an Board, können wir jedoch auch sehen, dass zwei andere Maschinen kurz nach uns scheinbar ohne Problem beim ersten Versuch gelandet sind. Auch bei den anderen Flügen an diesem Mittag, gab es gemäß Flightradar bisher keinerlei Probleme.
Ein Durchstarten selbst kann natürlich immer wieder und aus den verschiedensten Gründen vorkommen. Also alles kein Drama und natürlich geht Sicherheit immer vor. Weshalb man jedoch nicht genug Sprit für einen zweiten Landeversuch hatte, verwundert uns dann doch etwas. Aber gut, es wird seine Gründe geben und man wird uns mit Sicherheit so schnell wie möglich nach Queenstown bringen.

Dachten wir zu diesem Zeitpunkt zumindest immer noch.

Kurz vor der Landung werden wir dann darüber informiert, dass wir nun in Christchurch einreisen und dort auch unser Gepäck abholen müssen.
Langsam ahne ich, dass man den gesamten Flieger nicht weiter nach Queenstown schicken wird. Schnell schaue ich, welche Alternativen es von Christchurch nach Queenstown noch gibt.

Für den Abendflug um 20:35 Uhr gibt es nur noch ein Ticket zu kaufen. Auch für die beiden Flüge am nächsten Tag scheint es keine Verfügbarkeiten mehr zu geben.

In der Zwischenzeit erreicht mich eine Mail von Air New Zealand.
Man bedauere, dass man uns nicht wie geplant an unserer Ziel bringen kann. Aber wegen des Wetters sei eine sichere Landung nicht möglich gewesen. Aufgrund der Feiertage, habe man keine Verfügbarkeiten für einen zeitnahen Weiterflug. Daher wurde ein Hotel sowie ein Bustransport organisiert. Abfahrt am nächsten Morgen um 9 Uhr. Planmäßige Ankunft in Queenstown 17:10 Uhr.

Uff. Das kommt unerwartet.

Auf der einen Seite muss man loben, wie schnell man hier aktiv wurde. Noch vor der Landung stand die Alternative.
Wetter als Grund kann ggf. noch initial als Grund für ein Durchstarten gelten. Wenn jedoch alle anderen Maschinen, zwei davon nur kurze Zeit nach unserem Durchstarten, sicher landen, kann das Wetter aus meiner Sicht kein generelles Problem gewesen sein.
Daher umso überraschender, dass man nicht genug Sprit für einen zweiten Landeversuch dabei hatte. Wir werden dieses Rätsel nicht mehr lösen bzw. die genauen Gründe nicht mehr erfahren.

Ganz schlüssig und nachvollziehbar ist es am Ende für uns jedoch nicht.
Wir munkeln heute noch, dass der Pilot sicher einfach nur Weihnachten mit der Familie in Christchurch verbringen wollte. 😜

Kurze Zeit später und gut 35 Minuten nach dem Durchstarten in Queenstown landen wir in Christchurch.

Nach dem Deboarden versuchen wir so schnell wie möglich an den uns im Flieger genannten Schalter zur Klärung der Alternativen zu kommen. Die Einreise ist zum Glück recht leer und wir stehen innerhalb weniger Minuten am Gepäckband. Unsere Koffer drehen dank des Priority Labels auch schon ihr Runde. Nichts wie raus.

Auch der Spürhund hat nichts an uns auszusetzen. Die gesamte Einreise war somit im Rekordtempo erledigt. Wenige Minuten später stehen wir an zweiter Stelle an dem gesonderten Schalter für den Queenstown Flug.

Um es kurz zu machen: Auch hier kann man nichts machen. Alle Flüge sind ausgebucht. Einzige Alternative: Abflug am nächsten Abend um 20:35 Uhr.
Für den frühen Flug am nächsten Morgen gibt es keinerlei Verfügbarkeiten mehr. Daher lassen wir uns auf die Liste für das Hotel sowie den Bustransfer setzen.

Der Versuch einen Mietwagen zu bekommen, scheitert ebenfalls an Verfügbarkeiten. Nicht ein einziger Wagen scheint bei den im Terminal ansässigen Firmen verfügbar zu sein. Als wir unseren Mietwagenanbieter über unser späteres Eintreffen informieren, versucht man uns noch ein Auto in Christchurch zu organisieren. Ebenfalls ohne Erfolg. Ein Taxi soll 1900 NZ$, also gut 1.000€ kosten.

Somit bleibt uns zumindest für den Moment nichts anderes übrig, als uns mit dem Shuttle in das von Air New Zealand organisierte „Sudima“ Hotel fahren zu lassen.

Ich schreibe noch dem Kollegen, den ich zwischenzeitlich schon über die Situation informiert hatte, dass es bei uns heute definitiv nicht mehr klappen wird und storniere die Tischreservierung. Schade!

Im Airport Hotel angekommen weiß man ebenfalls schon Bescheid. Neben dem Zimmer gibt es 90 NZ$ pro Person für ein Abendessen (in Buffet-Form) sowie das Frühstücksbuffet.

Das Zimmer ist ok für eine Nacht, mehr aber nicht. Dort angekommen, versuche ich direkt noch den Touranbieter für unseren Milford-Sound-Ausflug zu erreichen. Dort ist man super hilfsbereit, man hat uns, aufgrund einer Mail, die ich bereits am Flughafen geschrieben hatte, die letzten beiden Plätze für dieselbe Uhrzeit einen Tag später geblockt. Wenn das für uns passt, würde man uns gleich eine Bestätigung zusenden.
Ich bedanke mich vielmals und erhalte tatsächlich mit Auflegen des Hörers eine Bestätigungsmail über die kostenfreie Umbuchung. Den eigentlichen an diesem Tag geplanten Bootstrip durch einen Canyon kann ich ebenfalls online auf die letzten beiden verfügbaren Plätze einen Tag später umbuchen. Somit haben wir hier tatsächlich richtig Glück, keine finanziellen Einbußen und können dennoch alle Touren wahrnehmen.

Vor dem Abendessen holen wir uns noch ein paar Getränke in dem Supermarkt um die Ecke des Hotels. Das Abendessen selbst ist zum Vergessen. Kurzzeitig überlegen wir sogar in den gegenüberliegenden McDonalds zu wechseln.
Unser Hunger hält sich aber zum Glück in Grenzen, weshalb wir uns entscheiden einfach aufs Zimmer zu gehen. Dort organisieren wir noch ein paar Dinge, eher wir irgendwann einschlafen.
 

SDanie

Erfahrenes Mitglied
24.03.2013
361
3.024
Tag 8

Wir wünschten wir hätten den heutigen Tag anders bzw. nach eigentlichem Plan beschreiben können.

Aber machen wir es kurz:
Gegen 7.30 Uhr gehen wir zum hinunter zum Frühstück. Das Angebot ist recht überschaubar, wenig Brot, viel Süßes und auch die warmen Speisen sprechen uns nicht an. Somit bleibt es für S. bei ein paar Pastries und ich nehme eine Scheibe Toast mit Bacon. Vom Filterkaffee in großen Warmhaltekannen nehmen wir Abstand.
Mal ehrlich, das Hotel hätten wir uns selbst nie ausgesucht.

Nach noch nicht mal 30 Minuten sind wir wieder auf dem Zimmer und packen final zusammen. Gegen 8:15 Uhr sind wir ausgecheckt und warten mit anderen Gästen auf den angekündigten Bus, welcher auch gegen kurz vor halb 9 eintrifft.
Wir verstauen unsere Koffer und nehmen Platz, in der Hoffnung, dass es pünktlich um 9 Uhr losgeht. Immerhin wollen wir, wenn möglich, heute noch den Mietwagen bis 17:30 Uhr abholen.

Weit gefehlt. Weil wir noch auf zwei Passagiere auf der Liste warten, kommen wir erst gegen 9:45 Uhr in Christchurch los - ohne die beiden besagten Passagiere natürlich. Dabei haben zwei Damen von Air New Zealand sowie der Busfahrer ungefähr jeder 5x durchgezählt und 3x die Namen abgehakt.

Jeder bekommt noch eine Flasche Wasser und ein Goodiebag und dann geht es aber auch endlich los.

Gegen 12:20 Uhr machen wir eine 30-minütige Pause in Fairly.
Wir können beide auf der Fahrt ganz kurz dösen, ansonsten verbringen wir die Zeit mit Musik hören und Landschaft beobachten. Genau diese Strecken werden wir in den nächsten Tagen nochmal fahren.

Nach gut 7 Stunden Fahrt kommen wir gegen 16.45 Uhr endlich in Queenstown am Flughafen an.
Beim Aussteigen entdecke ich auf der gegenüberliegenden Straße einen kleinen Bus von Mode Rentals, unserem Mietwagenanbieter. S. rennt schnell los, hält den Fahrer an und fragt, ob er uns an die nahegelegenen Mietstation fahren kann. Denn das erspart uns einen Anruf und längeres Warten.
Alles kein Problem und keine 5 Minuten nach Ankunft in Queenstown sitzen wir im Bus zur Mietwagenstation.

Dort werden wir schon von Michelle erwartet. Sie hat sich die letzten 24h wirklich rührend um uns gekümmert und wollte heute zur Not sogar Überstunden machen, damit wir unseren Mietwagen auf alle Fälle heute noch bekommen.
Da wir bereits den Online-Checkin gemacht haben, geht auch hier alles ruckzuck. Wir bekommen die Schlüssel ausgehändigt, bedanken uns nochmals, ehe wir zum nahegelegenen Supermarkt aufbrechen, um uns mit Wasser und Snacks auszustatten.

Im Anschluss geht's dann Richtung Ramada Hotel Central.
Es ist mittlerweile 18:15 Uhr und für 18:45 Uhr haben wir eine Reservierung bei Margo's. Hier wollten wir eigentlich gestern schon mit meinem Kollegen essen.
Also nichts wie los. Zum Abendessen gibt es für jeden einen Taco und eine gemeinsame Portion Fajitas mit Beef, dazu eine klassische Margaritha für mich und eine Lime-Passion-Lemonade für +1.

Nach dem leckeren Abendessen schlendern wir nochmal kurz ans Seeufer, bevor wir zurück zum Hotel laufen.

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Wir sind happy, dass wir es, wenn auch einen Tag verspätet, nach Queenstown geschafft haben und unser Neuseeland-Trip endlich beginnen kann.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Ab dem morgigen Tag, gibt es dann auch endlich mehr Fotos!
 

Batman

Erfahrenes Mitglied
18.11.2017
7.006
4.600
Hamburg
Unser Fazit zum Shangri-La Sydney: Wir hatten um ehrlich zu sein ganz andere Erwartungen. Dass das Hotel und die Einrichtung schon etwas in die Jahre gekommen ist, wussten wir. Aber auch wenn das Zimmer sauber und gut gepflegt sind, kann dies den Service und insbesondere das Frühstück nicht wettmachen. Der Ausblick aus unserem Zimmer war natürlich überragend.
Auch die Lage war für uns und unsere Pläne sehr gut. Beim nächsten Mal würden wir uns jedoch auf jeden Fall für ein anderes Hotel entscheiden.
Interessant. Ich hatte mir über die Jahre immer wieder mal das Hotel angeschaut, am Ende waren mir die Preise immer zu hoch. Dass der Service enttäuschte, finde ich schade. Wir hatten einen wundervollen Aufenthalt im Shangri-La The Fort Manila und ich dachte, dass der Service eines der Aushängeschillder der Kette ist.
Sydney hat uns beiden sehr gut gefallen und auch Lust auf mehr gemacht. Australien ist auf unserer Liste der nächsten Reiseziele nach oben gerutscht. Genug zu entdecken gibt es hier auf jeden Fall noch.
Australien ist immer eine Reise wert und Sydney ist bei deutschen ja sehr beliebt. Es gibt mittlerer Weile wirklich eine große Hotel Auswahl. Wenngleich wir eigentlich eher zu furnished Apartments übergegangen sind. Die sind vom Preis- / Leistungsverhältnis oft sehr viel besser. Kann da nur die Meriton Suites empfehlen. Hier z. B. die Sydney Unterkünfte.

Auf jedem Fall für Australien Zeit mitbringen. Es gibt viel zu sehen. Auch nach 25 Jahren, hab ich nur einen Bruchteil gesehen. Wenngleich ich immer im Zwiespalt mit Familie und Urlaub bin.... Das ist bei 'reinen' Urlaubern ja etwas anders.

Wetter als Grund kann ggf. noch initial als Grund für ein Durchstarten gelten. Wenn jedoch alle anderen Maschinen, zwei davon nur kurze Zeit nach unserem Durchstarten, sicher landen, kann das Wetter aus meiner Sicht kein generelles Problem gewesen sein.
Daher umso überraschender, dass man nicht genug Sprit für einen zweiten Landeversuch dabei hatte. Wir werden dieses Rätsel nicht mehr lösen bzw. die genauen Gründe nicht mehr erfahren.
Naja. Im Gebirge kann das schon so sein. Da sind Winde unberechenbar. Warum nicht ein zweiter Versuch gestartet wurde, ist eine andere Sache. Aber auf jedem Fall hat Air NZ das mal 1000 % besser gemanaged als unsere im Forum so beliebte Lufthansa :LOL: .
 

SDanie

Erfahrenes Mitglied
24.03.2013
361
3.024
Tag 9

Der Wecker klingelt um 05:30 Uhr, da wir gegen kurz vor 7 Uhr am Holiday Inn Express schräg gegenüber von unserem Hotel sein müssen. Dort werden wir nämlich für unseren auf heute verschobenen „Fly, Cruise, Fly“ Ausflug eingesammelt.

Wir gehen duschen und packen ein paar Sachen ein, ehe wir um 6:45 Uhr noch den Weather-Confirmation Anruf tätigen. Wir sind „good-to-go“ und so stehen wir kurze Zeit später vor dem Holiday Inn. Kurz darauf kommt auch schon ein Mercedes-Sprinter von Milford Sound Scenic Flights vorgefahren. Man hakt uns auf einer Liste ab und schon geht es los. Wenige Minuten und einen kleinen Zwischenstopp, um weitere Gäste einzusammeln später, kommen wir am Queenstown Airport an. Die Scenic Flights und Heli-Flüge werden hier am internationalen Flughafen abgewickelt.

Dort angekommen, melden wir uns im Büro an, lassen uns wiegen und erhalten Plastikbordkarten mit der Kennung unseres heutigen Fliegers, der uns an den Milford Sound und zurück bringen soll.

Es tummeln sich doch einige Personen in und vor dem Büro, alle mit unterschiedlichen „Bordkarten“ um den Hals. Hier wird zwischen den einzelnen Ausflügen aufgeteilt. Es gibt „Scenic Flights“, „Fly, Cruise, Drive“ sowie unseren „Fly, Cruise, Fly“ Ausflüge.

Unser Ausflug beinhaltet einen Flug zum Milford Sound, eine zweistündige Bootsfahrt durch den Milford Sound sowie einen Rückflug (über eine andere Route) zurück nach Queenstown.

Ursprünglich hatten wir auch überlegt selbst an den Milford Sound zu fahren. Aufgrund der beschränkten Verfügbarkeit an Unterkünften entlang der Strecke entschieden wir uns jedoch dagegen. Als Tagestrip erschien uns die Strecke dann doch einen Tick zu weit. Und so viel die Wahl auf die wohl komfortabelste Variante.

Kurze Zeit später kommen einige Piloten aus dem Büro und sammeln „ihre“ Passagiere ein.
Unser Pilot Dean stellt sich kurz vor, erklärt den Ablauf und schon geht es zu sechst an unseren Flieger, einer Gippsland GA-8 Airvan.

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Wir werden den Sitzplätzen zugewiesen, erhalten eine kurze Sicherheitseinweisung und schon rollen wir zur Startbahn.

Nach kurzer Zeit heben wir in Richtung Osten ab, drehen aber direkt in Nord-Westliche Richtung ab. In 39 Minuten Flugzeit passieren wir einige Sehenswürdigkeiten wie den Skippers-Canyon (unser morgiges Ziel), ehe wir die Westküste Neuseelands erreichen, über der Tasmanischen See eindrehen und in Süd-Östlicher Richtung über den Milford Sound eindrehen, um auf dem dortigen Flugplatz zu landen.

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Wir sind an diesem Tag erst der zweite Flieger der hier landet.

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Wir steigen aus, laufen wenige Meter über das Rollfeld und schon sitzen wir im Shuttlebus der uns den knappen Kilometer zum Bootsanleger für die Rundfahrt bringt.
Da es hier am Milford Sound selbst nur eine Unterkunft sowie ein paar Campingstellplätze gibt, ist hier um die frühe Uhrzeit noch relativ wenig los.

Dean händigt uns noch Tickets für die Bootstour aus und verabschiedet sich bis in zwei Stunden. Während wir die Schiffstour durch den Milford Sound machen, wird er zurück nach Queenstown fliegen und die nächste Gruppe abholen.

Kaum an Board unseres Schiffes angekommen, legen wir auch schon ab. Da es sich um die erste Abfahrt des Tages handelt, ist hier noch alles recht dünn besetzt.
Wir holen uns zwei Cappuccino, welche auch hier aus einer richtigen Siebträgermaschine kommen (mehr oder weniger Standard wie sich während der Reise herausstellt), bevor wir uns auf dem oberen Außendeck einen Platz suchen und die Aussicht genießen. Bei bestem Wetter drehen wir nach einer knappen Stunde kurz vor dem offenen Meer wieder um und fahren zurück. Dabei passieren wir ein paar Wasserfälle sowie einen Stein mit Seelöwen.

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Um ehrlich zu sein, hat uns der Milford Sound zwar gut gefallen, aber keine totale Begeisterung in uns ausgelöst. Vielleicht ist man einfach zu verwöhnt mittlerweile. Norwegen und Chile müssen sich zumindest nicht verstecken. ;)
Der Flug, bzw. die Aussichten dabei sowie das Fliegen ganz nah an den Bergen und Felsen entlang hat uns da deutlich mehr begeistert.

Nachdem wir wieder mit dem Boot angelegt haben, warten wir noch einen Moment darauf, dass uns unser Pilot wieder einsammelt, ehe es mit dem Bus wieder zurück an den „Flughafen“ geht. Im Vergleich zu unserer Ankunft vorhin, hat sich hier mittlerweile einiges geändert.
Nahezu jede freie Ecke ist mit einem kleinen Flieger belegt. Parallel zur Start- und Landebahn reiht sich ein Heli an den anderen.

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Somit war die Wahl des ersten Flugs des Tages wohl goldrichtig. Wir sind froh, dass wir heute Morgen die ersten waren, die hier gelandet sind.

Kurze Zeit später sitzen wir wieder im Flieger und heben in dieselbe Richtung ab, aus der wir vorhin gelandet sind. Wir überfliegen nochmal den Milford Sound, ehe es in einer steilen Linkskurve in Richtung Queenstown zurückgeht.
Dabei passieren wir wieder einige schöne Szenerien und Berge. Dieses Mal wackelt der kleine Flieger auch immer mal wieder etwas, was +1 dazu bewegt sicherheitshalber eine Reisetablette zu nehmen.

Nach 37 Minuten landen wir nun auch zum ersten Mal am Flughafen von Queenstown. 😉

Wir werden schon von einem Fahrer erwartet, der uns in wenigen Minuten wieder zurück zum Holiday Inn bringt.

Die Tour hat sich absolut gelohnt. Der Milford Sound selbst ist schön, das Highlight waren für uns aber klar die beiden Flüge. Wir haben nun schon ein paar solcher Flüge gemacht, aber so dicht an und über den Bergen entlangzufliegen, war ein echtes Highlight!

Wir laufen die wenigen Meter zurück zum Ramada Hotel, machen uns kurz frisch und laufen los in Richtung Zentrum. Dieses Mal machen wir einen Schlenker über die Queenstown Gardens. Einem schön gemachten Park auf einer Art Halbinsel am Ufer des Lake Wakatipu.

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Über das Ufer im Zentrum laufen wir weiter mit dem Ziel Skyline Queenstown, einer Gondel die auf den Bob‘s Peak fährt.
Auf dem Weg dorthin kommen wir noch an dem Hype-Burgerladen „Fergburger“ vorbei.
Die Schlange ist uns für einen Burger aber eindeutig zu lange. Die Burger sehen zwar gut aus, aber oftmals waren wir bisher von solchen Hypes zu enttäuscht, als das sich solch eine lange Wartezeit für uns rechtfertigen lässt.

Daher entscheiden wir uns bei einem Bäcker auf der gegenüberliegenden Seite für einen Wrap für S. sowie einen Steak and Mushroom Pie für mich.
Beides sehr lecker. Und bis wir unser Essen auf einer Bank vor dem Laden gegessen haben, hat sich auf der gegenüberliegenden Seite die Schlange nur um ein paar Meter bewegt.

Gestärkt laufen wir weiter zu der Gondel, kaufen uns online schnell zwei Tickets und sitzen kurz darauf allein in einer Gondel nach oben.

Auf dem Berg angekommen, macht sich leichte Enttäuschungen breit. Wir hatten zwar nicht viel erwartet, wurden aber irgendwie dennoch etwas enttäuscht.
Die Bergstation wird aktuell umgebaut und deutlich erweitert. Neben der Aussichtsplattform, einem Souvenirshop sowie einem Restaurant gibt es nur noch eine Luge-Strecke (eine Art Schlitten auf Rädern).
Wir genießen kurz den Ausblick auf Queenstown, welchen wir heute Morgen aus dem Flieger, sowie die Tage nach dem Durchstarten so ähnlich, aber schonmal hatten. 😅

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Neben mehrstündigen Wanderungen kann man von hier noch eine „Skyloop“ laufen, was wir dann auch machen. Der Weg verläuft aber teilweise entlang der Luge-Bahn oder in einem dunklen Stück Wald aus abgestorben wirkenden Bäumen. Nur die Wipfel sind noch etwas grün.
Die komplette Runde dauert aber auch nur knapp 20 Minuten. Am Ende beobachten wir noch das turbulente Treiben am Startpunkt der Luge-Bahn, ehe wir wieder eine Gondel bergabwärts besteigen.

Hier haben wir wieder Glück, erwischen genau den richtigen Moment und sitzen allein in einer Gondel. Bereits als wir aus der Bergstation fahren, hat sich eine kleine Schlange gebildet.

Wieder unten angekommen, setzen wir uns kurz vor ein Kaffee, trinken zwei Cappuccino und teilen uns ein kleines Schoko-Karamell-Teilchen dazu.
Bereits auf dem Weg zur Gondel haben wir gesehen, dass es gegenüber eine Minigolfbahn gibt. Spontan entscheiden wir uns hier eine Runde zu spielen.

Nach einem knappen und heiß-umkämpften Match schlendern wir wieder zurück in Richtung Hotel. Dort setzen wir eine Maschine Wäsche auf und organisieren unser Gepäck für die kommenden Tage etwas um.

Nachdem dies alles erledigt ist, geht es auch direkt wieder los, denn um 19 Uhr haben wir einen Tisch im Blue Kanu reserviert, wo wir am Ende mit wenigen Minuten Verspätung ankommen. Wir werden freundlich empfangen, der Kellner erklärt uns die Küche, welche als ein Mix aus Pazifischer und Asia Style Küche zu sehen ist und sich selbst als “Polynasia” versteht.
Das Konzept basiert auf „Sharing is Caring“. Das heißt man bestellt einige Gerichte und teilt diese. Genau sowas mag ich ja. Viele verschiedene Geschmäcke und Möglichkeiten zu probieren.

Wir bestellen einen Mix aus Vorspeisen sowie eine Hauptspeise. Die Vorspeisen sind alle absolut köstlich. Die Hauptspeise war gut, aber weniger überraschend und „neu“ als die Vorspeisen.

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Zufrieden und pappsatt laufen wir noch kurz am Ufer entlang und lauschen einem Klavierspieler. Zurück im Hotel schreiben wir noch am Reisebericht und surfen etwas im Internet, ehe wir zeitnah, müde und um einige neue Eindrücke reicher ins Land der Träume entschwinden.
 
Zuletzt bearbeitet:

cas_de

Erfahrenes Mitglied
Herrlich - da werden Erinnerungen wach. Da hattet ihr aber echt gutes Wetter. Ich bin nur 2x mit dem Auto bzw. dem Camper zum Milford Sound gefahren, das Basislager war jeweils Te Anau. Der Weg ist ja bekanntlich auch manchmal das Ziel und die Milford Rd. ist auch sehr schön (z.B. Mirror Lake). Was mir aber noch besser als der Milford Sound gefallen hat, weil schwerer erreichbar und somit weniger los ist, ist der Doubtful Sound.
 

SDanie

Erfahrenes Mitglied
24.03.2013
361
3.024
Interessant. Ich hatte mir über die Jahre immer wieder mal das Hotel angeschaut, am Ende waren mir die Preise immer zu hoch. Dass der Service enttäuschte, finde ich schade. Wir hatten einen wundervollen Aufenthalt im Shangri-La The Fort Manila und ich dachte, dass der Service eines der Aushängeschillder der Kette ist.

Ich hatte bereits vorab in einigen Bewertungen gelesen, dass der Service nicht mit den Häusern in Asien vergleichbar ist.
Bzgl. des Frühstücksraums muss man ggf. noch wissen, dass man diesen vor einigen Monaten aus dem Restaurant im 26. Stock in den ersten Stock verlagert hat.

Auf jedem Fall für Australien Zeit mitbringen. Es gibt viel zu sehen. Auch nach 25 Jahren, hab ich nur einen Bruchteil gesehen. Wenngleich ich immer im Zwiespalt mit Familie und Urlaub bin.... Das ist bei 'reinen' Urlaubern ja etwas anders.

Sobald wir es mal schaffen wieder 4-5 Wochen "freizuschaufeln", steht das auf jeden Fall auf der Agenda. Auch wenn dies nur für einen kleinen Teil reichen wird.

Naja. Im Gebirge kann das schon so sein. Da sind Winde unberechenbar. Warum nicht ein zweiter Versuch gestartet wurde, ist eine andere Sache. Aber auf jedem Fall hat Air NZ das mal 1000 % besser gemanaged als unsere im Forum so beliebte Lufthansa .

Das Handling war auf jeden Fall sehr schnell, da können sich einige eine dicke Scheibe von abschneiden.
 
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Reaktionen: Batman

Icecreamman

Erfahrenes Mitglied
04.07.2022
3.101
3.399
Echt absolutes Kaiserwetter, was für den Milford Sound wirklich rar ist.

Wir haben damals auch in Te Anau übernachtet.

Fergburger ist btw ein wirklich guter Burger, aber lange anstehen würde ich dafür auch nicht wollen.
 

SDanie

Erfahrenes Mitglied
24.03.2013
361
3.024
Tag 10

Heute heißt es schon wieder Abschied nehmen von Queenstown.
Durch den verlorenen ersten Tag hat sich leider der komplette Zeitplan verschoben.

Eigentlich wollten wir den gestrigen Vormittag für einen Jetboat Ride durch einen Canyon nutzen und den heutigen Tag gemütlich an den Lake Tekapo fahren.
Wie bereits geschrieben hatten wir Glück und für die Bootstour waren noch zwei Plätze für heute buchbar.
Und da wir die Strecke zum Lake nun auch schon mal gesehen haben und wenig Interessantes zwischendrin entdeckt haben, können wir den heutigen Vormittag noch Queenstown widmen und erst am frühen Nachmittag die gut 3,5h Fahrt antreten.

Wir checken gegen 07:45 Uhr im Hotel aus, dürfen unser Auto aber noch bis zur Mittagszeit in der Garage stehen lassen. Wir laufen an den vereinbarten Abholpunkt im Stadtzentrum und fahren pünktlich um 08:20 Uhr los in Richtung Skippers Canyon.

Die gut 50-minütige Fahrt geht hoch in die Berge und rein in den Canyon. Hier dürfen keine Mietwägen fahren, das ist wohl auch besser. Die Piste in den Hängen ist teils sehr eng und geht an den Seiten steil runter. Unser Fahrer fährt uns aber gekonnt hindurch und erzählt nebenbei noch etwas über den Canyon selbst und so hören wir hier zum ersten Mal, dass hier ein Teil der Herr der Ringe Filme gedreht wurde. Vorweggenommen: das wird uns noch öfter über den Weg laufen.

Am Startpunkt der Bootsfahrt angekommen wird unser Bus in zwei Gruppen eingeteilt, weil nicht alle gleichzeitig ins Boot passen. Wir gehören mit 9 anderen Gästen zur ersten Gruppe. Wir steigen aus und dann geht alles rasend schnell. Gerade noch so bleibt Zeit die Regenhose überzuziehen, denn es regnet mittlerweile doch recht kräftig. Schnell noch die Rettungsweste übergezogen und schon sitzen wir im Boot in der 3. Reihe.

Die Tour selbst macht wirklich viel Spaß und der Fahrer gibt alles, um uns durch den teils engen Fluss auch recht eng an den Felswänden langzufahren.
Der Regen piekst ordentlich ins Gesicht, nicht umsonst wurde uns vor Einstieg noch geraten eine (Sonnen) Brille aufzuziehen.
An der ein oder anderen Stelle werden wir durch das Spritzwasser auch gut nass.

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Nach ca. 20 Minuten ist die Fahrt leider schon wieder vorbei. Das ging schnell, hat aber riesigen Spaß gemacht.
Während die zweite Gruppe ihre Runde dreht, werden wir zu einem Aussichtspunkt gefahren und sehen dabei die andere Gruppe unten vorbeidüsen.
Wir genießen den Ausblick in die Schlucht, denn nach kurzer Zeit heißt es wieder, zurück zum Bootsanleger und dann ab zurück nach Queenstown.

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Gegen 11:00 Uhr sind wir wieder zurück. Bevor wir die Fahrt nach Tekapo antreten, wollen wir noch etwas essen.

Die Tour Endet um die Ecke des Fergburger-Laden. Selbst heute Morgen um 08:00 Uhr, also zur Ladenöffnung haben die Leute schon Schlange gestanden. Nun ist die Schlange aber deutlich kürzer als gestern Mittag.
Der Blick auf die Uhr zeigt, wir haben noch Zeit und da zumindest die Neugierde von S. auf diesen „berühmten“ Burger getriggert wurde, stellen wir uns am Ende dann doch in der Schlange an und erhalten auch recht schnell eine Speisekarte, die in der Schlange von einer Angestellten verteilt wird.

Gaaaanz langsam nähern wir uns dem Eingang.

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Am Ende dauert es dann aber doch gut eine halbe Stunde bis wir unsere Bestellung aufgeben können. Einen Fergburger mit Käse und einen Deluxe Furgbuger (mit Bacon). Wir bekommen eine Bestellnummer und es heißt, weitere 15-20 Minuten warten. Nach ziemlich genau 15 Minuten wird unsere Nummer aufgerufen und wir können unsere Bestellung abholen. Im wieder stark anhaltenden Regen laufen wir auf die gegenüberliegende Straßenseite und setzen uns auf eine Bank unter einem Baum.

Wir sind gespannt wie ein Flitzebogen. Gut aussehen tun sie. Und der erste Biss? Die sind schon lecker und gut, aber den Hype können wir (mal wieder) nicht nachvollziehen, geschweige denn würden wir uns dafür nochmal anstellen. (Diesen Satz schreibe ich wohlwissend, dass das nur zutrifft, solange +1 nicht dabei ist) ;)

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Gegen viertel nach 12 laufen wir im mittlerweile strömenden Regen zurück ins Hotel. Kurz auf Toilette und los gehts: nächster Halt Lake Tekapo.

Unser Fazit zu Queenstown:
Süßes Städtchen, was uns wirklich gut gefallen hat und auch kulinarisch etwas zu bieten hat. Alles hier ist ausgelegt auf Action und natürlich auch auf den Milford Sound als Tagesausflug. Im Nachhinein sind wir froh, dass wir den Rundflug einen Tag später als geplant antreten konnten. Das Wetter war einfach perfekt. Und an den beiden darauffolgenden Tagen konnte aufgrund des anhaltenden Regens nicht geflogen werden. Insofern hatten wir vielleicht auch wirklich Glück. Ggf. würden wir bei einem zweiten Aufenthalt den Milford Sound dann auch mal selbst ansteuern um auch die Strecke dorthin zu entdecken.
Den ursprünglich zusätzlich eingeplanten Tag hätten wir sicherlich noch gefüllt bekommen, wir verlassen Queenstwon aber mit einem guten Gefühl und sind uns sicher, dass wir für den ersten Besuch hier die wichtigsten Highlights erleben konnten.

Nach gut 2h Fahrt machen wir eine Kaffeepause bei The Wrinkly Rams in Omarama. Ein nettes Café mit Souvenirshop, gutem Kaffee und viele Kleinigkeiten zu essen. Wir bleiben bei zwei Kaffees und genießen kurz die Regenpause im Außenbereich.

Nach einer Stunde Fahrt erreichen wir unser heutiges Ziel: Tekapo. Im Ortsinneren gibt es einen Supermarkt, den wir zunächst ansteuern. Wir kaufen nochmal Wasser, ein paar Snacks und fahren dann zur Unterkunft Skyblue Tekapo. Für heute Abend haben wir eine Reservierung um 19.30 Uhr im TVL Restaurant.

Leider ist +1 mittlerweile etwas angeschlagen und die kribbelnde Nase der letzten Tage hat sich zu einem leichten Schnupfen entwickelt. Wir überlegen kurz wie wir den weiteren Abend und den morgigen Tag verbringen wollen und schnell wird klar, auf ein Restaurantbesuch heute Abend haben wir bzw. +1 nicht wirklich Lust. Wir stornieren die Reservierung im Restaurant und fahren die 5 Minuten zurück Richtung Zentrum.
Bei Google Maps haben wir einen Pizza-Streetfood Stand entdeckt. Als wir ankommen, ist keine Schlange zu sehen und kurzerhand entscheiden wir uns für eine Pizza To-Go für einen gemütlichen Abend in der Ferienwohnung.

Wir bestellen uns eine Pizza Vegetarian und eine Kiwi Classic. In 45 Minuten können wir sie abholen kommen.

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Das passt perfekt, denn wir wollen nochmal in den Supermarkt und uns ein kleines Frühstück für den nächsten Morgen holen. Da unsere Unterkunft eine Art Ferienwohnung mit Küchenzeile ist, haben wir die Möglichkeit uns auch selbst etwas zuzubereiten. Am Ende wird es ein griechischer Joghurt mit Cornflakes, Heidelbeeren und Pflaumen.
Zum Abendessen für mich noch ein Bier, für S. noch eine Coke Zero und somit sind wir zeitlich perfekt dran, um unsere Pizza abzuholen.

Zurück in der Wohnung machen wir es uns mit Pizza auf dem Schoß und Netflix auf dem riesigen TV gemütlich.

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In der Hoffnung, dass es +1 morgen besser geht, fallen wir am Ende des Tages nach zwei Folgen Lincoln Lawyer totmüde ins Bett.
 

SDanie

Erfahrenes Mitglied
24.03.2013
361
3.024
Tag 11

Wir haben gut in unserer Ferienwohnung geschlafen. Heute steht schon wieder der nächste Bettenwechsel an.
Da für heute wieder nur Regen, sogar noch mehr als gestern, gemeldet ist, lassen wir es ruhig angehen.

S. bereitet unser Frühstück vor während ich mich im Bad fertig mache und wir starten entspannt auf der Couch mit unserem Joghurt und einem Schoko-Gebäck, welches wir uns teilen.

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Da unsere heutige Strecke nur etwa 1h beträgt und wir bisher noch nicht viel von Tekapo selbst gesehen haben, fahren wir nach dem Check-Out um 10:15 Uhr nochmal runter ins "Zentrum". Es regnet gerade mal nicht und so laufen wir am Ufer etwas entlang zur bekannten "The Church of the Good Shepherd".

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Noch während wir am Ufer entlang schlendern, fängt es schon wieder an zu regnen.
Um nicht all zu nass zu werden, laufen wir in Richtung Dark Sky Project, das neben vielen Astro-Souvenirs auch ein kleines Café beinhaltet. +1 fühlt sich heute nicht besser, aber zum Glück auch nicht schlechter. Wir bestellen eine heiße Schokolade und einen Kaffee und quatschen an einem Tisch an der Seite.

Zurück am Auto snacken wir noch ein bisschen von unserem Obst sowie ein paar Chips, ehe wir uns auf den Weg nach Mount Cook Village machen. Gute 100km und etwas über eine Stunde Fahrt gibt Google Maps an.

Während der Fahrt nimmt der Regen ganz schön zu. Das ist wirklich schade, denn mit dem bedeckten Himmel und dem vielen Regen, kann man den Lake Tekapo und den Lake Pukaki leider nicht in der ganzen Pracht mit dem knalligen Türkis erkennen. Zum Glück konnten wir beide Seen auf der Busfahrt nach Queenstown schon bei schönstem Sonnenschein bestaunen. Ein Bild gibt es davon allerdings leider nicht. So bleiben die beiden Seen nur in unserer Erinnerung so farbenfroh.

Wir kommen ca. 30 Minuten vor offiziellem Checkin am Hotel Le Hermitage an. Das komplette Areal rund um das Hotel mit seinen dazugehörigen Motels und Lodges ist rein auf Touristen ausgelegt. Wir halten kurz vor der Rezeption und erhalten tatsächlich schon die Zimmerschlüssel. Wir fahren mit dem Auto auf den Parkplatz in der Nähe unseres Zimmers. Leider regnet es nach wie vor.

Das Zimmer ist groß und geräumig, aber schon deutlich in die Jahre gekommen und auch recht spärlich eingerichtet. Wohlfühlatmosphäre kommt nicht unbedingt auf. Auch das Bad mit seinem Duschvorhang und den alten Fliesen hat seine besten Jahre hinter sich. S. wunderte sich bereits über den Zimmerschlüssel, denn hier bekommt man noch einen richtigen Schlüssel und keine Keycard. Auch eine Klimaanlage sucht man vergebens, stattdessen steht in einem Eck ein kleiner Ventilator, der bei Bedarf Abhilfe schaffen könnte. Zum Glück benötigen wir den bei 12 Grad Außentemperatur nicht.

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Immerhin der Blick aus dem Zimmer ist ganz schön, würde es doch bloß nicht regnen, damit man auch etwas mehr erkennen kann.

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+1 baut langsam etwas ab und so entscheiden wir uns für eine schnelle Runde durchs Hotel, vorbei am Scenic Center und holen ihr an der Hotelbar noch einen Pfefferminztee, den sie mit aufs Zimmer nimmt.

Nach einem kurzen Schläfchen wecke ich sie wieder, da wir um 18.00 Uhr eine Reservierung im Panoramarestaurant haben. Bei Buchung konnte man das Buffetrestaurant oder gegen Aufpreis ein 3-Gang-Menü wählen. Da wir bei der Hotelgröße und das zur Hauptreisezeit, ein Buffetrestaurant als eine gruselige Vorstellung empfanden, waren wir gerne bereit den kleinen Aufpreis für ein hoffentlich ruhigeres Ambiente zu zahlen.

Das Essen und das Ambiente haben uns dann auch tatsächlich sehr positiv überrascht. Der Service war gut und aufmerksam, auch die Speisen waren lecker und schön angerichtet. Unsere Erwartungen wurden definitiv übertroffen.

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Bereits vor Monaten haben wir die hoteleigene Planetarium-Show um 20:15 Uhr gebucht.
Und so müssen wir beim Abendessen etwas auf die Uhr schauen, dass wir pünktlich am Scenic Center sind.

Gegen kurz nach 20:00 Uhr kommen wir an und wundern uns, wo denn die restlichen Besucher sind. Wir melden uns am Empfang und sorgen mit unserer Buchungsbestätigung scheinbar für große Verunsicherung. Es gibt um 20:15 Uhr keine Planetarium-Show. Um 20:00 Uhr ist eine gestartet, weshalb in unserer Bestätigungsmail eine andere Uhrzeit steht, kann uns zu diesem Zeitpunkt keiner erklären.

Von einem jungen Mann werden wir direkt in den stockfinsteren Saal begleitet und auf zwei äußere Plätze eingewiesen. Der Moderator erklärt gerade irgendwas über das Kreuz des Südens. Den Rest der Show verfolgen wir noch mit Neugier und Interesse. Nach wie vor ein Thema, welches ich nur schwer nachvollziehen kann und welches mich immer wieder fasziniert, weil die Dimensionen einfach so unglaublich bzw. unvorstellbar sind.

Nach ca. 45 Minuten endet die Vorstellung und wir laufen erneut am Anmeldeschalter vorbei, da man in der Zwischenzeit klären wollte, wie die unterschiedlichen Zeitangaben zustande gekommen sind. Angeblich wurde die Show nur heute und morgen auf 20:00 Uhr vorverlegt, ansonsten wäre 20:15 Uhr korrekt. Und leider hat man vergessen uns darüber zu informieren. Upsi, Pech gehabt. Wir bekommen zwar eine Entschuldigung, aber dennoch ärgeren wir uns einen kurzen Moment über die Situation.

Ansonsten passiert heute nichts mehr.
 

SDanie

Erfahrenes Mitglied
24.03.2013
361
3.024
Tag 12

Der letzte Tag des Jahres - Heute steht die Fahrt nach Christchurch an.
Laut Google Maps liegen rund 330km und gute 4-4,5h Autofahrt vor uns.
Da wir für den Abend aber erst um 20 Uhr eine Restaurantreservierung haben, können und wollen wir den Tag noch ausgiebig nutzen.
Und so starten wir nach dem Frühstück sowie dem Check-Out mit der ersten "Wanderung" für diesen Urlaub. Vom Hotel aus befindet sich in noch nicht mal 10 Minuten Entfernung der „Hookers Valley Track“. Angeblich ein 3-stündiger Track, der einen Gletschersee zum Ziel hat.
Da es sich bei dem Track wohl um einen der beliebtesten in Neuseeland handelt, starten wir früh, in der Hoffnung den großen Massen zuvorzukommen.

Wir sind gegen 08:10 Uhr vor Ort und bekommen gerade noch so einen Platz auf dem eigentlichen Hauptparkplatz. Das Wetter ist bewölkt, immerhin hat es aber aufgehört zu regnen. Und so stampfen wir los. Da S. mit dem Schnupfen auch noch etwas angeschlagen ist, entscheiden wir uns, dass sie das Tempo vorgibt. S. plant eigentlich auch nur einen Teil zu laufen, möchte aber einfach schauen, wie fit sie ist.

Nach den ersten 20 Minuten erscheint auch schon die erste von 3 Hängebrücken.
Natürlich sind wir nicht allein unterwegs, aber die in Google beschriebenen Massen oder Ameisenpfade können wir aktuell zum Glück nicht finden.
Der Weg ist einfach zu laufen und sehr gut ausgebaut. Weitestgehend flach läuft man am Wasser entlang und passiert dabei die insgesamt 3 Brücken.
Die Szenerie ist beeindruckend. Zu jedem Zeitpunkt ragen die steil abfallenden Gletscher der Region über die Bergspitzen. Genau unser Ding 😊
Daneben sprudelt der Fluss und insgesamt ist es einfach ein schöner Walk.

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Nach gut einer Stunde kommen wir am Endpunkt an. Trotz Schnupfnase hat +1 den Weg gemeistert. Weshalb nun doch die ganze Strecke? Sie hat sich einfach danach gefühlt und empfand den Weg als nicht sonderlich anstrengend.

Hier am Ziel des Wanderweges schwimmen sogar abgebrochene Gletscherstücke auf dem See.

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Bei dem Anblick und unser beider Vorliebe für Eis und Gletscher kommen Erinnerung an unsere letzte große Reise, unsere Antarktis Kreuzfahrt, hoch.

Während die meisten anderen nach ein paar Minuten wieder den Rückweg antreten, können wir uns kaum losreißen. Wir könnten stundenlang zuschauen.
Mit der Zeit merken wir aber, dass es immer voller wird, und so sind wir auch an unserem Plätzchen leider nicht mehr lang allein.
Das es langsam aber sicher dadurch etwas ungemütlich wird, entscheiden wir uns den Rückweg anzutreten.

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Immer wieder bleiben wir kurz stehen und beobachten die Gletscherzungen. Einmal kann ich sogar einen Abgang miterleben, während S. nur das dumpfe Donnern des Aufpralls mitbekommt.
Der Weg ist mittlerweile deutlich voller geworden, und jetzt verstehen wir auch, was mit Ameisenstraße gemeint ist.

Nach gut einer Stunde sind wir wieder am Auto und am Parkplatz trifft uns der Schlag. So viele Autos für einen Wanderweg haben wir noch nie gesehen. Die Autos stehen an der Hooker Valley Road kilometerlang an der Seite.
Wieder einmal sind wir froh, dass wir uns früh auf den Weg gemacht haben und uns jetzt von diesen Menschenmassen wegbewegen können. Wir fahren kurz in Richtung Hotel zurück, um dort nochmal die Toiletten aufzusuchen.

Im Anschluss habe ich noch einen Halt rausgesucht, bei der man die Tasman Valley Road, ebenfalls nur 10-15 Minuten vom Hotel und eh auf unserem Rückweg, entlang fährt bis zu einem Aussichtspunkt, dem Tasman Glacier View.
Hier ist deutlich weniger los. Das Schild besagt ca. 15 Minuten. Kein Thema, nur mit Sonnenbrille und Jacke in der Hand laufen wir los.

Nach einer ersten Kurve rutscht meiner Frau ein "Oh..." raus, als sie sieht, wie steil es nach oben geht. Gut 90 Höhenmeter geht es über viele Stufen hinauf. Ich laufe dieses Mal vor und lasse +1 in ihrem Tempo nachkommen.

Die Aussicht auf den See ist ebenfalls sehr schön, auch hier können wir noch abgebrochene Gletscherteile schwimmen sehen.
Auf einer Informationstafel können wir sehen, wie stark der Gletscher in den letzten Jahren zurückgegangen ist und so erkennen wir auch nur noch in weiter Entfernung die Gletscherkante.
Der Abstieg gelingt schnell und schon sitzen wir im Auto mit dem nächsten großen Ziel: Christchurch.


Vorab haben wir lange überlegt und geplant, wo und wie wir am besten ins neue Jahr starten. Da Christchurch die nächstgrößere Stadt unserer Route war, in der es auch eine New Years Eve Party samt Feuerwerk geben sollte, war klar: wenn wir schon einmal am anderen Ende der Welt sind zu Silvester, dann auch bitte richtig.

Die Strecke nach Christchurch ist für uns nun ja nichts mehr Neues. Wie schon auf der Busfahrt halten wir kurz in Fairly und essen in einer Bakery je einen Pie.
Im Supermarkt nebenan decken wir uns nochmal mit Wasser, Chips und einem Piccolo ein.

Gegen kurz nach 18 Uhr kommen wir nach tatsächlich ziemlich genau 4,5 Stunden am Crowne Plaza Christchurch an. Der hoteleigene Parkplatz, den man extra nicht vorreservieren muss, ist leider belegt. Man bittet uns via Sprechanlage auf dem gegenüberliegenden kostenpflichtigen Parkplatz zu parken.
An der Seitenstraße sind aber auch noch einige freie Parkplätze und nach einem kurzen Blick auf die Operating Hours steht fest, hier können wir bis zu unserer Abreise am 02.01. kostenfrei stehen.
Vielen Dank Crowne Plaza, die 50$ haben wir uns wieder gespart. Schnell das Auto ausgeladen und die 100 Meter zum Hotel. Perfekt!

Wir bekommen ein Zimmer im obersten Stockwerk mit Balkon. S. fragt noch, ob wir von unserem Zimmer aus das Feuerwerk heute Abend sehen könnten. Was dann kommt, können wir zunächst kaum glauben….
Die Party inkl. Feuerwerk wurde kurzfristig abgesagt.
Es hat in den letzten Tagen zu viel geregnet, sodass der Untergrund aufgeweicht und teilweise überschwemmt war, weshalb für das Festival und somit auch für das Feuerwerk nichts aufgebaut werden konnte. Eine Alternative war in der Kürze nicht mehr zu organisieren. Somit fällt Silvester sprichwörtlich ins Wasser. Der Herr am Checkin erklärte uns sogar, dass die Party noch nie abgesagt wurde. Na, da sind wir doch zwei richtige Glückspilze. Wir und Christchurch, das scheint noch nicht so wirklich passen zu wollen.

Auf dem Zimmer machen wir es uns kurz gemütlich, bevor wir uns auf den Weg zu unserer Reservierung um 20:00 Uhr im Restaurant Roca machen.

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Beim Verlassen des Hotels fragen wir nochmal den Herren an der Rezeption, was wir denn nun um 00:00 Uhr alternativ machen könnten.
Er empfiehlt uns einen Pub "The Church" mit Livemusik, wir sollten allerdings gegen 21.30 Uhr da sein, da es sonst zu voll sein wird. Oder die Oxford Street, dort würde mit großer Sicherheit auch viel los sein. Wir bedanken uns und laufen die gut 10 Minuten zum Restaurant.

Dort angekommen werden wir freundlich begrüßt und an einen der letzten freien Tische begleitet. Wir bestellen zum Start des Abends einen Smoked Negroni sowie einen Rhabarber-Aperol-Sprizz. Sehr lecker.

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Das Konzept der Speisen ist so ausgelegt, dass man sich mehrere kleine Gerichte teilt.
Am Ende haben wir uns eine Auswahl zusammengestellt und es dauert auch nicht lange und die ersten Teller erreichen unseren Tisch.
Ein bisschen ist es nach Vor- und Hauptspeise aufgeteilt und zwischen den Gängen gibt es eine längere Pause.

Zwischenzeitlich bestellen wir noch neuseeländische Weine und müssen sage: ja nicht schlecht, aber auch nichts Besonderes. Vermutlich sind wir aber als Bewohner einer der Great Wine Capitals auch einfach sehr verwöhnt mit unseren regionalen Weinen. Dafür kann uns das Essen im Roca voll und ganz überzeugen.

Nach dem Hauptgang sind wir pappsatt und verzichten auch auf einen Nachtisch.

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Mittlerweile sieht man uns nun doch auch die Müdigkeit in den Augen an, aber jetzt aufgeben und Mitternacht nicht erleben, kommt für uns nicht in Frage. Diese 45 Minuten schaffen wir auch noch.

Nachdem wir das Restaurant verlassen haben, schlendern wir durch die geschäftigen Straßen und werfen einen kurzen Blick ins "TimeZone", ein Spieleparadies mit Spielautomaten. Gleichermaßen beeindruckt und verstört verlassen wir wieder den Laden und laufen in Richtung der vielen lauten Stimmen.
Die Oxford Street. Die Leute stehen vor den dortigen Clubs/Bars/Kneipen an. Schnell merken wir, dass der Großteil der Menge Silvester wohl eher draußen verbringt. Viel Polizeipräsenz ist erkennbar. Wir suchen uns um kurz vor Mitternacht ein Plätzchen, um die wartende Menge zu beobachten.

Plötzlich ertönt der Countdown 5-4-3-2-1 - HAPPY NEW YEAR!

Wir wünschen uns gegenseitig ein frohes, neues Jahr und lachen beide, weil wir uns Silvester in Neuseeland so wohl eher nicht vorgestellt haben.

Gemütlich laufen wir zurück zum Hotel durch die menschenleeren Straßen. Auf dem Zimmer trinken wir noch unser Piccolo und nachdem wir die Grüße aus der Zukunft an die Daheimgebliebenen gesendet haben, gehen wir schlafen.

Willkommen in 2025!

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Zuletzt bearbeitet:

SDanie

Erfahrenes Mitglied
24.03.2013
361
3.024
Tag 13

Das erste Mal diesen Urlaub stellen wir uns keinen Wecker bzw. nur einen „Notfallwecker“ für 09:30 Uhr, von dem wir tatsächlich Gebrauch machen.

Bis 10.30 Uhr gibt es Frühstück, und so sind wir gegen 10 Uhr im Frühstücksraum im ersten Stock. Es ist noch ziemlich voll. Leider ist das Frühstück ein Reinfall auf ganzer Länge. Der in großen Thermoskannen servierte Kaffee ist bereits leer und wird auch nicht mehr aufgefüllt. S. bestellt sich deshalb einen Cappuccino für 5$ an der Bar. Und auch das Buffet sieht aus, als wäre eine Horde Wildschweine drüber gerannt. Kein Käse, keine Wurst. Die Warmhalteboxen mit Speck, Rührei, Hashbrowns etc. sind ebenfalls weitestgehend leer. Hier wird auf Nachfrage auch nichts mehr aufgefüllt. Immerhin können wir noch zwei Omeletts bestellen, welche leider mit einem Zeitunterschied von gut 15 Minuten kommen. Also das war Nix heute. Ich kann zwar verstehen, wenn nicht mehr alles bis zur letzten Minute verfügbar ist, eine halbe Stunde vor offiziellem Ende jedoch nichts mehr nachzufüllen, finde ich dann schon etwas arg früh.

Gegen kurz nach halb 11 sind wir wieder zurück im Zimmer. Für heute steht nichts Bestimmtes auf dem Plan. Die Idee auf die Halbinsel südlich von Lyttelton zu fahren, opfern wir heute gerne für einen entspannten Vormittag im Hotel. Auch das muss mal sein. Wir schreiben etwas Reisebericht, planen die nächsten Tage und vertrödeln etwas die Zeit.

Unsere Liebsten zu Hause sind mittlerweile auch im neuen Jahr und so bekommen wir tatsächlich auch noch die ersten Anrufe aus der Heimat, ehe wir gegen 13 Uhr losstiefeln. Der erste grobe Plan: wir folgen den Schienen der alten Straßenbahn und der Weg wird uns schon an den wichtigsten Highlights vorbeiführen.

Und wir sollten recht behalten. Vorbei an der Kathedrale von Christchurch, die beim Erdbeben 2011 fast vollständig zerstört wurde und deren Wiederaufbau wohl bis mind. 2027 dauern soll, weiter entlang am Denkmal für den Polar-Forscher Robert Scott zum botanischen Garten.

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Insbesondere der botanische Garten gefällt uns wirklich gut. Bei leichtem Regen schlendern wir weiter durch die Stadt und kommen zur Markthalle "Riverside Market". Hier reiht sich eine Fressbude neben der anderen und da es mittlerweile kurz vor 17 Uhr ist und unser Frühstück nicht ganz so üppig ausfiel, entscheiden wir uns dazu eine Kleinigkeit zu essen. Unsere Wahl fällt eine Portion Dumplings. Nach einer kurzen Wartezeit haben wir unsere Mixed Platter und eine Coke Zero in der Hand und setzen uns damit raus an einen der vielen freien Tische.

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Es zieht doch ganz schön und uns ist durch das Sitzen kalt geworden, also nichts wie weiter mit unserem Spaziergang durch die wie ausgestorbene Stadt. Kaum Menschen unterwegs und bis auf ein paar Souvenirshops sind auch alle Läden, viele Cafés und Restaurants geschlossen.

Relativ unerwartet, entdecken wir auf einmal zu unserer linken Hand, den Pub, den uns gestern der Herr an der Rezeption empfohlen hat - The Church Pub.
Erst laufen wir noch etwas dran vorbei, bis dann meine Neugierde doch größer ist. Wir gehen rein und entscheiden uns spontan auf ein Bier und ein Cider zu bleiben. Richtig coole Location. In Deutschland wäre es wohl unvorstellbar, in einer alten Kirche eine Bar zu eröffnen. Das Ambiente gefällt uns richtig gut und jeden Abend spielt eine andere Liveband. Heute sind es ein Gitarrist und ein Saxophonist, die den Abend musikalisch begleiten.

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Wir überlegen, was wir mit Abendessen machen. Wirklich großen Hunger haben wir eigentlich gar nicht mehr und jetzt noch groß irgendwo hingehen bzw. im schlimmsten Fall hinzufahren, dazu haben wir beide keine große Lust. Also bestellen wir uns ganz kurzentschlossen aus der Karte vom Pub etwas. Fried Chicken und zwei Chicken Taccos. Beides lecker, aber wir hatten schon bessere.

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Dennoch erfüllt es seinen Zweck, wir sind satt und das war genau die richtige Portion für uns.
Gegen 20 Uhr laufen wir zurück zum Hotel.

Hier passiert nicht mehr viel. Wir telefonieren noch kurz mit +1‘s Schwester sowie unseren Neffen zu Neujahr.
Nachdem wir erneut etwas Reisebericht schreiben und uns noch etwas mit der Reiseplanung der kommenden Tage beschäftigen, legen wir die Handys beiseite und gehen schlafen.

Morgen steht die nächste größere Positionierung an, deshalb sollten wir besser fit sein.
 

SDanie

Erfahrenes Mitglied
24.03.2013
361
3.024
Tag 14

Um kurz nach 7 Uhr klingelt der Wecker, wobei ich bereits kurz vorher wach werde. Ein Blick aus dem Balkon verrät: Die Sonne stattet uns heute mal wieder einen Besuch ab! Wir haben sie zuletzt an unserem ersten Tag in Queenstown gesehen.

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Gut geschlafen und erholt, machen wir uns fertig und fahren hinunter in den ersten Stock des Crowne Plaza. Heute ist deutlich weniger los beim Frühstück. Wir bestellen zwei Cappuccino (gegen Bezahlung - inklusive ist nur Filterkaffee) und setzen uns an die Fensterfront in Richtung Victoria Square.

Wir bestellen ein Omelett für S. sowie zwei Spiegeleier für mich. Dazu gibt es noch zwei Orangensaft sowie eine kleine Auswahl vom Buffet.
Auch wenn nun deutlich weniger los, der Service heute zumindest vorhanden ist, ist das Frühstück leider auch heute etwas enttäuschend. Eine doch recht geringe Auswahl, hauptsächlich bestehend aus Fertigprodukten, kaum Obst und nur Joghurt mit Fruchtgeschmack.

Zuhause gibt es bei uns sowieso kein Frühstück, nur in Urlauben starten wir den Tag immer mit einem Frühstück. Daher erfüllt auch das Buffet hier seinen Zweck und wir haben etwas für den anstehenden Tag im Magen.

Heute gilt es eine Strecke von rund 380km hinter uns zu bringen. Dabei werden wir die südlichen Alpen überqueren. Unser Ziel: Franz Josef / Waiau.
Wir packen noch die letzten Sachen zusammen, checken aus und laden die Koffer in den Mietwagen. Bevor wir in Richtung Arthur‘s Pass starten, halten wir noch an einem Pack‘n‘Save Supermarkt, um unsere Wasser- und Obstvorräte aufzufüllen sowie ein paar Müsliriegel und Snacks für den Hunger zwischendurch einzukaufen.

Noch schnell den Wagen vollgetankt und dann geht es endlich los in Richtung Arthur’s Pass. Nachdem sie die letzten Tage das Fahren nur mir überlies, sitzt heute +1 zur Abwechslung mal am Steuer. Unser erster Zwischenstopp ist eine Höhle - Cave Stream. Hierbei handelt es sich um eine 594m lange Höhle, welche von einem Fluss durchlaufen wird.

Im Sommer kann man die Höhle bei niedrigem Wasserstand durchwandern. Wir kommen jedoch, wie die meisten anderen Touristen auch, nur ein paar Meter weit in die Höhle. Ich versuche zwar noch mit ausgezogen Schuhen und hochgezogenen Hosen um die erste Ecke der Höhle zu kommen, aber schnell wird das Wasser zu tief - und zu kalt.

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Man benötigt hier auf jeden Fall Schuhe, die nass werden können und eine Taschenlampe. Auch ein Helm wird empfohlen.
Eine Gruppe sehen wir, genau so ausgestattet, den Weg in die Höhle gehen. Etwas ärgert es mich, nicht besser vorbereitet gewesen zu sein. Diese Tour hätte ich gerne gemacht, aber mein kleiner Versuch zeigt mir: das hat keinen Sinn.

Schön war es dennoch und der Zwischenstopp hat sich gelohnt.

Wir steigen wieder ins Auto und fahren rund 50km weiter in Richtung Arthur‘s Pass Walking Track. Wir wollen zum Devils Punchbowl, einem 131m hohen Wasserfall. Der Parkplatz ist gut gefüllt und auch auf dem Track sind wir sicherlich nicht allein. Der Weg selbst ist zwar recht kurz, man überwindet aber doch ein paar Höhenmeter über einige Stufen.

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Dennoch kommen wir nach nur etwas über 20 Minuten bereits an der Aussichtsplattform an. Wir atmen kurz durch und genießen den schönen Ausblick, ehe wir uns wieder auf den Rückweg machen.

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Wir steigen wieder ins Auto und fahren nur wenige Kilometer bis zum Otira Viadukt Outlook, um ein kleines Mittagessen aus Obst und Protein balls (Gemixte Datteln, Nüsse etc. - sehr lecker) zu uns zu nehmen.

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Gestärkt und satt fahren wir den Rest des Arthur’s Passes und bis zu der kleinen Stadt Hokitika, welche an der Westküste Neuseelands liegt.
Dort holen wir uns im Restaurant Thatcher & Small zwei Cappuccino to go, welche wir am stadteigenen, nicht besonders schönen Strand trinken, bevor wir wieder ins Auto steigen. Fahrerwechsel!

Bis zu unserem heutigen Hotel, dem Franz Josef Oasis sind es noch rund 130 Kilometer.
Entlang des Highway 6 passieren wir bei teilweise phänomenaler Lichtstimmung schöne Passagen, ehe wir gegen 18:15 Uhr am Hotel ankommen.

Vor Ort werden wir von einer netten, jungen Dame empfangen, wie sich herausstellt kommt sie auch aus Deutschland. Auf unserem Zimmer packen wir die Sachen aus und fahren kurz darauf direkt weiter in den Ort Franz Josef, wo wir im Restaurant Alice May, zum Glück auch ohne Reservierung, einen Platz bekommen.

Als Vorspeise teilen wir uns eine Seafood Chowder sowie ein Knoblauchbaguette- Zum Hauptgang gibt es Fettuccine mit Pilzen für S. und eine geschmorte Lammkeule für mich.

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Alles sehr lecker. Und so verlassen wir zufrieden und pappsatt das Restaurant, fahren die wenigen Minuten zurück zu unserer Unterkunft und planen noch etwas den nächsten Tag, ehe wir einschlafen.