Mietwagen einfach irgendwo stehen lassen

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MNovak

Gesperrt
27.02.2018
211
2
Epilog:
Anstatt des Mietwagens habe ich dann zum Vertragsende nur noch den Schlüssel zurückgebracht und bei dieser Gelegenheit gefragt, ob man vielleicht meine Sonnenbrille im Auto aufgefunden hat.
Mitarbeiterin (eine Deutsche, netter Schwatz natürlich zunächst) geht nach hinten und nach einiger Zeit kommt der Stationsmanager, zwar ohne meine Sonnebrille aber mit Handschlag und guten Genesungswünschen. Mahalo!

Auf Big Island habe ich den nächsten Jeep dann ohne besondere Vorkommnisse an Alamo zurückgegeben.

Auf O´ahu wurde mein 4. Jeep auf dieser Reise dann beinahe zum Tatfahrzeug:
Bekanntlich bin ich auf den Kopf gefallen, was mich aber nicht daran hinderte, vor vier Tagen ein Alternativprogramm für den regnerischen Tag zu entwerfen, das im wesentlichen einen Besuch von Pearl Harbour zum Gegenstand haben sollte.
Gesagt getan und auf meinem IPhone die USS Missouri auf Ford Island programmiert. Der beste und vermeintlich einzige Weg dorthin führt über die Ford Island Bridge vom Hw 99, dem berühmten Kamehameha-Hw.

An der Auffahrt zur Brücke kontrollieren schwer bewaffnete Soldaten mit einem Handscanner jeden Ausweis. Pearl Harbour ist ja auch eine nach wie vor aktive, riesige Militärbasis.
Ich mich also gelassen in den kleinen Stau gestellt, zu gegebener Zeit mein Fenster runtergekubelt und mit einem coolen "Howdy" meinen Reisepass rausgereicht.

Soldat nimmt ihn, betrachtet ihn von allen Seiten, insbesondere den plastenen Ausweisteil.

Ich, noch immer mit der Überlegehenheit des "distinguished European" gütig lächelnd: "my German Passport!"

Er (sieht mich fassungslos an): " Seeergeaaant!!!"

Sergeant kommt: "Sir, was möchten Sie hier?"

Ich (langsam etwas irritiert):"...a little bit sightseeing ... Pearl Habour ... WW2 ...?`"

Sergeant mustert mich kurz und ich kann in seinen Augen sehen, wie dort die Daten runterrattern wie beim Terminator, wenn er Menschen scannt: Terrorgefahr: 0%! Wahrscheinlichkeit eines Vollidioten: 100%

Seargent: Sir, you make a u-turn right here, I´ll give you back your passport and next right and then next right again you´ll find the Visitor Center. They´ll help you und then you can see aaall the ships and so on..."

Wie er so sagt, daß ich dann alle, alle Schiffe und so sehen kann, sehe ich, wie er angesichts meiner sonnenverbrandten Birne und der bescheurten Narbe über meinem Auge sowie meines nach wie vor etwas debilen Grinsens einfach nur alles daran setzt, mich loszuwerden. Er verwarnt mich weder, daß ich gerade in militärisches Sperrgebiet fahren wollte, noch verneint er meine extra dämliche Frage, ob ich mich dann mit einer Permission aus dem Visitor Center hier wieder anstellen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:

MNovak

Gesperrt
27.02.2018
211
2
Keine Ahnung, welche höhere Macht mich die Zufahrtskontrollen sämtlicher Militärstützpunke auf Hawaii testen läßt, aber als ich vorgestern Morgen meinen Miet-Jeep nach HNL zurückbringen wollte, um die Passage nach SFO anzutreten (vorweg: sie ist geglückt und ich schreibe diese Zeilen aus dem Westin Airporthotel), ließ mich die freundliche Dame aus Scout in meinem Handy-Navi in den Nimitz-Hw nach rechts anstatt nach links abbiegen.

Ihr ahnt es: ich fand mich im morgendlichen Berufsverkehr auf der rechten von 5 vollen Spuren vor der Kontrolle einer weiteren Joint Base, diesmal Pearl Harbor Hickam, wieder.

Tausende Pkw rollen nach Kontrolle des speziellen Ausweises ihrer Fahrer auf die Base.
Nur nicht Rainer - den will keiner.

Ich gerate an eine Soldatin, die in ihrer Zierlichkeit und mit ihren großen blauen Augen aussieht, als sei sie einem Manga entsprungen (ich werde sie als Staff-Sergeant Fratz in Erinnerung behalten). Soll ich aufsässig werden, damit sie mich aus dem Auto zerrt? Ein Blick auf ihre Kameraden holt mich in die Realität zurück. Pass übergeben, Entschuldigung aufgesagt.
Sie, völlig gelangweilt: "no problem, follow me, making a u-turn here and I´ll hand you back your passport"
Zu ihren vier Kameraden auf den anderen Spuren: "Stop the traffic!"
Pass zurückerhalten und nochmal geschaut, ob sie wirklich mit ihrem riesen Sturmgewehr rumläuft oder das Sturmgewehr mit ihr:kiss:

Zum Glück scheinen das überwiegend unbewaffnete Zivilangestellte zu sein, die da meinetwegen zu spät zur Arbeit kamen...

Bisher keine weiteren Vorkommnisse. Wetter in SFO herrlich aber sobald die Sonne weg ist, richtig frisch.
 

scandic

Erfahrenes Mitglied
02.04.2011
1.328
688
Norddeutschland
Wenn es dich irgendwie beruhigt, bist du da nicht allein. Selbiges ist mir auch passiert und ich gehe fest davon aus, dass die Wache am Eingang zum Stützpunkt das Prozedere mehrmals am Tag erklären darf bzw. diese Erklärung hört :D Die Ausschilderung in diesem Kreuzungsgeflecht ist aber auch echt schlecht.
 
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nemix

Erfahrenes Mitglied
02.07.2015
472
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Das mit Pearl Habour ist uns im Oktober auch passiert. Hatten einen riesigen Escalade als Leihwagen und haben mal mutig Pearl Habour eingetippt und das 1. Ergebnis genommen. Da wir mit unserem "cutie baby" unterwegs waren, die alles zusammenschrie nach 45 Minuten Autofahrt durften wir hinter der Schranke anhalten und uns um sie kümmern. In den ca. 10 Minuten gab es zwei weitere "Vorfälle" dieser Art und die Dame an der Schranke meinte, das gerade morgens gegen 10 häufig Leute falsch abbiegen.
Ansonsten gute Besserung und ich bin mal auf die Rechnung gespannt. Ein Arbeitskollege hat eine kleinere Platzwunde am Auge mit eigener Anfahrt zum Krankenhaus 2400$ für 4 Stiche und etwas Schmerzmittel gekostet.
 
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10.02.2012
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4.115
darf ich an dieser Stelle mal den neugierigen Leichenschaender machen und nach dem Ausgang des ganzen fragen, vor allem nach der Rechnungshoehe?