Saludos desde los Guanacos

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UniformSierra1

Erfahrenes Mitglied
06.02.2022
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HAM
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Nachdem ich über die letzten Monate mit Spannung und Interesse etliche andere Trip Reports mitverfolgen durfte, ist es nun wieder Zeit etwas zurückzugeben.

Fast mein gesamter Jahresurlaub konzentrierte sich im letzten Tertial des Jahres 2023, sodass ich im positiven Sinne getresst war, was die Vorbereitung, Durchführung und auch Nachbereitung (im Sinne von Bildbearbeitung) der Trips belangte. Ich brauche niemanden der hier Mitlesenden erzählen wie zeitintensiv das sein kann. Der jetzt folgende Report spiegelt den Zeitraum vom 15. Sept - 3. Okt. wieder. Allerdings bin ich jetzt erst dazugekommen, in die Tasten zu hauen, da in der Zwischenzeit noch einige andere Trips anlagen.

Kurz nach meiner Rückkehr aus Tianjin nach Hamburg entschied ich, dieses Jahr in zwei Wochen Bildungsurlaub meine Spanischkenntnisse noch etwas weiter zu entwickeln. Natürlich wollte ich dies verbinden mit der Entdeckung von mir bisher unbekannten Terrain. Die Wahl fiel auf Buenos Aires. Von da aus, sah ich die Möglichkeit einen Wochenendausflug nach Patagonien zu unternehmen. Zum anderen gab es noch den Aeroparque, welcher aufgrund seiner An- und Abflüge nicht uninteressant ist. Hin und Rückflug ex HAM wäre natürlich aber langweilig. :D
Da die mexikanische Hauptstadt auch noch ausstehend war auf meiner Liste sowie nicht allzu weit entfernt ist und auch aus Spottersicht einiges zu bieten hat, wurde es ein Open Yaw. Aufgrund der Länge der Flüge stand es für mich außer Frage, dass mindestens in C geflogen werden sollte. Da ich noch kein Blue Delft´s Haus hatte, war es somit höchste Zeit KLM zu fliegen bis nach EZE. Ex MEX gen Heimat dann zur Abwechslung AF.

Von Buenos Aires wollte ich dann das zwischen den beiden Wochen befindliche Wochenende von Samstagmorgen bis Sonntagabend nach El Calafate (FTE). Ursprünglich sollte mein Flug nicht von EZE aus losgehen sondern vom AEP. Allerdings änderte Aerolines Argentinas die Umläufe, sodass jeder zweite Tag ex EZE bzw die anderen Tage ex AEP nach FTE geflogen wurde. Pech für mich, somit ging mir der Aeroparque zumindest fliegerisch durch die Lappen. Ich buchte zunächst einen stornierbaren Mietwagen für etwa 180 EUR, schließlich wollte ich um und bei den Lago Argentino unsicher machen. Drei Tage vor Abflug prüfte ich erneut die Preise und siehe da, es sollte nur 120 EUR kosten, also alte Buchung storniert und neu gebucht. Am Ende hat er mich nur etwa 90 EUR gekostet, da mir automatisch die Steuer erlassen wurde. Bei den späteren Hotelbuchungen stellte ich das gleiche Phänomen fest. Argentinien ist halt etwas ominös was das Finanzielle angeht.

Auf der Route von EZE nach MEX gab es nicht sonderlich viel passable Auswahl. Zeitlich am effizientesten flog Avianca via BOG. Somit würde ich am Samstag nach dem Sprachkurs um 0130 in EZE losfliegen und wäre dann zur Mittagszeit in MEX. Dort hätte ich dann bis Montag abend Zeit und wäre am Dienstag den 03.10 wieder in der Heimat. Schließlich sollte es am 06.10 weiter nach Marokko gehen, aber das ist eine andere Story.
Bei AV buchte ich Economy XL, da ich einen Koffer aufgeben wollte und für die jeweiligen etwa 5 stündigen Legs etwas mehr Legroom auch nicht verkehrt wäre, dachte ich mir. Dass die vermeintliche Eco XL bei dem Laden meine bisher engste Eco-Erfahrung überhaupt werden sollte ahnte ich noch nicht.

Der Titel rührt übrigens von den scheuen Tierchen her, welche mir in Patagonien gelegentlich vor die Linse kamen.

Damit sollten die Rahmenbedingungen erstmal grob erläutert sein und mir stand ein Trip mit einem Mix aus City, Landschaft, Tieren und Aviatik bevor.

Zur Übersicht einmal das Routing
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(Quelle: gcmap.com)

Also herzliche Einladung mitzukommen, die ersten Bilder kommen zeitnah!
 
Zuletzt bearbeitet:

Reyhan

Erfahrenes Mitglied
30.09.2017
1.153
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FMO
Ich muss unbedingt was an meinen IATA-Codes für Südamerika tun, da ich bei FTE nicht sofort an EL Calafate sondern an Full Time Equivalent gedacht habe.🙄

Bin gespannt wie es weiter geht . Danke schon jetzt

 

UniformSierra1

Erfahrenes Mitglied
06.02.2022
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HAM
Am besagten Abflugtag, es war Freitag der 15.09., verbrachte ich noch einige Stunden im Home Office, ehe ich mich um High Noon von einem Sandkastenfreund zum Airport kutschieren ließ. In der Airport Lounge angekommen stellte ich entgeistert fest, dass KLM das AC nach EZE von 787 auf 77W gewechselt hatte. Grrr. Zu meiner Erleichterung merkte ich aber schnell, dass die geplante 777 schon die neue Kabine drinnen hatte mit einer 1-2-1 Config. Puhh, Glück gehabt.

Die PH-EXO steht bereit, der Kapitän tritt persönlich in die Kabine und vermeldet, dass wir mit etwa 30 Min. Delay HAM verlassen werden. Zu meiner Freude ist an diesem Tag take off/landing rwy 05. Wie man sieht ist die 15/33 gerade in Sanierung.
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Ein besseren Ausblick bekommt man meiner Meinung nach nur noch von der 15, wenn man direkt über die Innenstadt rüberfliegt. Aber die 05 departure an diesem Freitag Nachmittag hat mich schon Glücklich gestimmt. 005.jpg

Wir umfliegen die Stadt nördlich .
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Und natürlich müssen wir über die Elbe rüber.
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Während ich den faden Salad probierte, ergab sich ein inspiratives Gespräch mit meinem Sitznachbarn, welcher vor kurzer Zeit in Uganda bei den Berggorillas war. Dies hatte ich für 2024 angepeilt. Insofern war ich dankbar für seine Berichterstattung aus erster Hand.
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Entsprechend schnell vorbei war der Hüpfer nach AMS und ich vertrieb mir die Zeit in der Crowne Lounge.
Es wurde dunkel und die PH-BVB wartete ungeduldig die Masse an PAX auf die andere Seite des Äquators zu bringen.

Ich war auf 7A platziert, was sich als gute Wahl erwies. Eine hochmotivierte und multilinguale Crew empfing mich. IMG_20230915_211632.jpg

Mit einigen Minuten behind schedule rattern wir über die Polderbahn in die Nacht hinein.

Nachdem Start fragte mich die Stewardess zunächst auf Deutsch, was meine Beweggründe wären, nach EZE zu fliegen. Als ich entgegnete, dass ich mein Spanisch verbessern wolle, fuhr sie zuvorkommend bis zum Ende des Fluges auf Spanisch fort, mit dem Hinweis man solle ja keine Gelegenheit zur Übung ungenutzt lassen - gutes Training für mich. :p

Bald brachte sie mir den ersten Gang.
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Für den Main Course entschied ich das grüne Curry zu probieren und wurde nicht enttäuscht.
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Und natürlich die finale Käseplatte und Digestif.
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Ich fand einige Stunden Schlaf bei einer effektiven airborne time von etwas mehr als 13 Stunden. Mit meinen 1,93m konnte ich mich hier bei KLM schon deutlich besser ausstrecken als bei der aktuellen LH Kabine. Genauso ist das Frühstück bei der LHG eher nicht so dolle, wenn ich meine Geschmacksnerven dazu befrage. Klarer Pluspunkt an KLM, da sie z.B. ein vernünftiges, französisches Croissant hinbekommen, was nicht staubt beim reinbeißen im Gegensatz zu Swiss einige Wochen später.

Da unsere STA um etwa 0500AM erfolgen sollte, war es beim Servieren des Frühstück noch dunkel. IMG_20230916_094527.jpg

Kurz vor dem top of descent erhielt ich dann endlich mein Häuschen.
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Noch in totaler Dunkelheit, aber klaren Himmel, schlagen wir auf der 35 ein und es folgt ein kurzes Taxiing zum Gate. Ausgeschlafen und energetisch marschiere ich flux durch die Immigration, der Koffer erscheint zeitnah auf dem Band, ab durch den Zoll und 50 Euronen getauscht, damit man erstmal flüssig ist, da in der Stadt noch nichts zum Tauschen offen hat. Mit Ezeiza Taxi (beim nä. Mal lieber gleich ein Uber, ist halb so teuer) gehts für knapp 20 EUR zum Grandview Hotel, welches in Downtown unweit vom Congress ist. Um 0730 tauche ich im Hotel auf und gebe zunächst den Koffer ab.
Dann geht die Erkundungstour los, das Wetter könnte mir kein größeres Geschenk machen. Die Stadt ist noch recht verschlafen, kaum jemand ist auf der Straße, deshalb bleibt die Kamera auch zunächst im Rucksack, sicher ist sicher. Ich erstehe ohne Probleme im nächsten Kiosk eine Subte-Card zur Nutzung der Metro und Busse.

Am Congress angekommen beginnen nun auch die fotografischen Aktivitäten.
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Ich lasse mich weiter treiben. Städte am frühen Morgen mag ich besonders.
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Am Plaza Mayo wird die Stadt langsam lebendig.
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Das berühmte Casa Rosada ist gleich nebenan.
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Um von hier aus zum Puerto Madero.
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Hier stehen einige Kräne ungenutzt am Wasser.
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Marimites Flair macht sich breit.
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Von hier geht es wieder zurück Richtung Hotel. Zum einen muss ich noch etwas mehr Geld wechseln und zum anderen habe ich gerade beschlossen, an den Aeroparque zu fahren um dort zu lunchen und zu spotten - man sollte das Wetter nicht ungenutzt lassen.

Bis dahin noch einige Impressionen vom Treiben in den Straßen.
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Man scheint die Wohnung leer zu räumen.
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Bei Cambio Baires tauschte ich vorerst 200 EUR, das sollte für die nächsten Tage reichen und bei der hiesigen Kursvolatilität weiß man ja nie.
Ich bestellte ein Uber und lies mich zum El Muelle Restaurant fahren, welches auf einem Steg direkt am Aeroparque ist.

Ich ließ mich auf der Terrasse nieder und genoss den Blick aufs Line Up der rwy 31, während ich mich kulinarisch mit einem Fischteller verwöhnen ließ.
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Auf den ersten Blick in den Flugplan mag der Traffic am AEP etwas eintönig erscheinen. Mit Jetsmart und Flybondi hat man jedoch zwei Airlines am Platz bei dem der aufmerksame Beobachter feststellt, dass jeder Flieger eine individuelle Bemalung hat. Und natürlich gilt wie an jedem anderen Platz der Welt auch: Augen auf für ungeahnte Überraschungen!

Nach dem Essen ließ ich mich auf dem Steg in Schatten des Restaurants nieder und ließ gespannt die Blicke in den Anflug schweifen.

Man sieht die Vergangenheit bei Sunwings deutlich.
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Erste Abwechslung wird in Form des R44 generiert.
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Schauen wir uns bei den Departures die Leitwerke mal genauer an.
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Auch wenn Austral den letzten kommerziellen Flug bereits 2020 absolviert hat, scheint man die Lackierung beizubehalten, die Zugehörigkeit zu Aerolineas wird auch so deutlich.
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Und ein weiterer Vogel im Anflug.
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Auf den Vogel folgt der Fuchs.
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Der Homecarrier mit 73M.
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Ein kurzer Blick in die Outbound Sequence - Flybondi ist dran.
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Aber auch Bobbies aus der zweiten Generation lassen sich noch blicken.
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Und surprise, surprise ein Learjet 35 schwebt vor der Skyline herein.
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Flybondi ohne Winglets.
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Total neu für mich in der Sammlung diese Tecnam P2006T.
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Der brasilianische Nachbar schaut persönlich vorbei.
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Den Abschluss bildet zu meiner Freude die Retro Livery. Steht der kurzen Bobby ganz gut wie ich finde.
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Zum Sunset schlendere ich etwas am Congress entlang. Könnte schlechter gelaufen sein für den ersten Tage, denke ich mir.
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Als ich am Sonntag aufwache, sieht es eher grau aus.
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Ich beschließe einsetzenden Regen abzuwarten und nutze die Zeit im Gym. 034.jpg

So richtig besser werden will es nicht. Ich nutze eine kurze Regenpause um vor die Tür zu treten, fotografisch kommt jedoch nichts bei rum.
Zum Nachmittag hin wird das Wetter wieder schlechter. 037.jpg

Der Sonntag geht zu Ende und ich bereite mich mental schon auf den ersten Schultag vor, träume aber auch schon von Patagonien wohin es das kommende Wochenende gehen sollte.

So long.
 

UniformSierra1

Erfahrenes Mitglied
06.02.2022
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HAM
Die Woche ging schnell um und es wurde Freitag Nachmittag. Ich tauschte noch etwas Geld, da es unten im Süden wohl schwerer werden würde, als hier in der Hauptstadt. Ich entschied mich in Puerto Madero zu dinieren und machte mich bewaffnet mit Stativ im Uber auf den Weg.
Das ich zum Sunset ankam, war natürlich geplant, wie auch sonst.
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Ich harrte noch etwas aus in der Kälte, ehe die blaue Stunde um war.
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Der Abflug für den nächsten Morgen war mit Aerolineas ex EZE um 0555 geplant was zeitgleich mein persönlicher Erstflug in der 737Max8 werden sollte. Entsprechend zeitig ging es nach dem Essen zurück zum Hotel.

Um 0300 ging der Wecker und um 0320 saß ich quicklebendig und voller Vorfreude im Uber, welches mit mir nach Ezeiza rauschte. Ohne erwähnenswerte Besonderheiten saß ich irgendwann in der 737 mit der Kennung LV-KEJ und noch bei Dunkelheit rockten wir via rwy 11 raus und drehten nach Süden.

Bald wurde es hell.
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Und ich kam in den Genuss der argentinischen Küste. Hier der Comodoro Rivadavia Airport.
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Der Bordservice, welcher aus Keksen und Getränken bestand, fand erst etwa zwei Stunden nach Abflug statt.
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Stellenweise sah es etwas aus wie eine Mondlandschaft.
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Für mich eines der landschaftlich mit am reizvollsten Flüge überhaupt.
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Die Anden kommen zum ersten Mal in Sichtweite.
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Schauen wir nochmals genauer hin.
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Enjoy!
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Klar erkennbar zeichnet sich die Schneegrenze ab.
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Ich klebe am Fenster wie ein kleines Kind.
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Ich schätze mich gerade sehr glücklich.
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Einfach nur wow!
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Wir positionieren uns für den Approach.
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Airport in sight! Das METAR meldet -4°C mit moderaten Wind, ansonsten NOSIG - hört man gerne bei diesem Himmel.
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Den Lago Argentino in Sicht intercepten wir auf die 25.
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Was für eine Aussicht!
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Herrlich, hätte schlechter laufen können.
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Im Terminal sind die Wege kurz, obwohl man domestic angekommen ist, wird das Gepäck gescannt. Außer Mietwagenschaltern und Touranbietern gibt es nicht viel anderes.

Kurz darauf finde ich mich in einem Pick Up aus dem Hause Chevrolet wieder und mache mich auf gen Westen. Der Ort El Calafate liegt etwa 20 Autominuten vom Airport entfernt. Auf den ersten Blick erscheinen die Straßenverhältnisse recht gut, dennoch gibt es auch unerwartet einige tiefe Schlaglöcher im Asphalt, die beim Speedlimit von 80Km/h dem Vehikel durchaus beträchtlichen Schaden zufügen könnten. Also Augen auf! Kurz vor dem Ortseingang gilt es einen polizeilichen Checkpoint zu passieren.

Danach bringe ich schnell meinen Koffer in die Unterkunft. Die Zimmer sind in einzelnen Hütten untergebracht und geheizt wird über den Fußboden. Für eine Nacht ganz passabel.
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Im Ort decke ich mich mit etwas Proviant ein und mache mich auf den Weg westwärts. Dann und wann halte ich an und genieße die Landschaft und bin dankbar dafür, dass das Wetter so mitspielt.

Ein erstes Panorama.
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Die Straßen sind nicht viel befahren und es tut richtig gut nach dem Großstadttrubel der letzten Tage.
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Mein Hauptziel ist der Perito Moreno National Park welcher hinter den Bergen liegt.
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Der niedrige Wasserstand im Lago Argentino wundert mich, schließlich ist der Winter mehr oder weniger vorbei.
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Mal ein "inride" Bild.
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Am Parkeingang löhne ich etwa 10 Euro und begebe mich auf die Sackgasse an deren Ende man dem Gletscher ganz nahe kommen kann.
Ganz alleine bin ich natürlich nicht, aber überlaufen ist es auch nicht.

Here we go!
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Ich laufe einige Wege am Hang entlang um verschiedene Spots zu erreichen.
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Die Eismassen sind wirklich enorm.
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Die Geräuschkulisse ist nicht minder beeindruckend, es hört sich an, als würde der ganze Berg in die Tiefe rauschen, dabe sind es nur kleine Eisstücke die gelegentlich abbrechen. Einmal habe ich sogar den passenden Moment erwischt.
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Bald wird es mir jedoch zu kalt und ich stapfe zurück zum Auto.
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An einem anderen Viewpoint lege ich eine kurze Pause ein.
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Kalt, aber schön. 112.jpg

Der Vollständigkeit halber das treue Gefährt für die etwa 34 Stunden hier vor Ort.
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Bis denne!
 
Zuletzt bearbeitet:

SDanie

Erfahrenes Mitglied
24.03.2013
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Vielen Dank für die Eindrücke und Biöder. Da werden Erinnerungen an unsere Reise 2019 wach und zeitgleich steigert es die Vorfreude auf unseren Trip in gut drei Wochen.
 
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IL62M

Erfahrenes Mitglied
13.01.2022
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Vielen Dank. Wie immer eine wunderbare Kombination von großartigen Stadt, Natur und natürlich Flugzeug Photos.

Sehr schöne neue Position am Aeroparque mit den Häusern im Hintergrund.

Freue mich schon auf die nächsten Teile.
 
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UniformSierra1

Erfahrenes Mitglied
06.02.2022
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HAM
Vielen Dank für das zwischenzeitliche Feedback und @ SDanie dann einen guten Reiseverlauf (y)

Da es mir zu langweilig wäre, genau die selbe Route nach El Calafate zurück zu fahren, entscheide ich mich eine weiter südlich verlaufende Schotterpiste zu nehmen. Nach den ersten Kilometern war ich tatsächlich kurz am Überlegen umzudrehen, da der Fahrbahnzustand echt schlecht war und ziemlich anstrengend zu fahren und ich noch mehr als 50 Km vor mir hatte. Die Entscheidung weiter zu fahren, war landschaftlich gesehen doch richtig.
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Eine erste Abzweigung, welches eine Sackgasse ist. Leider bewölkt es sich etwas arg.
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Den Lago Argentino zu meiner Linken wühlt sich der Pickup weiter gen Osten.
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Zurück in El Calafate brauche ich erstmal eine Verschnaufpause vom dem Geschüttel und raste etwas am Seeufer.
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Danach durchkreuze ich die umliegenden Hügel am Ortsrand auf der Suche nach einem Ort wo man den Sonnenuntergang beobachten kann. Ich finde den passenden Spot und bin zu entsprechender Zeit wieder dort.
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Hier oben pustet es wie verrückt und somit brauche ich an Langzeitbelichtungen nicht zu denken, daher bleibt es bei Freihandschüssen. 125.jpg

Es dauert verhältnismäßig lange, bis es dunkler wird.
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Durchgefroren geht es danach zu Bett. Die letzte Nacht war kurz genug. Anfängliche Befürchtungen, dass mich im Laufe des Tages beim Fahren mich die Müdigkeit überkommen würde, bestätigten sich nicht. Wahrscheinlich war alles viel zu aufgregend um Müde zu sein.:D
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Nach einer angenehmen Nachtruhe bediene ich mich kurz am häuslichen Frühstücksbuffet und checke dann aus. Das heutige Zielgebiet ist der östliche Teil des Lago Argentino. Fuel level - check! Es gibt außerhalb von Calafate nämlich keine Tankstellen im weiteren Umfeld.

Unweigerlich führt mich die Straße am Airport vorbei. Viele Movements gibt es insgesamt nicht, jedoch erblickt das geübte und ausgeruhte Auge in der Ferne Landescheinwerfer. Sogleich lenke ich mein Vehikel von der Straße offroad auf einen Hügel rauf. Und schon schwebt Flybondi vor szenenischer Kulisse zur Landung herein.
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Entlang dem Highway 40 habe ich mir auf etwa 1800m ASL einen Viewpoint auserkoren. Bis hierhin sind es etwa 1h Fahrt.
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Selten, aber dennoch kommt es vor, dass ich eine Zoom Linse bei Landschaftsfotografie verwende. Wenn mich nicht alles täuscht müsste das Fitz Roy sein.
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Da ich nun noch etwas weiter nach Norden will, drehe ich um um die selbe Strecke ein kurzes Stück zurückzufahren. Der Largo Argentino ist immer noch in Sichtweite.
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Eine Herausforderung hatte ich jedoch noch ausstehend. Und zwar diese scheuen Guanacos vor die Linse zu bekommen.
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Aus der Ferne sah ich sie immer wieder am Straßenrand, wenn man jedoch näher kamen ergriffen sie die Flucht. Ich hielt also an und harrte der Dinge.
Hier ganz symbolhaft mit den Anden im Hintergrund!
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Und siehe da, meine Geduld zahlte sich aus. Hola, chico! 144.jpg

Und noch mal in ganzer Pracht.
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Wie ich dann so locker die auslaufenden Hügel herunterrolle, habe ich ein Autowrack erspäht. Ich verlasse die Straße und stapfe dann zu Fuß weiter. Was auch immer für eine Story dieses Wrack beinhaltet, schön ist sie bestimmt nicht. Es wirkt auf mich etwas surreal inmitten dieser Landschaft.
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Ein kurzer Abgleich zwischen Uhr und geplanter Strecke - passt noch alles. Zurück auf Highway 40 northbound.
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Ich passiere das komplette Ostufer des Lago Argentino und drehe kurz vor dem nördlich davon befindlichen Lago Viedma um. Da ich nun die gesamte Route einmal gesehen habe, kann ich auf dem Rückweg entscheiden, an welchen Punkten es wirklich wert ist, anzuhalten.
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Eine Brücke über den Rio La Leona ist ein solcher Punkt.
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Der Himmel klart dankenswerterweise auch wieder auf.
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Zur Abwechslung wieder ein Panorama.
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Und wieder einige Details.
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Die letzte Brücke führt mich über den Rio Santa Cruz, welchen man im Anflug auch sehen kann.
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Wieder am Airport vorbei, durch den Police Checkpoint - man lässt mich ohne weiteres passieren, da mein Gesicht wohl mitlerweile bekannt ist - gehts zum Refueling. Ein Liter Super kostet hier auf die Bluerate umgerechnet 50 Euro Cent. Dann wieder in umgekehrter Richtung an der Polente vorbei zum FTE. Hier retourniere ich ohne Beanstandungen den Mietwagen und vertreibe mir die verbleibende Zeit zum Abflug mit dem Blick aufs Vorfeld.
De facto liegt die Runway im Gegenlicht, denoch ist es mir die Kulisse wert, die Kamera rauszuholen.
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Und da kommt die LV-GGQ aus Ushuaia, welche mich wieder nach EZE bringt.
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So, wenigstens ein Schuss mit Licht halbwegs im Rücken.
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Über eine der zwei Jetways wird streng nach Gruppen geboardet und einige Minuten ahead of schedule werden die Chocks weggenommen. Passend zum kleinen Terminal auch der Mini-Tower. Wir taxeln zur 25.
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Richtig gepokert mit der Platzwahl, die folgenden Aussichten wollte ich haben.
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Kurz vor El Calafate drehen wir nach Norden.
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Ich lehne mich zurück und blicke gespannt dem anstehenden Sunset entgegen.
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Herrlich!
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Nach 2,5 Stunden lande ich wohlbehalten in EZE. Es muss um etwa 2100 gewesen sein. Am Baggage Reclaim war zunächst etwas Verwirrung, da der Flug gar nicht gelistet war. Am Ende gabs doch noch die Koffer zurück. Per Uber gings nun nach Palermo ins Clayton Hotel, da ich mich entschieden hatte die zweite Woche in dem ruhigeren Stadtteil zu verbringen.

So long, hoffe es war nicht zu kalt und trocken, einen freudigen Übergang ins neue Jahr wünsche ich!

To be continued!
 

UniformSierra1

Erfahrenes Mitglied
06.02.2022
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Am vorletzten Schultag will ich noch etwas den Cityvibe einfangen und treibe mich nachmittags im Norden der Stadt herum.

Ich beginne an der Floralis Generica für die Kunstliebhaber unter uns.
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Vorbei an der Nationalakademie für Medizin.
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Weiter zum Plaza Italia.
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Zum Abendessen bin ich mit Mitlernenden im Don Julio verabredet - eine der Adressen schlechthin für Steaks. Die kleinste Variante beinhaltet ein 500g Steak. Geschmacklich alles top, dennoch etwas viel Fleisch auf einmal, was auch schnell kalt wird. Schließlich will man ja genießen und nicht so herunterschlingen. Vorweg wird eine Brotplatte mit Dip serviert und als Beilagen nehmen wir noch etwas grünen Spargel vom Grill sowie Kartoffelgratin. Mit der Portionierung meinen es die meisten Restaurants hier echt gut mit einem. Dazu gibt es eine umfassende Auswahl an Weinen. Unter dem Restaurant befindet sich ein riesiger Weinkeller.
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Ziemlich gekugelt bitten wir irgendwann um die Rechnung. Ich komme immer noch nicht auf diese Geldmengen klar. Man hat die Taschen zwar voll, aber letzlich hat man sie doch nicht voll, da es einfach kaum was wert ist. Umgerechnet müssten wir etwa 80 Euro bezahlt haben, für lokale Verhältnisse natürlich ziemlich teuer.
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Am Freitag, also mein letzter Tag in der Schule, verbaschiede ich mich von einigen Sympathisanten und ziehe los durch Palermo.
Mein Abflug mit Avianca nach Bogota ist für Samstagmorgen 0130 geplant, ich habe also noch etliche Stunden Zeit.

Mir gefiel der Plaza Barrancas de Belgrano ganz gut mit den retro anmutenden Busterminal - nicht so modern wie bei uns zu Lande.
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Die Locals sehen dem Wochenende entspannt entgegen, hier im Park lässt es sich auch aushalten.
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Hipodromo Argentino, dorthinter verbirgt sich ein Sportstadion. 199.jpg

Im Calden de Soho gönne ich mir mein Abschiedsdinner und schlendere dann zum Hotel zurück, dort den Koffer abgeholt und gegen 2200 dann per Uber zum Airport.
Am Bag Drop ist eine ziemlich lange Schlange, aber irgendwann bin ich den Koffer dann los. Security und Passportcontrol sind fast menschenleer.

Meine letzten Pesos investiere ich wohlweißlich in zwei Wasserflaschen und finde mich kurz darauf im Angesicht der N782AV wieder, welche ziemlich viele Pflaster im
Gesicht trägt.
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Pünktlich wird geboardet und der Nebenplatz bleibt zum Glück frei. Für Economy XL war der Sitzabstand ziemlich mau, aber es sollte später noch schlimmer kommen. Die Crew hatte mal so gar keinen Bock. Kein herzlicher Empfang, nada! Man schien eher zu stören. Kurz nach dem Start wurde die Kabine komplett verdunkelt und die Crew ließ sich nicht mehr blicken. Ich war zwar vorbereitet, aber auf so einem fünf-stündigen Flug hätte man zumindest für die Nachtruhe eine Wasserflasche verteilen können, wie man es von anderen Flagcarriern kennt. Noch vor Sonnenaufgang ohne weitere Serviceaspekte landen wir in Bogota. Kurze Transitkontrolle und ich beobachte, einen Croissant mampfend, das Treiben auf dem erwachenden Vorfeld. Zum Glück ist soweit alles on-time, dass meine 2,5 h ausreichend waren, den Weiterflug nach MEX zu erreichen.

Diesmal wird es eine A320. An Bord der N764AV dann die größere Verärgerung: Die Sitze in den Eco XL Reihen sind so dicht beieinander, dass ich nichtmal meinen Kamerarucksack auf den Boden stellen kann. Das kam mir bisher noch nicht vor und den Backpack hab ich seit fast zehn Jahren auf wirklich jeden meiner Trips dabei! Ich möchte nicht wissen, wie es sich in der Standart Eco sitzt ohne vermeintlichen XL Legroom.:cautious: Wer die Flugpläne durchstöbert, wird feststellen, dass man auf einigen Routen in Lateinamerika um den Laden nicht drumherum kommt. Aus Endkundensicht ein ähnliches Ärgernis wie mit der LHG.
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Bereit für die 4,5 Stunden nach MEX gehts los zur rwy 14R.
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Einer der wenigen kolumbianisch registrierten Flieger von Avianca.
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Line Up!
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Company traffic behind us und eine Vamos 330 ist dort parkiert.
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Nicht uninteressant was sich hier in BOG so herumtreibt. Ich werde gewiss mal wiederkommen.
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In einer langen Rechtskurve umfliegen wir südlich Bogota.
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Ich entdecke sogar einen aktiven Vulkan - Premiere für mich so etwas aus der Luft zu sehen.
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Wir rauschen auf FL360 dahin und treffen auf Panama.
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Schon wieder ein Vulkan!
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Komplett Mittelamerika wird durchkreuzt.
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Dann geht es in den erlösenden Descent, der etwas kürzer ist, da sich MEX auf einer Höhe von etwa 7.300 ft befindet. Linksseitig haben wir die City und den neuen Felipe Angeles Intl. Airport. Die Movements hier sind derzeit noch überschaubar, einiges an coolen Cargotraffic ist jedoch dabei.
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Es wird etwas gespoilert.
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Der Flieger wird recht früh durchkonfiguriert und wir durchbrechen die Dunstglocke.
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Die Ausmaße dieser Megacity werden einmal mehr deutlich.
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Downtown.
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Long final 05R.
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Außentemperatur sind 23 Grad C reported. Departing traffic 05L.
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Die Kofferausgabe zieht sich etwas hin, scheinbar wird hier der Bereich gerade erweitert. Es ist kurz nach 1200 lt.. Einreise ging auch flix, da ich schnurstraks zu den E-Gates laufe, die man mit deutschen Pass nutzen kann. Dort gibt es einen Ausdruck mit QR Code, über den ich vor der Ausreise eine PDF herunterladen muss, welche am Check-in vorgezeigt werden sollte. Rüber zum Camino Real Airport Hotel, welches ich aufgrund seiner Aussicht auf den Airport gewählt habe. Ich bin neugierig einen ersten Eindruck von der Stadt zu bekommen. Ich hatte die Catedral Metropolitana de la Ciudad de Mexico als erstes Ziel gesetzt. Die Anfahrt mit der Metro gestaltete sich zunächst schwierig, da die benötigte Linie von einer Baustelle betroffen war. Nach einigen Durchfragen hatte ich dann ein Alternate sowie meine Diversion geplant. :p Da das Wetter aber so mittelprächtig war, gibt es später ein besseres Bild von der Kathedrale.

Hier nun am selbigen Platz eine erste Impression.
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In der Stadt tobt wirklich das Leben.
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Ein erster Blick auf den Palacio de Bellas Artes.
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Auch ein Polizeiwagen braucht mal Starthilfe.
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Und zum Abschluss das Monumento a la Revolucion.
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Da das Wetter nicht besser wurde, ging es mit einbrechender Dunkelheit zurück zum Hotel und dank des Schlafmangels aus der vorigen Nacht zeitig zu Bett.

More to come - guten Start ins Jahr!
 

UniformSierra1

Erfahrenes Mitglied
06.02.2022
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HAM
Es ist wieder Zeit für etwas Aviatik. Am Morgen fahre ich eine Station mit der Metro zum Skyline Cafe. Leider erst um Punkt 1100 wird die Treppe heruntergelassen und ich stürme als erster herauf. Oben gibt es eine zweigeschossige Terrasse von wo man alle Movements auf der 05L/05R im Blick hat. Die Kulinarik ist aviatisch angehaucht.

Lassen wir die Spiele beginnen!
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Die meisten Heavies bevorzugen die etwas längere 05R, so auch diese IB 359, welche nach der Volaris weiter zur anderen Bahn rollte.
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Schier unendliche 737 in der Flotte von AM.
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Die 757 wird insgesamt auch seltener und somit wertvoller, hier der erste Fang mit Winglets. Im Hintergrund wird deutlich wie uneben die 05L verläuft.
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Zeitweise face to face mit dieser NEO.
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US-Kleingerät hatte ich schon länger nicht mehr. Bemerkenswert, dass es Richtung USA ziemlich viele Verbindungen gibt, obwohl die politischen Verhältnisse ja eher als angespannt gelten. Man kann aber scheinbar nicht ohne seinen Nachbarn.
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Viva Aerobus haucht dem ganzen etwas Abwechslung ein.
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Bei Air Canada haben beide Piloten schon die Head-Up Displays heruntergeklappt.
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Und dann die erste Überraschung: Magni mit einer 737-300 inklusive Winglets - leider bei FR24 nicht lückenlos trackbar.
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Der Homecarrier mit der längsten 737MAX Variante.
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Kaum ist die Schwestermaschine weg, kommt die nächste Iberia auf der 05R rein.
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Aus Pax-Sicht konnte mich der Laden nicht überzeugen, die Special Colors gucke ich mir dennoch gerne an.
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Die Augen rechts! ANA schwebt ein.
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Busy holding point 05L.
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Als die Sonne auf die Pistenachse wandert, fahre ich zurück zum Hotel. Im achten Stock bietet das Restaurant eine ansprechende Aussicht für die Nachmittagsstunden.

Nicht perfekt, sehe ich aber womöglich so schnell nicht wieder.
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United in einem erfrischenden Blau.
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Eine der wenigen A319 bei Volaris.
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Action auf der weiter entfernten 05R ist bedingt machbar.
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Volaris mit Memoku-Sticker.
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Nebenbei bemerkt gibt es in MEX für einen Airport dieser Größe recht wenige Heavy-Movements.
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Die Raiders-Farben machen sich ganz gut bei Viva.
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Damit reicht es zunächst, morgen ist ja auch noch ein Tag. Die zweite Tageshälfte ist für die City reserviert. Ich nahm mir ein Uber und ließ mich am Cerro de Chapultepec absetzen, welcher aber leider bereits dabei war geschlossen zu werden. Auch mein bitten beim Sicherheitspersonal mit dem Hinweis ich bräuchte nur ein paar wenige Minute half nichts. Somit musste ich mit dem Schicksal fügen und begann in Richtung der Avenida Paseo de la Reforma zu laufen.
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Zumindest auf den Fußwegen war es ziemlich voll an diesem Sonntagnachmittag.
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Angel de la Indepedencia
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Bald kam ich an diesen Verkehrskreisel welcher komplett eingemauert und mit Vermisstenanzeigen zugekleistert war. An den Metro Stationen waren mir immer wieder Anzeigen aufgefallen, aber das hier war wirklich der Gipfel. Ich war etwas gefasst.
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Um die Größe nochmals zu verdeutlichen.
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Ebenfalls bemerkenswert, dass die Feuerwache keine Rolltore hat. Es ist offensichtlich immer Tag der offenen Tür und Angst vor Diebstahl scheint man nicht zu haben. In Deutschland undenkbar.
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Kurz vorm Sunset erklimme ich die Kuppe des Monumento a la Revolucion.
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Aus etwa 50m Höhe hat man eine Rundumaussicht.
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Der Tag neigt sich dem Ende entgegen.
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Ein letztes Bild gibt es, als ich wieder unten bin.
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Damit ist auch der zweite Tag in der mexikanischen Hauptstadt um.

So long.
 

UniformSierra1

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06.02.2022
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HAM
Der letzte Tag brach an und ich beschloss den Vormittag noch in der Stadt zu verbringen. Der Abflug mit AF war für 2200 geplant, somit war noch genügend Zeit davor auch etwas zu spotten.

Ich visierte erneut die Catedrale Metropolitana de la Ciudad de Mexico an. Diesmal jedoch fußläufig von einer anderen Metrostation als beim ersten mal. Auf dem Weg dorthin nahm ich noch diese Straßenszene mit.
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Den Torre de Latinoamericana hatte ich gar nicht mehr auf der Rechnung bezüglich einer Viewing Plattform.
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Und nun die Kathedrale bei passablem Wetter.
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Von hier aus wollte ich von dem berühmten Cafe, welches tatsächlich für den oberflächlich Informierten etwas schwer zu finden ist, einen Blick auf den Palacio Bella Artes erhaschen.
Zugang ist über die 8. Etage eines Shoppingcenters.
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Ich entspannte mich noch einige Zeit im Schatten, ehe ich wieder zum Airport Hotel fuhr. Hier ließ ich mich im Restaurant neben zwei weiteren US-Spottern nieder. Der Blick in den Flugplan ließ einige Hightlights erwarten. Zum Glück war wieder 05L/R in use.

Eröffnet wird die Show durch Aeromexico´s Sonderlacke. Aus dieser Perspektive wird immer gut deutlich wie weit sich die Flügelspitzen beim Dreamliner nach oben biegen.
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Besonders gefällt mir, dass man einen Teil der Skyline im Hintergrund hat.
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Parallelbahn-Action!
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Ein ganz neuer Airbus Typ für mich in der Sammlung: Airbus C295W - nicht perfekt, aber erstmal haben.
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Eine Altbekannte!
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Leichte Korrekturen am Stick bei dieser Volaris.
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Diese Viva verewigt sich mit Abrieb auf der Piste.
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Das Licht ist nicht einfach, die Aussicht trotzdem gut.
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Meist ist Latam mit der 787 am Platz.
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Manchmal aber auch mit 767, sieht man als Pax-Version auch nicht mehr so häufig mittlerweile. Bye bye!
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Catch the beacon!
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Die beiden, kleinsten der Flotte.
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Nein, das ist nicht mein Flieger für heute Abend. Es gibt noch ein früheren Flug mit Air France.
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Bei dem Licht werden die meisten Bilder unfreiwillig zu Mitziehern.
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Diesmal eine C-295M, wer genau hinschaut, wird bemerken, dass diese Version ohne Winglets unterwegs ist.
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Hansens kommt aus MUC mit 359. Es wird echt dunkel langsam.
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Auch hier catch the beacon!
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Iberia bildet das Schlusslicht.
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Nach den üblichen Prozeduren fand ich mich in der Lounge wieder. Das einzig wirklich erwähnenswerte ist, dass man a la carte bestellen konnte. Ansonsten hatte die Lounge keine Fenster und lud auch nicht unbedingt zum langen verweilen ein. Die Auswahl an der Bar bzw ihre Bartender waren anstandslos. So schlenderte ich um kurz nach 2100 durch ein sehr dunkles und wenig verglastes Terminal zum Gate. An Bord der 789 mit der Reg F-HRBA empfing mich eine hervorragende Crew und brachte mich zu meinem Sitz 7A.
Rein von der Kabine fand ich bei KLM etwas besser, dass man nahezu in einer Suite sitzt, wenn man die Partition zu zieht. Bei AF ist die Partition zum Gang nur etwa halb hoch und bietet entsprechend etwas weniger Privatsphäre. Nichtsdestotrotz ein allemal besseres Produkt als bei LH.
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Relativ pünktlich werden wir gepusht und rollen zur 05R über die wir uns in den mexikanischen Nachthimmel erheben. Kurz darauf wird eingedeckt, man wird namentlich angesprochen und die Crew ist sehr bemüht den Aufenthalt zu gut wie möglich zu machen.
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Als Main Course wähle ich das Chickencurry.
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Und schließlich noch ein Digestif.
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Danach schlummere ich einige Stunden und erfrischt erblicken meine Äuglein den europäischen Kontinent.
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Ein leckeres Frühstück wird serviert.
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Die Aussicht könnte zum frühstücken besser kaum sein.
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Es geht in den Descent, es wird nach letzten Wünschen gefragt und dann verabschiedet die Crew sich von jedem persönlich und bedankt sich, dass man heute an Bord war. Was eine Motivation!
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Nördlich an Paris vorbei.
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Schließlich intercepten wir für die 26L. Nach dem vacaten müssen wir etwas auf den Kollegen hier warten. Paris empfängt uns bei angenehmer Wetterlage.
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Immi und Transitsiko ist schnell erledigt es geht in die Lounge. Leider sind keine Slots bei der Massage frei, Reservierung sind nicht möglich, alles auf "first come, first serve" Basis. Naja beim nächsten Mal vielleicht. Nach einer erfrischenden Dusche lass ich mir den ein oder anderen Cocktail an der Bar mixen. Gleich steht auch noch für mich eine Premiere an - mein erster Flug im A220 überhaupt. Es wird die längere -300 Version. Die kürzere -100 werde ich bereits eine Woche später bei Swiss loggen. :p
Auch die vier Stunden gehen irgendwann dahin und es geht zum Boarding. Die F-HPNC wartet bereits. Den Engine Start empfand ich als ziemlich laut. Die Fenster sind auffallend größer als bei anderen Mustern. Sehr angenehm! Leider ist es schon dunkel und somit sind kaum brauchbare Bilder entstanden.

Via rwy 27R rocken wir in den Nachthimmel und kurz darauf wird ein Meal serviert.
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Um etwa 2200 landen wir an diesem Dienstag in HAM auf der 23 und ich lasse mich von meinem Senior abholen. Viel Zeit zum durchatmen bleibt nicht, bereits am kommenden Freitag steht eine Stipvisite in Marokko an. Bericht dazu gibts zeitnah!

Die Erfahrungen bei Air France auf diesem Routing sind durchweg positiv gewesen, sodass ich mir überlege, ob der aktuelle Silberstatus vielleicht dieses Jahr ausgebaut wird. Bei KLM an Bord hat es mir auch soweit gut gefallen. Einziges Manko die Lage in AMS bzw deren Kampf mit den Kapazitäten und daraus resultierende Änderungen von Flieger, Flugzeit, Annullierung etc hat mich in diesem Jahr einiges an Nerven gekostet > mehr dazu in noch kommenden Berichten.
Mexico City ist für 2-3 Tage eine nette Destination. Genauso gut lässt es sich in Buenos Aires aushalten und mit der Bluerate günstig erleben. Der Ausflug nach El Calafate war natürlich zeitlich stressig und eng geplant, aber hat einmal mehr bewiesen, dass man nicht zwangsläufig Ewigkeiten bleiben muss um etwas vom Land zu sehen, sondern auch an einem Wochenende mit begrenzten Radius sich gut was entdecken lässt. Zu häufig höre ich in der Heimat, dass sich die kurzen Ausflüge mit "sooo langen Flügen" ja überhaupt nicht lohnen würden. :LOL:

Danke fürs Lesen, ich hoffe es hat soweit gefallen. Der nächste Report ist schon in der Mache.

Bis denne
 

HDH Aviation

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25.02.2018
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D-AIEP
dass sich die kurzen Ausflüge mit "sooo langen Flügen" ja überhaupt nicht lohnen würden
Am Ende hat man aber trotzdem immer noch mehr von der Welt gesehen als die, die sowas von sich geben.

Vielen Dank für diesen mal wieder wunderbaren und kurzweiligen Bericht, ich bin gespannt was für fotografische Leckerbissen du uns als nächstes servierst 😁
 

IL62M

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13.01.2022
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Danke für den sehr schönen Bericht.
Buenos Aires. Eine Stadt die mich fasziniert, auch wenn sie momentan nicht ganz oben auf der Liste steht.

Auch schön mal wieder Bilder aus Mexiko Stadt zu sehen und auch Spotterbilder vom Flughafen. Die Cafe Terrasse ist ja schön. Die Position vom Hotel kann mich nicht so wirklich überzeugen. Gibt es die berühmte Brücke am McDonald's nicht mehr?

Freue mich dann schon auf die naechsten Berichte. Vielleicht ja auch aus Kerala?
 
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06.02.2022
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Danke fürs Feedback! (y)

Die Brücke bei McDonalds war aus der Ferne zu erhaschen, allerdings hätte ich dort etwas exponiert gestanden. Da gefiel mir das Cafe doch besser, da es mir schwer fiel, einzuschätzen wie sicher die Umgebung am Airport wirklich ist. Klar im Hotel hinter der Scheibe war es bei dem Licht natürlich nicht ideal. Was meine Vorab-Recherche ergeben hat, dass die vielen anderen Spots eher mit Kontakten zu Locals machbar sind, die ich bis dahin aber nicht hatte.

Kerala kommt auch noch, allerdings sind chronologisch vorher noch erst Marokko und Panama dran.:D
 
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IL62M

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13.01.2022
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Danke fürs Feedback! (y)

Die Brücke bei McDonalds war aus der Ferne zu erhaschen, allerdings hätte ich dort etwas exponiert gestanden. Da gefiel mir das Cafe doch besser, da es mir schwer fiel, einzuschätzen wie sicher die Umgebung am Airport wirklich ist. Klar im Hotel hinter der Scheibe war es bei dem Licht natürlich nicht ideal. Was meine Vorab-Recherche ergeben hat, dass die vielen anderen Spots eher mit Kontakten zu Locals machbar sind, die ich bis dahin aber nicht hatte.

Kerala kommt auch noch, allerdings sind chronologisch vorher noch erst Marokko und Panama dran.:D

Ja Sicherheit ist so eine Sache. Das hieß es bei meinem Besuch vor knapp 20 Jahren auch schon. Die Brücke am McDonald's hielt ich eigentlich fuer ungefährlich, da dort immer viele Spotter und andere Schaulustige waren.
Auf der Morgenseite im Anflug, wohl in der Nähe des neuen Cafés war schon weniger los. Aber passiert ist auch dort nichts.

Freue ich mich schon auf die weiteren Berichte. Panama ist auch spannend, und gerade gesehen, dass bei Marokko auch Casablanca mit dabei ist. Auch mal was anderes. Muss ich mal lesen, wenn ich etwas Zeit habe.

Schönen Gruß aus Indien 😀
 

UniformSierra1

Erfahrenes Mitglied
06.02.2022
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HAM
Ja, man weiß halt nie. Lieber etwas vorsichtig bevor man mit freundlicher Unterstützung eines Messer o.ä. unfreiwillig die SLR abgeben muss.

Vielleicht können wir von dir auch noch auf einen Bericht aus Indien hoffen ? :D
 

IL62M

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13.01.2022
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Ja, man weiß halt nie. Lieber etwas vorsichtig bevor man mit freundlicher Unterstützung eines Messer o.ä. unfreiwillig die SLR abgeben muss.

Ja Sicherheit ist so eine Sache. Damals war ich da noch wesentlich Risikofreudiger als heute. Vielleicht jungendlicher Leichtsinn 😆 Heute habe ich es auch lieber gemütlicher wie zum Beispiel das Cafe, als an einer Schnellstraße zu stehen.

Vielleicht können wir von dir auch noch auf einen Bericht aus Indien hoffen ? :D

Den wird es geben. Habe am Anfang der Reise als es bei den Schwiegereltern etwas ruhiger war auch schon mal angefangen zu schreiben, aber dann wurde es sehr reiseintensiv und jetzt muss ich mal anfangen die Bilder zu sortieren.