Kann es sein, das du noch nie dort warst?
Wie kommt man auf so eine Behauptung?
Ist das nicht der Mittelberglesee, rüber zu Kaunertal?
Es ist korrekt, das ist der Mittelberglesee im Kaunergrat. Der Kaunergrat steht genau zwischen Kaunertal im Westen und dem Pitztal im Osten. Der Mittelberglesee und die Kaunergrathütte sind auf der Pitztaler Seite. An der Kaunergrathütte kannst du über das Madatschjoch ins Kaunertal überteigen. Vom Mittelberglesee geht es auch nach Norden zum Verpeiljoch über das man ebenfalls in das Kaunertal rübergehen kann.
Das müsste unterhalb der Kaunergrathütte sein. Bei gefühlten 35 Grad war das schon sehr anstrengend.
Geschenkt werden einem die Touren am Kaunergrat nicht, die Höhenunterschiede vom tiefen Talboden hoch zu den Übergängen auf 3000 Meter sind groß, technische Hilfsmittel wie eine Seilbahn oder Straßen gibt es zum Glück nicht. Deshalb ist hier relativ wenig los und man genießt unglaubliche Ruhe. Die Schönheit der Natur muss man sich hart erarbeiten, aber es ist jeden Schweißtropfen wert.
Während die E5-"Alpenüberquerer" das lange Pitztal mit dem Bus(!) durchqueren um anschließend durch die hässlichen Skigebiete am Ende vom Pitztal und auf der anderen Seite vom Ötztal wandern ist hier am Kaunergrat die Natur noch nicht zu betoniert.
Wir sind im vergangenen Jahr von Plangeroß zur Kaunergrathütte aufgestiegen und dann am nächsten Tag über die Parstleswand zum Mittelberglesee (mit dem türkisfarbenen Wasser einer der schönsten Flecken den ich kenne). Von dort die wunderschöne Durchquerung zum Verpeiljoch. wo das Foto entstanden ist. Das haben wir nicht überschritten sondern sind dann über das Seebachtal wieder runter ins Pitztal nach Trenkwald abgestiegen. Zwei wunderschöne Tage.
Schade. Dieses Jahr wird es wohl nichts mit Hüttenübernachtungen bei den ganzen Einschränkungen.
Fürchte ich auch. Wenn sie öffnen, dann dürften sie so wenig Plätze haben, dass man kaum was bekommt. Ich richte mich schon auf längere Tagesausflüge ab München ein. Evtl. geht aber auch auch was mit Unterkünfte im Tal von denen man dann Touren gehen kann.
Nebenbei bemerkt, was Hütten teilweise an hervorragender Küche bieten glaubt man nicht. Manche stellen die Talgastronomie ziemlich in den Schatten, v.a. wenn man bedenkt unter welchen Bedingungen und mit welchen Küchen dort Gerichte hingezaubert werden.
Meine persönliche Topliste bzgl. Hüttenessen:
- Erlanger Hütte (Ötztal): Steinbockragout (Wirt war mal Chefkoch in einem 4*-Hotel:
https://www.blog.tirol/2017/08/huetten-in-nahaufnahme-die-erlanger-huette-im-oetztal/)
- Südwiener Hütte (Radstädter Tauern): Pilzragout
- Sudetendeutsche Hütte (Granatspitzgruppe): Nepalesische Momos (der Wirt ist Nepalese

)
- Geraer Hütte (Zillertaler Alpen): Schlutzkrapfen
- Westfalenhaus (Stubaier Alpen): Kaiserschmarrn
Aber Achtung, die meisten Hütten erfordern viele Höhenmeter Aufstieg.
