Man müsste eine Verhältnismäßigkeit der Mittel wahren und den Schaden für Unbeteiligte möglichst gering halten (wollen). Heute wird der ja geradezu bewusst möglichst fies gemacht, gerade bei Luftfahrtstreiks. Siehe Piloten. Der zahlende Kunde als Geisel.
Generell bin ich ja der Meinung, der Streik sollte das Unternehmen treffen und nicht dessen Kunden (oder wir hier, dessen Kundes-Kunden).
Ich bin kein Streik-Experte, aber für meinen Geschmack dient ein Streik dazu, dem Unternehmen den Wert der eigenen Arbeitskraft zu zeigen, in dem man die einfach mal gesittet niederlegt. Dann hat der Arbeitgeber immer noch genug Stress mit dem organisieren und bezahlen eines Plan B, und wenn man das lange genug durchhält, wird er nachgeben.
Und wenn man das ausreichend vorher ankündigt und der Arbeitgeber sich darauf einstellen kann, dann fände ich es auch fair, wenn der Arbeitgeber seinen Kunden Schäden erstattet muss und sich nicht auf höhere Gewalt berufen kann. Womit das "es muss weh tun"-Argument trotzdem erfüllt ist.
Nur müssten die Gewerkschaften dann mehr bezahlen (weil mehr Streiktage zum Erfolg nötig sind) und bekäme weniger Werbung, wie toll sie doch kämpfen.
Statt dessen versucht man lieber, mit weniger Streiktagen mehr Schäden anzurichten. Neben der Arbeitsniederlegung wird die Notfall-Planung erschwert, bzw. mit z.B. zugeparkten Betriebshöfen und ähnlichen Späßen unmöglich gemacht. Und damit auch Schäden bei Kunden in Kauf genommen, ebenso wie langfristige Schäden am Unternehmen, was sicherlich auf Dauer nicht zu mehr Arbeitsplätzen führt. Richtig sozial finde ich das nicht.
ganz stark erleichterte Umbuchungsmöglichkeiten, Ersatzbahnfahrten und Erstattungsprozesse wären auch nötig. Wo ist die Webseite, die mir gleich automatisch eine Ersatzverbindung mit Bordkarte auswirft? Wozu diese Hotline-Schlangen? Das Prozedere ist doch von Vorgestern?
Den Schuh wiederum muss man aber den Airlines anziehen. das ist in der Tat keine Glanzleistung.