Der Vergleich SAF zu E10/E85 hinkt gewaltig. Bei E10/E85 ist es in der Tat so, dass hier die Limits dadurch bestimmt werden, dass der eigentliche Kraftstoff durch die Beimischung von Ethanol 'schlechter' wird (Oktanzahl, Oxidation, Kaeltevertraeglichkeit etc.) und daher die Motoren etc. angepasst werden muessen.
Die Oktanzahl von Ethanol ist
höher. Der Energiegehalt ist etwas niedriger.
Hauptproblem ist Korrosion weil Ethanol Hygroskopisch ist.
Es ging beim Vergleich um das Mischen von SAF mit "natürlichem" Kerosin. Statt in 10% der Flugzeuge nur SAF zu füllen, füllt man Besser "S10" (also 10% SAF Anteil Mischung) in alle Flugzeuge, weil eben genau das Motorische Änderungen vermeided.
Den selbe Weg ist an in Europa mit Ethanol gegangen, statt wie in Südamerika E85 einzuführen (was hier zum Nieschenprodukt geworden wäre), hat man E10 angeboten, in der Hoffnung damit 90% der Kunden zu überzeugen, aber Mineralöl- und Autoindustrie habe die Kunden clever überzeugt, das wenn sie Angst vor 10% Alkohol im Sprit haben, Super Plus mit 40% Alkoholen (Methanol, Butanol, Metyyl-Propanol, Iso-Propanol...) tanken müssen. Die hohe Oktanzahl kommt nicht von ungefähr...
Witzig, das z.B. Toyota Deutschland davor gewarnt hat, während für identische Autos in Australien E10 (da eher "Ethanol enriched Fuel", EEF) sogar empfohlen wird. (Ich hatte zu dem Zeitpunkt einen Toyota, und den gleichen in Australien schon 10.000 km mit EEF gefahren)
Durchaus richtig, wobei Fischer-Tropsch nun wahrlich nicht nur mit Braunkohle funktioniert, sondern auch mit diversen nachwachsenden Rohstoffen.
Das war eher ein Bezug auf die zuletzt in der DDR in großem Maßstab gemachte Anwendung. Soll heissen: es geht auch mit einem eher minderwertigen Kohlenstoffträger, z.B. auch mit verkoktem Müll oder Agrarabfall (gelten die auch als "nachwachsend" ?).
Wo das ganze SAF herkommen soll ist fraglich (so viel HEFA/HVO gibt es einfach nicht),
Ich hätte jetzt fast gesagt "
aus Leuna" aber die dortige Anlage wurde ja von der Treuhand für eine Mark verkauft und von der Mineralölfirma geschlossen, die sie gekauft hat..
Natürlich müssen die Kapazitäten erst aufgebaut werden, aber bei Flüssigas oder Fracking schreckt und das doch auch nicht, von Wasserstoff ganz zu schweigen, was eine komplett andere Infrastruktur bräuchte.