Tipflation in den USA

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CarstenS

Erfahrenes Mitglied
08.09.2012
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6.761
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Pervers finde ich eher, dass sich diese Trinkgeldkultur mittlerweile in solche Dimensionen entwickelt hat. Was ich besonders schlimm fand: Selbst die Händler und Landsleute von mir beim San Gennaro Street Festival hatten ihre POS-Terminals bereits mit 20, 25 oder sogar 30 % Tip voreingestellt.

Findet ihr das wirklich normal? Sitten und Gebräuche hin oder her, aber irgendwann ist auch mal gut. Wenn selbst beim Kauf an einem Stand automatisch solche Trinkgeldoptionen angezeigt werden, frage ich mich schon, ob die Gäste hier nicht einfach nur abkassiert werden sollen. Trinkgeld sollte freiwillig sein und die Leistung honorieren, nicht durch voreingestellte Prozentsätze und sozialen Druck erzwungen werden.
Du solltest mal ganz dringend die Establishments überdenken, die so besuchst...

Ich kenne das Thema standard graduity bei groups over 6 (oder wie es im Einzelfall definiert ist) auch - aber die Läden, die ich besuche, da hat die Bedienung bisher immer drauf hingewiesen, dass das Trinkgeld schon inkludiert ist. Und das nichts weiteres erwartet wird
Ja - gerne was etwas zur Abrundung, aber aber nicht signifikant extra.

Wer in den USA zu Ketten Restaurants oder Läden, die Teil von grösseren Corporations geführt werden, ist selber schuld - da wird man als Kunde ausgenommen wie eine Weihnachtsgans.
Profit und noch etwas im nächsten Jahr ist da das einzige Ziel...

Augen auf bei der Wahl eines Restaurants...

Wenn man Teil dieser Maschinerie ist, dann kann man schlecht wählen - aber man hat ja die Entscheidung getroffen, Teil dieser Maschinerie zu werden...
 
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eldiablo

Erfahrenes Mitglied
15.04.2019
5.844
4.190
Europa
Du solltest mal ganz dringend die Establishments überdenken, die so besuchst...

Ich kenne das Thema standard graduity bei groups over 6 (oder wie es im Einzelfall definiert ist) auch - aber die Läden, die ich besuche, da hat die Bedienung bisher immer drauf hingewiesen, dass das Trinkgeld schon inkludiert ist. Und das nichts weiteres erwartet wird
Ja - gerne was etwas zur Abrundung, aber aber nicht signifikant extra.

Wer in den USA zu Ketten Restaurants oder Läden, die Teil von grösseren Corporations geführt werden, ist selber schuld - da wird man als Kunde ausgenommen wie eine Weihnachtsgans.
Profit und noch etwas im nächsten Jahr ist da das einzige Ziel...

Augen auf bei der Wahl eines Restaurants...

Wenn man Teil dieser Maschinerie ist, dann kann man schlecht wählen - aber man hat ja die Entscheidung getroffen, Teil dieser Maschinerie zu werden...


Ich glaube, du hast meinen Beitrag etwas falsch verstanden. Mir ist durchaus bewusst, wie das mit der Gratuity in den USA funktioniert, gerade bei größeren Gruppen. Ich habe die automatisch berechneten 20 % auch anstandslos akzeptiert und hatte daran überhaupt nichts auszusetzen.


Es geht mir vielmehr um die Reaktion der Kellnerin, als sie gesehen hat, dass ich beim zusätzlichen Tip eine Null eingetragen habe. Wir sprechen hier vom Koi New York, einem gehobenen Restaurant, bei dem ich weder an der Qualität des Essens noch am Service während des Abends etwas auszusetzen hatte.


Aber wenn bereits 20 % Gratuity auf einer Rechnung von knapp 1.900 $ enthalten sind, finde ich es durchaus legitim, kein weiteres Trinkgeld zu geben. Dass die Kellnerin darüber offensichtlich verärgert war, fand ich schlichtweg unangebracht.


Und genau das ist mein Punkt: Wenn 20 % bereits automatisch berechnet werden, sollte es doch selbstverständlich sein, dass ein zusätzliches Trinkgeld freiwillig bleibt und nicht als Selbstverständlichkeit erwartet wird.


Mit der Wahl des Restaurants hatte das für mich überhaupt nichts zu tun. Ich war dort zufrieden und würde die Qualität des Lokals auch gar nicht infrage stellen. Es geht mir einzig und allein um die Erwartungshaltung beim Trinkgeld.
 

CarstenS

Erfahrenes Mitglied
08.09.2012
4.427
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Ich glaube, du hast meinen Beitrag etwas falsch verstanden. Mir ist durchaus bewusst, wie das mit der Gratuity in den USA funktioniert, gerade bei größeren Gruppen. Ich habe die automatisch berechneten 20 % auch anstandslos akzeptiert und hatte daran überhaupt nichts auszusetzen.


Es geht mir vielmehr um die Reaktion der Kellnerin, als sie gesehen hat, dass ich beim zusätzlichen Tip eine Null eingetragen habe. Wir sprechen hier vom Koi New York, einem gehobenen Restaurant, bei dem ich weder an der Qualität des Essens noch am Service während des Abends etwas auszusetzen hatte.


Aber wenn bereits 20 % Gratuity auf einer Rechnung von knapp 1.900 $ enthalten sind, finde ich es durchaus legitim, kein weiteres Trinkgeld zu geben. Dass die Kellnerin darüber offensichtlich verärgert war, fand ich schlichtweg unangebracht.


Und genau das ist mein Punkt: Wenn 20 % bereits automatisch berechnet werden, sollte es doch selbstverständlich sein, dass ein zusätzliches Trinkgeld freiwillig bleibt und nicht als Selbstverständlichkeit erwartet wird.


Mit der Wahl des Restaurants hatte das für mich überhaupt nichts zu tun. Ich war dort zufrieden und würde die Qualität des Lokals auch gar nicht infrage stellen. Es geht mir einzig und allein um die Erwartungshaltung beim Trinkgeld.
Ich habe dich schon verstanden...

Ich habe noch NIE erlebt, dass die Bedienungen über die inkludierte Gruppen Gratuity hinaus auf zusaetzliches Tip insistiert haben. Mir wurde immer proaktiv gesagt - es ist bereits inkludiert, nicht weiteres für würde erwartet.
Wie gesagt - suche die deine Läden mit Bedacht aus.

Alles was Teil einer Chain (auch Upscale) gilt es zu vermeiden... denn da wird man als wandelnde Brieftasche behandelt die auszunehmen gilt...
 
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KevinHD

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05.07.2012
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FFM
Das steht in jeder Speisekarte, die man vor dem Bestellen liesst. Ab 6 oder 8 Gästen wird ein automatisches Trinkgeld addiert.
In der Juristerei gibt es sog. Naturrecht und materielles Recht. Und es gibt den Begriff der "guten Sitten" - irgendwann ist das alles keine Sitte mehr und auch keine gute Sitte und schon niemals war es Naturrecht.

Ich würde einfach nicht mit 6 oder mehr Personen da hin gehen. Fertig.
 

eldiablo

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15.04.2019
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Europa
Ich habe dich schon verstanden...

Ich habe noch NIE erlebt, dass die Bedienungen über die inkludierte Gruppen Gratuity hinaus auf zusaetzliches Tip insistiert haben. Mir wurde immer proaktiv gesagt - es ist bereits inkludiert, nicht weiteres für würde erwartet.
Wie gesagt - suche die deine Läden mit Bedacht aus.

Alles was Teil einer Chain (auch Upscale) gilt es zu vermeiden... denn da wird man als wandelnde Brieftasche behandelt die auszunehmen gilt...
Ich verstehe deinen Standpunkt, aber mir geht es um etwas anderes: Trinkgeld sollte freiwillig sein und eine Anerkennung für guten Service darstellen – keine zusätzliche Zahlung, die man stillschweigend voraussetzen darf.

Wenn die Gratuity bereits berücksichtigt wurde, sollte es selbstverständlich akzeptiert werden, wenn ein Gast kein weiteres Trinkgeld gibt. Genau darum geht es mir: nicht um die Restaurantwahl, sondern um die Erwartungshaltung.

Dass du eine solche Reaktion noch nie erlebt hast, ist schön für dich, widerlegt aber nicht meine Erfahrung. Und bei allem Respekt: Nur weil man ein Restaurant bewusst auswählt, bedeutet das nicht, dass man jede Erwartungshaltung beim Trinkgeld kommentarlos akzeptieren muss.

Man kann die amerikanische Trinkgeldkultur respektieren und trotzdem der Meinung sein, dass zusätzliches Trinkgeld freiwillig bleiben muss. Freiwillig bedeutet schließlich, dass man selbst entscheiden darf – ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen.
 
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CarstenS

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08.09.2012
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Ich verstehe deinen Standpunkt, aber mir geht es um etwas anderes: Trinkgeld sollte freiwillig sein und eine Anerkennung für guten Service darstellen – keine zusätzliche Zahlung, die man stillschweigend voraussetzen darf.

Wenn die Gratuity bereits berücksichtigt wurde, sollte es selbstverständlich akzeptiert werden, wenn ein Gast kein weiteres Trinkgeld gibt. Genau darum geht es mir: nicht um die Restaurantwahl, sondern um die Erwartungshaltung.

Dass du eine solche Reaktion noch nie erlebt hast, ist schön für dich, widerlegt aber nicht meine Erfahrung. Und bei allem Respekt: Nur weil man ein Restaurant bewusst auswählt, bedeutet das nicht, dass man jede Erwartungshaltung beim Trinkgeld kommentarlos akzeptieren muss.

Man kann die amerikanische Trinkgeldkultur respektieren und trotzdem der Meinung sein, dass zusätzliches Trinkgeld freiwillig bleiben muss. Freiwillig bedeutet schließlich, dass man selbst entscheiden darf – ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen.
Bin da bei dir - ich versuche nicht zu argumentieren, dass man die Trinkgeldkultur der USA als Aussenstaehender ändern sollte. Und ja - Trinkgeld ist freiwillig.
Und mit Sicherheit hast du dein Beschriebenes erlebt.

Nur - wenn ich auf so ein Verhalten treffen würde, dann war es das und der Laden sieht mich nicht wieder. Ohne dass ich jetzt vor Ort ein Fass auf machen würde.

Ich bin nur der Meinung, es gibt Orte und Läden in den USA, wo man schon im Vorfeld erahnen kann, dass es so läuft. Und diese Orte vermeide ich schon von Anbeginn.
 
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eldiablo

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15.04.2019
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Europa
'geisteskrank' ist deutlich drueber formuliert; schonmal drueber nachgedacht dass die TG-Geber nicht wussten, dass Tip included war, andererseits aber mitbekamen, dass 'kein Tip' gegeben wurde?!
Meine Gäste wussten, dass die Gratuity bereits enthalten war. Dass einige von ihnen anschließend freiwillig noch etwas auf dem Tisch hinterlassen haben, war ihre persönliche Entscheidung, die ich selbstverständlich respektiere.


Und um eines klarzustellen: Die Bedienung war während des gesamten Abends wirklich einwandfrei. Sie hat sich große Mühe gegeben, den Gästen mit wenig Englischkenntnissen alles verständlich zu erklären, war ausgesprochen freundlich und jederzeit zur Stelle, obwohl das Restaurant sehr voll war. Daran hatte ich absolut nichts auszusetzen – im Gegenteil, das war wirklich guter Service.


Genau deshalb hat mich ihre Reaktion am Ende überrascht. Ich hätte erwartet, dass bei einem bereits inkludierten Trinkgeld ein zusätzliches Tip als das betrachtet wird, was es sein sollte: eine freiwillige Anerkennung und keine Selbstverständlichkeit. Guter Service verdient Anerkennung, aber die Entscheidung darüber, ob und wie viel man zusätzlich gibt, sollte letztlich beim Gast bleiben.
 
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DFW_SEN

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28.06.2009
19.860
19.104
IAH & HAM
Das der prozentuale Tipp bei größeren Gruppen höher angesetzt wird ist USA üblich. (Warum das so ist habe ich zwar noch nicht so richtig verstanden, mehr Umsatz + höherer Prozentsatz => Progression). Aber so ist das halt...

Wobei das ja noch dann getoppt wird, wenn man das Essen vorab reserviert und ein spezielles Menue auswählt, damit nicht alle Gaeste “A la cart” bestellen. Dann schlagen restaurants dort gerne zusaetzlich zum Tip eine 3-5% event management fee auf die Rechnung. Und wenn man in einem private (oder semi-private) room feiert kommt, dann auch noch die minimum consumption (die auch das Minimum für den Tip setzt).

Vielleicht kann mir jemand einen Rat geben:
Gruppe mit 10 Personen verputzt für $1000 (netto) Speisen und Getränke. Zusätzliche Gratuity von 20% (USD200) steht bereits auf der Rechnung. Serviceleistung war lustig, zuvorkommend, aufmerksam, insgesamt schon recht gut.
Ist hier ein zusätzlicher Tipp noch angezeigt? Bar oder Karte? Vom Gastgeber oder von den Gästen? Und in welcher Höhe?

Ich persoenlich wuerde normalerweise keinen weiteren Tip geben. Wen ich es aber dennoch machen wollte, wuerde ich ihn beim bezahlen der Rechnung mit ueber die CC laufen lassen.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

ja, aber dass dann nochmal "Tip in top" gefordert wird, geht garnicht...

Da stimme ich Dir zu!
Beitrag automatisch zusammengeführt:

In der Juristerei gibt es sog. Naturrecht und materielles Recht. Und es gibt den Begriff der "guten Sitten" - irgendwann ist das alles keine Sitte mehr und auch keine gute Sitte und schon niemals war es Naturrecht.

Ich würde einfach nicht mit 6 oder mehr Personen da hin gehen. Fertig.

Du wirst Dich schwer tun in den USA ein gutes Restaurant zu finden, wo das nicht zumindest ab 8 Personen der Fall ist. Aber es gibt ja immer Mc Donalds.....
 

eldiablo

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15.04.2019
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Europa
Dafür ist der Service meist auch besser als in Europa.
Merkt man wie engagiert die Kellner sind.


Da bin ich tatsächlich bei dir. Gerade in den USA habe ich oft erlebt, wie aufmerksam, freundlich und engagiert die Bedienungen sind. Sie erklären geduldig, kümmern sich um ihre Gäste und sind auch bei vollem Restaurant präsent. Das habe ich in meinem ursprünglichen Beitrag übrigens ausdrücklich gelobt.

Aber genau da liegt für mich der entscheidende Punkt: Guter Service verdient gutes Trinkgeld. Nur sollte man zwischen einer angemessenen Anerkennung für gute Leistung und der Erwartung unterscheiden, dass grundsätzlich immer noch etwas obendrauf kommen muss.

Man kann die Servicekultur in den USA durchaus schätzen und trotzdem der Meinung sein, dass ein zusätzliches Trinkgeld freiwillig bleiben sollte. Das eine schließt das andere nicht aus.
 

DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
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IAH & HAM
Da bin ich tatsächlich bei dir. Gerade in den USA habe ich oft erlebt, wie aufmerksam, freundlich und engagiert die Bedienungen sind. Sie erklären geduldig, kümmern sich um ihre Gäste und sind auch bei vollem Restaurant präsent. Das habe ich in meinem ursprünglichen Beitrag übrigens ausdrücklich gelobt.
Der Gast / Server Ratio ist in den USA deutlich höher als bei uns und das Abräumen übernimmt der busboy. Insofern ist der Service schneller, als Gast wird man aber auch durchs Essen gehetzt (was viele Amis wuenschen). Ob es besserer Service st wenn einem alle 5 Minuten das Weinglas nachgeschenkt wird, der Teller weggerissen wird sobald das Besteck dort liegt, die Rechnung auf dem Tisch liegt bevor man die Hauptspeise aufgegessen hat, liegt im Auge des Betrachters.
 

eldiablo

Erfahrenes Mitglied
15.04.2019
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Europa
Der Gast / Server Ratio ist in den USA deutlich höher als bei uns und das Abräumen übernimmt der busboy. Insofern ist der Service schneller, als Gast wird man aber auch durchs Essen gehetzt (was viele Amis wuenschen). Ob es besserer Service st wenn einem alle 5 Minuten das Weinglas nachgeschenkt wird, der Teller weggerissen wird sobald das Besteck dort liegt, die Rechnung auf dem Tisch liegt bevor man die Hauptspeise aufgegessen hat, liegt im Auge des Betrachters.

Da bin ich teilweise anderer Meinung. Natürlich gibt es Unterschiede im Ablauf, und nicht jeder empfindet häufiges Nachschenken oder schnelles Abräumen als guten Service. Das ist letztlich eine Frage der persönlichen Vorlieben.

Meine Erfahrungen in den USA waren überwiegend positiv. Ich schätze besonders die Aufmerksamkeit und die Freundlichkeit des Personals. Allerdings finde ich, dass man zwischen aufmerksamem Service und unnötiger Hektik unterscheiden sollte.

Wenn mir alle paar Minuten das Weinglas nachgefüllt wird, ist das für mich nicht automatisch ein Zeichen besseren Services. Und wenn der Teller abgeräumt wird, sobald das Besteck darauf liegt, obwohl andere am Tisch noch essen, empfinde ich das eher als störend.

Für mich bedeutet guter Service, aufmerksam zu sein, ohne aufdringlich zu werden, und dem Gast das Gefühl zu geben, willkommen zu sein, statt ihn möglichst effizient durch das Essen zu schleusen. Letztlich sollte der Service zum Gast passen und nicht umgekehrt.
 
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