USA - 6 Staaten, mehr als 5000 Meilen im Auto und eine Stadt die mich einfach nicht sehen will

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Oban

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08.03.2009
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Flugschneisse ZRH
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Ich bin fleissiger Mitleser bei den Reiseberichten und habe auch schon mal einen erstellt. Beim lesen einiger aktuellen Berichte hat es mich wieder gepackt und da ist jetzt meiner. Auch wenn es nicht der erste über die USA und sicherlich nicht der letzte sein wird, hoffe ich auf einige Leser.

Prolog

Mit einem guten Kollegen ging ich die letzten Jahre immer wieder mal auf einen Roadtrip. Auch im 2023 hatten wir die Idee wieder ein paar Strassen zu sehen, die wir noch nie befahren hatten. Nach einem Trip durch Florida im 2019, einer Reise quer durch Europa nach Gibraltar im 2021 sowie einem Trip von Los Angeles nach Vancouver im 2022 stand die Frage im Raum wohin es gehen soll. Nach 2-3 Whiskys haben wir uns geeinigt, im Oktober 2023 sollte es Texas werden. Aber wie kommt man jetzt dahin? Und wie?
Da wir eine Regel haben die besagt, «Flüge über 5 Stunden sind in Business zu absolvieren und mehr als 3000 CHF dürfen sie nicht kosten» machte ich mich auf die Suche nach passenden Flügen. Zuerst fand ich mal nichts was mir passte, meist war es der Preis der nicht wirklich attraktiv. Wenn der Preis passte, dann war das Produkt nicht wirklich prickelnd.

Ich fand dann was bei SAS, wie im Vorjahr. Aus unserer Sicht zu einem guten Preis für unter 2200 CHF wurden Mitte Oktober folgende Flüge gebucht.
16.10 - ZRH-CPH – SK3521 – (mit LX) in Business
17.10 - CPH-LAX – SK931 – Business
01.11. - LAX-CPH – SK 932 – Business
02.11. - CPH-ZRH – SK609 – SAS Plus

Dies bedeutete eine Nacht in CPH, dafür wurde gleich neben dem Flughafen das Clarion gebucht wie im Vorjahr. Und für den Rückflug standen einige Stunden in CPH auf dem Programm (Ankunft 10 Uhr-Weiterflug 18 Uhr), da ich die Stadt bisher noch nicht gesehen habe.

Nun ja, vorneweg, diese geplante Route wurde dann nicht so abgeflogen. CPH will mich einfach nicht sehen, dazu aber später mehr.

Ein Auto wurde vom Kollegen gebucht, dies überlasse ich dann meist ihm. Er buchte bei Sixt, es war zu erwarten das es dann so was wie ein BMW X5 geben würde, nicht gerade meine erste Wahl wenn ich den USA bin.

Geplante Flugroute:
Flug 1.jpg
 
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Oban

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Hinreise & erste Tage

Vor dem Urlaub war die Zeit ein wenig stressig, ich war also froh über diese Auszeit. Nun ja mein Körper dachte es werde mir jetzt langweilig und so begann er zu streiken. Dies machte sich in der Nacht vor dem Abflug, in Form von Magenproblemen sowie einem kurzen Fieberschub. Am Morgen war das Fieber aber gänzlich weg, der Magen rumorte noch und sollte dies auch noch mehrere Tag lang tun.

Nun denn, am Nachmittag sind dann in Richtung ZRH aufgebrochen, stellten meinen Wagen ab, so dass dieser +1 nach der Arbeit (+1 arbeitet in der Nähe) nach Hause nehmen konnte. Wir suchten denn Business Check-in und gaben unser spärliches Gepäck ab. Wenige Minuten danach waren wir schon durch die SIKO und in der Lounge. Nun ja mein Magen streikte weiter und mehr als ein Bier und Cola ging leider nicht runter. Der Flug mit Swiss nach CPH verlief ereignislos, auf das Essen verzichte ich. Relativ Pünktlich angekommen in CPH ging’s auch direkt ins Hotel, in der Bar noch was getrunken und dann ins Bett.

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Am Nächsten Morgen bei bestem Wetter ging es ein paar Meter über die Strasse zum Flughafen SIKO war schnell durch und ab in die Lounge. Der Kollege frass sich mal durch und ich schaute ob ein Kaffee runterging. An der Passkontrolle gab längere Wartezeiten, wieso auch immer. Wir erreichten aber ohne Probleme den Flieger und ich machte es auf meinem Platz 6H bequem. Irgendwie gefällt mir dieser Sitz und auf den angebotenen Champagner wollte ich dann doch nicht verzichten.

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Sitz 6H - ich mag diesen Sitz
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Wunderbare Aussicht
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Ich verzichtete weitgehend auf das Essen, aber die freundliche Crew kümmerte sich sehr um mich. Die Bordtoilette kenne ich mittlerweile sehr gut, nach dem achten Besuch habe ich aufgehört zu zählen.
Ich dachte, ich könnte mir den neuen Avatar anschauen, aber nach etwa 20 Minuten hatte ich genug und schaute mir etwas Sinnvolleres an.

Wir kamen in Los Angeles etwa 30 Minuten früher als geplant an. Was ich an der Business-Klasse schätze, ist unter anderem, dass man auch schnell aus dem Flugzeug kommt. Das war auch hilfreich, als wir dann in der Immigration in Los Angeles standen. Leider gab es gerade einen Totalausfall der Computer. Es ging nur tröpfchenweise voran, nach etwa 30 Minuten waren wir an der Reihe. Der Raum hinter uns war voll, da noch weitere Maschinen gelandet waren. Ich möchte gar nicht wissen, wie lange die anderen dort stehen mussten. Nun ja, ich besuchte noch einmal eine Toilette, die Koffer warteten eh schon länger auf uns.
Wir fuhren zu Sixt und bekamen wie erwartet einen BMW X5. Man wollte uns noch einen G-Wagon andrehen, aber wir lehnten dankend ab, da die Zuzahlung von 3500 Dollar massiv zu hoch war.

Durch die Stadt ging es dann zum Hotel nach Costa Messa das der Kollege gebucht hatte. Nun ja es war denn Preis nicht ganz Wert, aber Ok für die ersten 2 Nächte. Auf ging es zum Newportbeach um einen Punkt der Bucketlist zu erfüllen der besagte das ich auf der Reise im Pazifik und im Golf von Mexico baden will.

Newport Beach
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Am Abend ging es noch was Essen, ich kriegte nicht wirklich was runter und irgendwann machte sich der lange Tag bemerkbar.

Am Ersten vollen Tag in den USA wurden einige Sehenswürdigkeiten besucht die auf vorherigen Reisen untergingen. Der Kollege wollte Spots aus den Fast & Furios Filmen besuchen, ich das Observatorium das beim letzten Besuch aufgrund eines Filmdrehs gesperrt war. Am Ende standen wird oft im Stau, super wenn der Magen spinnt. Aber wir konnten alles sehen was wir wollten.
Nur der Touri-Scam am Santa Monica Beach nervt mich im Nachgang noch immer. Dort stehen Sie mit Leuchtwesten auf der Strasse und vermitteln den Eindruck das man nur bei ihnen Parken kann. Zu wesentlich höheren Preisen als im Parkhaus, dass angeblich voll war.

Nach einem langen Tag im Auto wurde noch der nächste Tag besprochen, denn mehr als «wir fahren mal nach Osten» hatten wird noch nicht abgemacht.

Der Laden aus Fast & Furios
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Aussicht von Dodgers Stadium Parkplatz
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Das altbekannte Observatorium
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Santa Monica Pier
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weiter geht es dann im nächsten Teil...
 
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Oban

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Roadtrip, bis nach Texas

Wir fuhren mal in Richtung Süden, bei San Juan Capistrano ging es in Richtung Osten. Da ich noch immer nicht Fit war, übernahm mein Kollege ein Teil der Fahrt. Sonst wechseln wir uns auf Roadtrips täglich mit dem Fahrdienst ab.
Über Orte wie Perris, Hemet, Palm Springs landet wir dann irgendwann mit fast leerem Tank in der Nähe von Parker bei einer Tankstelle. Nun denn, kurzfristig entschieden wird uns für einen kleinen Umweg über Lake Havasu City. In der Stadt steht eine Brücke die der London Bridge nachempfunden ist. An einem Ufer hat man dazu, typisch Amerikanisch, die London Village gebaut. Aber ja ein kaltes Getränk bei über 35 Grad im Schatten, in einen künstlichen London kann man sich schonmal geben.

Der Kollege frage nach einem "lokalen Bier", als Lokal gilt wohl alles was nicht Importiert wird. Aber bei gefühlt 40 Grad war das ok.
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Es hiess dann aber irgendwann wieder ab ins Auto, wir wollten noch in die Nähe des Grand Canyon kommen an diesem Tag und buchten aus dem Auto irgendein Holiday Inn Express um den Canyon. Die Sonne ging unter als wir ankamen, wir suchten uns in dem kleinen Ort noch einen Platz zum Essen. Nach den heissen Tag war es schexxx Kalt am Abend und alles was ich gegessen hatte blieb nicht lange, es war also kein Spass zu diesem Zeitpunkt.

Am nächsten Morgen hiess es ab zum Canyon, für meinen Kollegen zum ersten Mal, ich hatte das grosse Loch schon gesehen. Es ist aber auch beim zweiten Mal noch eindrücklich. Nach einiger Zeit hiess es weiter nach Osten, wir nahmen denn Weg nach Cameron. Dann gleich weiter zum Horseshoe Bend bei Page.

Grand Canyon
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Jedes mal faszinierend
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irgendwo zwischen Cameron und Page
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Horseshoe Bend
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Nun standen wir vor der Frage «wie weiter?». Es war noch eher früh und wir entschieden uns nicht in Page zu übernachten, die Canyons dort hatte ich schon gesehen. Der Plan war möglichst nahe an ans Monument Valley zu kommen. Nun denn, wir standen bei Sonnenuntergang am Aussichtspunkt und konnten diesen Ort ein wenig auf uns wirken lassen.

Auf dem Weg in Monument Valley
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Ab in den Mormonen Staat
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Gerade noch rechtzeitig
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Da geht die Sonne unter im Valley
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Übernachtet wurde dann in einem kleinen Ort namens Mexican Hat, viel mehr als ein Motel, eine Tankstelle und ein eher heruntergekommen Restaurant hat es dort nicht. Spannend war an diesem Tag auch, meine Uhr hatte immer eine andere Zeit, da sich bestimmte Teile von Arizona nicht mitmachen beim Wechsel auf die Sommerzeit.

Am nächsten Tag was das Ziel einfach fahren soweit wie es geht. Ein paar Meilen dann auch in Colorado, damit man ans Four Corner Monument kommt.

Hier gibt es 4 Staaten auf einen Streich, Colorado, Utah, Arizona und New Mexico, Kostenpunkt 20$
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Danach ging es weiter durch New Mexico, am Shiprock vorbei, durch Cuba. Kurz vor Albuquerque stand dann die Entscheidung an wie weiter. Ende des Tages waren es dann wohl ca. 600 Meilen, wir landeten in Amarillo TX.

Cadillac Farm nähe Amarillo
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Es war dann auch der erste Tag an dem mein Essen mich nicht wieder sofort verlassen wollte.
In einer Sportsbar gab es American Football und Pizza.
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Weiter durch Texas geht es dann im nächsten Teil....
 

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Oban

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Und weiter geht's, mit Texas Teil 1

Die nächsten Tage ging es durch Texas, erster Stopp Dallas. Die Tage davor waren durchaus ein wenig anstrengend, wir suchten uns zur Abwechslung mal ein Hotel für 2 Nächte. Am späteren Nachmittag ging es noch kurz zum Shoppen, ich hatte nur Kleider für 8 Tage dabei und wollte die Tasche ein wenig voller machen. Beim Shopping kam ich mit rund 180$ für 5 oder 6 Teile noch gut weg. Am Abend ging es noch kurz um die Ecke für einen Burrito und an die Hotelbar für einen Old Fashioned.

Am Morgen ging es in einen Vorort, um bei Texas Gun Experience zu ballern. Gehört irgendwie zu Texas, ist jetzt aber als Schweizer nichts Besonderes, wenn man im Militär war. Der Instruktor erzählte mir, wie viele deutschsprachige Kunden er habe. Stolz demonstrierte er mir einige Brocken Deutsch und wir übten ein wenig, während mein Kollege gerade am Schießstand war.

Nachdem wir das Auto in der Innenstadt geparkt hatten, liefen wir am John F. Kennedy Memorial Plaza vorbei zum Dealey Plaza. Das Sixth Floor Museum war leider an diesem Montag geschlossen und auch die Stadt wirkte, als hätte sie geschlossen. Wir liefen noch umher, besuchten die Aussichtsplattform auf dem Reunion Tower, aber ich wurde nicht warm mit der Stadt. Ich frage mich, ob es einfach nur die triste Stimmung aufgrund des Wetters war oder etwas anderes.

Die bekannteste Strasse von Dallas
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Die Wiese war abgesperrt, aber durch das Gitter konnte man ein Foto machen
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Schiessen mit einer Glock
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Eine Hommage an die Ursprünge der Stadt
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Dallas von Oben
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Nach einem weiteren Old Fashioned auch an diesem Abend an der Hotelbar fragten wir den Barkeeper nach einem guten mexikanischen Restaurant. Wir folgten seinem Tipp und wurden nicht enttäuscht. Gesättigt gingen wir ins Bett, am nächsten Tag stand gleich eine Fahrt durch mehrere Städte an....
 
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cktest

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14.11.2022
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Ich hatte mich vor vielen Jahren u.a. mal in Dallas für einen Job beworben und bin damals auch mit dem Auto von Kalifornien dorthin gefahren, allerdings nicht ganz so zügig wie ihr (San Francisco - Death Valley - Grand Canyon - Tonto National Monument - White Sands National Monument, heute National Park - Dallas). Nachdem mir dann aber mehrere potentielle Kollegen sagten "the best thing about Dallas is the airport", entschied ich mich dann anderweitig. Die zwei Sachen, die mir von Dallas besonders im Gedächtnis geblieben sind, waren (1) der abrupte Wetterwechsel: eine Woche, bevor ich dort ankam, hatte es wohl noch einen Schneesturm gegeben, bei meinem Aufenthalt war es schwül und gewittrig, und (2) ich habe dort im Bahnhof zum ersten Mal in meinem Leben einen schwarzen Schuhputzer gesehen, der einem weißen Geschäftsmann die Schuhe putzte.
 
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Oban

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Texas, zweiter Teil

Heute stand u.a. Waco auf der Liste, am Morgen ging es ein wenig später aus dem Bett als sonst. Wir kamen gegen Mittag in Waco an wo es einen Burger bei In-and-Out gab. Irgendwie mag ich diese Kette, das Personal war sehr freundlich und teilweise wirkt es sehr motiviert, dazu war der Burger lecker wie immer.

Bei den Silos von Magnolia Farm’s erstand ich noch ein Mitbringsel für meine +1. Auch einige Fotos für Zuhause durften nicht fehlen, da in meinem Freundeskreis einige Fans der DIY Serie sind. Das Wetter war immer noch ein wenig wechselhaft, auch teilweise starker Regen war dabei. Es ging auch nur zaghaft voran, da einige Unfälle auf dem Highway passiert waren. So kamen wir spät in der Nähe von Austin an. Hier hatte ich noch einen Fotostopp vor dem HQ eines der Unternehmen einplant, das mir ein Teil von meinen Lohn zahlt. Danach ging es dann direkt ohne Stopp in Austin weiter zum heutigen Ziel San Antonio.

Die besagten Silos
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McLennan County Courthouse in Waco, Texas
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Das bekannte ALICO Building
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Blick aus dem Hotel nähe River walk San Antonio
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River walk
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Wie man im Bild aus dem Hotel sehen kann, war es noch nicht ganz dunkel, als wir beim Hotel am River Walk ankamen. Wir stellten das Auto ab und suchten kurz (eher lang weil wir uns nicht ganz einig wurden) nach einem Restaurant. Unsere Wahl fiel auf das Lokal Tokyo Cowboy. Wir gingen dem River entlang, denn mein Magen knurrte.

Asiatische Küche in San Antonio, es war sehr lecker
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War ebenfalls sehr lecker
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Nach einem oder zwei Drinks am River ging es ins Bett.
Denn um 22 Uhr wurden hier vielfach die Schotten dicht gemacht.


Eines der wenigen Lokale das nach nach 22 Uhr noch offen hatte
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Weiter im nächsten Teil.....
 

Oban

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08.03.2009
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Quer durch Texas (Texas dritter Teil)

Nachdem wir direkt nach dem Frühstück zum Alamo Fort gingen, das ja bekannt für seine Schlacht um 1836 ist, hiess es für uns schon wieder weiterzufahren. Auf dem Plan stand ein Besuch bei den Garrison Brothers im Hinterland von Austin, da wollte ich unbedingt hin und am Vortag reichte die Zeit ja nicht wirklich.

Man könnte rein, aber wir waren noch vor 9 Uhr da
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An der Mauer entlang, sah man auf diesen Tafel wie sich das Fort im laufe der Zeit verändert hat.
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Vor 12 Uhr kamen wir an und durften einiges probieren
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Wichtiges Hilfsmittel, Fässer
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Den zweitbesten kauften wir um jeweils am Abend ein Glas zu trinken, nun denn bis ans End-Ziel schaffte es die Flasche nicht
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Nach einem Tasting, dem Erwerb von Erzeugnissen der Firma und einem Spaziergang auf dem Gelände ging es weiter.
Das Ziel: So nah wie möglich ans Meer, bestenfalls bis nach Galveston, quer durch Texas. Das Navi sagte was von über 5 Stunden Fahrt und fast 300 Meilen. Als es absehbar war, das wir Galveston zu einer normalen zeit erreichen, entschieden wir uns unterwegs für ein Hotel im Ort, dass wir auch gleich für zwei Nächte buchten.

Die Fahrt war unspektakulär, es reiht sich Ort an Ort und dann teilweise einfach nur noch flaches Land. Das Wetter war bei der Abfahrt ebenso nicht so toll, die Ankunft am Meer machte dann aber alles besser.

Strand bei Surfside Beach
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Über eine kleine Brücke ging es nach Galaveston Island. Die Sonne wollte schon fast untergehen, als wir ankamen. Auch der Hunger meldete sich schon bald und so ging die Suche nach einem passenden Restaurant los. Man sieht, ich mochte wieder Essen.
Nach einem einen Fisch und 2-3 Bier war der Abend dann auch kurzweilig, ich glaube es lief noch College Football im Tv und später im Hotel, wurde mit Blick auf's Meer noch der Whisky geöffnet....
 
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Oban

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Houston, we have no problem (Texas, vierter Teil)

Am nächsten Tag stand dann das Johnson Space Center auf dem Plan. Es ist wesentlich kleiner als das Kennedy Space Center in Florida, aber nicht minder interessant, wenn man die Tour mit dem Mission Control Center macht.

Die Tour mit dem Mission Control Center ist ein absolutes Highlight. Man bekommt einen einzigartigen Einblick in die Arbeit der NASA-Mitarbeiter von früher, die von hier aus alle bemannten Raumflüge der USA überwachten.

Zu Beginn der Tour fahrt man an diversen Gebäuden vorbei auf dem Gelände, Anschliessend wird man in das eigentliche Mission Control Center geführt. Hier sah man die Arbeitsplätze der NASA-Mitarbeiter und denkt daran das in dem Raum mal alle Kette geraucht haben.

Ich hätte darin sicher ein Riesen Problem, genau dann müsste ich mich an irgendeiner Stelle kratzen.
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Der Raum wurde aufwändig restauriert
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Im Flieger wird auch in einer Ausstellung beschrieben wie aufwändig das Shuttle transportiert wurde.
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Das stille Örtchen
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Nun denn, wir waren eben nicht so schlau und dachten uns wir kaufen die Tickets vor Ort. Um ins MCC zu kommen bekommt man einen Slot, bei uns war der am späteren Nachmittag und so wurde dann das Space Center sicherlich mehrfach umrundet.

Nun galt es noch ins Wasser zu springen, der Golf war angenehm Warm und ich hatte wieder was von Bucketliste erledigt.

Später kam der Hunger
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Und während des Essens entschieden wir uns noch wie es weitergehen sollte die nächsten Tage, dazu mehr im nächsten Teil.
 

Oban

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Ist Austin wirklich Texas ? (Texas, fünfter Teil)

Am Abend saßen wir gemütlich zusammen und unterhielten uns über unsere Reisepläne. Ich wollte meinem Kollegen unbedingt noch die Faszination des College Footballs näherbringen. Und wo geht das besser als in Texas, dem Mekka des College Footballs?

Wir schauten uns die Spielpläne nochmals genauer an und entschieden uns für das Spiel zwischen den BYU Cougars und den Texas Longhorns am Samstag.
Weiter zur Auswahl standen:
University of Houston vs. Baylor University
Texas A&M University vs. University of Arkansas
University of North Texas vs. University of Louisiana at Lafayette
Southern Methodist University vs. University of Memphis

Das bedeutete, dass wir zurück nach Austin fahren konnten, aber auch das wir für zwei Tage ein Hotel benötigten.

Dies war schwieriger als gedacht. Noch drei Tage zuvor hatte ich eine große Auswahl an Hotels, aber um den Spieltag war im Umkreis von vier Kilometern um das Stadion nichts Gutes zu finden unter 900 Dollar.

Schließlich entschieden wir uns für ein Holiday Inn. Es war sicherlich das schlechteste Hotel auf unserer Reise und auch das teuerste.

Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg nach Austin, wieder ca. 300 Meilen quer durch Texas. Da ich heute der Fahrer war, probierte ich es zu vermeiden dieselben Strassen zu fahren wie auf dem Hinweg. Da man sich so auch mal verfahren kann, ging es ein wenig länger als gedacht.

Als wir beim Hotel ankamen, fing es heftig an zu regnen. Es war erstaunlich, wie wenig Wasser dazu führen kann, dass ein Highway unter Wasser steht. Zwei Stunden später war alles wieder normal und wir suchten uns ein Restaurant. Der Reisebegleiter hat es manchmal nicht so mit der Navigation und so landet wir 2 Lokale neben dem eigentlich gedachten. Nun ja die Pasta war grandios, gehen würde ich aber nie mehr.

Nach dem Essen gingen wir noch zu einer weiteren Whiskybar, diese produzierte mehrere Sorten Rye-Whisky. Es war ein spannendes Erlebnis,
verschiedene Whiskys zu probieren, wobei einige gar nicht meins waren.

Zumindest hinter dem Hotel war die Aussicht gut.
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Schon mal geschaut wo es dann am Samstag hin ging, noch bevor der Regen kam.
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Daneben noch im Fanshop für den nächsten Tag eingedeckt, sowie wir für mein Patenkind was passendes mitgenommen.
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Die verschiedenen Sorten.
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So hatte ich die Erzeugnisse der Bar doch lieber.
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Weiter zum Gameday im nächsten Teil....
 

Oban

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Gameday (Texas, sechster Teil)

Das Spiel um 14.30 Uhr beginnen, wir ging so um 10 Uhr los, nahmen uns ein Lime und fuhren durch die Stadt. Es waren ca.3 Kilometer und wir erkundeten noch die Stadt. Ich hatte keine Lust mit dem Auto im Stau zu stehen, noch 50$ für den Parkplatz abzudrücken, denn dann hätten wir auch ein Hotel ausserhalb nehmen können. Das Wetter war warm, aber wechselhaft.

Noch keine 10min auf dem Lime-Scooter und wir standen in einer Menschenmenge. Die Polizei sperrte eine Kreuzung ab für eine kleine Parade.

Für den Bevölkerungsteil mit mexikanischen Wurzeln, kam der Tag der Toten immer näher, daher die Parade.
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Nachdem wir sicherlich 20 Minuten dem Treiben zugesehen haben, fuhren wir weiter. Vorbei am Capitol das wir dann auch umrundeten. Leider wird es gerade renoviert und die vielen Baugerüste versperren die Sicht ein wenig.

Texas Capitol
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Wir schnappten und nochmals ein Lime und stiegen einige Strassen vor dem Stadion ab. Im Gleichschritt mit der Menschenmasse kamen wir beim Stadion an. Gleich bei der ersten Gelegenheit schnappten wir uns ein Bier, denn trotz wechselhaften Wetter war es doch ziemlich heiss.

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Wir umrundeten das Stadion, wie immer bei College Football ist es eine riesen Party rundherum.

Hier war jemand kreativ.
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Auch gern getragen Cowboy-Stiefel
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Highnoon war schon vorüber, der Magen knurrte und ich wollte was Essen. Wir gingen also irgendwann um 13 Uhr ins Stadion und ich bekam was in den Magen. Mein Kollege war erstaunt, wir wurden nicht mal durchsucht und am Eingang hing ein Hinweis das man seine Waffen bitte draussen lassen sollte.

Das Stadion füllte sich langsam und um kurz vor 14 Uhr begann die Show, u.a wurde Bevo XV, das Longhorn feierlich ins Stadion geführt. Regungslos nahm er den Applaus entgegen. Ebenso kam die Marching Band ins Stadion und Bertha II (die Pauke) wurde reingerollt.


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Die können mehr als nur Musik.
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Dazwischen sah man auch Spieler mit bekannten Verwandten (und auch grossem Talent), so stand Archie Manning der Neffe von Eli & Payton an der Seitenlinie. Dies dann auch beim Spiel, da sich der Starting Quarterback verletzt hatte und nicht spielte.

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Das Spiel war gut, hätte aber sicher besser sein können. Ein klarer 52:21 Sieg für die Longhorns konnten die rund 100'000 Zuschauer bejubeln. Ok, im Stadion sah man auch viel blau, die Fans von BYU waren zahlreich erschienen. Wir verliessen wie alle das Stadion, hielten noch bei einem FanShop und kauften einem Kollegen noch was. Die Stimmung unter den Fans war Super, alle zogen friedlich durch die Strassen, wenn das in Europa doch auch so wäre.

Ich habe jetzt einige Spiele erlebt, einige in der NFL, die Schweizer Liga aber auch College. Jetzt weiss ich aber was der Lollipop Man macht (der XII Schild), dieser gibt das Spiel frei wenn der übertragende TV Sender wieder aus der Werbung ist.
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Für uns ging es in Richtung des Hotels, so. ca. 1 Kilometer vor dem Hotel begannen wir auch zu schauen, was dann für den Abend spannend sein könnte. Wir fanden einen passenden Burgerladen, denn wir dann 2 Stunden später auch besuchten. Müde gings dann ins Bett, wir benötigten schlaf, denn am nächsten tag hiess es «Go West». Wir hatten noch Sonntag- Mittwochmittag, dann müssten wir spätestens am LAX sein.

Ach was sind auf dem direkten Weg schon 1395 Meilen in 3 1/2 Tagen, nehmen wir doch denn Indirekten. Dazu mehr im nächsten Teil...
 

Oban

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Nun denn, weiter geht’s nach dem ich wieder Zeit gefunden habe, um weiter zu schreiben.



Im letzten Teil schrieb ich davon, das es wieder in Richtung Westen gehen soll. Wir checkten also aus, stiegen im warmen Austin ins Auto und fuhren in Richtung Westen. So viele Möglichkeiten hat man ja nicht wirklich. Wir haben den Weg über Frederiksburg genommen. Am Ortseingang wird man mit einem «Willkommen» begrüsst. Die Gegend kennt wohl viele Menschen die Deutschsprachige Vorfahren hatten. Es ging vorbei an kleinen Städten u.a. auch am Ort Iraan, auch ein passender Name für einen Ort. Irgendwann ging uns dann wieder mal ein wenig das Benzin aus. So um Ford Stockton, wir sind wirklich praktisch mit dem letzten Tropfen angekommen. Als wir aus dem Auto ausstiegen, bemerkten wir ziemlich rasch das es Eiskalt war. Eingestiegen bei Minimum 20 grad am Morgen ausgestiegen bei +1 oder so. Die kassieren im Shop amüsierte sich köstlich über all die Leute die gerade in Short und Shirt bibbernd in den Shop kamen. Sagte aber auch der Kälteeinbruch kam über Nacht.

Nach ein wenig Verpflegung und vor allem einem vollen Tank ging es weiter. Noch war völlig unklar wo wir übernachten und wie weit wir fahre. Früh am Nachmittag waren wir schon in El Paso und jetzt standen wir vor der Entscheidung «stoppen» oder «weiterfahren». Wir entschieden uns für letzteres und zogen bis zu einem kleinen Ort mit dem Namen Deming durch. Auf dem Weg dorthin wurden wir noch kurz an einem Checkpoint der Border Patrol angehalten, konnten aber gleich weiterfahren. Wir sehen wohl zu wenig mexikanisch aus. Das bringt mich zum nächsten Punkt, so nah an der Grenze hatten wir zum Abendessen wirklich Lust auf Mexikanisch. Irma’s war offen und gut bewertet, dem kann ich nur zustimmen, es war grandios.

Nach dem unser Hunger gestillt war, gings über die Bücher. Wir hatten in etwa die hälfte der Strecke geschafft in einem Tag und hatten somit noch 2 ½ Tage. Was also tun, auf LA hatte ich nicht so Lust, waren wir ja am Anfang schon und es war auch schon mehrfach dort. Aber San Diego, da war ich noch nie. Mein Kollege schaute schonmal nach Hotels und buchte zum Abschluss noch 2 Nächte im Manchester Grand Hyatt San Diego. Das Hotel lag für uns Ideal, denn ich wollte, wenn wir schon dort sind die U.S.S Midway besuchen und die liegt nur wenige 100m vom Hotel entfernt.

Wir hofften auch das wir in San Diego ein wenig mehr Komfort im Hotel haben, denn das Holiday Inn in Deming war jetzt eher eines der lauteren Sorte. Am nächsten Morgen ging es weiter, die Fahrt war dann aber ziemlich ereignislos.

Am frühen Abend kamen wir in San Diego an, das übliche Prozedere, Einchecken, Essen suchen usw.

Hier noch einige Bilder von diesen Tagen.

Es war Grau und wirklich Kalt
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In El Paso kam die Sonne
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Mexikanisch bei Irma's
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Nein hier liegt kein Stroh, das ist Sand. Real life sieht es wesentlich besser aus
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Die Grenze, obwohl wir 2 Tage ziemlich nahe vorbei fuhren, sahen wir selten einen Zaun
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Irgendwann so ca. 2 Stunden vor San Diego kamen wir dann in die Berge, manchmal sieht aus als hätte ein Riese einfach mit Steinen gespielt
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mein Essen war wieder toll
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Noch Hübsch, aber am Montag Abend total ausgestorben
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Unser Hotel
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Und dann begann auch schon bald unser letzter voller Tag....
 

Oban

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San Diego, fast letzter Teil

Nach 2 Tagen mit vielen Meilen blieben wir mal ein wenig länger liegen und genehmigten uns im Hotel ein wirklich gutes Frühstück, das seinen Preis wert war. Auf dem Weg zum Restaurant sahen wir noch folgende Kunstwerke. Die jeweiligen Abteilungen des Hotels hatten einen Wettstreit und die Gäste wurden aufgefordert zu voten.
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Von denn 10 ausgestellten Kürbissen waren einige wirklich sehr Kreativ.

Nach einem tollen. nicht günstigen Frühstück machten wir uns gesättigt auf dem Weg zum Flugzeugträger.

Auf dem Weg waren auch noch 2 Aktive Flugzeugträger zu sehen. Ebenfalls denn ganzen Tag gut hörbar waren die Helikopter und Kampfjets der Basis in San Diego die ja gleich in Sichtweite der Stadt liegt.
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U.S.S. Midway
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Dieser war als Einziger den gesamten Kalten Krieg im Dienst. Die jeweiligen Brefingräume, Unterkünfte, Küchen, usw zu sehen war spannend, aber natürlich war das Highlight das Flightdeck mit seinen Fliegern und Helikopter.

Hier einige Bilder, mein Mobiltelefon hatte irgendwann fast schon Akkuprobleme.
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Wir waren gefühlt denn ganzen Tag auf dem Schiff und so um 4PM ging es dann mal zum Hotel zurück. Wir suchten nach einen Restaurant, passend für den Abschluss der Reise und fanden es im Vergnügungsviertel der Stadt. Das Fleisch war grandios, die Rechnung dann aber gesalzen. Aber es hat sich durchaus gelohnt und zufrieden ging es nach einem letzten Drink zurück ins Hotel.
 

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Oban

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08.03.2009
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Flugschneisse ZRH
Abschied von den USA und ein unerwarteter Zwischenstopp

Am Morgen hiess es dann packen und Abschied nehmen. Koffer verstaut, Auto auf verlorene Gegenstände durchsucht und ab ging es zum Flughafen LAX. An der Küste entlang ging es etwas schleppend voran, aber nach zweieinhalb Stunden erreichten wir unser Ziel.

Es war kurz nach 11 Uhr, das Auto musste um 12 Uhr bei Sixt sein, aber wir hatten noch Zeit. Und was gibt es tolles am LAX? Natürlich den In-and-Out Burger an der Piste

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Ich muss sagen, zum Glück waren wir so früh da, dieses Chaos um 12 Uhr ist nicht zu glaube. Da gibt es dann Autofahrer die wollen dich nicht aus dem Parkfeld lassen, als würdest du ihnen den Platz vor der Futtertrog streitig machen.

Auf dem Weg zu Sixt entstand dann noch dieses Bild. Noch kurz den Wagen vollgetankt und dann abgegeben ohne irgendwelche Probleme.
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Nach der Abgabe des Mietwagens und einem kurzen Shuttle-Transfer checkten wir zügig am Business-Schalter ein und passierten die Sicherheitskontrolle. In der Lounge nutzten wir das Buffet ausgiebig und genossen noch ein paar Drinks, bevor es um 15 Uhr hieß: "Ab zum Flieger!"

In der Lounge hatte ich ein wenig Zeit zum Nachdenken. So richtig freute ich mich gar nicht auf einen Tag in der Kälte von Kopenhagen, aber naja ich hatte dies ja so gewollt.

Hier noch einige Bilder aus der Lounge, auch wenn die wohl einige Leser gut kennen.
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Das Essen war jetzt nicht spektakulär, daher nur die Getränke
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Und hier stand die A330 der SAS mit der wir heute Fliegen sollten.
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Als wir buchten, war noch der A350 eingeplant, dieser wurde aber einige Tage vor unserem Flug beim Wechsel auf den Winterflugplan in Richtung Asien eingesetzt und da Stand nun eine A330. Da das Bordprodukt ja das gleiche ist und ich eh vor hatte meine Ohrstöpsel nach dem Essen zu nutzen, war mein Ziel ein wenig zu schlafen nicht in Gefahr.

Dachte ich zumindest, denn es war Boarding Time. Plötzlich vibrierte mein Mobiltelefon, nicht nur meins, denn es vibrierte bei praktisch jedem in der Abflughalle.

Der Inhalt der Message kurzgesagt war, "dieser Flieger startet heute nicht, Schaden am Flugzeug". Ach du heilige Schxxx, irgendwie hatte ich mich schon gefreut auf Zuhause und konnte das jetzt nicht wirklich brauchen und war ein wenig gestresst. Vor allem, weil +1 schon am Nachmittag geschrieben hat wie sehr sie sich freut und ich das ebenso erwiderte.

Nun die Mitarbeiter vorne am Gate, wurden nach uns informiert und nach einige hektischen Telefonaten schickten sie uns alle wieder an den Check-in Schalter. Bis wir da waren, waren auch alle anderen Passagiere dort. Die Mitarbeiter, die vorhin am Gate waren, sind dann irgendwann auch eingetroffen.

Wie im Forum dann oft beschrieben, habe ich mich schon mal schlau gemacht betreffend der Ersatzflüge, mein Kollege probierte die SAS-Hotline zu erreichen. Die hatte er auch erreicht, nur konnte diese nicht mehr helfen, weil wir schon eingecheckt waren.

Wir witzelten noch, das wie in der Nachricht beschrieben die Information wie es weitergeht ankommt wenn wir vorne am Schalter sind. Natürlich war es exakt so, wir hatte noch einen Passagier vor uns als eine Umbuchung kam. Wir waren wohl unter den Ersten die Umgebucht wurden.

Neu hiess es:
  • LAX-LHR – AA 134 - 18.22-11.50
  • LHR- ZRH – LX 333 - 13.45-16.40
Nun, wie im Titel des Reisberichts erwähnt, Kopenhagen ist die Stadt die mich einfach nicht sehen will. Während wir warteten, war ich natürlich auch mit +1 ein Kontakt, wir gingen schon davon aus das ich viel später in Zürich ankommen könnte. Die neue Verbindung aber, liess mich mehr als 3 Stunde vor der Zeit ankommen, das freute natürlich Beide.

Was natürlich dann nicht so erfreulich war, wir mussten unser Gepäck holen, als wir am Band ankamen, drehte es seine Runden. Unsere Koffer wahren nicht alleine, praktisch das ganze Band war noch voll. Rasch die Koffer geschnappt und ging es ins andere Terminal, denn AA flog im T4 ab und der Herr am SAS-Schalter teilte uns mit das wir uns zu beeilen hätten.
Am AA Schalter hatten wir nur 2-3 Passigiere vor uns und unterhielten uns in der kurzen Schlange noch mit einer netten Dame die uns beim SAS Flug schon aufgefallen ist. Gut der Kollege ist Single und sie war so in seinem Alter und auch sein Typ, daher ist sie aufgefallen. Wir sollten sie auf unserem Weg noch ein paar Mal treffen, im Gegensatz zu uns aber, hatte sie nur mal ein Ticket bis LHR. Wie es dann weiter nach Stockholm gehen sollte wusste sie zum Zeitpunkt des Abflugs noch nicht.

Wir hatten sogar noch Zeit für die Lounge und oh schreck wir durften dann auch noch in die Flagship im T4. Wobei ich jetzt nicht vollends von der Lounge begeistert war, Hunger hatte ich auch nicht schon wieder, aber Champagner geht immer.
Bisher durfte u.a. schon zweimal die Air Canada Signature besuchen in YVR & YYZ oder auch The Pier in HKG, dies war ein ganz anderes Erlebnis.

Die Lounge war auch gut gefüllt, daher nur diese beiden Bilder. Unsere "unfreiwillige" Reisebegleiterin trafen wir dort ebenfalls wieder und prosteten uns mit einem Glas Champagner zu.
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Trotz der Umbuchung und erneutem verpassen von einigen Stunden in Kopenhagen bei Tageslicht, freute mich auf den Flug in der 777 mit AA. Den Sitz von Collins Aerospace mag ich sehr, aufgrund der Umbuchung hatte ich aber leider meinen Fensterplatz verloren, gibt aber schlimmeres für einen Nachtflug.

Unsere 777 an diesem Tag.
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Wir starteten dann auch pünktlich, wenn ich mich recht erinnern mag. Der Service war zuvorkommen und das man in Reihe 12 dann kein Beef mehr hat, ist nun mal so. Verhungert bin ich nicht und ich kam bei meinem ersten Flug in AA-Business in den Genuss des Vanilleeis, fantastisch.

Hier noch einige Bilder aus dem Flieger dazu.
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Frühstück
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In meinen Erinnerungen waren die Nüsse warm - das ist ja ein wichtiges Detail in diesem Forum.
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Unspektakulär ging es durch die Nacht, ich konnte ziemlich gut mehrere Stunden schlafen. Aber kein Vergleich zum Reisebegleiter, der nur beim Abendessen wach war und dann erst kurz vor der Landung in LHR aus seiner Traumwelt erwachte.

Rechtzeitig landet wir in LHR, jetzt noch Terminalwechsel, dieser zog sich in die Länge infolge der Bustransfers. Beim Aussteigen trafen wir wieder auf unsere «unfreiwillige» Reisebegleiterin. Die noch ihre Koffer abholen, sich um den Weiterflug kümmern und neu einchecken durfte.

Mein Kollege war schon wieder hungrig, gut er hatte kein Frühstück auf dem Flug und es war ja auch schon fast Mittag. Zum Glück lag die Lounge auf dem Weg. Er verköstigte sich und unsere «unfreiwillige» Reisbegleiterin tauchte dann ebenfalls auf. Sie erzählte uns das jetzt alles funktioniert hat mit dem Anschlussflug, der ein wenig später startete als unserer. Wir witzelten noch das dies wohl unser letztes Treffen ist, verabschiedeten uns voneinander und gingen zu unserem Gate.

Auch in bei der Swiss gab es ein prickelndes Getränk, sowie einen kleinen Salat mit Crevetten, Fotos davon erspar ich euch jetzt ;-)

Gelandet wurde dann ebenso pünktlich, ab durch die E-Gates, die in ZRH wieder mal funktionierten. Die Koffer hatten noch einige Minuten, aber waren unter denn Ersten auf dem Band.

Nach dem Schweizer Zoll erwartet uns schon freudig meine +1. Zu Hause angekommen, begrüsste mich mein Kater zunächst etwas skeptisch. Nach kurzer Zeit war aber alles wieder gut und ich konnte mich zu einer normalen Zeit endlich wieder in meinem eigenen Bett entspannen.

Es war eine abenteuerliche Reise mit einigen unerwarteten Hindernissen. Ich hoffe euch hat das lesen Spass gemacht.
 

Bayer59

Erfahrenes Mitglied
18.09.2013
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Es hat sehr viel Spaß gemacht. Vielen Dank für die Mühe mit dem Tripreport. :)
 
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flyermeier

Erfahrenes Mitglied
27.08.2021
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Vielen Dank für den Bericht. Hat Spass gemacht zu lesen und die Fotos anzuschauen :)
 
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