Was macht das Internet mit uns?

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LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
15.394
8.905
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Der verkauft was vorrätig ist und zu 99 % zu überteuerten Preisen um sich dran gesund zu stoßen.

Wer Geld verdienen will stösst sich alsö gesund :) - gehst du umsonst arbeiten?

Die Internethändler verkaufen oft ohne Rücksicht auf Gewinne bzw. sie interessieren sich eben nicht für Gewinne, weil sie andere Ziele haben. Wenn der Einzelhandel dann weg ist wirst du sehen wer sich dann wirklich gesund stösst - ohne Alternativen.

Und wozu es noch Buchläden gibt werde ich auch nie verstehen. Das was ich suche muß meistens eh bestellt werden und Amazon hats in der Regel vorrätig und liefert es mir kostenfrei ins Haus.

Jeder Buchhändler ist genauso lieferfähig wie Amazon - innerhalb von 24 Stunden hast du dort jedes Buch.
 
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SleepOverGreenland

Megaposter
09.03.2009
22.346
14.458
FRA/QKL
Wer Geld verdienen will stösst sich alsö gesund :) - gehst du umsonst arbeiten?
Das war mal wieder so ein typischer Maximierersatz. Geiz ist Geil im Extremformat nach dem Motto "Mir gönn ich alles, anderen nichts". Natürlich gehen solche Personen nicht umsonst arbeiten, aber in einer egoistischen Welt kreiseln sie nur noch beständig um sich. :sick:
 

honk20

Erfahrenes Mitglied
19.05.2011
5.357
17
Hat von Euch gestern jmd. auf ZDF (ziemlich spät) die Reportage über die Gebaren von Amazon gesehen ? Interessant aber nicht verwunderlich. Nichts anderes hätte ich erwartet. An deren Stelle würde ich es auch so machen. Die Bestläufer dann als Eigenmarke AMAZON BASIC einzustellen.

Letzte Woche habe ich einen Artikel im WJ gelesen dass Amazon nun ins Lebensmittelgeschäft einsteigt. Zumindest US. Ausgesuchte Produkte aus den Top 100 Verkäufe die nun als Amazon Basic laufen. Unter den top ten findet sich nun Amazon basic Pasta...Wen hätte es gewundert.

Jeder der über AMAZON kauft fördert die "Umstrukturierung" des Einzelhandels zugunsten Amazon und nimmt dabei in Kauf dass die Auswahl und Vielfalt, gerade hinsichtlich Geschmack (Lebensmittel) und Funktionen (Technik) auf der Strecke bleibt.

Jeder der über AMAZON verkauft, trägt dazu bei sich in paar Monaten im direkten Wettbewerb zu Amazon zu sehen den er nicht gewinnen kann. hat der Beitrag gestern gut aufgezeigt. Zumal gerade bei Technik und anderen Markenprodukten der großen Hersteller alles standardisiert ist. Spezifikationen sind bekannt, auch bei Barilla Pasta ist es bekannt wie dieser schmeckt also kann nur der "gute" Preis zählen.

Ich selbst kaufe bei Amazon kaum noch. Evtl. 1x im Jahr, wenn überhaupt. Bücher kaufe ich lieber im EH zumal ich dort lange stöbern kann um dann das richtige Buch zu kaufen was mich interessiert.



Technik wie Waschmaschine, Kühlschrank ganz klar bester Preis im Internet. Warum ? Weil ich techn. versiert bin und techn. Hintergrund habe. Leider, leider ist es so dass "einige" Fachhändler kaum Ahnung haben wenn ich sie mit Fragen besuche und wenn es dann aber passt, tlws. 30% teurer als Internet. Bei einem Kühlschrank locker mal 150€. Dat macht keinen Sinn wenn wie meinen am UVP zu beharren. - Ja, ich verstehe auch dass sie Miete zahlen müssen, Personal etc. aber oft ist der FH nicht in der A-Lage-Fußgängerzone was den Aufpreis gerechtfertigt.

Die Läden haben ein ganz anderes, strukturelles Problem. Als Inhaber eines einzigen Ladens kann man rechnerisch heute nicht mehr überleben. Wer es nicht schafft eine offline-Filialkette aufzubauen hat verloren. Die Marge liegt je nach Hersteller im Technik Bereich zw. 15-50% (Also auch um die 100% Aufpreis wenn ich den VK der Hersteller betrachte. Da muss schon einiges verkauft werden um zu überleben und um die Ladenmiete zu zahlen. 1 Laden reicht nicht aus mit der eigenen Arbeitskraft.

Früher in den 70 ja, deswegen so meine Beobachtungen, sterben gerade viele Läden die in den 70, 80 aufgemacht haben. Habt ihr mal die Läden angeschaut ? Oft ältere Eigentümer, kaum renoviert, nicht die interessanten Sachen drinnen da leider Technik schnell ist. Design der Läden oft erschreckend altbacken. Da fühl ich mich nicht wohl. Die haben noch das Glück dass sie Eigentümer der Immobilie sind und daher noch überleben können. Wenn Mieter dann einziehen weil die Alteigentümer zugemacht oder verkauft haben, dann bleiben die nicht lange drin. Sieht man schnell dass oft wieder neue Mieter gesucht werden. Die Mieten fressen das vorhaben auf.



Erlebnis der frühen Jugend was mich geprägt hatte gerade bei Technik so zu agieren: Kauf eines PC. Ab um Blöd markt. Der Verkäufer dort damals war wirklich einer der Null Ahnung hatte aber mich Schwachsinn erzählt hatte und mir immer nur ein bestimmte Modell verkaufen wollte.

Das was ich mir rausgesucht hatte wäre nicht so toll, kleiner Hersteller mit schlechten Komponenten und vieles weitere. Dumm nur, dass es damals ein Hersteller war der gar nicht so klein war und gute Reputationen hatte.

Der / die Blöd Verkäufer können ruhig andere für blöd halten. Leider erlebe ich es immer wieder wie man in diesen Roten und blauen Märkten veräppelt... wird. Lustig war es immer wenn ich mit +1 in solch einem Markt war, was sehr selten ist da diese Aufgabe allein mir unterstellt ist. Die wird echt für mega blond verkauft ! - Hat sich mehrmals darüber geärgert und betritt diese Läden überhaupt nicht mehr. Ich krieg sie in die Blöd Märkte nicht mehr rein. Geht nicht. (Ich finds ja spannend dort obwohl dort selten was kaufe wenn es sich nicht vermeiden läßt)

Zusammenfassend : Ja, das Internetshopping bietet Möglichkeiten. Vorsicht jedoch vor den Großen wie Amazon. Das wird nicht gut ausgehen für die Vielfalt und Auswahl.

Der Einzel-und Fachhandel ist definitiv im Umbruch aber einige EH/FH haben von vornherein keine Chancen. Darunter fällt alles was standardisiert ist. Leider auch weil der Service - siehe Beispiel Schuhe - tlws nicht funktioniert. Wenn der Laden via Handelsvertreter kauft hat er schon verloren. 1 Zwischenglied mehr in der Stufe wo auch jemand verdienen möchte und dann noch der persönliche Geschmack im Sortiment des Vertreters welches möglicherweise nicht den Geschmack der Kunden trift.

Tesla macht es richtig und immer mehr Herstellter gehen den gleichen Weg : Eigener offlineshop & onlineshop. Der offlineshop wird in der Zukunft nur noch als Showroom dienen, gerade für Technik um Emotionen und Bedürfnisse zu wecken und um dann online zu bestellen. Diesen Weg will auch Media Markt gehen und hat Testmärkte dafür aufgemacht.

In Asien ist man ebenfalls weiter. In der Metro in Korea, Japan die Wände mit virtuellen Produkten wie im Laden. Scannen, bestellen und zuhause wartet dann schon das paket. Off & Online verknüpft. In Taiwan haben Hersteller wie Nike oder Procter & Gamble virtuelle offline Buden grpss wie Bushaltestellen. Dort gehe ich rein, scanne die Infos oder bestelle dort gleich.

Eins steht fest. Hier in Deutschland ist man erst am Anfang. Da ist man in Asien weiter.

Junge bin ich abgeschweift.....sorry.
 
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TachoKilo

Erfahrenes Mitglied
21.02.2013
2.142
51
Berlin (West) - TXL
Jeder Buchhändler ist genauso lieferfähig wie Amazon - innerhalb von 24 Stunden hast du dort jedes Buch.
Ja, und dafür muss ich dann zweimal hin, am besten noch die ISBN aufsagen etc. etc. Bei Amazon setze ich mich abends hin. Bestelle um 17 Uhr und am nächsten Tag ist mittags alles da. Exakt das was ich bestellt habe. Ich muss mich nicht an Ladenöffnungszeiten halten, ich kann die ISBN Nummern direkt ins Suchfeld kopieren, ein Klick und es ist auf dem Weg. Wie schon vorher von mir ausgeführt: solange Buchhändler keine Notwendigkeit zum Service sehen, gehe ich dort auch nicht einkaufen.
 

LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
15.394
8.905
Ja, und dafür muss ich dann zweimal hin, am besten noch die ISBN aufsagen etc. etc. Bei Amazon setze ich mich abends hin. Bestelle um 17 Uhr und am nächsten Tag ist mittags alles da. Exakt das was ich bestellt habe. Ich muss mich nicht an Ladenöffnungszeiten halten, ich kann die ISBN Nummern direkt ins Suchfeld kopieren, ein Klick und es ist auf dem Weg. Wie schon vorher von mir ausgeführt: solange Buchhändler keine Notwendigkeit zum Service sehen, gehe ich dort auch nicht einkaufen.

Also die ISBN aufsagen musst du sicher nicht. Wo liegt den der Service von Amazon? Ich glaube du verwechselst hier "Logistik" mit "Service". Amazon tut mehr oder weniger nix für dich, das macht der Paketversender, wenn der dich nicht zuhause antrifft (oder antreffen will) dann ist auch nix mit 24 Stunden.

Der Buchhändler veranstaltet Lesungen, fördert junge Autoren, kann dich beraten. Dort gibt es persönliche Gespräche und Empfehlungen - das erledigt bei Amazon dann die Software.

Bequem mag Amazon sein (wenn es funktioniert) aber Shopping - egal welcher Art - ist eben auch ein Stück sozialer Interaktion. Irgendwie wie der Unterschied zwischen "satt werden" und "lecker essen" - das Ergebniss ist das gleiche.
 
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TachoKilo

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21.02.2013
2.142
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Berlin (West) - TXL
Hat von Euch gestern jmd. auf ZDF (ziemlich spät) die Reportage über die Gebaren von Amazon gesehen ? Interessant aber nicht verwunderlich. Nichts anderes hätte ich erwartet. An deren Stelle würde ich es auch so machen. Die Bestläufer dann als Eigenmarke AMAZON BASIC einzustellen.
??? Lidl, Aldi, Rewe und Co. machen das doch nun schon seit Jahrzehnten!? Oder meinst du, die verkaufen ihre "ja!"-Produkte etc. nur aus Nächstenliebe? Verstehe den Aufschrei nicht. Immerhin ist Amazon bei diesen Produkten im Vergleich zu den meisten Herstellern auch auf die Idee gekommen umweltfreundliche, verbraucherfreundliche Verpackungen zu verwenden.

Letzte Woche habe ich einen Artikel im WJ gelesen dass Amazon nun ins Lebensmittelgeschäft einsteigt. Zumindest US. Ausgesuchte Produkte aus den Top 100 Verkäufe die nun als Amazon Basic laufen. Unter den top ten findet sich nun Amazon basic Pasta...Wen hätte es gewundert.
Naja, da sich ja Rewe und Real mit ihren Lieferdiensten breit machen (Einkauf zum Ladenpreis + Lieferpauschale) und man so das gesamte Sortiment der Läden bestellen kann, wird sich das wohl hier nur schwer durchsetzen. Vor allem, wenn die Produktauswahl so eingeschränkt ist. Und dann gibt es bei uns ja auch noch allyouneed und Konsorten, wobei die natürlich teils deutliche Preisaufschläge haben.

Jeder der über AMAZON kauft fördert die "Umstrukturierung" des Einzelhandels zugunsten Amazon und nimmt dabei in Kauf dass die Auswahl und Vielfalt, gerade hinsichtlich Geschmack (Lebensmittel) und Funktionen (Technik) auf der Strecke bleibt.
Gilt das auch für Lebensmittel, wenn ich nicht im Tante Emma Laden sondern in einem dem Metro-Konzern zugehörigen Laden einkaufe? Du hast da einen gewaltigen Denkfehler, denn die Waren produzieren immer noch andere. Und wenn die Leute statt dem überteuerten Schrott, der im Einzelhandel steht und nun mal weg muss, online nur noch die Sachen guter Qualität bzw. mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis kaufen, dann werden die Hersteller genau diese Nachfrage befriedigen.

Ich selbst kaufe bei Amazon kaum noch. Evtl. 1x im Jahr, wenn überhaupt. Bücher kaufe ich lieber im EH zumal ich dort lange stöbern kann um dann das richtige Buch zu kaufen was mich interessiert.
Ja, du kannst stöbern innerhalb der begrenzten Auswahl, die dein Buchhändler für dich getroffen hat. Bei Amazon kann man ja nun auch in einem Großteil der Bücher stöbern. Natürlich führen die auch nicht absolut alle Bücher, aber doch deutlich mehr als der Buchhändler nebenan.

Technik wie Waschmaschine, Kühlschrank ganz klar bester Preis im Internet. Warum ? Weil ich techn. versiert bin und techn. Hintergrund habe. Leider, leider ist es so dass "einige" Fachhändler kaum Ahnung haben wenn ich sie mit Fragen besuche und wenn es dann aber passt, tlws. 30% teurer als Internet.
Aha, passt jetzt aber nicht zu deiner Anti-Onlineeinkauf-Propaganda, oder?

Die Läden haben ein ganz anderes, strukturelles Problem. Als Inhaber eines einzigen Ladens kann man rechnerisch heute nicht mehr überleben. Wer es nicht schafft eine offline-Filialkette aufzubauen hat verloren. Die Marge liegt je nach Hersteller im Technik Bereich zw. 15-50% (Also auch um die 100% Aufpreis wenn ich den VK der Hersteller betrachte. Da muss schon einiges verkauft werden um zu überleben und um die Ladenmiete zu zahlen. 1 Laden reicht nicht aus mit der eigenen Arbeitskraft.
Halte ich für Quatsch. Wenn ein Laden wirklich gut ist und an Service und seinen Kunden interessiert ist, dann wird er sich einen Online-Shop zulegen, dort seine Produkte anbieten und sein Spezialwissen in einem passenden Forum bereitstellen. Dass das geht beweisen Hunderte kleiner spezieller Läden jeden Tag aufs neue. Meine Sattechnik kaufe ich nur in solchen relativ kleinen Läden. Die bieten ihre Unterstützung in entsprechenden Foren an und dann wird natürlich auch bei denen gekauft, wobei die auch keine unverschämt überhöhten Preise nehmen, sondern oft sogar mit die günstigsten sind (und dann sowas wie 1 Jahr Garantie extra bieten). Die haben Service verstanden.

In Asien ist man ebenfalls weiter. In der Metro in Korea, Japan die Wände mit virtuellen Produkten wie im Laden. Scannen, bestellen und zuhause wartet dann schon das paket. Off & Online verknüpft. In Taiwan haben Hersteller wie Nike oder Procter & Gamble virtuelle offline Buden grpss wie Bushaltestellen. Dort gehe ich rein, scanne die Infos oder bestelle dort gleich.

Eins steht fest. Hier in Deutschland ist man erst am Anfang. Da ist man in Asien weiter.
Wo ist jetzt genau der Unterschied zum Mediamarkt hier? Außer dass man hier die Wahl hat den Artikel auch gleich offline selbst mitzunehmen? Mediamarkt bietet doch für die meisten Produkte eine kostenfreie Lieferung am gleichen Tag an. Und das ganze kann man natürlich auch online machen. Verstehe nicht, inwiefern das "weiter" ist?
 

tmmd

Erfahrenes Mitglied
24.07.2014
5.018
3.162
Magdeburg
www.euroreiseblog.de
Was sich der eine oder andere nicht vorstellen kann: der Onlinehändler hat nicht zwingend weniger Kosten zum Betrieb seines Geschäfts als der Einzelhändler. Die Kosten verteilen sich nur anders. Und genau aus dem Grund kann ich diesen teils sehr hohen Preisaufschlag der Einzelhändler nicht nachvollziehen.
 

LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
15.394
8.905
Gilt das auch für Lebensmittel, wenn ich nicht im Tante Emma Laden sondern in einem dem Metro-Konzern zugehörigen Laden einkaufe? Du hast da einen gewaltigen Denkfehler, denn die Waren produzieren immer noch andere. Und wenn die Leute statt dem überteuerten Schrott, der im Einzelhandel steht und nun mal weg muss, online nur noch die Sachen guter Qualität bzw. mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis kaufen, dann werden die Hersteller genau diese Nachfrage befriedigen.

Andere produzieren nur das für das es auch Abnehmer gibt, wenn sich der Markt auf wenige Abnehmer reduziert wird produziert was der Abnehmer möchte - Vielfalt lässt sich so nicht aufrecht erhalten.

Der "überteuerte Schrott" der im Einzelhandel steht wird doch online genauso angeboten - es ist ja nicht so das es im Internet die Qualitativ hochwertigere Ware gibt - es gibt öfter bessere Preise (aber immer öfter auch das nicht mehr).
 

LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
15.394
8.905
Was sich der eine oder andere nicht vorstellen kann: der Onlinehändler hat nicht zwingend weniger Kosten zum Betrieb seines Geschäfts als der Einzelhändler. Die Kosten verteilen sich nur anders. Und genau aus dem Grund kann ich diesen teils sehr hohen Preisaufschlag der Einzelhändler nicht nachvollziehen.

Der Einzelhändler will/muss Geld verdienen, der online Händler will Marktanteile - sein Geschäftsmodell besteht in der Regel daraus seinen Firmenwert zu erhöhen - durch erhöhten Umsatz oder Marktanteil - während der Offline Händler an jeden Verkauf verdienen muss.

Zudem werden den großen Händlern seitens der Hersteller Rabatte eingeräumt die unvorstellbar sind. Ich kenne Fälle da haben Einzelhändler ihre Waren bei Sonderangeboten der großen Ketten gekauft (da die Preise unter ihren EKs lagen) und die Waren später mit Gewinn an den Hersteller retouniert.

Der Wettbewerb ist einfach "unfair" und daher auch nicht vergleichbar. Ähnliches findet ja auch im stationären Einzelhandel statt - hier haben kleine Unternehmen kaum noch Chancen sich gegen die großen Konzerne durch zu setzen.
 

TachoKilo

Erfahrenes Mitglied
21.02.2013
2.142
51
Berlin (West) - TXL
Also die ISBN aufsagen musst du sicher nicht. Wo liegt den der Service von Amazon? Ich glaube du verwechselst hier "Logistik" mit "Service". Amazon tut mehr oder weniger nix für dich, das macht der Paketversender, wenn der dich nicht zuhause antrifft (oder antreffen will) dann ist auch nix mit 24 Stunden.

Der Buchhändler veranstaltet Lesungen, fördert junge Autoren, kann dich beraten. Dort gibt es persönliche Gespräche und Empfehlungen - das erledigt bei Amazon dann die Software.

Bequem mag Amazon sein (wenn es funktioniert) aber Shopping - egal welcher Art - ist eben auch ein Stück sozialer Interaktion. Irgendwie wie der Unterschied zwischen "satt werden" und "lecker essen" - das Ergebniss ist das gleiche.
Es ist ja nicht so, dass ich nie zu einem Buchhändler gehe. Das hast du irgendwie falsch verstanden. Aber wenn ich genau weiß was ich will, dann bestelle ich bei Amazon. Denn die Buchhändler bieten einfach zu wenig Service. Du hast vermutlich nicht meinen älteren Beitrag gelesen, aber warum kümmert sich ein Buchhändler nicht zu Beginn der Sommerferien um die Schulbücher fürs nächste Jahr? Nein, ich musste jedesmal hinrennen, sagen was gebraucht wird und ein bis einige Tage später (denn alle Bücher kriegen die auch nicht in 24 Stunden) wieder hin und die Bücher abholen. Und dann die ganzen Bücher auch noch auseinandersortieren für jedes der Kinder. Wie hat mich das genervt. Und falls mal wirklich ein Paket nicht bei mir ankommen sollte (wobei das dank Packstationen kein Problem ist), dann muss ich halt zur Postfiliale. Ist immer noch ein Weg weniger als zweimal zum Buchhändler.

Mit den Lesungen hast du natürlich recht, bin ich aber nicht interessiert dran. Den Sinn von Lesungen habe ich noch nie verstanden, ich bin aber auch kein Autogrammjäger und werde auch nicht nervös, wenn ich einen Menschen treffe, den ich als Autor, TV-Star, Sportler, etc. toll finde. Ich weiß aber, dass es da vielen anders geht.

Persönliche Gespräche führe ich immer noch lieber mit Verwandten und Freunden, die mir auch gute Bücher empfehlen können. Und sicher erledigt Amazon einiges für mich: für meine Tochter habe ich Gregs Tagebücher bestellt und werde seither natürlich automatisch einige Wochen vor der Veröffentlichung über jede Neuerscheinung informiert. Könnte natürlich sein, dass ein Buchhändler das auch macht, wenn ich regelmäßig vorbei schaue, aber angeboten mich anzurufen bei so einer Neuerscheinung hat er noch nie. Dieser Service fehlt. Bei Amazon kann ich in tausenden Büchern stöbern und zwar vor der Bestellung. Bei vielen Buchläden kommt eine Bestellung eines Buches einer Abnahmeverpflichtung gleich. Zumindest ist der Händler dann oft nicht begeistert, wenn man sagt, dass man das Buch doch lieber nicht kaufen möchte.

Nicht falsch verstehen: wem es so viel gibt in einen Buchladen zu gehen, soll das doch tun. Ich habe überhaupt nichts dagegen. Ich habe aber etwas gegen eine Anti-Amazon-Hetze mit Pseudoargumenten, die einfach nicht für jeden zutreffend sind. Amazon hat meines Erachtens verstanden, was die Kunden wollen. Wenn sie es jetzt noch bei Büchern hinbekommen, dass man das eBook kostenlos zur gedruckten Ausgabe dazu bekommt (wie es ja schon bei CDs oft der Fall ist), dann sind sie für mich die Helden. Denn irgendjemand muss ja mal den Verlagen klar machen, was die Verbraucher wollen. Mein Buchhändler tut das übrigens leider nicht (woran vermutlich die Buchpreisbindung schuld ist).
 

LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
15.394
8.905
Nicht falsch verstehen: wem es so viel gibt in einen Buchladen zu gehen, soll das doch tun. Ich habe überhaupt nichts dagegen. Ich habe aber etwas gegen eine Anti-Amazon-Hetze mit Pseudoargumenten, die einfach nicht für jeden zutreffend sind.

Schau dir an was mit dem Tonträger Markt in D passiert ist - das haben Mediamarkt/Saturn und Amazon sauber hinbekommen - mit der tollen Folge das heute alle Tonträger jemseits des Mainstreams deutlich teuerer geworden sind.
 

TachoKilo

Erfahrenes Mitglied
21.02.2013
2.142
51
Berlin (West) - TXL
Schau dir an was mit dem Tonträger Markt in D passiert ist - das haben Mediamarkt/Saturn und Amazon sauber hinbekommen - mit der tollen Folge das heute alle Tonträger jemseits des Mainstreams deutlich teuerer geworden sind.
Hast du dafür Belege? Oder ist das jetzt so ein Gefühl? Ich bin der Meinung ich habe meine Tonträger noch nie so günstig kaufen können wie heutzutage, wo sich Amazon, Metro und Musikläden einen Kampf um die Kunden bieten. Ich denke ich habe nie wieder soviel für ein Album bezahlt, wie zu der Zeit wo kleine Läden und WOM den Markt beherrscht haben. Aber Eindrücke können täuschen. Wenn du da eine repräsentative statistische Erhebung hast, dann her damit.

Und was z.B. Vinyl angeht: da machen nur die Labels einen großen Reibach mit. Die Plattenläden haben da in der Regel sehr hohe Einstandspreise, wenn die die Teile so teuer anbieten. Dafür kann weder Amazon noch der kleine Plattenladen was.
 

LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
15.394
8.905
Hast du dafür Belege? Oder ist das jetzt so ein Gefühl? Ich bin der Meinung ich habe meine Tonträger noch nie so günstig kaufen können wie heutzutage, wo sich Amazon, Metro und Musikläden einen Kampf um die Kunden bieten. Ich denke ich habe nie wieder soviel für ein Album bezahlt, wie zu der Zeit wo kleine Läden und WOM den Markt beherrscht haben. Aber Eindrücke können täuschen. Wenn du da eine repräsentative statistische Erhebung hast, dann her damit.

Und was z.B. Vinyl angeht: da machen nur die Labels einen großen Reibach mit. Die Plattenläden haben da in der Regel sehr hohe Einstandspreise, wenn die die Teile so teuer anbieten. Dafür kann weder Amazon noch der kleine Plattenladen was.

Ich habe Belege dafür, es geht um Tonträger abseits des Mainstreams, ich kenne die Handelsabgabepreise und die VKs seit mittlerweile Jahrzehnten. Bei allem was Mainstream und Aktionsware ist hast du recht - so billig war es selten (war aber schon billiger - Kampfpreis heute 5€ war zu DM Zeiten 7,99DM). Aber ein Katalogtitel kann heute bei Amazon oder Saturn gerne mal 19,99€ und mehr kosten - da war früher bei 15,99€ oder 32,99DM Schluss.

Der Handelsabgabepreis für Katalogtitel hat sich in den letzten Jahren kaum verändert.
 
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AroundTheWorld

Erfahrene Nachgeburt
08.09.2009
3.958
111
Was macht das Internet mit uns

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honk20

Erfahrenes Mitglied
19.05.2011
5.357
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Der Einzelhändler will/muss Geld verdienen, der online Händler will Marktanteile - sein Geschäftsmodell besteht in der Regel daraus seinen Firmenwert zu erhöhen - durch erhöhten Umsatz oder Marktanteil - während der Offline Händler an jeden Verkauf verdienen muss.

Zudem werden den großen Händlern seitens der Hersteller Rabatte eingeräumt die unvorstellbar sind. Ich kenne Fälle da haben Einzelhändler ihre Waren bei Sonderangeboten der großen Ketten gekauft (da die Preise unter ihren EKs lagen) und die Waren später mit Gewinn an den Hersteller retouniert.

Der Wettbewerb ist einfach "unfair" und daher auch nicht vergleichbar. Ähnliches findet ja auch im stationären Einzelhandel statt - hier haben kleine Unternehmen kaum noch Chancen sich gegen die großen Konzerne durch zu setzen.

Leider ist es so, wenn man sich die Bilanzen vieler, sehr vieler onlinehändler anschaut, dass sie nicht auf Profit sondern auf Übernahme getrimmt werden. Katzenfutter, Hundefutter, Babywindeln etc. machen alle verdammt viel miese. Bei 12 Mio Umsatz = 8 Mio Verlust zu machen ist ne Hausnummer. Eigentümer sind Investoren. Die Hoffnung (auch von Pro7) ist halt dass einer schon aufkaufen wird. Im Zweifel ein Hersteller oder ein großer den es ärgert dass dumping betrieben wird.
 

LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
15.394
8.905
Leider ist es so, wenn man sich die Bilanzen vieler, sehr vieler onlinehändler anschaut, dass sie nicht auf Profit sondern auf Übernahme getrimmt werden. Katzenfutter, Hundefutter, Babywindeln etc. machen alle verdammt viel miese. Bei 12 Mio Umsatz = 8 Mio Verlust zu machen ist ne Hausnummer. Eigentümer sind Investoren. Die Hoffnung (auch von Pro7) ist halt dass einer schon aufkaufen wird. Im Zweifel ein Hersteller oder ein großer den es ärgert dass dumping betrieben wird.

Ja und ein kleiner stationärer Händler hat echte Probleme wenn er operativ einen kleinen sechsstelligen Betrag verliert.
 

TachoKilo

Erfahrenes Mitglied
21.02.2013
2.142
51
Berlin (West) - TXL
Ich habe Belege dafür, es geht um Tonträger abseits des Mainstreams, ich kenne die Handelsabgabepreise und die VKs seit mittlerweile Jahrzehnten. Bei allem was Mainstream und Aktionsware ist hast du recht - so billig war es selten (war aber schon billiger - Kampfpreis heute 5€ war zu DM Zeiten 7,99DM). Aber ein Katalogtitel kann heute bei Amazon oder Saturn gerne mal 19,99€ und mehr kosten - da war früher bei 15,99€ oder 32,99DM Schluss.

Der Handelsabgabepreis für Katalogtitel hat sich in den letzten Jahren kaum verändert.
Das ist ja besonders interessant, denn früher habe ich vor allem Mainstream gekauft, heute im Wesentlichen Indie-Labels, bei denen ich ja einen höheren Preis grundsätzlich gerechtfertigt finde. Und habe wie gesagt das Empfinden, dass ich heute weniger bezahle als früher.

Allerdings ist auch deine Gegenüberstellung falsch. 5€ heute entsprechen 5,93DM 1990. Oder anders herum: wenn eine CD 1990 7,99DM gekostet hat, müsste man heute 6,73€ bezahlen. Du darfst die Kaufkraft nicht außer acht lassen. Insofern sind die 5€ heute deutlich weniger als die früheren 7,99DM.

Auch bei deinem anderen Beispiel: keine Ahnung was genau früher ist, aber selbst wenn ich das Jahr der Euro-Umstellung 2002 nehme. Wenn 2002 eine CD 32,99DM gekostet hat, müsste sie heute ohne Preissteigerungen (mit Berücksichtigung der Inflation) 20,89€ kosten.

Ich sags ja: Gefühle täuschen manchmal.
 

LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
15.394
8.905
DAllerdings ist auch deine Gegenüberstellung falsch. 5€ heute entsprechen 5,93DM 1990. Oder anders herum: wenn eine CD 1990 7,99DM gekostet hat, müsste man heute 6,73€ bezahlen. Du darfst die Kaufkraft nicht außer acht lassen. Insofern sind die 5€ heute deutlich weniger als die früheren 7,99DM.

Auch bei deinem anderen Beispiel: keine Ahnung was genau früher ist, aber selbst wenn ich das Jahr der Euro-Umstellung 2002 nehme. Wenn 2002 eine CD 32,99DM gekostet hat, müsste sie heute ohne Preissteigerungen (mit Berücksichtigung der Inflation) 20,89€ kosten.

Ich sags ja: Gefühle täuschen manchmal.


Die Handelsabgabepreise für CDs sind in den letzten Jahrzehnten eher gesunken als gestiegen. Somit liege ich da schon richtig, die Umrechnerei €/DM spielt bei CDs eh keine Rolle weil dort immer Schwellenpreise besetzt werden, die keiner Kalkulation standhalten müssen.

Schönes Bsp. Handelsabgabepreis deutlich unter 10€

http://www.amazon.de/Trail-Stars-Wa...F8&qid=1434619167&sr=8-16&keywords=walkabouts
 
Zuletzt bearbeitet:

TachoKilo

Erfahrenes Mitglied
21.02.2013
2.142
51
Berlin (West) - TXL
OK, ich kennen die HAPs nicht. Aber die von dir verlinkte CD ist bei Amazon von einem anderen Händler für 4,94€ plus Versand zu haben. Da sehe ich nun wirklich kein Preisproblem, das Amazon verursacht. Utopische Preise zu verlangen, ist ja nicht verboten.
 

LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
15.394
8.905
OK, ich kennen die HAPs nicht. Aber die von dir verlinkte CD ist bei Amazon von einem anderen Händler für 4,94€ plus Versand zu haben. Da sehe ich nun wirklich kein Preisproblem, das Amazon verursacht. Utopische Preise zu verlangen, ist ja nicht verboten.

Nun denn, wenn Amazon utopische Preise aufruft hebt das in der Regel das Preisniveau auf der gesamten Linie. Wenn wie in diesem Fall noch ein paar Händler die ihr Geschäft aufgeben (augegeben haben) Restbeständen deutlich billiger verkaufen dann beschränkt sich das auf ein paar wenige Exemplare.

Amazon hat ja ein Interesse daran das die Marketplace Händler möglichst teuer verkaufen, weil sie da prozentual mit verdienen.

Nimm diesen Tonträger
http://www.amazon.de/Luthers-Blues-...8XB7XF&s=music&ie=UTF8&qid=1434620182&sr=1-19

Die günstigen Anbieter geben alle an Versandzeit 7 - 14 Tage (und Zoll beachten).
 
Zuletzt bearbeitet:

TachoKilo

Erfahrenes Mitglied
21.02.2013
2.142
51
Berlin (West) - TXL
Aber das Beispiel sagt doch immer noch nichts aus. Erstens müsste man ja jetzt den HAP wissen. Und über eine Entwicklung sagt das ganze ja auch nichts aus. Die CD ist im Juni 2013 erschienen, soweit ich das erkennen kann. Ich kann sie für 21 Euro (inkl. Versand) bei Amazon bestellen und hätte sie morgen da. Die MP3s könnte ich mir bei Amazon sofort herunterladen. Es gibt alternative Händler, die die CD deutlich günstiger anbieten, aber der Versand erfolgt in den meisten Fällen dann wohl aus Nordamerika. Ich kann nicht beurteilen, warum das so ist. Ich kann dem nur entnehmen: es gibt Händler, wo ich die CD zu einem deutlich günstigeren Preis bekomme. Amazon hat deren Geschäft also nicht kaputt gemacht.

Deine Aussage war ja, dass Amazon und Metro es hinbekommen haben, dass Tonträger teurer geworden sind. Jetzt wäre es an der Zeit mit stichhaltigen Argumenten zu belegen, dass dem wirklich so ist. Ich kann deiner Aussage bisher nur entgegen halten: wenn man Inflation berücksichtigt und meine vagen Erinnerungen was mich Tonträger früher gekostet haben, dann stimmt deine Aussage nicht. Was muss ich dir glauben: HAPs sind nicht gestiegen. Was muss ich nicht glauben: Amazon kann Preise diktieren, weil es keine Alternativen zum Kaufen gibt (kurioserweise findet man diese Alternativen auf Amazon). Wo kann man unterschiedlicher Meinung sein: ist die Inflation zu berücksichtigen oder nicht.