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Thema: Odessa und Kiew mit Motor Sich Airlines & AN24

  1. #1
    Erfahrenes Mitglied Avatar von skymiler
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    Standard Odessa und Kiew mit Motor Sich Airlines & AN24

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    Odessa

    Im Oktober habe ich eine fünftägige Tour in die Ukraine unternommen.
    Die An- und Abreise abgezogen, hatte ich einen vollen Tag in Odessa und zwei Tage in Kiew zur Erkundung übrig.

    Für die Anreise hatte ich mich bewusst für den national carrier UIA entschieden, von DUS via KBP nach ODS.



    Die Kurz- und Mittelstrecken werden bei UIA alle mit B737 durchgeführt.
    Auf den Europaflügen gibt es nur ein buy-on-board Angebot, Bordkarten am Check-In auch nur noch mit Gebühr,
    da hat man sich mittlerweile an die LowCost-Konkurrenz angepasst.



    Umstieg in KBP von einer 737 zur nächsten.
    Am späten Nachmittag waren die Schlangen an der Einreise wirklich sehr lang, wurden aber sehr flott abgearbeitet,



    Hello Odessa



    Der Rundgang beginnt an der Deribasywskastraße





    Die Oper



    Alte Passage an der Deribasywska











    Am Primorskij-Boulevard



    Die Hauptsehenswürdigkeit in Odessa ist die Potemkinsche Treppe



    Man kann auch mit der Standseilbahn gemütlich rauf und runter fahren





    Am Hafen











    Puschkin-Denkmal mit Rathaus



    Hier fand gerade eine öffentliche Zeremonie statt, bei der den Kadetten Auszeichnungen verliehen wurden









    Die Busse & Straßenbahnen sind auch noch etwas old-style





    Ich bin dann mit dem Taxi nach Arcadia gefahren.
    Das ist ein Stadtteil am Meer, wo im Sommer wahrscheinlich die Post abgeht.
    Hier war aber absolut tote Hose, nicht nur wegen dem Wetter, die meisten Läden waren auch geschlossen.





    Hier sieht man noch viele alte Ladas und Wolgas herumfahren.
    Das hat mit sehr gefallen, in vielen anderen osteuropäischen Ländern
    sind sie alten Wagen komplett aus dem Straßenbild verschwunden.









    Odessa ist ein bischen uriger und nicht so renoviert und aufgehübscht wie die Hauptstadt Kiew.
    Das hat sich nach einigen anderen osteuropäischen Ländern, die ich in der letzten Jahren besucht habe,
    mal wieder richtig wie Osten angefühlt.
    Außerdem habe ich abgesehen von einem McDonalds, keine Vertreter internationaler Ketten und Filialisten gesehen,
    was ich auch sympatisch fand.
    Geändert von skymiler (22.12.2017 um 13:30 Uhr)
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  2. #2
    Erfahrenes Mitglied Avatar von skymiler
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    Standard Von Odessa nach Kiew mit Motor Sich Airlines & AN24

    Die Inlandsflüge werden in Odessa im alten Terminal aus der kommunistischen Zeit durchgeführt.
    Direkt nebenan gibt es ein modernes Terminal für die internationalen Flüge.



    Der Aufbau, mit dem zentralen Durchgang in der Mitte und den seitlichen Treppenaufgängen,
    erinnert mich etwas an das alte DDR-Terminal in Schönefeld.
    Dahinter gibt es drei kleine Gates, dass muss früher wohl ausgereicht haben.



    Motor Sich Airlines gibt auf den Inlandsflügen immer die AN140 als Flugzeugtyp an.
    Auf den Strecken von Kiew nach Odessa und Lviv wird dann aber meistens eine AN24 aus den Baujahren 1971 bis 1973 eingesetzt,
    manchmal kommt auch die ebenso exotische AN74 zum Einsatz.



    Laut der Webseite von Motor Sich ist der Web-Check-In auf dieser Strecke temporär ausgesetzt.
    Check-In erfolgt dann mit Liste und Stift, kein Computer sichtbar.



    Das gute Museumsstück erwartet uns auf dem Vorfeld. UR-47297 ist Baujahr 1971, stolze 46 Jahre alt.







    Größeres Handgepäck wird beim einsteigen im hinteren Kabinenteil verstaut.
    Es gab keine Gepäckfächer, noch nicht einmal eine Hutablage.

    Die Winterjacke musste also zwangsweise anbleiben und die warme Heizungsluft strömte von oben auf mich herab.
    Meine kleine Handtasche hatte ich hinter meine Waden gestellt.
    So saß ich dann etwas eingeengt auf Sitzplatz 1F, mit den Knien im rechten Winkel vor der Wand.
    Reihe 1 ist etwas beengt und nicht die erste Wahl.
    Die Schuhe kann man in der Aussparung unten einparken.



    Das Gedröhne nahm seinen Lauf



    Inflight meal



    Die Vibrationen sind etwas stärker ausgeprägt, als bei den heutigen Propellermaschinen.
    Der Styroporteller ist rutschfest, alles andere tanzt sofort in Richtung Tischkante abwärts.



    Der englische Teil der safety card enthält so einige Rechtschreibfehler, den ukrainischen Teil kann ich nicht beurteilen.





    Beim Ausstieg war dieser Genosse mit dem Baujahr 1973 nebenan abgestellt



    Der Flug mit diesem Museumsstück war ein echtes Erlebnis.
    Geändert von skymiler (22.12.2017 um 13:09 Uhr)
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  3. #3
    Erfahrenes Mitglied Avatar von skymiler
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    State Aviation Museum

    Direkt neben dem Flughafen befindet sich das staatliche Luftfahrtmuseum, etwa 15 Minuten Fußweg vom Terminal entfernt.
    Dort gibt es ein riesiges Open Air-Gelände, mit allem möglichen was die zivile Luftfahrt im Osten zu bieten hatte.



    Eine AN24, eben noch bei Motor Sich im Einsatz erlebt und jetzt als Austellungsstück im Museum



    TU-104



    Das Gelände ist vom Flughafen-Terminal aus leicht zu erreichen



    TU-134



    AN-76





    Einige von den größeren kann man auch von innen besichtigen.
    In die AN-76 wurde ich aber nicht hereingelassen, die Soldatengruppe hatte irgendwie priority.





    IL-86



    IL-62











    IL-14



    AN-71





    Diese AN-26 hat ihr letztes Leben im Kongo verbracht







    Helis gibt es auch zu sehen













    und eine Autoabteilung gibt es auch noch









    Das Gelände ist riesig, viel zivile Luftfahrt und wenig military aviation. Es hat sich absolut gelohnt.
    Geändert von skymiler (18.12.2017 um 00:59 Uhr)
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  4. #4
    Erfahrenes Mitglied Avatar von skymiler
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    Kiew

    Danach ging es mit dem Taxi zum Maidan. Meine Unterkunft war das Hotel Ukrajina, im Hintergrund zu sehen.



    Der Maidan war auf allen Seiten in Nationalfarben und mit Soldatenbildern für irgendeine Veranstaltung dekoriert.



    Das Ukrajina war früher das Hotel Moskau und ein Prachtbau aus kommunistischer Zeit.
    Der Zimmerstandard ist nicht ganz so hoch, die Historie und die Lage gleichen das aber aus.



    Die Markthallen





    Das goldene Tor



    Viele der Hauptsehenswürdigkeiten in Kiew sind Kirchen und Klöster













    Hier gibt es auch eine Standseilbahn die das St. Michaelskloster mit der Unterstadt verbindet













    Eine Hinterlassenschaft aus alten Zeiten, das Denkmal der Völkerfreundschaft



    Ich habe mich weiter in Richtung Süden zur Mutter-Heimat-Statue vorgearbeitet.
    Auf dem Weg dorthin kommt man am Höhlenkloster vorbei.





    Die Mutter-Heimat-Statue liegt in einem großen Park, der wie ein einziges Heerlager wirkt.
    In dem Park gibt es noch ein Warmuseum, dass sich mit dem 2.Weltkrieg befasst,
    deswegen ist der Park mit Panzern und anderem Militaria voll gestellt.





    Ewiges Feuer



    und heroische Soldaten in heroischen Posen





    Gute und böse Panzer, die Symbolik ist ein bischen billig



    und dann die Mutter-Heimat-Statue





    Wenn man in Kiew Metro fährt, geht es manchmal seehr lange abwärts, einige Stationen gehören zu den tiefstgelegenen der Welt



    Die Metro fährt tagsüber in einem unglaublichen 2 oder 3-Minutentakt,
    die Wanduhr im Hintergrund zählt die 3 Minuten zum nächsten Zug runter



    Nach 3 Minuten war dann Schluß mit Fotos,
    ein uniformierter Stationsangestellter machte mir unmissverständlich klar,
    dass fotografieren unerwünscht ist, warum auch immer



    Am Hauptbahnhof gibt es auch etwas für trainspotter zu sehen





    Am Abend bin ich dann noch zum Parlament gewandert. Das war weiträumig vom Militär abgesichert.
    Das war gerade belagert mit einer Zeltstadt von Demonstranten, sehr viele im Freischärler und Camouflagelook unterwegs



    Und nochmal zurück zum Maidan





    Geändert von skymiler (22.12.2017 um 13:19 Uhr)
    HHChristian, Reisemeister, Tiefflieger und 21 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.

  5. #5
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    Danke für die Berichte! Da hat sich in Odessa doch einiges in den letzten Jahren getan, schön zu sehen, dass weiter renoviert wurde. Als ich zuletzt dort war, war die Oper noch mit Gerüsten verhüllt.

    Nationale Flüge mit der AN24 und YAK42 waren immer Erlebnisse. Oft für 150$ Business-Class KBP-ODS return geflogen, mit ein paar Einheimischen in der letzten Reihe, mit mitgebrachtem Vodka und Konjac auf dem Tisch und während des gesamten Fluges am Telefonieren. Oder jedenfalls versucht. Die AN24 ist ja oft tief der Autobahn nachgeflogen und konnte bei Nebel in KBP nicht landen und ist nach IEV ausgewichen. Teilweise war ich noch mit der AeroSwit und anderen lokalen Airlines unterwegs.

  6. #6
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    sehr schöner Bericht, aber da muss ich nicht hin, schön siehts da net wirklich aus und zu viel Militärzeugs.

  7. #7
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    danke für den Bericht. Finde Ausflüge in die ehemalige UdSSR und ihre Republiken immer interessant
    ggooaatt sagt Danke für diesen Beitrag.

  8. #8
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    Nach 3 Minuten war dann Schluß mit Fotos,
    ein uniformierter Stationsangestellter machte mir unmissverständlich klar,
    dass fotografieren unerwünscht ist, warum auch immer
    Schlecht vorbereitet

    Diese tiefen U Bahnen haben einen gewollten Nebeneffekt im ex UDSSR Land -> Sie sollten im Falle eines Falles auch als Atomschutzbunker dienen. Erkennst z.B. wen dir die EIngangsschotten mal anschaust. Und der Buschfunkt erzählt sich in den Grosstädten mit Metro wie Moskau/St. Petersburg/Kiew auch sonstige geheime Geschichten die durch die Metroschächte erreichbar ist. Das mit den Schutzbunkern ist aber fakt. Aus dem Grund WAR in den meisten ex UDSSR Metros das Fotografieren strengstens verboten. Ist aber heutzutage erlaubt. Hat sich nur nicht bis zum letzten Uniformierten rumgesprochen. Ich wurde in St. Petersburg und Moskau mehrmals "erwischt" beim Fotografieren da die Metro Stationen zum grössten Teil echte Protzbauten sind. Da brauchst garnet diskutieren sondern einfach nett lächeln, OK sagen und mit der nächsten Bahn weg und später weiter machen

    Die Taktzeit und die einfachen Tarife sind allerdings beeindruckend. Allerdings würden mich die Kosten durchaus mal interesieren...

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