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Thema: It's the season 1: New York Fleet Week

  1. #1
    Master of the 737 Avatar von MrGroover
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    Beitrag It's the season 1: New York Fleet Week

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    Wenn das Wochenende von sich aus allein nicht lang ist, muss man nachhelfen und es lang machen. Nach mehrmonatiger Abstinenz auf der Langstrecke, sollte es nun endlich mal wieder etwas weiter weg als europäische Flughäfen sein. Aus diesem Grund ging es zum gestrigen Donnerstag bei Zeiten zum Flughafen. Ich hatte noch eine S-Bahn eher als geplant bekommen - unruhigem Schlaf sei Dank.

    Zunächst stellte sich das zeitigere Ankommen am Flughafen als hilfreich heraus, denn an der Sicherheitskontrolle meinte die Schnüffelsonde beim Notebook und Kamera anschlagen zu müssen. Der ausgelöste Alarm bedurfte des Beiwohnens der Bundespolizei, unter deren Augen die Funktionalität der Kamera und des Notebooks vorgeführt werden sollten. Wohlgemerkt, das war an der SiKo im A-Bereich, ich hatte zunächst einen innerdeutschen Flug. Glück im Unglück: in der beanstandenden Wanne war nur das Notebook und die Kamera, so dass nichts großartig ausgepackt werden musste.

    Im Anschluss daran ging es für ein Frühstück in die Lounge.


    Während ich nochmal in meiner Buchung schaute, wie denn die Sitzplatzverteilungen aussahen, erschien die Nachricht, dass LH 74 FRA-DUS annulliert sei. Ich also meine Sachen zusammen gepackt und an den Schalter in der Lounge. Die MA dort hatten ebenfalls gerade im System gesehen, dass einige Flüge wegen Gewitter annulliert seien. Ich erhielt zügig eine Umbuchung auf den mittäglichen Direktflug von Frankfurt. Und zunächst nur einen Sitzplatz in der Mitte.

    Ursprünglich hatte ich ob des niedrigen Aufpreises und der zusätzlichen Meilen FRA-DUS-EWR gebucht. Der Hinflug sollte in Premium Economy durchgeführt werden, ein mir bis dato aus eigener Erfahrung unbekanntes Produkt. Die geplante Ankunftszeit in EWR wäre ungefähr 13:30 Uhr gewesen, so dass ich hätte am Nachmittag noch etwas sinnvolles unternehmen können. Umgebucht wurde ich auf die LH 402, Abflug 13:20 Uhr und Ankunft 15:45 Uhr. Somit hatte ich zwei Ärgernisse: etwa 4 Stunden Zeit bis zum Boarding und am Nachmittag nicht mehr genügend Zeit für eine geplante Unternehmung.

    Zwischenzeitlich wechselte ich vom A-Bereich in den Z-Bereich. Außerdem schaute ich, welche Maschine denn LH 402 durchführen sollte. Von der Lounge aus war zu erkennen, dass am entsprechenden Gate ein kleiner Flieger stand, aber noch keine 747-8i. Ein Blick auf Flightradar24 zeigte, dass die für LH 402 geplante D-ABYI Potsdam (oder auch Siecherfliecher) gerade auf dem Weg nach Frankfurt war. Ich konnte die Zeit also ein wenig sinnvoller nutzen, um den Flieger am Gate in Empfang zu nehmen.




    Anschließend spazierte ich noch ein wenig durchs Terminal, bevor ich zurück in die Lounge ging. Durch wiederholtes Monitorieren meiner Buchung konnte ich mir zwischenzeitlich einen Gangplatz in Reihe 21 sichern. Immerhin nicht mehr Mitte, aber auch noch nicht Fenster. Weiteres Monitorieren führte schließlich mit 25A zum gewünschten Fensterplatz. Bevor ich zum Gate aufbrach, ließ ich mir noch eine neue Bordkarte mit dem neuen Sitzplatz ausdrucken.

    Um mich ein wenig tröstlich zu stimmen, parkte LH/FRA noch die D-ABVM Kiel am Nachbargate. Diese 747-400 trägt die überarbeitete neue Bemalung der Lufthansa. Ich konnte mir nun also selbst ein Bild davon machen, ob das blau nun blau ist.


    Einsteigen startete ein wenig verzögert. Am Gate versuchte noch ein Passagier, ein Meilenupgrade für insgesamt 4 Personen durchzuführen, was allerdings nicht erfolgreich war. Lediglich ein Platz war zu bekommen. Ich hatte aber nicht mitbekommen, ob es an der allgemein guten Buchungslage in der Business Class lag, oder einfach an der Verfügbarkeit der benötigten Buchungsklasse. Dem Vernehmen und auch der Begrüßung durch den Purser im Flieger nach handelte es sich um einen SEN, der die Anfrage durchführte.

    Im Flieger erwartete mich dann mein Fensterplatz in der letzten Reihe der Premium Eco.


    Die Beinfreiheit ist ganz gut - für eine Eco - ...


    ... allerdings kein Vergleich zur ersten Reihe Eco dahinter.


    Vorteil für mich: ich kann meine Rückenlehne nach hinten stellen, ohne dass die Passagiere in der ersten Eco-Reihe davon gestört werden, auch während des Essens.

    Am Platz wartete auch ein kleines Amenity Kit auf den Passagier. Meins blieb ungeöffnet für die Sammlung.


    Mein Fensterplatz ermöglichte mir noch einen Blick auf die Kiel am Nachbargate.




    Vor dem Start wurden noch die Menüs und ein Getränk verteilt. Bei letzterem handelte es sich um Orangensaft mit Minze - eine erfrischend gut schmeckende Kombination.


    Der Vollständigkeit halber. LH 074, wie auch einige andere Flüge (außer denen nach Dresden), wurden wegen Gewitter annulliert. Im Niederschlagsradar war auch eine Front östlich von Frankfurt zu sehen. Leider entschied sich das Wetter dafür, nicht bis zum Flughafen zu ziehen, sondern mehr in nördliche Richtung. Somit war während der Zeit von 8 Uhr bis ungefähr 14 Uhr keine Gewitter am Flughafen in Frankfurt. Im Nachhinein gesehen hätte also auch LH 074 durchgeführt werden können.

    Der Start erfolgte 4 Minuten vor 14 Uhr in östliche Richtung. Somit ging es mit guter Sicht auf Frankfurt auf die Reise.


    Der Service an Bord startete zunächst mit einer Snack- und Getränkerunde.


    Etwas später wurde dann das Tablett mit der Hauptspeise im Porzellan serviert. Da der Inhalt der Schale nicht so richtig fotogen war, gibt es nur das Bild mit Aludeckel. Gewählt hatte ich das Hähnchen, war geschmacklich in Ordnung.


    Währenddessen passierten wir die irische Insel. Im Bild zu erahnen ist Belfast im nordirischen Teil.


    Die Flugzeit verbrachte ich zunächst mit dem Versuch zu schlafen. Das gelang aber nicht in Perfektion, eher nur ein tieferes Dösen in halbstündlichen Abschnitten. Mir fehlt der direkte Vergleich zu einem Sitz, den man in ein Bett verstellen kann, um es auf den Sitz zu schieben. Vielleicht lag es auch einfach an der Tageszeit meiner inneren Uhr (nachmittags), zu der der Körper einfach Schlaf nicht gewohnt ist. Nachdem ich merkte, dass es mit Schlafen nichts mehr wird, kaufte ich mir Zugang zum Internet und vertrieb mir die Zeit mit Surfen.

    Bezüglich Wetter dauerte es auch ein bisschen, bis von Kanada etwas zu erkennen war.


    Etwa 90 Minuten vor der geplanten Landung wurde noch ein Snack serviert.


    Währenddessen überholten wir einen A330 der Air Canada, laut Flightradar auf dem Weg von Genf nach Montreal. Die uns verfolgende Swiss von Zürich nach Montreal war auch zu erkennen, allerdings nicht im Bild einfangbar.


    Im Nordosten der USA zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite.


    Der Anflug wurde noch ein wenig verlängert, Aussage von Reihe 0 war, dass sich in Newark die Winde geändert hätten und die Flugsicherung nun erstmal neu sortieren müsste. Letztlich ging es aber aus nordöstlicher Richtung im schönsten Endanflug Richtung Newark.


    Die Landung erfolgte für den Flieger nach passend 7:47 Stunden Flugzeit. Die Fahrt zum Gate dauerte ein paar Minute, da wir zunächst warten musste, bis die Nachbarbahn gekreuzt werden durfte. Die Einreise war dank Global Entry sehr schnell erledigt.

    Für mich hieß es danach, ab zur Bushaltestelle und mit der 62 zur Newark Penn Station. Beim Versuch, an der Haltestelle herauszufinden, wie viel die Fahrt denn kosten würde, fuhr mir ein Bus vor der Nase weg. Die Antwort zu meiner Frage erhielt ich also erst beim Einsteigen: es sind $1,60. An der Newark Penn Station ließ ich zum angeschlossenen Hilton Hotel. Dies stellte dieses Jahr die beste Kombination aus Preis und Lage dar. Das Hotel bietet zwar einen Shuttle zum Flughafen an, allerdings muss man sich dazu wohl telefonisch melden. Ohne passende SIM kostet das Telefonat letztlich mehr als die $1,60 für den Bus.

    Check-In verlief zügig und ich konnte meine Sachen ins Zimmer bringen. Anschließend machte ich mich doch noch einmal Richtung Manhattan auf, denn auf eine Sache hatte ich mich schon länger gefreut und die ließ sich auch mit der späteren als ursprünglich geplanten Ankunftszeit umsetzen:


    Nach dem Abendbrot spazierte ich zurück zur PATH Station am World Trade Center und konnte noch ein paar erste Touri-Bilder machen.






    Danach fuhr ich mit dem PATH Train zurück nach Newark und begab mich alsbald ins Bett. Da ich nur das verlängerte Wochenende in New York bleibe, werde ich wieder versuchen, zeitig ins Bett zu kommen um eine Zeitumstellung weitestgehend zu vermeiden. Das hat dann auch zur Folge, dass die nachfolgenden Teile des Reiseberichts erst jeweils vorm Frühstück getippt werden.

  2. #2
    Master of the 737 Avatar von MrGroover
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    Standard

    Den folgenden Satz habe ich sicher schon einige Male in meinen Reiseberichten geschrieben... Nach Tippen des Reiseberichts ging es unter die Dusche und zum Frühstück. Der Frühstücksraum, bzw. das dem Hotel angeschlossene Restaurant, ist nicht sonderlich groß. An einer Seite ist ein Buffet aufgebaut, von dem man sich auch als Goldie ohne Einschränkung bedienen darf.

    Nach dem Frühstück beendete ich noch die letzten Detailplanungen für den Tagesablauf. Danach ging es wieder mit dem PATH-Train Richtung Manhattan. Ziel war der Pier 90, an dem mit der USS Arlington, ein amphibisches Transportdock, mein erstes Ziel für den Tag lag.


    Zu so früher Stunde war auf dem Schiff noch nicht viel los, so dass es ohne Wartezeit auf die relative überschaubare Tour ging. Hierbei handelte es sich wieder um eine Tour vom Typ "frei bewegen", sprich in dafür vorgesehenen Bereichen konnte man sich so lange aufhalten, wie man wollte. Ich habe mit dem Flugdeck angefangen.


    Von oben hatte man einen Blick auf den benachbarten Kanadier, einem Küstenpatrouillenschiff.


    Auf dem Flugdeck wurde auch etwas Ausrüstung ausgestellt. Darunter der bei den Kindern sehr beliebte, weil fernsteuerbare, Roboter für die Unterstützung bei der Bombenentschärfung.


    Anschließend ging es wieder ins Innere des Schiffs und herunter zum Welldeck.


    Das Luftkissenfahrzeug nochmal in groß.


    Fazit für die Tour: man hätte mehr daraus machen können. So wirklich viel gab es nicht zu sehen, weder an Bord des Schiffs, noch an mitgeführter Ausrüstung.

    Die HMCS Moncton besuchte ich im Anschluss. Kleines Schiff, also Boot, auf dem es auch nicht so sonderlich viel zu sehen gab. Hauptaufgabe ist Präsenz zeigen. Hier der Blick aufs Vorschiff.


    Nachdem ich alles gesehen hatte, spazierte ich zur nächstgelegenen Metrostation


    und fuhr nach einem Umstieg zum Bus in Brooklyn zum dortigen Cruise Terminal. Hier lag mit der USS Mitscher ein Zerstörer, den es ebenfalls zu besichtigen galt.


    Auf dem Schiff gab es Gruppenführungen von etwa 15 Leuten. Man durfte sich also nicht frei bewegen. Es wurden auch ausschließlich Sachen an Deck gezeigt, keine Chance ins Innere zu kommen. Hier zu sehen die 12,7 cm Knifte auf dem Vordeck.


    Anderer Blickwinkel auf die Knifte mit den Schiffsaufbauten im Hintergrund.


    Das VLS auf dem Vorderdeck. Wie der Name sagt, starten aus dem VLS die Raketen vertikal (VLS steht für Vertical Launching System). Bekanntester Vertreter der Raketen ist der Tomahawk Marschflugkörper.


    Das Schiff hat auch noch ein Helideck, verfügt allerdings über keinen Hangar an Bord. Das haben erst die neueren Zerstörer der Oskar Austin Unterklasse.


    Auch hier schade, dass es nichts vom Innenleben des Schiffs zu sehen gab.

    Für das letzte Ausflugsziel war eine ausgefeilte Kombination mehrerer Transportmittel nötig. Zunächst ging es mit dem Bus zurück zur Metro. Diese brachte mich innerhalb einer Station zurück nach Manhattan. Dort angekommen wechselte ich zur Staten Island Ferry. Ich habe auf der Überfahrt auf Bilder verzichtet, bisher war bei jedem meiner New York Besuche die Fahrt mit der Fähre dabei. Auf Staten Island angekommen, lief ich zum Homeport Pier, an welchem noch weitere Schiffe auf Besuch warteten. Zunächst ging es auf die USS Little Rock, ein Schiff für die Unterstützung für küstennahe Einsätze.


    Auch hier wieder die selbstgeführte Tour und endlich mal ein paar Innereien. Zunächst durfte der Hangar besichtigt werden.


    Danach ging es über ein paar weniger spannende Zwischenstationen zur Brücke. Okay, das Combat Information Center konnte zwar besichtigt werden, allerdings durften keine Fotos gemacht werden. Also nur die Brücke.


    Ein Detail, welches ich jetzt auch gern auf Arbeit umgesetzt hätte.


    Als letztes besuchte ich noch die USNS Maury, ein ozeanografisches Erkundungsschiff.


    Hauptaufgabe ist die Vermessung und Kartografierung der Weltmeere. Dafür ist allerhand Messtechnik an Bord und auch die Datenverarbeitung passiert teilweise gleich an Bord des Schiffs.


    Das Schiff hat auch ein Helideck. Dieses wird u.a. auch dafür genutzt, die Besatzung ein- und auszufliegen. Die Schiffe dieser Art sind eigentlich immer unterwegs und haben auch keinen festen Heimathafen.


    Die Erkundung der Maury geschah wieder in Gruppen. Da am Anfang gesagt wurde, dass die Führung insgesamt etwa 25 Minuten dauern würde, reduzierte sich die Gruppestärke letztlich auf überschaubare 8 bis 10 Leute. Für mich war es zum Abschluss des Tagesprogramms die beste Führung, denn insgesamt gab es allerhand zu sehen.

    Die zwei Boote der Küstenwache ließ ich aus und spazierte somit wieder zurück zur Staten Island Ferry. So ganz ohne Bilder ging es dann doch nicht, denn es drehten im richtigen Moment drei (Super-)Cobras eine Runde um die Freiheitsstatue.


    Mit einem Umstieg in Brooklyn ging es mit der Metro zur Houston Street. Dort hatte ich mich vor ziemlich genau einem Jahr mit tosc getroffen, der mit Katz's Delicatessen vorstellte.


    Das leckere Pastrami Sandwich verlangte nach Wiederholung.


    Gut gesättigt lief ich dann zum PATH Train an der 9. Straße zurück, stoppte allerdings noch im Whole Foods Market auf dem Weg dahin um ein paar Mitbringsel zu kaufen. Für den Abend hatte ich mir auch noch etwas aus der Getränkeabteilung mitgenommen.


    Im Großen und Ganzen bleibt ein etwas nüchternes Fazit. Ich habe ein paar weitere Schiffe besichtigt, allerdings waren die meisten Touren recht überschaubar. Positiv war aber, dass sich der Andrang in Grenzen hielt. Wahrscheinlich lag es daran, dass es Freitag war und die Schiffe auch gut in der Stadt verteilt liegen. Das macht es recht angenehm, wenn nicht ganz so viel los ist. So bekommt man auch eine Chance auf Bilder ohne unerwünschte Personendeko.

  3. #3
    Master of the 737 Avatar von MrGroover
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    Beitrag

    Der Samstag begann wie der Freitag mit Duschen vorm Frühstück und anschließender abschließender Ausflugsplanung für den Tag. Bei einigen Fleet Weeks ist auch gleichzeitig eine Flugshow. In New York ist das nicht der Fall, dennoch fand dieses Jahr eine Flugshow in der Nähe statt. Ort des Geschehens ist der Jones Beach auf Long Island, welchen man mit LIRR einigermaßen gut erreichen kann.

    Dazu sah mein Plan vor, mit PATH bis World Trade Center und von dort aus mit der Metro Linie E bis Jamaica zu fahren. Wer JFK kennt, weiß, dass es nicht nur ein Jamaica in der Karibik gibt. An der Station Jamaica stieg ich in den LIRR und fuhr bis Freeport. Von da aus gab es einen Shuttlebus zum Strand. Übrigens, der Shuttlebus verkehrt wohl nur im Sommer planmäßig, wurde aber an diesem Memorial Day Wochenende ebenfalls angeboten.

    Als ich am Strand gegen 12 Uhr ankam, lief die Flugshow bereits, so dass ich vom Anfang etwas verpasste. Darunter waren wohl auch die kanadischen Snowbirds. Die F-22 Raptor Demo war somit für mich also die erste Darstellung.


    Leider war das Licht alles andere als gut. Zum einen blickt man nach Süden, zum anderen fanden die Vorführungen weitestgehend über Wasser statt, so dass man immer ein wenig Dunst hat. Dazu kam eine dünne hohe Wolkenschicht.

    Die F-22 noch im Vorbeiflug mit hoher Geschwindigkeit. Schade, knapp zu langsam, um den Schallkegel der Schallmauer richtig zu sehen.


    Gemeinsamer Vorbeiflug der F-22 mit der P-51 Mustang.


    Es folgte eine Vorführung der Geico Skytypers. Normalerweise sind die fast unsichtbar im Himmel unterwegs, um Werbung zu schreiben. Diesmal gab es wieder eine Vorführung von ihnen.




    Außerdem war auch das Demoteam der Fallschirmspringer der US Army Golden Knights unterwegs. Ich habe diesmal nur deren Fokker C-31A Troopship abgelichtet.


    Es folgte zum Abschluss die Show der Blue Angels. Lead Solo #5 und Opposing Solo #6, zumindest in ein wenig besserem Licht.


    Lead Solo beim High Speed Pass.


    Und die anderen 4 im Formationsflug.


    Nach einem Absturz einer C-130T mit 16 Toten im letzten Jahr, sind alle C-130T vom Flugbetrieb freigestellt. Darunter ist dann auch ein Fat Albert. Die Navy ist wohl dran, eine C-130J als dauerhaften Ersatz für Fat Albert zu finden, allerdings ist noch offen, wann diese eintrifft und ob sie an den Shows teilnehmen wird. Schade, schade, Fat Albert war immer sehr nett anzuschauen.

    Die Flugshow an sich war jetzt nicht so toll. In der Zeit von 10 Uhr bis 15 Uhr wurden die relativ wenigen Teilnehmer zeitlich sehr lang gezogen. Andernorts wäre das gleiche Programm von 12 Uhr bis 15 Uhr durchgeführt wurden. Dazu kommt der Blick nach Süden übers Wasser, was leider keine guten Bilder ermöglichte.

    Aus vorgenannten Gründen habe ich das Ende der Blue Angels auch gar nicht mehr abgewartet. Ein weiterer Grund ist, dass die Show immer die gleiche ist. Zurück ging es also wieder mit dem Bus bis Freeport und von da aus mit LIRR bis zur New York Penn Station. In der Nähe sollte noch ein Black Burger sein, der allerdings geschlossen war. Ob dauerhaft oder nur für den Tag bzw. die Tageszeit war auf die Schnelle nicht erkennbar.

    Da ich nun aber gern noch einen Burger essen wollte, bin ich kurzerhand die 6th Ave. bis zur Canal Street spaziert. Für die Metro war ich für die knapp 4 km einfach zu geizig, zumal ich eh noch nicht so viele Schritte auf der Uhr hatte. Zur Belohnung gab es dann eine Double Texas Combo.


    Anschließend ging es wieder zu Fuß zur PATH Station am World Trade Center und zurück nach Newark. Im Umfeld des Hotels entdeckte ich noch einen Whole Foods Market, bei dem ich noch ein Bier für den Abend kaufen wollte. Aus mir unbekannten Gründen gab es in dem Whole Foods aber keinerlei Alkohol (der an der Houston St. hat immerhin Bier, aber keinerlei Wein oder Schnapps). Auch die Suche bei google maps blieb erfolglos, es scheint eine trockene Gegend zu sein.

    So zog ich mir noch eine Limo aus dem Automaten im Hotel und sortierte die Bilder des gestrigen Tages. Die Zeilen des Berichts wurden schon am heutigen Sonntag Morgen getippt. Für den Rückflug bin ich auch schon eingecheckt. Da dieser erst am späten Nachmittag geht, hatte ich noch nach einem Late Checkout um 13 Uhr und dem Shuttle gefragt. Beides ließ sich problemlos machen. Da heute beim Blick aus dem Fenster die Straßen nass ausschauen, bin ich froh, nicht nochmal los zu müssen, sondern bereits alles auf der Speicherkarte zu haben. Die letzten beiden Tage war es hier schön sonnig und mit 30°C angenehm warm.

    Da es morgen nach der Ankunft direkt zur Arbeit gehen soll, wird der letzte Teil des Berichts wohl erst am Abend eingestellt werden. Sofern ich dann nicht wegen Müdigkeit zeitig ins Bett falle...

  4. #4
    Erfahrenes Mitglied Avatar von ambodenbleiberin
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    Mit (sehr, sehr, sehr großem) Abstand gefallen mir die PS-Fotos (Path Station, Pastrami Sandwich) am besten. Damit kann ich was anfangen.


    Hab doch glatt vergessen zu schreiben: Wieder ein gut geschriebener Bericht.
    Geändert von ambodenbleiberin (28.05.2018 um 10:40 Uhr)

  5. #5
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    Danke für den super Bericht !

    Eine Detail-Frage - Du schreibst: "Die Erkundung der Maury geschah wieder in Gruppen. Da am Anfang gesagt wurde, dass die Führung insgesamt etwa 25 Minuten dauern würde, reduzierte sich die Gruppestärke letztlich auf überschaubare 8 bis 10 Leute." Waren die angekündigten 25 Min. den Besuchern, die dann kurzfristig abgesprungen sind, zu lang oder zu kurz?

  6. #6
    Master of the 737 Avatar von MrGroover
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    Beitrag

    Für den Sonntag war wie geschrieben nichts mehr geplant. Das Wetter war ja auch nicht so toll. Bis in den Vormittag hinein regnete es. Auf Facebook sah ich auch die Meldung, dass die Bethpage Airshow für Sonntag komplett abgesagt wurde. Dieses Jahr hatte ich mit dem Wetter also Glück.

    Kurz vor 13 Uhr checkte ich aus und ließ mich vom Shuttle zum Flughafen bringen. Beim Check-In war noch nicht viel los und auch an der Sicherheitskontrolle ging es zügig voran, so dass ich wenige Minuten später vor der Lounge stand. TSAPre war in Newark Terminal B nur die billigste aller Light Varianten. Lediglich die Schuhe durften anbehalten werden und es ging durch den Metalldetektor. Aber wie gesagt, da nur sehr wenig los war, wäre ein etwaiger Zeitvorteil marginal gewesen.

    In der Lounge aß ich noch etwas zum Mittag.


    Mein Plan war, im Flieger auf das Abendbrot zu verzichten und den Schlafversuch zu maximieren. Apropos Flieger, zur Zeit fliegt die A330 D-AIKB regelmäßig die Strecke zwischen Düsseldorf und Newark. Ich weiß schon gar nicht mehr, wann und wohin mein letzter Flug mit einem LH A330 ging. Von daher freute ich mich doch ein wenig darauf, zumindest den A330. Ich hatte auch während des Loungeaufenthalts regelmäßig nach der Sitzbelegung geschaut und hatte bis zum Ende Glück.


    Ja, der Rückflug war in Eco. Ich werde in zwei Wochen Gelegenheit haben, die Premium Eco auch auf einem Nachtflug (Spoiler: *hüst*) zu testen, habe aber ein wenig Bedenken. Zweier- oder Dreierplätze in Eco könnten doch minimal bequemer sein, als ein Sitz in Premium Eco, in dem man sich nicht gut zur Seite drehen kann.

    Am Gate nebenan stand noch eine alte Bekannte, auch wieder als LH402/403 unterwegs.


    Boarding begann pünktlich und war trotz guter Buchungslage schnell beendet. Es ging also mit zwei Minuten vor der Zeit weg vom Gate. Das brachte uns nur relativ wenig, denn wir durften noch ein paar Minuten bis zum Start warten. Grund war ganz einfach: in DUS darf erst ab 6 Uhr gelandet werden.

    Ich versuchte es mir nun auf meinen beiden Plätzen so einigermaßen bequem zu machen. Das klappte mehr schlecht als recht. Vom Abendbrot bekam ich nicht viel mit, aber ich hatte ja auch keinen Hunger. Schlafen gelang letztlich nicht wirklich, eher ein Dösen.

    Ungefähr 2 Stunden vor der Landung kam dann doch wieder ein wenig Unruhe in die Kabine. Zumindest bot sich vorm Fenster ein schönes Farbspiel, welches die Handykamera nicht wie das Auge abbildet.


    Das Frühstück nahm ich dann doch noch mit. So besonders war es nicht, zumindest umfangreicher als vor einem Jahr an Bord der Air Canada.


    Guten Morgen liebe Sonne.


    Die Region um Düsseldorf zeigte sich in voller Schönheit. Zugegeben, die Stimmung hatte dank des Lichts und des teilweise vorhandenen Dunsts in Bodennähe schon etwas, aber die vielen rauchenden Essen und Schlote?


    In DUS ging es schnell durch die automatisierte Einreise und wenige Schritte weiter in die Lounge. Für ein kleines Frühstück reichte es. Auffällig war wohl diesmal ich. Die meisten Gäste sind Montag Morgen im Anzug unterwegs, meiner einer in kurzen Hosen und T-Shirt.

    Am Gate stand auch schon unser Problemkind bereit. Dieses durfte in Düsseldorf übernachten, war damit aber wohl nicht ganz glücklich. Es gab zwei Verzögerungen beim Einsteigen. Zunächst das Problem, dass die Notausgangbeleuchtung nicht funktionierte und dann noch der letztlich erfolgreiche Lösungsversuch durch Batterietausch.


    Flieger auf der Strecke war fast voll. Ich war froh, dass es nun doch noch mit der kurzen Strecke im Log geklappt hatte.

    Wie heißt es unter den zwei sich so sehr liebenden Städten so schön? Über Köln lacht die Sonne ...


    ... über Düsseldorf... Alternativ auch andersherum, oder wahrscheinlich auch zwischen anderen Städtepaaren möglich.

    Mit ein wenig Verspätung landeten wir in Frankfurt. Bis ich nach dem Fußweg vom Gate und einem kurzen Boxenstopp das Gepäckband erreichte, wurde gerade mein Koffer ausgeworfen. Ich nehme mal stark an, dass es der einzige aus der Düsseldorf-Maschine war, blieb aber nicht so lang um es vollumfänglich zu monitorieren. Bevor es mit der S-Bahn Richtung Arbeit bin, legte ich noch einen Duschstopp in der Lufthansa Welcome Lounge ein. Auch diese hatte ich schon länger nicht mehr besucht.

    Das Wochenende war kurz, also der Urlaub, das Wochenende an sich ja nicht. Kurzzeitig hatte ich überlegt, ob man es nicht noch kürzer halten könne und bereits Samstagabend zurück fliegen hätte sollen. Letztlich schadet es aber nicht, doch noch ein wenig Puffer zu haben, bspw. wenn nicht erst am Sonntag das Wetter schlecht ist. Von der Fleet Week bleibt ein durchwachsenes Fazit. Auf der Positivseite stehen die bisher nicht besuchten Schiffe und das relativ wenig los war. Leider wurde nicht so sonderlich viel gezeigt, also auf den beiden großen Kähnen. Die USS Arlington hatte zur letztjährigen Kieler Woche mehr zugänglich. Die Flugshow hatte mir zumindest etwas die Zeit vertrieben, auch wenn es aus fototechnischer Sicht eher suboptimal war.

    Letztlich hat mir der Ausflug Spaß gemacht. Für so einen Kurztrip kann man ja problemlos die Mittelstrecke über den Teich auf sich nehmen. Ein abschließendes Fazit zur LH Premium Eco gebe ich noch nicht ab, da warte ich erst noch eine zweite Erfahrung ab. In Eco mit freiem Nebenplatz ließ es sich aber einigermaßen gut aushalten - für Eco. Und die LH-Langstrecke ab DUS habe ich nun auch noch ins Log schreiben können.

    Vielen Dank für die Begleitung auf einer weiteren Kurzreise. Nächstes Wochenende werde ich mal keinen Bericht abliefern. Erst die Woche darauf wird es wieder etwas geben. Ob es aber ein weiteres Kapitel der "Sinnlos im Luftraum"- oder "It's the season"-Serie wird, lasse ich noch offen. So ein ganz klein wenig Spannung darf dann doch noch sein. Bis dahin danke für die Danke.

  7. #7
    Master of the 737 Avatar von MrGroover
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    Zitat Zitat von StephanESS Beitrag anzeigen
    Waren die angekündigten 25 Min. den Besuchern, die dann kurzfristig abgesprungen sind, zu lang oder zu kurz?
    So wie es angekündigt wurde und den Gesichtern der abbrechenden Leute nach zu urteilen, war es denen zu lang. Die US Naval Ships sind schon etwas eher spezielles, haben sie doch nur selten und wenn dann wenige Helden an Bord.

    Zitat Zitat von ambodenbleiberin Beitrag anzeigen
    Mit (sehr, sehr, sehr großem) Abstand gefallen mir die PS-Fotos (Path Station, Pastrami Sandwich) am besten. Damit kann ich was anfangen.
    Pff, U-Bahn und Bemme mit Aufschnitt gibt es auch andernorts. Für das allein muss man ja nun nicht über den Teich hüpfen.

    Hab doch glatt vergessen zu schreiben: Wieder ein gut geschriebener Bericht.
    Ob ich das jetzt glauben soll?

  8. #8
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    Danke für den Bericht.
    MrGroover sagt Danke für diesen Beitrag.

  9. #9
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    Danke für den Bericht.

    Die großzügige erste Reihe der Eco (beim Hinflug, direkt hinter der Premium Eco) sollte die 23 sein?
    Habe ich nämlich für meinen nächsten LH Flug reserviert...

  10. #10
    Master of the 737 Avatar von MrGroover
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    Zitat Zitat von pzl64 Beitrag anzeigen
    Danke für den Bericht.

    Die großzügige erste Reihe der Eco (beim Hinflug, direkt hinter der Premium Eco) sollte die 23 sein?
    Nicht in der 747-8i, denn ich saß in Reihe 25. Gibt hier aber einen langen Thread zur PE, da findet sich sicherlich auch was zur Eco direkt dahinter.

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