Cateringbeladung nach Passagierstruktur?

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ANK660

Erfahrenes Mitglied
01.09.2009
3.603
103
Ich unterstelle nichts! Da aber fast alle Beiträge eine Berechnung blöd, falsch, .... finden kann man schon glauben, dass die jetzige Beladung nicht auf Datengrundlagen erfolgt, zumind. nicht auf Passagierdaten.
 

Ice_B

Erfahrenes Mitglied
22.11.2011
2.244
1
Münchener Outback
Weil es eine Verbesserung für die Passagiere wäre. Mehr Passagiere würden ihr Wunschessen bekommen oder auch am Ende des Fluges noch das gewünschte Getränk. Dabei müßte nicht mal mehr sondern weniger geladen werden aber eben schlauer.

Passagiere wären zufrieden und die Airline müßte weniger Essen in den Müll werfen und weniger sinnlos herumfliegen. Beide Seiten gewinnen dabei!

Der Punkt, dass man sich eben auch mal anders entscheiden kann ist ja schon angesprochen worden. Ebenso, dass man wohl niemandem in den Premiumkabinen sagen kann, dass er zu essen hat was auf den Tisch kommt. Was bleibt? Die graue Masse hinterm Vorhang. Da es unstreitig Statistiken und Erfahrungswerte gibt, was auf welchen Strecken gegessen wird ist also die Frage nach dem Sinn zu stellen. Vorab: Ich habe schon so oft hinten, letzte Reihe, "zwischen den Klos" gesessen und eigentlich in 95 Prozent der Fälle das Futter bekommen das ich wollte.

Daher also alles gut. Auf die Frage, ob man was geschmacklich verändern könnte gehen wir mal nicht ein. Ist auch unerheblich. Du hast von Win-Win Situation gesprochen. Da stellt sich natürlich die Frage, wie die Airline gewinnen soll? Man steckt also einiges an Geld in die "Marktforschung" um dann am Ende in der Holzklasse 300 Essen zu laden, aber 300 verschiedene. Vorher waren auch 300 Essen, aber nur 2 unterschiedliche. Wie es jetzt da zu einer Kostenersparnis kommen soll erschließt sich nicht ganz.

Und dann die Zufriedenheit der Kunden ebenso wieder Eco. Ich wage zu behaupten, dass dem Kunden ein leckeres Essen schmeckt, egal ob er es vorher ausgesucht hat oder ausgesucht wurde. Der Kunde ist satt, hat was getrunken, nen Film geschaut und der Arsch tut nicht nach 1 Stunde weh? Hervorragend, Ziel erreicht.
Alles andere ist Geld verplempern, da könnten die Junx im Cockpit auch das Fenster aufmachen und die Scheine einfach rausschmeissen.
 

Cappex

Erfahrenes Mitglied
14.05.2012
1.084
1
NUE
Nur eine verbindliche Vorauswahl würde das Problem lösen.

Und die funktioniert auf fakultativer Basis, mit geringem Aufpreis, oft sehr gut. Siehe bspw. KLM mit dem vorbestellbaren Menüs. Ich bin leider nicht firm mit den Gegebenheiten bei LH/LX aber könnte mir vorstellen, dass sowas auch existiert? Dann gibt es ja noch den Hack mit den Special-Meals.

ANK660, ich glaube man kann statistisch einiges optimieren. Die Frage ist hier weniger die Machbarkeit sondern die Rentabilität. Ein persönliches Profil für einen Passagier kann durchaus die Beladungsprezision positiv beeinflussen. Dieses zu erstellen und zu pflegen kostet aber viel, bei einem Vergleichbar geringen aufwand.
 

MisterG

Stein-Papier-Schere Profi
02.01.2012
10.555
7
Wien
Nur weil keine Auswahl mehr da ist für den letzten Gast heißt das nicht, dass es nur ein Essen pro Passagier gibt!
 
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stoffi_1980

Aktives Mitglied
16.11.2010
181
0
Ich denke viele hier verstehen ank660 nicht. Es geht nicht darum jedem sein Lieblingsessen zu servieren, sondern die Quantität der beispielsweise drei zur Verfügung stehenden Mahlzeiten optimal anzupassen, dass möglichst viele ihr Wunschessen erhalten können. Und sicherlich wird sich jemand umentscheiden und nicht seine übliche Wahl (steak) treffen. Aber ebenso ist es möglich, dass ein Salat-Mensch auf dem gleichen Flug mal ein steak isst und alles kompensiert sich. Es geht hier um eine statistische Betrachtung und nicht um die Realität.
Sicherlich werden solche Statistiken betrieben, wenn auch nicht im dem gewünschten Umfang und idealer Tiefe. Zwar könnte man die Unsicherheit bestimmt um einiges reduzieren aber viele Daten sind zu aufwändig um die zu erfassen, oder schlicht nicht zugänglich.
Denn die LH weiß ja nicht wie viele genau Salat essen mussten, nur weil kein steak mehr verfügbar war.
 
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ANK660

Erfahrenes Mitglied
01.09.2009
3.603
103
Es bekommt nicht jeder sein persönliches Lieblingsessen sondern es sollte einem möglichst gute Verteilung der beiden Essen (ECO) erfolgen, damit möglichst viele noch das Essen ihrer Wahl bekommen. Wenn schon 5 Reihen vor Ende eines der Essen ausgehtwerden viele nicht mehr das gewählte Essen bekommen.

Durch Anpassungen an die Passagiere könnte man da einiges Verbessern wie ich glaube. Viele Daten sind ja durch die Buchung vorhanden und ein einfügen einer groben Wahloption is M&M Profil kostet auch nicht die Welt.

So lange sich die Passagiere so zusammensetzen wie im durchschnitt wird die Beladung jetzt auch schon stimmen, sind aber jetzt auf einem Flug erheblich mehr Frauen oder Moslems (kein Schweinefleisch) müßte man die Beladung schon anpassen.

Ich wollte ja wissen ob da bei LH Anpassungen dannn erfolgen oder so wie immer beladen wird. Folge ist dann, dass noch mehr als normal nicht ihr Wunschessen bekommen.
 
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rotanes

Erfahrenes Mitglied
01.06.2010
7.016
6
HAM
Meines Wissens ist es so, dass wenn die C komplett ausgebucht ist, gibt es kein zusätzliches Essen und ich habe selbst schon erlebt das am Ende die Kunden in der Business keine Auswahl mehr hatten.

Bei der Swiss habe ich das meistens so erlebt, dass vorab die Statuspassagiere befragt werden, was sie gerne essen möchten und danach erst mit der allgemeinen Essenverteilung begonnen wird.
 

MisterG

Stein-Papier-Schere Profi
02.01.2012
10.555
7
Wien
... Statistiken ...

Der Kardinalfehler ist, hier von "Statistik" zu reden. Wir sind aber im Bereich der "Wahrscheinlichkeitstheorie". Das ist so wie im Casino - mittelt man über alle Roulette-Tische auf der ganzen Welt über ein Monat > dann kommt jede Zahl genau gleich oft. Trotzdem kann Deine Zahl, auf die Du setzt, den ganzen Abend nicht kommen!

Würde man derartige Berechnungen für die Ladung von Catering heranziehen, würde man genau so viele unzufriedene Passagiere haben. Aber das mit einem Maximum an Aufwand verbinden. Nicht einmal die Y im A380 ist groß genug, um mit "Statistiken" zu operieren!
 

Thomas_B

Erfahrenes Mitglied
31.05.2009
666
39
Mir würde es ja schon reichen wenn sie nach Typ des Flugs beladen. Hatte es jetzt zweimal, dass ich zum Ende eines Nachtflugs keinen frischen O-Saft mehr bekommen habe, weil zu wenig geladen war. Auf Nachfrage wurde mir erklärt, dass es beim Tagflug 20 Liter, beim Nachtflug 4 Liter für die C auf einer 744 gibt. Bei 60 Leuten in der C kann das doch nie reichen - tut's im Alltag lt FA auch nicht.
 

ANK660

Erfahrenes Mitglied
01.09.2009
3.603
103
Mit einem guten Systhem kann man vieles sehr genau vorausberechnen. Dafür sind sehr oft nur wenige Eingangsparameter notwendig. Es geht nur darum gute Zusammenhänge zu erkennen. Bei meinem Studium, ich studierte Forstwissenschaften, hatten wir sehr viel Statistik. Da spielten wir auch viele Beispiele aus dem täglichen Leben durch. Da gibts oft ganz kuriose Zusammenhänge die man nicht glauben würde. Man müßte nur nach den richtigen Variablen suchen, vermutlich würden zwei schon ausreichend sein. Geschlecht, Status, Nationalität, Buchungsweg, Bezahlungsart (Selbstzahler oder Firma), Bezahlticket oder Meilenflug,..... Man müßte es einfach nur testen. Wäre sicherlich im Zuge einer Diplomarbeit oder Dis für einen Statistiker recht gut umzusetzen. Die Kosten wären sicher auch nicht extrem. Wenn man es gut umsetzt könnte man die Kunden besser verköstigen und auch noch sparen, da man besser beladen kann.

Beispiele:
In der nur Vollzahler, kann man sicher weniger Essen und Alkohol laden als normal. Viele Meilenflieger sollte man eher mehr laden.

WICHTIG: Beispiel ist frei erfunden!!!
 

stoffi_1980

Aktives Mitglied
16.11.2010
181
0
Der Kardinalfehler ist, hier von "Statistik" zu reden. Wir sind aber im Bereich der "Wahrscheinlichkeitstheorie". Das ist so wie im Casino - mittelt man über alle Roulette-Tische auf der ganzen Welt über ein Monat > dann kommt jede Zahl genau gleich oft. Trotzdem kann Deine Zahl, auf die Du setzt, den ganzen Abend nicht kommen!

Würde man derartige Berechnungen für die Ladung von Catering heranziehen, würde man genau so viele unzufriedene Passagiere haben. Aber das mit einem Maximum an Aufwand verbinden. Nicht einmal die Y im A380 ist groß genug, um mit "Statistiken" zu operieren!

Und zur Bestimmung der einzelnen Wahrscheinlichkeiten benötigt man vorweg eine passende statistische Analyse. Denn so einfach wie im Casino ist das nicht. ;-)
 

economyflieger

Erfahrenes Mitglied
22.02.2010
4.977
1
Ostsee
Wenn niemand an seine eigene Vorauswahl gebunden ist, ist der planerische Nutzwert recht überschaubar. Dann musst Du nämlich trotzdem eine "Sicherheitsbeladung" machen, um der geschmacklichen Tagesform der Paxe Rechnung zu tragen.

Nur eine verbindliche Vorauswahl würde das Problem lösen.
Die Prööömium Paxe an ihre gewählte Menüfolge zu binden (Werbeslogan "Es wird gegessen was auf den Tisch kommt.") ist IMHO allerdings weder sinnvoll noch durchsetzbar.

Hast du und dreschen eigentlich die verbindliche Vorauswahl hinsichtlich der Getränke vereinbart?
 

MisterG

Stein-Papier-Schere Profi
02.01.2012
10.555
7
Wien
Und zur Bestimmung der einzelnen Wahrscheinlichkeiten benötigt man vorweg eine passende statistische Analyse. Denn so einfach wie im Casino ist das nicht. ;-)

Poah eh, das hätte ich nicht gedacht. Ich dachte immer statistische Auswertungen gibts einfach so im Internet.
Danke, ich hab es mir gleich in meinem schlauen Buch notiert - gleich neben "niemals gegen den Wind strullern!"
 

sehammer

Erfahrenes Mitglied
08.06.2011
7.886
3.392
LOWW / LOWG / LOGI / LOXZ / LOKW
Das Hauptproblem ist hierbei auch - wie in so vielen Dingen - sinngemäß die Friktion des Krieges nach Clausewitz.

Man kann alles planen, nur sobald der erste Schuss fällt (ergo der Service beginnt) ist es vorbei damit. Und sind es ganz banale Dinge wie der Pax der das Essen beim Sitznachbarn sieht und dann sein Special Meal nicht mehr haben will, die Kollegen die sich zufällig treffen und einen heben gehen oder aber ein OpUp-Glückspilz der auf seinem ersten Langstreckenflug in C gleich getränketechnisch aus dem Vollen fassen will.
 
Zuletzt bearbeitet:

flyGIG

Erfahrenes Mitglied
15.05.2012
296
0
GRU/MUC/DXB
Wer seine Stochastikkenntnisse überprüfen will, dem sei das Matheabitur (siehe hier) ans Herz gelegt, wo auf Seite 10 eine Aufgabe zum Thema Airline-Catering zu finden ist.

Wird denn irgendwo erfasst, wie viel auf welchem Flug übrig geblieben ist und welche Wünsche unbefriedigt geblieben sind? Aus diesen Erfahrungswerten kann man dann vernünftige Schlüsse ziehen.
 

MisterG

Stein-Papier-Schere Profi
02.01.2012
10.555
7
Wien
... Wird denn irgendwo erfasst, wie viel auf welchem Flug übrig geblieben ist und welche Wünsche unbefriedigt geblieben sind? Aus diesen Erfahrungswerten kann man dann vernünftige Schlüsse ziehen.

Nur durch sogenannte Nach-dem-Flug Erhebungen via e-mail und Onlinefragebogen. Aber ich denke die offenen Fragen werden nicht ausgewertet ...
 

ek046

Erfahrenes Mitglied
29.05.2013
3.450
1.052
Nur weil keine Auswahl mehr da ist für den letzten Gast heißt das nicht, dass es nur ein Essen pro Passagier gibt!


In der C sind es genau soviele Essen, wie es Paxe in C sind, da gibt es auch nochmal kurzfristige Änderungen Richtung LSG wenn es beladetechnisch noch passt (Upgrades etc.), manche zu kurzfristige Ugrades im Flieger enden auch in einem Economy Essen. In der F gibt es, solange nicht voll besetzt immer 1 Essen mehr, als Besetzung, wobei bei der F 1 Essen = Das gesamte Menü ist. In der Eco wird ein wenig drüber bestellt, denn die Crew möchte auch noch was essen und man möchte hier die 2er Auswahl für die Paxe etwas aufrecht erhalten. Was übrig bleibt geht dann an die Crew.
 

Tirreg

Rutscher des Grauens
08.03.2009
7.911
3.629
FRA
Mit einem guten Systhem kann man vieles sehr genau vorausberechnen. Dafür sind sehr oft nur wenige Eingangsparameter notwendig. Es geht nur darum gute Zusammenhänge zu erkennen. Bei meinem Studium, ich studierte Forstwissenschaften, hatten wir sehr viel Statistik. [...]

Beispiele:
In der nur Vollzahler, kann man sicher weniger Essen und Alkohol laden als normal. Viele Meilenflieger sollte man eher mehr laden.

Du kannst dich ja gerne als Airline-Consultant selbständig machen oder vllt. kann TAZO Dir einen Job vermitteln...

Das machen ja schon Leute, die Ahnung davon haben und der Split der Speisen wird nach Erfahrungswerten beladen. Bei 90 Business-Gästen gibt es nicht 30 x Steak, 30 x Fisch und 30 x die vegetarischen Nudeln. Die Erfahrung sagt dann bspw., dass man 50 Steaks, 30 Fisch- und 10 Nudelgerichte benötigt. Zudem wir immer etwas mehr beladen. Wenn nun trotzdem 50 Leute den Fisch wollen, dann bekommt halt nicht jeder seine Wahl.

In F wird trotzdem immer für alle alles beladen. Wir waren auf meinem letzten Flug 7 Gäste in F (2 Männer, 4 Frauen und ein geschätzt 10-jähriges Mädchen). Ausser mir hatten alle das Kalbsrahmgulasch - ich hatte die Seezunge. Das widerlegt ganz klar, dass Frauen eher etwas leichtes essen (gab auch noch irgendeine Poularde). 3 Gäste waren eine chinesische Familie, auch die aßen das deftige deutsche Essen. Auch wenig Rückschluss hinsichtlich Nationalität möglich. Trotzdem scheint also jedes Essen in F für jeden Gast einmal beladen zu sein, sonst hätte es wohl nicht für 6 Rahmgulasch bei 7 Passagieren gelangt.

Dein Meilenquatsch ist übrigens auch blödsinn. Trifft vllt. auf Dich zu, dass Du Dich vor Deinen Flügen intensivst vorbereitest und alles mitnehmen willst. Meine Meilen hingegen sind durch bezahlte C-Flüge generiert und wenn ich mal in F upgrade oder meinen Urlaub auf Meilen in F buche, verhalte ich mich nicht groß anders und muss mir die Kante geben oder die Etagère (die es nicht mehr gibt) wegfuttern.

Irgendwie bist Du trotzdem sehr beratungsresistent und beharrst auf Deine Meinung. Das wäre in etwa, als würde ich Dir erklären, dass man Bäume im Wald doch viel billiger einfach mit einem schweren Bagger umfahren kann und man auf der Jagd doch viel besser mit Maschinengewehren oder Granatwerfern trifft.
 
Zuletzt bearbeitet:

Star Alliance

Erfahrenes Mitglied
27.11.2011
396
29
MUC
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Um ganz ehrlich zu sein: die Frage des OP habe ich mir auch schon oft gestellt. Ich denke mal,
das da jede Airline ein eigenes Konzept hat. So einige Hintergrundinformationen von Insider waere schon mal interessant..