Surfen bei der Arbeit - Was sieht die EDV ?

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JURA_Ausbeuter

Erfahrenes Mitglied
23.09.2012
818
53
Norddeutschland
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Moin,

ich hätte da mal ne Frage, ich mache immer mal wieder ne kleine Pause von 10 Minuten (die anderen gehen rauchen ;)) und surfe dann im Netz. Bei uns gibt es keine Regelung zur privaten Nutzung des Internets.
Zur Info; die EDV Abteilung wurde bis auf eine Person rausgekickt und es gibt einen Vertrag mit einer externen Firma. Es sind bei uns keine Seiten (z. B. Facebook oder Youporn) gesperrt.

Kann die EDV "Abteilung" sehen auf welche Seiten ich wann zugreife?

MfG
 

Butterbrezel

Erfahrenes Mitglied
19.10.2012
386
0
Tübingen (STR)
ja kann sie und es wird bei uns auch geloggt wer was wie wo war.

Über eine Dienstvereinbarung ist die Nutzung bestimmter Seiten untersagt, diese sind aber wiederum nicht gesperrt.
 

darthvader

Erfahrenes Mitglied
04.11.2010
1.186
6
127.0.0.1
Falls Du auf Deinem Rechner die nötige Berechtigung zum Installieren von Programmen hast, kannst Du mit https://www.torproject.org/ der "IT" das Überwachen unmöglich machen. Sie sehen lediglich dass Du Datenmenge x zu anderen Proxies geschickt hast.
Es gibt noch viele andere Dienste, die ähnliches leisten.

Ob und wie das aus rechtlicher Sicht hilfreich oder schädlich ist, kann ich nicht sagen.
 

JURA_Ausbeuter

Erfahrenes Mitglied
23.09.2012
818
53
Norddeutschland
Falls Du auf Deinem Rechner die nötige Berechtigung zum Installieren von Programmen hast, kannst Du mit https://www.torproject.org/ der "IT" das Überwachen unmöglich machen. Sie sehen lediglich dass Du Datenmenge x zu anderen Proxies geschickt hast.
Es gibt noch viele andere Dienste, die ähnliches leisten.

Ob und wie das aus rechtlicher Sicht hilfreich oder schädlich ist, kann ich nicht sagen.

Jau, das würde gehen, klasse! :D
 
A

Anonym38428

Guest
Relevant ist in erster Linie die rechtliche Seite - was die EDV sehen kann und darf sind 2 Paar Schuhe. Solange die private Nutzung erlaubt oder wie hier zumindest geduldet wird, ist der rechtliche Rahmen überschaubar in dem ein EDV Mitarbeiter "schauen" darf, was du machst. Ianal.
 

kexbox

Erfahrenes Mitglied
04.02.2010
6.603
4.119
Düsseldorf
www.drboese.de
Oder Jurist im IT/IP-Recht...

Immer wieder putzig, wenn die Großbude ihren Juristen mit den hochvertraulichen Mandaten das Internet abdichtet. Um es dann aber auf Anfrage von IP/IT wieder zu öffnen.


----

Zum "Mitlesen": Wenn private Nutzung erlaubt ist, ist so fast jeder Zugriff auf die übertragenen Daten / Logfiles oder auch Screenshottools rechtswidrig. Das geht dann übrigens auch in die strafrechtliche Schiene. Wenn private Nutzung nicht erlaubt ist, sind die Überwachungsmöglichkeiten - zumindest für Stichproben (und genau so wird man das später auch drehen) - deutlich besser.

Ich nutze für private Angelegenheiten vornehmlich mein Notebook mit UMTS Internetzugang.
 

pumpuixxl

Erfahrenes Mitglied
28.07.2010
3.451
88
Oder Jurist im IT/IP-Recht...

Immer wieder putzig, wenn die Großbude ihren Juristen mit den hochvertraulichen Mandaten das Internet abdichtet. Um es dann aber auf Anfrage von IP/IT wieder zu öffnen.


----

Zum "Mitlesen": Wenn private Nutzung erlaubt ist, ist so fast jeder Zugriff auf die übertragenen Daten / Logfiles oder auch Screenshottools rechtswidrig. Das geht dann übrigens auch in die strafrechtliche Schiene. Wenn private Nutzung nicht erlaubt ist, sind die Überwachungsmöglichkeiten - zumindest für Stichproben (und genau so wird man das später auch drehen) - deutlich besser.

Ich nutze für private Angelegenheiten vornehmlich mein Notebook mit UMTS Internetzugang.
Wie sieht das denn aus, wenn es keine Regelung gibt, also eine private Nutzung weder explizit erlaubt noch verboten ist?
 

TheDude666

Erfahrenes Mitglied
02.05.2012
2.543
451
ARN
Die EDV sieht, wenn Sie ihren Job macht, alles! Und damit meine ich alles. Ich würde dem AG nicht so ans Bein pinkeln und mir Anonymisierungs- und Verschleierungssoftware auf dem Rechner installieren, denn das hinteläßt einen ganz anderen Eindruck als nur mal eben 10 min zu surfen.

Wobei ich die Diskussion im Jahr 2014 nicht mehr verstehe. Nahezu jeder hat ein Smartphone oder sogar ein Tablet. Warum den privaten Gedöns nicht dort erledigen?
 

Lennart

Erfahrenes Mitglied
22.07.2010
3.375
37
DUS
Wobei ich die Diskussion im Jahr 2014 nicht mehr verstehe. Nahezu jeder hat ein Smartphone oder sogar ein Tablet. Warum den privaten Gedöns nicht dort erledigen?

Ich verstehe die Diskussion im Jahr 2014 auch nicht mehr. Aber anders: Warum nicht dem Mitarbeiter vertrauen? Wenn seine Leistung stimmt, ist es doch völlig wurscht, wie oder wann oder wo er das macht.
 
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Anonym38428

Guest
Ich verstehe die Diskussion im Jahr 2014 auch nicht mehr. Aber anders: Warum nicht dem Mitarbeiter vertrauen? Wenn seine Leistung stimmt, ist es doch völlig wurscht, wie oder wann oder wo er das macht.

Das hat Einschränkungen wenn es in den strafrechtlichen Bereich geht. Weiterer Punkt ist die Sicherheit der EDV Infrastruktur, da die Einfallsmöglichkeiten für Viren mit beim Surfen auf diversen "Schweinskram" Seiten deutlich steigen. Nur 2 von vielen Argumenten ...
 
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TheDude666

Erfahrenes Mitglied
02.05.2012
2.543
451
ARN
Das hat Einschränkungen wenn es in den strafrechtlichen Bereich geht. Weiterer Punkt ist die Sicherheit der EDV Infrastruktur, da die Einfallsmöglichkeiten für Viren mit beim Surfen auf diversen "Schweinskram" Seiten deutlich steigen. Nur 2 von vielen Argumenten ...
Richtig. Meiner bescheidenen Erfahrung nach kann man den gesunden Menschenverstand in IT-Fragen beruhigt beiseite schieben, denn jeder c´t Leser hält sich für den IT-Gott und meint die IT zu verstehen. Daraus resultieren dann eben eigenmächtige Entscheidungen wie die Installation von Anonymisierungs- oder Cloud-Diensten. Ich bin der Meinung das ein einzelner Mitarbeiter in irgendeiner Non-IT-Abteilung überhaupt nicht in der Lage ist das große Ganze zu überblicken. Genau deshalb gibt es ja i.d.R. eine IT-Abteilung oder einen IT-Beauftragten.

Ich kenne leider Mitarbeiter in größeren Unternehmen die aus Ihrem eigenen Budget Server und Clients beschaffen (inkl. einem ungesicherten DSL-Anschluss) nur weil denen der IT-Overhead too much ist. Viel Erfolg wenns mal im Netzwerk knallt oder relevante Firmendaten entwendet wurden...
 
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Lennart

Erfahrenes Mitglied
22.07.2010
3.375
37
DUS
Es geht ja nicht darum, dass man Software installieren darf. Aber ein sauber konfigurierter Firefox mit NoScript und so sollte doch recht sicher sein, oder?
 
A

Anonym38428

Guest
Es geht ja nicht darum, dass man Software installieren darf. Aber ein sauber konfigurierter Firefox mit NoScript und so sollte doch recht sicher sein, oder?

Da gehts ja schon los. Was ist der Standardbrowser des Unternehmens? Wie wird der aktualisiert? Usw. Der tollste Firefox mit Noscript taugt nix, wenn er nicht auch aktuell ist. Wenn sich ein Mitarbeiter den nun selbst installiert ... macht er Updates? Wann?

Installation von Software auf Firmenrechnern hat die IT zu machen und kein Anwender.