HART.ARBEITENDE.MENSCHEN

ANZEIGE

Ice_B

Erfahrenes Mitglied
22.11.2011
2.244
1
Münchener Outback
Das ist mir jetzt etwas zu allgemein. Wer sind denn "Leute"? Man muß sich schon den Einzelfall ansehen. Leute und auch Nationen können ihr Verhalten ja auch durchaus ändern. Im Falle der Südeuropäer scheint es ja durchaus ein heilsamer Schock gewesen zu sein, kurz am Kollaps vorbeigeschrammt zu sein, die Hilfen waren ja auch an Bedingungen geknüpft, und im Moment sind in der Tat deutliche Verbesserungen zu erkennen. Wie lange die anhalten werden, ist die andere Frage. Im Moment macht mir Deutschland allerdings mehr Sorgen als Italien oder Spanien: Kaum ist man nahe am ausgeglichenen Haushalt, werden schon wieder die Spendierhosen angezogen, statt die Schulden mal deutlich herunterzufahren, und sei es nur, um wieder Spielraum zu haben, wenn 'mal wieder schlechtere Zeiten kommen. Bin 'mal gespannt, wann die ersten Politiker hervorgekrochen kommen und sagen, das mit der Schuldenbremse sei ja alles gar nicht so gemeint gewesen, gar nicht sinnvoll, blablabla.

Dem zweiten Teil hinsichtlich Deutschland Stimme ich zu. Jedoch kann ich keine Verbesserungen im Süden erkennen. Im Gegenteil, extreme Jugendarbeitslosigkeit, die Griechen haben jetzt einen höheren Schuldenstand als vor der Krise, die "Sünder" können sich nur durch Versprechungen der EZB am "freien Markt" mit Geld versorgen, der Primärüberschuss der Griechen konnte eigentlich nur durch Bilanzfälschung erwirtschaftet werden, Staaten übernehmen den Schrott der Banken und werden dafür durch den ESM gestützt, ... Oder habe ich was übersehen?
Jedenfalls ist das der Grund, warum wir uns, in die Zukunft blickend, wirklich keine Gedanken um die Rente machen müssen, da es diese so bald nicht mehr geben wird.
 
  • Like
Reaktionen: NCC1701DATA

Worldwide

Erfahrenes Mitglied
08.07.2013
801
1
Das Vertrauen in EUR und USD habe ja zwei Gründe:

Die Wirtschaftskraft der westlichen Welt und deren riesigen Märkte, die insbesondere China dazu bringe, ihre Währung nicht zu stark aufwerten zu lassen bzw. defacto an den Dollar zu koppeln, um dort teilnehmen zu können. Und die Militärpower insbesondere der USA, die überall Respekt einflöße.

Kommt man zu diesem Schluss immer noch, wenn man sich heute z.B. die Binnenmärkte in China und Indien und deren Entwicklung, die russische Wirtschaft, die sich kürzlich komplett schuldenfrei gemacht hat oder z.B. die Militärbudgets in China und Russland und deren Operationen in letzter Zeit ganz genau anschaut? Vielleicht.

Kommt man zu dem Schluss wohl auch in 10 Jahren noch?

Wenn nein wird's wohl eher ein schleichender Übergang, so wie in Anfängen schon stattfindend, den weite Teile vielleicht zunächst gar nicht bemerken. Solche Anachronismen wie das Rentengeschenk wird es dann absehbar aber nicht mehr geben. In den USA sind ja zumindest Tendenzen erkennbar, sich zu wappnen, z.B. Reindustrialisierung, Fracking, Rohstoffexport. Wird in der EU wohl auch kommen.
 

GoldenEye

Erfahrenes Mitglied
30.06.2012
13.188
534
Dem zweiten Teil hinsichtlich Deutschland Stimme ich zu. Jedoch kann ich keine Verbesserungen im Süden erkennen. Im Gegenteil, extreme Jugendarbeitslosigkeit, die Griechen haben jetzt einen höheren Schuldenstand als vor der Krise, die "Sünder" können sich nur durch Versprechungen der EZB am "freien Markt" mit Geld versorgen, der Primärüberschuss der Griechen konnte eigentlich nur durch Bilanzfälschung erwirtschaftet werden, Staaten übernehmen den Schrott der Banken und werden dafür durch den ESM gestützt, ... Oder habe ich was übersehen?
Jedenfalls ist das der Grund, warum wir uns, in die Zukunft blickend, wirklich keine Gedanken um die Rente machen müssen, da es diese so bald nicht mehr geben wird.

Zu den einzelnen Punkten:
+ Jugendarbeitslosigkeit: Niemand glaubt diese Zahlen, am allerwenigsten die Spanier selber. Die J.A. ist hoch, aber bei weitem nicht so hoch wie offiziell ausgewiesen. Und noch wichtiger: Sie beginnt zu sinken. In den USA wollte es auch erst keiner glauben, als die Arbeitslosigkeit zu sinken begann, heute gibt es bereits Arbeitskräftemangel. Und Frau Yellen werden sehr bald die Argumente ausgehen, warum sie die Zinsen immer noch nicht erhöht. Europa ist halt im Zyklus wie immer 4-6 Quartale hinter den Amis.
+ Schuldenstand: Wie schon in #46/#47 erläutert, es kommt nicht auf den Schuldenstand an sondern auf die Höhe und Tragbarkeit der Zinsen.
+ Primärüberschuß: Das hatten wir schon einmal diskutiert, Du hast das falsch verstanden: Genau das ist ja die Definition von Primärüberschuß, daß Zinszahlungen nicht berücksichtigt werden (übrigens, wenn schon, dann nicht Bilanz sondern GuV!).
+ Schrott: Und mit dem Schrott machen die Staaten ein gutes Geschäft. Gerade hat die britische "bad bank" wieder berichtet, daß 6,5 Mrd. GBP an den Staat zurückfließen. And there is more to come.

Ich sage nicht, daß alles in Butter sei, aber fatalistisch muß man auch nicht werden.
 
  • Like
Reaktionen: 1 Person

Ice_B

Erfahrenes Mitglied
22.11.2011
2.244
1
Münchener Outback
Zu den einzelnen Punkten:
+ Jugendarbeitslosigkeit: Niemand glaubt diese Zahlen, am allerwenigsten die Spanier selber. Die J.A. ist hoch, aber bei weitem nicht so hoch wie offiziell ausgewiesen. Und noch wichtiger: Sie beginnt zu sinken. In den USA wollte es auch erst keiner glauben, als die Arbeitslosigkeit zu sinken begann, heute gibt es bereits Arbeitskräftemangel. Und Frau Yellen werden sehr bald die Argumente ausgehen, warum sie die Zinsen immer noch nicht erhöht. Europa ist halt im Zyklus wie immer 4-6 Quartale hinter den Amis.

Ich bin auch kein Freund von Statistiken, aber warum führen wir sie dann? Mag der sinkende Arbeitslosigkeitsstand auch daran liegen, dass viele ihr Glück woanders versuchen?


+ Schuldenstand: Wie schon in #46/#47 erläutert, es kommt nicht auf den Schuldenstand an sondern auf die Höhe und Tragbarkeit der Zinsen.

Hatten wir schon, das stimmt. Aber außerhalb des "Vertrauens" ist da nichts tragbar. Trotz Schuldenschnitten, Hilfspakten und sinkender und streckbarer Zinszahlungen steigt der Schuldenstand. Mehr als "guten Willen" zu bekunden hat man in GRC also nicht geschafft.


+ Primärüberschuß: Das hatten wir schon einmal diskutiert, Du hast das falsch verstanden: Genau das ist ja die Definition von Primärüberschuß, daß Zinszahlungen nicht berücksichtigt werden (übrigens, wenn schon, dann nicht Bilanz sondern GuV!).

Der Primärüberschuss entstand dadurch, dass man "Einmaleffekte" einfach herausgerechnet hat. Wäre schön, wenn das jeder könnte. Außerdem ist schlicht egal ob Bilanz oder GuV. Es war sinnbildlich gemeint für das gegenwärtige Schönrechnen der Situation.


+ Schrott: Und mit dem Schrott machen die Staaten ein gutes Geschäft. Gerade hat die britische "bad bank" wieder berichtet, daß 6,5 Mrd. GBP an den Staat zurückfließen. And there is more to come.

Nur weil etwas Kohle zurückfließt heißt das nicht, dass es ein gutes Geschäft ist. Mal die Gegenleistungen mit eingerechnet reden wir über Summen, da wird's mir schwindelig. Außerdem werden die Toten am Ende der Schlacht gezählt.


Ich sage nicht, daß alles in Butter sei, aber fatalistisch muß man auch nicht werden.

Ich sagte schon mal, es wäre schön, wenn ihr Recht behaltet, aber allein die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Hinsichtlich Griechenland ist die Messe gelesen. Da ist nix mehr zu holen und es wäre besser vor dem nächsten Paket einfach den Abdecker zu bestellen. Aber jetzt kommen die Franzosen ...
 
  • Like
Reaktionen: NCC1701DATA

GoldenEye

Erfahrenes Mitglied
30.06.2012
13.188
534
Ich bin auch kein Freund von Statistiken, aber warum führen wir sie dann? Mag der sinkende Arbeitslosigkeitsstand auch daran liegen, dass viele ihr Glück woanders versuchen?

Ich habe nicht gesagt, daß ich kein Freund von Statistiken bin. Ich sage nur, daß man vorsichtig bei ihrer Interpretation sein muß.



Hatten wir schon, das stimmt. Aber außerhalb des "Vertrauens" ist da nichts tragbar.

Doch, weil das Vertrauen ja auch die höhe des Zinssatzes mitbestimmt. Was ist denn eher tragbar? 10% Zinsen auf 50% Schulden, oder 0,8% Zinsen (Beispiel Japan) auf 200% Schulden?

Trotz Schuldenschnitten, Hilfspakten und sinkender und streckbarer Zinszahlungen steigt der Schuldenstand.

Solange das BSP fällt ist das auch kein Wunder. Dieses Jahr dürfte es in GR aber erstmals leicht steigen, und dann geht es mit dem Schuldenstand in die andere Richtung. Man wird wohl nochmal den Zins reduzieren und die Schulden weiter strecken, aber einen "echten" Schuldenschnitt wird es nicht mehr geben. Aus heutiger Sicht. Außer natürlich, der linke Spinner kommt an die Macht, dann sieht es wieder anders aus.

Nur weil etwas Kohle zurückfließt heißt das nicht, dass es ein gutes Geschäft ist. Mal die Gegenleistungen mit eingerechnet reden wir über Summen, da wird's mir schwindelig. Außerdem werden die Toten am Ende der Schlacht gezählt.

Meine Rede. Und wie ich schon oft sagte, diese Bilanz wird viel besser aussehen, als viele glauben. Aber darüber redet man als Politiker natürlich nicht gern.
 
N

no_way_codeshares

Guest

sind die Griechen jetzt auch "arabischstämmig" oder hast Du die "Gegen Alles" Threads verwechselt?
Wobei Deine Beiträge in selbigen meist durchaus Substanz haben und zumindest zu einer sachlichen Diskussion beitragen.
 

somkiat

Erfahrenes Mitglied
30.05.2013
5.913
4.819
Gummersbach
Kann schon längst nicht mehr folgen . Es ging mir darum , daß sich die Ministerin Andrea stellvertretend für viele andere ihres Gewerbes an der Verkündung von Heilsbotschaften zugunsten der HART ARBEITENDEN MENSCHEN ergötzt und zu erloitern vergißt , daß den ganzen Scheiß der andere HART ARBEITENDE MENSCH bezahlen muß und die Knete nicht aus der Tiefe des Raumes kommt .
 

EuroHon

Erfahrenes Mitglied
28.04.2009
1.140
251
Stimmt. Argentinien ist mit 40% Schulden Pleite gegangen, weil keiner mehr Vertrauen hatte, Japan hat 200% Schulden, und der Markt vertraut weiterhin, daß sie es zurückzahlen werden.

JGB's werden zum größten Teil von Japaner gehalten, Argentinien war nahezu ausschließlich extern verschuldet. Das kann man nicht vergleichen.

Die Staatsverschuldung wird in Relation zum BIP gemessen. Wenn man die Schulden (implizite und explizite) der Staaten man in Relation zum BIP oder gerne auch zu den Steuereinnahmen sieht, sieht es oftmals auch ganz anders aus.
Bsp. Luxembourg, 19% Staatsverschuldung. Wenn man impliziten Schulden in Relation zum BIP nimmt sind es 1100%!
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reaktionen: Langstrecke

GoldenEye

Erfahrenes Mitglied
30.06.2012
13.188
534
JGB's werden zum größten Teil von Japaner gehalten, Argentinien war nahezu ausschließlich extern verschuldet. Das kann man nicht vergleichen.

Die Staatsverschuldung wird in Relation zum BIP gemessen. Wenn man die Schulden (implizite und explizite) der Staaten man in Relation zum BIP oder gerne auch zu den Steuereinnahmen sieht, sieht es oftmals auch ganz anders aus.
Bsp. Luxembourg, 19% Staatsverschuldung. Wenn man impliziten Schulden in Relation zum BIP nimmt sind es 1100%!

zu 1) Natürlich kann man es vergleichen, Du hast es ja soeben getan. Und Du kommst zu dem Ergebnis, daß Argentinien eine hohe Auslandsverschuldung hatte, Japan dagegen nicht. Und die Schulden der Eurozone hält überwiegend...wer? :idea:

2) Bezieht man die impliziten Schulden mit ein, sieht welches Land der Eurozone mit am Besten aus? Man lese und staune: Italien. Und mit Lux. hast Du Dir natürlich den schlechtesten Kandidaten herausgepickt.
 

LHFan

Erfahrenes Mitglied
13.06.2011
2.196
0
Jetzt mal ganz ehrlich die HART ARBEITENDEN MENSCHEN bekommer ihr Geld in Zukunft von HÄRTER ARBEITENDEN MENSCHEN - sozusagen vom HAM 2.0
 

Langstrecke

Erfahrenes Mitglied
31.08.2013
11.646
10.858
LEJ
Ich drehe jetzt das alles mal um und betrachte das Thema von einer anderen Seite.
Bildung, also Schule und Studium sind in diesem Land frei.
Wie wäre es, wenn Studenten in Zukunft ihr Studium selbst finanzieren.
Je nach Studiengang sind das zwischen 20.000€ und 40.000€.
Euer Studium wird von den HART ARBEITENDEN MENSCHEN mitfinanziert und ermöglich den Studienabgängern eine Berufswahl mit wesentlich besseren Einkommen als Geringverdienern. Also wie wäre es?? Allerdings könnt ihr euch dann eure C+F-Tickets erst etwas später leisten.

Mit ist klar, dass jetzt Unverständnis bei dem einen oder anderen geweckt wurde.
Der Vorschlag ist aber nur konsequent.
Ich verzichte als ehemals Besserverdienender auf jede Renten/Pensionserhöhung sowie einen Teil meiner einkünfte aus diesem Pott und die Jungspunte zahlen ihr Studium in Zukunft selbst.
Wer das System des Sozialstaates nicht verstanden hat und der Meinung ist, das der Mindestlohn und die Renten ab 63/65 nicht gerecht sind, der sollte meinem Vorschlag folgen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reaktionen: ichundou

LHFan

Erfahrenes Mitglied
13.06.2011
2.196
0
Ich drehe jetzt das alles mal um und betrachte das Thema von einer anderen Seite.
Bildung, also Schule und Studium sind in diesem Land frei.
Wie wäre es, wenn Studenten in Zukunft ihr Studium selbst finanzieren.
Je nach Studiengang sind das zwischen 20.000€ und 40.000€.
Euer Studium wird von den HART ARBEITENDEN MENSCHEN mitfinanziert und ermöglich den Studienabgängern eine Berufswahl mit wesentlich besseren Einkommen als Geringverdienern. Also wie wäre es?? Allerdings könnt ihr euch dann eure C+F-Tickets erst etwas später leisten.

Mit ist klar, dass jetzt Unverständnis bei dem einen oder anderen geweckt wurde.
Der Vorschlag ist aber nur konsequent.
Ich verzichte als ehemals Besserverdienender auf jede Renten/Pensionserhöhung und die Jungspunte zahlen ihr Studium in Zukunft selbst.
Wer das System des Sozialstaates nicht verstanden hat, der sollte meinem Vorschlag folgen.

Ich glaube du hast die Kritik nicht verstanden. Keiner zweifelt den Nutzen eines Sozialstaates an - was angezweifelt wird ist auf welche Art und Weise dieser von den Politikern finanziert wird.

Ich habe weiter oben bereits geschrieben das Menschen mit geringen Einkommen entlastet werden müssen - und auch die Unternehmen die diese Einkommen bezahlen müssen. Im Umkehrschluß müssen nicht Besserverdiener mehr einzahlen, sondern es würde reichen wenn bestimmte Vergünstigungen für Besserverdiener wegfallen. Ich rede von Vergünstigungen. Und es muss Unternehmen unmöglich gemacht werden Gewinne zu verlagern.
 

Langstrecke

Erfahrenes Mitglied
31.08.2013
11.646
10.858
LEJ
Ich glaube du hast die Kritik nicht verstanden. Keiner zweifelt den Nutzen eines Sozialstaates an - was angezweifelt wird ist auf welche Art und Weise dieser von den Politikern finanziert wird.

Ich habe weiter oben bereits geschrieben das Menschen mit geringen Einkommen entlastet werden müssen - und auch die Unternehmen die diese Einkommen bezahlen müssen. Im Umkehrschluß müssen nicht Besserverdiener mehr einzahlen, sondern es würde reichen wenn bestimmte Vergünstigungen für Besserverdiener wegfallen. Ich rede von Vergünstigungen. Und es muss Unternehmen unmöglich gemacht werden Gewinne zu verlagern.

Deinen Argumenten stimme ich voll zu. Warum fühlst du dich denn angesprochen, hast doch keinen Grund??
Mir ging es um die extremen Meinungen nach dem Motto "Friss oder Stirb" oder "jeder ist für sich selbst verantwortlich" etc. alle diese Phrasen von Schlaubergern, zu denen ich dich hier nicht zähle.:)
 

GoldenEye

Erfahrenes Mitglied
30.06.2012
13.188
534
Ich drehe jetzt das alles mal um und betrachte das Thema von einer anderen Seite.
Bildung, also Schule und Studium sind in diesem Land frei.
Wie wäre es, wenn Studenten in Zukunft ihr Studium selbst finanzieren.
Je nach Studiengang sind das zwischen 20.000€ und 40.000€.
Euer Studium wird von den HART ARBEITENDEN MENSCHEN mitfinanziert und ermöglich den Studienabgängern eine Berufswahl mit wesentlich besseren Einkommen als Geringverdienern. Also wie wäre es?? Allerdings könnt ihr euch dann eure C+F-Tickets erst etwas später leisten..

1) Betrachtet man die Steuern, die diese "Besserverdienenden" nach dem Studium im Laufe ihres Lebens bezahlen, ist der return on investment auf diese 20k-40k gigantisch und das Ganze für "den Steuerzahler" ein Bombengeschäft.

2) Der Hart.Arbeitende.Mensch endet ja in der Definition von Nahles&Co bei 1200,- brutto, und diese Gruppe zahlt ja gerade keine Steuern. Die Ausbildung künftiger "Besserverdiener" wird also durch heutige "gut ausgebildete Besserverdiener" finanziert, und nicht durch die H.A.M..

=> Vorschlag: Künftig finanziert jeder sein Studium selbst, wird aber dann anschließend nicht anhand seines Einkommens besteuert, sondern mit dem selben Steuersatz wie ein HAM. Wie wär's?
 
  • Like
Reaktionen: crossfire

Langstrecke

Erfahrenes Mitglied
31.08.2013
11.646
10.858
LEJ
1) Betrachtet man die Steuern, die diese "Besserverdienenden" nach dem Studium im Laufe ihres Lebens bezahlen, ist der return on investment auf diese 20k-40k gigantisch und das Ganze für "den Steuerzahler" ein Bombengeschäft.

2) Der Hart.Arbeitende.Mensch endet ja in der Definition von Nahles&Co bei 1200,- brutto, und diese Gruppe zahlt ja gerade keine Steuern. Die Ausbildung künftiger "Besserverdiener" wird also durch heutige "gut ausgebildete Besserverdiener" finanziert, und nicht durch die H.A.M..

=> Vorschlag: Künftig finanziert jeder sein Studium selbst, wird aber dann anschließend nicht anhand seines Einkommens besteuert, sondern mit dem selben Steuersatz wie ein HAM. Wie wär's?

Ich sag doch, ....System des Sozialstaates nicht verstanden.
 

LHFan

Erfahrenes Mitglied
13.06.2011
2.196
0
Deinen Argumenten stimme ich voll zu. Warum fühlst du dich denn angesprochen, hast doch keinen Grund??
Mir ging es um die extremen Meinungen nach dem Motto "Friss oder Stirb" oder "jeder ist für sich selbst verantwortlich" etc. alle diese Phrasen von Schlaubergern, zu denen ich dich hier nicht zähle.:)

Weil du direkt unter meinen Post geantwortet hast. "Jeder ist für sich selbstverantwortlich" ist genauso dämlich wie "Es ist ja genug für alles Geld da".

Die HAM 2.0 sind vor allen kleine und mittelständlerische Unternehmen in D, die alles schultern sollen. Während sie von LH und den Politikern als Zitronen betrachtet werden und von den Managern der internationalen Konzerne ausgelacht werden.

Schau dir welche Industrien in der Zwischenzeit in Deutschland nicht existent sind, weil eben genau diese Kombination zur Vernichtung geführt hat. (Ok Banken spielen auch nich eine Rolle).

Welche internationalen Konsumerprodukte werden den noch in Deutschland hergestellt? Autos OK und dann?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reaktionen: GoldenEye

Langstrecke

Erfahrenes Mitglied
31.08.2013
11.646
10.858
LEJ
Weil du direkt unter meinen Post geantwortet hast. "Jeder ist für sich selbstverantwortlich" ist genauso dämlich wie "Es ist ja genug für alles Geld da".

Die HAM 2.0 sind vor allen kleine und mittelständlerische Unternehmen in D, die alles schultern sollen. Während sie von LH und den Politikern als Zitronen betrachtet werden und von den Managern der internationalen Konzerne ausgelacht werden.

Schau dir welche Industrien in der Zwischenzeit in Deutschland nicht existent sind, weil eben genau diese Kombination zur Vernichtung geführt hat. (Ok Banken spielen auch nich eine Rolle).

Welche internationalen Konsumerprodukte werden den noch in Deutschland hergestellt? Autos OK und dann?

Du kannst heute als Mittelständler (ohne Begriffsdefinition) nicht mehr überleben. Die Lasten sind zu hoch.
Innovativ als Mittelständler geht auch nicht mehr, es sei denn, du hast etliche Millionen im Rücken. Wenn du heute in diesem Land etwas gutes entwickelst, dann hast du ganz schnell einen Konzern im Nacken und kannst dich vor Abmahnungen nicht retten. Was meinst du, warum ich aufgehört habe???

Du schreibst, dass nur nur noch Autos produziert werden, selbst das stimmt nur noch in wenigen Fällen.

Ich war mal ende der 80er Jahre in Australien und kaufte mir eine "Plastikschüssel". Sie kostete stolze 7AUD. Eine Menge Geld. In D wäre das Ding nicht teurer als 1,95DM gewesen (Made in Honkong oder so). Auf die Frage, warum diese Schüssel so teuer war wurde mir geantwortet, weil sie in Australien hergestellt wird und das ist etwas teurer. Später erst habe ich den Sinn verstanden.

Was ich damit meine ist nichts anderes als dass wir uns in die Abhängigkeit geben. Verlagerung ins Ausland kostet Arbeitsplätze und hat Folgekosten auf sozialer Ebene. Inlandsproduktion hat höhere direkte Gestehungskosten, aber geringere soziale Folgekosten. Ein wenig Protektionismus und mehr eigene Produktion würden nicht schaden. Die Plastikschüssel würde hier bei bei inländischer Produktion uns halt 4,95€ kosten. Wie viele Plastikschüsseln braucht der Mensch? Ich weiss, das verstehen auch zu wenige, weil Geiz ist geil den Vorzug hat.

Ich frage mich auch, was wertvoller und haltbarer ist, der handgedrechselte Besenstiel aus Holz für 2,95€ oder der Kunststoffstiel aus China in blau für 1,95€. Die Leute kaufen halt lieber billig.
 
Zuletzt bearbeitet:

somkiat

Erfahrenes Mitglied
30.05.2013
5.913
4.819
Gummersbach
Du kannst heute als Mittelständler (ohne Begriffsdefinition) nicht mehr überleben. Die Lasten sind zu hoch.
Innovativ als Mittelständler geht auch nicht mehr,

Dies ist in einem Werk kompletten Irrsinns die irrsinnigste Erkenntnis .

Das deutsche Reichsgebiet hat in seinem HART ARBEITENDEN MITTELSTAND die wesentliche Ursache , daß es dem HART ARBEITENDEN VOLKSGENOSSEN momentan weltweit betrachtet in Summe einzigartig gut geht . Dies umfasst den Weg von der Wiege bis zur Bahre . Zwischendurch ereignet sich in der Tat der ein oder andere Verdruß , der ist aber woanders noch viel unüberwindbarer . Anstatt hier so einen hanebüchenen Stuß zu verteilen wäre es angebracht mal eine überregionale Erkenntnisgewinnung in Angriff zu nehmen , danach fühlst du dich dann richtig wohl hier .

" Du schreibst, dass nur noch Autos produziert werden, selbst das stimmt nur noch in wenigen Fällen. " Hast du getrunken ?
 

Vollzeiturlauber

Erfahrenes Mitglied
27.11.2012
11.563
4.088
Nord Europa
Hallo Langstrecke, wenn die Chinesen nicht ihre Waren bei uns loswürden,

würden diese Menschen selber nach Europa kommen.

Was ist dir lieber? LG
 

trichter

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
2.450
3
Du kannst heute als Mittelständler (ohne Begriffsdefinition) nicht mehr überleben. Die Lasten sind zu hoch.
...Ein wenig Protektionismus und mehr eigene Produktion würden nicht schaden.

2 krasse Fehlurteile in nur einem Beitrag. Respekt!

Nur weil du oder deine Branche evtl. Probleme hat heißt das nicht, dass das allgemein so ist.

Und mit mehr Protektionismus wären die KMU in D lange nicht so leistungsfähig wie sie es sind :idea: