Sparkurs: Lufthansa will junge Piloten nicht mehr im Konzerntarif einstellen

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TGIF

Erfahrenes Mitglied
12.09.2014
746
0
HAM
Mal sehen was VC dazu sagt. Offiziell können sie wohl nichts machen, aber werden nicht erfreut sein.
 

Hwy93

Erfahrenes Mitglied
29.08.2011
4.469
1.515
LH zeigt die Folterinstrumente... Nächste Stufe betriebsbedingte Kündigungen?
 

MisterG

Stein-Papier-Schere Profi
02.01.2012
10.555
7
Wien
Naja, man legt jetzt halt wieder etwas auf den Tisch und lässt sich dann einen Teil wegverhandeln.
 

MarcelL

Doppel-Null-Statusinhaber
08.03.2009
910
4
Mannheim
... alle Stakeholder müssen nun mal der Realität ins Auge schauen... dazu zählt auch die Gruppe der Piloten.
Wer nicht mitmachen möchte, darf ja gerne auch bei einer Konkurrenz-Airline fliegen. Das will dann aber doch auch wiederum niemand.
 

murks86

Erfahrenes Mitglied
08.12.2013
338
0
FRA
Erfreut sein werden sie nicht. Sie können aber auch kaum etwas machen. Der Tarifkonflikt ähnelt ja auch dem bei der Post. Verdi hatte sich jahrelang geweigert über die deutlichen Unterschiede beim Lohn zu sprechen. Ergebnis: Gründung von Subfirmen, die dem Haustarifvertrag nicht unterliegen und demnächst wird wohl auch noch das Fremdvergabeverbot an Subunternehmer nicht verlängert werden. Jeder Lohnerhöhung wird nun dazu führen, dass noch mehr Mitarbeiter direkt in den Delivery GmbHs eingestellt werden oder eben Aufträge demnächst an Subunternehmer vergeben werden.
Gleiches wird bei der Lufthansa passieren bzw. passiert dort schon. Jetzt wird halt kein Mensch mehr unter dem Konzerntarifvertrag eingestellt. Eine weniger kompromisslose Haltung hätte da ggf. insbesondere für die jungen Anwärter noch die ein oder andere Härte abfangen können, jetzt ist die VC mehr oder weniger machtlos, da man bei zu großen Forderungen einfach alle Neueinstellungen am Konzerntarifvertrag vorbeilenkt. So erübrigt sich das Problem dann mit der Zeit von selbst...
 

NCC1701DATA

WM-Tippgott 2010
07.03.2009
6.183
6
Duisburg
So ist es eben am Markt: Zu teuere Produkte verschwinden.
Wenn aktuell bei flights-r-us im Regal jede Menge Piloten mit bunten Mützen auf dem Kopf nebeneinander sitzen und die mit der LH-Mütze ohne direkt sichtbaren Qualitätsvorteil (wenn es denn überhaupt einen gibt...) für den geneigten Kunden den mehrfachen Preis kosten, werden sie eben nicht gekauft. Ist wie beim Fleisch in der Aldi-Kühltheke.
 

trichter

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
2.450
3
Ich mag ja diese Spirale nach unten, dieses immer billiger werden überhaupt nicht. Aber Mitleid mit Piloten kann ich nach diesen Streikorgien echt nicht mehr aufbringen. Schön was LH da macht...
 

Nordi

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18.09.2012
1.472
0
HAM
Hier glaubt doch nicht wirklich jemand, dass dies ohne die Streiks anders gelaufen wäre.
 
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asahi

Erfahrenes Mitglied
08.04.2010
2.623
53
Wismut Aue
...
Wer nicht mitmachen möchte, darf ja gerne auch bei einer Konkurrenz-Airline fliegen. Das will dann aber doch auch wiederum niemand.

Das können sie aber nicht, da ihr Pilotenschein (zunächst) nur für die LH gilt.

Nach dem erfolgreichen Abschluss können die Piloten längst nicht überall fliegen. Ihre Lizenz sei zunächst auf die Lufthansa beschränkt, bei anderen Airlines könne man sich initiativ nicht bewerben. Den Absolventen fehlt das Training im normalen Flugbetrieb (Linetraining), das sie bei Lufthansa erst mit einem Arbeitsvertrag erhalten. Nur in Ausnahmefällen, die eigens vom Luftfahrtbundesamt genehmigt werden müssen, dürfen sie bei anderen Gesellschaften im Lufthansa-Konzern fliegen - zu schlechteren wirtschaftlichen Bedingungen, aber immerhin.
Lufthansa: Flugschüler klagen über Einstellungspolitik und lange Wartezeiten - Panorama | STERN.DE
 
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Fjaell

Erfahrenes Mitglied
19.05.2010
1.446
1.748
Hier glaubt doch nicht wirklich jemand, dass dies ohne die Streiks anders gelaufen wäre.

Mit einem Blick seitens der Piloten über den eigenen LH-Tellerrand, sozialem Verhalten gegenüber anderen Beschäftigtengruppen innerhalb des Konzerns einhergehend mit einem gesamtgewerkschaftlichen Unternehmensblick und entsprechenden Forderungen gegenüber der Konzernleitung? Ich glaube schon ....
Der Luftverkehrsmarkt hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt und Lufthansa ist einer der vielen Player, nicht der Leader. Für diese Einsicht hat die Konzernleitung lange gebraucht, die Piloten brauchen eben etwas länger ....
 

brummi

Erfahrenes Mitglied
21.12.2010
3.169
274
FRA
Das können sie aber nicht, da ihr Pilotenschein (zunächst) nur für die LH gilt.
Daran soll sich nach Spohrs Aussage aber etwas aendern; Hr. Knorr habe den Auftrag, zusamen mit dem LBA, eine Moeglichkeit zu finden, diese Lizenzen weitergehend ueltig zu machen. Ergebnisse habe ich allerdings noch keine gehoert.
 

asahi

Erfahrenes Mitglied
08.04.2010
2.623
53
Wismut Aue
Daran soll sich nach Spohrs Aussage aber etwas aendern; Hr. Knorr habe den Auftrag, zusamen mit dem LBA, eine Moeglichkeit zu finden, diese Lizenzen weitergehend ueltig zu machen. Ergebnisse habe ich allerdings noch keine gehoert.

Da wird es wohl um den letzten Satz in meinem Zitat gehen...

Nur in Ausnahmefällen, die eigens vom Luftfahrtbundesamt genehmigt werden müssen, dürfen sie bei anderen Gesellschaften im Lufthansa-Konzern fliegen - zu schlechteren wirtschaftlichen Bedingungen, aber immerhin.
 

Hwy93

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29.08.2011
4.469
1.515
Nun sehen die Ufologen aufgrund der Entwicklungen ihre Felle davon schwimmen und drohen mit Streiks...
Den wartenden Nachwuchspiloten wurde auf einer Lufthansa-Veranstaltung in Seeheim mitgeteilt, dass es im sogenannten KTV-Bereich zu keinen weiteren Einstellungen kommen wird. Wenn durch Fluktuation und/oder das mit JUMP! vereinbarte Wachstum eigentlich Piloten in diesem KTV-Bereich gebraucht werden (gilt für Lufthansa-Classic, Germanwings, Cargo) muss also Flugprogramm herausgenommen und letztlich Flugzeuge ausgelagert werden. Das ist nichts anderes als Schrumpfung mit Ansage [...] Die Kabinenmitarbeiter des Konzerns sind damit [...] zu einer Geisel der Auseinandersetzung zwischen LH und VC geworden.
Aber es ist nicht einmal mehr 5 vor Zwölf, um Arbeitskämpfe auch weiterhin gesichert auszuschließen. Es ist bereits 12 Uhr, lieber LH-Vorstand.

Quelle: www.ufo-online.aero
 

GoldenEye

Erfahrenes Mitglied
30.06.2012
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536
Wie ich immer sage: Gewerkschaften sind keine Arbeitnehmer-Vertreter, sondern Lobby der Arbeitsplatzbesitzenden. Das zeigt sich hier wieder.
 
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west-crushing

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03.08.2010
8.236
3.835
CGN
Wie ich immer sage: Gewerkschaften sind keine Arbeitnehmer-Vertreter, sondern Lobby der Arbeitsplatzbesitzenden. Das zeigt sich hier wieder.

Natürlich vertreten Gewerkschaften diejenigen Arbeitnehmer, die arbeiten. Schließlich bezahlen die ja auch die Gewerkschaft. Warum sollten typisch marktwirtschaftliche Vorgänge gerade bei den Gewerkschaften nicht gelten?
 

GoldenEye

Erfahrenes Mitglied
30.06.2012
13.190
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Natürlich vertreten Gewerkschaften diejenigen Arbeitnehmer, die arbeiten. Schließlich bezahlen die ja auch die Gewerkschaft. Warum sollten typisch marktwirtschaftliche Vorgänge gerade bei den Gewerkschaften nicht gelten?

Stimmt, sehe ich genauso. Ist nur nicht immer jedem klar.
 

ichundou

Erfahrenes Mitglied
05.11.2013
2.801
3
FRA
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300x250
Hier glaubt doch nicht wirklich jemand, dass dies ohne die Streiks anders gelaufen wäre.

Doch, glaube ich schon. Der größte Knackpunkt bei dem Tarifstreit waren ja die Versorgungszusagen an die Piloten, die neu eingestellt werden. Diese Versorgungszusagen sind dank der niedrigen Zinsen inzwischen enorm teuer für LH geworden. Wäre man hier zu einem Systemwechsel (wie er in fast allen Berufsfeldern und Branchen in den letzten Jahren vollzogen wurde), würde sich das Bild gesichert anders darstellen.
 
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