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Ob die Piloten dann unter einem neuen KTV mit reduzierten Bezügen oder z.B. einem Tarifvertrag von Eurowings arbeiten, kommt doch auf dasselbe hinaus, oder?
Theoretisch korrekt.
Praktisch geht es hier darum die "Homogenität" der Organisation aufzubrechen.
Es ist sozusagen die Evolution des "alten" Dreigespanns "KTV Classic (VC stark) - Cityline (VC hörig) - Eurowings (Konzern abhängig) - Regional (der Rest)" in
"Eurowings (Konzern gesteuert) - der Rest".
Man beachte dabei mit welchem Führungspersonal die Eurowings nun neu ausstaffiert wird: Geschäftsführer mutmaßlich von Cityline, FBL mutmaßlich von Germanwings (Bruder vom CEO LH?).
Die "alte" Garde aus der Mainline spielt in absehbarer Zeit keine Rolle mehr.
Dabei nutzt die Lufthansa Führung vermutlich die alten "Annimositäten" (oft durch die VC Aktionen geschürrt) geschickt aus - deutliche Anzeichen gab es ja schon zur Genüge, z.B. die hohe Durchfallquote der EW Check Flüge auf dem A320 (Checker kamen von LH).
Die Schlichtungstaktik des Konzerns dürfte auf ein "Ruhig stellen" des VC Stamms hinauslaufen - und die werden irgendwann in Angesicht der schlechten Alternativen für Sie, sich nur noch selbst retten wollen.
Wenn man das ganze Bild so betrachtet, dann könnte man fast unterstellen der so hemdsärmlig wirkende Niedergang der OS (in Sachen Tarifrecht usw) könnte gar nicht so "unbedarft" gewesen sein, wie es bislang den Anschein hatte: Vielleicht war das der Beginn des großen Masterplans - die Einebnung vor dem "Neubau".