ANZEIGE

AB: Air Berlin meldet Insolvenz an

ANZEIGE
Bei Kurzfristbuchungen sollte es doch noch passen.
glaub ich nicht dran. Ist ja irgendwie doch wie Lotto spielen. Glaube die Zuverlässigkeit des Flugbetriebes wird bald auch deutlich nachlassen. Mal warten bis die ersten Mitarbeiter neue Stellen haben und eben früh nicht mehr zum Dienst kommen und dann mehr und mehr Flüge nicht stattfinden.
 
glaub ich nicht dran. Ist ja irgendwie doch wie Lotto spielen. Glaube die Zuverlässigkeit des Flugbetriebes wird bald auch deutlich nachlassen. Mal warten bis die ersten Mitarbeiter neue Stellen haben und eben früh nicht mehr zum Dienst kommen und dann mehr und mehr Flüge nicht stattfinden.

Und wo sollen die alle unterkommen? Derzeit bestehen wirksame Arbeitverträge, die Leute werden bezahlt.
 
Das Damoklesschwert Insolvenz hängt ja schon länger über AB und keiner wusste, ob es dann nicht zu einem sofortigen Grounding kommt. Trotzdem haben Leute, auch informierte aus dem Forum, noch Langstrecke bis Mitte kommenden Jahres gebucht.

Geiz ist halt geil [emoji22]
 
Bei Kurzfristbuchungen sollte es doch noch passen.

Solange alles glatt geht, vermutlich schon. Aber bei Irrops mit eigenen Auslagen, Kompensationsansprüchen, Gepäckverlust etc. dürfte durchaus ein Risiko bestehen, nichts zu bekommen bzw. auf den eigenen Kosten sitzenzubleiben.
 
also momentan scheint der Betrieb relativ "normal" zu laufen....Hohe Verspätungen oder Annullierungen ex TXL oder DUS sehe ich nicht.

Naja, bei den meisten amerikanischen Airlines aber auch bei JAL ist ein solches Vorgehen gang und gäbe. Der Scheich muss sein Fehlinvestment abschreiben und anonsten geht es irgendwie weiter.
 
Wenn die Leute für sich selber buchen, obwohl sie informiert sein sollten, ist das Pech.
Was ich problematisch finde, dass hier im Forum einige Leute bis gestern aktiv anderen, meist unerfahren Usern aktiv zugeredet haben, AB Tickets zu kaufen als ob eine mögliche Insolvenz nur eine theoretisches Hirngespinst von Julian und Lauda wäre.
 
Easyjet oder TUI werden sie wohl nicht haben wollen. Einzige Zukunftsoption: LH Cityline .... aber ob man da wieder auf Prop will?!

Denke nicht - keine Props, und die Cityline fliegt doch nur in die Hubs. Bei AB werden mit den Dashs sozusagen Nebenstrecken beflogen. (Vielleicht wird davon die eine oder andere von EW übernommen - mit großem Gerät; mich würde bspw. interessieren, ob EW evtl. zwei Rotationen auf TXL-SCN versuchen würde, derzeit sind es drei Dashs unter der Woche.)
 
Naja, bei den meisten amerikanischen Airlines aber auch bei JAL ist ein solches Vorgehen gang und gäbe. Der Scheich muss sein Fehlinvestment abschreiben und anonsten geht es irgendwie weiter.
Ist aber trotzdem das erste Mal in Europa, dass eine Airline Insolvenz anmeldet und nicht gegroundet wird, oder?
 
Ist aber trotzdem das erste Mal in Europa, dass eine Airline Insolvenz anmeldet und nicht gegroundet wird, oder?

Gefühlt ja, ich weiß nicht wie derzeit der Status von Alitalia ist.

Der Vorteil für AB ist halt, dass (a) AB nicht unwichtig fürs System ist, dass (b) die Wahlen bevorstehen und (c) man in Deutschland einen zweiten Carrier wie auch immer haben will und (d) derzeit Easyjet aber auch Ryanair dringendes Interesse an einer deutschen Zulassung hätten was (e) aber die LH wieder nicht will.

Fazit: Booted man den Scheich mit seinen Krediten nach deutschen Insolvenzrecht aus und holt sich von dort ggfls. auch wieder einiges vom Golf im Wege der Insolvenzanfechtung zurück, wofür der Schein schon gutes Geld bezahlt hat, dann könnte das für die lachende europäische Luftfahrtgemeinde ein insgesamt spannendes Geschäft werden.
 
Dieser Thread ist ein tolles Lehrwerk, wenn es um die Thematik von Insolvenzen und verschiedener Paragraphen geht.

Ganz interessant finde ich ja tatsächlich die Hintergründe, weshalb die Bundesregierung eingegriffen hat. Da ist der Aspekt der BürgerInnen im Ausland/Urlaub natürlich wirklich ein Argument. Spannend ist da dennoch die Tatsache, dass weiterhin Tickets verkauft werden und somit dieses Szenario nur verschoben wird.
 
Genau das wurde ja gestern auch mehrfach als Grund genannt, warum man es unter keinen Umständen zum Grounding kommen lassen will. Noch gibt es einen Wert für Slots.

Deswegen laufen ja auch viele Swiss Longhaul Flüge noch unter SWR ATC-Callsign

https://www.nzz.ch/insolvenz-von-air-berlin-platzhirsch-swiss-verliert-in-zuerich-den-wichtigsten-herausforderer-ld.1311040

Bis die Nachfolgelösung von Air Berlin festgezurrt ist, stehen die auch als Slots bezeichneten Start- und Landerechte, beziehungsweise Zeiten, der Air Berlin zur Verfügung. Nutzt die Firma diese nicht, bleiben sie zunächst blockiert und können von niemandem anders genutzt werden. Kauft eine Firma Air Berlin, klärt die in der Schweiz für die Slot-Zuteilung zuständige Stelle, Slot Coordination Switzerland (SCS), ab, ob und allenfalls welche Landerechte an den neuen Eigentümer übergegangen sind. Kann dieser Nachweis erbracht werden, erhält der neue Besitzer die Slots. Wettbewerbsrechtliche Fragen spielen dabei keine Rolle. Sollten gewisse Slots nicht gekauft werden, so bleiben diese blockiert, bis sie vom Konkursverwalter freigegeben werden und sie nicht mehr zur Konkursmasse gehören. Das kann allerdings Monate, wenn nicht Jahre dauern. Die Zuteilung von freien Zeitfenstern durch SCS – und davon gibt es ausserhalb der Stosszeiten am Morgen, Mittag und späten Abend noch einige am Flughafen in Zürich – folgt einem vom Branchenverband Iata empfohlenen Prozedere.
 
Buchung Mitte Juli AB Ticket in C für November TXL AUH KUL mit AB/EY. Abbuchung per Lastschrift jetzt am Montag, 14. August. Widerruf Lastschrift versuchen oder einfach abwarten? Hmmm ...
 
Frage mich, wie das bei United damals war [emoji54]
Zumindest ist United nicht Europa.

Ich glaube, bei Alitalia lief das mehrmals ähnlich. Und USA hat Chapter 11, da konnte man lange weitermachen, wiewohl man pleite war.
Ich denke es lief nur zuletzt ähnlich. Was mir nicht ganz klar ist, ob Alitalia schon aktuell Insolvenz angemeldet hat. Ich habe etwas von außerordentlicher Sonderverwaltung gelesen. Aber sie haben auf jeden Fall auch einen Überbrückungskredit vom Staat bekommen. In dem Artikel ist aber noch etwas interessantes zu lesen:
Zunächst war eine Kreditsumme von rund 300 Millionen Euro im Gespräch gewesen. Den Segen Brüssels braucht die Regierung dafür nicht, da dieser Schritt nicht als staatliche Beihilfe anzusehen sei, sagte eine Sprecherin der EU-Kommission.
Wenn das stimmt, dann müsste MOL ja schlechte Karten haben. Der ist doch nur sauer, weil er jetzt ein höheres Gebot für die Übernahme von Unternehmensteilen abgeben muss, als wenn AB gegroundet wäre.
 
Dolfi nimmt im Moment zwar Gepäckbeschädigungen von AB an, führt jedoch keine Aufträge auf weiteres aus. Man wartet ab...
 
Darf man fragen was du in den nächsten 19 Stunden (wenn 48 Stunden seit Bekanntgabe der Insolvenz abgelaufen sind) erwartest?

ich erwarte gar nichts - wäre aber auch aufgrund der fachlich geführten Diskussionsbeiträge hier (nicht der Spekulationen und des Wünschenswerten) nicht überrascht, wenn es plötzlich zu einem Grounding kommt, da es vieles gibt, was keiner von uns hier wissen kann. Für die Gläubiger ist es die Situation des rette sich wer kann!
 
Zurück
Oben