Berechtigt eine Segment-Annullierung zur Stornierung?

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BorussiaMG

Erfahrenes Mitglied
27.03.2012
1.586
51
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Ich bin bisher davon ausgegangen, dass die Annullierung eines Segments zur Stornierung berechtigt und ich die vorgeschlagene Alternative nicht akzeptieren muss. Der Agent (Expedia) hingegen ist der Meinung, dass ich geringe Abweichungen (<4h) vom Original-Flugplan akzeptieren müsse. Die Airline verweist auf das ausstellende Reisebüro und ich bin nun unsicher, da das entscheidende Segment außerhalb der EU liegt.

Genauer:
1. Hinflug MUC-YYZ-SFO mit AC, ebenfalls Ticketausstellende Airline
2. Rückflug SFO-ORD-MUC mit UA & LH

UA1961 (Abflug 12:50 Uhr) wurde annulliert und durch UA794 (Abflug 12:10 Uhr) ersetzt.

Als chronisch Kranker, der auch im Ausland auf medizinische Versorgung angewiesen ist, geht sich ein vorgezogener Rückflug nicht aus. Dies habe ich auch umgehend moniert, jedoch keine entsprechende und machbare Verbindung angeboten bekommen. Auch, allerdings nicht ausschließlich, aus diesem Grunde, habe ich entschieden diese Reise ausfallen zu lassen und würde mich natürlich über eine möglichst hohe Rückerstattung freuen. Hier hatte ich gehofft, die einseitige Annullierung zu meinem Vorteil nutzen zu können. Liege ich da völlig falsch oder macht es Sinn ggf. einen Anwalt zu beauftragen? Eine kurze Einschätzung wäre nett.

Danke.
 

Timberwolf

Erfahrenes Mitglied
08.06.2009
2.459
187
AMS/RTM
Nur um es kurz (und wertfrei) zusammenzufassen:

Du fliegst MUC-SFO, wobei der erste Leg des Rückflugs um 40 Minuten vorverlegt wurde?

Da kann ich jetzt nicht ganz nachvollziehen, warum das die gesamte Reise verunmöglicht. Zumal sich ja bei inner-anerikanischen Flügen die Zeiten gerne mal öfters ändern, da ist ja noch nicht mal der Abflug um 12:10 fix. Wann wird die Reise denn stattfinden?

Offen gestanden, sehe ich bei 40 Minuten Vorverlegung wenig Chance auf einen Full-Refund.
 
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BorussiaMG

Erfahrenes Mitglied
27.03.2012
1.586
51
Nur um es kurz (und wertfrei) zusammenzufassen:

Du fliegst MUC-SFO, wobei der erste Leg des Rückflugs um 40 Minuten vorverlegt wurde?

Da kann ich jetzt nicht ganz nachvollziehen, warum das die gesamte Reise verunmöglicht.

Korrekt.

Ich bin leider auf die Dialyse (Blutwäsche) angewiesen. Auch im Urlaub. Ein ca. 4stündiger und 3x wöchentlicher Prozess. Nach mehreren positiven Erfahrungen in Asien sollte es erstmals seit Behandlungsbeginn nach Amerika gehen.

Während eine Flugverspätung in Europa zu wenigen bzw. maximal persönlichen (spontaner Reiseabbruch) Problemen führen würde, versuche ich dem ganzen auf dem Rückweg vorzubeugen. D.h. ich gehe am Morgen vor Rückreise zur Behandlung um einen Behandlungspuffer zu haben, falls es zu möglichen Reise-/Wetterkomplikationen käme und ich dann nicht umgehend auf medizinische Versorgung angewiesen wäre. Daher achte ich in besonderem Maße auf die Startzeit der Rückreise und schließe einige Verbindungen für mich aus. Dazu hätte auch die neue Verbindung gezählt.
 

janfliegt

Erfahrenes Mitglied
28.07.2011
6.129
5
FHH (Feld hinterm Haus)
Korrekt.

Ich bin leider auf die Dialyse (Blutwäsche) angewiesen. Auch im Urlaub. Ein ca. 4stündiger und 3x wöchentlicher Prozess. Nach mehreren positiven Erfahrungen in Asien sollte es erstmals seit Behandlungsbeginn nach Amerika gehen.

Während eine Flugverspätung in Europa zu wenigen bzw. maximal persönlichen (spontaner Reiseabbruch) Problemen führen würde, versuche ich dem ganzen auf dem Rückweg vorzubeugen. D.h. ich gehe am Morgen vor Rückreise zur Behandlung um einen Behandlungspuffer zu haben, falls es zu möglichen Reise-/Wetterkomplikationen käme und ich dann nicht umgehend auf medizinische Versorgung angewiesen wäre. Daher achte ich in besonderem Maße auf die Startzeit der Rückreise und schließe einige Verbindungen für mich aus. Dazu hätte auch die neue Verbindung gezählt.

Das ist nachvollziehbar und sinnvoll. Wenn dich aber 40Minuten komplett aus der Pufferzone bringen bleibt festzuhalten:

1. Über ein kompetentes Reisebüro buchen
2. Möglichst nicht umsteigen - SFO - MUC geht auch direkt
3. Informieren: die US Flugzeiten domestic werden gerne und regelmäßig geändert...

Ich würde erst noch einmal nett die Begleitumstände an Expedia schicken. Dann kannst du es ja mit einem Anwaltsschreiben versuchen. Aber 40 Minuten halte ich für zumutbar INAL
 

BorussiaMG

Erfahrenes Mitglied
27.03.2012
1.586
51
Wenn dich aber 40Minuten komplett aus der Pufferzone bringen bleibt festzuhalten:

Ich würde erst noch einmal nett die Begleitumstände an Expedia schicken. Dann kannst du es ja mit einem Anwaltsschreiben versuchen. Aber 40 Minuten halte ich für zumutbar INAL

Ehrlich gesagt, ist das weder der einzige noch der Hauptgrund für meinen Wunsch den Flug zu stornieren. Die Behandlungskosten und v.a. die Gesundheitsanforderungen in den USA (obwohl gleicher Träger) haben meine Vorstellungskraft um ein x-faches überstiegen und machen eine Reise unter den Voraussetzungen einfach nicht sinnig. Im Zuge der Krankheit mache ich einige neue, teils lehrreiche Erfahrungen. Manche kosten halt Geld. Einen Teil davon hatte ich gedacht retten zu können ;).

Ich bin bisher davon ausgegangen durch die Segmentannullierung - immerhin keine Zeitenänderung - stornieren zu können. Schlechtem Geld noch gutes (Anwalt) hinterherwerfen würde ich nur, wenn es Sinn macht. Nach euren ersten Einschätzungen sieht das leider nicht so aus.
 
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Funtracer

Erfahrenes Mitglied
05.12.2014
1.881
833
ZQH
D. h. es geht dir nicht um die 40 Minuten an sich, sondern du suchst eine Ausrede, um für dein nicht-flexibles Ticket einen Refund zu bekommen, weil du nicht mehr fliegen willst. Das dürfte in diesem Fall schwer werden, außer du kannst evtl. medizinische Gründe nachweisen, die erst nach der Buchung eingetreten sind, also nicht vorher schon bekannt waren. Dann Attest vom Arzt besorgen und ab damit zur Reiserücktrittsversicherung.
 
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BorussiaMG

Erfahrenes Mitglied
27.03.2012
1.586
51
D. h. es geht dir nicht um die 40 Minuten an sich,

Es geht sich um die Ausgangsfrage, ob "eine Segment-Annullierung zur Stornierung berechtigt"? Bei einer EU-Airline bzw. bei der Annullierung innerhalb der EU wäre ich nachwievor zuversichtlich kostenfrei stornieren zu können und würde vermutlich eine Rechtsberatung hinzuziehen. Unter den gegebenen Umständen bin ich allerdings unsicher, verstehe auch euren Standpunkt und zahle daher vermutlich Lehrgeld.

Alles andere spielt doch keine Rolle.
 

SleepOverGreenland

Megaposter
09.03.2009
22.793
15.760
FRA/QKL
Oh man... :sick: :doh:

Jetzt mal völlig außen vor dass du überhaupt nicht mehr fliegen willst, weil dich die Behandlungskosten im medizinischen Hochpreisland überraschen. Aber wie kann man mit einer derartigen medizinischen Einschränkung überhaupt in Erwägung ziehen in Windy City umzusteigen statt direkt zu fliegen. Da steckt der Kardinalsfehler in deiner ganzen Argumentationskette. Dementsprechend wäre es ein Witz gegenüber allen anderen Reisenden, wenn diese schräge Argumentation tatsächlich zu einer berechtigten Stornierung führen würde. :rolleyes:
 

BorussiaMG

Erfahrenes Mitglied
27.03.2012
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Jetzt mal völlig außen vor dass du überhaupt nicht mehr fliegen willst, weil dich die Behandlungskosten im medizinischen Hochpreisland überraschen.

Du liest auch nur, was du lesen möchtest. Weder am Umstiegsort noch an den Kosten ist dieser Aufenthalt gescheitert, sondern an den Behandlungsanforderungen. Neben für eine Gastbehandlung unnötigen Untersuchungen werden bspw. deutsche Laborwerte nicht akzeptiert. Dies bedeutet zusätzlich zur unvermeidbaren Behandlung leider auch unverhältnismäßig viel zusätzliche Zeit in Kliniken, die einen Städtetrip für mich obsolet machen. Tut aber auch nichts zur Sache, da die Fragestellung völlig unabhängig von meiner Reiseplanung zu betrachten ist.
 

Wolke7

Erfahrenes Mitglied
30.08.2010
3.361
1.427
Gilt die EU Verordnung überhaupt? Es ist ein US domestic Flug durchgeführt von einer amerikanischen Airline. Die Frage dürfte lauten, ob man nach amerikanischen Regeln das gesamte Ticket refundieren muss, wenn ein Leg storniert wird und die Alternative 40 Min früher fliegt.
 

BorussiaMG

Erfahrenes Mitglied
27.03.2012
1.586
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Gilt die EU Verordnung überhaupt?

Nein.

Die Frage dürfte lauten, ob man nach amerikanischen Regeln das gesamte Ticket refundieren muss, wenn ein Leg storniert wird und die Alternative 40 Min früher fliegt.

Ich denke, der erste Teil ist die entscheidende Frage. Bei einer (Teil)Annullierung innerhalb Europas und daher einem grundsätzlich anderen Flug, egal ob 5 Minuten, 40 Minuten oder mehrere Stunden, wäre ich bisher davon ausgegangen kostenlos stornieren zu können.

Wie es in meinem Fall ausschaut, weiß ich nicht und werde es wohl auch nie erfahren.
 

Wuff

Erfahrenes Mitglied
01.04.2012
3.145
9
HAM/LBC
Der Agent (Expedia) hingegen ist der Meinung, dass ich geringe Abweichungen (<4h) vom Original-Flugplan akzeptieren müsse. Die Airline verweist auf das ausstellende Reisebüro
Die Airline verweist hier zurecht auf das Reisebüro (Expedia).
Expedia wiederum verlangt für Stornierungen eine Bearbeitungsgebühr von 50€.

Ich würde nochmals an Expedia herantreten, mit der freundlichen Bitte eine potentielle Stornierung wegen deiner Begründung mit der Airline zu klären. Dabei solltest du gleich klar machen, dass du die Bearbeitungsgebühr von Expedia akzeptierst.
 
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