Junger Mann, ca. 30, zahlt vor mir mit Karte (...) Dann konnte man direkt das Überlegen hören, wie rum die Karte nun ins Terminal gesteckt werden muss (...)
Personen um die ca. 30 sind mir auf diese Weise auch schon öfters aufgefallen (Als Kartenzahler fällt es einem halt auch einfach auf). Im Grunde haben die doch das mit den früheren "EC"-Karten Anfang der 2000er, Maestro und auch die Neuerungen der letzten Jahre mitbekommen (NFC). Also an bloßer Unkenntnis kann es doch normal nicht liegen? Die sind doch mit all dem aufgewachsen? Dass es EC-Karten und sowas wie Kreditkarten gibt, das war mir (wie vermutlich jedem) schon in der Schule klar. Und dass man im Alltag sicher keine RFID/NFC-Schutzhülle benötigt, das erfährt man nach 5 Minuten Google, wenn man einigermaßen objektive Tech-News-Sites durchstöbert.
Da gibt es Leute um die 30, die haben keinen blassen Schimmer von Karten und nutzen das Plastik nur, weil es ihnen ihre Volksbank in die Hand gedrückt hat. Oder sind das die, die in ihrer Jugend von den Eltern "nur Bares ist Wahres" zu hören bekommen haben und Karten daher absolut nicht beachtet wurden?

Wundern würde es mich nicht. Kenn Leute, die haben erst vor wenigen Jahren überhaupt mit Online-Banking angefangen, weil sie selber irgendwann gemerkt haben, dass es der wöchentliche Gang/ die Fahrt zum Kontoauszugdrucker einfach nicht bringt. Die Bedenken um Sicherheit sind aber in jedem Bereich noch sehr groß. KK-Zahlungen werden wenn möglich vermieden, es könnte gefährlich sein. Auch kenne ich Leute, die bspw. Wertpapiere (egal in welcher Form) grundsätzlich ablehnen "weil das Geld isr, das man nicht sieht". Stattdessen wandert es aufs TG, zu vermutlich 0/0,1 oder 0,2% Zinsen.
Ich hab absolut nichts gegen solche Menschen, aber es ist schon bemerkenswert, dass Zahlkarten (egal in welcher Form) gerade in unserer Gesellschaft so ein Tabuthema sind. German Angst.