Entsendung nach Norwegen Region Oslo

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SQ325

Erfahrenes Mitglied
11.10.2011
3.227
10
SIN
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1. 2 Wochen arbeiten danach Heimflug und 2 Wochen frei (d. h. 162 Std. in 2 Wochen). In Norwegen sind 37,5 Std./Woche üblich nach meiner Kenntnis.
-> is doch TOP! Rückflüge nach 2 Woche gibts sogut wie NIE!

Auf dem Bau sind Rueckfluege innerhalb Europas im 2 Wochen Rhytmus jetzt nicht uneblich, allerdings 14 Taegig mit verlaengertem WE, bei woechentlichem Heimflug normale WE. Die 2 Wochen frei sind den restriktiven Arbeitszeitgesetzen in N geschuldet und eben nicht Standard, fuer AN aber wohl ein deutliches Plus.

-> Also KEINE Kosten für Unterkunft! Wird in der Regel nicht gestellt, bzw gibts Hotelpauschalen.

Ebenfalls nicht unueblich das Unterkunft gestellt wird, allerdings mit Limits die manchmal schon recht knapp sind.

3. Grundgehalt + 10% mehr für Mehrarbeit
-> 10% is doch klasse

Also ich sehe hier tatsaechlich noch Nachbesserungsbedarf. Ich wuerde jetzt 15-25% je nach Entsendungsland durchaus als angemessen sehen.
 

DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
17.473
15.937
IAH & HAM
Ich wuerde jetzt 15-25% je nach Entsendungsland durchaus als angemessen sehen.

Für Entsendungen innerhalb Europas sind 10% absolut OK. Ich stimme Dir zu wenn es sich um Entsendungen in Länder mit stärkeren kulturellen Unterschieden handelt. Bei einem Rotator Schedule werden ausserdem nach meiner Erfahrungen aus verstaendlichen Gründen niedrigere Prämien bezahlt als bei einem richtigen Expat Assignment.
 

SQ325

Erfahrenes Mitglied
11.10.2011
3.227
10
SIN
Für Entsendungen innerhalb Europas sind 10% absolut OK.

Ich sehe die Schweiz und Norwegen durchaus ueber dieser Skala. Auch bei einem Kurzfrist Arrangement. Im OP Fall spielt allerdings das 2 Wochen on/2 Wochen Off mit rein und deshalb bin ich bei dir. :)
 
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DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
17.473
15.937
IAH & HAM
Interessantes Arbeitszeitmodell. Selbst wenn üblich erscheint es mir nicht sinnvoll Menschen 2x hintereinander 80 Stunden die Woche arbeiten zu lassen. Die Fehlerquote würde mich da interessieren.

Da dies auch viel in sicherheitsrelevanten Bereichen wie Mining, Offshore, Drilling und dort viel Erfahrung besteht wuerde ich mir da keine zu grossen Sorgen machen
 

OneMoreTime

Erfahrenes Mitglied
23.04.2019
3.388
5
Interessantes Arbeitszeitmodell. Selbst wenn üblich erscheint es mir nicht sinnvoll Menschen 2x hintereinander 80 Stunden die Woche arbeiten zu lassen. Die Fehlerquote würde mich da interessieren.

Ist ja meistens so das es da eher um Anwesenheit geht als um "arbeiten". Ich muss mich immer wieder schlapplachen wenn Menschen von ihren "Arbeitszeiten" erzählen "Ich arbeite jeden Tag 16 Stunden und mehr", "Ich hatte seit 12 Jahren keinen Urlaub mehr", "Ich hatte im letzten Jahr keinen freien Tag" usw. usw.

Ich habe immer wieder mit Menschen zu tun die mir sagen "Kein Problem, dann reis ich die 12 Stunden halt runter". Als AG sage ich dann immer "Wir finden eine andere Lösung".
 
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odie

Erfahrenes Mitglied
30.05.2015
9.127
5.853
Z´Sdugärd
Also ich sehe hier tatsaechlich noch Nachbesserungsbedarf. Ich wuerde jetzt 15-25% je nach Entsendungsland durchaus als angemessen sehen.
Moment....die 25% mehr hat er im GRUNDLOHN schon weil er sich für solche Aktionen bereit erklährt hat. Die 10% kommen ja noch OBEN drauf.

Und wiegesagt Norwegen is doch TOP! Sibirischer Winter, Chinesisches Bergbaukaff, Australische Wüste oder Namibisches Goldgräberkaff...DARÜBEr lässt sich durchaus anders denken. Aber Baustelle in Norwegen is wie bezahlter Urlaub.
 

Airsicknessbag

Megaposter
11.01.2010
22.380
17.587
162 h in 2 Wochen. Gibt’s in Norwegen eigentlich ein Arbeitszeitgesetz (inkl. Ruhezeiten) , ist bei denen so etwas unbekannt oder gilt es nicht für Dich?

Laut dieser Sekundaerquelle https://www.cbbl-lawyers.de/norwegen/arbeitsrecht/ gibt es eines, es gilt aber nicht fuer Leitende. Gleichzeitig gilt gemaess Art. 6 EG-Schuldvertragsuebereinkommen der deutsche Schutz weiter. Also das ArbZG - mit § 18 und der Nichtanwendung auf Leitende.

Also, scheint so zu sein, dass man das so machen kann. Ob's vernuenftig ist, sei dahingestellt. Immerhin fuehrt die Arbeitszeit dazu, dass man in Norwegen nichts ausgeben kann, weil man schlicht keine Zeit dafuer hat.
 

hippo72

Erfahrenes Mitglied
11.03.2009
12.814
6.636
Paralleluniversum

Airsicknessbag

Megaposter
11.01.2010
22.380
17.587
Wuerde ich eher doch vermuten:

§ 5 Abs. 3 S. 2 Nr. 3 BetrVG meinte:
Leitender Angestellter ist, wer nach Arbeitsvertrag und Stellung im Unternehmen oder im Betrieb regelmäßig sonstige Aufgaben wahrnimmt, die für den Bestand und die Entwicklung des Unternehmens oder eines Betriebs von Bedeutung sind und deren Erfüllung besondere Erfahrungen und Kenntnisse voraussetzt, wenn er dabei entweder die Entscheidungen im Wesentlichen frei von Weisungen trifft oder sie maßgeblich beeinflusst; dies kann auch bei Vorgaben insbesondere aufgrund von Rechtsvorschriften, Plänen oder Richtlinien sowie bei Zusammenarbeit mit anderen leitenden Angestellten gegeben sein.

Ohne genaue Kenntnis der Taetigkeit aber natuerlich nicht zu beantworten.
 

SQ325

Erfahrenes Mitglied
11.10.2011
3.227
10
SIN
Moment....die 25% mehr hat er im GRUNDLOHN schon weil er sich für solche Aktionen bereit erklährt hat. Die 10% kommen ja noch OBEN drauf.

Damit es klar ist: Ich meine 25% aufs Grundgehalt als Auslandszulage.

Und wiegesagt Norwegen is doch TOP! Sibirischer Winter, Chinesisches Bergbaukaff, Australische Wüste oder Namibisches Goldgräberkaff...DARÜBEr lässt sich durchaus anders denken. Aber Baustelle in Norwegen is wie bezahlter Urlaub.

Es ist durchaus denkbar das sein Einsatzort nicht in Oslo ist, sondern er in Moss sitzt. Da ist es zwar auch schoen aber jetzt auch nicht unbedingt der Nabel der Welt.
Es gibt durchaus Mitarbeiter die gerne auf Baustellen ala ''Sibirischer Winter, Chinesisches Bergbaukaff, Australische Wüste oder Namibisches Goldgräberkaff" gehen. Die "Buschzulagen" die fuer solche Einsaetze bezahlt werden, sind heute in der Bauindustrie nicht mehr so uepig, aber diese Baustellen haben den Vorteil das man kein Geld ausgeben kann. ;)
 

Airwalk

Erfahrenes Mitglied
18.05.2010
2.244
14
DUS
Bitte nicht vergessen: Norwegen hat IMHO ein ziemlich aufwändiges System, was die Arbeitserlaubnis betrifft ... inkl. persönlicher Besuch des Arbeitnehmers bei der Behörde ... und steuerpflichtig ist man in Norwegen dann auch automatisch ...
 

paulraum

Erfahrenes Mitglied
08.04.2009
2.477
14
ARN / ZRH
Abklärung Arbeitszeit in No würde ich auch mal den Arbeitgeber machen lassen, zur Lektüre vorab:
https://lovdata.no/dokument/NL/lov/2005-06-17-62/KAPITTEL_11#§10-3
Informativ gut hier erklärt: https://www.arbeidslivet.no/Arbeid1/Arbeidstid/Intro-til-arbeidstid/
Kontrolliert wird auf Baustellen recht streng, und ich würde damit nicht spassen.
Ich würde auch abklären, ob Du wirklich in D steuerpflichtig bist, das sehe ich teilweise wie meine Vorredner. Abhängig von der Einkommenshöhe wirst du dann in NO nicht besser wegkommen als in D.

Wenn es einer der klassischen Aufsichts-Ingenieur Jobs ist, ist deine Arbeit jetzt auch nicht so extrem anstrengend, Du wirst also je nach Ort auch Zeit und Lust haben Dein Geld für irgendwas auszugeben - und dann solltest du mM nach nicht draufzahlen (Zur Einordnung mein Highlight aus 2012: 0.4l Bier in Stavanger am Flughafen für ca. 16EUR). Ich war für knapp 2 Jahre in Oslo, aber entsendet von SE aus, was nochmal andere Bedingungen mit sich gebracht hat. Wenn Du weisst, was die Kollegen in NO direkt verdienen, würde ich alles zusammen rechnen, was di angeboten wird - und dann sollte es etwa 1:1 sein. Mehr wird Dir niemand zahlen, da einfach genügend Leute aus SK, PL etc. da sind, die Selbes können wie du und oft auch noch deutsch sprechen.
Lykke til!
 

tian

Erfahrenes Mitglied
26.12.2009
10.709
140
Desweiteren kosten Lebensmittel in Norwegen mehr als das Doppelte als in DE.

Kannst du so pauschal nicht sagen. Klar viele Dinge sind dort teurer, aber mehr als das Doppelte kosten sie nun auch nicht, wenn es nicht gerade Alkohol sein soll und man in Deutschland nicht ausschließlich beim Discounter einkaufen geht.
Zumal man bei einem Heimflug alle 2 Wochen auch einiges aus Deutschland mitnehmen kann. Mit 80€ mehr im Portmonee kommt man auf jeden Fall klar.
Was natürlich zu berücksichtigen ist, ist das man dort vermutlich nicht sehr oft selbst kocht wenn man 80 Stunden/Woche abreißt.
 

slugbuster

Erfahrenes Mitglied
02.08.2016
371
2
Olympus Mons
Jetzt müsste geklärt werden, was _genau_ Leitende Angestellte sind.
Ich vermute mal, der OP fällt nicht darunter.

Ein wichtiges Kriterium ist, dass Leitende Untergebene einstellen und entlassen können, lt. Stellenbeschreibung ohne andere zu fragen. Dieses Kriterium hat bei Gerichtsprozessen die größte Gewichtung um ggf. herauszufinden, ob Leitung nur vorgeschoben ist.
Formulierungen im Arbeitsvertrag wie: Ist an keine Arbeitszeit gebunden (d.h. kann gegen und kommen wann er/sie will) sind auch hilfreich. Die Angabe von Arbeitszeiten oder Stunden pro Woche ist in diesem Zusammenhang schädlich. Der Gesetzgeber möchte verhindern, dass zu viele als Leitende tituliert werden, die es gar nicht sind.
 

airhansa123

Erfahrenes Mitglied
03.11.2012
4.144
14
Ein wichtiges Kriterium ist, dass Leitende Untergebene einstellen und entlassen können, lt. Stellenbeschreibung ohne andere zu fragen.

Das ist doch nur die rein deutsche Sichtweise. Auf die kommt es aber nicht an. In Deutschland haben Gewerkschaften über Jahre systematisch versucht (teilweise mit Erfolg) die Kriterien für leitende Angestelle hochzuschrauben. In Norwegen gelten mit Sicherheit andere Regelungen. Außerdem gelten die Arbeitszeitregeln in Norwegen auch nicht für "Arbeitnehmer in einer besonders unabhängigen Position".
 

Flying Lawyer

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
6.983
5.008
Damit es klar ist: Ich meine 25% aufs Grundgehalt als Auslandszulage.

Wenn sein Arbeitsvertrag vorsieht, dass er weltweit eingesetzt werden kann, dann ist es im Gehalt reflektiert. Und wenn er das nicht berücksichtigt hat bei Einstellung, hat er einen Fehler gemacht. Mein Anstellungsvertrag (kein Arbeitsvertrag) sieht das vor und im Falle des Falles trägt das Unternehmen Reise und Unterkunft und übliche Tagespauschalen, der Rest ist für mich abgegolten. Ob ich von Düsseldorf, Hong Kong oder London arbeite ist da ziemlich egal. Je weiter oben (und der OP bezieht sich ja auf unterstellte deutsche Mitarbeiter in Norwegen), desto selbstverständlicher ist es. Wenn man Grabpflege und Fußball als prio 1 sieht, sollte man als Bauingenieur zum örtlichen Hochbauer gehen und nicht zu einem über die Kirchturmgrenzen hinaus tätigen Unternehmen (nur weil da mehr gezahlt wird - da wird aber auch mehr verlangt).
 
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WiCo

Erfahrenes Mitglied
05.01.2014
2.260
955
Doch, es gibt viel schlimmeres. Ehrlich gesagt ist mir völlig egal, was andere verdienen.
Da gehörst Du sicher einer Minderheit an. Der Neidfaktor zersetzt doch inzwischen große Teile gesellschaftlichen Miteinanders. Auch das Verhalten von adler1085 und seine Entscheidungsalternativen sind doch zu einem erheblichen Teil davon getrieben.
 

slugbuster

Erfahrenes Mitglied
02.08.2016
371
2
Olympus Mons
Das ist doch nur die rein deutsche Sichtweise. Auf die kommt es aber nicht an. In Deutschland haben Gewerkschaften über Jahre systematisch versucht (teilweise mit Erfolg) die Kriterien für leitende Angestelle hochzuschrauben. In Norwegen gelten mit Sicherheit andere Regelungen. Außerdem gelten die Arbeitszeitregeln in Norwegen auch nicht für "Arbeitnehmer in einer besonders unabhängigen Position".

Es macht kaum Sinn den Unternehmen in Deutschland freie Hand zu lassen und durch mehr Pseudo- Leitende das Arbeitszeitgesetz zu umgehen.
Das würde ausgenutzt, bis jede Hilfskraft leitende Funktion hat.
 
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airhansa123

Erfahrenes Mitglied
03.11.2012
4.144
14
Wieviel zahlt der OP eigentlich dafür, dass er in diesem Paradies arbeiten darf:

Er profitiert recht wenig vom "Paradies" wenig wenn man wesentliche Kriterien des Ranking kennt: Lebenserwartung, Bildungssystem, Wirtschaftsleistung

- Bei einem 2-3 jährigen Aufenthalt in Norwegen wird sich seine Lebenserwartung kaum erhöhen, eher tritt durch die Pendelei das Gegenteil ein
- Auch das Bildungssystem ist für die Betrachtung des TO Schnuppe
- Von der hohen Wirtschaftsleistung / hohen Lohnniveau in Norwegen profitiert er auch nicht wenn ein deutsches Gehalt + x% vereinbart wird
 

Flying Lawyer

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
6.983
5.008
Bei 80 Stunden die Woche hat er da nicht viel von und es ist völlig OT.

Da er stöhnt und ächzt über die schreckliche Lage in Norwegen, die er zusammen mit seinem Arbeitsvertrag eingekauft hat, es es absolut nicht OT. Da gibt es nichts zu stöhnen. Er hat einen Arbeitsvertrag, der das vorsieht, bekommt die Kosten gezahlt und kommt in das Land mit der höchsten Lebensqualität auf diesem Globus. Es gibt schlimmeres. Wenn man das nicht will, sollte man nicht zu international tätigen Unternehmen gehen. Es gibt auch andere.