Erstes Mal in Südamerika - Lufthansa First, Latam 🇵🇪🇨🇱, Copa 🇵🇦, Conviasa 🇻🇪 + Avianca 🇨🇴

ANZEIGE

Charlie_Parker2055

Reguläres Mitglied
12.05.2023
86
1.436
Berlin und Dresden
ANZEIGE
Reisebericht Südamerika Sommer 2023

Anton Lange

Hintergrund:

Ich studiere an der TU Dresden. Im Oktober 2023 hatte ich ein Examen zu schreiben und da das reguläre Semester Mitte Juli vorbei war, hatte ich ungefähr 3 Monate, um mich mit einem Lernplan auf die Prüfung vorzubereiten. Vorneweg, die Prüfung wurde bestanden trotz meiner Reiselust. Ich hatte mir schon im Herbst 2022 eine Bahncard100 für 1 Jahr gekauft, mit welcher ich regelmäßig die Orte in Deutschland besucht habe, die ich noch nicht geschafft hatte. Mitte Juli war ich für vier Tage in Kroatien und in Bosnien & Herzegowina. Mein Highlight sollte jedoch diese Südamerika Reise werden, über die ich etwas ausführlicher berichten möchte.

Im Mai wurde ich auf einen Deal auf Travel Dealz aufmerksam, es ging um das First-Class-Angebot von Amsterdam mit Lufthansa nach Kolumbien / Peru / Ecuador. Ich bin vorher immer in Economy geflogen (mit einer Ausnahme) und wollte schon immer mal in First fliegen. Bis jetzt war das wegen der Tatsache, dass ich sonst nur mit der Familie wegfliege und das dann sehr teuer werden würde, noch nicht geschehen. Die Extra-Motivation dieses Angebot zu nutzen war das Glück, die Langstrecke im A 340-600 zu absolvieren. Also habe ich gebucht vom 21.08.23 bis 06.09.23. Nun mussten die Tage in Südamerika gut gefüllt werden, wenn man schon einmal da ist. Die Orte, die es ins Reiseprogramm geschafft haben, werden weiter unten näher beschrieben. Andere Ideen, die ich verworfen hatte, waren die Galapagos Inseln, ein Flug mit der B 767-200 von Eastern Airlines (Miami - Santo Domingo), Providenciales, eine ausschließliche Kolumbien-Rundreise und die ABC-Inseln.

SA Trip Flüge.png
Die geplante Reiseroute

SA Trip Flüge Liste.png

Die wichtigsten Daten (Logbuch)
 
Zuletzt bearbeitet:

Charlie_Parker2055

Reguläres Mitglied
12.05.2023
86
1.436
Berlin und Dresden
20.08.2023

Tag 1 der Reise startete in Dresden mit der Anreise nach Amsterdam. Da ich sehr viele Bahnbonus-Punkte über hatte ging es in der 1. Klasse über Frankfurt am Main Hbf (mit Aufenthalt in der DB Premium Lounge) nach Diemen Zuid mit dem ICE. Die Zugfahrt war unspektakulär außer dass der ICE International ab der Grenze sehr voll wurde. Übernachtet habe ich im Hostel „Via Amsterdam“. Vollkommen ausreichend für eine kurze Nacht.



21.08.2023

Um halb sechs saß ich im Sprinter nach Amsterdam Schipol. Check-in und Security gingen recht flott. Leider hatte die Star Alliance Lounge geschlossen und so ging es in die Aspire Lounge. Ich aß ein kleines Frühstück und trank einen Gin Tonic trotz der frühen Stunde. Egal, hat ja keiner gesehen. Dann ging es auch schon zum Boarding und während des kurzen Fluges gab es ein 2. Frühstück, welches ich sehr in Ordnung fand. Im Nachhinein hätte ich vielleicht aber besser drauf verzichtet, um mehr im FCT essen zu können. Kurz vor Landung machte mich der Purser auf die First Class Lounge B in Frankfurt aufmerksam. Ich wollte aber ins sagenumworbene FCT. Leider hatten wir keine Außenposition und somit gab es keinen Shuttle. Na dann halt zu Fuß zum FCT. Ich hatte dort ca. 4 Stunden Aufenthalt. In der Zeit habe ich eine Teezeit genossen, habe am Buffet genascht, geduscht, gelernt und im Restaurant 3 Gänge genossen. Ich hatte vorher viel um die Aufregung gelesen wegen des neuen Käfer-Caterings. Ich hatte nichts zu beanstanden.

IMG-20231116-WA0005.jpg
Das Mahl in der regionalen LH Business Class

IMG-20231116-WA0012.jpg
First Class Terminal - Hauptspeise (Pfifferlingsmenü)

Das Boarding erfolgte nach einer Fahrt mit dem VW Bus zum A 340-600. Die First war gut gebucht (7 von 8), ich saß auf 1A. Für jemand, der das erste Mal First fliegt, war es schon ziemlich cool, mit Namen angesprochen zu werden. Grundsätzlich war auf dem Flug alles in Ordnung. Es gab den erwarteten Service. Einziges Manko war, dass die First Class Amenity Kits nicht geladen wurden. Das aus der Business Class war die traurige Alternative. Der Schlafanzug und die Slippers waren aber an Bord. Da ich für die ganze Reise nur mit einem 35-Liter-Packsack reiste, ließ ich diese Güter nach dem Deboarding aber zurück. Das Essen war wirklich gut, ich ließ aber wegen meines ausgiebigen Mahls im FCT den Kaviar, das Brot und eine Vorspeise aus. Auch habe ich keinen Champagner getrunken - ist nicht meins. Mein Highlight war das Dessert, dann die Suppe mit Muscheln und dass das Rind der Hauptspeise medium war. Nach dem Service habe ich noch anderthalb Filme auf dem zu kleinen Monitor geschaut und anschließend bin ich für 5 Stunden eingeschlummert. Geweckt wurde ich kurz vor der Landung. Den Pre-Landing-Snack habe ich verschlafen, was nicht schlimm war. Dieser Schlaf war der einzige Schlaf, den ich jemals im Flugzeug hatte, selbst in der Lieflat-Business-Class der Copa B 737-900 Max mit 6 Stunden Flugzeit während der Nacht konnte ich nicht schlafen, von Flügen in der Eco gar nicht zu reden. Zusammenfassend war es ein sehr angenehmes Erlebnis in der Luft. Ein paar Gedanken von mir zur First Class der Lufthansa: Ich fand den Service wirklich gut, die Flugbegleiter waren sehr professionell und nicht künstlich übertrieben freundlich. Ich hatte ein sehr nettes Gespräch mit der Purserette über meine anstehende Reise. Die Monitore waren zu klein. Der Sitz kommt halt etwas in die Jahre. Grundsätzlich schätze ich aber die 1-2-1 Bestuhlung. In der Mitte saß zB ein Pärchen, wofür ja die 2 Mittelsitze sinnvoll sind. Ich bin auch ein Freund davon, dass es keine geschlossenen Suiten sind. Ich würde dies eineingend empfinden und daher schätze ich die Offenheit der Lufthansa First. Das Raumgefühl ist einfach besser. Außerdem will ich nicht wissen, wie teuer die First wird zu buchen, wenn die Allegris verfügbar ist. Wahrscheinlich wird die Prämienverfügbarkeit sehr dünn werden und gute Deals rar.

IMG-20231116-WA0007.jpg
Geflügel Consommé mit Muscheln

IMG-20231116-WA0008.jpg
Rinderfiletsteak mit Kräuterkruste, grünem Spargel und Waldpilzen

IMG-20231116-WA0009.jpg
Mango-Passionsfrucht-Mousse mit Kokosnuss und Crue de Cacao

Die Immigration in Bogota ging sehr schnell. Nach dem Geldwechseln ging es in ein einfaches Hotel. Auf der kurzen Fahrt wurde ich im Taxi gescammt. Die Fahrt war doppelt so teuer wie sie hätte sein sollen, weil der Fahrer kein Rückgeld geben wollte. Das hat mich extrem geärgert. Naja 5 Euro in den Sand gesetzt. Insgesamt habe ich in den etwa 15 Tagen vielleicht 12 Euro unnötig durch Scams verloren. Beklaut wurde ich auch nicht. Eigentlich doch ganz gut, denke ich. Als Konsequenz habe ich in den nächsten Tagen jedes angebotene Taxi gemieden.
 

Charlie_Parker2055

Reguläres Mitglied
12.05.2023
86
1.436
Berlin und Dresden
22.08.2023

Die nächsten Tage werde ich kürzer fassen. Heute ging es von Bogota über Lima (mit Terminal-Wechsel) nach Cusco. Es waren 2 Flüge mit Latam. Ich hatte einen Tag Aufenthalt in Cusco. Was habe ich erlebt? Ich habe eine Free-Walking-Tour mitgemacht. Die 3 Stunden waren gut investiert. Mit den anderen Teilnehmern (1 Franzose, 1 Japanerin) haben wir dann noch Alpaka gegessen und etwas getrunken.

Ergänzung:
Zur Einreise in Peru wird nicht mehr der Reisepass gestempelt, was mich etwas traurig gemacht hat, wenn man so einen Stempel auch als Souvenir sieht. Am 24.08. habe ich mir dann aber einen Touristenstempel von den "Islas flotantes de los uros" geholt.

GOPR0007 - Cusco.JPG
Iglesia de la Companía de Jesús in Cusco (Die GoPro verzerrt das Foto etwas)

23.08.2023

Heute ging es früh zum Bahnhof in Cusco, um mit dem Zug in 10 Stunden nach Puno zu fahren. Die Zugfahrt war ein vorläufiges Highlight für mich. Es war eine Fahrt im Luxuszug von „Perurail Titicaca“. Ich habe das alles sehr genossen: das 4-Gänge-Menü, die Aussicht in den Anden mit den Flusstälern, Bergen und engen Fahrten durch lokale Märkte in den Städten sowie die Vorstellung der peruanischen Kultur mit Musik und Tanz. Die Zeit verging wirklich schnell. Volle Empfehlung! Der Preis waren 275 USD. In Puno angekommen ging es dann ins Hotel, denn es war schon dunkel und kalt noch dazu. Puno liegt knapp unter 4000 Meter über Normalnull. Das merkt man schon.

GOPR0117.JPG
PERURAIL Titicaca auf dem Weg nach Puno - hier Peru Altiplano (ein wunderschöner Zug)

IMG_20230903_092343 (🇵🇪 Peru Rail).jpg
Selber Ort - Extra für die Gäste des Zuges wurde an dieser Stelle (höchster Punkt der Reise > 4000m über Normalnull) ein lokaler Markt aufgebaut

GOPR0167.JPG
Angekommen in Puno - im Vordergrund das Panorama-Abteil, im Hintergrund der Barwagen

24.08.2023

Bevor eine sehr lange Reise heute anstand, ging es für mich zum Volk der Uros. Ich hatte eine Tour zu den „Floating Islands“ gebucht, die sich im Titicacasee befanden. Es war ein kurzer aber interessanter Einblick in eine einzigartige und bunte Kultur. Wir haben auch eine kleine Fahrt mit selbst gebauten Booten der Uros-Menschen machen dürfen. Die Menschen dort führen ein recht touristisches aber auch einfaches Leben.

Nach der Tour ging es mit dem Shuttle (vorher gebucht und bezahlt) von Puno nach Juliaca zum Flughafen. Von dort mit Latam über Lima nach Santiago de Chile.

IMG_20230903_092451 (🇵🇪 Uros Floating Islands - Titicaca).jpg
Titicacasee - Zu Besuch bei den "Uros" (Islas flotantes de los uros) - in Peru ist alles so schön farbenfroh
 
Zuletzt bearbeitet:

Charlie_Parker2055

Reguläres Mitglied
12.05.2023
86
1.436
Berlin und Dresden
25.08.2023

Ich hatte einen Weiterflug nach Hanga Roa auf den Osterinseln. Den Latam-Flug in der B 787-8 (viermal wöchentlich) hatte ich über die chilenische Latam-Website gebucht und somit nur ein Drittel vom Preis bezahlt im Vergleich zur Buchung über die europäische Website (Point of Sale !!). Nach dem Terminalwechsel fing mein Drama an, auf das ich gerne verzichtet hätte. Nach dem Geldabheben ließ ich mein Smartphone fallen und das Display wurde für immer schwarz. Meine E-Tickets hatte ich zum Glück ausgedruckt. So ging ich damit zum Check-in, obwohl ich eigentlich vorher meine Bordkarte schon hatte. Als großes Problem stellte sich heraus, dass ich keinen Zugriff mehr hatte auf mein Einreiseformular, welches ich für die Reise nach IPC unbedingt brauchte. Ich hatte dies nur auf dem Handy. Über sehr viele Umwege konnte ich dieses Formular dann am PC in der Information noch einmal ausfüllen und es wurde mir ausgedruckt. Immerhin hatte ich das Handy nicht verloren und somit hatte ich noch meine SIM. Auf Googlemail konnte ich wegen einer 2-Faktor-Authentifizierung trotzdem zunächst nicht zugreifen. Ich bin kein Fan davon.

Schlussendlich konnte ich boarden und der Flug verlief angenehm, da es sogar IFE gab - zum Glück, da mein Handy ja kaputt war und ich somit nicht darauf Filme schauen konnte. Es gab sogar ein warmes Essen, aber es waren ja auch 5 Stunden Flugzeit, den allergrößten Teil flogen wir über den Pazifischen Ozean. Die Landung auf der über 3000 Meter langen Piste war sehr entspannt. Früher wurde IPC als Notlandeplatz für das Space-Shuttle von den Amerikanern ausgebaut. Der Flughafen ist der einzige weltweit, der im Linienverkehr ausschließlich von der B 787 angeflogen wird. Es gab einen Flug am Montag und Sonntag plus zwei Flüge am Freitag. Während Covid gab es ca. 2 Jahre nur Cargoflüge und ungefähr nur 10 Menschen der ca. 5000 Bewohner durften pro Monat die Insel verlassen (mit eingeschränkten Recht der Wiederkehr).

Zur Ankunft wurden alle Passagiere von den Insulanern freudig mit Musik und Blumenketten empfangen. Mit 5 anderen Gästen sind wir dann in zur Unterkunft gefahren worden. Im Tupa-Hotel war alles sehr schön soweit. Frühstück war inklusive. Ganz wichtig war natürlich für mich, an ein neues Phone zu kommen. Ich habe mir ein günstiges Xiaomi geholt mit schlechter Kamera zum teuren Inselpreis. Zum Glück hatte ich ja noch meine GoPro. Ich habe dann noch ein bisschen eingekauft und die Nationalparkgebühr bezahlt.

Ergänzung:
Wenn man im Terminal 2 in SCL ankommt, geht es dann zur Passkontrolle und Zoll. Man reist also zunächst nach Chile ein. Dort erhält man auch die Touristenkarte. Unbedingt aufheben. Dann verlässt man das Terminal 2 und geht zum Nationalen Terminal. Für die Flüge zur Osterinsel gibt es im Nationalen Terminal einen separaten Bereich nach dem Check in, wo man das Formular "Rapa Nui Entry Form" vorlegen muss (https://ingresorapanui.interior.gob.cl/). Nach dem Vorlegen dieses Formulars gibt es einen weiteren Rapa Nui spezifischen Stempel in den Pass. Man bekommt dort eine spezifische Karte für die Einreise auf die Osterinsel. Diese wird beim Boarding aber wieder eingesammelt. Nach all diesem Prozedere geht es zur Security. Bei der Ausreise aus Chile / von der Osterinsel gibt es nur noch einen Stempel in den Reisepass.
 
Zuletzt bearbeitet:

Charlie_Parker2055

Reguläres Mitglied
12.05.2023
86
1.436
Berlin und Dresden
26.08.2023

Als die Osterinsel sich nach dem lange andauernden Shutdown wieder dem Tourismus öffnete, änderten die Insulaner ihre Anforderungen an Touristen, wenn diese die Moais besichten wollten. Von nun an war zu beachten, dass man zusätzlich zur Nationalparkgebühr (80 USD) die Plattformen mit den Moais und andere archäologische Stätten nur mit einem Einheimischen (Guide oder Privatperson) oder in einer Reisegruppe besuchen durfte. Das erhöhte natürlich noch einmal die Kosten.

Heute ging es mit 10 anderen Touristen auf die Ganztagestour mit „Maururu Travel“ zu folgenden Orten: Akahanga, Rano Raraku, Ahu Tongariki, Te Pito Kura und Anakena Beach. Das war ganz klar die Highlight-Tour der Insel. Am eindrucksvollsten empfand ich Ahu Tongariki. Eine Plattform mit 15 Moais. Insgesamt sind knapp 900 Moais auf der Insel in verschiedenen Stadien der Wiederherstellung unterschiedlich schwierig zugänglich, davon sind nur 4 Moais weiblich.

GOPR0351 - Te Pito Kura.JPG
Te Pito Kura (Te Pito o Te Henua = Nabel des Lichts)

IMG_20230903_092232 (🇨🇱 Ahu Tongariki 🗿).jpg
Ahu Tongariki (eins meiner größten Highlights)

In Anakena Beach durfte man sich frei bewegen - auch ohne Guide. Hier befand sich auch der einzige wirkliche Badestrand der Insel. Bei 20°C Wassertemperatur konnte ich mit Blick auf 5 Moais einen wirklich tollen Moment genießen. In Akahanga konnten wir 2 Wale draußen im Pazifik beobachten, für mich das erste Mal. Rano Raraku war auch sehr spannend, weil es hier eine Fülle an Moais in verschiedenen Positionen, Größen und Wiederherstellungszustand zu besichtigen gab.

GOPR0419.JPG
Anakena Beach (ganz links im Bild sieht man eine Plattform mit 5 1/2 Moais)

GOPR0300.JPG
Rano Raraku diente über mehrere Jahrhunderte als bevorzugter Steinbruch für die Fertigung der Moai-Figuren (über 90% stammen von dort)
 

Charlie_Parker2055

Reguläres Mitglied
12.05.2023
86
1.436
Berlin und Dresden
27.08.2023

Heute war der 2. Tourentag auf der Osterinsel. Es standen 2 Halbtagestouren an.

Tour 1 führte mich nach Orongo, zum Vulkan Rano Kao und nach Ahu Vinapu. Rano Kao war einfach traumhaft schön - ein erloschener ergrünter Vulkan. In Orongo haben wir einiges über die Geschichte der Stämme erfahren. Orongo ist ein Dorf, welches früher von den Bewohnern immer nur saisonal bewohnt wurde. Insgesamt gab es hier 17 rivalisierende Stämme. Wer die Inselherrschaft inne hatte, entschied sich jedes Jahr neu. Grob gesagt ging es viel um das „Manna“ und darum, dass jedes Jahr Vertreter der verschiedenen Stämme von Orongo die Steilküste herunterkletterten und durch den Pazifik zu einem vorgelagerten dem Ozean ausgesetzten Felsen (Motus) schwammen und dort auf die Eiablage der Vögel warteten, um dann dieses Ei unversehrt zur Hauptinsel nach Orongo zu bringen. Wem das als erstes gelang, dessen Stamm durfte ein Jahr regieren. Tour 2 ging nach Puna Pau, Ahu Akivi und Tahai. Ahu Akivi ist die einzige Plattform, von der die Moais in Richtung Ozean schauen und nicht inseleinwärts. Tahai ist ein Komplex mit 3 Plattformen, die man auch ohne Guide besuchen kann, ein perfekter Ort, um den Sonnenuntergang zu verbringen. Hier gibt es eine Plattform, wo neben 5 Moais eine leere Stelle herrscht, sodass sich früher Touristen auf die Plattform neben die Moais gestellt haben, was natürlich ein No-go ist.

GOPR0517.JPG
Rano Kao (erloschener Vulkan mit toller Flora)

GOPR0493.JPG
Orongo (bedeutende Kultstätte)

GOPR0490.JPG
Motu Kau Kau
Der "Vogelmann-Kult" zum Nachlesen: https://www.lichtkreis.at/mythologie/der-vogelmann-kult/

GOPR0558 - Tahai.JPG
Tahai-Komplex (v.l.n.r.: Ahu Tahai - Ahu Vai Uri - Ahu Ko Te Riku (mit Pukao aus rotem Vulkangestein))
 

Charlie_Parker2055

Reguläres Mitglied
12.05.2023
86
1.436
Berlin und Dresden
28.08.2023

Heute musste ich die Osterinsel leider schon wieder verlassen, da es für mich weiterging nach Panama. Mit Latam in der B 787-9 ging es nach Santiago de Chile, wo ich auf meinen Weiterflug wartete.

GOPR0652.JPG
Hanga Roa (Hauptort der Osterinsel)

GOPR0718 - Hotel Tupa.JPG
Hotel Tupa (ein angenehmer Ort zum Übernachten)

GOPR0721 - IPC.JPG
Flughafen Mataveri (IPC) mit B 787-9
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Pause

Morgen geht es weiter mit dem kurzen Zwischenstop in Panama, dem Salto Angel in Venezuela und Medellin sowie Bogotá.
Plus natürlich der Rückflug in der Lufthansa First Class plus First Class Lounge A in Frankfurt.

Ich hoffe, ich konnte bis hierhin euch etwas unterhalten und einiges Neues erzählen. Es ist mein erster Bericht hier im Forum.
Über Verbesserungsvorschläge freue ich mich. Seht mir den unterschiedlichen Detailgrad der einzelnen Tage bitte nach.

Gute Nacht
 

Charlie_Parker2055

Reguläres Mitglied
12.05.2023
86
1.436
Berlin und Dresden
Sorry für die länger als geplant dauernde Schreibpause ... jetzt kommt eine Fortsetzung :)🇵🇦

29.08.2023

Ich habe mir für den ersten meiner insgesamt 4 Copa Airlines Flüge ein Business Class Upgrade für 185 USD ersteigert - in der Max mit Lie-Flat-Sitzen (2-2 Bestuhlung). Alle Copa Airlines Flüge habe ich auf einem Ticket als Multicity gebucht für knapp 600 USD. Heute ging es noch in der Nacht nach Panama City - ein Flug mit einer Dauer von 6 Stunden. Nach einer Getränkerunde wollte ich dann schon schlafen und habe daher das Essen für später eingepackt in einer Tüte erhalten. Geschlafen habe ich nicht wirklich, eher gedöst. Trotzdem war ich ausgeruht angekommen und damit hatte es sich schon gelohnt. Vom Internationalen Flughafen ging es nach der Immigration an den aufdringlichen Taxifahrern vorbei zur Metro. Seit Frühjahr 2023 fährt hier eine Stichlinie der Metrolinie 2 zum Airport. Metro fahren ist hier wirklich günstig (im Vergleich zum Auswärtsessen in der Altstadt). Wenn man ausschließlich Metro fährt, dann braucht man nur seine Kreditkarte bei der Einlassschranke vorzeigen und los geht es.

In Panama City hatte ich keine Pläne. Ich wollte einfach nur etwas ausspannen. Ich habe im „AmazINN Places Casa Boutique Marichu“ für 70 USD genächtigt. Klare Empfehlung! Großes Zimmer mit Küche und Zugang zum Rooftop-Pool. Perfekt um Kraft zu sammeln für anstrengende Tage in Venezuela.

GOPR0727.JPG
Lounge: Pacific Club Salones VIP (auch für PP-Members) ... War sehr voll, Business Class Gäste von u.a. Copa Airlines sollten eigentlich bevorzugt Eintritt erhalten. Die Umsetzung dieser Regel gestaltete sich aber schwierig.

GOPR0724 - SCL Pacific Club Lounge Copa.JPG
Es gibt für Business-Class-Gäste von Copa Airlines und American Airlines etc. einen eigenen reservierten Sitzplatzbereich.

GOPR0726.JPG
Das warme Speisenangebot war sehr eingeschränkt. Die eine Speise (rechts im Bild) war aber recht lecker.

GOPR0730 - Copa Business Class.JPG
Boeing 737 MAX 9 (2-2 Lie Flat Business Class). Die Crew war schon über ein gemachtes Foto erbost. Der Flug war sehr okay. Ich habe versucht zu schlafen. Das geht eigentlich ganz gut hier in der Theorie.

GOPR0731 - AmazINN Panama.JPG
Mein sehr geräumiges Zimmer in der Altstadt mit Wohnküche. AmazINN Places Casa Boutique Marichu. Auf dem Dach gab es einen kleinen Pool. Check in wurde mit Türcode selbst durchgeführt - so mag ich es.

GOPR0750.JPG
Catedral Basílica Metropolitana Santa María La Antigua (eine der Hauptsehenswürdigkeiten). Ich war in Panama aber nicht auf Sightseeing aus.
Ich habe zum Beispiel die Schleusen nicht besucht, auch weil ich mit der Preisgestaltung für Touristen nicht einverstanden war.

30.08.2023

Heute habe ich am Vormittag die Altstadt besucht und ein paar Fotos gemacht, mehr nicht. Ich bin dann auch relativ früh zum Flughafen gefahren. Es ging am späten Abend mit Copa nach Caracas.

IMG_20230903_091707 (🇵🇦 Panama Old Town).jpg
Von der Altstadt heraus in die Moderne fotografiert. In Panama City gibt es starke Kontraste und Gegensätze. Alt-neu; Sicher-Unsicher; Reich-Arm; etc.
 

Charlie_Parker2055

Reguläres Mitglied
12.05.2023
86
1.436
Berlin und Dresden
31.08.2023

So ab hier wird es für die meisten hoffentlich spannend. Ich fand es nervenauftreibend. Ich war teilweise echt angespannt. Was war mein Plan? Ich wollte unbedingt Salto Angel sehen, wenn ich schon einmal in Südamerika bin. Das ist der höchste freifallende Wasserfall der Welt. Wie die Situation in Venezuela ist, das weiß man ja aus dem Netz. Es ist keine Destination, die touristisch empfohlen wird. Vor Reisen wird gewarnt, es gibt die Hyperinflation, Kriminalität, Korruption, Armut und Willkür von Polizeibeamten. Im Internet habe ich nach verlässlichen Unternehmen gesucht, die Touren zum Salto Angel anbieten. Ich habe mich für Osprey Expeditions entschieden, weil es eine detaillierte und aktuelle Website war, auf der die Durchführung von verschiedenen Touren garantiert wurde. Um zum Salto Angel zu kommen, muss man von Caracas (CCS) nach Canaima (CAJ) fliegen. Die Staatsairline Conviasa fliegt jeweils 2x am Donnerstag und Sonntag mit einer Embraer 190 diese Strecke. Die Plätze auf diesen Flügen sind heiß begehrt. Man kann diese nicht als Ausländer online buchen, das läuft über die Tourenanbieter oder persönlich vor Ort in Caracas. Wenn man eine Tour zum Salto Angel bucht, dann braucht man auch einen Platz im Flieger. Bis zum 30.08. wusste ich nicht, ob Osprey einen Platz für mich im Flieger sichern konnte, weil das eigentliche Kontingent von 8 Plätzen für Osprey wegen seltsamer Machenschaften an andere Passagiere gegangen ist und somit unser Touroperator keine Plätze mehr im Flieger hatte. Am Nachmittag des 30.08. erfuhr ich, dass das Ganze doch nicht ausfallen sollte, sondern dass Osprey mich und 3 andere in das Kontingent der Waku Lodge eingebucht hatte und er die Mehrkosten tragen musste. Die anderen 4 waren einverstanden die Reise zu verschieben. Ich hatte also am Abend dann meine E-Tickets erhalten und die Zusage, dass ich in Canaima von der Waku Lodge erwartet werde. Mit diesem Stand ging ich in Caracas International zur Immigration. Dort fing das Chaos an. Ich konnte kein Spanisch, der Mensch von der Immigration konnte kein Englisch. Zum Glück hatte ich mir Spanisch auf meinen Google Übersetzer für den Offline-Gebrauch heruntergeladen. Er wollte mich nicht einreisen lassen, weil ich keine Hotelreservierung für die ersten 3 Nächte vorzeigen konnte. Ich hatte nur per WhatsApp die Zusage mit der Lodge. Nach mehrfacher Schilderung meines Leids und dass ich nichts dafür kann, ließ er mich dann doch passieren. Ich war drin im Land Venezuela. Uff.

Nun musste ich vom Internationalen Terminal zum Nationalen Terminal und es war 3 Uhr nachts. Ich wusste nur in etwa den Weg. Naja man hat mich schnell als ahnungslosen Touristen identifiziert und ein Einheimischer hat mich dann die 5 Minuten dahin geführt. Er wollte natürlich was dafür haben. Am Ende hat er 5 USD von mir bekommen, er wollte natürlich mindestens 10 USD. So eine Situation hätte auch schief gehen können. Wegbeschreibung: Man kommt nach dem Zoll in die Ankunftshalle, von dort geht es nach halb links in einen Gang, dann ein Stockwerk tiefer per Rolltreppe. Nun ist man im internationalen Check-In Bereich. Diesen verlässt man, draußen geht es nach links und dann bleibt man für ca. 5 Minuten auf dem Fußweg bis man am Nationalen Terminal ankommt. Nach dem Check in für meinen ersten Conviasa Flug habe ich die anderen 3 Reisenden von meiner ehemals Osprey- jetzt Waku-Lodge-Reisegruppe getroffen. Es waren zwei aus der Schweiz, die einen Monat ausschließlich Venezuela bereisen wollten und ein Deutsch-Kroate, der am Anfang einer Weltreise stand. Das Erlebnis mit der Waku Lodge war übrigens doppelt so teuer wie die Tour mit Osprey Expeditions gekostet hätte.

GOPR0777 - CCS.JPG
Blick von den Gates des Nationalen Terminals von Caracas (Aeropuerto Internacional de Maiquetía Simón Bolívar). Es war ein Kampf bis hierhin zu kommen.

GOPR0778.JPG
Nationale Ziele im Verlauf des 31.08.2023. 2 Flüge nach Canaima an diesem Tag.

GOPR0780.JPG
Nationaler Abflugbereich Flughafen Caracas. Essen war hier echt teuer. Ein kleines Frühstück kostet hier ca 10 USD. Kreditkarte (VISA) hat funktioniert. Auf den Toiletten gibt es quasi nie Klopapier.

IMG_20230831_074741.jpg
Es geht los. 1. mal Conviasa fliegen.

IMG_20230831_094341.jpg
Boarding Pass von Conviasa (CCS --> CAJ) [nachträglich geschwärzt - Danke für den Hinweis]

GOPR0784 - Conviasa Hin.JPG
In der Embraer 190 nach Canaima. Fensterplatz - läuft (9A). Es gab eine Getränkerunde. Vollkommen ausreichend. Bilder aus dem Fenster gibt es zum Bericht für den Rückflug (04.09.2023).

GOPR0785.JPG
Im Flieger nach Canaima.

Nach einer Stunde Flug landeten wir in Canaima, einem kleinen Dorf, welches Ausgangspunkt für die Touren zum Salto Angel ist. Wir stärkten uns kurz in der Waku Lodge, verstauten unser großes nicht benötigtes Gepäck und dann ging es auch schon los. Mit einem stark motorisierten Einbaum (Boot) ging es mit 2x je 7 Reisenden und 3 Angestellten zum Camp nahe des Wasserfalls. Wir fuhren durch traumhafte Tafelberglandschaften und Regenwald. Es gab viel zu entdecken. Zwischendurch haben wir Stopps zum Baden gemacht. Die Tour führte über den Rio Carrao und den Rio Churun, welche in der Regenzeit genug Wasser führten. Am Abend kamen wir in einem Camp an, wo uns Hängematten aufgehangen worden und wir mit Blick auf den Salto Angel am Feuer saßen, gutes Essen genossen und dann eine entspannte Nacht in der Hängematte hatten.

GOPR0789.JPG
Embraer 190 (YV3071 - Auslieferung: Jan 2014). Gelandet in Canaima.

Die Bilder von der Fahrt zum Camp (auch 31.08.2023), wo wir übernachtet haben, folgen in einem neuen Beitrag ...
 
Zuletzt bearbeitet:

Charlie_Parker2055

Reguläres Mitglied
12.05.2023
86
1.436
Berlin und Dresden
Interessanter Bericht.
Ich glaube die meisten hier würden dir auch ohne die Selfies glauben, dass der Bericht echt ist.

OK dann bin ich beruhigt, dass die Glaubhaftigkeit nicht von Selfies abhängig ist. Ich habe das relativ oft gemacht, weil ich bei Nomad Mania diese 1301 Regionen anfangen will zu sammeln, und da wird immer ein Selfie erwartet, dass man auch wirklich da war.
 

Charlie_Parker2055

Reguläres Mitglied
12.05.2023
86
1.436
Berlin und Dresden
31.08.2023 (Fortsetzung)

So hier noch die Bilder vom 31.08.2023 ab der Landung in Canaima. Ich komme dem Wunsch nach mehr Bebilderung nach.

GOPR0796 - Tour zum Salto Angel.JPG
Tepuis (bedeutet in der Sprache Pemón "Tafelberg"). Eine große Anzahl der Tafelberge (insgesamt 115) befindet sich im Nationalpark Canaima in Venezuela. Dieser wurde von der UNESCO in die Liste des Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit aufgenommen.

GOPR0825.JPG
Auf dem Rio Carrao. Kurzer Zwischenstop. Man sieht hier unser Boot, genannt: Einbaum (in der indigenen Sprache: "Curiara").

GOPR0839.JPG
Gleicher Ort wie ein Bild weiter oben. Hier haben wir im Wasserfall gebadet und uns erfrischt.

GOPR0844.JPG
Ausblick während der Bootsfahrt auf die Tafelberg-Landschaft.

GOPR0849.JPG
Essenspause

GOPR0851.JPG
Mit Ponchos haben wir uns gegen die spritzenden Wellen geschützt.

GOPR0871.JPG
Ausblick während der Bootsfahrt auf die Tafelberg-Landschaft.

GOPR0902.JPG
Das erste Mal sehen wir Salto Angel. "Kerepakupai Vena" so heißt der Wasserfall in der Sprache Pemón (Ort des tiefsten Sprungs).

GOPR0911.JPG
Wir sind am Camp angekommen - noch vor Sonnenuntergang. Perfekt.

GOPR0916.JPG
Ausblick von der Feuerstelle des Camps auf den höchsten Wasserfall der Erde.

GOPR0932.JPG
Das war unser Nachtlager. Hängematten mit Moskitonetzen. Es war besser als gedacht, hier in den Schlaf zu finden.

Es gab anscheinend schon mal einen ähnlichen Reisebericht zum Salto Angel:
 

Charlie_Parker2055

Reguläres Mitglied
12.05.2023
86
1.436
Berlin und Dresden
01.09.2023

Am nächsten Morgen verließen wir das Camp, setzten auf die andere Seite des Flusses über und wanderten ca. 90 Minuten zum Salto Angel durch den Regenwald. Es war atemberaubend und absolut ergreifend endlich am Fuße des Salto Angel (979 Meter Fallhöhe) angekommen zu sein, welcher vom Tafelberg „Auyan-Tepui“ (bis zu 2450 Meter hoch) hinunter fällt. Wir badeten ausgiebig und machten natürlich einige Fotos. Ich versuchte das Erlebnis so gut es ging aufzusaugen und für immer zu konservieren. Wann werde ich jemals wieder hier sein? Ca. 4 Stunden waren wir vor Ort, dann ging es den Weg zurück. Kurz bevor wir das Dorf Canaima erreichten, besichtigten wir noch den Salto Ucaima - tosende Wassermassen. Erschöpft kamen wir am Abend in der Waku Lodge an und durften unsere Zimmer beziehen. Es gab ein tolles Abendbrot Buffet.

Es folgt eine Schwemme an Bildern: ...

GOPR0934.JPG
Aufgewacht. Der Salto Angel ist immer noch da. Vor allem ist er (noch) nicht von Wolken verhangen.

GOPR0942.JPG
Auf der Wanderung zum Wasserfall. Erster guter naher Fotospot.

GOPR0948.JPG
Da ja zu dieser Jahreszeit Regenzeit ist, verwundert es nicht, dass der Salto Angel mittlerweile von Wolken verdeckt wird.

GOPR0966.JPG
Der Blick in die andere Richtung soll nicht untergehen.

GOPR1006.JPG
Fast wolkenlos mittlerweile.

GOPR1015.JPG
Man kann sich nicht satt sehen daran ...

GOPR1020.JPG
Endlich sind die Wolken weg. Gegen Mittag sind aber auch wesentlich mehr Leute gekommen, die meisten von den Neuankömmlingen haben die Tour von Canaima an einem Tag gemacht, also ohne Übernachtung. Unsere Gruppe hatte durch die Übernachtung in Wasserfallnähe natürlich sehr früh dort sein können.

IMG_20230903_091955 (🇻🇪 Salto Angel).jpg
Das Beweisfoto für Nomad Mania.

GOPR1029.JPG
Fantastischer Blick auf den Giganten. Der Salto Ángel fällt 979 Meter vom Plateau des Tafelbergs "Auyan-Tepui".

GOPR1036.JPG
Im Regenwald auf dem Rückweg zum Boot. Der Aufstieg sollte für eigentlich jeden zu bewältigen sein.

GOPR1050.JPG
Auf der Rückfahrt. So viele Wasserfälle ...

GOPR1081.JPG
Da an dieser Stelle der Fluss flacher wurde und es Stromschnellen gab, haben wir das Boot für eine halbstündige Wanderung am Fluss entlang verlassen. Auf der Hintour war das genauso.

GOPR1082.JPG
Beginn der kleinen Wanderung.

GOPR1089.JPG
Ende der kleinen Wanderung. Ungefähr an dieser Stelle gab es einen kleinen Markt mit Kunsthandwerk. Später habe ich erfahren, dass man etwas kaufen und die Rechnung auf's Hotelzimmer schreiben konnte.

GOPR1095.JPG
Die Bootsfahrt geht weiter, aber wir sind auch fast "zu Hause".

GOPR1098.JPG
Durch die Spiegelung ergibt sich ein Bild wie bei einer Audio-Tonspur.

GOPR1103.JPG
Unser Anbieter war die Waku Lodge.

GOPR1105.JPG
Salto Ucaima. Tosend - Brausend - Laut.

GOPR1112.JPG
Für die Kartographen ...

GOPR1114 - Waku Lodge + Canaima Lagune.JPG
Unser Zimmer in der Waku Lodge.
 
Zuletzt bearbeitet:

Charlie_Parker2055

Reguläres Mitglied
12.05.2023
86
1.436
Berlin und Dresden
02.09.2023

Heute war ein etwas entspannterer Tag. Wir machten eine Minitour mit dem Kayak zum Strand der Canaima-Lagune und badeten in dieser. Hier konnte man unglaubliche Fotos schießen. Später steuerten wir Salto El Hacha, Salto Golondrina und Salto Ucaima an. Diese Wasserfälle mündeten in die Canaima-Lagune. Wir wanderten vom Ufer zu den eben genannten Wasserfällen und auch dahinter und dann über sie hinweg. Es gab viel zu sehen. Manchmal stellten wir uns am Rand des brausenden Wassers unter die Wassersäule und ließen das Wasser auf unsere Schultern klatschen. Wieder zurück besuchte uns das hier lebende Flachland-Tapir und tollte im Wasser mit uns herum. Es gab in der Lodge auch weitere Tiere zu entdecken wie Affen und Aras, die beim Frühstück unser Essen mausen wollten.

GOPR1123.JPG
Ein munterer Bewohner der Waku Lodge. Kennt jemand die Art? Edit: Ich war heute im Dussmann und hab' in einem Reiseführer über Suriname geblättert. Da habe ich, so denke ich mal, die Lösung gefunden: Südamerikanischer Nasenbär (Nasua nasua).

GOPR1126.JPG
Trollige Affen

GOPR1237.JPG
Flachlandtapir (Tapirus terrestris) vor der Lagune ... (wahrscheinlich)

GOPR1246.JPG
Ein Gelbbrustara (Ara ararauna)

GOPR1127.JPG
"Strand" der Waku Lodge

GOPR1133.JPG
Blick auf die "Canaima-Lagune"

GOPR1135.JPG
Rechts die 3 charakteristischen Palmen, mittig Salto Ucaima, links Salto El Hacha.

GOPR1137.JPG
Wir sind mit Kayaks von der Waku Lodge hier hin gepaddelt (5 Minuten). Man beachte das rötlich gefärbte Wasser.

GOPR1142.JPG
Das Wasser war ziemlich warm.

GOPR1147.JPG
Salto El Hacha.

GOPR1149.JPG
Salto El Hacha. Rechts auf dem Stein war der perfekte Ort für "Fotos vor dem Wasserfall".

GOPR1166.JPG
Es war wie in der Waschküche.

GOPR1175.JPG
Es war sehr glitschig. Deswegen hatten wir alle Socken an laut Empfehlung.

GOPR1185.JPG
Blick von oben auf die Lagune.

GOPR1189.JPG
Die Unterkunft in Bildmitte heißt "Waka Wená".

GOPR1203.JPG
Vorne auf dem Einbaum steht unser lokaler Guide.

GOPR1205.JPG
Auf dem Rückweg ...

IMG_20230902_231202 (🇻🇪 Canaima Lagune - Wakü Lodge).jpg
Keine Fotomontage ...

GOPR1256.JPG
Fußballplatz im Dorf Canaima.
 
Zuletzt bearbeitet:

Charlie_Parker2055

Reguläres Mitglied
12.05.2023
86
1.436
Berlin und Dresden
03.09.2023

Heute ging es nach Caracas International zurück. Das Prozedere beim Abflug war sehr locker. Es gab einen handgeschriebenen Boardingpass und freie Sitzplatzwahl. Vom Flughafen hatte ich einen Shuttle in meine Unterkunft reserviert. Dort blieb ich 24 Stunden und wartete auf meinen Weiterflug am nächsten Tag. In der Zeit hatte ich 3 Stromausfälle. Ausflüge von hier aus ließ ich lieber bleiben. Ich hatte deswegen in Canaima am Vortag sehr teuer eingekauft (21 USD für 4 Lebensmittel). Die Unterkunft hatte einen Gemeinschaftspool, den ich aber nicht aufsuchte. Der Ausblick auf das Karibische Meer war aber echt nicht schlecht.

GOPR1271 - CAJ.JPG
Karte vom Nationalpark.

GOPR1272.JPG
Abflugbereich in Canaima (CAJ). Letzte Möglichkeit für Souvenirs.

IMG_20230903_085344.jpg
Handgeschriebener Boarding Pass - hatte ich das erste Mal so.

GOPR1275.JPG
Blick aus der Embraer 190 auf den Regenwald.

GOPR1284.JPG
Idem.

GOPR1292.JPG
Im Landeanflug über dem Karibischen Meer.

GOPR1298.JPG
Safety Instructions by Conviasa (1)

GOPR1299.JPG
Safety Instructions by Conviasa (2)

GOPR1308.JPG
Aeropuerto Internacional de Maiquetía Simón Bolívar (CCS).

GOPR1315.JPG
Am Gate gegenüber eine Maschine von Estelar (die fliegen zB. nach SCL).

GOPR1318 - Catia La Mar.JPG
Blick aus meiner Unterkunft - Airport BleuSuite Apartament in Catia La Mar (10 Minuten mit dem Auto vom Flughafen entfernt).

GOPR1327.JPG
Küche - Kühlschrank - Esstisch - alles ok.

GOPR1328.JPG
Sofa - Bett - TV mit Netflix - WLAN. Passt alles. Bis auf die Stromausfälle. Der Shuttle-Service hat geklappt.
 

Charlie_Parker2055

Reguläres Mitglied
12.05.2023
86
1.436
Berlin und Dresden
04.09.2023

Um 12 Uhr verließ ich das Apartment mit einem Shuttle und war damit vier Stunden vor Abflug am Flughafen CCS. Dass es eine gute Idee war so früh dort aufzutauchen, zeigte sich schnell. Wer weiß wieso ich „Gringo“ ausgewählt wurde, keine Ahnung. Jedenfalls hat mich ein Soldat oder Polizist herausgefiltert und mich ordentlich ausgefragt. Generell habe ich den Eindruck, dass die Leute dort es sehr misstrauisch finden, wenn man als Tourist in ihr Land einreist. Als Tourist bist du verdächtig. Mein Gepäck wurde einmal komplett auf Drogen gefilzt, dann ich selbst in einer Röntgen-Kabine o.Ä.. In der Security wurde mein Gepäck ein zweites Mal komplett durchsucht. Bei der Ausreise wollte man wissen, wie ich von Kolumbien nach Europa komme mit Tickets. Keine Ahnung, wieso die das wissen müssen. Wie ich aus Kolumbien nach Europa komme, hat die venezolanische Einwanderungsbehörde doch eigentlich gar nicht zu interessieren. Natürlich habe ich so gut ich konnte volle Kooperationsbereitschaft gezeigt. Um 16 Uhr ging es mit Copa 225 nach Panama und von dort nach 50 Minuten Layover wieder mit Copa 208 nach Medellin. Panama Tocumen Airport ist ein Traum was den Transit betrifft. Super einfach. Man muss nicht ausreisen und wieder einreisen, wie bei vielen anderen lateinamerikanischen Airports.

GOPR1333 - CCS.JPG
Blick auf den Check in Bereich im Internationalen Terminal.

GOPR1337.JPG
Internationale Abflüge am 04.09.2023 (Turkish Airlines, Iberia, Latam, Copa Airlines, ...)

GOPR1340.JPG
Ein Conviasa Airbus A340 (in der Flotte sind 3 A346 1 bis 2 A342 und 1 A343). Die wenigsten davon wirklich aktiv.

GOPR1344.JPG
Die Boeing 737-800 für meinen Copa Airlines Flug 225 auf dem Weg zum Gate.

GOPR1347.JPG
HP-1719CMP für Flug Copa 225.

GOPR1349.JPG
Geparkte Flugzeuge vom Typ Airbus A340 ... etwas traurig

GOPR1360 - PTY.JPG
Transit in PTY (Panama Tocumen International Airport).

In Medellin angekommen (21 Uhr), ging es mit dem Flughafen-Bus in 40 Minuten in die Altstadt. Von dort konnte ich in 10 Minuten zu meinem einfachen Hotel laufen und mir einen letzten Drink genehmigen.

GOPR1365 - Medellin.JPG
Kleines Zimmer im "Centro Hostel Medellín sede Córdova".
 

tony_fcb

Erfahrenes Mitglied
04.07.2015
1.191
249
wie würdest du den Tourismus in Venezuela allgemein beschreiben?
kann man dort einfach als Tourist 1 bis 2 Wochen verbringen in Bezug auf Unterkünfte usw.?
 
  • Like
Reaktionen: Charlie_Parker2055

Mojoe

Erfahrenes Mitglied
20.02.2013
618
661
Vielen lieben Dank für diese tolle und exotische Tour mit den Eindrücken und Fotos!
Lang ist es her, aber der Flughafen von Caracas scheint sich in über 15 Jahren kein bischen verändert zu haben (damals flog LH ex FRA dort noch hin).
Ich freue mich auf den weiteren bebilderten Reiseverlauf!
 
  • Like
Reaktionen: Charlie_Parker2055

Charlie_Parker2055

Reguläres Mitglied
12.05.2023
86
1.436
Berlin und Dresden
05.09.2023

Mein Tag in Medellín war sehr angenehm. Ich habe das Kunstmuseum mit einer Botero-Ausstellung besucht (Botero ist kurz nach meiner Reise gestorben) und habe zahlreiche Skulpturen von Botero fotografiert. Medellin, die Stadt des ewigen Frühlings, war früher quasi der gefährlicheste Ort weltweit (wegen Pablo Escobar). Jetzt war es eine quirlige, junge, lebendige Metropole mit großem kulturellen und geschichtlichen Wert sowie einem ausgezeichneten ÖPNV. Leider waren die Schlangen für die Tickets sehr sehr lang und mir fehlte die Zeit, um die Seilbahnen, Metros und Trams zu fahren. Am Nachmittag fuhr ich zum Flughafen. Dort aß ich in einem Imbiss mit großartigem Blick auf die Piste und das Vorfeld. Am Abend ging es mit Avianca nach Bogota.

GOPR1371.JPG
Meine kleine Erkundungstour durch Medellín beginnt. Catedral Metropolitana de Medellín.

GOPR1376.JPG
Parque de Bolívar.

GOPR1385.JPG
Metrostation "San Antonio" Linie A und B. Ich wollte eigentlich mitfahren, aber die Schlange für Ticketes war für meine begrenzte Zeit zu lang.

GOPR1391.JPG
Tram Haltestelle "San Antonio Cra. 50A con Cll. 46". Sieht nach Translohr aus, was ja nicht selten als System in neuen Tramnetzen benutzt wird.

GOPR1406.JPG
Palacio de la Cultura Rafael Uribe. 2 Skulpturen von Fernando Botero am unteren Bildrand.

GOPR1425.JPG
"Adam und Eva". F. Botero ist 10 Tage nach meinem Medellín-Besuch mit 91 Jahren in Monaco gestorben.

GOPR1435.JPG
"Hombre a caballo".

GOPR1429.JPG
Museo de Antioquia. Ich war ca. 3 Stunden in den Ausstellungen dort. Die Botero-Kunstsammlung durfte man aber nicht fotografieren. Sonst lohnenswert.

GOPR1463.JPG
Werk aus oben genanntem Museum. "La Escapada" von Rafael Canogar.

GOPR1430.JPG
Medellín. Plaza Botero - hier war der Touristen-Hotspot (gefühlt).

GOPR1503.JPG
So voll war es trotzdem nicht :-|

GOPR1442.JPG
"Iglesia de la Veracruz" Innenansicht.

GOPR1507 - MDE.JPG
MDE. Ausblick aus einem Fastfood-Foodcourt auf das Vorfeld und die Piste. Das Essen war sehr gut. Selten so gutes Fastfood gegessen.
 

Charlie_Parker2055

Reguläres Mitglied
12.05.2023
86
1.436
Berlin und Dresden
06.09.2023 (1)

Mein letzter Tag in Südamerika. Es ging zum „Cerro de Monserrate“ (3152 Meter hoch). Hoch und auch wieder herunter kommt man mit einer Standseilbahn und einer Pendelseilbahn, leider fuhr nur letztere. Oben hatte man ein tolles Panorama auf Bogota City. Nach dem kleinen Ausflug machte ich im Bogotá Store Café eine kleine Pause (wird empfohlen!). Bis zu meinem Abflug trieb ich mich noch ein wenig in der Altstadt um den Plaza Bolivar herum. Mit dem Bus ging es dann zum Flughafen.

GOPR1527.JPG
Taquilla Teleférico Monserrate (Pendelseilbahn). Die Standseilbahn war leider außer Betrieb. Ich wollte eigentlich beide Möglichkeiten nutzen.

GOPR1542.JPG
Basílica Santuario del Señor Caído y Nuestra Señora de Monserrate.

GOPR1554.JPG
Der "Cerro de Monserrate" ist ein 3152 Meter hoher Berg im Stadtbezirk Santa Fe der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá. Hier der Platz vor der Kirche.

GOPR1556.JPG
Panorama auf die riesige Metropole Bogotá.

GOPR1583.JPG
Bergstation der nicht in Betrieb gewesenen Standseilbahn.

GOPR1598.JPG
Talstation beider Seilbahnen. Man kann sich Online Tickets kaufen und die Schlange für die Tickets damit überspringen. Es gibt zusätzlich auch Ticketautomaten.

GOPR1605.JPG
Bogotá halt. Auf dem Weg von den Seilbahnen in die Altstadt.

GOPR1606.JPG
Anscheinend gab es auch mal Straßenbahen hier. Das höchste der Gefühle sind jetzt aber spurgeführte extralange Metrobuslinien. Man braucht etwas um sich in Bogotá mit dem ÖPNV zurecht zu finden. Ich bin Bus gefahren vom Flughafen zur Unterkunft (Haltestelle Universität) und wieder zurück, weil ich absolut kein Taxi mehr fahren wollte. Name der Kirche: Iglesia de San Francisco.

GOPR1620.JPG
"Basílica Metropolitana de Bogotá Catedral Primada de Colombia" von außen ...

GOPR1622.JPG
... von innen ...

GOPR1637.JPG
Plaza de Bolívar. Hauptplatz in der Altstadt. Hier war reges Treiben. Die Marktstände haben das Fotografieren leider eingeschränkt.

GOPR1651.JPG
"Capitolio Nacional de Colombia" ...

GOPR1672.JPG
Sehr schöne Kunst auf Tonfliesen. Hat mich an Porto erinnert.

GOPR1680.JPG
Ich liebe Flaggen in den Grundfarben. So kraftvoll.

GOPR1710.JPG
"Santuario Nuestra Señora del Carmen". Diese Kirche war sehr umbaut. Deswegen ein nicht so gelungenes Foto.

GOPR1739.JPG
Nach der Busfahrt zum Flughafen war das Sightseeing damit abgeschlossen. Hier der internationale Check in Bereich. Bilder von der Diamond Lounge habe ich nicht. Sie war kulinarisch für eine Flagship-Lounge etwas mau, geduscht habe ich in der Partnerlounge nebenan.

Um 23:55 Uhr begann das Vergnügen LH First Class. ...