Die Verschiebungen sind schleierhaft, weil das Auto außen verbleibt. Wieso sollte die DB, die nichtmal 100% von 2019 erreicht, von einer Veränderung zu Flugzeug zu Bahn profitieren, die ist m. E. kaum da, vielmehr sind die 90% eine fast Normalisierung des Bahnfernverkehrs.
LH-Group war nie gut darin, durch Angebot Nachfrage zu generieren, im Gegensatz zu Easyjet/Ryanair und war U2 2019 nicht noch innerdeutsch unterwegs? Für mich ist der schwache innerdeutsche Verkehr ein Angebotsthema, LH hat doch auch DUS-FRA und DUS-MUC ausgedünnt, obwohl Fernstrecke floriert?
Ah! ok
Ja -ohne Frage, das Auto kann auch viel aufgefangen haben.
Ich will hier nicht die Bahn glorifizieren. Sondern nur darlegen, dass der Luftverkehr unter Druck ist - denn wenn die Fernverkehrszahlen der Bahn viel stärker steigen im Vergleich zum Luftverkehr, dann gibt es da Verschiebungen.
Und ob der Luftverkehr Nachfrage generieren soll? Wenn die Luftverkehrsunternehmen das tun - fein. Wenn das aber nur funktioniert, wenn irgendwelche Dritte zuschießen (Flughafenbetreiber Gesellschaften, der Staat durch Steuerprivilegien), dann ist ist in meinen Augen zweifelhaft, da nicht die Aufgabe des Staates
Wenn U2 und FR letztlich den Rückzug antreten, dann scheint das Geschäft nicht tragend zu sein.
Denn es steht ihnen (und anderen) auch heute frei, das Angebot zurückzubringen.
Ich sehe das Problem in den immer noch sehr ausgedünnten Flugplänen und den schwer planbaren Abläufen in manchen Flughäfen. Wenn alles auch mal plötzlich zwei Stunden dauern kann, aus irgendeinem Grund und sei es Computerausfall oder Warnstreik, macht man das irgendwie nicht mehr. Irgendwas ist ja immer oder jedenfalls oft.
Ich spare mir das Umsteigen und fliege ab Frankfurt, wo ich mit der Bahn hinfahre, wenn ich nicht gleich zum Ziel den Zug nehme. Viele Dinge gehen so aber nicht mehr wie früher. Eine Vormittags-Konferenz mit zwei Hotelübernachtungen davor und danach geht heute nicht mehr.
Da hat sich nicht "das Geschäftsreiseverhalten" geändert, sondern das Angebot des "Gesamtprodukts Flug" ist so schlecht geworden, dass man was anderes macht.
Auch hier wieder - Henne oder Ei?
Wenn auch heute noch Heerscharen unterwegs wären, die für hohe Ticketpreise bereit wären, all die Tagesrandflüge füllen würden - Airlines wären mit dem Klammerbeutel gepudert, dass nicht zu bedienen. Da fehlt aber wohl die ausreichende Nachfrage...
Und da Fluege immer Mischkalkulationen sind - die verbleibenden potentiellen Passagiere tragen das nicht mehr.
Und wegen schwer planbarer Abläufe - die Abläufe sind komplexer geworden - grössere Terminals, weitere Wege.
BER ist nicht TXL - aber TXL konnte nicht wachsen udn ein Ausbau war nicht drin.
TXL behalten und gleichzeitig einen neuen weitläufigen Flughafen vor der Stadt - entweder oder.