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LEJ - Das vergessene Potenzial

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So ein Luxusding ist es dort nicht und es müsse ja vieles abgeschrieben sein. Woher kommen denn diese Kosten und der Subventionsbedarf? Ich verstehe es nicht. Die protzen doch da auch nicht rum?
10 Mio. Restrukturierungskosten für beide Flughäfen in der Holding, und in Leipzig 24 Mio. Abschreibungen...

//Edit: In den 2000ern wurde massiv investiert - Zwei Bahnen neu gebaut, Zentralterminal bis 2003, Feuerwache, An124-Hangar für 18 Mio. Allein die Startbahn Süd 2006/2007 waren wohl 350 Millionen Investment. Das wird wohl alles über 25 Jahre abgeschrieben. Fliegen ist nicht billig...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich frage mich einfach, was da so teuer ist? Teurer Ausbau, okay da haben sie vielleicht mal zu teuer gebaut, aber der liegt ja schon Jahre zurück. Der Frachtbetrieb spielt ja normalerweise auch was ein, es sei denn, die schenken denen Gebühren oder so. Es ergibt so keinen Sinn. Das Terminal ist eher bescheiden, auch das kostet eher nicht mehr die Welt heute.
 
10 Mio. Restrukturierungskosten für beide Flughäfen in der Holding, und in Leipzig 24 Mio. Abschreibungen...

//Edit: In den 2000ern wurde massiv investiert - Zwei Bahnen neu gebaut, Zentralterminal bis 2003, Feuerwache, An124-Hangar für 18 Mio. Allein die Startbahn Süd 2006/2007 waren wohl 350 Millionen Investment. Das wird wohl alles über 25 Jahre abgeschrieben. Fliegen ist nicht billig...
Die Abschreibungen werden bleiben, egal was man mit dem Terminal macht. Drum verstehe ich das Problem in LEJ auch nicht ganz. Abgesehen davon wird die Feuerwache wohl auch für DHL und Antonov zuständig sein, d.h. die Abschreibungen können verteilt werden.

Andere Airports haben deutlich weniger Passagiere als LEJ, haben keine Einnahmen aus dem Frachtbetrieb, und überleben trotzdem irgendwie.
 
Und hier erwähnt man eine Studie, nach der 875 Millionen an Steuereinnahmen generiert werden?

Da passt doch irgendwas nicht, oder?
 
In so einem Moment wünscht man sich, dass die Bücher vollständig geöffnet werden um genau zu schauen wo es hakt, sonst kann man das Problem ja auch nicht beheben.
 
Die Abschreibungen werden bleiben, egal was man mit dem Terminal macht. Drum verstehe ich das Problem in LEJ auch nicht ganz. Abgesehen davon wird die Feuerwache wohl auch für DHL und Antonov zuständig sein, d.h. die Abschreibungen können verteilt werden.

Andere Airports haben deutlich weniger Passagiere als LEJ, haben keine Einnahmen aus dem Frachtbetrieb, und überleben trotzdem irgendwie.

Ich vermute, das Terminal ist 2028 abgeschrieben, die erste Bahn spätestens dieses Jahr. Die Diskussion in Sachsen, wie ich sie mitbekomme, geht auch weniger um Leipzig - da glaubt man dran, sondern eher um Dresden...
Und hier erwähnt man eine Studie, nach der 875 Millionen an Steuereinnahmen generiert werden?

Da passt doch irgendwas nicht, oder?
Was passt da nicht? Die Steuer erhebt und bekommt ja nun nicht die Flughafen AG.
In so einem Moment wünscht man sich, dass die Bücher vollständig geöffnet werden um genau zu schauen wo es hakt, sonst kann man das Problem ja auch nicht beheben.
Der Jahresabschluss ist öffentlich. Wenn Du das Problem beheben willst, würde ich als ersten Schritt vorschlagen, von Dresden oder Leipzig zu fliegen...
 
Das Terminal ist eher bescheiden, auch das kostet eher nicht mehr die Welt heute.
Das Terminal ist völlig überdimmensioniert, Leerstand bei den Countern, den Airlinebüros und und den Pachtflächen. Einzelnen Gebäudeteile schliessen geht von der Baustruktur her nicht. Entsprechend muss man das gesamte Terminal mit Wärme, Technik, Wasser und Abwasser sprichwörtlich am Laufen halten. Viel Stahl, viel Glas, die Dämmwerte möchte ich nicht sehen.
Abgesehen davon wird die Feuerwache wohl auch für DHL und Antonov zuständig sein, d.h. die Abschreibungen können verteilt werden.
Drei Feuerwachen! Eine an der Nordbahn, eine an der Südbahn als Flughafen Werkfeuerwehr und dann hat DHL noch eine eigene hauptamtliche Betriebsfeuerwehr. Diese fällt dem Flughafen zwar finanziell nicht zur Last, übernimmt aber die Mehrzahl der (kleineren) Einsätze auf dem eigenen Gelände und muss dafür dann keine Einsatzkosten an den Flughafen zahlen.
 
Das Terminal ist völlig überdimmensioniert, Leerstand bei den Countern, den Airlinebüros und und den Pachtflächen. Einzelnen Gebäudeteile schliessen geht von der Baustruktur her nicht. Entsprechend muss man das gesamte Terminal mit Wärme, Technik, Wasser und Abwasser sprichwörtlich am Laufen halten. Viel Stahl, viel Glas, die Dämmwerte möchte ich nicht sehen.
Bei meinem bisher einzigen Abflug in LEJ (nach TIA mit Wizz für 14,99€) war ich auch sehr verwundert beim Fußweg Bahnhof->Terminal über Glas, Stahl, Dimensionen und sichtbaren Leerstand.

Bin ich hier in Heathrow, München oder in Charles de Gaulle?

Positiv überrascht hat mich das Personal an der Sicherheitskontrolle und am Gate.

Und die wunderschönen Antonovs natürlich 💙💛.
 
Das Terminal ist völlig überdimmensioniert, Leerstand bei den Countern, den Airlinebüros und und den Pachtflächen. Einzelnen Gebäudeteile schliessen geht von der Baustruktur her nicht. Entsprechend muss man das gesamte Terminal mit Wärme, Technik, Wasser und Abwasser sprichwörtlich am Laufen halten. Viel Stahl, viel Glas, die Dämmwerte möchte ich nicht sehen.

Drei Feuerwachen! Eine an der Nordbahn, eine an der Südbahn als Flughafen Werkfeuerwehr und dann hat DHL noch eine eigene hauptamtliche Betriebsfeuerwehr. Diese fällt dem Flughafen zwar finanziell nicht zur Last, übernimmt aber die Mehrzahl der (kleineren) Einsätze auf dem eigenen Gelände und muss dafür dann keine Einsatzkosten an den Flughafen zahlen.
Das Terminal ist eine Kiste ohne Besonderheiten. Die Glasbrücke ist sicherlich aufwändig aber auch kein maßloser Kostenfaktor. Da sind doch Münster oder Nürnberg aufwändiger und schicker?
 
Bei meinem bisher einzigen Abflug in LEJ (nach TIA mit Wizz für 14,99€) war ich auch sehr verwundert beim Fußweg Bahnhof->Terminal über Glas, Stahl, Dimensionen und sichtbaren Leerstand.

Bin ich hier in Heathrow, München oder in Charles de Gaulle?

Positiv überrascht hat mich das Personal an der Sicherheitskontrolle und am Gate.

Und die wunderschönen Antonovs natürlich 💙💛.
Der überflüssige Hub der "Isarkloake" (immer frei nach Thomas Bernhard) wirkt in dieser Aufzählung etwa so deplaziert wie Eintracht Frankfurt zwischen Real Madrid und dem FC Liverpool.
Wenn es viele solcher Flüge von LEJ gegeben hat, wundert mich das Defizit allerdings nicht wirklich... :D
 
Wenn der Passagierbetrieb in DRS oder LEJ beendet würde, könnte diese Konsolidierung dem weiter bestehenden Flughafen nützen.

Ich bin mir auch bei DUS und CGN sicher, dass sich die beiden im Weg stehen, z.B. bzgl. Langstrecken.
 
Man kann ohne weiteres mehr als einen Flughafen haben, siehe London, New York, Paris, LA etc. Das ist ein politisch-ideologischer Irrtum in Deutschland, dass es immer nur einen geben soll. Man braucht den Verkehr auch nicht künstlich zu bündeln, damit es an einem Ort höllisch laut und voll wird.
 
Man kann ohne weiteres mehr als einen Flughafen haben, siehe London, New York, Paris, LA etc. Das ist ein politisch-ideologischer Irrtum in Deutschland, dass es immer nur einen geben soll. Man braucht den Verkehr auch nicht künstlich zu bündeln, damit es an einem Ort höllisch laut und voll wird.
In London, New York, Rhein-Ruhr, Paris, LA, Moskau kann es sogar sinnvoll sein, 2 - 3 Flughäfen zu haben.

In Sachsen reicht ein Flughafen mit vernünftigem Angebot, meiner Meinung nach.
 
Wenn man sowieso einen 24-Stunden Interkont-Frachtflughafen am Laufen hat und hält, kann ein bisschen Passagierbetrieb on top nicht das Problem sein.
 
Weil dann alle Kosten mit dem Frachtbetrieb schon abgedeckt sind, Feuerwehr, Tower und Betrieb. Und Geld kommt auch rein. Die Zusatzkosten für ein fast schon wieder altes Terminal können dann wohl nicht ruinös sein? Dresden mag anders sein. Ein Industrieflughafen, wo selten mal was landet. Da einen Linienbetrieb mit Regionalflugzeugen zu finanzieren, mag teurer sein. Aber man wird den Standort von EFW ja sowieso erhalten. Also kann man auch dort Passagierflüge anbieten.
 
@Luftikus:
Mit dieser Logik frage ich mich, warum in Braunschweig oder auch in Finkenwerder noch keiner auf die Idee gekommen ist, mit einem Passagierbetrieb Piste, Tower, Feuerwehr besser auzulasten und einen zusätzlichen Deckungsbeitrag zu erwirtschaften. Kosten können ja nicht höher sein als Erträge. Ehrlich, bei solchen Aussagen hoffe ich, dass Du beruflich keinen betriebswirtschaftlichen oder gebäudetechnischen Hintergrund hast.
 
Bestes (und trauriges) Beispiel ist für mich:

London - Sachsen (LEJ, DRS)

Warum wird das nicht/kaum bedient (FR, BA, U2, EW, LH, xyz) falls Sachsen wirklich eine Nachfrage für zwei vollwertige Flughäfen hat?
 
Man kann ohne weiteres mehr als einen Flughafen haben, siehe London, New York, Paris, LA etc. Das ist ein politisch-ideologischer Irrtum in Deutschland, dass es immer nur einen geben soll. Man braucht den Verkehr auch nicht künstlich zu bündeln, damit es an einem Ort höllisch laut und voll wird.

Zwar wird Leipzig manchmal liebevoll als L.E. abgekürzt und Goethe ironisierte, es sei ein Klein-Paris (war tatsächlich eine Verarsche im Hinblick auf die Provinzialität, das hat nur niemand mitbekommen), aber bei allem Lokalpatriotismus mit den von Dir aufgezählten Städten kann man die Region nicht vergleichen. In Hölle an der Saale und Umgebung wohnen nunmal weniger Menschen und nicht alle fliegen regelmäßig. Allein durch die hier im VFT aktiven Bewohner der Region kann der Flugebetrieb nicht wirtschaftlich aufrecht erhalten werden.
 
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