Film über RyanAir

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H.Bothur

Erfahrenes Mitglied
19.04.2015
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HAM - PRM
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Auf ZDF-Info gibt es und in der ZDF-Mediathek gibt es einen sehr interessanten Bericht über „Das System Ryan-Air - Die Tricks der Billigflieger“. Ich weiß mal wieder warum ich nicht mit denen fliege.

Hans
 

Volume

Erfahrenes Mitglied
01.06.2018
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Gestern im WDR Echt - Fliegen zum Schnäppchenpreis: Wie Billigairlines dennoch Kasse machen
Eigentlich nur über Ryanair.
Der Reporter hat die unmenschlichen Arbeitsbedingungen aufgedeckt, Kabinenpersonal muss zum Teil 4 (in Worten: vier !!!) Flüge am Tag machen 🙄
Einige Details stellten sich als reines Hörensagen heraus, z.B. dass Mitarbeiter überwacht und bei schlechten Verkaufsleistungen angerufen werden, der darüber klagende Mitarbeiter hat zum Schluß gesagt er sei natürlich noch nie angerufen worden, das würde wohl nur die Vorarbeiter betreffen...
Der Reporter hat versucht sich mit zu großem und zu schweren Handgepäck am Gate "abzocken" zu lassen, ist aber leider problemlos damit an Bord gekommen.
Es wurde gesagt, Ryanair habe die strengsten Maße aller Billigairlines für Handgepäck (55x40x20 = 44000), wie praktisch alle heute weniger als IATA Standard (56x45x25 = 63000), EW z.B. 55x40x23 = 50600, aber nicht dass FR mit 10kg das höchste Gewichtslimit aller Billigairlines hat.
Obwohl er auch noch extra Rubellose an Bord gekauft hat, ist es ihm nicht gelungen auf einen Endpreis mit Ancillaries zu kommen, den ihm ein Luftfahrtexperte vorher als kostendeckend ausgerechnet hat. Von den Preisen der Mitbewerber wurde gar nicht erst gesprochen.
Dann hat er noch versucht von Fluggastrechteportalen Ryanair als besonders schlecht darstellen zu lassen, aber die meisten haben gesagt da wären alle Airlines gleich. Die einzigen die eine Airline als hervorstechend schlecht angeben wollten haben allerdings nicht Ryanair sondern Lufthansa genannt...

Also alle altbekannten Vorurteile wieder hervorgekramt, und keins davon bestätigt. Vergleiche von Äpfeln mit Birnen. Das Kleingedruckte muss man bei allen Airlines lesen, jede hat da so ihre speziellen Details.
Die tatsächlichen "Tricks" wurden gar nicht angesprochen, betreffen aber ja auch weniger den Verbraucher. FR hat ja z.B. jahrelang an Airports zu Bedingungen geflogen, bei denen sie eben nicht die vom Experten angegebenen Preise bezahlt haben, sondern von Subventionen lokaler Provinzfürsten gelebt, die ihre Regionalairports mit nicht kostendeckenden Kampfpreisen gepusht haben... Die tatsächlichen Probleme der Beschäftigten wurden auch nicht angesprochen, und auch nicht mit anderen Airlines verglichen.

Damit wir uns nicht falsch verstehen, ich bin kein Ryanair Fan und hätte Ryanair nicht gebraucht, sie haben den Trend zu immer schlechteren Flügen und Arbeitsbedingungen klar mit angestoßen und beschleunigt, aber ich habe zuletzt einen Ryanair Direktflug zur optimalen Tageszeit immer einem Umsteigeflug mit einer Netzwerkairline am Vortag/Folgetag vorgezogen, und immer nur gute Erfahrungen gemacht. Oft besseren Service erlebt als bei großen deutschen Netzwerkcarriern, oder gar deren Billigtöchtern, immer deutlich bessere Preise gehabt (obwohl letzteres nie der Treiber war). Viele Maßnahmen zur Effizienssteigerung kommen auch dem Passagier zugute (z.B. das zügige Borden über zwei Türen oder das Gepäckhandling in Eigenregie). Allein der dieses Jahr eineführte Zwang zur App wird mich in Zukunft etwas bremsen, bei FR zu buchen. Aber wohl nur so lange, bis die anderen Airlines da auch komplett nachgezogen haben (zum Teil haben sie es effektiv ja schon länger als FR).
 

born4fly

Reguläres Mitglied
10.12.2024
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Allein der dieses Jahr eineführte Zwang zur App wird mich in Zukunft etwas bremsen, bei FR zu buchen. Aber wohl nur so lange, bis die anderen Airlines da auch komplett nachgezogen haben (zum Teil haben sie es effektiv ja schon länger als FR).
Bleibt zu hoffen, das andere Airlines dieses eben nicht tun. Ich bin ein entschiedener Gegner davon, eine Reise von einem funktionierenden Handy abhängig zu machen und Reisende (bei nicht Verfügbarkeit ) mit einer Flughafen-Bordkartengebühr von 58 € abzustrafen .
 

bugl

Erfahrenes Mitglied
03.09.2018
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Wenn Ryanair in Deutschland erfolgreich sein will, brauchen sie einen Faxservice für Bordkarten, ältere Flugzeuge und einen unsympathischen, abgehobenen CEO.
 
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rorschi

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09.03.2009
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ZRH / MUC
Was ist jetzt bei Ryanair schlechter als bei anderen Airlines (als ich das letzte Mal Kunde war, gab es den Zwang zur App noch nicht)?

Ich handhabe es mit Ryanair wie mit allen anderen Airlines in Europa: Wenn es sich ergibt, dann gerne - sonst nicht. Ich bin überall nur noch "Einmalkunde".

Und um ehrlich zu sein: Ich habe ein viel schlechteres Gewissen, der Münchner Verkehrsgesellschaft Geld zu geben (was ich bei meinen eh unregelmässig gewordenen Aufenthalten in München weitgehend zu verhindern versuche) - ich möchte ein Unternehmen, das sein Personal mit 2000-2500 EUR netto im Monat ausbeutet, nicht unterstützen. Die leben nämlich nicht in Irland oder Rumänien, sondern in einer Stadt, die ich (mit Vollzeit-Projektleitergehalt) unter anderem aufgrund der explodierten Lebenshaltungskosten Richtung billigeren Kanton Zürich verlassen habe. Und ich verdiene hier momentan wesentlich weniger (und das wird wohl so bleiben).
 

Volume

Erfahrenes Mitglied
01.06.2018
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Das nennt sich Legs und ist auf Kurzstrecke druchaus üblich, nicht nur bei dieser Airline.
Es sind bei anderen Airlines auch mehr Legs üblich, deshalb die verdrehten Augen... 4 Flüge am Tag auf der Kurzstrecke sind absoluter Standard, nichts was man Ryanair vorwerfen müsste.

Was ist jetzt bei Ryanair schlechter als bei anderen Airlines
Das Publikum ;)

mit 2000-2500 EUR netto im Monat ausbeutet
Es gibt Leute die vollzeit verantwortungsvollen Tätigkeiten nachgehen und weniger haben.
Wenn man sich die Entwicklung über die Jahrzehnte anguckt sind aber weniger die €2000 Netto das Problem, sondern dass man dafür in München keine vernünftige Wohnung mehr bekommt.

Und gerade da hat Ryanair eben auch andere Rahmenbedingungen, wer in Memmingen oder Weeze stationiert ist zahlt für seinen Lebensunterhalt eben auch wesentlich weniger als einer der in Frankfurt oder München stationiert ist, und einen Wohnort mit zuverlässiger 24/7 Anbindung an den Flughafen braucht...
In der anderen Ryanair Reportage die gerade kursiert jammert ja ein Mitarbeiter über seinen fast 1 Stunde langen Fußweg zur Arbeit.
 

born4fly

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10.12.2024
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Wenn man sich die Entwicklung über die Jahrzehnte anguckt sind aber weniger die €2000 Netto das Problem, sondern dass man dafür in München keine vernünftige Wohnung mehr bekommt.
Auf den Punkt gebracht. Das Problem in Deutschland sind nicht die Löhne/Gehälter . Und das Wohnungsproblem (gerade in Ballungsräumen) wird auch nicht durch immer höhere Lohnforderungen zu lösen sein. Das liegt politisch und sozial ganz woanders...
edit: Ich muß da gerade an meinen Großvater denken. Er war damals Lokführer bei der (Reichs-) Bahn. DAMALS hatte die Bahn eigens für ihre Mitarbeiter ganze Siedlungen für ihre Mitarbeiter selbst betrieben . Inclusive Bahn-Telefon-Anschluss. Und,mein Großvater hatte von der Bahn für seine Familie eine 4-Raum -Wohnung + Küche und Bad ! Nur mal so als Denkanstoß...
 
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Volume

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01.06.2018
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Betriebs- oder Werkswohnungen gibt's auch in der heutigen Zeit noch, nur nicht bei jedem Arbeitgeber
Man hört in manchen Fernsehbeiträgen, dass es offenbar wieder in Mode kommt, da sonst partout keine Fachkräfte mehr zu bekommen sind.

Ein Bekannter von mir hat in den 80ern noch einen zinsfreien DM 100.000 Kredit von seinem AG zum Hauskauf bekommen. Gab es alles mal.
Löst aber das Problem nicht, da es weiterhin den Kostendruck vom Markt nimmt, Wohngeld oder Baukindergeld ist ja das selbe, erhöht einfach nur das verfügbare Geld und damit die Preise.

Wird man von Ryanair aber wohl eher weniger erwarten können...

Ich muß da gerade an meinen Großvater denken. Er war damals Lokführer bei der (Reichs-) Bahn. DAMALS hatte die Bahn eigens für ihre Mitarbeiter ganze Siedlungen für ihre Mitarbeiter selbst betrieben . Inclusive Bahn-Telefon-Anschluss.
Gab es auch im großen Stil rund um Bonn für die ganzen kleinen Ministerialbeamten. War aber wirklich unterste Schublade, ohne Zentralheizung etc.

Und gab es auch in der Anfangszeit in der Luftfahrt, warum wohl heisst Zeppelinheim bei Frankfurt so?
O´Learyheim bei Weeze gibt es aber nicht...
 

born4fly

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10.12.2024
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Wird man von Ryanair aber wohl eher weniger erwarten können...


Gab es auch im großen Stil rund um Bonn für die ganzen kleinen Ministerialbeamten. War aber wirklich unterste Schublade, ohne Zentralheizung etc.

Und gab es auch in der Anfangszeit in der Luftfahrt, warum wohl heisst Zeppelinheim bei Frankfurt so?
O´Learyheim bei Weeze gibt es aber nicht...
Man muß sowas nicht von Ryanair erwarten, aber Flughafenbetreiber könnten da schon was bewirken. Und die Mieter wären dann Flughafenmittarbeiter aller Kategorie, incl. Airlinemitarbeiter,also alle,die irgend einen Tätigkeitsbezug zum Flughafen haben. Und die Mietbindung sollte mit einem Arbeitsvertrag am Flughafen verbunden sein, damit könnte man MA sicher langfristig an den Arbeitgeber binden.
 
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Münsterländer

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16.12.2018
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MUC / FMO
Man muß sowas nicht von Ryanair erwarten, aber Flughafenbetreiber könnten da schon was bewirken. Und die Mieter wären dann Flughafenmittarbeiter aller Kategorie, incl. Airlinemitarbeiter,also alle,die irgend einen Tätigkeitsbezug zum Flughafen haben. Und die Mietbindung sollte mit einem Arbeitsvertrag am Flughafen verbunden sein, damit könnte man MA sicher langfristig an den Arbeitgeber binden.
Warum sollte der Flughafenbetreiber hier so etwas für Airline MA machen?
 
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Gargleblaster

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14.06.2012
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Alfalfa

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23.01.2022
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KvR

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05.11.2012
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Der Reporter hat die unmenschlichen Arbeitsbedingungen aufgedeckt, Kabinenpersonal muss zum Teil 4 (in Worten: vier !!!) Flüge am Tag machen 🙄
Einige Details stellten sich als reines Hörensagen heraus, z.B. dass Mitarbeiter überwacht und bei schlechten Verkaufsleistungen angerufen werden, der darüber klagende Mitarbeiter hat zum Schluß gesagt er sei natürlich noch nie angerufen worden, das würde wohl nur die Vorarbeiter betreffen...
Zumindest das Cockpitpersonal wird während Arbeitsunfähigkeit angerufen und ins Gewissen geredet.
Sobald man wieder arbeitsfähig ist, gibt es ein Personalgespräch.
 
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