Teil 1.2 Langstrecke
Nach dem äußerst angenehmen Hüpfer aus MUC ging es in ZRH direkt in die Swiss Business Lounge. Die Lounge ist an sich recht schick und großzügig, war aber - vermutlich auch aufgrund der Unregelmäßigkeiten durch den LH-Streik - ordentlich überfüllt. Nach etwa 30 Minuten leerte es sich merklich und wir konnten uns einen Tisch mit direktem Blick auf die Start/Landebahn sichern. Das obligatorische Zürcher Geschnetzelte war solide. Ein dickes Lob an die Crew vor Ort: Der Koch hat uns völlig unkompliziert den mitgebrachten Babybrei für unsere +0,5 in der Küche erwärmt und stilvoll serviert – top Service!
Das eigentliche Highlight der Lounge ist aber mit Sicherheit die riesige Dachterrasse. Der Ausblick ist gigantisch und die Zeit vergeht im wahrsten Sinne der Wortes wie im Flug:
Auf Grund der turbulenten Phase vor dem Flug konnte ich mich hier das erste Mal nun so richtig mit dem neuen Langstreckenflug beschäftigten. Zum LH Flug im A380 hatten wir uns sehr ausgiebig informiert. Beinahe täglich Videos/Reviews auf YouTube geschaut. Swiss hatte ich dabei so garnicht auf dem Schirm.
Nach kurzer Recherche war uns dann klar, dass dieser Flug ja eigentlich noch ein großes Highlight für uns werden sollte.
Wir werden unseren ersten „C-Flug“ in der Sonderlackierung der Swiss-A350 in de Kabine senses erleben - wie geil ist das denn? Unsere Vorfreude wurde immer größer.
Als endlich das Boarding anstand wurde uns allerdings leider mitgeteilt, dass das reservierte Bassinet bei der Umbuchung nicht übernommen wurde. Zudem sei die Private-Suite, die für das Bassinet vorgesehen ist, bereits belegt.
Generell konnten wir aber jede Sitzkategorie kostenneutral wählen.
So fiel unsere Wahl auf zwei Sitze in der Mitte - 1x Standardsitz und 1x extra Legroom
Wir durften als Familie in Gruppe 1 zum Boarden.
Dann war es endlich soweit - das erste Mal in einer C-Kabine:
Wie waren natürlich total aus dem Häuschen. Nach unzähligen Langstreckenflügen in der Holzklasse war das für uns der absolute Knaller. Endlich mal Platz die Füße auszustrecken und einige Dinge verstauen zu können.
Nach dem Welcome-Drink ging’s dann auch endlich in die Luft.
Ich konnte mir es nicht nehmen lassen und musste direkt, nachdem die Anschnallzeichen wegbekommen wurden, den Sitz flachstellen. Nun mögen die Vielflieger hier wohl schmunzeln, aber für mich/uns war das ein unbeschreibliches Gefühl, das erste Mal in einem Flugzeug mal flach und bequem liegen zu können:
Dann ging auch schon der Service los, der sich auf dem Flug extrem lange zog. Korrigiert mich gerne, aber so lange dauert das doch im Normalfall nicht oder?!
Start: 14:05 Uhr
Beginn Service (Vorspeise): 15:40 Uhr
Hauptgang: 16:30 Uhr
Dessert: 17:20 Uhr
Die Crew war freundlich, aber wirkte etwas überfordert. Ich konnte auch heraushören, dass sie alle wohl neu auf Senses waren und die Abläufe noch nicht ganz passten.
Für uns war das allerdings vollkommen fein. So war 0,5 schon ständig abgelenkt da ständig was passierte
Das Essen war auf jeden Fall sehr schmackhaft:
Vorspeise Artischocken mit Büffelmozarella (und Babybrei

):
Anschliessend kalte Tomatensuppe
Hauptgang: Heilbutt mit Barbecue-Glasur, Petersilienrahmsauce, Kartoffelstock mit Safran, Karotte, rote Peperoni und Meeresspargel
Käseplatte, anschließend als Dessert Zitronencremetörtchen:
Der restliche Flug verlief weiter sehr angenehm. Etwas Film geschaut und dann endlich den Sitz in die waagerechte gebracht und etwas geschlafen:
Auch hier gab’s wieder einige kleine Aufmerksamkeiten für unsere 0,5 - zwei Spielzeuge und nochmals ein Kuscheltier.
Knapp 2h vor der Landung gab es dann nochmals eine Mahlzeit. (Süßkartoffelsalat mit Hühnchen):
Und dann war’s nach 8h und 15min soweit Tochdown in Boston.
Ein kleines Fazit:
Für uns Drei war das eine super Erfahrung. Die Langstrecke als junge Familie in der C war einfach total angenehm, auch wenn man vielleicht mit 0,5 nicht aller Vorzüge voll Auskosten keine konnte so hatte ich bspw. noch nicht einmal meine AirPods mit dem In-Flight Entertainment gekoppelt.
Dass man ausreichend Platz hat und die Beine ausstrecken kann war für uns ein echtes Highlight. Das Essen war in Summe gut bis sehr gut, das Personal super freundlich.
Was man optimieren könnte:
-Internet ging nicht
-Service dauerte etwas lang
-Amenity Kit etwas dürftig
-Bassinet bei Flugänderung automatisch übernehmen oder zumindest benachrichtigen
-Nüsse o.ä. zum Welcomedrink servieren
Uns hat es auf jeden Fall bestärkt, weiterhin Meilen zu sammeln.
Weiter geht’s dann bald mit Teil 2: Aufenthalt in Boston.
Bis dann.