B787-9 in FRA Bugrad weggeklappt

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holgor2000

Aktives Mitglied
24.03.2013
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Damit wird immer klarer was passiert ist.

Um den Fehler mit der Fahrwerksklappe zu verifizieren oder nach einer evtl. Reparatur zu prüfen wurde das Fahrwerk gecycled.

Dabei war offensichtlich vorne der Gearpin nicht korrekt gesetzt und das Bug FW ist eingefahren.
Mehrere Quellen betonen, dass MLG eindeutig das Hauptfahrwerk bezeichnet — nicht das Bugfahrwerk (NLG). Die spätere Havarie der D‑ABPQ betraf jedoch das Bugfahrwerk, sodass kein direkter Zusammenhang zwischen der Meldung und dem späteren Einknicken bestätigt ist?!
 

oliver2002

Indernett Flyertalker
09.03.2009
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www.oliver2002.com
Jetzt mal wieder zurück zum Alltag abgesehen der Schadenfreude, die ich hier gegenüber dem Kranich bemerke: inwiefern denkt ihr, dass das Auswirkungen auf den Flugplan der LH haben wird? Werden da einfach gewisse 787 Rotationen auf 340er geändert oder muss man sogar mit Flugstreichungen rechnen?

Habe einige 787 Langstrecken Flüge mit LH geplant Ende Juni bis Ende August und frage mich, auf was ich mich hier "vorbereiten" sollte... :)

Aktuell hat die LH mehr B789 im Zulauf als für den SFP26 verplant also sollte bis Juli/August dieser Unfall keine Auswirkungen haben .
 

berlinerjunge

Erfahrenes Mitglied
07.05.2010
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good old THF
Mehrere Quellen betonen, dass MLG eindeutig das Hauptfahrwerk bezeichnet — nicht das Bugfahrwerk (NLG). Die spätere Havarie der D‑ABPQ betraf jedoch das Bugfahrwerk, sodass kein direkter Zusammenhang zwischen der Meldung und dem späteren Einknicken bestätigt ist?!
Vielleicht wollten die das Klappenspiel am Hauptfahrwerk beobachten und haben vorne was vergessen... We will read.
 

marcus67

Erfahrenes Mitglied
17.01.2015
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Mehrere Quellen betonen, dass MLG eindeutig das Hauptfahrwerk bezeichnet — nicht das Bugfahrwerk (NLG). Die spätere Havarie der D‑ABPQ betraf jedoch das Bugfahrwerk, sodass kein direkter Zusammenhang zwischen der Meldung und dem späteren Einknicken bestätigt ist?!

Einen direkten Zusammenhang zwischen der Meldung und dem Unfall gibt es eh nicht. Der Unfall ist bei der späteren Wartung / Fehlersuche zu der Meldung passiert.

Um zu prüfen, was da los ist, muss man das Fahrwerk einmal cyclen (Ein- und Ausfahren). Das geht nur komplett, alleine das Hauptfahrwerk geht nicht. Dabei ist es zum Zwischenfall gekommen.

Das Hauptfahrwerk wird auch nicht einfahren, so lange es belastet ist. Das geht mechanisch nicht.

Ob die Meldung 100% korrekt wiedergegeben wurde, ist die nächste Frage. Es stand ja ein Techniker auf der rechten Seite am Bugfahrwerk und hat das Geschehen beobachtet. Das spricht gegen ein Problem mit den FW Klappen am L MLG. Das kann aber natürlich auch nur Zufall gewesen sein.
 
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Erfahrenes Mitglied
01.06.2018
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Werden da einfach gewisse 787 Rotationen auf 340er geändert oder muss man sogar mit Flugstreichungen rechnen?
die A343 wäre jedenfalls ein von der Performance her denkbarer Ersatz. Wie groß die Verfügbarkeit von Reserve-A343 und vor allem Reserve-Crews ist weiss ich nicht, gut möglich dass man da längerfristig für Ausflottung und damit Spitz auf Knopf geplant hat, und tatsächlich Flüge streichen muss.

Zusätzlich ist ein hohler Bolzen stabiler als ein massiver.
Definiere "stabil" in technischen Worten.
Ein Hohlbolzen ist weicher, hält weniger in Zug/Druck Schub und Biegung (am deutlichsten auf Schub, am geringsten auf Biegung).
Ein Hohlbolzen kann ausgewogener sein. Wenn das Gewinde ohnehin auf Zug/Druck limitiert, ist zusätzliche Bolzenfestigkeit im Schaft überflüssig.
Ein Hohlbolzen kann vor allem ohne Ausbau auf Risse geprüft werden (z.B. mit Wirbelstromsonde durch die Bohrung)
Ein mit einer weiteren innenliegenden Schraube vorgespannter Hohlbolzen, kann langlebiger sein als ein massiver Bolzen, dank Druckvorspannung.

Wieso ist bereits nach etwas mehr als 24h klar, dass ein Abschlussbericht ein Jahr dauern wird ?
Weil die BFU personell unterbesetzt, wie fast alles in diesem Land kaputtgespart ist?

Auf den 777F Abschlußbericht warten wir schon deutlich länger.
Mal sehen ob sie dieses mal wieder die German-Just-Culture Lösung versuchen, und die betreffenden Mechaniker feuern...

Muss vor einem Test per SOP das korrekte Anbringen des Stifts durch eine zweite Person kontrolliert werden?
Den Begriff SOP benutzen wir eigentlich nur im Cockpit.
Kontrolle durch eine zweite Person ist normalerweise nur für "critical maintenance tasks" vorgeschrieben, dabei geht es um die Gefahr im späteren Flugbetrieb, nicht um Gefahren in der Wartung. Dabei geht es meist nur um Kontrollen am Ende der Wartung oder am Ende von Wartungsschritten, die später (z.B. nach dem Wiedereinbau einer Komponente) nicht mehr gemacht werden können. Aktuell ist das Flugzeug so gesehen absolut sicher, da es ja nicht fliegt, also war die Task nicht kritisch...
Ob LHT (ich vermute mal die haben die Wartung gemacht, die müssten dann die Entscheidung treffen) die Arbeit so eingestuft und eine unabhängige Kontrolle geplant hat weiss ich nicht. Da aber zwei Personen eingeteilt waren, würde ich mal vermuten sie haben dieses Verfahren.

Mehrere Quellen betonen, dass MLG eindeutig das Hauptfahrwerk bezeichnet — nicht das Bugfahrwerk (NLG). Die spätere Havarie der D‑ABPQ betraf jedoch das Bugfahrwerk, sodass kein direkter Zusammenhang zwischen der Meldung und dem späteren Einknicken bestätigt ist?!
Das Hautfahrwerk kann geometriebedingt nicht eingefahren werden (senkrecht zur Rollrichtung der Reifen). Betätigt werden sie immer gemeinsam, wenn man also das Hauptfahrwerk testen möchte, muss man auch das Bugfahrwerk einfahren, was es auch machen würde, man hindert es aber mit dem Pin daran.
Es gibt nur einen Fahrwerkshebel und nur einen Computer, das Bugfahrwerk muss immer mitbetätigt werden, wenn man das Hauptfahrwerk testen möchte.

Hier kann man sogar sehen, dass der Gear Pin am R/H MLG gesteckt ist:
Aber nicht, ob er im richtigen Loch steckt. Das exakt kann das Problem sein (war es bei BA). Der zweite Mechaniker hat evtl. genau wie du aus der Ferne beurteilt.
Fahne hängt runter, also steckt Pin.

Wenn man sich das Video vom Zusammenklappen Frame für Frame ansieht, sieht es so aus, als würde zunächst der Rumpf absacken, bevor sich das Bugrad bewegt. Spricht aus meiner Sicht gegen einen fehlenden/falsch gesteckten Sicherungsstift, oder was meint ihr?
Das ist ein optisches Problem, eine Bewegung in Richtung der Kamera nimmst du deutlich schlechter wahr, als senkrecht dazu.
 

marcus67

Erfahrenes Mitglied
17.01.2015
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Definiere "stabil" in technischen Worten.
Ein Hohlbolzen ist weicher, hält weniger in Zug/Druck Schub und Biegung (am deutlichsten auf Schub, am geringsten auf Biegung).
Ein Hohlbolzen kann ausgewogener sein. Wenn das Gewinde ohnehin auf Zug/Druck limitiert, ist zusätzliche Bolzenfestigkeit im Schaft überflüssig.
Ein Hohlbolzen kann vor allem ohne Ausbau auf Risse geprüft werden (z.B. mit Wirbelstromsonde durch die Bohrung)
Ein mit einer weiteren innenliegenden Schraube vorgespannter Hohlbolzen, kann langlebiger sein als ein massiver Bolzen, dank Druckvorspannung.
Interessante Frage. Ich habe irgendwann mal gelernt, dass sich Vollmaterial leichter verbiegt als ein Rohr.

Vorgespannt ist der Hohlbolzen natürlich nicht - sonst könnte man ja den Gear Pin nicht reinstecken.


Ob LHT (ich vermute mal die haben die Wartung gemacht, die müssten dann die Entscheidung treffen) die Arbeit so eingestuft und eine unabhängige Kontrolle geplant hat weiss ich nicht. Da aber zwei Personen eingeteilt waren, würde ich mal vermuten sie haben dieses Verfahren.
Ich bin gerade dabei, das in Erfahrung zu bringen...
 

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01.06.2018
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Interessante Frage. Ich habe irgendwann mal gelernt, dass sich Vollmaterial leichter verbiegt als ein Rohr.
Bei selbem Querschnitt (= ungefähr bei gleichem Gewicht), aber nicht bei selbem Durchmesser.
Ja, so kann man das stehen lassen. Hier ist aber der Durchmesser gegeben.

Vorgespannt ist der Hohlbolzen natürlich nicht - sonst könnte man ja den Gear Pin nicht reinstecken.
Korrekt, der nicht. Es gibt am Fahrwerk aber auch vorgespannte ohne Gewinde am Hohlbolzen. Und die sind bewusst hohl um eine höhere Lebensdauer zu erreichen, die könnte man also als "stabiler" bezeichnen.

das "Wenn" bezog sich hier nicht auf die Tatsache ob es die Airline bestellt hat oder nicht. "eine Airline bestellt ...." ich ziemlich aussagekräftig....und das war einfach mal nur wieder ein Bash Richtung LH...eine Schuldzuweisung
"eine Airline" <> LH
Manch einer fühlt sich auch nur gebasht weil er sich (aus schlechtem Gewissen) angesprochen fühlt.
 
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Rampenkasper

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20.06.2019
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Aber die LH hat ihre erste und größte Bestellung 2019 gemacht, kurz bevor Boeings Probleme richtig losgingen.
Das stimmt zeitlich nicht so ganz. Der Ethiopian-Max-Crash, nachdem jedem und seiner Oma klar war, dass da irgendwas mit diesem Flugzeug mächtig verkehrt ist, war am 10. März. Am 13. März kam die Bestellung von Lufthansa.

Der Gedanke ist zumindest nicht völlig abwegig, dass es da nochmal einen ordentlichen Rabatt von Boeing gegeben hat, um eine positive Nachricht vorweisen zu können.
 

westcoastflyer

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03.09.2019
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Das stimmt zeitlich nicht so ganz. Der Ethiopian-Max-Crash, nachdem jedem und seiner Oma klar war, dass da irgendwas mit diesem Flugzeug mächtig verkehrt ist, war am 10. März. Am 13. März kam die Bestellung von Lufthansa.

Der Gedanke ist zumindest nicht völlig abwegig, dass es da nochmal einen ordentlichen Rabatt von Boeing gegeben hat, um eine positive Nachricht vorweisen zu können.
Wobei Verhandlungen hinter der Kulissen bei einem derartigen Projekt gut und gerne längere Zeit dauern.
Das dürfte beides unabhängig voneinander sein. Wenn, dann wurde danach nachverhandelt.
 
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schwerelos

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16.03.2026
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Das stimmt zeitlich nicht so ganz. Der Ethiopian-Max-Crash, nachdem jedem und seiner Oma klar war, dass da irgendwas mit diesem Flugzeug mächtig verkehrt ist, war am 10. März. Am 13. März kam die Bestellung von Lufthansa.

Der Gedanke ist zumindest nicht völlig abwegig, dass es da nochmal einen ordentlichen Rabatt von Boeing gegeben hat, um eine positive Nachricht vorweisen zu können.
Das ist in zweifacher Hinsicht sachlich falsch. Die Lufthansa Bestellung kam in keiner Weise nach einem Crash dieses Flugzeugs (wenn du dem Kontext halbwegs folgen kannst, sollte dir klar sein, dass der Kontext die B787 ist). Bei Ethiopian crashte bekanntlich die 737 MAX, das implizierte keine Sicherheitsprobleme beim Dreamliner. Zudem gab die Lufthansa die Dreamliner nicht im März, sondern im April bekannt.
 

marcus67

Erfahrenes Mitglied
17.01.2015
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Das ist in zweifacher Hinsicht sachlich falsch. Die Lufthansa Bestellung kam in keiner Weise nach einem Crash dieses Flugzeugs (wenn du dem Kontext halbwegs folgen kannst, sollte dir klar sein, dass der Kontext die B787 ist). Bei Ethiopian crashte bekanntlich die 737 MAX, das implizierte keine Sicherheitsprobleme beim Dreamliner. Zudem gab die Lufthansa die Dreamliner nicht im März, sondern im April bekannt.
Es ging @Rampenkasper nicht um die Bestellung der B787. Es ging um die Bestellung der 737MAX, die jetzt zu EW gehen werden.
 
10.02.2012
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Um zu prüfen, was da los ist, muss man das Fahrwerk einmal cyclen (Ein- und Ausfahren). Das geht nur komplett, alleine das Hauptfahrwerk geht nicht. Dabei ist es zum Zwischenfall gekommen.
die fahren das komplette Fahrwerk einmal rein und raus, waehremd der Flieger fast schon geboarded wird? Sicher nicht...

Das Hauptfahrwerk wird auch nicht einfahren, so lange es belastet ist. Das geht mechanisch nicht.
logisch, dann muessten die Raeder ja seitwaerts rollen...

Beim Frontfahrwerk ist das anders...

 

Volume

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01.06.2018
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Dafür wäre das Loch in der Tat etwas klein
Im Englischen kann ein "pin" so groß sein, dass der Stift aufrecht darin stehen kann...

Meine Quelle bei LH Line Maintenance sagt, dass zwei Mechaniker prüfen müssen, ob die Gear Pins korrekt gesteckt sind. Der macht aber in MUC nur Airbus.
Würde jedenfalls Sinn machen, selbst wenn es nicht unter die Definition von "critical maintenance task" fällt.

die fahren das komplette Fahrwerk einmal rein und raus, waehremd der Flieger fast schon geboarded wird? Sicher nicht...
Nein, sie lassen den Computer denken, sie führen das Fahrwerk einmal ein und aus. Der Computer steuert alle Hydraulikventile entsprechend an, aber die Pins verhindern, dass es wirklich einfährt.
Für einen echten Gear Swing müsste man das Flugzeug aufbocken, und das geht jedes Jahr mehrfach irgendwo schief, noch häufiger als Fahrwerke versehentlich eingefahren werden.
 
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Mulder_110

Erfahrenes Mitglied
04.05.2012
2.295
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Das haben hier noch nicht alle mitbekommen:

LHT macht nur noch Kundenaufträge (z.B. BA), Line Maintenance ist seit gut 2 Jahren wieder LH AG selbst.
Naja, aber das ist doch nur Wortklauberei. Die LHT ist nicht mehr als ein Markenname innerhalb der LH AG. Bei der LHT kauft niemand ein Klopapier, ohne dass es von der LH AG abgesegnet ist. Selbes Personal, selbe Schulungen, selbe Standards, selbe Akkreditierungen.
 

Rosinante

Neues Mitglied
03.06.2026
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300x250
Was mir nicht ganz klar ist, wenn nur durch fehlerhaftes stecken eines Pins die theoretische Möglichkeit besteht, dass das Flugzeug das Bugfahrwerk einfährt, ( was bezüglich Sicherheit aus meiner Sicht eine fragwürdige Lösung ist) wieso dürfen dann Personen während des Tests am Flugzeug arbeiten? Das ist doch so ähnlich wie das Arbeiten unter schweben Lasten, natürlich hält das Seil in 99,9 % der Fälle. Trotzdem ist es verboten.