Lufthansa: Online Check-in gesperrt, Schalter Pflicht. Kennt das jemand?

ANZEIGE

rcs

Gründungsmitglied
Teammitglied
06.03.2009
27.858
5.727
München
ANZEIGE
Ich frage mich schon länger was die rauchen. Die Prozesskosten für ein manuelles Checkin nagen dann schon wieder an der Marge. Einfach dem Gate-Personal wie bei FR eine Fangprämie/Provision für Übergepäck bezahlen. Dazu noch strenges Monitoring. Erst werden die Gate-Mitarbeitenden erzogen und dann die Gäste. Mit den saftigen Airport-Gebühren wird die Marge auch wieder besser (die Gesichter werden Länger und die Loyalität ist am Popo).
Primäre Zielsetzung der Basic-Tarife ist die Sichtbarkeit bei den OTAs und Metasearchern im Massenmarkt. Dass die einzelnen Reisenden wirklich nur mit Mini-Rucksack unter dem Vordersitz fliegen ist nicht das Ziel, sondern vielmehr im zeitlichen Verlauf zwischen Buchung und Rückkehr nach Hause dann ein selektiver Upsell mit kostenpflichtigen Zusatzleistungen...
 

flying_mom

Erfahrenes Mitglied
03.11.2014
2.371
868
HOQ/NUE/CGN
Wenn ich auch ohne Handgepäck zum Check in muss und nicht online einchecken kann, verliere ich den ganzen zeitlichen Vorteil, den ich beim Buchen dieses Tarifs erzielen wollte. Damit total unbrauchbar.
Wenn dann auch noch der billigste Tarif die höchsten Personalkosten verursacht… Bravo!
 

chrini1

Erfahrenes Mitglied
26.03.2013
8.761
14.614
HAM
Korrekt.
Schrub ich es nicht neulich hier?
Herr Ritter (LH CEO) sagte vor 3 Wochen in einem HON Call, dass das erst der Anfang ist und die Handgepäckkontrollen deutlich ausgeweitet werden. Auch für Gruppen 1+2.

Macht man ja schon teilweise. Aber aktuell kommt es z.B. in HAM immer wieder zu Abflugverzögerungen, da man nur eine Person am Gate hat. Und die Verspätungen gehen irgenwann ins Geld.
Aber jetzt, wo man auch einfach seinen Bruder als GF im Konzern unterbringt, ist bei der LHG sowieso alles möglich. Fehlen nur noch die Kinder und die Frau im Konzern (wobei die ja eher durchas Autofahren auffällt)
 

alinakl

Erfahrenes Mitglied
15.07.2016
6.539
3.913
Macht man ja schon teilweise. Aber aktuell kommt es z.B. in HAM immer wieder zu Abflugverzögerungen, da man nur eine Person am Gate hat. Und die Verspätungen gehen irgenwann ins Geld.
Nun LH wird sich dann schon etwas ausdenken, warum dann diese Verspätungen außergewöhnliche Umstände sein sollen.

Grundsätzlich spricht ja nichts dagegen, wenn man einen Blick auf die Einhaltung der Regeln hat, aber so langsam sein LH zur FR mit FFP und Lounge-Infrastruktur zu mutieren.
 

tyrolean

Erfahrenes Mitglied
18.03.2009
6.569
2.664
Bayern & Tirol
Primäre Zielsetzung der Basic-Tarife ist die Sichtbarkeit bei den OTAs und Metasearchern im Massenmarkt. Dass die einzelnen Reisenden wirklich nur mit Mini-Rucksack unter dem Vordersitz fliegen ist nicht das Ziel, sondern vielmehr im zeitlichen Verlauf zwischen Buchung und Rückkehr nach Hause dann ein selektiver Upsell mit kostenpflichtigen Zusatzleistungen...

Gähn. Unbundling im Ryanair-Style. Aber wenn LH meint, das nötig zu haben... Wie mein Homer Simpson so schön LANGWEILIG! Früher nannte man so was Schlepper.
LH wird niemals so günstig produzieren können wie FR und Konsorten. Somit ist ein Kampf auf deren Spielwiese immer aussichtslos. Es würde nur mit sinnvoller Differenzierung funktionieren. Billigkunden verstehen es, dass Extras Geld kosten - das Ticket war ja günstig. Aber jemand der einen kurzfristigen Eco Return nördlich der 800 Euro bucht wird das eher nicht verstehen. Ich empfehle mal Michael Porter als Lektüre. Arroganz und Autismus sind übrigens die größten Killer von Unternehmen.
Auf der anderen Seite hat man gerade gemerkt dass man trotz deutlich höherer Preise die Flieger trotzdem voll bekommt. Man fliegt, weil man muss und weil es oft keine Alternative gibt.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Nun LH wird sich dann schon etwas ausdenken, warum dann diese Verspätungen außergewöhnliche Umstände sein sollen.

Grundsätzlich spricht ja nichts dagegen, wenn man einen Blick auf die Einhaltung der Regeln hat, aber so langsam sein LH zur FR mit FFP und Lounge-Infrastruktur zu mutieren.

LH ist inkonsistent in der Durchsetzung von Regeln. FR ist ein klares: Du bekommst was Du bezahlst. Regeln werden klar kommuniziert und durchgesetzt. Finde ich mittlerweile ehrlicher. Und Lounge geht auch über Priority Pass wenn man sie braucht.

Ziel muss es sein den Markenwert so aufzuladen, dass potentielle Kunden gleich auf lh.com gehen ohne Metasearcher zu bedienen - weil LH ein so gutes Produkt bietet (oder der Monopolist auf den Strecken ist...). Aber mit KI ist das Thema Meta-Searcher auch bald Geschichte. Aber Marken haben heute ja keine Bedeutung mehr. Kunden kaufen nur noch nach dem Preis (sagt es jemand mit einem iPhone im neuen Audi, mit Rimowa-Koffer, Boss-Anzug und Cavin Klein Unterhose).

Also das was LH mit FOX versucht aufzubauen, reissen Sie mit dem Popo mit den Regeln wieder ein.
Aber da werden sich die Genossen schon was dabei gedacht haben.
 
Zuletzt bearbeitet:

hhlinh

Erfahrenes Mitglied
24.03.2016
500
376
(Das Ganze hier wird etwas offtopic - wie hier schon öfter erwähnt, kommt es auch bei anderen Airlines vor, dass der OLCI nicht klappt und auch, dass der OLCI bei LH funktioniert...).
 

Airsicknessbag

Megaposter
11.01.2010
22.935
19.075
Was soll das bringen? Ich kann ja aus irgendwelchen Gründen am Check In noch Zeug mitführen, das ich aber nicht mit ins Flugzeug nehme. Wie soll das kontrolliert oder verhindert werden? Wenn ich am Check In "zu viel Handgepäck" habe, und sage "nö, das ist kein Handgepäck, das werden Sie beim Boarding schon sehen", bekomme ich dann keine Bordkarte? Leicht verdiente DBC...

Das sind doch so langsam finale Zuckungen eines legitimen Nachfolgers von Pan Am, die zum Ende auch nur noch als "nasty" wahrgenommen wurde.

Und währenddessen lacht sich Ryanair scheckig, dass LH auf einmal wieder die Passagiere zum für die Airline teuren Schalter-Check-In konditioniert.
 

hippo72

Erfahrenes Mitglied
11.03.2009
13.097
7.247
Paralleluniversum
Und währenddessen lacht sich Ryanair scheckig, dass LH auf einmal wieder die Passagiere zum für die Airline teuren Schalter-Check-In konditioniert.
Naja, ist der Schalter wirklich teuer? Der muss doch eh besetzt werden. Ob da jetzt 5 oder 20 Paxe vorbeischauen macht doch kaum Unterschied. Oder werden die pro Fall statt nach Zeit bezahlt?
 

jb1991

Erfahrenes Mitglied
20.10.2010
489
219
DRS
Naja, ist der Schalter wirklich teuer? Der muss doch eh besetzt werden. Ob da jetzt 5 oder 20 Paxe vorbeischauen macht doch kaum Unterschied. Oder werden die pro Fall statt nach Zeit bezahlt?
Ich denke, dass dies Mitarbeiter sind, welche man für etwaige Unregelmäßigkeiten sowieso vorhält. Tritt nun eine Unregelmäßigkeit im laufenden Betrieb auf, geht der Online/ Automaten Check-in und die Mitarbeiter kümmern sich um Umbuchungen, Hotelvoucher und Ähnliches.
 

westcoastflyer

Erfahrenes Mitglied
03.09.2019
2.942
3.249
Naja, ist der Schalter wirklich teuer? Der muss doch eh besetzt werden. Ob da jetzt 5 oder 20 Paxe vorbeischauen macht doch kaum Unterschied. Oder werden die pro Fall statt nach Zeit bezahlt?
Je mehr Paxe am Check-in enden, desto mehr Schalter brauchst du. - Kostet einmal Personal und der Flughafen hält üblicherweise die Hand auch noch auf.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Wenn ich am Check In "zu viel Handgepäck" habe, und sage "nö, das ist kein Handgepäck, das werden Sie beim Boarding schon sehen", bekomme ich dann keine Bordkarte? Leicht verdiente DBC...
Wenn sie clever sind setzen sie dir einfach nen HPC auf die Buchung. Dann wird man dich am Gate beim Boarding zwangsweise wiedersehen.
 

tyrolean

Erfahrenes Mitglied
18.03.2009
6.569
2.664
Bayern & Tirol
Checkin machen meistens die Groundhandler. Eigenen Staff hat LH kaum noch und wenn sind es eigene Gesellschaften, welche die Leistungen separat abrechnen. Eh-Da Kosten von Mitarbeitenden gibt es da kaum. Natürlich verlangen die mehr, wenn es mehr Aufwand gibt. Wenn LH schon von FR kopiert, können Sie ja mehr Prozesse von denen kopieren (die sogar sehr erfolgreich sind). Beim Einsteigen kontrollieren reicht und FR hat deutlich kürzere Turnaround-Zeiten und viel mehr Zusatzerlöse. Und wenn Du Deinen Flubbegleitern auch eine Provision für die Verkäufe zahlst verschwinden sie nicht nach dem Start unmotiviert hinter dem Vorhang.
Merke: LH nimmt Geld in die Hand um Gäste (böse Minderzahler) zu gängeln (nicht zum ersten mal) und zu erziehen. FR bezahlt den Mitarbeitenden Provisionen wenn sie sich nicht an Regeln halten. Was wird wohl erfolgreicher sein?
 
  • Like
Reaktionen: juliuscaesar

Münsterländer

Erfahrenes Mitglied
16.12.2018
10.257
12.237
MUC / FMO
Checkin machen meistens die Groundhandler. Eigenen Staff hat LH kaum noch und wenn sind es eigene Gesellschaften, welche die Leistungen separat abrechnen. Eh-Da Kosten von Mitarbeitenden gibt es da kaum. Natürlich verlangen die mehr, wenn es mehr Aufwand gibt.
Da es hier um Frankfurt ging passt die Aussage nich. Dort sitzt noch echtes DLH Personal.
 

tyrolean

Erfahrenes Mitglied
18.03.2009
6.569
2.664
Bayern & Tirol
Da es hier um Frankfurt ging passt die Aussage nich. Dort sitzt noch echtes DLH Personal.

Natürlich erzeugt das Kosten, da Du Schalter und Mitarbeitende vorhalten musst. Wenn das ganze outgesourct ist merkst Du das schnell auf der Rechnung. Wenn Du das selbst machst, dauert es vielleicht etwas bis Du es merkst. Und in FRA ist sicher nicht ein so großer Überhang and Personal und Kapazität vorhanden um das ganze kostenneutral zu gestalten. Jede Sekunde die meine Mitarbeitende arbeiten kosten Geld. Es gab in den 90ern mal eine Prozesskostenalayse für Flugbuchungen. Da hat man den sehr günstigen Preis eine Arbeitsminute im Vertrieb auf Vollkosten 1,50 Euro angesetzt. Ich gehe mal davon aus, dass das mit Inflation deutlich mehr wird... Zudem: Der job ist super motivierend. Du wirst ständig von Kunden angemotzt, weil Du die Regeln durchsetzen musst und alle sauer sind. Das sind wenige, die den Job gerne machen wollen - oder will LH den Lounge-Drachen eine neue Spielwiese geben.
 

Airsicknessbag

Megaposter
11.01.2010
22.935
19.075
Dann wirst Du von der Handgepäckpolizei am Gate kontrolliert.

Ja, eben - da es diese gibt, braucht man keine zusätzliche (zusätzlich kostende) Handgepäckpolizei am Check In. Die "letzte Verteidigungslinie" ist sinnvollerweise auch die einzige.

LH war mit Online-Check-In, automatischer Gepäckabgabe und Selfboarding sehr erfolgreich damit, den Weg bis in den Flugzeugsitz vollständig kontaktlos zu gestalten und hat damit Personalkosten eingespart. Ich bin nicht sicher, ob eine solche Rolle rückwärts zielführend sein wird, zumal die Personalkosten ja auch nicht gerade gesunken sind. Und: Wenn man Pech hat, verlängert man damit auch noch das Boarding und verursacht Verspätungen und/oder verlängert planmäßig die Turnaround-Zeit. Was auch wieder (richtig viel) Geld kostet. Nur um ein paar Kröten mit dem Gepäck einzunehmen. Ich bin nicht überzeugt.
 

red_travels

Reisender
16.09.2016
30.869
23.039
www.red-travels.com
Ich frage mich schon länger was die rauchen. Die Prozesskosten für ein manuelles Checkin nagen dann schon wieder an der Marge. Einfach dem Gate-Personal wie bei FR eine Fangprämie/Provision für Übergepäck bezahlen. Dazu noch strenges Monitoring. Erst werden die Gate-Mitarbeitenden erzogen und dann die Gäste. Mit den saftigen Airport-Gebühren wird die Marge auch wieder besser (die Gesichter werden Länger und die Loyalität ist am Popo).

die standen im Juni in LHR schon bereit :LOL:
 

tyrolean

Erfahrenes Mitglied
18.03.2009
6.569
2.664
Bayern & Tirol
Ja, eben - da es diese gibt, braucht man keine zusätzliche (zusätzlich kostende) Handgepäckpolizei am Check In. Die "letzte Verteidigungslinie" ist sinnvollerweise auch die einzige.

LH war mit Online-Check-In, automatischer Gepäckabgabe und Selfboarding sehr erfolgreich damit, den Weg bis in den Flugzeugsitz vollständig kontaktlos zu gestalten und hat damit Personalkosten eingespart. Ich bin nicht sicher, ob eine solche Rolle rückwärts zielführend sein wird, zumal die Personalkosten ja auch nicht gerade gesunken sind. Und: Wenn man Pech hat, verlängert man damit auch noch das Boarding und verursacht Verspätungen und/oder verlängert planmäßig die Turnaround-Zeit. Was auch wieder (richtig viel) Geld kostet. Nur um ein paar Kröten mit dem Gepäck einzunehmen. Ich bin nicht überzeugt.

Den kompletten Überblick über Kosten/Nutzen - sowohl monetär als auch nichtmonetär - haben sehr wenige bei diesen Entscheidungen. Ich kann Dir eine Liste von Fehlentscheidungen geben wo vieles an die Wand gefahren wurde und es am Ende mehr gekostet als genutzt hat.

Es gibt auch ein paar Entscheidungen, bei denen LH am Ende doch wieder zurück gerudert ist. In letzter Zeit waren es die Gruppentarife oder die Stornogebühren bei Flex-Tickets. Vote with your wallet scheint teilweise doch zu funktionieren - speziell wenn man Kundengruppen mit höheren Ticketpreisen vergrätzt. Man könnte ab einem gewissen Ticketpreis ja auch gewisse Services wieder inkludieren . Nur schafft das die weltbeste IT in der gegenwärtigen Tariflogik natürlich nicht.

Ich wage mich mal aus dem Fenster zu lehnen: Kein Handgepäck ist automatisch Boarding-Gruppe 5. Die Gewährung eines kostenlosen im Ticket inkudierten Hangepäcks für Statusgäste ist kein Benefit, sondern ließ sich mit der IT nicht anders darstellen (dann würde der Vorteil Prio-Boarding wegfallen und hätte noch größere Kollateralschäden). Ich stelle mir gerade einen Vielflieger mit SEN/HON-Status vor der ein kurzfristiges Basic-Ticket gebucht hat. Beim Boarden in der gewohnten Gruppe 1 geht die rote Lampe an. Er muss sich vor versammelter Gästeschaar an die Seite stellen und für seinen zu schweren Rimowa-Trolley nachzahlen. Alles für den Moment. How to get rid of good customers in 10 days.

die standen im Juni in LHR schon bereit :LOL:

Geht in BER auch. Da haben fast alle Gate-Agents mal ein Training von FR durchlaufen und verhalten sich bei LH auch so.
 
Zuletzt bearbeitet:

westcoastflyer

Erfahrenes Mitglied
03.09.2019
2.942
3.249
Es gibt auch ein paar Entscheidungen, bei denen LH am Ende doch wieder zurück gerudert ist. In letzter Zeit waren [...] die Stornogebühren bei Flex-Tickets.
Wobei ich mir da durchaus vorstellen kann, dass das von Anfang an intern nur als begrenzte Maßnahme gedacht war, bis man das "Buchen auf Halde" wieder unter Kontrolle gebracht hatte bzw. bis sich das durch die veränderten äußeren Umstände wieder erledigt hatte.
 

tyrolean

Erfahrenes Mitglied
18.03.2009
6.569
2.664
Bayern & Tirol
Wobei ich mir da durchaus vorstellen kann, dass das von Anfang an intern nur als begrenzte Maßnahme gedacht war, bis man das "Buchen auf Halde" wieder unter Kontrolle gebracht hatte bzw. bis sich das durch die veränderten äußeren Umstände wieder erledigt hatte.

Das Thema "Buchen auf Halde" hätte man auch anders lösen können. Einfache Änderungen bei den Yield-Parametern. Die feine Klinge hätte sehr gut funktioniert, nur wollte man mal wieder die Streitaxt auspacken.

Bei dem Thema gab es von den Nutzergruppen (speziell im Business Travel) einen massiven Aufschrei und klare Drohungen. Da wurde zum einen in der Fachpresse und von Verbänden (allen voran aus dem VDR) Druck gemacht. Der VDR-Präsident hat ja beste Kontakte zu LH ;-).
Zum anderen wurden Anwälte in Stellung gebracht ob es Zulässig ist ein Ticket als "Flex" zu verkaufen und dann vierstellige Stornogebühren abzuzocken.

Und im Business-Travel ist das Thema Alternativbuchungen defintiv nicht durch. Man will auf der einen Seite nicht in der Metallhaltingen Luft am Sandkasten umsteigen (Stichwort: Duty of Care), ist aber auch nicht gewillt jede Preiserhöhung für Direktflüge mitzutragen.

Man hat es mal ausprobiert und wollte schauen ob man damit durchkommt. Und LH ist bisher mit fast allem durchgekommen (seit der Einführung der Nullprovison unter Hemjö Klein in den 90ern). Aus der (veröffentlichten) Studie zu deren Einführung kommt übrigens der Kostensatz der Vollkosten für Mitarbeitende ;-).
 

oliver2002

Indernett Flyertalker
09.03.2009
9.976
5.976
52
MUC
www.oliver2002.com
Prinzipiell will LHG dass alle Pax die digitalen Kanäle benutzen, man soll nur noch bei Ausnahmen einen Menschen sehen bzw zum Schalter. In den Aussenstationen wird mit mit minimalen Personal von Dienstleistern gearbeitet an den Hubs wird alles automatisiert und LH eigenes Personal für die Peaks (z.B. Sommerferien, Wetter etc) vorzuhalten. Die Aktion mit dem Naming & Shaming von Light Kunden ist temporär um denen auch klarzumachen das sie tatsächlich nur ein kleines Acessoire an Bord nehmen dürfen. In manchen Stationen werden Light Paxe namentlich ans Gate gerufen um das Handgepäck zu kontrollieren.
 

Volume

Erfahrenes Mitglied
01.06.2018
14.494
12.716
Frei nach dem Motto " Mal sehen, was wir tatsächlich an Handgepäckgewicht" dabei haben.
Um das leichteste Gepäckstück zu ermitteln und dann demnächs "auf vielfachen Kundenwunsch" die Gewichtsgrenze so anzupassen, das alle extra zahlen müssen...

Grundsätzlich spricht ja nichts dagegen, wenn man einen Blick auf die Einhaltung der Regeln hat,
Im Gegenteil, Regeln deren Einhaltung man ohnehin nicht überprüft gehören abgeschafft, denn sonst ist mal wieder der Ehrliche der Dumme!
Die Regeln sollten dann aber auch Sinn machen, der typischen Beladung eines Gepäckstücks und den strukturellen Limits der Bins entsprechen, nicht gewürfelt werden.

LH ist inkonsistent in der Durchsetzung von Regeln.
LH ist durch und durch inkonsistent!

Und währenddessen lacht sich Ryanair scheckig, dass LH auf einmal wieder die Passagiere zum für die Airline teuren Schalter-Check-In konditioniert.
Wobei sich FR in der Vergangenheit sehr teure Check-In Schalter geleistet hat, sehr viel mehr offene Schalter pro Passagier mit daraus resultierenden kürzeren Schlangen hatte. Ich habe bei FR noch nie mehr als eine Minute angestanden, meist war sofort ein Schalter verfügbar. Verzögerte Abflüge wegen Check-in Problemen sind nochmal teurer und FR hat ein sehr gutes Verständnis davon, was tatsächlich Geld kostet!

Ja, eben - da es diese gibt, braucht man keine zusätzliche (zusätzlich kostende) Handgepäckpolizei am Check In. Die "letzte Verteidigungslinie" ist sinnvollerweise auch die einzige.
Sinnvollerweise fängt man diese Passagiere so ab, dass es nicht zu Verzögerungen beim Boarding führt, also möglichst bereits beim Check-in.
Ausserdem gibt es da bereits Waagen, sogar geeichte (um späteren Ärger mit klagewütigen Passagieren zu vermeiden, die das gemessene Gewicht in Frage stellen).

und der Flughafen hält üblicherweise die Hand auch noch auf.
Ganz sicher auch für das Verladen von last-minute-Gepäck im Frachtraum... Das ist sicher nicht preiswerter als "normal" aufgegebenes Gepäck.

Prinzipiell will LHG dass alle Pax die digitalen Kanäle benutzen, man soll nur noch bei Ausnahmen einen Menschen sehen bzw zum Schalter.
Ob man damit allerdings den zahlungskräftigen Teil der Kundschaft anspricht, darf bezweifelt werden.
Aus gutem Grund stehen im FCT keine Automaten für alles...

Naming & Shaming von Light Kunden
Das ist denke ich auch viel zu kurz gedacht, es sind bei weitem nicht die Light-Kunden die bevorzugt mit "nur Handgepäck" reisen, auch bei der high Yield Kundschaft hast du einen gewaltigen Anteil der ohne Aufgabegepäck reist (aber dafür natürlich bezahlt hat), und dessen Handgepäck ziemlich sicher bei über 8kg liegt.
Und diesen Kunden bieten andere Airlines ein 10 oder 12kg Limit - oder gar Handgepäck ohne Gewichtsbeschränkung (nur Abmaßbeschränkungen). Auch ab Frankfurt und München!
 
  • Like
Reaktionen: tyrolean

mbraun

Erfahrenes Mitglied
09.07.2011
2.804
4.243
ANZEIGE
300x250
Was dazu führen wird, dass die Bundespoilzei häufiger ausrücken muss, weil herrenlosen Handgepäck irgendwo an den Seitengängen in der Nähe der Check-in Schalter steht.
Mit ein bißchen Glück bleibt das Handgepäck dann nicht lange herrenlos, und im Flieger verbraucht es dann auch keinen Platz.