Prime Air Flight 7598 Vorfall

ANZEIGE

juliuscaesar

Megaposter
12.06.2014
26.461
24.617
FRA
ANZEIGE
 
  • Like
Reaktionen: Hammett und Gulliver

marcus67

Erfahrenes Mitglied
17.01.2015
5.842
7.385
Es wurde ja auch ein Go-Around relativ weit am Ende der Bahn (etwa 700m vor Ende) initiiert und dann nach 4 Sekunden wurde der Go-Around selber wieder abgebrochen
Hätte man den G/A durchgezogen, wäre das Ganze wahrscheinlich außer einem Tailstrike noch gut gegangen.

Vref waren 120kt, bei Beginn des G/A Versuchs lagen 117kt (GS) an. Vielleicht etwas weniger TAS, da sie wohl etwas Rückenwind hatten. Sie waren aber sehr leicht, da ist natürlich ein sehr deutlicher Leistungsüberschuss da.
 

MANAL

Erfahrenes Mitglied
29.05.2010
15.746
12.449
Dahoam
Es ist wirklich wild wie da im Cockpit agiert wurde. Unstabilisierter Anflug, zu hohe Geschwindigkeiten für Klappenstellungen, Ignoranz der Hinweise des Pilot Monitoring, ein Pilot Monitoring der sich scheinbar nichts traut, ein Pilot Flying der nicht kommuniziert, "Sinkrate" und "too low terrain" Warnungen, kurz vor dem Flare werden Klappen ausgefahren, ewig langer Flare und ein abgebrochener G/A. Viel mehr kannst eigentlich nicht falsch machen. Bereits beim ersten Punkt wäre ein G/A angebracht. Ansonsten bei jedem der weiteren Punkte.

Was ich mich auch noch wundere, warum ist da eigentlich keine Slide an der Türe 1L wo einer der Piloten runterspringt? Haben die auch noch das Armen der Slides unterlassen?
 

marcus67

Erfahrenes Mitglied
17.01.2015
5.842
7.385
Was ich mich auch noch wundere, warum ist da eigentlich keine Slide an der Türe 1L wo einer der Piloten runterspringt? Haben die auch noch das Armen der Slides unterlassen?
B767 Frachter haben nur die Tür 1L. An dieser gibt es keine Slide sondern nur so Reibungsgriffe mit Seilen (wie auch direkt aus dem Cockpit vieler Flugzeuge).
 

Loungepotato

Erfahrenes Mitglied
02.12.2016
5.649
8.489
Hätte man den G/A durchgezogen, wäre das Ganze wahrscheinlich außer einem Tailstrike noch gut gegangen.

Vref waren 120kt, bei Beginn des G/A Versuchs lagen 117kt (GS) an. Vielleicht etwas weniger TAS, da sie wohl etwas Rückenwind hatten. Sie waren aber sehr leicht, da ist natürlich ein sehr deutlicher Leistungsüberschuss da.
Sie hatten auch beide Triebwerke zur Verfügung. Ein konsequenter G/A hätte in dem Fall zwar evtl. Schäden (Tailstrike, Lichter/Zaun/etc. am Ende der Landebahn) hervorgerufen, aber das Leben der Leute in den Fahrzeugen gerettet.

Einziger Gewinner sind hier voraussichtlich die Verkäufer von EMAS-Systemen.
 
  • Like
Reaktionen: juliuscaesar

N140SC

Erfahrenes Mitglied
01.01.2024
1.519
1.311
Einziger Gewinner sind hier voraussichtlich die Verkäufer von EMAS-Systemen.

Es ist längst geklärt, dass die Maschine beim Verlassen der Bahn viel zu schnell war, als daß EMAS hätte helfen können (wenn es verbaut gewesen wäre). Das wird nur immer wieder von Leuten (z.B. bei den Kommentaren von Avherald) ins Spiel gebracht, die nur mal etwas aufgeschnappt, sich aber nicht mit der Materie befasst haben, bevor sie posten.
Übrigens wäre den Leuten in dem Fahrzeug auch schon nichts passiert, wenn nicht kurz vor Verlassen der Bahn nochmal vogelwild für 4s Schub gesetzt worden wäre.
 
  • Like
Reaktionen: MANAL

Loungepotato

Erfahrenes Mitglied
02.12.2016
5.649
8.489
Es ist längst geklärt, dass die Maschine beim Verlassen der Bahn viel zu schnell war, als daß EMAS hätte helfen können (wenn es verbaut gewesen wäre). Das wird nur immer wieder von Leuten (z.B. bei den Kommentaren von Avherald) ins Spiel gebracht, die nur mal etwas aufgeschnappt, sich aber nicht mit der Materie befasst haben, bevor sie posten.
Übrigens wäre den Leuten in dem Fahrzeug auch schon nichts passiert, wenn nicht kurz vor Verlassen der Bahn nochmal vogelwild für 4s Schub gesetzt worden wäre.
Die Verkäufer von EMAS trommeln eifrig damit, dass sie schon "so viele" Leben gerettet haben und jeder Runway Overrun spielt ihnen da in die Hände, egal wie viel es in dem Fall geholfen hätte und obwohl es statistisch gar nicht so viele Events gegeben hat. Dennoch betreiben sie massive Lobby-Werbe-Arbeit auf den einschlägigen Konferenzen, um es den Behörden zu empfehlen und den Airports zu verkaufen.

Der Rest ist einfach unterirdisches CRM von einem nicht harmonierenden Team gepaart mit einer ausgeprägten "get-there-itis" eines der Piloten. Keine gute Kombination.
 
Zuletzt bearbeitet: