2 Wochen Athen. Endlich in der eigenen Zweitwohnung

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Toter-Greifvogel

Erfahrenes Mitglied
25.04.2024
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3.415
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Moin liebe Mitinsassen,

nach der heissen Normandiewoche geht es heute schon wieder los.

2 Wochen Athen, endlich in der eigenen Mietwohnung.

Start mit der üblichen Bahnverwirrung zum BER.

Abflug 20.40Uhr A3823 Ankunft Athen 0.25Uhr

Taxi via Booking diesmal 48€. Bus ist in der Nacht zu stressig.

Bleibt drann bleibt bei mir😆🥰
 

Toter-Greifvogel

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Und los gehts​


Chemnitz - Leipzig - Berlin - BER - Aegean - Athen

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Premium beginnt manchmal mit einem Senator-Anhaenger am Rollkoffer und endet trotzdem erst einmal auf dem Bahnsteig.

CHEMNITZ​

Warum beginnen Reisen eigentlich immer mit Tragen

Die Kapelle zum Jubilaeumsfest lieferte im Hintergrund den passenden Kommentar: Es gibt Anlaesse, zu denen andere feiern. Wir fuhren los. Das ist auch eine Art Feier, nur mit mehr Gepaeck.


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BAHN​

Im RE6 nach Leipzig begann das akustische Begleitprogramm, dass wir alle so lieben. Vier junge Damen uebernahmen die Bordunterhaltung und stellten sicher, dass niemand ohne Einblick in fremde Lebenslaeufe reisen musste. Familiengeschichte, Diagnosen, Kirchenbezug, Mutter Pfarrerin, Regelbeschwerden und psychische Probleme. Was ist mit der Menschheit los....

Die Bahn selbst tat, was sie konnte: Sie fuhr. Das ist inzwischen keine Selbstverstaendlichkeit mehr, also nehmen wir es als Teilerfolg.


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ZWISCHENSTOPP​

Leipzig, Bahn-Lounge. Premium auf Mineralwasserbasis​


Die Bahn Lounge Leipzig war voll und im Wesentlichen Getraenkeversorgung. Man konnte sitzen, trinken und das wars eigentlich auch. Nehmen wir mit. Mehr nicht

Dann ICE Richtung Berlin, weiter zum Suedkreuz, weiter mit dem FEX. Überleben. Bahn verpassen. Den nächsten Zug nehmen.


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Der Flieger ist schon auf dem Weg. Heute wird es die NAD.

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BER​

Zehn Minuten bis zur Lounge - und dann Lufthansa​


Am BER geschah zunaechst etwas Unerwartetes: Vom Bahnsteig bis in die Lufthansa Senator Lounge ging es erstaunlich schnell. Fuer BER-Verhaeltnisse war das fast ein olympischer Sprint. 15 Minuten bis in die Launsch, durch Sec und alles.-
Danach kam die Realitaet zurueck: Carstens Spohrgebot, Buffet mit Kantinenpoesie.

Gerade an einem Wochenende mit ILA Besuchern und Lufthansa-Jubilaeumsanmutung haette man etwas machen koennen. Einen guten Wein. Einen thematischen Snack. Irgendein Zeichen von: Wir haben verstanden. Stattdessen: Primitivo ohne Pointe. Lounge als Wartesaal mit Besteck.
Aber auch hier an diesem Tage schlug die Cevapcici Mafia zu. Mahlzeit...


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ASSISTANCE​

Das Lounge-Taxi: ein Mensch funktioniert​


Dann aber der beste Servicemoment des Tages: Das Eurowings Lounge-Taxi Richtung A-Gates. Wegen eingeschraenkter Mobilitaet wurden wir mitgenommen, unkompliziert und ohne grosses Theater. Interessant war, dass andere Gaeste offenbar auch gerne mitgefahren waeren. Der Fahrer blieb stabil. Nicht jeder Wunsch ist eine Berechtigung. War diesmal Glück.

Ok, zugegeben hätten wir auch Assistance anmelden können, am Ber ist das aber nach wie vor Maximal unangenehm, auf den Launsch Drachen verzichten wir gern... Love to Gamble.-

GATE UND WETTER​

Gate A36​

Boarding Gruppen 1 bis 5.- Wir waren ohne Assistance nur Gruppe 2... Es waren derer 2 Familien mit Kindern...die wir natürlich vorgelassen haben... trotzdem bekamen wir diesmal tatsächlich die Rote Karte mit Schiedsrichter Pfiff vom Scanner :) Ausnahmsweise wurde das per Hand überschrieben....Ausserdem kam für uns zum ersten Mal hörbar die Ansage, dass Gruppe 5 bitte das Handgepäck aufgeben möge, da keins im Tarif inkludiert sei. Öfter mal was neues....
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AEGEAN​

1A und 1C. Erste Reihe, sehr viel Beinfreiheit, Crew im Blick. Nach dem Bahn- und Loungeprogramm wirkte das fast unanstaendig angenehm. Die Tuer war noch offen. egal. Da mal wieder die Ansage zum Film und Bilderverbot von der Crew kam, habe ich mich entsprechend eingeschränkt.
Zusammenfassend war mehr Gastlichkeit in der Luft als vorher am Boden bei Lufthansa. Man muss es so sagen: Der griechische Ferienflieger begann professioneller al
s die deutsche Premiumlounge endete.



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BORDSERVICE
Der Bordservice war dann der klare Gegenbeweis zur Lounge: warmes Essen, Salat, Kaese, Brot, Dessert, Getraenke. Kein Wunder, aber ein vollstaendiger, stimmiger Service.
Das Rinderfilet mit Suesskartoffelpueree und gegrillter Zucchini war keine Sterne-Kueche, aber deutlich naeher an Premiumerlebnis als Carstens Spaßbude.


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ANFLUG​

Irgendwann war unten Griechenland. Inzwischen vertraute 2te Heimat. Der Tower in Glyfada als neuer Willkommensanker.

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Und manchmal reicht am Ende ein Wort: Kalimera. Nicht, weil schon Morgen war, sondern weil diese Reise dringend einen besseren Abschnitt brauchte.

Fortsetzung folgt. Es gibt viel zu tun im Alltag, für Touri-Gedöns haben wir diesmal gar keine Zeit :)
 

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Toter-Greifvogel

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Tag 2 – Ankommen, Tram und Rentner-Moshpit​


Athen, erster richtiger Tag. Also zunächst das einzig Vernünftige: schlafen. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Keine Gegenrede, keine Geschäftsordnungsdebatte, keine Minderheitenmeinung.

Nach dem Aufstehen begann die realistische Phase des Reisens: Wasser kaufen, Getränke sichern, Vorräte aufbauen. Griechenland ist schön, aber Dehydrierung ist auch hier kein Lifestyle.

Zur ersten Stärkung ging es zu Just Pita. Laut Karte: 3,5 Sterne, griechisches Restaurant, Preisrahmen 5 bis 10 Euro, geöffnet bis 04:00 Uhr.

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Dann meldete sich die Infrastruktur. Die Tram befand sich offenbar ebenfalls im Ferienmodus: ausgedünnter Betrieb, gefühlter Stundentakt, und immerhin englische Ansagen, damit man international versteht, dass man wartet. Auch das ist eine Form von Service.

Als Erklärung standen die starken Regenfälle der letzten Nächte im Raum. Teile der Strecke oder Technik offenbar abgesoffen. Da der Leihwagen erst Montag kam, blieb der Aktionsradius begrenzt.

Am Abend dann das eigentliche Tagesprogramm: Manowar-Tribute Abend im Monokeros Hardcore. Der alte Herr schüttelt die Matte. Rentner-Moshpit. Eine Form der Altersvorsorge, die nicht von der Deutschen Rentenversicherung anerkannt wird, aber eindeutig mehr Spaß macht.

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Damit war Tag 2 gerettet. Nicht durch Sehenswürdigkeiten, nicht durch großes Programm, nicht durch planmäßige Verkehrsinfrastruktur. Sondern durch Schlaf, Wasser, Pita, Bier und Musik. So unspektakulär kann ein guter Urlaubstag sein.


Fazit: Tag 2 unter realen Bedingungen: schlafen, trinken, essen, warten, trinken, Rock. Mehr muss am Anfang nicht passieren.

Keep on rocking. More to come.

Monokeros Hardcore: https://www.instagram.com/hardcoremonokeros?igshid=MzNlNGNkZWQ4Mg==
 

Toter-Greifvogel

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Tag 3 - Sonntag: der deutsche Ladenschluss bekommt einen Nervenzusammenbruch-Oder Vorbereitung auf Fritzes Träumchen

Sonntagserkenntnis: Supermärkte haben offen. Lidl offen. Wie es sich unser Fritze auch für Schlandland vorstellt, kann hier schon mal getestet werden- Lidl offen, Sklavenitis offen, AB offen. Für uns ist das fast schon ein religionskritischer Vorgang.( Noch) Man steht da und wartet innerlich darauf, dass irgendwo ein Ladenschlussgesetz aus dem Gebüsch springt. Passiert aber nicht. Griechenland verkauft einfach weiter.

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Tag 4 - Montag: Erst der Leihschlitten, dann die Freiheit

Montag. Auf zu Europcar an der Syggrou. 2 Wochen Stadtflitzer, ungefähr 240 Euro, . Geworden ist es ein Dacia Sandero. Kein Luxus und ziemlich viel Plastik, aber für die Stadt die Maximalgröße.

Europcar selbst ist dieser klassische Ort zwischen Asi-Ghetto und Erotikshop…. Die Frage… warum Mietwagenstationen nie so aussehen, als würden dort Menschen freiwillig länger bleiben bleibt unbeantwortet- Man kommt rein, erledigt den Papierkram, hofft auf ein Auto mit vier Rädern und ohne beginnende Charakterstörung, und verlässt den Laden mit dem Gefühl schnell weg zu wollen… unangenehm…

Nebenbei noch eine kleine Feldstudie im Laden: Ein Kunde ließ seine Sachen derart unbewacht herumliegen, als sei Athen ein betreuter Aufenthaltsraum. Später entstehen aus solchen Szenen wahrscheinlich diese Internetberichte über „Scam in Greece“. Manchmal ist es aber einfach nur Dummheit. Der Kunde im Laden, die Koffer 10 Minuten wie im Bild zu sehen auf der Straße. Manchmal fehlen mir einfach die Worte… Vielleicht war er auch von der netten Dame im Bild verwirrt.

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Montag, zweite Amtshandlung: Lidl. Natürlich Lidl.

Mit Auto verändert sich der Radius sofort. Die erste echte Exkursion führte nicht zur Akropolis, nicht zum Kap Sounion und auch nicht zu irgendeinem poetischen Aussichtspunkt. Sie führte zu Lidl Glyfada. Lidl hat sich hier schön breit gemacht und viele Millionen in den Ausbau und die Modernisierung seiner Filialen gesteckt. Das sieht man.

Der Sonntag hatte bereits gezeigt: Supermarkt ist hier kein Wochentagsprivileg. Lidl offen, sauber, groß, frisch, sehr deutsch und zugleich eindeutig auch griechischer Alltag.
Für deutsche Augen ist das fast beruhigend und verstörend zugleich. Beruhigend, weil Lidl eben Lidl bleibt. Verstörend, weil er in Griechenland am Sonntag und im Ferienmodus funktionaler wirkt als manche deutsche Sonntagsdebatte nach drei Ausschusssitzungen.

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Ganz viele Produkte mit Made in Germany, Milbona usw. Wird das tatsächlich mit dem Lkw gekarrt? Ohje, aber wir machen uns Gedanken, ob wir irgendwo Scheiß CO2 einspohren…

Dann endlich Meer: Penarrubia statt Kühlregal

Nach Mietwagen und Lidl, Penarrubia. Küste, Terrasse, Bar, Meer.

Penarrubia macht nicht auf Geheimtipp in einer Seitengasse, sondern auf: hier ist Wasser, hier ist Terrasse, setzen Sie sich. Man kann das schlicht finden. Ist halt eine Touri Bar am Meer. Das Essen ist nicht immer Standart, da wir aber inzwischen den Manager kennen, wird halt so lang serviert, bis es uns passt. Für Authentisches Griechen Food sollte es woanders sein. Wir kommen darauf zurück.


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Online / Maps zum Nachklicken



Sonntag: Supermärkte offen, Deutschland innerlich beleidigt. Montag: Mietwagen geholt, Lidl geprüft, Penarrubia erreicht.

In den nächsten Tagen habe ich einen Preis/Realitätscheck vorbereitet. Was kostet das Einkaufen in den verschiedenen Märkten tatsächlich?

Ich werde mal Wochenmarkt/Lidl/ Sklavenitis/ Schlandpreise vergleichen.

Wollen wir doch mal sehen, wie der Vergleich so ausgeht. Ich kann bereits so viel spoilern, das Ergebnis wird nicht eindeutig und auch nicht eindeutig günstig.
 
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