Und los gehts
Chemnitz - Leipzig - Berlin - BER - Aegean - Athen
Premium beginnt manchmal mit einem Senator-Anhaenger am Rollkoffer und endet trotzdem erst einmal auf dem Bahnsteig.
CHEMNITZ
Warum beginnen Reisen eigentlich immer mit Tragen
Die Kapelle zum Jubilaeumsfest lieferte im Hintergrund den passenden Kommentar: Es gibt Anlaesse, zu denen andere feiern. Wir fuhren los. Das ist auch eine Art Feier, nur mit mehr Gepaeck.
BAHN
Im RE6 nach Leipzig begann das akustische Begleitprogramm, dass wir alle so lieben. Vier junge Damen uebernahmen die Bordunterhaltung und stellten sicher, dass niemand ohne Einblick in fremde Lebenslaeufe reisen musste. Familiengeschichte, Diagnosen, Kirchenbezug, Mutter Pfarrerin, Regelbeschwerden und psychische Probleme. Was ist mit der Menschheit los....
Die Bahn selbst tat, was sie konnte: Sie fuhr. Das ist inzwischen keine Selbstverstaendlichkeit mehr, also nehmen wir es als Teilerfolg.
ZWISCHENSTOPP
Leipzig, Bahn-Lounge. Premium auf Mineralwasserbasis
Die Bahn Lounge Leipzig war voll und im Wesentlichen Getraenkeversorgung. Man konnte sitzen, trinken und das wars eigentlich auch. Nehmen wir mit. Mehr nicht
Dann ICE Richtung Berlin, weiter zum Suedkreuz, weiter mit dem FEX. Überleben. Bahn verpassen. Den nächsten Zug nehmen.
Der Flieger ist schon auf dem Weg. Heute wird es die NAD.
BER
Zehn Minuten bis zur Lounge - und dann Lufthansa
Am BER geschah zunaechst etwas Unerwartetes: Vom Bahnsteig bis in die Lufthansa Senator Lounge ging es erstaunlich schnell. Fuer BER-Verhaeltnisse war das fast ein olympischer Sprint. 15 Minuten bis in die Launsch, durch Sec und alles.-
Danach kam die Realitaet zurueck: Carstens Spohrgebot, Buffet mit Kantinenpoesie.
Gerade an einem Wochenende mit ILA Besuchern und Lufthansa-Jubilaeumsanmutung haette man etwas machen koennen. Einen guten Wein. Einen thematischen Snack. Irgendein Zeichen von: Wir haben verstanden. Stattdessen: Primitivo ohne Pointe. Lounge als Wartesaal mit Besteck.
Aber auch hier an diesem Tage schlug die Cevapcici Mafia zu. Mahlzeit...
ASSISTANCE
Das Lounge-Taxi: ein Mensch funktioniert
Dann aber der beste Servicemoment des Tages: Das Eurowings Lounge-Taxi Richtung A-Gates. Wegen eingeschraenkter Mobilitaet wurden wir mitgenommen, unkompliziert und ohne grosses Theater. Interessant war, dass andere Gaeste offenbar auch gerne mitgefahren waeren. Der Fahrer blieb stabil. Nicht jeder Wunsch ist eine Berechtigung. War diesmal Glück.
Ok, zugegeben hätten wir auch Assistance anmelden können, am Ber ist das aber nach wie vor Maximal unangenehm, auf den Launsch Drachen verzichten wir gern... Love to Gamble.-
GATE UND WETTER
Gate A36
Boarding Gruppen 1 bis 5.- Wir waren ohne Assistance nur Gruppe 2... Es waren derer 2 Familien mit Kindern...die wir natürlich vorgelassen haben... trotzdem bekamen wir diesmal tatsächlich die Rote Karte mit Schiedsrichter Pfiff vom Scanner

Ausnahmsweise wurde das per Hand überschrieben....Ausserdem kam für uns zum ersten Mal hörbar die Ansage, dass Gruppe 5 bitte das Handgepäck aufgeben möge, da keins im Tarif inkludiert sei. Öfter mal was neues....
AEGEAN
1A und 1C. Erste Reihe, sehr viel Beinfreiheit, Crew im Blick. Nach dem Bahn- und Loungeprogramm wirkte das fast unanstaendig angenehm. Die Tuer war noch offen. egal. Da mal wieder die Ansage zum Film und Bilderverbot von der Crew kam, habe ich mich entsprechend eingeschränkt.
Zusammenfassend war mehr Gastlichkeit in der Luft als vorher am Boden bei Lufthansa. Man muss es so sagen: Der griechische Ferienflieger begann professioneller als die deutsche Premiumlounge endete.
BORDSERVICE
Der Bordservice war dann der klare Gegenbeweis zur Lounge: warmes Essen, Salat, Kaese, Brot, Dessert, Getraenke. Kein Wunder, aber ein vollstaendiger, stimmiger Service.
Das Rinderfilet mit Suesskartoffelpueree und gegrillter Zucchini war keine Sterne-Kueche, aber deutlich naeher an Premiumerlebnis als Carstens Spaßbude.
ANFLUG
Irgendwann war unten Griechenland. Inzwischen vertraute 2te Heimat. Der Tower in Glyfada als neuer Willkommensanker.
Und manchmal reicht am Ende ein Wort: Kalimera. Nicht, weil schon Morgen war, sondern weil diese Reise dringend einen besseren Abschnitt brauchte.
Fortsetzung folgt. Es gibt viel zu tun im Alltag, für Touri-Gedöns haben wir diesmal gar keine Zeit
