ANZEIGE
Ja, das ist alles ziemlich absurd, aber eben aufgrund des Marktes so entstanden. Für den Kunden leider komplett intransparent...
Hier liegt das eigentliche Problem. Manche Dinge sollte man durchaus hinterfragen, bei manchen kann man es aber auch bleiben lassen. Wenn ich bei Starbuck's einen Cappucino fuer 3,20 kaufe, dann kann ich ihn trinken, und es ist gut, ich kann aber auch hinterfragen, was denn jetzt der Einkaufspreis fuer die Kaffeebohnen war, die Transportkosten aus Brasilien, der Lohn des Bauern, der die Kuh gemolken hat, die die Milch gibt, dann kann ich mir noch den notariell beglaubigten Mietvertrag fuer die Raeumlichkeiten vorlegen lassen, die Gehaltsabrechnung des Barista, und zuletzt noch die Frage diskutieren, ob die Maschine, mit der die Milch aufgeschaeumt wurde, digital oder degressiv abgeschrieben werden sollte. Am Ende komme ich dann zu dem Ergebnis, dass der Cappu um 17 cent zu teuer war, dann wende ich mich an die UN-Menschenrechtskomission und mache eine Petition an Bundestag und EU-Parlament.

Der Deutsche jammert immer ueber die zunehmende Buerokratie und Reglementierungswut, vergisst aber, dass das die direkte Folge seiner eigenen Obsession mit vermeintlicher "Einzelfallgerechtigkeit" ist.