AB: Aus Air Berlin wird kundenfreundlichste Airline Europas

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  • Datum Start
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Huey

Erfahrenes Mitglied
06.04.2009
4.484
-1
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@ Huey

Na, jeden aufgerufenen Preis zahle ich auch normalerweise nicht, sondern vergleiche erstmal mehrere Airlines.
Es sei denn ich muss dringend und schnell irgendwohin fliegen und/oder es kaum Auswahl gibt.

Und da sind wir beim Knackpunkt. Wenn ich mich heute überall nur noch als Zitrone oder gar unerwünschter Kostenfaktor fühle, und nicht mehr als Gast, dann tendiert der Vergleich halt zum "Billigsten". Und das werden AB aber auch LH nie können.
 
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Huey

Erfahrenes Mitglied
06.04.2009
4.484
-1

Mir ist langweilig, darum ein vorgezogenes Wort zum Sonntag:

Mein stolzer regionaler Bäckermeister hat mich kürzlich damit überrascht, dass sein Fettgepäck (u.a. auch Blätterteig) einen unschönen pelzigen Belag am Gaumen hinterließ. Wie ich von einem seiner Gesellen (sozusagen meinem Kunden) der Backstube nun erfuhr, wurde bei den Fetten der Rotstift angesetzt. Palmfett heißt das Zauberwort, zudem zugekaufte Teiglinge für seine Filialen.

Das brauche ich nicht! Da kann ich auch die Enzym modifizierten Backwaren bei Lidl kaufen. Noch schlimmer, wenn diese Industrieware sogar besser schmeckt als die des mittelständischen Handwerkmeisters. Ich habe meine Wahl getroffen. Auch im vollsten Bewusstsein, eventuell bald eine Problem bei meinen eigenen Mieteingängen befürchten zu müssen.

Was hat das jetzt mit AirBerlin im Verhältnis zu den etablierten LCC zutun? Diese Frage sollte sich eigentlich jedem selbst erschließen! Man spart und gelangt an einen Punkt, an dem man seine Identität verliert, und dadurch letztlich nicht nur diese, sondern gleich den Wettbewerb mit all seinen Folgen. Ich bezweifle, dass der Bäckermeister einen Kampf bei auf gleicher Höhe liegenden Qualitätsniveau mit einem Lidl gewinnen kann. Das sind letztlich nur noch getriebene Verzweiflungstaten ohne unternehmerische Instinkte!
 

GoldenEye

Erfahrenes Mitglied
30.06.2012
13.177
516
das ist ein Business Class Review - der Vergleich wäre unfair. Aber ich gebe dir natürlich recht. Etihad ist auf der Kurzstrecke in Y sicherlich einen Tick besser.

Vielleicht auch zwei Ticks ;) . Zu Y auf Kurzstrecke habe ich leider nichts gefunden, deswegen dachte ich mir: Besser als gar nichts.
 

Perisai

Meilenausquetscher
31.08.2012
2.141
121
LON
Das es die "Snacks" auf kurzen Strecken nicht mehr geben soll wäre mir egal, aber es wäre schade wenn auch die kostenlosen Getränke wegfallen.

Same here! Gerade dass es bei AB an Bord auf den innerdeutschen Rennstrecken sehr entspannt zugeht, weil jeder sein Wasser/Saft/etc. bekommt, und nicht ständig mit dem Geldbeutel durch die Gegend gerannt wird ist für mich ein entscheidender Faktor pro AB und gegen 4U.


Und zum Thema Araber auf Kurzstrecke; QR bietet selbst auf DOH-AUH (vergleichbar mit HAM-DUS) eine Essensbox mit warmen Snack, kleiner Nachspeise und Getränk + Getränke vom Wagen - in Y. Es artet zwar etwas in Stress aus und ist auch eher übertrieben für die Kurzstrecke, aber angeblich war sowas ja auch in der EU/US Luftfahrt irgendwann mal Standard...
 
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Huey

Erfahrenes Mitglied
06.04.2009
4.484
-1
Einfach nur aus Kostengründen etwas zu streichen zeigt mir, dass viele gutbezahlte Zahlendreher und abhängig beschäftige Unternehmenslenker Ihr Geld nicht wert sind, was sie monatlich als Vergütung erhalten!

Szenario 1: Hier will man etwas streichen, um eine vergleichbare Leistung (Getränke) direkt gegen Geld besser verkaufen zu können. Verkennt hierbei aber die Gesamtauswirkung dieser Maßnahme.

Szenario 2: Man will diesen Kostenfaktor generell senken. Die unmittelbaren Kosten, welche durch die Getränke entstehen, sind ja nur eine Seite der Medaille. Die Andere ist die Infrastruktur welche hinter einem solchen Service steht. Als Unternehmer würde hier versuchen mein Hauptaugenmerk auf die Kosten bei der Infrastruktur zu legen. In diesem Bereich dann versuchen kostenoptimierende Vereinfachungen Einzug halten zu lassen. Bisher fand ich diese 100ml kleinen Wasser Becherchen ja immer lustig. Ein Konzept muss es aber doch erlauben, ein neutrales Getränk incl. einem kleinen Snack in einer werbefinanzierten Box durch Finger oder angepassten Vorfeldfahrzeug Bedarfs- und Stückzahlorientiert für jeden Flug in ein Flugzeug zu bringen. Wegen meinetwegen kann die sogar der Ramp Agent im Kofferraum seines Polos mitführen! :rolleyes:

Man, ich befinde mich im Wettbewerb mit knallharten Sparfüchsen. Da kann es mein Ziel doch nicht nur sein, mich während des Verkaufsprozesses mit diesen zu messen. Ich befinde mich hier in einem Gastgewerbe mit der einmaligen Chance, mich in der Zeit, während der Kunde mein Gast ist, mich diesem auch nachhaltig zu präsentieren.

Echt komisch, dass unsere arabischen Mitbewerber diesen Punkt erkannt, und für sich auch zu nutzen wissen.
 
Zuletzt bearbeitet:

m0s1n0

Erfahrenes Mitglied
21.06.2014
3.721
64
CDG/MUC
Nach vier AB/HG-Flügen (und vier mal einer ausgezeichneten Buchungslage!) muss ich doch anmerken, dass die kostenfreien Getränke und Snacks auch weiterhin sehr gut angenommen werden. Es bleibt aber dennoch die Frage, ob bei der Buchungsentscheidung ein kostenfreier Snack und ein Getränk wirklich den Ausschlag geben. Heute auf VIE-ATH (Ferienflug) habe ich bei mehreren Passagieren erstaunte Blicke festgestellt, als ihnen ein Getränk und ein Snack angeboten wurde. Es gab sogar Nachfragen, ob das wirklich nichts kosten würde.

Abgesehen von den Vielfliegern und einigen anderen Passagieren, die noch die "guten alten Zeiten" kennen, scheinen die meisten schlichtweg zu erwarten, dass es eben nichts umsonst gibt. Und wenn eben jene Einstellung dazu führt, dass man bei der Buchungsentscheidung bei einem Preis von fünf Euro weniger doch lieber Germanwings bucht und eben nicht Air Berlin, verstehe ich schon auch eine mögliche Abschaffung. Analog zu den Zeitungen würde ich aber aus strategischer Sicht die Konkurrenzstrecken zur Lufthansa (oder generell innerdeutsche Strecken) von der Neuregelung ausnehmen.

Jetzt warten wir aber doch erstmal ab, was der Pichler und seine Mannschaft auch offiziell vorstellen werden. Bislang ist das, dem Kommentar auf Facebook zum Trotz, doch noch viel Spekulation.
 

Huey

Erfahrenes Mitglied
06.04.2009
4.484
-1
Diese Abwärtsspiral Mentalität erinnert mich immer an RTL.

Auf der einen Seite produziert man medialen Sondermüll Marke "Verdachtsfälle" und beschwert sich auf der anderen Seite, dass die Leute sich vermehrt neue Freizeitbeschäftigungen und mediale Kanäle neben den Fernsehen suchen.

Was RTL jetzt wieder mit AirBerlin zutun hat? Weder der Eine noch der Andere ist wirklich Alternativlos. Beide versuchen aber seit Jahren den Ausweg des Billigen. Ich werde nicht verdursten, wenn ich in 90 Min trockener Luft keine 0,15l Flüssigkeit erhalte. Aber ich werde auch nie "Verdachtsfälle" schauen.
 

GoldenEye

Erfahrenes Mitglied
30.06.2012
13.177
516
...habe ich bei mehreren Passagieren erstaunte Blicke festgestellt, als ihnen ein Getränk und ein Snack angeboten wurde. Es gab sogar Nachfragen, ob das wirklich nichts kosten würde..

So, und was glaubst Du, welches Image sich daraufhin in deren Unterbewußtsein festsetzt? Und was sie ihren daheimgebliebenen Freunden erzählen?
 

m0s1n0

Erfahrenes Mitglied
21.06.2014
3.721
64
CDG/MUC
So, und was glaubst Du, welches Image sich daraufhin in deren Unterbewußtsein festsetzt? Und was sie ihren daheimgebliebenen Freunden erzählen?

Auch wenn ich persönlich hoffen würde, dass so etwas positiv im Gedächtnis bleibt, so glaube ich einfach nicht so recht dran. Obwohl meine Freunde wissen, dass ich ein ziemlich großer Fan der Luftfahrt bin, hat mir in den letzten Jahren nicht ein einziges Mal jemand erzählt, dass es einen Snack oder ein Getränk an Bord gab. Wie toll der Lackierung (!) oder natürlich die Insel, die Stadt, das Hotel ... war, habe ich dagegen schon mehrfach gehört. Und leider sind genau Passagiere in diesem Alter die Zielgruppe der Zukunft.

Ich selbst würde mir wünschen, dass so etwas wie ein kleiner Snack auch weiterhin eine positive Grundwirkung hat, immerhin war das auch einer der Gründe warum ich mich irgendwann entschieden haben, von der LH zu AB "zu wechseln". Ob das aber wirklich so ist, wage ich zu bezweifeln. Das ist schade, aber ändern kann man den Trend, der durch die "immer billiger"-Mentalität ausgelöst wurde, wohl nur noch schwerlich :(
 
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DaS

Erfahrenes Mitglied
19.08.2014
311
29
HND
In meinem Umfeld kenne ich tatsächlich die Aussage, dass man lieber AB flöge, da sich das "Du kriegst was, Du aber nicht!" bei 4U ausgesprochen asozial anfühlt. Die große Begeisterung über den Service gibt es dann bei TK.
 

chillhumter

Erfahrenes Mitglied
16.11.2014
4.785
2
DUS/BKK/MNL
Die große Begeisterung über den Service gibt es dann bei TK.

Echt ? Meine Mom war total entsetzt von TK, verbunden mit einem 'Nie wieder'
Insbesondere der Leg von DUS nach IST muss eine Katastrophe gewesen sein
AB und OS haben ihr dagegen sehr gut gefallen und Etihad war 'ok' (alles in C)
AB in Y fand sie aber auch ok
 
K

Kurzentschlossener

Guest
Die große Begeisterung über den Service gibt es dann bei TK.

Bei Organisationen und Unternehmen die "TK" heissen, ist das immer so.
Ich bin bei der Technischen Krankenkasse versichert und kann das mit dem Service bestätigen.
=;
 
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CKR

Erfahrenes Mitglied
18.05.2015
1.851
-8
MUC
da sich das "Du kriegst was, Du aber nicht!" bei 4U ausgesprochen asozial anfühlt.

Habe ich so fast wortwörtlich auch schon gehört. Kanns aber immer noch nicht nachvollziehen.

Andererseits: so stolz ich auf meine Autokonfiguration war, die bei akzeptablem Preis eine Menge Auto bietet, fand ich es dann doch bei der Werksabholung asozial, dass der Sack neben mir, der doppelt so viel bezahlt hat, dann tatsächlich mit einem R8 Spyder abgezogen ist.
 

Huey

Erfahrenes Mitglied
06.04.2009
4.484
-1
Ein Auto ist ein reines Konsumgut.

In der Vergangenheit zeugte es mal von einer guten Kindenstube, seinem Gast etwas anzubieten. Das hat im tieferen Sinne etwas mit Wertschätzung und dem zwischenmenschlichen Umgang zutun.
 
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chillhumter

Erfahrenes Mitglied
16.11.2014
4.785
2
DUS/BKK/MNL
Ein Auto ist ein reines Konsumgut.

In der Vergangenheit zeugte es mal von einer guten Kindenstube, seinem Gast etwas anzubieten. Das hat im tieferen Sinne etwas mit Wertschätzung und dem zwischenmenschlichen Umgang zutun.

Das sag ich den Restaurantbesitzern auch immer wenn ich irgendwo essen gehe, aber die wollen doch tatsächlich immer Geld von mir - Frechheit

Hab mich auch schon mal beschwert, als der am Nebentisch nur 20 Euro gezahlt hat
und ich musste 100 Euro bezahlen, die 2 Flaschen Wein hätte man mir ja durchaus schenken können
 
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pemko

Erfahrenes Mitglied
03.03.2015
2.605
1.908
TXL
Das sag ich den Restaurantbesitzern auch immer wenn ich irgendwo essen gehe, aber die wollen doch tatsächlich immer Geld von mir - Frechheit

Hab mich auch schon mal beschwert, als der am Nebentisch nur 20 Euro gezahlt hat
und ich musste 100 Euro bezahlen, die 2 Flaschen Wein hätte man mir ja durchaus schenken können

Das vielleicht nicht, aber man kriegt ja auch ab und an "einen Gruß aus der Küche"...
 

Huey

Erfahrenes Mitglied
06.04.2009
4.484
-1
Dann sollten die Airlines gesetzlich dazu verpflichtet werden, die fordere Galley an den Einen und die hintere Galley an einen anderen Kioskbetreiber vermieten zu müssen. Denn die Existenz eines Monopols auf Basis einen Bordshops kann in einer funktionieren Marktwirtschaft gesellschaftlich ja nicht gewollte sein. Wir brauchen Wettbewerb, auch beim Catering an Bord eines Flugzeugs. Ich werde zukünftig meine Kunden auch für 2 Stunden der Freiheit berauben und die Daseinsvorsorge nur noch zu Mondpreisen anbieten. =;
 
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TachoKilo

Erfahrenes Mitglied
21.02.2013
2.142
51
Berlin (West) - TXL
Bei Bestellung eines Dönnertellers gibt's in manchen Dönerbuden eine Tasse Tee als gute Geste gegenüber dem Kunden.
Dönerbuden gehören meiner Erfahrung nach zu den Ausnahmen der Servicewüste Deutschland. Letztens wurde ein Mitarbeiter (der mich noch nicht kannte) von seinem Chef angehauen, dass er mich gefälligst begrüßen soll, da ich schließlich Stammgast bin. Hat er auch brav gemacht. War mir jetzt nicht wichtig, aber es zeigt halt, dass dort noch auf Kundenbindung geachtet wird. (Einen Tee gab's natürlich auch. Man man, was das den Gewinn schmälert. So ein Tee kostet die bestimmt irgendwas zwischen 10 und 20 Cent.) Ist hier in Berlin wegen der Konkurrenz aber auch notwendig (neben einem guten Produkt und Sauberkeit natürlich). Ich habe jedenfalls wenig Anreize meine Döner irgendwo anders zu kaufen.