Berlin Hannover bleibt Lava.
Zweitlängste Korridorsanierung
Bis Dezember 2027 erneuert die DB InfraGO so insgesamt mehr als 214 Weichen, rund 357 Kilometer Gleise, 100 Kilometer Oberleitungen sowie 13 Kilometer Lärmschutzwände. Entlang der Strecke werden zudem 27 Bahnhöfe modernisiert und teilweise barrierefrei ausgebaut. Sechs Stellwerke werden grundlegend erneuert. Nach dem Korridor Hamburg – Berlin ist die Strecke mit 227 Kilometern die zweitlängste Achse, auf der die Infrastruktur gebündelt und gewerkeübergreifend erneuert wird. Ziel ist, das hochbelastete Schienennetz grundlegend zu erneuern und den Zugverkehr langfristig pünktlicher, zuverlässiger und leistungsfähiger zu machen.
Die DB InfraGO hat den Eisenbahnverkehrsunternehmen und Aufgabenträgern gestern den Entwurf für ein angepasstes Verkehrskonzept vorgestellt. Diese Anpassungen wurden notwendig, da die Elektrifizierung der Lehrter Stammbahn erst im Dezember 2027 abgeschlossen wird und sie damit nicht wie ursprünglich geplant ab Dezember 2026 als Umleiterstrecke zur Verfügung steht. Während der Bauzeit können damit weitgehend weder auf der Schnellfahrstrecke noch auf der parallel verlaufenden Lehrter Stammbahn Züge fahren.
Die DB InfraGO stimmt nun das Verkehrskonzept, das ab Fahrplanwechsel Mitte Dezember 2026 gelten soll, mit allen Beteiligten ab. Das Angebot für Nah- und Fernverkehr bis Mitte Dezember ist bereits im Fahrplan eingearbeitet und in den Auskunftsmedien abrufbar.
Fernverkehr mit angepasstem Angebot
Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2026 verkehren drei Fernverkehrszüge pro Richtung im Zeitraum von zwei Stunden sowie weitere Einzelverbindungen zwischen Hannover und Berlin. Durch die angepasste Linienführung werden Braunschweig und Magdeburg weiterhin stündlich ans Fernverkehrsnetz angebunden bleiben. Magdeburg hat während der Bauzeit mehr Fernverkehrshalte also sonst. Die Fahrzeit zwischen Hannover und Berlin verlängert sich um rund 80 Minuten. Optionen für Halte von Fernverkehrszügen in Stendal sowie Wolfsburg sind derzeit noch in Prüfung. Bis Oktober 2026 bereitet DB InfraGO die Umleitungsstrecke über Braunschweig und Magdeburg durch ein umfangreiches Instandhaltungsprogramm auf die zusätzliche Belastung vor.