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Anonym19514
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Luftfahrt: AUA: Pl
em AUA-Management ist die Angelegenheit peinlich. Ausgerechnet auf der groß beworbenen Langstrecke werden im Dezember weniger Flugbegleiter an Bord sein. In der Business-Class wird’s nichts mit dem Gustieren und Vorlegen der feinen DO&CO-Menüs. Stattdessen wird alles auf einem Tablett hingestellt. In der Holzklasse gibt’s keinen gesonderten Getränkeservice, auf den Sitzen werden Wasserflaschen platziert. Man darf gespannt sein, wie lange das Abservieren dauern wird.
Das Luftfahrtportal Austrian Aviation Net berichtet, das Management habe sich bei der Crew-Planung offenbar verschätzt. Was der für den Flugbetrieb zuständige Tyrolean-Chef Klaus Froese in einem Mail an die Belegschaft auch zugibt (siehe Faksimile). Mit der Kündigung des AUA-Bord-Kollektivvertrages wurden die Blockstunden (Arbeitszeit vom Boarding bis zur Landung) von 950 auf 900 im Jahr reduziert. Darum wird’s im Dezember knapp.
Betroffen sind Flüge nach Nordamerika, Delhi, Dubai, Peking und Male. In der Boeing 777 wird die Zahl der Flugbegleiter (inklusive Koch) von zehn auf acht reduziert, in der 767 von acht auf sechs. Sollte eine Grippewelle ausbrechen, könnten auch Flüge ausfallen.
AUA-Sprecher Peter Thier kalmiert: „Wir haben auch mit reduzierter Belegschaft immer noch so viele Mitarbeiter wie andere Airlines im Normalbetrieb.“ Die Crews würden sich bemühen, „ihr Bestes zu geben“. Bord-Betriebsratschef Karl Minhard kritisiert, das Management habe „aus den Fehlern des Vorjahres nichts gelernt. Im Dezember 2012 fielen 55 Flüge wegen Personalknappheit aus“. Der Betriebsrat habe bereits im Sommer auf den drohenden Engpass hingewiesen, „wir haben derzeit 150 Flugbegleiter zu wenig. Doch die Firma war beratungsresistent.“
"Wir haben derzeit 150 Flugbegleiter zu wenig. Doch die Firma war beratungsresistent."
Die AUA hat heuer 130 zusätzliche Flugbegleiter an Bord genommen. 2014 werden weitere 230 Mitarbeiter eingestellt, derzeit wird intensiv rekrutiert. Im Vorjahr verabschiedeten sich rund 220 Flight-Attendants mit Sonderabfertigung.
Für Dezember suchte die AUA in den vergangenen Wochen Freiwillige, die einspringen können. Der Betriebsrat riet den Kollegen jedoch vorerst dringend ab, sonst sei keine Unterstützung durch die Belegschaftsvertreter mehr zu erwarten. Erst als das Management zustimmte, dass auch für die 88 neuen, in Asien stationierten Flugbegleiter die inländischen Arbeitsbedingungen gelten, gab der Betriebsrat die Blockade auf.
Die Mutter Lufthansa hätte übrigens ein Flugzeug samt Crew zur Verfügung gestellt. Doch der AUA war der Flieger zu groß und die Mietkosten zu hoch.
em AUA-Management ist die Angelegenheit peinlich. Ausgerechnet auf der groß beworbenen Langstrecke werden im Dezember weniger Flugbegleiter an Bord sein. In der Business-Class wird’s nichts mit dem Gustieren und Vorlegen der feinen DO&CO-Menüs. Stattdessen wird alles auf einem Tablett hingestellt. In der Holzklasse gibt’s keinen gesonderten Getränkeservice, auf den Sitzen werden Wasserflaschen platziert. Man darf gespannt sein, wie lange das Abservieren dauern wird.
Das Luftfahrtportal Austrian Aviation Net berichtet, das Management habe sich bei der Crew-Planung offenbar verschätzt. Was der für den Flugbetrieb zuständige Tyrolean-Chef Klaus Froese in einem Mail an die Belegschaft auch zugibt (siehe Faksimile). Mit der Kündigung des AUA-Bord-Kollektivvertrages wurden die Blockstunden (Arbeitszeit vom Boarding bis zur Landung) von 950 auf 900 im Jahr reduziert. Darum wird’s im Dezember knapp.
Betroffen sind Flüge nach Nordamerika, Delhi, Dubai, Peking und Male. In der Boeing 777 wird die Zahl der Flugbegleiter (inklusive Koch) von zehn auf acht reduziert, in der 767 von acht auf sechs. Sollte eine Grippewelle ausbrechen, könnten auch Flüge ausfallen.
AUA-Sprecher Peter Thier kalmiert: „Wir haben auch mit reduzierter Belegschaft immer noch so viele Mitarbeiter wie andere Airlines im Normalbetrieb.“ Die Crews würden sich bemühen, „ihr Bestes zu geben“. Bord-Betriebsratschef Karl Minhard kritisiert, das Management habe „aus den Fehlern des Vorjahres nichts gelernt. Im Dezember 2012 fielen 55 Flüge wegen Personalknappheit aus“. Der Betriebsrat habe bereits im Sommer auf den drohenden Engpass hingewiesen, „wir haben derzeit 150 Flugbegleiter zu wenig. Doch die Firma war beratungsresistent.“
"Wir haben derzeit 150 Flugbegleiter zu wenig. Doch die Firma war beratungsresistent."
Die AUA hat heuer 130 zusätzliche Flugbegleiter an Bord genommen. 2014 werden weitere 230 Mitarbeiter eingestellt, derzeit wird intensiv rekrutiert. Im Vorjahr verabschiedeten sich rund 220 Flight-Attendants mit Sonderabfertigung.
Für Dezember suchte die AUA in den vergangenen Wochen Freiwillige, die einspringen können. Der Betriebsrat riet den Kollegen jedoch vorerst dringend ab, sonst sei keine Unterstützung durch die Belegschaftsvertreter mehr zu erwarten. Erst als das Management zustimmte, dass auch für die 88 neuen, in Asien stationierten Flugbegleiter die inländischen Arbeitsbedingungen gelten, gab der Betriebsrat die Blockade auf.
Die Mutter Lufthansa hätte übrigens ein Flugzeug samt Crew zur Verfügung gestellt. Doch der AUA war der Flieger zu groß und die Mietkosten zu hoch.