DB: Passagiere ganze Nacht ohne Strom im ICE eingesperrt

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tarantula

Erfahrenes Mitglied
02.02.2011
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Ich verstehe beim besten Willen nicht, warum Bäume so nah an Bahnstrecken stehen, dass diese bei Unwettern auf die Strecke fallen und Oberleitungen zerstören und Schienen blockieren.

Bei jedem "Unwetter" gibt es immer Berichte über steckengebliebene Züge wegen umgefallener Bäume.

Ich mag ja nun wirklich Bäume, aber im "Gefahrenbereich" von Gleisen haben diese nichts zu suchen.
 

tian

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26.12.2009
10.709
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Die meisten werden sicherlich Verständnis dafür haben, dass es bei Unwetter zu Probleme kommt.
Das Verständnis hört dann aber auf wenn es gegen Mittag am nächsten Tag noch immer Ausfälle gibt die erst Minuten vor der Abfahrt bekannt gegeben werden.
 
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tian

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26.12.2009
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Ich verstehe beim besten Willen nicht, warum Bäume so nah an Bahnstrecken stehen, dass diese bei Unwettern auf die Strecke fallen und Oberleitungen zerstören und Schienen blockieren.

Stehen doch auch nah an der Straße. Willst du die alle abholzen lassen? Dann hast du nachher keinen Windschutz mehr und andere Probleme. Völliger Unfug.
 
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tarantula

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02.02.2011
2.683
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Stehen doch auch nah an der Straße. Willst du die alle abholzen lassen? Dann hast du nachher keinen Windschutz mehr und andere Probleme. Völliger Unfug.

Die Gefahr bei einem Zug mit hunderten von Passagieren ist doch vielfach größer. Es geht doch nicht um flächendeckendes Abholzen, sondern um einen Sicherheitsabstand zu den Gleisen.
 

jotxl

Erfahrenes Mitglied
19.11.2009
6.855
2.016
TXL
Die meisten werden sicherlich Verständnis dafür haben, dass es bei Unwetter zu Probleme kommt.
Das Verständnis hört dann aber auf wenn es gegen Mittag am nächsten Tag noch immer Ausfälle gibt die erst Minuten vor der Abfahrt bekannt gegeben werden.

Oder wenn in Hannover heute auf einmal ein ICE1 mit völlig anderen Wagennummern ankommt statt wie üblich ein ICE2 aus dem Ruhrpott. Keine Ansage, keine Anzeige...
 

umsteiger

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22.01.2012
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www.kanzlei-woicke.de
Hoffe, dass die Bahn wenigstens fürs Catering gesorgt hat.

Meine Erfahrung ist, dass selbst längste Wartezeiten unter solchen Bedingungen für 99 Prozent der Fahrgäste kein Problem sind (Menschen, die auf dem Weg zu ihrer todkranken Mutter sind oder ihren Flug nach Australien verpassen, mal ausgenommen), wenn die Bahn Betroffenen das Gefühl gibt, sich zu kümmern.

Das bedeutet allen voran: ständige Information. Lieber einmal zu viel als zu wenig.

Es bedeutet: Catering.

Und es bedeutet, proaktiv auf die Insassen zuzugehen. Individuelle Lösungen für den Weitertransport zu organisieren. Unterkünfte - wo erforderlich - auch dann zu organisieren, wenn das örtliche IC-Hotel schon ausgebucht ist.

Keine Ahnung, wie das in dem Fall gelöst wurde, aber meiner Meinung nach ist hier durchaus noch Luft nach oben.
 
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Anonym38428

Guest
Catering funktioniert doch nichtmal im normalen Tagesgeschäft ...
 

xcirrusx

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16.10.2012
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KUL (bye bye HAM)
Also die Gegend zwischen Gütersloh und Bielefeld ist in Teilen dem Niemandsland nicht weit entfernt. Zuallererst müssen die lokalen Rettungskräfte herhalten, das heißt für eine freiwillige FW in Pusemuckel, man hofft das alle Mitglieder des Trupps zum Einsatz eintreffen und nicht selber feststecken.
Auf Ideen, wie die Menschen mit Nahrung und Getränken zu versorgen kommen auch andere, aber bei bis zu 800 Menschen sind das eine Menge Brote die die geschmiert werden müssen und dann ggf. aufwendig zum Einsatzort transportiert werden. Und wehe man bringt zu wenig, dann gibt es Mord und Totschlag.
 

umsteiger

Erfahrenes Mitglied
22.01.2012
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Berlin
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Es waren ja nur 400.

Und niemand erwartet, dass nach zehn Minuten belegte Brote serviert werden.

Aber in einem ersten Schritt z.B. 400 halbe Liter Wasser zu organisieren, kann nicht so schwer sein.

Und falls doch, ist es umso wichtiger, dass die Bahn sich um die Nöte und Sorgen ihrer Paxe kümmert. Genau daran hapert es für meine Geschmack.

Würde mich nicht wundern, wenn die irgendwo schlicht mit dem Hinweis, "wenden Sie sich an die Informationsschalter", abgespeist wurden und die dann selbst sehen durften, wo sie bleiben. Und dort heißt es bekanntlich: Frechheit siegt. Verlierer sind die Höflichen, Zurückhaltenden. Sowas ärgert mich dann maßlos.
 
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tian

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26.12.2009
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Auf Ideen, wie die Menschen mit Nahrung und Getränken zu versorgen kommen auch andere, aber bei bis zu 800 Menschen sind das eine Menge Brote die die geschmiert werden müssen und dann ggf. aufwendig zum Einsatzort transportiert werden. Und wehe man bringt zu wenig, dann gibt es Mord und Totschlag.

Brauchst ja keine Brote schmieren, zur Not gibts Haribo und Chips für alle und das THW oder andere Organisationen dürften immer irgendwelche Notrationen haben. Viel wichtiger sind Getränke.
 

darthvader

Erfahrenes Mitglied
04.11.2010
1.186
6
127.0.0.1
Getränke und etwas Verpflegung für etwa 400 Personen zu organisieren ist einfacher, als 400 Personen aus einem ICE in irgendwelche Unterkünfte zu schaffen (die auch noch vorbereitet werden müssen). Betreuungs- und Verpflegungskomponenten gibt es je nach Gegend über Katastrophenschutzeinheiten (die haben aber etwas Vorlaufzeit) oder Feuerwehrs springt ein. In meiner Gegend ist z.B. der Metzger der Nachbarwehr aktiver Feuerwehrler und auch der Betriebsleiter eines Getränkemarktes ist nachts im Notfall erreichbar. Damit kriegt man das erst mal gebacken.
Ob dann aber alle Getränke gekühlt sind und ggf. auch ein Champagner-Quirl verfügbar ist, sei dahingestellt.
 

SuperConnie

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18.10.2011
5.018
64
Nordpfalz
Alle reden vom Wetter. Wir nicht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Alle_reden_vom_Wetter._Wir_nicht.

Damals war die Bahn wirklich weniger wetteranfällig; durch auf Herz und Nieren geprüfte Prototypen - in Kooperation mit der Industrie - gereiftes Rollmaterial, viel mehr fachlich versiertes Personal, um bspw. Böschungen freizuschneiden, Weichen von Schnee freizuräumen, mehr robuste Elektromechanik statt anfälliger Elektronik usw.
 

phxsun

Erfahrenes Mitglied
02.01.2010
1.747
61
OWL
Zur weiteren Beurteilung, wie schnell oder langsam Betreuungseinheiten der HiOrgs etwas auf die Beine stellen können, empfehle ich das Lesen dieser Lektüre http://www.idf.nrw.de/service/downloads/pdf/20090731_konzept_btp_b_500.pdf
Unter 3-4 Stunden ist da realistisch nichts zu machen.
Ich habe bis vor 6 Jahren, selbst im Führungsdienst des DRK derartige Einsätze mitgemacht, oftmals stehen Ressourcen auf der operativen Ebene schnell bereit, aber im Stab des Kreises wird noch über den Umfang der Hilfeleistung diskutiert. Selbst als Fachberater DRK beim Schneechaos A2 Heiligabend 2010 erlebt. Erschwerend kamen zwei Faktoren hinzu, die Hilfskräfte müssen selbst durch das Wetter kommen und in dem Fall musste die Anfrage der Autobahnpolizei über den Dienstweg des Lagezentrums in DUS erst über die Bez.reg. an die Kreisleitstelle. Dadurch vergehen aus Sicht der Betroffenen Ewigkeiten.
Zwar existieren betreuungsdienstliche Einheiten (Deckenwerfer ;-) ), jedoch ist die Indienstbringung um Größenordnungen langsamer, als feuerwehrtechnische, rettungsdienstliche oder sanitätsdienstliche Komponenten, da üblicherweise keine direkte Lebensgefahr besteht.
 
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umsteiger

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22.01.2012
3.454
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Berlin
www.kanzlei-woicke.de
Es galt ja weder, Verletzte zu versorgen noch Tote zu bergen. Falls wirklich ein Kriesenstab gebildet werden muss, um ein paar Paletten Wasser in den Zug zu schaffen, sollten die Pläne vermutlich noch mal überdacht werden...

Dass der Zug erst mal erreicht werden muss, was sich im Einzelfall schwierig darstellen kann, und das Verladen der Wasserflaschen ohne Risiko für Leib und Leben zu erfolgen hat, ist klar. Desto länger das dauert, desto mehr ist das Bahn-Personal im Zug gefordert, erstens zu informieren und zweitens zu versorgen. Dann müssen die Bordmittel eben hierarchisch verteilt werden. Und zwar nicht nach Service-Klassen, sondern nach Bedarf. Viele haben auf Reisen ja Proviant dabei. Da mag die Aufforderung, sich zu melden, wer Wasser/Verpflegung benötigt, zwar den einen oder anderen zu einer Lüge verleiten. Aber die allermeisten Passagiere werden auf vernünftige Vorgaben auch vernünftig reagieren.

Um auf mein Beispiel von vor ein paar Tagen zurückzukommen:

Das war einer der heißesten Tage des Jahres. Nicht wenige werden also den Zug schon ordentlich dehydriert erreicht haben. Wenn der dann stundenlang steht, ohne die Chance, ihn zu verlassen, ohne Möglichkeit, an Bord etwas zu erwerben, wäre es definitiv ein netter Zug der Bahn, hier mal proaktiv tätig zu werden.

Mir geht´s einfach darum, dass der Bahnkunde nicht wie Frachtgut behandelt wird- verderblich zwar, aber ansonsten anspruchslos. Es geht um Menschen, für die eine lange Wartezeit nicht bloß eine Störung im Betriebsablauf darstellt, sondern evtl. vor größte Probleme stellt. Das gilt es zu verinnerlichen.
 
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tian

Erfahrenes Mitglied
26.12.2009
10.709
141
Das war einer der heißesten Tage des Jahres. Nicht wenige werden also den Zug schon ordentlich dehydriert erreicht haben. Wenn der dann stundenlang steht, ohne die Chance, ihn zu verlassen, ohne Möglichkeit, an Bord etwas zu erwerben, wäre es definitiv ein netter Zug der Bahn, hier mal proaktiv tätig zu werden.

Wissen wir denn ob sie das nicht getan haben? Wurde irgendwo erwähnt, dass die Pax nichts bekommen haben?