Drinks

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Anonym38428

Guest
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Habe ich mit letztens im Radisson Martinique Broadway auch gedacht als ich meinen Hendrick's mit Fentiman's bestellt habe - die Bardame hat dann voller Eifer zwei Limettenviertel (warum tut man das bei einem G&T im allgemeinen und bei einem H&F im Speziellen - darin hat keine Zitrusfrucht etwas zu suchen) im Glas versenkt.
Hättet halt Gürkchen dazu bestellen müssen. Und ganz wichtig - ein Schirmchen!
 

bursche99

Erfahrenes Mitglied
14.07.2011
3.020
977
MUC, near OBAXA
Das Problem in "Bars" bei Cocktails oder Pseudos ist meist das 99% mit (meist zuviel) Sirup bei Mojito, Caipirinha, Wiskey Sour & Co arbeiten.
Teste immer erst Longdrinks wo man nichts falsch machen kann.
Danach wagt man sich je nach erstem Eindruck an Cocktail-Klassiker ran, und wenn da auch alles passte sollte entweder der Lieblingsdrink dran sein (sofern nicht schon bei 1 & 2 dabei) oder Surprise me.

Wenn der Barkeeper schon beim Longdrink zögert schnell die Flucht ergreifen.
 

Sunchaser

Erfahrenes Mitglied
12.09.2011
746
0
ZRH
Gerne immer klassische Cocktails und dabei gehe ich von einer guten Bar, bzw. einem ausgebildeten Barkeeper aus.
Am liebsten:

- Vodka Martini - gerührt (Mit einer Zitronenzeste)
- Old Fashioned
- Georgia Mint Julep
- Hendricks & Tonic

Wenn's etwas tropischer ist gerne auch:

- Singapore Sling
- Pina Colada

Wenn's um bier geht immer gerne etwas lokales, leichtes.
 

cultural

Erfahrenes Mitglied
09.01.2012
570
1
CH
"Beer".
- "What kind of beer?"
"Surprise me."

End of story.
PROST!

We haven an incredibly delicious beer that has been an American favorite for generations, to preserve the flavor, we have decided to offer it in a bottle, it just looks and tastes great that way. Enjoy your Miller Light....

Fiktives Szenario, aber das wär ekelhaft;)
 

Worldtraveler42

Erfahrenes Mitglied
15.02.2015
3.885
36
MRS
Sofern es eine wirklich gute Auswahl an Gins gibt den Monkey 47 aus dem Schwarzwald bestellen (bezieht sich dann idR also eher auf deutsche Bars)

Der Affe hat es aber schon lange über die Grenzen geschafft. Ich hab noch 2 Flaschen davon in meiner Bude rumstehen.

Enjoy your Miller Light....

oder Bud light, 1664, Sagres, Heineken (ja ich traue mich das zu sagen) etc... . Schlechtes Bier gibt es wie Sand am Meer.
 

DrThax

Administrator & Moderator
Teammitglied
10.02.2010
11.709
11
EDLE 07
Wenn's um bier geht immer gerne etwas lokales, leichtes.
Na klar, always "drink local".
Ich hatte gestern die lokale Spezialität "Naughty Nurse". :D

IMG_0409.jpg

Leicht? Naja. :rolleyes:

We haven an incredibly delicious beer that has been an American favorite for generations, to preserve the flavor, we have decided to offer it in a bottle, it just looks and tastes great that way. Enjoy your Miller Light....
Ein Barkeeper, der "Miller Light" ernsthaft als Bier bezeichnet, hat seinen Beruf verfehlt.
Ich würde ihm sagen, dass bei mir so eine Plörre nicht mal ins Scheibenwaschwasser kommt und dass er noch einen weiteren Versuch hat.
 

LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
15.394
8.904
einfach nach nem "local craft beer" fragen.

Da muss man schon extrem mutig sein. Ich kann mich an einem Abend in einer "Brewery" erinnern, ein geschäftlicher Termin, mit fünf guten Freunden (alles Biertrinker UND mutig), nach der ersten Runde haben wir alle nur noch Coke bestellt, und waren froh als wir aus dem Ding raus waren.
 

Wombert

Erfahrenes Mitglied
20.03.2010
3.770
8
MUC
Also. Das ist ja genau mein Thema hier :)

Zuerst einmal... es heisst "Gin and Tonic", nicht "Gin Tonic". "Gin Tonic" sagen nur Deutsche und Spanier; beide haben in der Regel keine Ahnung von dem Getränk. Die Deutschen weil sie eh nur zwei Sorten kennen und deshalb fast immer entweder Hendrick's bestellt wird, was langsam langweilig wird, oder Bombay Sapphire, den es in Deutschland nur in der minderwertigen Abfüllung mit 40 Vol% gibt; die Spanier, weil sie zwar immer zwanzig Sorten Gin da haben, aber dir immer ein riesig bauchiges Glas hinstellen, aus dem man nicht trinken kann, und alle anderen Drinks auf der Karte in der Regel eher der Zonk sind.

Gordon's ist auch nicht zu empfehlen, weil der mit 37,5 Vol% am unteren Ende dessen rangiert, was rechtlich überhaupt Gin geschimpft werden darf, und der Geschmacksunterschied zu ordentlich destillierten Wachholderschnäpschen auch für den Laien leicht zu schmecken sind. Analoges gilt für den bereits erwähnten Bombay Sapphire (der heisst übrigens "Bombay Sapphire", nicht "Bombay", denn das sind zwei ganz unterschiedliche Abfüllungen); wer die Gelegenheit hat, eine Flasche mit 47 Vol% aufzutun, möge bitte sofort zuschlagen und in einer Blindverkostung den Unterschied schmecken; der eine wird nach Gin schmecken, der andere eher nach Nagellackentferner.

Sehr empfehlenswerte Gins, zu denen ich bei Verfügbarkeit bevorzugt greife, sind generell Sipsmith (immer noch mein Favorit und zu Recht seit Jahren hoch gelobt), der Botanist (aus Islay von Bruichladdich, die machen auch tolle Whiskys), Tanqueray Ten, Martin Miller's Westbourne Strength, der normale Tanqueray... diesen Ferdinand's fand ich neulich auch mal nicht schlecht... "blumigere" Kandidaten wie G'Vine oder der omnipräsente Monkey 47 sind halt eher speziell und mehr für den Sommer geeignet, mit denen mischt man ja auch selten Cocktails.

Schöner Artikel von neulich im Telegraph zum Thema: Thinking Drinkers: everything you ever wanted to know about gin - Telegraph

Weiter mit Cocktails. Ein Cocktail ist nach ganz, ganz klassischer Definition ja:

- Alkohol (Gin, Rum, Whisky, ...)
- Bitters
- Zucker
- Zitrusschale
- rühren
- fertig

Deshalb sind ja irgendwann, als die Hipster im vorvorvergangenen Jahrhundert angefangen haben Liköre oder Fruchtsäfte oder Eiweiß oder sonstwas reinzukippen und am besten auch noch zu schütteln, die Traditionalisten in Bars marschiert und haben einen "Cocktail, but the old-fashioned one" gefordert. Jetzt wisst ihr auch, wieso der so heisst :)

Folgende "Drinks" sind für Teenie-Mädchen und sollten von Erwachsenen, insbesondere Männern, nicht getrunken werden:

- Tequila Sunrise
- Sex on the Beach
- Mojito
- Caipirinha
- Swimming Pool
- Long Island Iced Tea
- Cosmopolitan
- Singapore Sling
- Mai Tai
- Pina Colada
- ...

Alles mit Schirmchen und viel Saft und Zucker kaschiert nur Grundgeschmack des enthaltenen Alkohols (was meist auch der Sinn ist, damit man sich abschießen kann ohne dass es "doof" schmeckt) und Unfähigkeit des/der Barmanns/frau; wer immer solches Zeug bestellt wird nie lernen, wie und welche Cocktails man trinkt.

Die Betonung liegt auf LERNEN. Wer jetzt von Pina Colada auf Dirty Martinis umsteigen will, wird scheitern. Es ist ein Prozess, der dauert Monate und Jahre, bis man den Geschmack und den Geschmack (ja, genau :)) entwickelt für klassischere Drinks. Das fällt nicht einfach vom Himmel, aber manche Dinge könnt ihr garantiert jetzt schon - z.B. den Unterschied zwischen Hendricks und einem anderen Gin herausschmecken.

A propos schmecken... Wodka ist per Definition und Anspruch eine geruchs- und geschmacksfreie Spirituose, und wird dementsprechend nur in ganz ganz wenigen ordentlichen Cocktails verwendet, denn der Sinn des Cocktail-Machens und -Trinkens ist ja, den Geschmack einer oder mehrerer Basis-Spirituosen zu einem Erlebnis anzureichern, und da hat Wodka nichts beizutragen. Sofern ihr also nicht ein Fußballer seid, der in einer Hotelbar in Batzelohna oder im "Oansa" in München mit einem Tisch und einer Flasche Grey Goose seine nächste Scheidung (oder seinen 19-jährigen Scheidungsgrund) aufreißen will oder muss, lasst davon die Finger, denn der Konsum von Wodka bringt einen in seiner Mission nicht voran (und mit "Mission" meine ich "Drinks zu lernen", nicht die oben erwähnte Dame).

Zum Einstieg eignen sich eher folgende Drinks (grob in dieser Reihenfolge) die mit weniger Zutaten auskommen, aber geschmacklich komplexer sind; man lernt dabei viel über die Zutaten und die eigenen Vorlieben:

- London Buck (Moscow Mule aber mit Gin statt Vodka, sonst schmeckt es ja nur nach Ginger Beer) oder Gin Gin Mule
- French 75
- Horse's Neck
- Whisky Sour
- Mint Julep
- Gin Gimlet
- Dark and Stormy
- White Lady
- Aviation
- Sidecar
- Last Word
- Corpse Reviver #2

Irgendwann ist es dann mal an der Zeit, Fruchtsaft und Zucker bleiben zu lassen. Das sind dann "richtige" Drinks. Untrainierte verziehen hier meist das Gesicht, also lieber wie oben beschrieben etwas herantasten. Insbesondere die letzten fünf oder sechs auf der Liste sind dazu wichtig, denn die schmecken schon etwas kräftiger und haben auch Liköre oder andere ungewöhnlichere, aber klassische, Zutaten mit drin.

Auch hier ist die Bandbreite groß, also fängt man einfach mit den "leichteren" an:

- Americano
- Martinez
- Boulevardier (Negroni mit Rye/Bourbon statt Gin)
- Rusty Nail
- Vesper Martini

Am Ende stehen dann die "harten" Klassiker, die man jetzt genießt, anstatt dass einem die Augen tränen:

- Negroni (mit Campari, das schmeckt den meisten zu Anfang nicht; im Boulevardier, s.o., ist es weniger "schlimm")
- Old Fashioned (nicht die Dorfdisco-Version die zu 90 % aus Zucker besteht)
- Manhattan (mit Variationen Bronx, Brooklyn, ...)
- Dry Martini (mit Gin bitte, und nicht mit der Wermut-Marke "Martini" verwechseln)

Und danach wird die Vielfalt enorm; ganz oft macht eine zusätzliche oder andere Zutat einen riesigen Unterschied:

- Bijou (=~ Martini plus Chartreuse und Orange Bitters)
- Harry Johnson Martini (= Martinez plus Absinth)

Oder man kombiniert das "neu gelernte":

- Vieux Carré (Rye, Cognac, Red Vermouth, Benedictine, Peychauds & Angostura Bitters)
- Monte Carlo (Rye, Benedictine, Angostura Bitters)
- Purgatory (Whisky, Chartreuse, Benedictine)

Liköre wie Chartreuse (gelb oder grün) oder Benedictine sind ganz wichtig; ebenso roter/süßer Wermut (in dieser Reihenfolge Carpano Antica Formula, Cinzao, Noilly Prat Rouge, Martini Rosso), den kann man auch mal einfach so trinken oder auf Eis; sowie trockener (ganz klar Noilly Prat, eignet sich auch gut zum Kochen statt Weißwein); dann weiter z.B. Lillet, immer lecker mit etwas Tonic und/oder Elderflower im Sommer...

Und das ganze bitte ein einer ordentlichen Bar. Boilerman's oder Le Lion (Gin Basil Smash!) in Hamburg; Jigger, Beaker & Glass oder Chapel oder Stagger Lee oder Redwood oder Lugosi in Berlin, Negroni (nicht Mauro's) oder Zephyr oder Gabanyi in München.

Wenn ihr in irgend eine "Cocktail Lounge" mit laminierten Karten in Castrop-Rauxel stolpert, ist die Enttäuschung vorprogrammiert. Also packt euch ein oder zwei interessierte Freunde ("the day you start drinking alone is the day you become an alcoholic") und macht euch ein mal die Woche einen Cocktail-Abend in einer guten Bar. Dann geht das ganz schnell. Das Ziel muss ja nicht immer sein, am Ende der Nacht betrunken zu sein; zwei oder drei Drinks vor oder nach dem Essen tun es ja auch.

Und eine kleine Hausbar ist auch immer gut. Wer mal starten will:

- zwei Gins (z.B. Sipsmith und Tanqueray)
- einen Bourbon
- einen Whisky
- einen Rum
- Campari
- roter plus trockener Wermut (Antica Formula und Noilly Prat; im Kühlschrank lagern!)
- Angostura Bitters

Optional:

- weitere Bitters (Peychaud's und Orange zuerst)
- Cognac
- Wodka
- Rye
- Brandy
- Triple Sec (Cointreau)
- Lillet
- Maraschino (den Likör, nicht die Kirschen)
- Chartreuse verte
- Benedictine

Wenn ihr dann immer Eis, Zitronen, Limetten, ein Glas + Löffel zum Rühren, einen Shaker, einen Muddler und einen Strainer daheim habt, könnt ihr praktisch alle klassischen Cocktails machen.

Tonic (in kleinen Flaschen, sonst geht die Kohlensäure raus) z.B. von Fever Tree oder Thomas Henry sowie z.B. Ginger Beer sollte natürlich immer im Kühlschrank liegen :)

P.S. Alles, was keine Fruchtsäfte enthält, wird in der Regel mit Eis gerührt, aber das wisst ihr zu dem Zeitpunkt dann ja selber :)
 

ichmagfliegen

Erfahrenes Mitglied
17.11.2012
1.039
1
STR
Also. Das ist ja genau mein Thema hier :)

Dazu sag ich nur 3 Worte: GROSS-ART-IG!!! Wann gehen wir einen trinken zusammen?

Hab neulich ne Gin-Verkostung bei mir daheim gemacht, man sieht Parallelen... (der Grey Goose steht wirklich nur da, um zu zeigen, dass er nach nichts schmeckt)

ginklein.jpg
 

LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
15.394
8.904
Also. Das ist ja genau mein Thema hier :)

Zuerst einmal... es heisst "Gin and Tonic", nicht "Gin Tonic". "Gin Tonic" sagen nur Deutsche und Spanier; beide haben in der Regel keine Ahnung von dem Getränk. Die Deutschen weil sie eh nur zwei Sorten kennen und deshalb fast immer entweder Hendrick's bestellt wird, was langsam langweilig wird, oder Bombay Sapphire, den es in Deutschland nur in der minderwertigen Abfüllung mit 40 Vol% gibt;

Wachholder Unsinn

Wacholder Unsinn?! - Leben - jetzt.de
 
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Reaktionen: TachoKilo

TachoKilo

Erfahrenes Mitglied
21.02.2013
2.142
51
Berlin (West) - TXL
Also. Das ist ja genau mein Thema hier :)
Wie kann man einen Post so beginnen und dann in den folgenden Ausführungen so deutlich zeigen, dass man allenfalls Halbwissen besitzt, was gute Cocktails angeht?

Folgende "Drinks" sind für Teenie-Mädchen und sollten von Erwachsenen, insbesondere Männern, nicht getrunken werden:
...
- Mai Tai
Klassischer Fehler von Pseudo-Cocktailexperten. Der Mai Tai ist einer der besten Cocktails um die Qualität einer Bar auszumachen. Denn sobald da irgend ein anderer Saft als frisch gepresster Limettensaft reingemixt wird oder billiger Standardrum verwendet wird, sollte man die Bar sofort verlassen. In einen richtigen Mai Tai gehören ein bzw. zwei ordentliche Rums (ich habe noch keinen geeigneten unter 24 Euro die 0,7er Flasche gefunden). Etwas Triple Sec, wenig Orgeat, wenig Zuckerlikör (natürlich selbstgemacht) und der erwähnte frisch gepresste Limettensaft. Sonst nix. Und da versagen schon mal 98% der Bars.

Irgendwann ist es dann mal an der Zeit, Fruchtsaft und Zucker bleiben zu lassen. Das sind dann "richtige" Drinks. Untrainierte verziehen hier meist das Gesicht, also lieber wie oben beschrieben etwas herantasten. Insbesondere die letzten fünf oder sechs auf der Liste sind dazu wichtig, denn die schmecken schon etwas kräftiger und haben auch Liköre oder andere ungewöhnlichere, aber klassische, Zutaten mit drin.
Wir haben es ja verstanden, du trinkst nur die "harten" Sachen und bist ein echter Mann. :doh:

Und eine kleine Hausbar ist auch immer gut. Wer mal starten will:

...
- Triple Sec (Cointreau)
In deiner Auflistung sind ja einige Zonks drin, aber wer Cointreau als Triple Sec für die Bar empfiehlt, kann gleich nach Hause gehen. Tut mir leid, aber was Cocktails angeht, kann ich dich einfach nicht ernst nehmen. Ich brauche schon alleine 6 Rums in meiner Hausbar, da man ja wohl schlecht für jedes Cocktailrezept, wo Rum drin steht den gleichen Rum verwenden kann. Es muss schließlich auch zum Rest der Komponenten passen. Und so ist es natürlich mit Gins, Tequila, Triple Sec und Wodka. Warum du Wodka überhaupt in deiner Liste aufführst, wenn doch "Wodka per Definition und Anspruch eine geruchs- und geschmacksfreie Spirituose [ist]," die zum Erlebnis eines Cocktails "nichts beizutragen [hat]", erschließt sich mir auch nicht. Zumal es auch wiederum nur zeigt, dass du dich mit verschiedenen Wodkas noch überhaupt nicht auseinandergesetzt hast. Als wäre jeder Wodka geruchs- und geschmacksneutral. Es ist schon ein himmelweiter Geschmacksunterschied, ob der Wodka aus Roggen, Gerste, Weizen, Mais, Reis, Kartoffeln, Weintrauben oder Melasse hergestellt wird.

Also meine Empfehlung: nochmal in ordentliche Bars gehen und ein paar Nachhilfestunden bei einem Spirituosen-Profi nehmen. EDIT: Und vielleicht mal die Spirituosen pur trinken, so wie echte Männer das machen.
 

Wombert

Erfahrenes Mitglied
20.03.2010
3.770
8
MUC
Wie kann man einen Post so beginnen und dann in den folgenden Ausführungen so deutlich zeigen, dass man allenfalls Halbwissen besitzt, was gute Cocktails angeht?

Klassischer Fehler von Pseudo-Cocktailexperten. Der Mai Tai ist einer der besten Cocktails um die Qualität einer Bar auszumachen. Denn sobald da irgend ein anderer Saft als frisch gepresster Limettensaft reingemixt wird oder billiger Standardrum verwendet wird, sollte man die Bar sofort verlassen. In einen richtigen Mai Tai gehören ein bzw. zwei ordentliche Rums (ich habe noch keinen geeigneten unter 24 Euro die 0,7er Flasche gefunden). Etwas Triple Sec, wenig Orgeat, wenig Zuckerlikör (natürlich selbstgemacht) und der erwähnte frisch gepresste Limettensaft. Sonst nix. Und da versagen schon mal 98% der Bars.

Wir haben es ja verstanden, du trinkst nur die "harten" Sachen und bist ein echter Mann. :doh:

In deiner Auflistung sind ja einige Zonks drin, aber wer Cointreau als Triple Sec für die Bar empfiehlt, kann gleich nach Hause gehen. Tut mir leid, aber was Cocktails angeht, kann ich dich einfach nicht ernst nehmen. Ich brauche schon alleine 6 Rums in meiner Hausbar, da man ja wohl schlecht für jedes Cocktailrezept, wo Rum drin steht den gleichen Rum verwenden kann. Es muss schließlich auch zum Rest der Komponenten passen. Und so ist es natürlich mit Gins, Tequila, Triple Sec und Wodka. Warum du Wodka überhaupt in deiner Liste aufführst, wenn doch "Wodka per Definition und Anspruch eine geruchs- und geschmacksfreie Spirituose [ist]," die zum Erlebnis eines Cocktails "nichts beizutragen [hat]", erschließt sich mir auch nicht. Zumal es auch wiederum nur zeigt, dass du dich mit verschiedenen Wodkas noch überhaupt nicht auseinandergesetzt hast. Als wäre jeder Wodka geruchs- und geschmacksneutral. Es ist schon ein himmelweiter Geschmacksunterschied, ob der Wodka aus Roggen, Gerste, Weizen, Mais, Reis, Kartoffeln, Weintrauben oder Melasse hergestellt wird.

Also meine Empfehlung: nochmal in ordentliche Bars gehen und ein paar Nachhilfestunden bei einem Spirituosen-Profi nehmen. EDIT: Und vielleicht mal die Spirituosen pur trinken, so wie echte Männer das machen.

Jaja. Stimmt alles.

Aber.

Es geht darum, mal aus dem elendigen Kreislauf herauszukommen, bei dem der sich nie erweiternde Horizont der meisten Leuten nur aus "Mai Tai oder Mojito oder Caipi" besteht. Deshalb sind diese drei in der Liste aufgeführt.

Darüber hinaus musst du auch immer bedenken, dass nicht jeder aus einer Großstadt kommt so wie du oder ich. Da kann man Cointreau auftreiben, vielleicht noch Grand Marnier, und dann war es das.

Natürlich gehört auch mehr Rum auf die Liste, aber wie du sicher weisst, ist die überwiegende Mehrheit der klassischen Cocktails (wenn man als Grundlage z.B. mal die "offizielle" Liste der IBA heran zieht) Gin-basiert, und irgendwo muss man halt erst mal anfangen.

Dass das alles leicht polemisch geschrieben ist, wird dir ja sicher nicht entgangen sein, also komm mir bitte nicht mit Geschwätz von wegen "Halbwissen".
 

Noskro

Erfahrenes Mitglied
Ach, was ein schönes Thema. Auch wenn ich bei Cocktails und Co nicht wirklich mitreden kann. Meine Hausbar beschränkt sich da meist auf eine Flasche Gin (was ich eben zuletzte gekauft hab) und Reste die von anderen mitgebracht wurden.

Sobald die Diskussion hier wieder mehr in Richtung (Craft) Bier geht bin ich wieder dabei. Damit ist dann nämlich der Rest meiner Bar gefüllt (meist so 10-20 verschiedene).


Achso. Zum Thema:
Darüber hinaus musst du auch immer bedenken, dass nicht jeder aus einer Großstadt kommt so wie du oder ich. Da kann man Cointreau auftreiben, vielleicht noch Grand Marnier, und dann war es das.
Da ich jedem hier unterstelle das Internet bedienen zu können, ist die Frage der Beschaffung hinfällig. Vor allem weil es dort meist (deutlich) billiger ist. Meine letzte Bombay Saphire Bestellung war für den 47% in der 1l Flasche fast billiger als der 40% in 0,7l (glaube so ~21€ zzgl. Versand)
 

cultural

Erfahrenes Mitglied
09.01.2012
570
1
CH
@ Wombert: Da ich morgen übers Wochenende in München bin, hast du sicherlich einen Tipp für mich, wo ich einen hervorragenden Cocktail geniessen kann.
Sorry, falls dies OT sein sollte.
 

Foxfire

Füchslein
10.09.2012
5.620
1.115
MUC/EDMM
@ Wombert: Da ich morgen übers Wochenende in München bin, hast du sicherlich einen Tipp für mich, wo ich einen hervorragenden Cocktail geniessen kann.
Sorry, falls dies OT sein sollte.

Würde mich auch interessieren!
Vielleicht könnte man dann diese "Lokalität" auch in ein VFT-Cocktail-Do involvieren?
Bar001.jpg
 

Wombert

Erfahrenes Mitglied
20.03.2010
3.770
8
MUC
@ Wombert: Da ich morgen übers Wochenende in München bin, hast du sicherlich einen Tipp für mich, wo ich einen hervorragenden Cocktail geniessen kann.
Sorry, falls dies OT sein sollte.

Negroni, Sedanstr (nicht Mauro's Negroni Club in der Parallelstraße), hat auch sehr gutes Essen. Danach in die Bar Gabanyi, die haben länger offen. Vor dem Essen bei Bedarf ins Zephyr, dann ist es da noch nicht so bumsvoll :) Vielleicht sieht man sich ja zufällig; weiss noch nicht genau.
 
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