Ist zwar alles richtig geschrieben im Artikel, aber letzendlich ist die Gen-Branche selber schuld an der fehlenden Akzeptanz der Gentechnik. Denn es wird praktisch nichts in das Konsumentenvertrauen investiert.
Gibt es ein BASF Aerobatic Team? Gibt es ein Monsanto Music Festival? Gibt es alkoholische In-Getränke von DuPont? Von Syngenta gesponserte Kinderspielplätze in Einkaufszentren? Gibt es Spielzeuge und TV-Shows, die Gentechnik erklären? Nix da, und dabei gibt es gerade in der Lebensmittelbranche unzählige Vermarktungsmöglichkeiten. So braucht man sich nicht zu wundern, dass Gentechnik-Gegner das Propaganda-Schlachtfeld beherrschen, denn die Hersteller haben es freiwillig geräumt.
Dazu kommt, dass viele Menschen die Gentechnik aus religiösen Gründen ablehnen. Man macht sich hier gerne über Kreationisten in den USA lustig, dabei ist die grundsätzliche Ablehnung der Gentechnik eine sehr verwandte Verhaltensweise. Angebliche "Gefahren" dienen nur als Vorwand, genau wie die Religions- und Meinungsfreiheit bei Kreationisten. D.h. die "normale" Haltung eines Menschen zur Gentechnik ist eine ablehnende, und es ist der Job der Hersteller, für die breite Akzeptanz dieser Technologien zu sorgen.
Ich bin selber für die Gentechnik, aber wenn mich jemand fragt, welche Vorteile die Gentechnik im Lebensmittelbereich mir persönlich bringt, müsste ich ehrlich antworten: gar keine. Ich habe auch so genug zu essen, und die Gentechnik macht meine Lebensmittel weder leckerer noch günstiger, denn die Lebensmittelpreise werden durch die marktfeindliche Politik absichtlich zu hoch gehalten. Warum soll ich etwas unterstützen, was nur Bauern zugute kommt?
Es fehlt auch eine "Killeranwendung" für die Gentechnik. Wie wäre es mit einem genmanipulierten extrem harten Gras als Belag für Gehwege, damit diese auch bei Schnee und Glatteis rutschfest sind und man sie nicht freischaufeln muss?