Flug verpasst aufgrund von knapper Umsteigezeit

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Anonyma

Erfahrenes Mitglied
16.05.2011
16.776
10.546
BRU
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Also von "selber Schuld" würde ich hier nicht sprechen. Grundsätzlich denke ich nämlich auch davon ausgehen zu können, dass von der Airline angebotene Verbindungen normalerweise machbar sind. Was mir meine Erfahrung auch bestätigt...

Andererseits sagt mir mein gesunder Menschenverstand, dass sowas auch mal schiefgehen kann - gerade, wenn noch Faktoren wie Wartezeiten an Pass- oder Sicherheitskontrolle dazukommen. Insofern würde ich auch nicht gleich zum Anwalt, um möglichst viel Entschädigung rauszuschlagen (klares Verschulden der Airline, Verweigerung meiner Rechte wie insbesondere vernünftige Umbuchung usw. mal ausgenommen).

Eine freundliche Mail an die Airline schadet aber sicher nicht. Auch wenn es nicht die volle Entschädigung geben sollte - vielleicht kommt ja irgendein Fluggutschein oder so raus, erklären sie sich bereit, die Taxikosten zu übernehmen o.ä.
 

odie

Erfahrenes Mitglied
30.05.2015
9.316
6.108
Z´Sdugärd
Also ich kenne jemanden der 2 m gross ist und Smart gefahren ist. Nur um dir zu wiedersprechen. Grundsätzlich geht es doch darum, war der Inbound verspätet und was war ursächlich für das Verpassen des Fluges. Wenn du lange in der Passkontrolle festhängst, kannst du auch als gesunder, fitter Mensch eben den Flug nicht mehr erreichen. Wobei ich es als kritisch ansehe, sollte KLM genau 15 min vorher das Gate schliessen, wenn man noch auf Anschlusspaxe wartet, wenn diese knapp reinkommen. Man kann zumindesten erwarten, dass man das Gate so lange wie irgendmöglich offen hält. Ob man versucht dafür eine Entschädigung einzufordern, sollte jeder selbst eintscheiden.

Es gab keine Verspätung. Es war einfach zu knapp gebucht. PUNKT. Ich finde es erstaunlich das der eine oder andere Vielflieger noch NIE in Amsterdam war. 45min Zeit. Du must mit dem Bus zurück zum Flughafen, vermutlich von einem Gate zum anderen laufen, durch die Passkontrolle und mit dem Bus wieder 15min raus zum Flieger. Das reicht eben nicht. Egal wie man das dreht und wendet. Und gebucht hat das der TE bzw dessen Eltern. Da kann die Airline nix für.

Ach ja die Umsteigezeit gibt im übrigen der Flughafen und NICHT die Airline vor. Und zwar in besten Falle. Und wer schnmal via Amsterdam oder sonstige grossen Flügplätze in die US von A fliegt der sollte auch wissen das hier das boarding schon 2h vor dem Abflug stattfindet. Wen du da 45min umsteigezeit buchst (ja das geht!) dann is auch Essig und wer ist Schuld?

Ich wiederhol mich gerne: Warum muss man für selbst gemachte Fehler immer einen Schuldigen woanders suchen?
 

gee86

Erfahrenes Mitglied
27.08.2015
1.616
150
HAJ
Es gab keine Verspätung.
Das weißt du nicht.

Es war einfach zu knapp gebucht. PUNKT.
Wieder falsch. Wenn es buchbar ist, ist der Kunde nicht schuld.
Ich finde es erstaunlich das der eine oder andere Vielflieger noch NIE in Amsterdam war.
Kopf einschalten, falls um diese Uhrzeit noch möglich. Mancheiner will vielleicht nicht erstmal in die falsche Richtung - wenn man in den Osten muss - fliegen.
Da kann die Airline nix für.
Wieder falsch. Die Airline ist für die Flugpläne verantwortlich.

Ach ja die Umsteigezeit gibt im übrigen der Flughafen und NICHT die Airline vor.
Richtig! Aber die Airline muss ihre Flugpläne dementsprechend anpassen.

Ich wiederhol mich gerne: Warum muss man für selbst gemachte Fehler immer einen Schuldigen woanders suchen?

Ich erkenne keinen Fehler seinen Eltern.
 

meilenfreund

Erfahrenes Mitglied
10.03.2009
7.004
6.128
Ich verstehe nicht, warum hier so sehr der Zeigefinger erhoben wird.

Nach der allseits bekannte VO muss die Fluggesellschaft darlegen, dass keine außergewöhnlichen Umstände vorlagen.

Hätte hier ein HON mit x-tausend Beiträgen geschrieben, dass er in XYZ seine Verbindung mit 45 Minuten Connection time verpasst hat, würde sich das Auditorium vor Mitleidsbekundungen wahrscheinlich überschlagen.

Nachdem hier selbst Errorfares für das Einklagen von Tickets ausgeschlachtet werden, muss die Frage erlaubt sein, wieso es auf einmal ganz schlimm sein soll, wenn ein Rentner mit Knieprothese über eine Entschädigung nachdenkt.
 

jodost

Erfahrenes Mitglied
23.10.2011
4.251
1.276
CGN
Wenn der Passagier rein aus eigener (Planungs)Schuld den Anschluss verpasst hätte, hätte die Airline ihn wohl kaum einfach so umgebucht, sondern lieber "ätsch, Pech gehabt" gesagt. Hat sie aber nicht.

Wenn die Airline einfach aus Prinzip schuld ist, würden sich flightright&Co die Hände nach solchen Mandate reiben. Tun sie aber nicht.

Die Wahrheit wird also wie immer irgendwo dazwischen liegen.

Gilt im übrigen auch für die "Schuld" bei der Buchung. Natürlich sollte sich der Passagier informieren, was er da bucht. Andererseits klingt 45 Minuten zum Umsteigen für einen Laien vielleicht sogar viel. Ich glaube, wenn ich im Bekanntenkreis rumfragen, würde so mancher denken, bei 45 Min MCT wartet man unnötig am Flughafen rum.
 
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hollaho

Erfahrenes Mitglied
22.10.2016
1.280
971
Aus Passagiersicht ist das ja klar - entweder pünktlich ankommen oder 250 Euro kassieren. Aber für die Airlines ist das doch nicht die optimale Lösung.

Es ist ihre Entscheidung und Wahl, das so anzubieten. Und wird vermutlich damit zusammen hängen, daß sich Airlines nicht unwesentlich von den teureren Tarifen der Geschäftskunden finanzieren. Die erwarten aber zügige Verbindungen und buchen u.U. da, wo die kürzere "Gesamtflugzeit" angeboten wird.

Was die Entschädigung angeht, ist meines Wissens nur wichtig, ob die Gesamt-Verspätung in die Verantwortungsphäre der Airline oder ihrer Erfüllungsgehilfen (Airport) fällt. Sprich hat der Passagier fahrlässig gebummelt, wird es natürlich schwer mit der Entschädigung. Wenn jedoch haufenweise Leute den Anschluß verpassen, weil die letztendlich vom Airport vorgegeben Umsteigzeiten wegen Organisationsversagens nicht zu machen waren, dann ist die Entschädigung fällig.

Ist ein bischen so wie bei den technischen Pannen. Trotz guter Wartung (die ist bei Flugzeugen eh haarklein vorgeschrieben) kommen die unvermeidlich vor. In dem Sinne nicht die Schuld der Airline. Aber in ihrer Verantwortungsphäre = Entschädigung fällig.
 
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Eastside

Erfahrenes Mitglied
21.03.2009
8.267
3.809
DRS, ALC
Na da frage ich doch hier gleichmal was. Schaffe ich in DUS bequem den Umstieg, ankommend mit 4U in A nach C weiterfliegend mit AB nach USA in 45 min.? Bin Mittfünfziger und noch ein schneller Läufer, jedoch manchmal etwas schusselig, muss meine +1 auch noch im Auge behalten. Wenn es schief geht , kann ich EUclaim oder Flightright mit der Durchsetzung meiner Rechte beauftragen?
 

zachary

Aktives Mitglied
16.07.2016
131
1
GRZ HKT
Mir würde auch keine Rechtsgrundlage einfallen, auf welcher man hier eine Entschädigung einfordern könnte.
Das Motto ich buche den Flug mit der kürzesten Transferzeit um vielleicht eine Regresszahlung heraus zu holen funktioniert in der Praxis wohl etwas schwierig.

Meiner Meinung zeigte sich die Airline durch die gratis Umbuchen sowieso schon kulant.
 

spocky83

Erfahrenes Mitglied
21.12.2014
3.922
1.412
MUC, BSL
Ich sehe da ehrlich die Diskussionsgrundlage nicht. Als Fluggast darf ich davon ausgehen, dass die MCT für alle Leute, die sich in normaler Geschwindigkeit bewegen können, bei pünktlicher Ankunft dick ausreicht. Mag ja sein, dass 45 Minuten in Schiphol für einen non-Schengen Transfer regelmäßig nicht ausreicht, aber das ist dann letztlich KLMs Problem und nicht das von OPs Eltern. Die Airline sagt "das klappt so", also darf ich mich als Pax darauf auch verlassen. Ich sollte mich zwar nicht wundern, wenns schief geht, aber solange ich nicht zum Nespressotrinken gehe oder das Kunststück fertig bringe mich zu verlaufen, ist das noch lange nicht meine Schuld.

Es kratzt hier doch auch keinen, wenn in den USA ein 2 1/2h Umstieg schief geht, weil CBP und TSA ihren Laden mal wieder so gar nicht im Griff haben, da wird auch nichts von "Kulanz" angeführt, wenn die Airline das - selbstverständlich - kostenfrei umbucht.
 

malschauen

Erfahrenes Mitglied
05.12.2016
2.828
2.045
...

Ach ja die Umsteigezeit gibt im übrigen der Flughafen und NICHT die Airline vor. Und zwar in besten Falle. Und wer schnmal via Amsterdam oder sonstige grossen Flügplätze in die US von A fliegt der sollte auch wissen das hier das boarding schon 2h vor dem Abflug stattfindet. Wen du da 45min umsteigezeit buchst (ja das geht!) dann is auch Essig und wer ist Schuld?


Soweit ich weiss, ist immer noch die Airline dafür verantwortlich welche Flüge ich mit welcher Umsteigezeit ich auf einem Ticket buchen kann. Auf einem Ticket gebucht, ist die Umbuchung bei verpasstem Anschluss keine Kulanz, wenn ich nicht in Amsterdam noch shoppen gehe, sondern mich auf möglichst direktem Weg zum Gate begebe.
 

Anonyma

Erfahrenes Mitglied
16.05.2011
16.776
10.546
BRU
Das Motto ich buche den Flug mit der kürzesten Transferzeit um vielleicht eine Regresszahlung heraus zu holen funktioniert in der Praxis wohl etwas schwierig.

Das funktioniert alleine deswegen nicht, weil die knappen Anschlüsse normalerweise klappen ;). Und in den wenigen Fällen, wo es nicht klappt, liegt es dann oft am Wetter o.ä.

Gut, könnte man jetzt auch wieder endlos diskutieren, ob die Airlines nicht bei ihren Flugplänen wetterbedingte Verspätungen miteinkalkulieren müssten, ob man bei der Häufigkeit, wie gewisse Wetterphänomene auftreten, noch von "außergewöhnlichen Umständen" (aufgrund derer sie die Entschädigung ablehnen) sprechen kann usw.

Aber wie schon geschrieben: ich bin froh über schnelle Verbindungen, und wenn es mal schiefgeht, dann kann ich damit leben. Auch ohne Entschädigung. Wichtiger ist mir ohnehin ein gutes Service und eine vernünftige Umbuchung.

Und wenn ich den Stress nicht will, einen ganz wichtigen Termin habe o.ä. muss ich sowas ja nicht buchen.
 
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Nitus

Erfahrenes Mitglied
04.04.2013
6.462
38.644
MUC
Andererseits klingt 45 Minuten zum Umsteigen für einen Laien vielleicht sogar viel. Ich glaube, wenn ich im Bekanntenkreis rumfragen, würde so mancher denken, bei 45 Min MCT wartet man unnötig am Flughafen rum.

Das war auch mein Gedanke, der mir beim Lesen der ganzen Diskussion durch den Kopf gegangen ist. Zumal in den meisten Buchungsportalen die Transferzeit als "Aufenthalt" oder sogar "Wartezeit" bezeichnet wird und nicht als "Zeit, die Sie zum Erreichen des nächsten Fluges haben werden". ;-) Zumal die angegebene Zeit ja die Zeit zwischen On-Block-Zeit des ankommenden Fluges und Off-Block-Zeit des Weiterfluges ist. Würde die Transitzeit beim Buchen zwischen On-Block-Zeit des ankommenden und Boarding-Beginn des Weiterfluges angegeben werden, dürfte es für viele Buchenden schon deutlicher werden, dass das sehr knapp wird.

Was mögliche Entschädigungsansprüche angeht: Die Airline hat diese Verbindung verkauft und hätte zumindest am Flugtag wissen können, dass für Non-Schengen->Schengen eine Sicherheitskontrolle notwendig ist, die dazu am Heimatflughafen zum Zeitpunkt des Transits voll war. Insofern hätte die Airline die Passagiere am Ankunftsgate abfangen können und durch eine Priority-Kontrolle lotsen können sowie am Abfluggate Bescheid geben können, dass die Passagiere gleich da sein werden. Insofern hat die Airline in meinen Augen sich nicht wirklich bemüht, die verkaufte Leistung sicherzustellen. Ob dieses aber ausreicht, um einen Rechtsanspruch auf Entschädigung zu rechtfertigen, vermag ich nicht zu sagen.

Ich persönlich würde in diesem Fall aber die Airline direkt kontaktieren. Für +1 konnte ich neulich für einen Verspätungsfall (vorausgegangenes Unwetter und Umleitung von DUS nach CGN), den Flightright nicht haben wollte, durch direktes Anschreiben von Air Berlin eine Zahlung von 250 Euro erwirken. :)
 
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Flying Lawyer

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
7.194
5.431
Ich sehe da ehrlich die Diskussionsgrundlage nicht. Als Fluggast darf ich davon ausgehen, dass die MCT für alle Leute, die sich in normaler Geschwindigkeit bewegen können, bei pünktlicher Ankunft dick ausreicht. Mag ja sein, dass 45 Minuten in Schiphol für einen non-Schengen Transfer regelmäßig nicht ausreicht, aber das ist dann letztlich KLMs Problem und nicht das von OPs Eltern. Die Airline sagt "das klappt so", also darf ich mich als Pax darauf auch verlassen. Ich sollte mich zwar nicht wundern, wenns schief geht, aber solange ich nicht zum Nespressotrinken gehe oder das Kunststück fertig bringe mich zu verlaufen, ist das noch lange nicht meine Schuld.

Es kratzt hier doch auch keinen, wenn in den USA ein 2 1/2h Umstieg schief geht, weil CBP und TSA ihren Laden mal wieder so gar nicht im Griff haben, da wird auch nichts von "Kulanz" angeführt, wenn die Airline das - selbstverständlich - kostenfrei umbucht.

Du darfst nicht davon ausgehen, dass es DICK ausreicht. Das heißt MINiMUM Connection Time und reicht dann gerade aus, wenn ein Passagier mittlerer Art und Guete in üblicher Weise durch den Flughafen geht. Die MCT lasest bereits. Ach der Wortwahl keine Verzoegerung zu, denn sonst wuerde es ja CCT oder comfortable connection time heißen.
 

Freddorick

Aktives Mitglied
08.12.2015
185
0
NYC
30 Minuten Umsteigezeit sind buchbar in AMS? Das ist ja wahnwitzig.

Bin für eine Zeit lang 2x pro Woche in AMS umgestiegen (ZRH-AMS-GLA, also mit Passkontrolle). 45 min reicht aus wenn man weiss wo alles ist. An der Passkontrolle gibt es extra eine fast lane für Flüge welche innerhalb von 40 min abheben. Wenn man allerdings je das letzte Gate erwischt, dann muss man ein Stück laufen.

Ich bin mir nicht sicher ob ein Portal wie flightright so einen Fall nimmt, da die Flüge nicht verspätet waren. KLM hat sich schon kulant gezeigt und kostenlos umgebucht, eventuell sind sie gewillt in diesem Fall auch eine Entschädigung zu zahlen. Der Kundenservice ist recht gut.
 

mfkne

Erfahrenes Mitglied
Und wer schnmal via Amsterdam oder sonstige grossen Flügplätze in die US von A fliegt der sollte auch wissen das hier das boarding schon 2h vor dem Abflug stattfindet.

So ein Käse, das Boarding für Flüge in die USA beginnt nicht zwei Stunden vor Abflug. Das Gate macht vielleicht um die Zeit auf, mehr als 45 Minuten vor Abflug eingestiegen wird aber nicht.
 
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David_DE

Erfahrenes Mitglied
21.05.2013
1.759
616
Bin für eine Zeit lang 2x pro Woche in AMS umgestiegen (ZRH-AMS-GLA, also mit Passkontrolle). 45 min reicht aus wenn man weiss wo alles ist. An der Passkontrolle gibt es extra eine fast lane für Flüge welche innerhalb von 40 min abheben. Wenn man allerdings je das letzte Gate erwischt, dann muss man ein Stück laufen.


Dafür muss man dann aber im Zweifel auch jemanden ansprechen, falls die Fast Lane auch zu langsam wäre. Bislang habe ich das Personal da dann aber als extrem hilfreich empfunden, so dass ich einmal aus JFK kommend innerhalb von 7 Minuten nach dem Ausstieg am Gate nach HAM stand.
Das ist aber nichts für deutlich unter 100% fit und geht auch nur, wenn man zumindest grob den Weg kennt. Irgendwie bleibt es ja auch ein Flughafen und ist kein Sportplatz.
 
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spotterking

Erfahrenes Mitglied
14.07.2012
5.192
3.502
FRA
Beim nächsten Mal einfach Rollstuhlservice dazubestellen. Da steigt die Chance auf Erreichen des Anschlusses doch erheblich. Das machen auch Paxe mit weniger körperlichen Einschränkungen.

Und bei dem Bild oben muss ja ich wieder spontan drandenken dass Schiphol immer bei Bewertungen relativ gut abschneidet. Hab mich fast jedes Mal beim Umsteigen darueber gewundert!!!Die Schlangen sind ja keine Ausnahme oder ich war zufällig immer zur falschen Zeit da. Aetzend!
 
Zuletzt bearbeitet:

esc0bar

Erfahrenes Mitglied
24.10.2013
595
0
Die KLM-Verbindungen von UK nach Deutschland sind durchaus eng bemessen. Ich hab jetzt seit August letzten Jahres ca. 15x Newcastle - Amsterdam - HAJ/NUE durch und habe bisher jedes Mal den Anschluss erreicht. Trotz Passkontrolle und allem Drumherum. Allerdings war es auch bei mir mitunter eng, d.h. als ich am Gate für den Flug nach Deutschland ankam war das Boarding bereits nahezu abgeschlossen. Von UK kommend empfiehlt sich definitiv an der Passkontrolle der Gang zum "Short Connection" Counter der Passkontrolle bzw. ein entsprechender Hinweis an den "Einweiser" von KLM, der die PAXE den entsprechenden Schlangen für die Passkontrolle zuweist. Die Kontrolle meines Passes hat aber nie mehr als 10 Sekunden Zeit in Anspruch genommen, weil lediglich kurz die Datenseite des Passes angeschaut wurde und mir der Pass danach mit den Worten "Guten Flug" zurückgegeben wurde.

Auch bei meiner +1 hat es auf ca. 20x Newcastle - Amsterdam - HAJ/NUE bisher jedes Mal gereicht, den Anschluss in AMS zu erwischen. Bei ihr dauert die Passkontrolle etwas länger, weil bei ihr als chinesischer Staatsbürger erst das entsprechende Schengenvisum noch kontrolliert werden muss.

Die Connection Time für NCL-AMS-HAJ beträgt gerade mal 40 Minuten. Wenn man das öfters macht, weiß man ja, wo man hin muss. Sollte man zum ersten Mal in AMS sein und dazu möglicherweise nicht so gut zu Fuß sein, so kann ich mir gut vorstellen, dass die Passkontrolle hier ein "Killer" für das Erreichen des Anschlussfluges ist.
 

Du bist Deutschland!

Erfahrenes Mitglied
28.04.2010
374
3
An den TO: Schreibe der Fluggesellschaft einfach einen Brief, indem Du die Situation schilderst, und setze eine Frist (wenigstens 14 Tage). Mehr als Nein sagen können sie ja nicht. Zu Frightright kannst Du dann ja immer noch gehen.
 

section31

Reguläres Mitglied
18.08.2014
75
11
Hallo Leute,

Vielen Dank für die vielen Kommentare! Da waren viele gute Tipps dabei. Zum einen fürs nächste Mal. Dies war tatsächlich das erste Mal, dass meine Eltern irgendwo umsteigen mussten. Sonst sind das eher so die Pauschal Ferien Flieger. ;) Insofern war vieles neu, nicht nur Schiphol und knappe Umsteigezeit. Aber mit euren Tipps klappt das nächstes Mal bestimmt besser.
Zu dem aktuellen Fall: Ich werde jetzt einfach mal KLM eine Mail über deren Portal schreiben und alles schildern, ohne Flighright und co. Ich persönlich habe eigentlich auch ganz gute Erfahrungen mit deren Kundendienst. Mal sehen, was die antworten. Dann kann ich ja auch nochmal posten, was dabei rumgekommen ist.

Vielen Dank nochmal!
 

taenkas

Erfahrenes Mitglied
26.08.2013
2.310
2.477
Tatsache ist doch: ich kann der Fluglinie eine Mitschuld nur einräumen, wenn ich sie über die Umstände informiere bzw. eine Möglichkeit schaffe größeren Schaden abzuwenden (zB in der Schlange bei der Hotline anrufen, mich an einen MA vor Ort wenden, mich zu erkennen geben). Oder eben schon im Vorfeld mitteilen: wir brauchen Unterstützung. Aber nichts sagen/machen und dann im Nachhinein beschweren ist der falsche Weg.

Und in wie weit man mit 77 Jahren noch zum "normalen" oder sagen wir mal "Durchschnittspassagier" zählt, wäre für mich auch fraglich. Daher erst recht: siehe oben.

Edit: Post kam zu spät.
 

David_DE

Erfahrenes Mitglied
21.05.2013
1.759
616
Guck dir das Bild in #67 an. Wie will eine Airline da glaubhaft darstellen können, dass sie das nicht selbst mitbekommen habe?

Meine Oma war mit über 80 noch fitter als meine Mutter es mit 50 war.
Soll heißen: Es ist nicht sinnvoll, jüngeren Menschen pauschal Sportlichkeit nachzusagen und ältere Leute mit einem künstlichen Gelenk zu einem Greis zu machen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass besagter Herr 77 derart labil ist wie du sagst, es jedoch niemandem beim Checkin oder Boarding aufgefallen wäre.
 
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taenkas

Erfahrenes Mitglied
26.08.2013
2.310
2.477
Woher weißt Du, dass es am Tag des geschilderten Falles es dort wie in Post 67 zugegangen ist? Wenn es so gewesen wäre, hätte ich ein Foto zu Dokumentationszwecken gemacht, Zeit von Eintreffen bei der Schlange bis zum Beamten am Handy getoppt und evtl. eine/n vor/hinter mir gebeten im Zweifelsfall als Zeugen aufzutreten. Denn in diesem Fall kannst Du ja nachweisen, dass Du nicht selbstverschuldet zu lange gebraucht hast. Aber ohne Beweise stehst du halt nackt da.

Und auch im Falle der Entschädigung müsstest Du aus meiner Sicht ein Verschulden der Airline oder ihrer Erfüllungsgehilfen nachweisen können. Einfach zu sagen: "es war zu knapp" Ist zu wenig. Denn wie wir hier ja mittlerweile gelesen haben: es ist eben nicht zu knapp, denn den meisten gelingen diese Verbindungen.
 

jodost

Erfahrenes Mitglied
23.10.2011
4.251
1.276
CGN
Tatsache ist doch: ich kann der Fluglinie eine Mitschuld nur einräumen, wenn ich sie über die Umstände informiere bzw. eine Möglichkeit schaffe größeren Schaden abzuwenden (zB in der Schlange bei der Hotline anrufen, mich an einen MA vor Ort wenden, mich zu erkennen geben). Oder eben schon im Vorfeld mitteilen: wir brauchen Unterstützung. Aber nichts sagen/machen und dann im Nachhinein beschweren ist der falsche Weg.

Das wiederum setzt voraus, dass der Passagier überhaupt ERKENNEN konnte, dass es knapp wird. Du, ich, und viele andere hier kennen Flughäfen auswendig, d.h. wir wissen, wie groß ein Flughafen hinter einer Passkontrolle oder Siko noch sein kann, dass man als als Umsteiger da auch keine Prozessverkürzung erlebt, und dass Boarding auch schon mal 20 Min. vor Abflugzeit beendet sein kann. Für uns ist selbstverständlich, dass man sich an der Siko oder der Passkontrolle vordrängeln/bemerkbar machen muss, wenn man spät dran ist. Aber am Boarding-Gate nicht, selbst wenn der überfüllte Bus gerade ohne einen losgefahren ist.

Für einen Laien, der noch nie umgestiegen ist, mag das alles anders aussehen.
 
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