Flugverspätung von KUL nach BKK

ANZEIGE

flysurfer

Gründungsmitglied
Teammitglied
06.03.2009
26.001
43
www.vielfliegertreff.de
ANZEIGE
Bei uns geht es um 500 Euro und das ist in meinen Augen ein Betrag, für den es sich durchaus zu streiten lohnt.

Zumal man hierzulande bereits wegen weniger als 5 EUR nach xx Jahren im Job fristlos gekündigt werden kann.

Wenn 500 EUR wirklich nur "shit happens" ist: Kann ich im Kaufhaus für weniger als 500 EUR Sachen "mitgehen" lassen, ohne befürchten zu müssen, dafür verklagt oder gar verhaftet zu werden, wenn es rauskommt? Ist es problemlos möglich, von jeder Steuerrechnung des Finanzamts knapp 500 EUR "Skonto" abzuziehen, ohne dass eine negative Reaktion erfolgt? :confused: Das fände ich ja durchaus interessant, da könnte ich mir einen Großteil meiner monatlichen oder jährlichen Ausgaben sparen. Mal sehen, was mein Vermieter sagt, wenn ich einmal im Jahr knapp 500 EUR weniger Miete überweise - verklagen kann er mich ja eigentlich nicht, das wäre schließlich außerordentlich "erschreckend", und seine eigene Zeit sollte ihm wirklich mehr wert sein.
 
  • Like
Reaktionen: krabbenkopf

rotanes

Erfahrenes Mitglied
01.06.2010
7.016
6
HAM
Der Flug geht ja KUL-BKK-FRA. Somit hätten wenigstens die BKK-FRA Pax Anspruch.

glaube ich auch nicht. Der BKK-FRA hatte ja "nur" 3.5h Verspätung, also weniger als die EU-compensation "erforderlichen" 4h bei der langen Strecke (bei mehr als 3500km). Ansonsten teile ich die Auffassung von Flying Lawyer und FLYGVA
 

Weltreisender

Erfahrenes Mitglied
05.04.2009
3.174
496
LEJ
Erschreckend, dass es Anwälte gibt, die für 250 Euro auf Kosten der Rechtsschutzversicherung klagen. Entweder völlige Idealisten oder ganz arme :censored:. Noch erschreckender, dass es Mandanten gibt, denen ihre eigene Zeit so wenig wert ist.

Ich finde es gut das Krabbenkopf klagt. Die LH erteilt jedem erst einmal eine Absage, da es den meisten Kunden normalerweise zuviel ist ihre Rechte per Gericht durchzusetzen. Insofern finde ich es gut, wenn bei LH zumindest in diesem Fall die Rechnung nicht aufgeht. Normalerweise kommt von der LH ein Angebot auf gütliche Einigung sobald Klage eingereicht ist.
 

FLYGVA

"Ich muss meinen Status verteidigen!"
09.03.2009
1.829
171
DUS
www.hotels-and-travel.de
Mes chers amis,

man kann jetzt aber kaum einen Ladendiebstahl mit einer Forderung gegen die Lufthansa vergleichen, das halte ich für etwas gewagt. Ein Ladendiebstahl ist nun mal nicht "allgemeines Lebensrisiko", genausowenig eine Kündigung wegen 5 EUR mit vorheriger Abmahnung.

Die berühmte Frage ums Prinzip ist sicherlich im Grundsatz nicht verkehrt, wer das aber berufsbedingt zehn Jahre lang mehr oder weniger täglich gehört hat, bekommt dazu eine etwas andere Einstellung.

Selbst wenn der fiskalische Aufwand durch Rechtschutzversicherung (die hoffentlich keine Selbstbeteiligung hat) minimiert wird, ich muß zum Anwalt, dem das erklären. Erhalte ich dann 250 EUR mache ich immer einen Verlust, denn mein Aufwand hierfür wird nicht bezahlt und meine private Zeit hat einen zu hohen Wert, als daß ich sie entweder beim Anwalt in einer Kanzlei verbringen möchte oder durch das Niederschreiben der Informationen an selbigen.

Ich renne auch mittlerweile nicht mehr jedem nicht-gut-geschriebenen L, T & E Ticket mehr hinterher, wenn sie nicht durch die Online Gutschrift gutgeschrieben werden. Da stimmen zeitlicher Aufwand und Nutzen irgendwann nicht mehr.

Bei Verspätungen o.ä. habe auch ich für Bahn und Flug entsprechende Textbausteine. Entweder klappt es bei 08/15 Sachen beim ersten mal oder halt nicht. Tendenziell fordere ich dabei auch mehr Meilen als Kompensation als cash, wie TAZO. Ich räume ein, daß ich dies bei Entschädigungen (also einem Bonus oben drauf) etwas lascher handhabe als bei verauslagten Kosten. Ich gebe aber zu, daß meine Tendenz zu "allgemeines Lebensrisiko" und weiterleben geht (Motto "Glücklich ist, wer vergißt, was eh nicht mehr zu ändern ist"), als zu einem "aufregen und auf Teufel komm raus eine Entschädigung herausholen wollen und das die ganze Reise nicht vergessen wollen"

Ob es sich lohnt für 500 EUR zu streiten muß letzendlich jeder selbst entscheiden. Wer mit einem Abwasch mehrere Sachen abhandeln kann, fährt sicherlich besser als zwei Mal ein Schreiben wegen jeweils 250 EUR aufzusetzen.

Irgendwie tut es mir leid, daß jetzt schon zum zweiten Mal ein Thread von speckerle ein wenig ge-hijacked wurde.
 
Zuletzt bearbeitet:

krabbenkopf

Putenwienerhasser
07.04.2009
4.149
169
50
HAM
www.outlet-reisen.com
Selbst wenn der fiskalische Aufwand durch Rechtschutzversicherung (die hoffentlich keine Selbstbeteiligung hat) minimiert wird, ich muß zum Anwalt, dem das erklären. Erhalte ich dann 250 EUR mache ich immer einen Verlust, denn mein Aufwand hierfür wird nicht bezahlt und meine private Zeit hat einen zu hohen Wert, als daß ich sie entweder beim Anwalt in einer Kanzlei verbringen möchte oder durch das Niederschreiben der Informationen an selbigen.

Gebe Dir vollkommen recht - in meinem Fall keine Selbstbeteiligung und ich habe eine RAin gefunden, die die Sache per E-Mail bearbeitet, d.h., ich habe Ihr per Mail den Sachverhalt geschildert, fertig. Zeitaufwand für die ganze Angelegenheit ingesamt vielleicht 7,5 Minuten. Das Posten darüber hier im Forum hat mich bisher mehr meiner privaten Zeit gekostet :eek:
 

Airsicknessbag

Megaposter
11.01.2010
22.002
16.269
Super, das nutze ich beim nächsten Einkauf gleich mal aus. (y)

Gilt das "ein- bis zweimal" pro Jahr, pro Laden oder insgesamt?

Das gilt so lange, bis die interne von der Staatsanwaltschaft gefuehrte Verfahrensliste geloescht ist. Habe da gerade die Fristen nicht parat, aber man sieht immer schon sehr lange zurueckliegende Ermittlungsverfahren. Insofern ist es besser anzunehmen, dass das pro Leben gilt.

Die Eskalationskette ist dann

Einstellung wegen Geringfuegigkeit (ein bis zweimal)
Einstellung gegen Geldauflagen (ein bis zweimal)
Strafbefehl (ein bis zweimal)
Anklageerhebung mit Verurteilung zu Geldstrafen (zwei bis dreimal)
Anschliessend Anklageerhebung mit Verurteilung zu Freiheitsstrafen, wobei die Vollstreckung die ersten ein, zwei Mal zur Bewaehrung ausgesetzt wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reaktionen: flysurfer

Gulliver

Erfahrenes Mitglied
10.11.2009
1.607
36
Kerkrade (NL)
www.kuhnert.nl
Erschreckend, dass es Anwälte gibt, die für 250 Euro auf Kosten der Rechtsschutzversicherung klagen. Entweder völlige Idealisten oder ganz arme :censored:. Noch erschreckender, dass es Mandanten gibt, denen ihre eigene Zeit so wenig wert ist.
Sehr erschreckend, mitzubekommen, dass 250€ für einige Leute Peanuts sind und deswegen Leuten die ihnen rechtlich zustehenden 250€ mißgönnen...
 

ThorstenCGN

Aktives Mitglied
12.09.2009
228
47
ZG
Super, das nutze ich beim nächsten Einkauf gleich mal aus. (y)

Gilt das "ein- bis zweimal" pro Jahr, pro Laden oder insgesamt?

Das kommt darauf an, wo Du es machst. In Deinem Heimatbundesland ist das nicht zu empfehlen. In Berlin hat man dagegen ein deutlich entspannteres Verhältnis zu Eigentumsrechten; dort sollen sogar von namhaften Zeitungsredaktionen unter Beteiligung namhafter Landespolitiker kontroverse!! Podiumsdiskussionen veranstaltet werden zum Thema, ob das Anzünden von Luxusautos kriminell oder doch nur eine politische Aktion sei. Ehemals staatstragende Parteien haben zudem ja auch bereits öffentlich darüber philosophiert (oder schreibt man das schon filosofiert?), ob man Ladendiebstahl nur noch als Ordnungswidrigkeit ahnden soll. :sick:
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reaktionen: flysurfer

SMK77

Cessna-HON
01.04.2009
2.543
42
Singapur
Erschreckend, dass es Anwälte gibt, die für 250 Euro auf Kosten der Rechtsschutzversicherung klagen. Entweder völlige Idealisten oder ganz arme :censored:. Noch erschreckender, dass es Mandanten gibt, denen ihre eigene Zeit so wenig wert ist.

Gut, dass es Leute gibt, die sich nicht alles gefallen lassen - insbesondere, wenn die Rechtslage klar ist. (y)

Ich finde es sehr bedenklich, dass Lufthansa andere zu solchen Schritten zwingt und sich nicht uneingeschraenkt an geltendes Recht haelt.(n)

Schade, dass bei anderen Gier den Idealismus auffrisst... (n)
 

DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
16.436
14.713
IAH & HAM
Wenn 500 EUR wirklich nur "shit happens" ist: Kann ich im Kaufhaus für weniger als 500 EUR Sachen "mitgehen" lassen, ohne befürchten zu müssen, dafür verklagt oder gar verhaftet zu werden, wenn es rauskommt? Ist es problemlos möglich, von jeder Steuerrechnung des Finanzamts knapp 500 EUR "Skonto" abzuziehen, ohne dass eine negative Reaktion erfolgt? :confused: Das fände ich ja durchaus interessant, da könnte ich mir einen Großteil meiner monatlichen oder jährlichen Ausgaben sparen. Mal sehen, was mein Vermieter sagt, wenn ich einmal im Jahr knapp 500 EUR weniger Miete überweise - verklagen kann er mich ja eigentlich nicht, das wäre schließlich außerordentlich "erschreckend", und seine eigene Zeit sollte ihm wirklich mehr wert sein.

Es geht doch eher um die Frage, was mir meine eigne Zeit und meine Nerven wert sind. Wenn ich staendig schlecht nehandlet, betrogen und verraten fuehle und dauernd darum kaempfe, dass ich zu meinem guten Recht komme, dann schraenkt dies fuer mich meine Lebensqualitaet deutlich ein.

So lasse ich lieber fuenf garde sein, verzichte auf ein paar Euro, bin aber am Ende gluecklicher und weniger verbittert.

S
 

Gulliver

Erfahrenes Mitglied
10.11.2009
1.607
36
Kerkrade (NL)
www.kuhnert.nl
Es geht doch eher um die Frage, was mir meine eigne Zeit und meine Nerven wert sind. Wenn ich staendig schlecht nehandlet, betrogen und verraten fuehle und dauernd darum kaempfe, dass ich zu meinem guten Recht komme, dann schraenkt dies fuer mich meine Lebensqualitaet deutlich ein.

So lasse ich lieber fuenf garde sein, verzichte auf ein paar Euro, bin aber am Ende gluecklicher und weniger verbittert.

S

Selbstverständlich kommt es ganz darauf an, wie man sich dabei innerlich fühlt. Wenn es einen aufregt, sollte man das ganze besser lassen. Aber wenn man die Sache einfach einem Anwalt gibt, weil man für die Zukunft möchte, dass man als Kunde ernstgenommen wird und es einen dann nicht mehr belastet, kann es auch sein, dass man aus den gleichen Überlegungen den Rechtsweg einschlägt...
 
  • Like
Reaktionen: peter42

DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
16.436
14.713
IAH & HAM
Kannst du nicht mein Vermieter werden? Ich verspreche auch, dich pro Jahr nur einmal um knapp 500 EUR zu prellen, und du lässt dafür "fünf gerade sein". :kiss:
Es kommt ganz darauf an, WARUM ich vermiete. Ich habe zur Zeit drei Objekte, die ich vermiete. Bei 2 handelt es sich um reine Investmentobjekte und ich stelle sicher, dass ich meine Miete erhalte (durch Auswahl der richtigen Mieter sowie notfalls rechtliche Schritte). Bei einem Objekt handle es sich mehr um eine Spielerei und mir ist besonders wichtig einen Mieter zu haben der zu dem Objekt passt und der mir sympathisch ist. Ich hatte dort nun schon 2 mal eine Situation in der ich nicht mein volle Miete bekommen habe (aus unterschiedlichen Gruenden) und es war mir nicht sonderlich wichtig. Solltest Du also meinen Anforderungen entsprechen (und mir sympathisch sein), kannst Du gerne bei naechsten Mieterwechesel in dieses Haus einziehen. In dem Fall habe ich keine grossen Probleme, wenn Du Deine Miete nicht wie vereinbart zahlst. Noch mal, es gibt wichtigeres als Geld und eine gewisse Gelassenheit macht sehr zufrieden.

Um auf das urspruengliche Thema zurueckzuommen, wenn ich mich von einer Airline zu schlecht behandelt fuehle buche ich sie nicht mehr und ziehe so meine Konsequenzen. Den Rechtsweg fuer Lappalien wie Verspaetungen, verlorenes Gepaeck oder Kaffee ueber der Hose einzuschlagen kaeme fuer mich nie in Frage. Das Leben ist zu kurz.

S
 

DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
16.436
14.713
IAH & HAM
Selbstverständlich kommt es ganz darauf an, wie man sich dabei innerlich fühlt. Wenn es einen aufregt, sollte man das ganze besser lassen. Aber wenn man die Sache einfach einem Anwalt gibt, weil man für die Zukunft möchte, dass man als Kunde ernstgenommen wird und es einen dann nicht mehr belastet, kann es auch sein, dass man aus den gleichen Überlegungen den Rechtsweg einschlägt...

Ob ich als Kunde ernst genommen werde, mache ich nicht daran fest ob ich 500 Euro in einem Rechtsstreit gewinne....Da sind fuer mich andere Kriterien wichtig.

S
 

Gulliver

Erfahrenes Mitglied
10.11.2009
1.607
36
Kerkrade (NL)
www.kuhnert.nl
Um auf das urspruengliche Thema zurueckzuommen, wenn ich mich von einer Airline zu schlecht behandelt fuehle buche ich sie nicht mehr und ziehe so meine Konsequenzen. Den Rechtsweg fuer Lappalien wie Verspaetungen, verlorenes Gepaeck oder Kaffee ueber der Hose einzuschlagen kaeme fuer mich nie in Frage. Das Leben ist zu kurz.

Allerdings gibt es kaum eine Gesellschaft, die sich freiwillig an das Gesetz hält. Wenn man häufiger von sowas betroffen ist, kann man bald keinen Flug mehr buchen. Also braucht es einen mündigen Bürger, der für seine Rechte aufkommt. Ich glaube nicht, dass einem das nervlich belasten muss.
 

DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
16.436
14.713
IAH & HAM
Allerdings gibt es kaum eine Gesellschaft, die sich freiwillig an das Gesetz hält. Wenn man häufiger von sowas betroffen ist, kann man bald keinen Flug mehr buchen. Also braucht es einen mündigen Bürger, der für seine Rechte aufkommt. Ich glaube nicht, dass einem das nervlich belasten muss.

Muss einen nicht nervlich belasten, aber es gibt Dinge die mir mehr Freude bereiten als mich mit Rechtsanwaelten. Schriftsaetzen und gerichten auseinanderzusetzen. Die Freizeit ist ohnehin zu knapp. Und noch gibt es nur wenige Airlines die ich vollstaendig meide, denn zum Glueck geht ja nun auch nicht so oft was schief.....

S

PS: Und bloss weil ein muendiger Buerger vor Gericht gewinnt, bedeutet ja nicht dass Airlines sich kuenftig an alle Gesetze halten
 

donaldml

Erfahrenes Mitglied
10.05.2010
2.099
1
Berlin
Es kommt ganz darauf an, WARUM ich vermiete. Ich habe zur Zeit drei Objekte, die ich vermiete. Bei 2 handelt es sich um reine Investmentobjekte und ich stelle sicher, dass ich meine Miete erhalte (durch Auswahl der richtigen Mieter sowie notfalls rechtliche Schritte). Bei einem Objekt handle es sich mehr um eine Spielerei und mir ist besonders wichtig einen Mieter zu haben der zu dem Objekt passt und der mir sympathisch ist. Ich hatte dort nun schon 2 mal eine Situation in der ich nicht mein volle Miete bekommen habe (aus unterschiedlichen Gruenden) und es war mir nicht sonderlich wichtig. Solltest Du also meinen Anforderungen entsprechen (und mir sympathisch sein), kannst Du gerne bei naechsten Mieterwechesel in dieses Haus einziehen. In dem Fall habe ich keine grossen Probleme, wenn Du Deine Miete nicht wie vereinbart zahlst. Noch mal, es gibt wichtigeres als Geld und eine gewisse Gelassenheit macht sehr zufrieden.

Coole Einstellung. Das wünsche ich mir - beruflich - auch. Die von mir vertretenen Eigentümer sind sofort am Telefon, wenn es in einem Monat mal 1 EUR weniger gibt und ich muss lang und breit erklären warum und dass es meistens völlig gerechtfertigt ist. Wenn andere Fälle vorliegen, informieren wir eh von uns aus.

Wollt ich mal loswerden ;) Zurück zum Thema :)
 

epericolososporgersi

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
2.044
40
Frei nach Kant: Wenn kein Kunde mehr auf sein Recht besteht, gibt es am Ende nur noch Unrecht.

Uii, der Rückgriff auf Kant ist immer eine scharfe Waffe. Aber ja, so ungefähr meine ich das.

Ich glaube, man muss unterscheiden:

Gibt es wirklich Grund, warum man über die Berechtigung einer Forderung unterschiedlicher Meinung sein kann, oder hat der andere vielleicht sogar einen sehr guten Grund für seine von mir abweichende Meinung, dann würde ich sicher nicht klagen.

Ist der andere zwar nicht im Recht, aber ist er überzeugt davon, dass er Recht hat, dann würde ich es vielleicht nicht tun.

Habe ich aber das Gefühl, dass System dahinter steckt, dann habe ich für jeden Verständnis, der auch kleinere Forderungen als € 250,00 einklagt.

Meine Lieblinge in diesem Bereich sind die Mobilfunkunternehmen und die Anbieter von irgendwelchen unsinnigen Klingetönen, die ganz gezielt rechtswidrig (und teilweise sogar strafbar) handeln, weil sie dadurch horrende Gewinne einstreichen. Da freue ich mich über jeden, der nicht alles mit sich machen läßt.

"Die Welt will betrogen werden" heißt es, aber ich mag es gar nicht, wenn der wirtschaftlich stärkere den wirschaftlich schwächeren durch die gezielte und berechnende Mißachtung von Rechtsnormen über den Tisch ziehen will.
 

speckerle

Erfahrenes Mitglied
09.04.2009
1.206
63
Heute habe ich eine sehr ausführliche und persönliche Email von LH erhalten. Als Entschädigung erhalten wir je 4000Meilen. Dies find ich für die ganzen Strapazen angemessen.
 

DariusTR

Erfahrenes Mitglied
06.04.2009
2.146
2
ANZEIGE
300x250
Habe ich aber das Gefühl, dass System dahinter steckt, dann habe ich für jeden Verständnis, der auch kleinere Forderungen als € 250,00 einklagt.

Meine Lieblinge in diesem Bereich sind die Mobilfunkunternehmen und die Anbieter von irgendwelchen unsinnigen Klingetönen, die ganz gezielt rechtswidrig (und teilweise sogar strafbar) handeln, weil sie dadurch horrende Gewinne einstreichen. Da freue ich mich über jeden, der nicht alles mit sich machen läßt.

Oder eine Versicherung ? Bei einem Blechschaden hat die gegnerische Versicherung (bei voller Schuld des Anderen!) an der Rechnung meines Mietwagens rund 200€ abgezogen. Ich dachte, das ist mir der Aufwand nicht wert. Mein Anwalt aber meinte, dass er in diesem speziellen Fall auf keinen Fall nachgeben möchte, weil die Versicherung bekannt dafür ist, dass sie immer wieder solche Dinge macht und er ein System dahinter sieht. Bin mal gespannt, wir haben jedenfalls eine umfassende Klage eingereicht, Streitwert also 200€ ;)