Fragen zu Versicherungen: Unfall-, Haftpflicht-, Hausrat-, und Rechtsschutzversicherung

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Sandman78

Erfahrenes Mitglied
20.03.2012
596
3
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Moin zusammen,

ich glaube für mich wird es mal Zeit, meine bestehenden Versicherungen zu hinterfragen. Vor laaanger Zeit habe ich mir mal ein Paket durch die "Deutsche Vermögensberatung" aufschwatzen lassen. Dieses umfasst:

- Glasversicherung // Generali 5,51€/m
- Haftpflichtversicherung // Generali Optimalpaket 9,68€/m
- Hausratversicherung // Generali Optimalpaket 14,34€/m
- Unfallversicherung // Generali 20,82€/m
- Rechtsschutzversicherung // Advocard 360° Privat: Privat-, Berufs-, Verkehrs- und Wohnungs RS 31,02€/m

Komme also auf ca. 82€ monatlich. Nun würde ich das Ganze gerne kostenseitig optimieren, ohne groß an Leistungen einzubüßen.
Wie würdet ihr vorgehen? Habe mich leider ehrlicherweise nie wirklich mit dem Thema auseinander gesetzt...

Danke für eure Hilfe!
 

stepfel1

Erfahrenes Mitglied
06.01.2012
1.096
106
BER
Die größten Fragezeichen hätte ich bei Unfall und Rechtsschutz. Die Unfall würde ich entweder komplett streichen oder durch eine Berufsunfähigkeit ersetzen - die zahlt in deutlich mehr Fällen. Die Rechtsschutz ist sehr teuer. Wärst Du im Fall des Falles nicht in der finanziellen Lage, eine angemessene Vertretung selbst zu zahlen? Selbst wenn würde ich es auf Beruf reduzieren
 
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YankeeZulu1

Erfahrenes Mitglied
09.07.2020
444
238
Die größten Fragezeichen hätte ich bei Unfall und Rechtsschutz. Die Unfall würde ich entweder komplett streichen oder durch eine Berufsunfähigkeit ersetzen - die zahlt in deutlich mehr Fällen. Die Rechtsschutz ist sehr teuer. Wärst Du im Fall des Falles nicht in der finanziellen Lage, eine angemessene Vertretung selbst zu zahlen? Selbst wenn würde ich es auf Beruf reduzieren
es gibt Versicherungsmakler, welche große Teile des Marktes berücksichtigen können, und es gibt Portale - da sollte man aber einen gewissen fachlichen Background haben, da entweder der Preis oder die bezahlten empfehlungen im Vordergrund stehen. DVAG gilt als nicht gerade preisgünstig.
Die Unfallversicherung zu kündigen halte ich für problematisch, da Unfallfolgen mit Dauerinvalidität griße finanzielle Lücken reißen können; Rechtschutzvers. ist ein "must have", die Geltendmachung von Ansprüchen bei unklaren Unfällen, bei Arztfehlern etc kostet ein kleines Vermögen. Eine Selbstbeteiligung ja Schadenfall senkt die prämie. Eine Glasversicherung ist meist nicht notwendig; bei gemieteten Objekten ist fast immer er eigentümer zuständig, ind grds sind die heutgen Verglasungen sehr stabil, bei Glassschäden durch Feuer oder Einbruch haftet die jeweilige F- oder ED-Versicherung.
Erhoffe Die hier keine wirkliche Beratung, Du müsstest dazu viel Deiner persönlichen Situation preisgeben, das würde ich eher nicht.
Was ich vermisse ist eine Berufsunfühigkeits- oder Grundfähigkeitsversicherung.
Frag einen Makler, und vergewissere Dich, ob es wirklich ein Makler ist, ggf checke die Zugehörigkeit zu einem seriösen Verband.
 
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Sandman78

Erfahrenes Mitglied
20.03.2012
596
3
Danke für eure Antworten!
Das mit der BU ist mir klar, leider werde ich nicht ohne Risikozuschlag eine BU bekommen, wenn überhaupt. Zwei Klinikaufenthalte in der Vergangenheit sind der Grund dafür.
Hm, also Glas ggf. streichen, Unfallversicherung ggf. wechseln. RS möchte ich eigentlich mit den genannten Leistungen behalten, nur vielleicht bei einem günstigeren Anbieter.
 

Langstrecke

Erfahrenes Mitglied
Moin zusammen,

ich glaube für mich wird es mal Zeit, meine bestehenden Versicherungen zu hinterfragen. Vor laaanger Zeit habe ich mir mal ein Paket durch die "Deutsche Vermögensberatung" aufschwatzen lassen. Dieses umfasst:

- Glasversicherung // Generali 5,51€/m
- Haftpflichtversicherung // Generali Optimalpaket 9,68€/m
- Hausratversicherung // Generali Optimalpaket 14,34€/m
- Unfallversicherung // Generali 20,82€/m
- Rechtsschutzversicherung // Advocard 360° Privat: Privat-, Berufs-, Verkehrs- und Wohnungs RS 31,02€/m

Komme also auf ca. 82€ monatlich. Nun würde ich das Ganze gerne kostenseitig optimieren, ohne groß an Leistungen einzubüßen.
Wie würdet ihr vorgehen? Habe mich leider ehrlicherweise nie wirklich mit dem Thema auseinander gesetzt...

Danke für eure Hilfe!
Gruppe 1: Hausrat, Haftpflicht
Gruppe 2: Rechtsschutz
Gruppe 3: Unfall, Glas

Deine Haftpflicht, Hausrat und RS erscheinen mit zu teuer (subjektiv).
Unfall und Glas halte ich für individuell fraglich bis unsinnig.

Geh zu einem echten Makler und lasse dich beraten.
Aus der Ferne und ohne Kenntnisse deines tatsächlichen Bedarfs geht eigentlich gar nichts.
 

LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
11.734
4.601
Ob eine Rechtschutz wirklich sinnvoll ist muss jeder selber beurteilen. Ich halte sie für verzichtbar. Bei dem Beitrag den du bezahlst sowieso.
 
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YankeeZulu1

Erfahrenes Mitglied
09.07.2020
444
238
Ob eine Rechtschutz wirklich sinnvoll ist muss jeder selber beurteilen. Ich halte sie für verzichtbar. Bei dem Beitrag den du bezahlst sowieso.
ich wollte dieses Thema für mich hier "abhaken", aber diese 'Äußerung zur Rechtschutzversicherung ist schon "gefährlich". Haben Sie schon mal die Gesamtkostenabrechnungen gesehen von zB Arbeitsrechtsverfahren durch zwei Instanzen, Schmerzensgeld forderungsverfahren im hohen Bereich über ebenfalls nzwei Instanzen (mit teueren Gutachten), etc etc? Das geht ggf. finanziell an die Substanz bis hin zu Verschuldung oder Aufgabe wegen Mittellosigkeit.
Bei zB eiinem Hausrattotalschaden verliere ich vllt einige Zigtausen Euro, das ist ggf zu verschmerzen, besonders wenn man "danach" mit Weniger auskommen kann.
 

LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
11.734
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ich wollte dieses Thema für mich hier "abhaken", aber diese 'Äußerung zur Rechtschutzversicherung ist schon "gefährlich". Haben Sie schon mal die Gesamtkostenabrechnungen gesehen von zB Arbeitsrechtsverfahren durch zwei Instanzen, Schmerzensgeld forderungsverfahren im hohen Bereich über ebenfalls nzwei Instanzen (mit teueren Gutachten), etc etc? Das geht ggf. finanziell an die Substanz bis hin zu Verschuldung oder Aufgabe wegen Mittellosigkeit.
Bei zB eiinem Hausrattotalschaden verliere ich vllt einige Zigtausen Euro, das ist ggf zu verschmerzen, besonders wenn man "danach" mit Weniger auskommen kann.
Muss jeder selber wissen. Es gibt gerade bei Verfahren die teuer werden ja auch Prozesskostenhilfe (dafür muss man nicht mittellos sein) und man sollte eh nicht vor Gericht ziehen wenn man denkt das man verliert.

Hohe Streitwerte sind beim Arbeitsgericht auch eher unüblich, da geht es in der Regel max. um das dreifache des Monatsgehaltes (das wären bei 6000€/Monat dann ca. 3000€), da man sich aber vor dem AG auch problemlos selber vertreten kann kommt man auch ganz ohne Kosten davon wenn man sich vergleicht, ansonsten bleibt das Risiko der Gerichtsgebühren in Höhe von ca. 700€, wenn man sich da in Sphären bewegt in denen die Gebühren relevant werden, kann man sich auch den Anwalt leisten. Schmerzensgelder werden von der RV nicht gedeckt, lediglich die Kosten des Rechtsstreits. Eine RV hilft weniger als ein guter Anwalt.

Das sind die typische Horrorszenarien der Versicherungsindustrie, genau wie der Totalschaden durch Brand usw. usw.

Muss jeder selber wissen, gerade beim Arbeitsrecht kommt es massiv auf die berufliche Stellung und den abgeschlossenen AV an um zu beurteilen ob man Versicherungsschutz braucht.

Jeder sollte das Risiko versichern das ihm im Schadensfall in wirtschaftliche Probleme bringt, und das muss jeder für sich beurteilen.
 
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YankeeZulu1

Erfahrenes Mitglied
09.07.2020
444
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sorry @LH88, ich nannte keine Horrorszenarien, sondern ganz reale Fakten, welche ich selbst aus meinem Umfeld genau kenne.
Ihre Ausführungen zu Streitwerten bei Arbeitsgerichtsprozessen stehen im krassen Gegensatz zu meinen Erfahrungen und realen Kenntnissen. Und Ihre Annahmen, man sollte bei geringen oder nicht vorhandenen Erfolgsaussichten nicht vor Gericht gehen..na-ja, wenn man im Voraus wüsste, was man im Nachhinein weiß..., will sagen, bei Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen zB nach Unfällen oder "ärztl Kunstfehlern", um nur zwei Beispiele zu nennen, das sind andere Dimensionen, und DAFÜR sehe ich eine Rechtschutzversicherung als erforderlich, nicht wegen eines Knöllchens oder 500-Euro-Kaufvertrags.
So, jetzt ist aber Schluß hier für mich, Sandmann78 wollte Infos, weiter abdriften möchte ich nicht.
 

LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
11.734
4.601
sorry @LH88, ich nannte keine Horrorszenarien, sondern ganz reale Fakten, welche ich selbst aus meinem Umfeld genau kenne.
Ihre Ausführungen zu Streitwerten bei Arbeitsgerichtsprozessen stehen im krassen Gegensatz zu meinen Erfahrungen und realen Kenntnissen.
Sorry, es geht im Arbeitsgerichtsstreit in der Regel um Kündigungen, hier liegt der Streitwert bei max. 3 Monatsgehältern. Das ist ganz real. Denn in der Regel kann man vor dem Arbeitsgericht nur auf Weiterbeschäftigung klagen. Das dies ab einer gewissen Managementebene anders aussehen kann, unbenommen. Aber da sollte man sich dann den besten Anwalt nehmen, und die werden nicht von der Rechtschutzversicherung bezahlt.

Welche konkreten Erfahrungen hast du denn gemacht? Es ist normal das Anwälte die Streitwerte hochrechnen, den daran verdienen sie, daher sollte man seinen Anwalt unabhängig vom Streitwert bezahlen. Das kostet Geld wenn es um wenig geht, spart aber Geld wenn es um viel geht.

Zum Streitwert im Arbeitsrecht:

Wie gesagt muss jeder selber wissen welches Risiko er versichert, in Deutschland neigt man dazu alles zu versichern, man kann das Risiko überall sehen oder es vernünftig einschätzen.

Während du sagst eine RV ist unverzichtbar, sage ich eine Haftpflicht- und Hausratsversicherung ist unverzichtbar. Muss halt jeder selber entscheiden. Wenn man auf Ratschläge von mehreren Dritten und ein, zwei Versicherungsmaklern hört wird man am Ende des Tages jedes Risiko versichert haben.

Ich kann zur Einschätzung nur folgendes sagen, um auch den den Bekanntenkreis zu bemühen, ein Schulfreund von mir ist seit fast 40 Jahren Versicherungsmakler mit mehr als 10 Angestellten, die Versicherung die er nicht hat ist die RV.
 
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odie

Erfahrenes Mitglied
30.05.2015
5.731
1.560
Z´Sdugärd
- Glasversicherung // Generali 5,51€/m
- Haftpflichtversicherung // Generali Optimalpaket 9,68€/m
- Hausratversicherung // Generali Optimalpaket 14,34€/m
- Unfallversicherung // Generali 20,82€/m
- Rechtsschutzversicherung // Advocard 360° Privat: Privat-, Berufs-, Verkehrs- und Wohnungs RS 31,02€/m
Finde ich alles durchaus SEHR Teuer! Gerade die Rechtschutz. Sicherlich kann man sich fragen zuwas man die RV braucht. Jeden Monat die 30€ in einen Topf und nach 10 Jahren mal nutzen...Aber das ist ja der Sinn einer Versicherung ;)

Die Glas würd ich weglassen. Zuwas?
HP finde ich jetzt mit knapp nem 10er angemessen. Die Frage ist hier eher was die den zahlt...
Hausrat find ich etwas zu teuer. Das gibts durchaus brauchbare auch für knapp 10€.
Unfallversicherung...die Frage ist halt auch; WAS zahlt diese?
Rechtschutz wie gesagt deutlich zu teuer.

Wiegesagt die Frage ist halt IMMER was man den bekommt. Als Beispiel kannst du natürlich auch eine Zahnzusatz für 5€ im Monat, oder für 20€ im Monat.
 
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SleepOverGreenland

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
19.631
6.680
FRA/QKL
Die Glas würd ich weglassen. Zuwas?
Witzigerweise sind gerade Glasschäden der Teil den wir bei Versicherungen am meisten in Anspruch genommen haben. Allerdings ist die Glasversicherung kein extra Baustein sondern in der Gebäudeversicherung und/oder in der Hausratversicherung als Baustein inkludiert. Wir hatten einmal ein defektes Fenster, der Austausch wurde über die Gebäudeversicherung geleistet. Dann war mal eine Glastür defekt und mehrfach Schranktüren aus Glas oder mit Glasanteil. Das wurde immer alles anstandslos beglichen. Alle Versicherungen bei der Allianz. Durch die Anzahl der Versicherungen pauschal 30% Rabatt auf alles. Und der Vorteil, dass der Versicherungsschaden in aller Regel direkt durch den Vertreter vor Ort beglichen wird und man sich nicht mit irgendwelchen Pappnasen in Versicherungszentralen an deren Hotlines rumschlagen muss.
 
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Sandman78

Erfahrenes Mitglied
20.03.2012
596
3
Danke euch erstmal für eure Antworten. Das hat mich veranlasst, mich mit freien Maklern auseinanderzusetzen. Kennt zufällig jemand diesen hier:
Diese würde ich mal kontaktieren, da ich ggf. noch weitere Themen habe.
Die RV muss ich tatsächlich gerade in Anspruch nehmen, da ich ziemlichen Ärger mit einer Leasingrückgabe habe. Mir wurde das Auto beschädigt, repariert in einer VOLVO-Vertragswerkstatt, aber nicht in dem Haus, in dem ich das Fahrzeug geleast habe. Ging zu dieser Zeit leider nicht anders. Jetzt sagt der Gutachter, dass das nicht fachgerecht ausgeführt wurde und neu gemacht werden muss. Das Autohaus, welches den Schaden repariert hat, sagt natürlich, dass das nicht so ist und ggf. danach noch etwas gemacht wurde. Und ich soll jetzt die 8000€ zahlen...aber genug zum OT.
 

hollaho

Erfahrenes Mitglied
22.10.2016
949
423
Hausrat und Haftpflicht halte ich für unverzichtbar, auf den Rest würde ich verzichten.
Die Diskussion mit dem unverzichtbar ist ein typisches Wohlstandsproblem, denn für die Mehrzahl der Menschen auf diesem Globus sind fast alle Versicherungen verzichtbar, weil es entweder keine gibt oder sie unbezahlbar sind für sie. 8-;

Abgesehen davon ist die Hausratversicherung wohl eine der am ehesten verzichtbaren Versicherungen, denn wer wenig Geld hat, hat keinen teuren Hausrat. Da ist im Zweifelsfalle dann neue Matratze und Kühlschrank kaufen und Rest über lange Zeit strecken durchaus die preiswertere Option. Und wer gut Geld hat, kann seinen Hausrat eh komplett ersetzen ohne Pleite zu gehen. Gemittelt und nach Wahrscheinlichkeit zahlst du für jede Versicherung mehr, als sie ausbezahlt. Sonst gäbe es sie nicht.

Jeder sollte das Risiko versichern das ihm im Schadensfall in wirtschaftliche Probleme bringt, und das muss jeder für sich beurteilen.

So ist es. Mit dem Twist, daß wenn dich die Bezahlung der Beiträge in Probleme bringt, sie sowieso verzichtbar ist. 8-;
Selbst eine Privathaftpflicht - sicher mit die essenziellste Versicherung - ist verzichtbar für einen "Dauerharzer" ohne Geld und jegliche Besserungsperspektive.